Inflation außer Kontrolle - FED könnte 1% die Zinsen erhöhen Der Inflationsdruck in den USA hat im Juni weiter zugenommen, wobei die Jahresrate auf den höchsten Stand seit fast 41 Jahren stieg. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent und lagen um 9,1 (Vormonat: 8,6) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das ist die höchste Jahresrate seit November 1981. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisanstieg von 1,1 Prozent und einer Jahresteuerung von 8,8 Prozent gerechnet.
Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,7 Prozent auf Monats- und um 5,9 (6,0) Prozent auf Jahressicht. Die befragten Ökonomen hatten Raten von 0,5 und 5,7 Prozent erwartet.
Der Preisanstieg war breit gefächert, wobei die Indizes für Benzin, Wohnraum und Nahrungsmittel den größten Beitrag leisteten. Die Energiekosten erhöhten sich um 7,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und trugen fast zur Hälfte des Anstiegs aller Posten bei, wobei der Benzinpreis um 11,2 Prozent kletterte und andere wichtige Komponentenindizes ebenfalls zunahmen. Die Lebensmittelpreise stiegen um 1,0 Prozent.
Die US-Notenbank hat wegen der hohen Inflation ihren Leitzins seit März schon um 150 Basispunkte angehoben. Aktuell liegt das Niveau bei 1,50 bis 1,75 Prozent. Offizielle Äußerungen von Fed-Notenbankern deuten stark darauf hin, dass der Leitzins bei der nächsten Zinssitzung abermals um 75 Basispunkte erhöht wird; die Terminmärkte preisen einen solchen Schritt derzeit zu rund 90 Prozent ein.
Staatsanleihen
Kipppunkt für drohende Rezession findenIch hab mir mal die Zinskurve genauer angeguckt.
Genauer angeguckt soll heißen: die letzten 4 US-Rezessionen auf den Monat genau eingetragen (Daten sind von der FED) und geschaut wie sich die Zinskurve und die jeweiligen Marktzinsen samt Index zueinander verhalten.
Mittlerweile liest man viel über eine drohende Rezession. Gründe dafür gibts mehrere und alle sind hinlänglich bekannt.
Weiterhin bestehende Lieferkettenprobleme durch Corona, massive Inflation und jetzt droht sogar eine Energiekrise durch den Russland-Ukraine-Krieg.
Doch was verrät uns die Zinskurve über den Konjunkturverlauf?
Es heißt, dass eine negative Zinskurve eine Rezession ankündigt.
Dass sie kommt, gilt mitllerweile als ziemlich wahrscheinlich.
Aber wann sie kommt und in welchem Ausmaß sie kommt, ist reine Spekulation.
Der Blick zurück auf die vergangenen 4 Rezessionen zeigt eine auffällige Gemeinsamkeit.
Die negative Zinskurve selbst ist noch gar nicht das große Problem. Sie ist allenfalls ein Vorbote für das, was kommt.
Entscheidend ist der Moment, in dem der Markt realisiert, dass die Wirtschaft in eine Rezession abdriftet.
In dem Moment schießt die Zinskurve katapultartig nach oben und die Renditen der 2 Jährigen Bonds fallen in sich zusammen.
Nun sind die Indizes schon längst in einem Bärenmarkt mit Verlusten jenseits von >20% und man könnte ja meinen, dass eine Rezession schon ganz oder teilweise eingepreist ist.
Mit Blick auf die Renditen muss man das aber ganz klar verneinen.
Also Obacht, wenn die Zinskurve nach oben knallt und die Renditen in sich zusammenfallen.
Noch isses nicht soweit. Da momentan ausschließlich über Zinserhöhungen und kein Wort über Zinssenkungen geredet wird, ist der Tag X noch nicht in Sichtweite.
#GR10Y - #EZB ist Insolvent Teil 1 #Greece #GriechenlandKurzfristig hält die EZB noch dagegen aber gegen die Kapitalflucht aus dem Euro ist Sie machtlos.
Da hilft auch keine "Neue Bazooka" der EZB Frau Lagarde.
Wie Ihr im Chart seht, ist der Drops an und für sich gelutscht und das sieht die Traderwelt auch.
Beste Grüße
Stefan Bode
#ES10Y - #EZB ist Insolvent Teil 2 #Spain #EURUSD @lagarde @ecbKurzfristig hält die EZB noch gegen die Kapitalflucht aus spanischen Staatsanleihen aber gegen die Kapitalflucht raus aus dem Euro ist Sie machtlos.
Da hilft auch keine "Neue Bazooka" der EZB, Frau Lagarde.
Wie Ihr im Chart seht - Vorbei ist Vorbei! - und das sieht die Traderwelt auch.
Beste Grüße aus Hannover (Niedersachsen)
Stefan Bode
#ES10Y - #ECB ist Insolvent Part 2 #Spain #EURUSD @lagarde @ecb
Die Langsamkeit der Notenbanken: FED Part1Mittlerweile weiß jeder, dass die Notenbanken den Ernst der Lage viel zu spät erkannt und viel zu spät begonnen haben mit einem höheren Zinssatz die Inflation zu bekämpfen.
Die Inflation ist weiterhin sehr hoch und von einem Inflationspeak kann aktuell noch keine Rede sein.
Die Geschwindigkeit, mit der die FED agiert, kann man gewissermaßen sichtbar machen und ich habe dafür mal beispielhaft den Renditeabstand der 2-Jährigen US-Bonds zum Leitzins genommen.
Das ist noch ein relativ wohlwollender Vergleich, denn immerhin kann die FED über den Leitzins den Marktzins auch indirekt beeinflussen, weil Zinserhöhungen im Vorfeld angekündigt werden und der Marktzins darauf reagiert.
Ein realistischer Vergleich wäre sogar die Differenz aus Inflationsrate und Marktzins.
-Das Phänomen "FED behind the curve" gibt es in (fast) jedem Konjunkturzyklus und ist ein systematisches Phänomen
-In der Vergangenheit brauchte es keine externen Schocks wie z.B. die Corona-Krise und den Russland-Ukraine-Komflikt und trotzdem lief die FED am Ende einer Boomphase dem Marktzins hinterher.
-Der Marktzins ist aktuell in einem Tempo vorausgeeilt, sodass die angekündigten Zinserhöhungen der FED bereits voll eingepreist
-Die ganze Dramatik des langsamen Handelns zeigt sich mit Blick auf die Inflationsrate. In vergleichbaren Situationen als die Differenz aus Marktzins und Leitzins ähnlich hoch war, hatte die FED noch nicht einmal ein Inflationsproblem, sondern musste nur einen gewöhnlichen Konjunkturzyklus managen.
DIE FED UND IHR SPICKZETTELDie US Yield (10 Years) notiert kurz unter 3%. Bei 3,24% gibt es Resistance.
Die nächste stärke Resistance liegt dann bei 5,24%. Das hat die FED sicherlich auch auf dem Zettel.
Der Kursanstieg der Zinsen verläuft seit Sommer letzten Jahres in einem steilen Trendkanal.
Laufen die Kurse weiter ungebremst nach oben, dann erreichen sie die obere Begrenzung des
Trendkanals Ende September bei 5,24? ...(interessantes Datum).
Ideenskizze: 5 jährige Australien BondsDie Anleihe mit Laufzeit bis Februar 2028 (A3K2LY) handelt bei 96% ihres Nominalwertes, die Rendite beträgt aktuell knapp 1,5% (obiger Chart entspricht nicht genau dieser Anleihe).
Risiken: Der AUD wertet vielleicht generell ab, oder es gibt kurz vor Rückzahlung eine Krise, in welcher der AUD im Vergleich zu den Leitwaehrungen abwertet. Außerdem ist zu beachten, dass die Rendite unter der erwarteten Inflation im Euroraum der nächsten Jahre liegt. Je nach Wertentwicklung der Anleihe können man mit Pech zudem nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt aus dem Deal aussteigen.
Pro: Der AUD als Rohstoff-Waehrung könnte im Vergleich zum Euro aufwerten. Geld in Euro Cash zu halten erscheint mir insgesamt unattraktiv. So bekäme man immerhin die Differenz zum Nominalwert, mögliche Währungsgewinne und die Rendite.
Unklarheit: Warum handelt die Anleihe bei 96%? Selbst in Anbetracht von langfristiger Inflation macht das bei einer Rohstoffwährung für mich wenig Sinn (zumal andere Australien Anleihen zb bis 2027 deutlich teurer sind). Wer dazu was weiß, den bitte ich, das mit mir und der Community in den Kommentaren zu teilen!
Achtung, mit Bonds bin ich weniger vertraut als mit Aktien und Rohstoffen, daher überprüft meine Idee für euch sorgfältig selbst! Es kann sein, dass mir hier Fehler unterlaufen. Ich freue mich über Einschätzungen in den Kommentaren.
Dies ist keine Anlageempfehlung.
10jährige mit Long-Signalen! 1,40% sind machbar... anschnallen?Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,
in den letzten Wochen erhielt ich einige Alarmmeldungen zu den 10Y Rendite (Deutsche Staatsanleihen).
In der charttechnische Analyse sehen wir im Monatschart einen klaren Anstieg. Die seit 2008 dominante Abwärtstrendlinie (schwarz) wurde aufwärts gebrochen. Der folgende Re-Test verlief erfolgreich, d.h. dass ein erneuter Rückfall unter den Abwärtstrend abgewendet werden konnte.
Die 10jährigen haben ein gewisses Momentum aufgenommen, dass die Rendite auf Sicht der kommenden 2-3 Quartale bis zu den horizontalen Widerständen TRM 1 (0,81%) und TRM 2 (1,17%) bringen dürfte.
Diese Annahme wird vom Thermo Sensor im Wochenchart untermauert, der einen veritablen Power Boost Long ausweist.
Unsere KI zeigt im Monatschart ein LongSignal, dessen erweiterte Ziele ein Overlay mit TRM 1 und TRM 2 bilden.
Im Fazit zeigt meine TMMA (Technische Multi Methoden Analyse) gute Chancen auf weiter anziehende Renditen...in einem schnellen Overshoot sind 1,40% keine utopischen Ziele...
Schönen Gruß an die EZB! Ich bin da mal sehr gespannt...
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu diesem Artikel.
Wenn Euch die Idee gefällt, bitte gebt mir ein Like und folgt mir, um immer auf dem Laufenden zu sein...
Herzliche Grüße,
Thomas Jansen
Investor-Guard
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Bei den hier bereitgestellten Informationen handelt es sich um Informationen allgemeiner Art und nicht um Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.
*Gekennzeichnete Empfehlungen gem. WpHG sind im Kundenbereich einsehbar und unterliegen der Compliance von Investor-Guard.
Blick auf die Handelswoche und Wahl in Frankreich Macron und Le Pen ziehen in Stichwahl um die Präsidentschaft
Im Kampf um die Präsidentschaft in Frankreich tritt Amtsinhaber Emmanuel Macron wie vor fünf Jahren in einer Stichwahl gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen an. Die Entscheidung fällt am 24.04. und kann weitreichende Folgen für die Märkte haben. Im der ersten Wahlrunde erhielt der pro-europäische Staatschef am Sonntag Hochrechnungen zufolge zwischen 28 und 29,7 Prozent, während Le Pen 23,2 bis 24,7 Prozent auf sich vereinte. Der Ausgang des in zwei Wochen stattfindenden Duells gilt als wegweisend für die Zukunft Europas. Die Wahlbeteiligung war niedriger als 2017. Zwischen 26,2 und 29,1 Prozent der Wähler blieben den Urnen fern, deutlich mehr als vor fünf Jahren (22,2 Prozent), ein Zeichen der wachsenden Unzufriedenheit vieler Franzosen mit ihrer politischen Führung. "Noch ist nichts gewonnen", sagte Macron. Seine Rivalin appellierte an "alle, die nicht für Macron gestimmt haben", sich ihr anzuschließen.
Wir haben eine negative Zinskurve: Autsch!!!Es gilt als ungeschriebenes Gesetz, dass eine negative Zinskurve eine Rezession ankündigt.
Mit einer gewissen Vorlaufzeit von 9-12 Monaten wohlgemerkt.
Was es allerdings noch nie gab: Der Start des Zinserhöhungszyklusses fällt in die Zeit einer negativen Zinskurve.
Wem das nicht ganz so geläiufig ist: Die Zinskurve, also die Differenz aus 10- und 2 jährigen Staatsanleihen, ist negativ.
Man bekommt für langlaufende Anleihen einge niedrigere Rendite als für kurzlaufende Anleihen.
In der Folge sinken langfristige Investitionen und diese bedeuten eine geringere Wirtschaftsaktivität. Das führt unweigerlich in eine Rezession.
Ok, ganz ist soweit ist es noch nicht.
Es ist nur die gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Rezession.
Es lohnt jetzt ganz genau hinzuschauen.
Die FED muss einen unmöglichen Spagat hinbekommen.
Sie muss einerseits die hohe Inflation bekämpfen und möchte andererseits nicht die Konjunktur abwürgen.
Beides gleichzeitig geht nicht.
Die galloppierende Inflation wirft ihre Schatten voraus und lässt der FED keine Wahl.
Im Ergebnis haben wir jetzt eine negative Zinskurve und ich hoffe, dass es nur ein Fehlsignal ist.
Abflachende Zinskurve: Das war's... fastIn Blau: Die Spanne zwischen den Zinsen der 10-jährigen ( TVC:US10Y ) und der 2-jährigen ( TVC:US02Y ) US-amerikanischen Staatsanleihen. Die blaue Linie wird also wie folgt aufgebaut: TVC:US10Y-TVC:US02Y.
In Orange: Der S&P 500 ( AMEX:SPY ).
Die rote Linie liegt bei 0. Wird diese unterschritten, bedeutet es, dass die kurzfristigen Zinsen höher als die langfristigen Zinsen wären. Man spricht in dem Fall von einer "inversen" Zinskurve. Historisch betrachtet war das Unterschreiten der roten Linie der Vorbote einer Rezession (leicht zeitversetzt ) und kein gutes Omen für die Aktienmärkte (rote Bereiche auf dem Chart).
Die rote Linie ist nun fast erreicht, aber nur fast.
Ob es wie in der Vergangenheit dazu führen wird, dass die Märkte in einigen Monaten schwächer notieren werden? Niemand weiß es. Ein paar Hedging-Positionen ins Depot aufzunehmen, kann aber nicht schaden...
Technologieaktien am Ende des Zyklusses? 30J GesamtsichtVorweg etwas zur Gesamtsituation: 3 grundsätzliche Dinge stehen für mich fest: 1. Ein auf Zins- und Zinseszins basierendes Finanzsystem wird alle ca 100 Jahre resetet, weil die Zinslast zu hoch wird. 2. Es gibt 30 Jahre-Zyklen und 3. starken Beschleunigungsphasen auf dem Aktienmarkt folgen auch starke Abschwungphasen.
zu 1. Wie resetet man ein Finanzsystem? Man entwertet die Schulden, indem man das Geld über Inflation entwertet. Hat man 1 Billion Schulden und schafft eine starke Inflation so kann man nominal 1 Billion zurückzahlen, hat aber effektiv nur z.B. die Hälfte an Wert dafür aufgewendet. Wie schafft man Inflation? 1918-1923 wurde die Produktion gedrosselt (mal bei Wikipedia unter Weltwirtschaftskrise und Hyperinfaltion nachlesen...) Es gab größeren Warenbedarf als produziert wurde, die Waren verteuerten sich. Löhne stiegen etc. die Spirale begann. Inflation begann bis zum Aberwitz Hyperinflation. Alle über x Jahre aufgehäuften Schulden konnten in Multibillionenhöhe mit Papierschnipseln zurückgezahlt werden. Neuanfang.
Wie drosselt man die Produktion? Aktuell mehrere Prozesse im Gang: A) Lieferkettenunterbrechung durch den festsitzenden Frachter (die "Ever green"?) war ein Ausgangspunkt. Der Frachtstau wurde bis heute nicht aufgelöst, weil die Umschlagtermialkapazität limitiert ist. Also stehen die Schiffe nach wie vor an, um Ihre Ware zu löschen. B. Produktionsreduktionen und Lieferunterbrechung im Zusammenhang mit Corona, was zu Preissteigerungen in den 2 wichtigsten Sektoren für Verbraucher führte: Bauwirtschaft-Immobilien-Mietpreise sowie Lebensmittel. C. Ukraine Krise spaltet den Energiesektor in Ost und West auf. Die Preise in allen Segmenten steigen, nun im 3. wichtigsten Verbrauchersektor Energie. Energie verteuert Wohnen, Produktion, Lieferkosten usw. und so dreht die Inflationsspirale weiter. Nur kurzzeitig? Aus meiner Sicht Unsinn. Das Energiethema umzustrukturieren dauert mind 1 Jahr. IN der Zwischenzeit entwickelt die Spirale Ihre Eigendynamik nach oben.
zu 2. Habe in den letzten Tagen einiges über die gefährliche Zinskorrelation der US Anleihen 10Y zu 2Y gelesen. Viele Charts reichen nur 10 Jahre zurück. Da kann so ein Bild entstehen. Ich schau, wenn ich meine Investments überprüfe, oft auf 20 oder 30 jahre charts, a) weil es 30 Jahrezyklen gibt und um das big picture zu sehen. Ich schau immer wie der chartverlauf 2000 neuer Markt crash und 2008 Immokrise war. Und da kann ich den Zusammenhang zwischen Aktienmarkt und Zinstrukturwechsel (also wenn die Vergütungshöhen von 10 zu 2 Jahren sich überkreuzen) gesamthaft nicht erkennen. Weder Aktienmärkte noch Gold reagieren da wirklich vorhersehbar, so dass man da aus der aktuellen Situation Schlüsse ziehen könnte, was zu tun ist.
zu 3. Ich habe den Nasdaq, als schnellst reagierenden Markt und den S&P 500 beides im oberen chartbereich mal gegen die Zinskurven gelegt und auch Gold im unteren chartbereich.
Vergleicht man das wirklich relevante Ereignis 2000 und jetzt, so sieht man, dass die flache 123 Anfangsphase durch ist. Die Beschleunigungsphase 2 mit 123 Dips auch, und wir am Ende oder kurz vor dem Ende der stark beschleunigten Rallyephase mit 60% Steigung sind. Was nicht ganz klar ist, ob wir im NaSdaq bereits das Top gesehen haben oder es der Zwischenhalt vor dem Finale war. Ohne den Ukrainedrop könnte das Bild auch so gedeutet werden, das wir erst am Zwischenhalt sind. Der entstandene Zwischentrompete könnte also durch Ukrainedrop verzerrt sein. Sicher wissen wir es erst, wenn es keine neues Hoch mehr gegeben hat und der 2 Beschleinigungstrend unterschritten wird siehe Vergleich 2000.
Sehr wahrscheinlich ist, der Bruch in OST Energie und Westenergie im Energiesektor wird vollzogen werden. Selbst wenn morgen der Krieg zu Ende wäre, das Rad wird nicht zurückgedreht. Politisch hat man da schon viel zu klar positioniert, dass man sich davon löst. Das hat zur klaren Folge, dass Energie teuer bleibt und damit alle Folge-Preise und -Löhne steigen. Damit haben Konsumenten die keine gleichartigen Lohnsteigerungen erfahren, weniger Kaufkraft. Darunter leiden sollte der Konsum. Wohnen, Mobilität, und Ernährung werden in den unteren Schichten zu fast Null Konsum führen, schlicht, weil kein Geld mehr übrig ist.
Wenn die These stimmt, die Inflation steigt, werden Märkte umgeschichtet. Von zyklischen Sektoren weg, hin zu Energie, Konsumgüter te.c also zu Dingen, die unbedingt gebraucht werden (Energie, Wasser, Nahrung, Drogerie). Die Rohstoffpreise steigen allen voran durch e-mobilität --> Kupfer und Co. , aber auch durch weiteren Abbruch der Lieferketten, wenn Rohstoffe aus Rußland versiegen und auch Nahrung. Alles in allem eine Menge Faktoren, die die Infaltion weiter treiben sollten. Nicht zuletzt sollten Geldmittel ggf auch in Gold als Inflationsschutz fliessen. Da aber auch eine Alternative im Bitcoin als potentiellem Wertspeicher liegt, ist das nicht sicher.
Von daher beobachte ich den NAsdaq weiter, wie sich die Formation nun entwickelt, reduziere Technologiewerte, baue Rohstoff- und Minenpositionen über ETFs weiter aus und schau welche Goldminenwerte oder ETFs interesant sind. Performanter ETF Kandidat ist zB. der weit gefächerte VanEck Global mining ETF, den man auch noch in Deutschland kaufen kann. Viele lukrative Sachen,Z.B. aus dem Hochdividensektor, aber auch viele ETFS wie z.B. Global X Copper ETF sind ja nur noch mit einem schweizer Tradingkonto kaufbar. Die werden ja durch die INformationsrichtlininien der EU in D zum Teil ja nicht mal mehr angezeigt.
Auf dass alles gut geht, Cristian Struy
Strategie: Zinsdifferenz - die Währung folgt den Zinsen Strategie: Zinsdifferenz EURUSD
Ich schaue mir die Zinsdifferenz 2-jähriger Anleihen in der Eurozone und 2-jähriger Anleihen in den USA an. Dann betrachte ich den Mittelwert der zuvor berechneten Zinsdifferenz über die letzten 30 Handelstage. Wenn die aktuelle Zinsdifferenz größer ist als der Mittelwert der letzten 30 Handelstage, kaufe ich in den EUR gegen den USD. Ist die aktuelle Zinsdifferenz kleiner als die der letzten 30 Handelstage, verkaufe ich den EUR und kaufe den USD.
Das System ist immer im Markt investiert und beruht ausschließlich auf dem Zinsunterschied. Der Kurs vom EURUSD Wechselkurs spielt für die Signalgebung keine Rolle.
Die Abbildung zeigt den Verlauf der Zinsdifferenz in den letzten Monaten. Anlagen in USD wurden besser verzinst und der Zinsvorteil für den USD wurde größer. In dieser Zeit ist der EURUSD gefallen.
Warum es funktioniert
Wissenschaftliches Research hat gezeigt, dass die Zinsdifferenz zwischen zwei Währungsräumen einen hohen Erklärungsgehalt für die Entwicklung dieser Währungen hat. Bewegt sich der Zinsvorteil in die Richtung der einen Währung, führt das gewöhnlich zu einer Aufwertung dieser Währung, weil Investoren dort jetzt mehr Rendite bekommen. Neben dem Momentum der Zinsdifferenz ist auch die absolute Höhe wichtig. Investoren präferieren Währungsräume mit höheren Zinszahlungen gegenüber Ländern die weniger Zinsen bezahlen. Dieses Phänomen wird als Forward Rate Bias bezeichnet und wurde in der Wissenschaft ausführlich untersucht.
Gut:
• Einfaches System mit nur einem Parameter
• Strategie basiert auf einem makroökonomischen Zusammenhang
• Wissenschaftliches Research bestätigt die Idee
• Psychologisch leicht umzusetzen
• Sehr hohe Liquidität beim EURUSD
• Sehr geringe Transaktionskosten beim EURUSD
• Strategie ist für viele Währungspaare profitabel
• Funktioniert relativ unabhängig von der Länge des einfach gleitenden Durchschnittes (SMA)
Schlecht:
• Kein SL
• Backtest erst ab 2007 vorhanden
• Ab 2012 Verschlechterung der Performance (wahrscheinlich wegen lockerer Geldpolitik der Notenbanken)
Interessant:
• Verbesserung der Strategie durch individuelles Timing möglich
• System ist immer investiert
• Idee kann man gut als Filter für andere Strategien einsetzen
• Bei Normalisierung der Geldpolitik wahrscheinlich wieder bessere Performance
• Strategie ist Carry neutral
• Positives Carry könnte als Filter für die Strategie verwendet werden
Zinsschritt der FED und Live-Depot Fed-Chef Jerome Powell wird heute die Zinsen erhöhen. Erwartet werden 25 BP und 50 BP sind nach wie vor möglich.
Eine Zinsanhebung wäre die erste Erhöhung seit Dezember 2018. Die Inflation liegt mit 7,9 Prozent auf den höchsten Stand seit 40 Jahren und weit über dem Zielwert der Fed, die eine jährliche Rate von 2 Prozent anpeilt. Powell sagte bei seiner Kongressanhörung: "Ich denke, dass es angemessen sein wird, unser Zielband für den Leitzins auf der März-Sitzung anzuheben. Ich bin geneigt, eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte vorzuschlagen und zu unterstützen."
Mit einer Erhöhung um 25 Basispunkte würde der Zins auf 0,25 bis 0,50 Prozent steigen. Das Ergebnis der Beratungen wird am Mittwoch um 19.00 Uhr (MEZ) veröffentlicht. Sechs bis Sieben weitere Zinsschritte können dieses Jahr noch kommen.
EURO-Bonds durch die Hintertür Die Beratungen des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag werden extrem spannend. Es geht nicht nur um die Wachstums- und Inflationserwartungen sondern auch um mögliche Euro-Bonds durch die Hintertür. Die EZB befindet sich im Konflikt zwischen sehr hohen Inflation und dem Willen die Wirtschaft zu fördern. Diskussion um einen möglichen neuen EU-Fonds zur Finanzierung von Energie- und Verteidigungsausgaben, der am Donnerstag beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Versailles diskutiert werden könnte, könnte dieses Problem für die Eurozone lösen. Allerdings sprechen wir dabei von einer Vergemeinschaftung der Schulden mit weitreichenden folgen. .
Gold in Zinserhöhungsphasen: Kann das gut gehen?Gold findet ideale Rahmenbedingungen vor und kommt - abgesehen von ein paar Prozent Kurssteigerung durch aktuellen Russland-Ukraine-Konflikt - nicht so recht vom Fleck.
Nun hat die FED für nächste Woche die erste Zinserhöhung angekündigt und damit einen neuen Zinserhöhungszyklus eingeläutet.
Es stellt sich die Frage: Wie schlägt sich Gold in Zeiten von Zinserhöhungen? Kann das funktionieren?
Denn Zinserhöhungen sind theoretisch schlecht für Gold, weil steigende Zinsen auch den Realzins steigen lassen und Gold als renditetotes Metall gegenüber den steigenden Anleiherenditen relativ gesehen uninteressanter wird.
Wie auch in den vorherigen Analysen dieser Art soll ein kleiner Blick in die Vergangenheit helfen.
Ich habe mir die letzten 6 Zinserhöhungenphasen der US-Notenbank seit den 80er im Kontext mit weiteren Gold-relevanten Kennzahlen angesehen, um der Antwort näher zu kommen wie Gold durch die anstehende Zinserhöhungsphase navigieren könnte.
Als Resultat kann es hier keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung geben, aber ein paar Insights zum BigPicture.
Zunächst einmal kann man im Chart sofort erkennen: Es gab Zinserhöhungsphasen sowohl mit steigendem als auch mit fallendem Goldkurs.
Zwei Phasen mit fallenden, zwei Phasen mit etwa gleich bleibendem, und zwei Phasen mit steigenden Goldpreis. 2:2. Oder eben 3:3, wenn ich die Phasen unveränderter Kurse berücksichtige. Also ausgewogen. Merken wir uns das 3:3 für später. Was auf den ersten Blick nach keiner klaren Tendenz und keiner klaren Regel aussieht, birgt auf den zweiten und dritten Blick doch einige interessante Details.
In den Gesamtkontext gehört die grundsätzliche Annahme, dass nicht nur das absolute Zinsniveau, sondern auch das Tempo der Zinserhöhung absolut entscheidend ist.
Und damit gehts in die Details. Reingezoomt sieht man:
-Die letzte Zinserhöhung um 1,00% gab es im Jahr 1989.
-Die letzte Zinserhöhung um 0,75% gab es im Jahr 1994.
-Die letzte Zinserhöhung um 0,50% gab es im Jahr 2000.
-Danach gab es nur noch Zinserhöhungen um 0,25%
-Die letzten 17 Zinserhöhungen waren Zinsschritte um jeweils 0,25%.
Die Notenbank agiert auffallend langsamer und damit deutlich marktschonender als früher.
Das hat auch leicht nachvollziehbare Gründe: Die Wirtschaft kann sich auf vieles einstellen, aber alle Mechanismen brauchen Zeit zur Anpassung und die Notenbank gesteht der Wirtschaft dies auch zu.
Man könnte auch sagen die Notenbank hat über die Jahrzehnte dazugelernt. Keine Zinspolitik mit der Brechstange, sondern maßvoll.
Die Negativ-Effekte von abrupten und zu schnellen Zinserhöhungen überwiegen die gewünschte Lenkungswirkung einer Zinserhöhung zur Inflationsbekämpfung.
Beispiel:
-Eine Zinserhöhung von 10% auf 11% entspricht 1 Prozent bzw. 10 Prozentpunkte.
-Eine Zinserhöhung von 0,25% auf 1,25% entspricht ebenfalls 1 Prozent, aber satten 400 Prozentpunkten.
Der klassische Basiseffekt kann schnell zu einem Problem werden.
Eine Vervielfachung der Zinsaufwendungen in einem Schritt würde die Finanzierungsmodelle vieler Unternehmen auf einen Schlag komplett in Frage stellen.
Und diese Politik der neuen Langsamkeit kommt letztlich auch Gold zugute.
Anpassungsreaktionen werden zeitlich gestreckt und sind für alle Märkte leichter verdaulich.
Um dies sichbarer zu machen habe ich im Chart die absolute Erhöhung und zum besseren Vergleich die annualisierte Erhöhung ergänzt (in der Sprechblase abgekürzt mit "Erhöhung ann.").
Die annualisierten Raten in den jeweiligen Zinserhöhungsphasen:
-ab 1984: 6,50%
-ab 1988: 3,25%
-ab 1994: 3,00%
-ab 2000: 1,75%
-ab 2005: 2,12%
-ab 2016: 0,75%
Wie performte Gold in Zinserhöhungsphasen?
Ein paar Insights zum Chart:
Erkenntnis 1: Gold ist in 2 der 3 letzten Zinserhöhungsphasen gestiegen.
Erkenntnis 2: Nur die letzten 3 Zinserhöhungsphasen sind in ihrer Struktur der heutigen Zeit sehr ähnlich. In puncto Erhöhung pro Zinssschritt und Dauer der Zinserhöhungsphase entspricht es dem, was man auch heute von der Zinspoltik erwarten darf. Frühere Zinserhöhungsphasen haben mit der heutigen Zinspolitik nur noch wenig zu tun. Seitdem die FED das Tempo ihrer Zinspoltik gedrosselt hat, kann Gold auch in Zinserhöhungsphasen steigen, obwohl ein Anstieg aus theoretischer Sicht erst einmal unlogisch erscheint. Denn immerhin beeinflusst ein höherer Zins auch den Realzins zu ungunsten von Gold.
Erkenntnis 3: In keinem früheren Szenario ist der Realzins so deutlich negativ wie aktuell, sodass Gold weiterhin sehr gute Rahmenbedingungen vorfindet.
Erkenntnis 4: Der Realzins sank leicht innerhalb der letzten 3 Zinserhöhungsphasen. Das könnte man damit begründen, dass die FED den Markt lange Zeit vorher auf die Zinswende vorbereitet und die Renditen am Anleihemarkt zum Zeitpunkt der tatsächlichen Zinserhöhung längst reagiert haben. Das erscheint mir durchaus plausibel, denn aktuell sind auch bereits 4 Zinserhöhungen voll im Markt eingearbeitet, obwohl es faktisch noch keine Zinserhöhung gab.
Wie eingangs schon erwähnt sind Zinserhöhungen theoretisch schlecht für Gold.
Das ist in der Praxis mit einem oberflächlichen Blick auf die Kurse aber nicht mehr ohne weiteres zu erkennen, denn Ereignisse werden vorweg genommen.
Bei einer rein stichtagsbezogenen Betrachtung wie hier muss man im Hinterkopf behalten, dass es im Zeitraum zwischen antizipierter, offiziell angekündigter und tatsächlicher Zinserhöhung Anpassungsreaktionen gibt.
Wie eingangs schon festgestellt, steht es bei den letzten 6 Zinserhöhungphasen 3:3.
Lässt man die ersten 3 Zinserhöhungphasen weg und betrachtet nur die letzten 3 Zinserhöhungphasen, dann wird aus dem 3:3 ein 2:1.
Der "old Shit" damaliger Notenbankpolitik ist aus meiner Sicht nicht mehr mit der heutigen kompatibel.
Ich denke es gibt gute Gründe nur Szenarien zu vergleichen, die einander wirklich ähnlich sind.
Quasi Äpfel mit Äpfel und kein Äpfel-Birnen-Kompott.
Fazit:
Die anstehenden Zinserhöhungen stehen nicht im Widerspruch zu einem steigenden Goldpreis.
Wer also angesichts der kommenden Erhöhungen mit einem Goldinvestment hadert; dem sei gesagt: Es mag andere Gründe geben, aber historisch gesehen, sprechen Zinserhöhungen nicht grundätzlich gegen Gold.
Inbesondere die durch den Russland-Ukraine-Konflikt explodierenen Rohstoffpreise werden die ohnehin schon sehr hohe Inflation weiter anheizen.
Die Makrodaten bieten weiterhin günstiges Fahrwasser für das Edelmetall.
Makrodaten sind aber keine guten Timing-Indikatoren für den ganz kurzfristigen Handel und deshalb als perspektivische Aussichten zu verstehen.






















