MES 13.08.2026 – Dritter Anlauf auf 7797, dann PauseIn eigener Sache vorweg: Morgen gibt es keinen Tagesplan, ich bin
nicht da. Die Auswertung des heutigen Tages kommt am Wochenende, der
nächste Plan am Montag früh. Dann wieder wie gewohnt vor 9 Uhr.
Was gestern passiert ist
Die Verbraucherpreise für Juli trafen exakt die Erwartung: 0,1
Prozent im Monat, 3,4 Prozent im Jahr, Kernrate 0,2 Prozent. Die
jährliche Kernrate fiel auf 2,5 Prozent – den langsamsten Wert seit
März 2021.
Der S&P 500 schloss 0,3 Prozent höher, knapp unter dem Rekord vom
Freitag. Getragen wurde der Tag weniger von der Inflationszahl als
von Quartalsberichten aus dem KI-Umfeld: Super Micro Computer sprang
19 Prozent, CoreWeave zeitweise 20.
Die Geldmärkte preisen jetzt weniger als 50 Prozent
Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September ein.
Wo wir stehen
7778,25, also 7,75 Punkte über dem gestrigen Schluss von 7770,50.
Übernacht-Spanne: 7764,25 bis 7780,50, also 16,25 Punkte. Der Kurs
steht am oberen Rand.
Das ist die dritte enge Nacht in Folge – 9,5 Punkte am Mittwoch,
heute 16,25. Der Markt kommt nicht in Fahrt.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7820,25 Rekordhoch vom 5. August, Level aus mehreren Zeiteinheiten
7797,00 Hoch von Dienstag UND Mittwoch, Level aus vier Zeiteinheiten
7794,00 Level aus 15- und 30-Minuten-Ebene
7781,00 Level aus der 15-Minuten-Ebene
7780,50 Tageshoch
7778,25 aktuell
7770,50 Schlusskurs gestern
7764,25 Tagestief, zugleich Level aus der 15-Minuten-Ebene
7756,25 Level aus 15- und 30-Minuten-Ebene
7748,50 Level aus der 15-Minuten-Ebene
7739,25 Tief von Mittwoch
Die Decke bei 7797
Das ist die Zahl der Woche.
Dienstag: Tageshoch 7797,00.
Mittwoch: Tageshoch 7797,00.
Zwei Anläufe, derselbe Punkt, auf den Tick. Dort liegt eine
Handelszone aus dem 5. August, in der grosse Volumen umgesetzt
wurden und die bisher kaum abgearbeitet ist.
Aber – und das ist wichtiger als die Beobachtung selbst: Ein Level
wird durch Halten nicht stärker. Bei jedem Test werden Aufträge
ausgeführt, und was übrig bleibt, wird weniger. Vor einer Woche ist
hier eine Zone gebrochen, die zuvor zweimal gehalten hatte.
Der dritte Anlauf ist also nicht der sicherste, sondern der
unsicherste. Das gilt in beide Richtungen.
Wenn es nach oben geht
Über 7780,50, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart.
Aber wie schon gestern: Das ist der kleine Auslöser. Auf dem Weg
nach oben liegen 7781,00 und 7794,00, und der eigentliche Test
bleibt 7797,00.
Erst zwei Schlusskurse über 7797,00 wären für mich ein echter
Ausbruch. Dahinter liegt bis 7820,25 nichts – rund 23 Punkte oder
115 Dollar je Kontrakt.
Über 7820,25 gibt es keine Level mehr. Dann gilt wieder: kein Level
heisst kein Kursziel. Wer dort handelt, braucht eine Ausstiegsregel
aus dem Verlauf statt aus dem Preis – ein 9er und ein 20er
Durchschnitt reichen. Solange der 9er über dem 20er liegt, läuft
die Bewegung. Kreuzt er darunter, ist sie vorbei.
Ungültig: Rückfall unter 7770,50.
Wenn es nach unten geht
Bruch unter 7764,25, bestätigt durch zwei Schlusskurse darunter.
Darunter liegen 7756,25 und 7748,50 auf knapp acht Punkten – zwei
Level auf engem Raum. Erst wenn auch die fallen, wird der Weg zum
Mittwochstief bei 7739,25 frei.
Ungültig: Rückkehr über 7770,50.
Was heute ansteht
14:30 – die US-Erzeugerpreise für Juli, dazu die wöchentlichen
Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
Die Erzeugerpreise messen, was Hersteller für ihre Waren bekommen,
also die Inflation eine Stufe vor dem Ladenregal. Sie gelten als
Vorläufer für die Verbraucherpreise – was hier steigt, landet
meistens ein paar Monate später beim Kunden.
Nach der zahmen Inflationszahl gestern ist das der zweite Test in
zwei Tagen. Fällt sie ebenfalls freundlich aus, ist die Debatte über
eine Zinserhöhung im September vorerst erledigt.
Ausserdem berichten heute unter anderem Applied Materials und
JD.com.
Nach meiner Regel: vor angekündigten Terminen ganz raus oder
halbieren, beim Rest der Stopp auf den Einstieg. Und in den ersten
Minuten danach nichts Neues aufmachen – gestern hat gezeigt, warum.
Dumme Sprüche für Gescheite
Zwei Trader, gleicher Chart, gleicher Einstieg. Der eine gewinnt,
der andere verliert.
Der Unterschied ist nie der Chart. Er ist die Frage, wer von beiden
vorher aufgeschrieben hat, wann er wieder rausgeht.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief. Die
waagerechten Level stammen aus einem Unterstützungs- und
Widerstandsindikator über mehrere Zeiteinheiten.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man nachlesen kann, ob er getaugt hat. Auch wenn
nicht.
Morgen mache ich Pause. Am Wochenende kommt die Auswertung von
heute, am Montag früh der nächste Plan.
Micro E-mini S&P 500 Index Futures (Jun 2023)
Keine Trades
Keine Trades
Ausführliche Handelsideen
MES 17.08.2026 – 24 Punkte zwischen Wand und BodenWas am Freitag passiert war
Der Vormittag lief noch ruhig, dann kam der Rückschlag. Die
US-Einzelhandelsumsätze fielen im Juli um 0,6 Prozent – der stärkste
Rückgang seit über einem Jahr. Dazu kam ein schwacher Wert beim
Verbrauchervertrauen.
Der Kurs fiel von 7832,00 auf 7796,50 und schloss bei 7805,00.
Die Woche davor war trotzdem stark: Der S&P 500 hat zum ersten Mal
überhaupt die 7.800 überschritten und mehrere Rekorde markiert.
Wo wir stehen
7812,25, also 7,25 Punkte über dem Freitagsschluss.
Die Übernacht-Spanne beträgt 7,75 Punkte – von 7806,25 bis 7814,00.
Das ist die engste Nacht dieser ganzen Reihe.
Der Kurs steht am oberen Rand und liegt praktisch auf dem 20er
Durchschnitt der Stundenebene bei 7811,41.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7838,50 Rekordhoch vom Donnerstag
7832,00 Hoch von Freitag, Level aus 15- und 30-Minuten-Ebene
7820,25 Level aus 30-Min-, Stunden- und 4-Stunden-Ebene
7814,00 Tageshoch, zugleich Level aus der 15-Minuten-Ebene
7812,25 aktuell
7806,25 Tagestief
7805,00 Schlusskurs Freitag
7798,92 20er Durchschnitt auf der 4-Stunden-Ebene
7796,50 Tief von Freitag, Level aus VIER Zeiteinheiten
7764,25 danach lange nichts mehr
Die Klammer, in der wir stecken
Über uns bei 7820,25 liegt ein Level aus drei Zeiteinheiten – und
genau dort sitzt nach meiner Auswertung der grösste Orderblock im
kurzfristigen Bild mit rund 42.700 Kontrakten.
Unter uns bei 7796,50 liegt ein Level aus vier Zeiteinheiten, das
gleichzeitig Freitags Tief ist. Knapp darüber, bei rund 7799 bis
7802, sitzt ein weiterer Orderblock mit gut 20.000 Kontrakten.
Zwischen diesen beiden Punkten liegen 23,75 Punkte. Da stecken wir
seit Freitagabend drin – und die Nacht hat davon gerade mal ein
Drittel genutzt.
Für Einsteiger: Wenn ein Level auf mehreren Zeiteinheiten
gleichzeitig auftaucht, heisst das nur, dass verschiedene
Betrachtungsweisen an derselben Stelle etwas gefunden haben. Es
macht die Marke nicht magisch – es heisst nur, dass dort mehr Leute
hinschauen.
Wenn es nach oben geht
Über 7814,00, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart.
Aber das ist der kleine Auslöser. Der eigentliche Test ist 7820,25 –
sechs Punkte darüber, mit der grössten Auftragszone im Chart.
Erst zwei Schlusskurse über 7820,25 wären für mich ein echter
Ausbruch. Dahinter liegt bis 7832,00 nichts, danach bis 7838,50.
Über 7838,50 gibt es keine Level mehr. Dann gilt wieder: kein Level
heisst kein Kursziel. Wer dort handelt, braucht eine Ausstiegsregel
aus dem Verlauf statt aus dem Preis – ein 9er und ein 20er
Durchschnitt reichen. Solange der 9er über dem 20er liegt, läuft die
Bewegung. Kreuzt er darunter, ist sie vorbei.
Ungültig: Rückfall unter 7806,25.
Wenn es nach unten geht
Unter 7806,25, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart
darunter.
Direkt darunter liegt bei 7805,00 der Freitagsschluss – 1,25 Punkte.
Das ist keine Unterstützung, sondern die Trennlinie zwischen grünem
und rotem Tag.
Erste echte Station ist die Zone um 7799 bis 7802. Der eigentliche
Test ist 7796,50 – das Freitagstief und die Marke aus vier
Zeiteinheiten.
Fällt auch die, wird der Chart auffallend leer: Bis 7764,25 sind es
dann über 32 Punkte ohne Zwischenstation.
Ungültig: Rückkehr über 7806,25.
Was diese Woche ansteht
Heute ist der Kalender fast leer. 14:30 der Empire-State-Index für
die Region New York, 16:00 ein Stimmungsindex aus der Bauwirtschaft.
Beides selten marktbewegend.
Der Rest der Woche hat es dafür in sich:
Mittwoch – das Protokoll der letzten Notenbanksitzung. Bei jener
Sitzung hatten drei Mitglieder für eine Zinserhöhung gestimmt. Wie
zerstritten das Gremium wirklich war, steht in diesem Protokoll.
Dazu die Quartalszahlen der grossen Einzelhändler: Dienstag Home
Depot, Mittwoch Target und Lowe's, Donnerstag Walmart. Nach den
schwachen Einzelhandelsumsätzen vom Freitag ist das die Frage, ob
der US-Verbraucher tatsächlich schwächelt.
Und Ende des Monats, vom 27. bis 29. August, das Notenbanktreffen in
Jackson Hole. Das ist der eigentliche Termin, auf den der Markt
zuläuft.
Nach meiner Regel: vor angekündigten Terminen ganz raus oder
halbieren, beim Rest der Stopp auf den Einstieg.
Dumme Sprüche für Gescheite
Der Volatilitätsindex – das Angstbarometer der Wall Street – steht
auf dem tiefsten Stand des Jahres.
Klingt beruhigend. Heisst aber nur: Gerade sichert sich niemand ab,
weil sich niemand sorgt. Und die Frage, wie es weitergeht, wenn doch
mal jemand anfängt, hat sich noch nie durch Nichtstellen
beantwortet.
Ruhe am Markt ist kein Zustand. Es ist eine Pause.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief. Die
waagerechten Level stammen aus einem Unterstützungs- und
Widerstandsindikator über mehrere Zeiteinheiten.
Die Orderblöcke oben im Text sind nicht eingezeichnet – die Zahlen
stammen aus meiner eigenen Auswertung.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man morgen nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
MES Review 12.08.2026 – 7797,00 zum zweiten Mal auf den PunktGestern hat die Inflationszahl exakt getroffen, was erwartet wurde.
Der Markt sprang, gab alles wieder ab, und schloss knapp im Plus.
Und der Widerstand, den ich seit zwei Tagen im Text habe, hat zum
zweiten Mal auf den Punkt gehalten.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7757,25, Übernacht-Spanne nur 9,5 Punkte.
Nach oben wörtlich: "Bei einer Spanne von 9,5 Punkten ist ein Bruch
des Tageshochs ungefähr so aussagekräftig wie ein Wetterbericht für
die nächsten fünf Minuten. Der erste ernsthafte Widerstand liegt bei
7797,00. Erst zwei Schlusskurse über 7797,00 wären ein echter
Ausbruch."
Nach unten: Bruch unter 7739,25.
Dazu die Regel: in den ersten Minuten nach der Zahl nichts Neues
aufmachen.
Was passiert ist
Die Inflationsdaten kamen um 14:30 und trafen exakt die Erwartung:
0,1 Prozent im Monat, 3,4 Prozent im Jahr, Kernrate 0,2 Prozent.
Die jährliche Kernrate fiel auf 2,5 Prozent – den langsamsten Wert
seit März 2021.
Der Markt sprang sofort nach oben. Und gab den Sprung innerhalb
einer Stunde grösstenteils wieder ab.
Das Tageshoch lag bei 7797,00.
Zum zweiten Mal in Folge. Am Dienstag lag es bei 7797,00, gestern
bei 7797,00. Zwei Tage, zwei Anläufe, derselbe Punkt.
Danach choppte der Kurs den Rest der Session in einer engen Spanne.
Schlusskurs 7770,50, also 18 Punkte über dem Vortag.
Das Tief von 7739,25 stammte aus der Nacht und wurde nach der
Veröffentlichung nicht mehr erreicht. Der Abwärtsauslöser fiel nie.
Der Widerstand, der zweimal auf den Punkt hielt
Ich hatte diesen Bereich am Dienstag als Orderblock beschrieben –
rund 36.000 Kontrakte zwischen 7793 und 7797, damals zu 96 Prozent
unangetastet.
Dienstag: Tageshoch 7797,00.
Mittwoch: Tageshoch 7797,00.
Und genau deshalb steht in meinem Plan seit zwei Tagen, dass ein
Bruch des Tageshochs nichts bedeutet und erst 7797,00 zählt.
Aber Vorsicht mit dem Schluss daraus. Vor einer Woche habe ich hier
notiert, dass ein Level durch Halten nicht stärker wird, sondern
verbraucht: Beim ersten Test werden Aufträge ausgeführt, beim
zweiten weitere, und irgendwann ist nichts mehr da. Ein Level, das
zweimal hält, ist beim dritten Mal nicht sicherer – eher im
Gegenteil.
Stand des Protokolls: zweimal gehalten. Der dritte Test steht noch
aus.
Was der Markt daraus gemacht hat
Der S&P 500 schloss 0,3 Prozent höher bei rund 7.748 – knapp unter
dem Rekordschluss vom Freitag. Der Nasdaq legte 0,5 Prozent zu.
Der Grund war weniger die Inflationszahl als die Quartalsberichte:
Super Micro Computer sprang 19 Prozent nach starken Zahlen und einem
kräftigen Ausblick, CoreWeave zeitweise 20 Prozent, Nebius über
12 Prozent.
Bei den Zinsen preisen die Geldmärkte jetzt weniger als 50 Prozent
Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung im September ein. US-Rohöl
schloss bei rund 83 Dollar – der geopolitische Aufschlag bleibt.
Und die schönste Beobachtung des Tages stammt von einem Kommentator
bei Motley Fool: Alle drei Indizes eröffneten deutlich höher und
verblassten über den Vormittag. Ein Zeichen dafür, dass die Zahl
längst eingepreist war.
Für die Neuen
Gestern gab es eine perfekte Vorlage für etwas, das jeder Einsteiger
einmal teuer lernt.
Die Zahl kam um 14:30. Der Kurs sprang sofort nach oben. Wer in
diesem Moment gekauft hat, hat den Hochpunkt des Tages erwischt –
und zwar den ungünstigsten.
Warum passiert das? In den ersten Sekunden reagieren
Computerprogramme auf die Schlagzeile. Sie kaufen, weil "Inflation
gefallen" gut klingt. Danach lesen Menschen die Details, rechnen
nach, und stellen fest: Die Zahl war exakt das, was alle erwartet
hatten. Also war sie längst im Kurs. Also gibt es keinen Grund,
höher zu kaufen.
Die Bewegung kommt zurück.
Praktisch heisst das: Nach einer grossen Zahl wartet man. Nicht fünf
Sekunden, sondern eher fünfzehn bis dreissig Minuten. Was man dabei
verpasst, ist meistens genau der Teil, der ohnehin wieder
eingesammelt wird.
Und wenn es doch die echte Bewegung war – dann läuft sie auch noch
in dreissig Minuten. Gute Bewegungen warten auf dich. Schlechte
nicht.
Dumme Sprüche für Gescheite
Ein guter Trade fühlt sich beim Einstieg oft unangenehm an, ein
schlechter oft super.
Das ist keine Ironie des Schicksals, sondern Statistik: Wenn es
sich offensichtlich anfühlt, haben es schon alle gesehen. Und wer
mit allen zusammen kauft, kauft von allen zusammen.
MES Review 13.08.2026 – Dritter Anlauf, und 7797 fielZwei Tage lang hat 7797,00 auf den Tick gehalten. Am dritten Tag ist
die Marke gefallen – und der Kurs lief bis 7838,50.
Genau das hatte ich im Plan als das wahrscheinlichere Verhalten
beschrieben. Nicht als Prognose, sondern als Mechanik.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7778,25.
Nach oben: Bruch über 7780,50, aber mit dem Zusatz, dass das der
kleine Auslöser ist und der eigentliche Test bei 7797,00 liegt.
Wörtlich: "Erst zwei Schlusskurse über 7797,00 wären für mich ein
echter Ausbruch. Dahinter liegt bis 7820,25 nichts."
Und dazu der Satz, um den es heute geht: "Ein Level wird durch
Halten nicht stärker. Bei jedem Test werden Aufträge ausgeführt, und
was übrig bleibt, wird weniger. Der dritte Anlauf ist also nicht der
sicherste, sondern der unsicherste."
Nach unten: Bruch unter 7764,25.
Was passiert ist
Der Kurs fiel zunächst zurück. Das Tagestief lag bei 7764,25 – also
exakt auf meiner Abwärtsschwelle. Berührt, nicht gebrochen. Zum
dritten Mal in dieser Reihe hat ein Level auf den Punkt gehalten,
ohne dass zwei Schlusskurse darunter zustande kamen.
Dann kam um 14:30 die Erzeugerpreis-Zahl, und danach lief es.
Über 7780,50. Über 7797,00. Und dann genau durch den leeren Bereich,
den ich beschrieben hatte: kein Halt bis 7820,25, und darüber
weiter bis 7838,50.
Vom eigentlichen Auslöser bei 7797,00 bis zum Tageshoch sind das
41,5 Punkte oder 207,50 Dollar je Kontrakt. Vom kleinen Auslöser bei
7780,50 aus 58 Punkte.
Tagesspanne: 74,25 Punkte.
Die Mechanik hat funktioniert
Dienstag: Tageshoch 7797,00.
Mittwoch: Tageshoch 7797,00.
Donnerstag: durchgebrochen, 41,5 Punkte weiter.
Das ist genau das Muster, das ich vor einer Woche nach dem Bruch
einer anderen Zone hier aufgeschrieben hatte. An einem Level liegen
Aufträge. Beim ersten Test werden welche ausgeführt, beim zweiten
weitere. Irgendwann ist nichts mehr da, was hält.
Wichtig ist, was das nicht heisst: Es heisst nicht, dass man beim
dritten Test einfach kaufen soll. Der Bruch kam erst mit einer
Nachricht als Auslöser, und ohne die hätte er vielleicht wieder
gehalten.
Es heisst nur: Das Vertrauen in ein Level sollte mit jedem
erfolgreichen Test kleiner werden, nicht grösser. Genau umgekehrt,
als es sich anfühlt.
Was den Markt bewegt hat
Die Erzeugerpreise für Juli lagen im Monatsvergleich unverändert –
erwartet worden war ein Plus von 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich
fiel die Rate von 5,5 auf 4,7 Prozent, die Kernrate von 4,7 auf
3,7 Prozent.
Zusammen mit den zahmen Verbraucherpreisen vom Mittwoch waren das
zwei entlastende Zahlen in zwei Tagen. Die Wahrscheinlichkeit für
eine Zinserhöhung im September fiel laut CME FedWatch auf rund
32 Prozent.
Dazu fiel der Ölpreis deutlich: Brent über 2 Prozent auf 87,07
Dollar, US-Rohöl auf 81,25.
Der S&P 500 schloss auf einem Rekord bei 7.798,99 und überschritt
zum ersten Mal überhaupt die Marke von 7.800.
Und die ehrlichste Einordnung des Tages stammt von Glen Smith von
GDS Wealth Management: Die Erzeugerpreise allein änderten an der
Rechnung der Notenbank nichts. Entscheidend sei eine Lösung im Nahen
Osten oder Pipelines, die die Strasse von Hormus umgehen – und
darauf habe die Notenbank keinen Einfluss.
Zwei Beobachtungen fürs Protokoll
Erstens: Zum achten Mal in Folge fiel die entscheidende Bewegung in
das Fenster um die US-Eröffnung. Das ist inzwischen das mit Abstand
verlässlichste Muster dieser Reihe.
Zweitens: Das Tagestief lag exakt auf meiner Abwärtsschwelle von
7764,25 und ist nicht gebrochen worden. In den letzten drei Wochen
war das dreimal so – am 3. August 0,75 Punkte, am 4. August ein
Punkt, gestern null. Jedes Mal hätte ein Einstieg auf die Berührung
hin ins Gegenteil geführt.
Die Regel "zwei Schlusskurse, nicht die Berührung" hat inzwischen
öfter Geld gespart als alles andere in diesem Plan.
Dumme Sprüche für Gescheite
Ein Level, das dreimal hält, ist kein Bollwerk. Es ist ein Vorrat,
der aufgebraucht wird.
Beim ersten Mal denkst du "interessant". Beim zweiten "verlässlich".
Beim dritten "sicher". Und genau dann geht es kaputt – nicht weil
der Markt gemein ist, sondern weil du der Letzte warst, der es
gemerkt hat.
MES 18.08.2026 – 43 Punkte Nacht, und alles ist gefallenWas passiert ist
Gestern fiel der S&P 500 um 0,52 Prozent – zweiter Verlusttag in
Folge. Auslöser war eine Meldung aus dem Nahen Osten: Ein hoher
iranischer Vertreter sagte, das Land könne zu einer offensiven
Politik wechseln, falls die Diplomatie scheitert, und die Spannungen
in der Strasse von Hormus verschärfen.
In der Nacht ging es weiter abwärts.
Wo wir stehen
Die Übernacht-Spanne beträgt 43,75 Punkte – von 7727,00 bis 7770,75.
Zum Vergleich: Gestern waren es 7,75.
Und der Kurs steht ganz unten in dieser Spanne. Das Tagestief von
7727,00 wurde vor wenigen Minuten erreicht.
Vom Rekordhoch bei 7838,50 vom Donnerstag sind das 110 Punkte oder
550 Dollar je Kontrakt.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7838,50 Rekordhoch vom Donnerstag
7824,75 Hoch von gestern
7820,25 Level aus 30-Min-, Stunden- und 4-Stunden-Ebene
7796,50 Level aus vier Zeiteinheiten, gestern gebrochen
7770,75 Schlusskurs gestern, zugleich Übernachhoch
7756,25 Level aus 15- und 30-Minuten-Ebene
7748,50 Level aus der 15-Minuten-Ebene
7739,25 Level aus 15-Min-, 30-Min- und Stundenebene
7728,25 aktuell
7727,00 Tagestief
7725,25 Level aus der 30-Minuten-Ebene
7724,25 Level aus 30-Minuten- und Stundenebene
7648,75 danach lange nichts mehr
Der Boden direkt unter uns
Das ist heute die entscheidende Stelle.
7727,25, 7725,25 und 7724,25 liegen auf drei Punkten zusammen: das
aktuelle Tagestief und zwei Level aus verschiedenen Zeiteinheiten.
Der Kurs sitzt genau darauf. Nicht darüber, nicht darunter.
Und darunter wird es sehr leer: Bis 7648,75 liegt auf keiner
Zeiteinheit ein Level. Das sind über 75 Punkte oder 375 Dollar je
Kontrakt.
Zur Erinnerung, weil ich es gestern selbst falsch betont habe: Dass
mehrere Zeiteinheiten dieselbe Marke zeigen, macht sie nicht stabil.
Gestern ist ein Level aus vier Zeiteinheiten gefallen. Es heisst
nur, dass dort viele hinschauen – nicht, dass es hält.
Wenn es nach unten geht
Der ganze Boden muss durch. Bestätigung: zwei Schlusskurse im
2-Minuten-Chart unter 7724,25 – nicht unter 7727,25.
Darunter beginnt der leere Bereich bis 7648,75.
Wie weit der Kurs dort tatsächlich läuft, sagt die Leere nicht.
Anfang August ist er zweimal in einen solchen Bereich gelaufen und
beide Male nach rund 20 Punkten stehengeblieben. Gestern lief er 69.
Ungültig: Rückkehr über 7739,25.
Wenn es nach oben geht
Über 7739,25, bestätigt durch zwei Schlusskurse darüber.
Darüber liegen 7748,50 und 7756,25 auf knapp acht Punkten. Erst
darüber wird der Weg frei bis zum gestrigen Schluss von 7770,75.
Das ist von hier aus über 42 Punkte. Weit.
Ungültig: Rückfall unter 7727,25.
Was heute und morgen ansteht
Vor US-Börsenöffnung berichtet Home Depot. Der Baumarktkonzern gilt
als Frühindikator für Bautätigkeit und Renovierungsnachfrage – und
damit dafür, wie es dem US-Verbraucher tatsächlich geht. Nach dem
überraschenden Rückgang der Einzelhandelsumsätze am Freitag ist das
mehr als eine Randnotiz.
Ausserdem: Baubeginne und Baugenehmigungen für Juli.
Morgen um 20:00 kommt das Protokoll der Notenbanksitzung vom
28. und 29. Juli. Bei dieser Sitzung hatten drei Mitglieder für eine
Zinserhöhung gestimmt. Wie zerstritten das Gremium war, steht in
diesem Protokoll – und die Reaktion darauf war beim letzten Mal ein
Absturz von 158 Punkten.
Vom 27. bis 29. August folgt dann das Notenbanktreffen in Jackson
Hole.
Nach meiner Regel: vor angekündigten Terminen ganz raus oder
halbieren, beim Rest der Stopp auf den Einstieg.
Dumme Sprüche für Gescheite
Vor drei Tagen stand hier, das Angstbarometer der Wall Street sei
auf dem Jahrestief und Ruhe am Markt sei kein Zustand, sondern eine
Pause.
Ich hatte keine Ahnung, wann sie endet. Das war auch nicht der
Punkt.
Der Punkt ist: Wenn alle entspannt sind, ist Absicherung billig. Und
Absicherung kauft man, wenn sie billig ist – nicht, wenn man sie
braucht. Dann ist sie nämlich teuer, und zwar genau deshalb, weil
man sie braucht.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief. Die
waagerechten Level stammen aus einem Unterstützungs- und
Widerstandsindikator über mehrere Zeiteinheiten.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man morgen nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
MES 07.08.2026 – Um 14:30 entscheidet sich der TagVorweg in eigener Sache: Dieser Plan kommt heute deutlich später als
mein Fenster von 7 bis 8 Uhr. Zum zweiten Mal in dieser Woche. Der
Kurs steht beim Schreiben bei 7747,00, und der entscheidende Termin
liegt noch drei Stunden vor uns – aber später als angekündigt ist
später als angekündigt.
Was gestern passiert ist
Die Arbeitsmarktdaten waren gut: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
bei 199.000 statt der erwarteten 202.000, Entlassungen im Juli auf
dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren, Produktivität stärker als
erwartet.
Der Markt fiel trotzdem. Der S&P 500 verlor 0,18 Prozent, der Dow
464 Punkte und beendete eine Serie von fünf Gewinntagen.
Der Grund war das Öl. Die Lage im Nahen Osten spitzte sich wieder
zu, die Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus blieb
unklar, und Brent stieg spät auf 83 Dollar.
Wo wir stehen
7747,00, also 12,25 Punkte über dem gestrigen Schluss.
Die Tagesspanne beträgt bisher 23,5 Punkte – von 7725,25 bis
7748,75.
Und damit sind wir bei der auffälligsten Zahl der Woche: Seit Montag
lag die Spanne vor der US-Eröffnung jeden Tag zwischen 18,75 und
23,5 Punkten. Fünf Tage, praktisch identisch.
In der Woche davor waren Tagesspannen von 100 bis 168 Punkten
normal.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7820,25 Hoch vom Mittwoch, höchster Stand überhaupt
7768,00 Level aus 15-Min-, 30-Min- und Stundenebene
7748,75 Tageshoch
7747,00 aktuell
7734,75 Schlusskurs gestern
7725,25 Tagestief, zugleich neues Level
7724,25 Tief von gestern, Level aus drei Zeiteinheiten
7648,75 danach lange nichts mehr
Der Boden aus zwei Tagen
7725,25 und 7724,25 liegen einen Punkt auseinander.
Das eine ist das Tief von heute Nacht, das andere das Tief von
gestern Nachmittag. Zwei Tage, zwei Tiefpunkte, ein Punkt Abstand.
Genau dort hat der Markt zweimal aufgehört zu fallen. Das ist eine
Beobachtung, keine Garantie – erst gestern ist eine Zone gebrochen,
die zuvor zweimal gehalten hatte.
Wenn es nach oben geht
Über 7748,75, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart
darüber.
Darüber liegt bis 7768,00 nichts. Das sind 19 Punkte oder 95 Dollar
je Kontrakt.
7768,00 ist dann der eigentliche Test – ein Level aus drei
Zeiteinheiten, und der Bereich, an dem der Kurs gestern nach unten
weggeknickt ist.
Ungültig: Rückfall unter 7734,75.
Wenn es nach unten geht
Der Doppelboden muss durch. Bestätigung: zwei Schlusskurse unter
7724,25 – nicht unter 7725,25.
Darunter gibt es bis 7648,75 keine alte Orientierung. Das sind rund
76 Punkte. Wie weit der Kurs tatsächlich läuft, sagt das nicht –
diese Woche ist er zweimal in einen solchen Bereich gelaufen und
beide Male nach etwa 20 Punkten stehengeblieben.
Ungültig: Rückkehr über 7734,75.
Und jetzt das Wichtigste: 14:30
Um halb drei kommt der US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Erwartet
werden rund 86.000 neue Stellen bei einer Arbeitslosenquote von
4,2 Prozent.
Das ist der grösste Einzeltermin des Monats. Und die Unsicherheit
ist diesmal grösser als sonst: Der ADP-Bericht am Mittwoch meldete
nur 44.000 statt der erwarteten 90.000. Die Erstanträge gestern
waren dagegen besser als erwartet. Zwei Vorschauen, zwei
Richtungen.
Alles, was zwischen jetzt und 14:30 passiert, ist Wartestellung.
Die fünf gleichförmigen Tage dieser Woche sind kein Zufall – der
Markt hat sich auf diesen Termin hin ausgeruht.
Meine Regel: vor dem Termin ganz raus oder halbieren, beim Rest der
Stopp auf den Einstieg. In den ersten Minuten danach nichts Neues
aufmachen.
Und heute kommt noch etwas dazu: Es ist Freitag. Wer über den
Handelsschluss hinaus eine Position hält, hält sie über das
Wochenende – und diese Reihe hat am 27. Juli mit einem Sprung von
42 Punkten über ein Wochenende angefangen und am 3. August einen
von 45 Punkten gesehen.
Für die Neuen
Was ist dieser Arbeitsmarktbericht eigentlich?
Einmal im Monat veröffentlicht die US-Statistikbehörde, wie viele
Stellen im Vormonat dazugekommen sind und wie hoch die
Arbeitslosenquote ist. Klingt trocken, ist aber der wichtigste
regelmässige Termin am Markt – weil die Notenbank ihre
Zinsentscheidungen unter anderem daran ausrichtet.
Wenige Stellen heissen: schwache Wirtschaft, eher sinkende Zinsen.
Viele Stellen heissen: starke Wirtschaft, eher steigende Zinsen.
Und steigende Zinsen drücken Aktienkurse.
Der praktische Teil, den kaum jemand erklärt: Die erste Bewegung
nach so einer Zahl ist häufig nicht die richtige.
In den ersten Sekunden reagieren Computerprogramme auf die
Schlagzeile. Dann lesen Menschen die Details – und die Details
widersprechen der Schlagzeile oft. Am Mittwoch war es genau so: Die
Kopfzahl beim ISM-Index sah in Ordnung aus, die Beschäftigungszahl
darunter war schlecht. Der Kurs drehte, nachdem beides gelesen war.
Deshalb: In den ersten Minuten nach einer grossen Zahl handelt man
nicht. Man schaut zu und wartet, bis der Markt sich entschieden
hat. Was man dabei verpasst, ist meistens der Teil, der ohnehin
wieder zurückkommt.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man am Montag nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
MES Review 17.08.2026 – Wand hielt, Boden fielGestern früh habe ich eine Klammer beschrieben: Wand bei 7820,25,
Boden bei 7796,50, 24 Punkte dazwischen.
Der Kurs hat oben angeklopft, ist gescheitert – und unten
durchgefallen. Beides in einem Tag.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7812,25, Übernacht-Spanne nur 7,75 Punkte.
Nach oben: Bruch über 7814,00, aber wörtlich: "Das ist der kleine
Auslöser. Der eigentliche Test ist 7820,25 – sechs Punkte darüber,
mit der größten Auftragszone im Chart. Erst zwei Schlusskurse über
7820,25 wären für mich ein echter Ausbruch."
Nach unten: Bruch unter das Tagestief, dann die Zone um 7799 bis
7802, dann der eigentliche Test bei 7796,50. Und: "Fällt auch die,
wird der Chart auffallend leer. Bis 7764,25 sind es dann über
32 Punkte ohne Zwischenstation."
Was passiert ist
Vormittags ging es nach oben. Der Kurs brach über 7814,00 und lief
bis 7824,75.
Damit war er 4,5 Punkte über der Wand bei 7820,25 – aber eben nur
kurz. Zwei Schlusskurse darüber gab es nicht, und das Tageshoch war
erreicht.
Nachmittags kippte es. Durch 7814,00, durch 7805,00, durch
7796,50. Alle drei Marken fielen.
Und dann passierte genau das, was ich für diesen Fall beschrieben
hatte: Der Kurs lief durch den leeren Bereich hindurch, ohne
Zwischenstation. Schlusskurs 7770,75.
In der Nacht ging es weiter. Tiefpunkt bisher 7727,25.
Vom Auslöser bei 7796,50 bis zum Schlusskurs sind das 25,75 Punkte,
bis zum Nachttief 69,25 Punkte oder 346 Dollar je Kontrakt.
Die Tagesspanne: 54 Punkte, nach einer Nacht mit 7,75.
Was gut lief, was nicht
Gut lief die Unterscheidung zwischen kleinem und echtem Auslöser.
Wer nur auf den Bruch über 7814,00 reagiert hat, war 10 Punkte im
Gewinn und dann auf der falschen Seite. Wer auf zwei Schlusskurse
über 7820,25 gewartet hat, hat gar nicht erst gekauft – zum dritten
Mal in dieser Reihe war das die bessere Entscheidung.
Gut lief auch die Beschreibung des leeren Bereichs. Unter 7796,50
liegt nichts bis 7764,25, und der Kurs hat diese Strecke ohne Halt
durchlaufen.
Nicht so gut: Ich hatte 7796,50 als "Level aus vier Zeiteinheiten"
hervorgehoben. Das klingt nach Stabilität. Es ist gefallen wie jedes
andere Level auch, sobald der Grund gross genug war.
Vier Zeiteinheiten heissen nur: vier Betrachtungsweisen haben an
derselben Stelle etwas gefunden. Sie heissen nicht, dass es hält.
Diesen Fehler habe ich vor drei Wochen schon einmal gemacht und
korrigiert. Offenbar nicht gründlich genug.
Was den Markt bewegt hat
Der S&P 500 fiel 0,52 Prozent auf 7.745,06, der Dow 272 Punkte, der
Nasdaq 0,32 Prozent. Zweiter Verlusttag in Folge nach dem Rekord
vom Donnerstag.
Der Auslöser kam am Nachmittag aus dem Nahen Osten: Ein hoher
iranischer Vertreter sagte Reuters, das Land könne von einer
defensiven zu einer offensiven Politik wechseln, falls die
Diplomatie mit den USA scheitert – und werde die Spannungen in der
Strasse von Hormus verschärfen.
Dazu stiegen die Anleiherenditen weiter, und der Markt wartet auf
die Quartalszahlen der grossen Einzelhändler.
Die Einordnung von STL News trifft es: Ein Rückgang von weniger als
einem Prozent nach einer anhaltenden Rally bedeutet für sich
genommen keine Trendwende. Gewinnmitnahmen nach Rekordständen sind
normal. Aber die Kombination aus hohen Bewertungen, steigenden
Renditen und geopolitischer Unsicherheit lässt wenig Raum für
Enttäuschungen.
Dumme Sprüche für Gescheite
Gestern war die Nacht 7,75 Punkte breit. Der Tag wurde 54.
Ruhe am Markt ist kein Zustand, sondern eine Pause. Und Pausen haben
die unangenehme Eigenschaft, ohne Vorankündigung zu enden – meistens
genau dann, wenn man sich an sie gewöhnt hat.
MES 12.08.2026 – 9,5 Punkte Nacht, und um 14:30 kommt CPIWo wir stehen
7757,25, also 4,75 Punkte über dem gestrigen Schluss von 7752,50.
Und jetzt die Zahl, um die es heute geht: Die Übernacht-Spanne
beträgt 9,5 Punkte. Von 7748,50 bis 7758,00.
Neuneinhalb Punkte. Zum Vergleich: In den letzten zwei Wochen lag
die Spanne vor der US-Eröffnung nie unter 18,75 Punkten, meistens
über 23.
Der Markt steht praktisch still. Und das hat einen Grund.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7820,25 Rekordhoch vom 5. August, Level aus vier Zeiteinheiten
7797,00 Hoch von gestern, Level aus mehreren Zeiteinheiten
7758,00 Tageshoch
7757,25 aktuell
7752,50 Schlusskurs gestern
7748,50 Tagestief, zugleich Level aus der 15-Minuten-Ebene
7743,25 Level aus der 15-Minuten-Ebene
7739,25 Tief von gestern, Level aus 15- und 30-Minuten-Ebene
7724,25 Level aus 15- und 30-Minuten-Ebene
Was direkt unter uns liegt
Zwischen 7739,25 und 7748,50 liegen drei Level auf gut neun Punkten:
das Tief von gestern, eine Marke aus der 15-Minuten-Ebene und das
heutige Tagestief.
Dort ist der Kurs gestern Nachmittag nach unten durchgefallen und
über Nacht wieder zurückgekommen. Der Bereich hat also innerhalb von
zwölf Stunden beide Rollen gespielt – erst Boden, dann Durchgang,
dann wieder Boden.
Solche Zonen sind unzuverlässig. Sie zeigen nur, wo gerade
verhandelt wird.
Wenn es nach oben geht
Über 7758,00, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart.
Aber ehrlich: Bei einer Spanne von 9,5 Punkten ist ein Bruch des
Tageshochs ungefähr so aussagekräftig wie ein Wetterbericht für die
nächsten fünf Minuten. Der erste ernsthafte Widerstand liegt bei
7797,00 – und genau dort ist der Kurs gestern gescheitert.
Erst zwei Schlusskurse über 7797,00 wären ein echter Ausbruch.
Dahinter liegt bis 7820,25 nichts.
Ungültig: Rückfall unter 7748,50.
Wenn es nach unten geht
Bruch unter 7739,25, bestätigt durch zwei Schlusskurse darunter –
nicht unter 7748,50.
Darunter liegt bei 7724,25 die nächste Marke.
Ungültig: Rückkehr über 7748,50.
Und jetzt das Einzige, was heute zählt: 14:30
Um halb drei kommen die US-Verbraucherpreise für Juli.
Erwartet wird ein Anstieg von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat,
nachdem sie im Juni um 0,4 Prozent gefallen waren. Die Jahresrate
soll von 3,5 auf 3,4 Prozent sinken. Die Kernrate – ohne
Lebensmittel und Energie – wird bei 2,5 Prozent erwartet.
Warum das diesmal besonders zählt: Der Arbeitsmarktbericht am
Freitag war schwach, die Wirtschaft hat im Juli Stellen verloren.
Gleichzeitig ist der Ölpreis gestiegen und treibt die Inflation.
Die Notenbank steht damit vor der unangenehmsten Kombination, die
es gibt: schwache Beschäftigung bei gleichzeitig steigenden
Preisen. Fällt die Inflation heute wie erwartet, bleibt es bei der
Erwartung stabiler Zinsen. Fällt sie höher aus, kommt die Debatte
über eine Zinserhöhung zurück – und die hat am 29. Juli einen
Absturz von 158 Punkten ausgelöst.
Die enge Nacht ist also kein Zufall. Der Markt hat aufgehört zu
handeln, weil niemand vor dieser Zahl eine Meinung haben will.
Nach meiner Regel: vor angekündigten Terminen ganz raus oder
halbieren, beim Rest der Stopp auf den Einstieg. Und in den ersten
Minuten danach nichts Neues aufmachen – die erste Bewegung nach so
einer Zahl ist häufig nicht die richtige.
Morgen folgen die Erzeugerpreise.
Dumme Sprüche für Gescheite
Die schwierigste Frage im Trading ist nicht "wo steige ich ein".
Es ist "was mache ich, wenn ich falsch liege".
Und die beantwortet man vorher, nicht mittendrin. Mittendrin
beantwortet sie nämlich jemand anders – dein Bauchgefühl. Und das
hat noch nie in seinem Leben ein Konto geführt.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief. Die
waagerechten Level stammen aus einem Unterstützungs- und
Widerstandsindikator über mehrere Zeiteinheiten.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man morgen nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
MES Review 11.08.2026 – Beide Auslöser, beide kleinGestern haben beide Auslöser gefeuert. Der eine brachte 7,5 Punkte,
der andere 16,75.
Zwei Tage hintereinander mit Ausbrüchen, die kaum etwas liefern.
Darüber lohnt sich zu reden.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7780,75, mitten in der Übernacht-Spanne.
Nach oben: Bruch über 7789,50, aber mit dem Zusatz, dass direkt
darüber eine Wand liegt – rund 36.000 Kontrakte zwischen 7793 und
7797. Wörtlich: "Der eigentliche Test ist 7797,00. Erst zwei
Schlusskurse darüber wären für mich ein echter Ausbruch."
Nach unten: Bruch unter 7756,00, dahinter 7743,25.
Was passiert ist
Beides, nacheinander.
Vormittags lief der Kurs über 7789,50 und stieg bis 7797,00. Also
exakt bis an die Oberkante der Wand – und keinen Tick weiter. Der
"eigentliche Test" wurde erreicht und nicht bestanden.
7,5 Punkte über dem ersten Auslöser. Beim Micro-S&P sind das
37,50 Dollar je Kontrakt.
Danach drehte es. Zurück unter 7780,00 – damit war das
Aufwärtsszenario nach meinen eigenen Regeln beendet. Weiter durch
7766,75, durch 7763,75, durch 7756,00.
Der Abwärtsauslöser fiel am Nachmittag. Tiefpunkt 7739,25, also
16,75 Punkte darunter oder 83,75 Dollar.
Die Marke 7743,25 aus meinem Plan wurde dabei erreicht und um
4 Punkte unterschritten. Schlusskurs 7752,50.
Tagesspanne: 57,75 Punkte.
Die Wand hat gehalten
Das ist der Teil, der funktioniert hat.
Ich hatte geschrieben, dass zwischen 7793 und 7797 rund
36.000 Kontrakte liegen, zu 96 Prozent unangetastet, und dass ein
Ausbruch erst über 7797,00 etwas bedeutet.
Das Tageshoch lag bei 7797,00. Auf den Punkt.
Wer allein auf den Bruch über 7789,50 reagiert hat, war 7,5 Punkte
im Gewinn und dann wieder draussen. Wer auf die Bestätigung über
7797,00 gewartet hat, hat gar nicht erst gehandelt – und das war
gestern die bessere Entscheidung.
Ein Fall ist kein Muster. Aber es ist der erste Beleg dafür, dass
ein Orderblock als zusätzlicher Filter etwas taugt.
Was den Markt bewegt hat
Der S&P 500 fiel 0,32 Prozent auf 7.728,20, der Nasdaq 0,6 Prozent,
der Dow 184 Punkte.
Der Grund war wieder das Öl. Der Streit zwischen den USA und Iran
verschärfte sich: Trump forderte, Iran müsse Opferfamilien und
Länder der Region entschädigen, nachdem Teheran erklärt hatte, die
Strasse von Hormus erst gegen Kriegsentschädigung zu öffnen.
US-Rohöl schloss nahe 83 Dollar, die Rendite zehnjähriger
US-Staatsanleihen stieg über 4,73 Prozent, die dreissigjährige
näherte sich einem Zwanzigjahreshoch.
Dazu kam Zurückhaltung vor den Verbraucherpreisen. Der Kommentar,
der die Lage am besten trifft, stammt von Charles Schwab: Es sei
die Sauregurkenzeit – dünne Umsätze, enge Bewegungen, wenig
Quartalszahlen, und alle schielen auf die Anleiherenditen.
Für die Neuen
Zwei Tage, drei ausgelöste Szenarien, zusammen rund 30 Punkte.
Letzte Woche gab es einen einzigen Tag mit 134.
Beides ist derselbe Markt, dasselbe Instrument, dieselben Regeln.
Der Unterschied heisst Volatilität – auf Deutsch: wie stark der
Markt gerade schwankt. Und die ändert sich, ohne dass irgendjemand
Bescheid sagt.
Das Unangenehme daran: Man merkt es erst hinterher. Es gibt keine
Anzeige, die morgens aufleuchtet und sagt "heute nur 30 Punkte".
Was man daraus macht, ist trotzdem simpel. Wenn die letzten Tage
klein waren, erwarte kleine Tage – und plane Ziele, die dazu
passen. Wer bei 30-Punkte-Tagen auf 100 Punkte wartet, sitzt am
Ende mit einem Gewinner da, der wieder zum Verlierer geworden ist.
Und umgekehrt: Wenn die Tage plötzlich wieder gross werden, muss
die Position kleiner werden, nicht grösser.
Der Markt passt sich nicht an dich an. Andersrum wird es was.
Dumme Sprüche für Gescheite
"Ich warte, bis es wieder hochkommt" ist kein Plan.
Das ist ein Wunsch mit Depotauszug.
MES 11.08.2026 – Eine Wand über uns, morgen kommt CPIWas gestern passiert ist
Der S&P 500 schloss 0,06 Prozent unter dem Rekord vom Freitag – bei
sehr dünnen Umsätzen und ohne Konjunkturdaten.
Der Ölpreis stieg Richtung 82 Dollar, nachdem es über das Wochenende
keine Fortschritte zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus gab.
Iran nannte ein Abkommen mit Oman zwar "in der Endphase", knüpfte
die Öffnung aber an weitere Bedingungen an die USA.
Wo wir stehen
7780,75, also 4 Punkte über dem gestrigen Schluss von 7776,75.
Übernacht-Spanne: 7766,75 bis 7789,50, also 22,75 Punkte. Der Kurs
steht ziemlich genau in der Mitte.
Und er sitzt auf dem 20er Durchschnitt der Stundenebene bei 7780,32.
Nicht darüber, nicht darunter. Eine unentschiedenere Ausgangslage
gibt es kaum.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7820,25 Rekordhoch vom 5. August, Level aus vier Zeiteinheiten
7797,00 Hoch von gestern, Level aus 15- und 30-Minuten-Ebene
7789,50 Tageshoch
7780,75 aktuell
7776,75 Schlusskurs gestern
7772,25 50er Durchschnitt auf der Stundenebene
7766,75 Tagestief, zugleich Level aus der 15-Minuten-Ebene
7763,75 Level aus 15- und 30-Minuten-Ebene
7756,00 Level aus der 15-Minuten-Ebene
7743,25 Level aus der 15-Minuten-Ebene
Die Wand über uns
Zwischen 7793 und 7797 liegt der größte Orderblock, den ich im
kurzfristigen Bild finde – rund 36.000 Kontrakte, zu 96 Prozent
unangetastet.
Ein Orderblock ist der Bereich, in dem vor einer starken Bewegung
zuletzt umfangreich gehandelt wurde. Dort haben große Adressen
Positionen aufgebaut. Kommt der Kurs zurück, trifft er auf Leute,
die genau diesen Preis schon einmal für interessant gehalten haben.
Und genau dort ist der Kurs gestern gescheitert: Das Tageshoch lag
bei 7797,00.
Das heisst nicht, dass es wieder hält. Vergangene Woche ist eine
Zone gebrochen, die zuvor zweimal gehalten hatte. Es heisst nur,
dass ein Ausbruch heute erst dann etwas bedeutet, wenn er über
diesen Bereich hinausgeht – und nicht schon bei 7789,50.
Das Regal unter uns
Zwischen 7756,00 und 7766,75 liegen drei Level auf gut zehn Punkten:
das Tagestief, eine Marke aus der 15- und 30-Minuten-Ebene und eine
aus der 15-Minuten-Ebene.
Dort sitzt ausserdem ein Orderblock mit rund 29.000 Kontrakten, zu
87 Prozent unangetastet. Und direkt darunter der grösste im ganzen
Bild – rund 61.000 Kontrakte zwischen 7745 und 7758.
Anders gesagt: Nach unten steht deutlich mehr im Weg als nach oben.
Wenn es nach oben geht
Über 7789,50, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart.
Aber Vorsicht: Direkt darüber beginnt die Wand. Der eigentliche Test
ist 7797,00. Erst zwei Schlusskurse darüber wären für mich ein
echter Ausbruch.
Dahinter liegt bis 7820,25 nichts. Das sind rund 23 Punkte oder
115 Dollar je Kontrakt.
Über 7820,25 gibt es keine Level mehr, und dann gilt wieder: kein
Level heisst kein Kursziel. Wer dort handelt, braucht eine
Ausstiegsregel aus dem Verlauf statt aus dem Preis – ein 9er und
ein 20er Durchschnitt reichen. Solange der 9er über dem 20er liegt,
läuft die Bewegung. Kreuzt er darunter, ist sie vorbei. Das ist kein
Signal, das ist eine Bremsleuchte.
Ungültig: Rückfall unter 7780,00.
Wenn es nach unten geht
Das ganze Regal muss durch. Bestätigung: zwei Schlusskurse unter
7756,00 – nicht unter 7766,75.
Darunter liegt bei 7743,25 die nächste Marke.
Bis zum Auslöser sind es von hier aus rund 25 Punkte.
Ungültig: Rückkehr über 7766,75.
Was heute stört – und was morgen wichtiger ist
14:15 – der wöchentliche ADP-Beschäftigungsbericht.
16:00 – die Verkäufe bestehender Häuser.
Nach Börsenschluss berichten unter anderem Super Micro Computer und
CoreWeave, beide aus dem Umfeld der KI-Infrastruktur.
Der eigentliche Termin ist morgen um 14:30: die US-Verbraucherpreise
für Juli. Erwartet wird ein Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem
Vormonat, die Jahresrate soll von 3,5 auf 3,4 Prozent fallen.
Warum das diesmal besonders zählt: Nach dem schwachen
Arbeitsmarktbericht vom Freitag rechnet der Markt mehrheitlich damit,
dass die Notenbank die Zinsen unverändert lässt. Ein höher als
erwarteter Wert kippt diese Rechnung – und der Ölpreis ist in den
letzten Sitzungen deutlich gestiegen, was genau dieses Risiko real
macht.
Nach meiner Regel: vor angekündigten Terminen ganz raus oder
halbieren, beim Rest der Stopp auf den Einstieg. Wer heute Abend
eine Position offen lässt, hält sie in die wichtigste Zahl der Woche
hinein.
Für die Neuen
Gestern gab es genau einen Auslöser, und der hat 5,75 Punkte
gebracht. Heute stehen die beiden Auslöser 9 und 25 Punkte entfernt.
Man kann sich jetzt vor den Bildschirm setzen und warten. Man kann
es aber auch lassen.
TradingView hat eine Alarmfunktion. Rechtsklick aufs Level, Alarm
setzen, Handy klingelt. Das dauert zwanzig Sekunden und erspart dir
sechs Stunden Kerzenglotzen.
Wer glaubt, er müsse dabeisitzen, der handelt irgendwann aus
Langeweile. Und Langeweile ist der teuerste Grund für einen Trade,
den es gibt – teurer als jede falsche Analyse, weil man dafür
wenigstens nachdenken musste.
Der Markt bezahlt keine Anwesenheitsprämie. Setz den Alarm und geh
was anderes machen.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief. Die
waagerechten Level stammen aus einem Unterstützungs- und
Widerstandsindikator über mehrere Zeiteinheiten.
Die Orderblöcke oben im Text sind nicht eingezeichnet – die Zahlen
stammen aus meiner eigenen Auswertung.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man morgen nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
MES Review 10.08.2026 – Ausbruch mit 5,75 PunktenGestern ist der Auslöser gefallen. Er hat 5,75 Punkte gebracht und
war zwei Stunden später ungültig.
Das ist der schwächste Ausbruch seit Beginn dieser Reihe. Und
darüber lohnt sich mehr zu schreiben als über einen guten Tag.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7790,75, das Tageshoch bei 7791,25 – der Auslöser lag
einen halben Punkt entfernt.
Nach oben: Bruch über 7791,25, bestätigt durch zwei Schlusskurse im
2-Minuten-Chart. Erste Station rund 7808, dahinter 7820,25.
Ungültig bei Rückfall unter 7779,75.
Nach unten: Bruch unter 7756,00, dahinter 7743,25.
Was passiert ist
Der Auslöser fiel am Vormittag. Der Kurs stieg auf 7797,00 – und
das war es.
5,75 Punkte über der Schwelle. Beim Micro-S&P sind das 28,75 Dollar
je Kontrakt. Weniger als die meisten Einsteiger an einem
durchschnittlichen Tag für Gebühren und Spread bezahlen.
Danach ging es zurück. Unter 7791,25, unter 7779,75 – damit war das
Szenario nach meinen eigenen Regeln beendet. Weiter bis 7766,75,
Schlusskurs 7776,75.
Der Abwärtsauslöser bei 7756,00 wurde nie erreicht. Das Tief lag
10,75 Punkte darüber.
Tagesspanne: 30,25 Punkte. Der ruhigste vollständige Tag dieser
Reihe.
Was der Markt gemacht hat
Der S&P 500 schloss bei 7.753,11 und damit 4,53 Punkte oder
0,06 Prozent unter dem Rekordschluss vom Freitag. Der Index eröffnete
bei 7.751,74, stieg früh auf 7.773,76 und fiel im Nachmittagshandel
bis auf 7.743,11, bevor er sich leicht erholte.
Der Grund für die Zurückhaltung: Über das Wochenende gab es keine
Fortschritte im Nahen Osten. Iran erklärte, ein Abkommen mit Oman
über die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus sei in der
Endphase, die Wasserstrasse werde aber erst geöffnet, wenn die USA
weitere Bedingungen erfüllen.
Der Ölpreis stieg daraufhin Richtung 82 Dollar – nach einem Plus von
rund 9 Prozent in den drei Sitzungen davor.
Die Handelsumsätze waren ausdrücklich dünn. Es standen keine
Konjunkturdaten an, und der Markt hat sich für die
Verbraucherpreise am Mittwoch in Position gebracht.
Wo mein Plan getragen hat
Die Ungültigkeitsregel. 7779,75 stand vorher da. Wer sie befolgt
hat, war mit einem kleinen Verlust raus, statt die weiteren
13 Punkte nach unten mitzunehmen.
Das klingt banal. Es ist aber der einzige Grund, warum ein Tag wie
gestern nur ein schlechter Tag ist und keine Katastrophe.
Wo der Plan nichts wert war
Der Auslöser war richtig gesetzt, und er ist gefallen. Trotzdem war
der Trade nichts.
Ich hatte geschrieben, dass die erste Station bei rund 7808 liegt.
Der Kurs kam bis 7797,00 – gut 11 Punkte davor.
Das ist keine falsche Analyse. Es ist ein Tag, an dem die Analyse
egal war, weil niemand da war, der sie hätte handeln wollen. Dünne
Umsätze, kein Termin, und ein Markt, der auf Mittwoch wartet.
Das gehört zum Geschäft und wird hier genauso protokolliert wie die
134 Punkte vom 4. August.
Für die Neuen
Ein Ausbruch, der auslöst und dann sofort zurückkommt, heißt
Fehlausbruch. Gestern war einer, und zwar ein Lehrbuchexemplar:
5,75 Punkte drüber, dann alles zurück.
Man kann Fehlausbrüche nicht vermeiden. Wer wartet, bis ein
Ausbruch garantiert ist, wartet für immer.
Was man tun kann, ist etwas anderes: den Punkt vorher aufschreiben,
an dem man zugibt, dass es einer war.
Bei mir stand 7779,75 im Plan, bevor überhaupt etwas passiert war.
Als der Kurs darunter fiel, gab es nichts zu überlegen und nichts
zu hoffen. Raus, kleiner Verlust, fertig.
Ohne diese Zeile hätte man gestern 13 weitere Punkte gegen sich
laufen lassen – und zwar nicht, weil man dumm ist, sondern weil man
im Moment des Rückfalls immer einen guten Grund findet, noch kurz
zu warten.
Die Zeile kostet dich nichts. Sie muss nur vorher dastehen.
MES 10.08.2026 – Leere Woche bis Mittwoch, dann kommt CPIWas am Freitag passiert ist
Die US-Wirtschaft hat im Juli 23.000 Stellen verloren statt der
erwarteten 83.000 neuen. Mai und Juni wurden nachträglich um
zusammen 103.000 Stellen nach unten korrigiert.
Und der Markt stieg. Der S&P 500 schloss auf einem Rekordhoch, es
wurde die beste Woche seit April. Der Grund: Bis Freitag rechnete
der Markt mehrheitlich mit einer Zinserhöhung im September. Nach
diesen Zahlen liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Pause bei rund
56 Prozent.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel auf 4,64 Prozent.
Wo wir stehen
7790,75. Das sind 11 Punkte über dem Freitagsschluss von 7779,75.
Übernacht-Spanne: 7763,50 bis 7791,25, also 27,75 Punkte. Und der
Kurs steht am oberen Rand – 0,5 Punkte unter dem Hoch.
Der Kurs liegt über sämtlichen gleitenden Durchschnitten auf allen
Zeitebenen. Auch die beiden Trendfilter im 4-Stunden-Chart, die
letzte Woche noch über dem Preis lagen, sind inzwischen darunter.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7820,25 Rekordhoch vom 5. August, Level aus vier Zeiteinheiten
7808 Orderblock, rund 52.000 Kontrakte
7791,25 Tageshoch
7790,75 aktuell
7779,75 Schlusskurs Freitag
7771,40 20er Durchschnitt auf der Stundenebene
7765,50 Trendfilter im 4-Stunden-Chart
7763,50 Tagestief
7757,50 50er Durchschnitt auf der Stundenebene
7756,00 Level aus der 15-Minuten-Ebene
7743,25 Level aus der 15-Minuten-Ebene
7724,25 Tief vom 6. August
Das Regal unter uns
Zwischen 7756,00 und 7765,50 liegen vier Dinge auf knapp
zehn Punkten: das Tagestief, der Trendfilter des 4-Stunden-Charts,
der 50er Durchschnitt der Stundenebene und ein Level aus der
15-Minuten-Ebene.
Und genau dort sitzt der grösste Orderblock im Chart – rund
61.000 Kontrakte.
Ein Orderblock ist der Bereich, in dem vor einer starken Bewegung
zuletzt umfangreich gehandelt wurde. Anders gesagt: Dort haben
grosse Adressen ihre Positionen aufgebaut. Kommt der Kurs zurück,
treffen Verkäufer dort auf Leute, die diesen Preis schon einmal für
attraktiv gehalten haben.
Das heisst nicht, dass es hält. Vergangene Woche ist eine Zone
gebrochen, die zuvor zweimal gehalten hatte. Es heisst nur, dass
dort etwas passiert – in die eine oder die andere Richtung.
Wenn es nach oben geht
Über 7791,25, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart
darüber. Das ist ein halber Punkt vom aktuellen Kurs entfernt.
Darüber liegt bis rund 7808 nichts. Dort sitzt ein Orderblock mit
etwa 52.000 Kontrakten – die erste ernsthafte Station.
Dahinter kommt 7820,25, das Rekordhoch vom 5. August und ein Level
aus vier Zeiteinheiten. Das sind vom Auslöser aus 29 Punkte oder
145 Dollar je Kontrakt.
Über 7820,25 gibt es nichts mehr, und dann gilt wieder, was hier
schon zweimal stand: kein Level heisst kein Kursziel. Wer dort
handelt, braucht eine Ausstiegsregel aus dem Verlauf statt aus dem
Preis – ein 9er und ein 20er Durchschnitt reichen völlig. Solange
der 9er über dem 20er liegt, läuft die Bewegung. Kreuzt er
darunter, ist sie vorbei. Das ist kein Signal, das ist eine
Bremsleuchte.
Ungültig: Rückfall unter 7779,75.
Wenn es nach unten geht
Das ganze Regal muss durch. Bestätigung: zwei Schlusskurse unter
7756,00 – nicht unter 7763,50.
Darunter liegt bei 7743,25 die nächste Marke, danach wird es dünn
bis 7724,25.
Bis zum Auslöser sind es von hier aus 35 Punkte. Das ist weit.
Ungültig: Rückkehr über 7765,50.
Was diese Woche zählt – und was heute nicht
Heute steht nichts an. Keine Konjunkturdaten, keine grossen
Quartalszahlen. Der Kalender ist leer.
Der Termin der Woche ist Mittwoch, 14:30: die
US-Verbraucherpreise für Juli. Erwartet wird ein Anstieg von
0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, die Jahresrate soll von
3,5 auf 3,4 Prozent fallen.
Warum das diesmal besonders wichtig ist: Nach den Arbeitsmarktdaten
vom Freitag rechnet der Markt mehrheitlich damit, dass die
Notenbank die Zinsen unverändert lässt. Ein höher als erwarteter
Inflationswert würde diese Rechnung kippen – und der Ölpreis ist im
Juli zeitweise über 100 Dollar gestiegen, was genau dieses Risiko
real macht.
Donnerstag folgen die Erzeugerpreise, Freitag die Einzelhandels-
umsätze.
Meine Regel bleibt: vor angekündigten Terminen ganz raus oder
halbieren, beim Rest der Stopp auf den Einstieg.
Für die Neuen
Zwei Auslöser stehen oben im Text. Heute steht sonst nichts an –
kein Termin, keine Zahl, nichts.
Und jetzt die schlechte Nachricht für alle, die sich schon einen
Kaffee geholt und den Stuhl zurechtgerückt haben: Du musst da
nicht sitzen bleiben.
TradingView hat eine Alarmfunktion. Rechtsklick aufs Level, Alarm
setzen, Handy klingelt. Das dauert zwanzig Sekunden und erspart dir
sechs Stunden Kerzenglotzen.
Wer glaubt, er müsse dabeisitzen, der handelt irgendwann aus
Langeweile. Und Langeweile ist der teuerste Grund für einen Trade,
den es gibt – teurer als jede falsche Analyse, weil man dafür
wenigstens nachdenken musste.
Der Markt bezahlt keine Anwesenheitsprämie. Setz den Alarm und geh
was anderes machen.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man morgen nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
MES Review 07.08.2026 – Ziel erreicht und übertroffenGestern ist zum zweiten Mal in dieser Reihe ein genanntes Ziel
erreicht worden – und diesmal wurde es deutlich überschritten.
Und der Grund war eine Nachricht, die auf den ersten Blick schlecht
klingt.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7747,00, kurz unter dem Tageshoch von 7748,75.
Nach oben: Bruch über 7748,75, bestätigt durch zwei Schlusskurse im
2-Minuten-Chart. Und wörtlich: "Darüber liegt bis 7768,00 nichts.
Das sind 19 Punkte. 7768,00 ist dann der eigentliche Test – ein
Level aus drei Zeiteinheiten, und der Bereich, an dem der Kurs
gestern nach unten weggeknickt ist."
Nach unten: Bruch unter den Doppelboden 7725,25 / 7724,25,
bestätigt durch zwei Schlusskurse darunter.
Was passiert ist
Der Abwärtsauslöser wurde nie berührt. Das Tagestief von 7725,25
stammte aus der Nacht, also von vor der Veröffentlichung. Danach
ging es nur noch aufwärts.
Der Aufwärtsauslöser fiel am Vormittag. Der Kurs lief durch den
leeren Bereich, erreichte 7768,00 – und blieb dort nicht stehen. Er
ging hindurch und weiter bis 7786,75.
Das genannte Ziel wurde also erreicht und um 18,75 Punkte
überschritten.
Vom Auslöser bis zum Tageshoch: 38 Punkte oder 190 Dollar je
Kontrakt. Bis zum Schlusskurs von 7779,75: 31 Punkte, 155 Dollar.
Zwischendurch gab es rund um die US-Eröffnung einen Rücksetzer von
etwa 30 Punkten, bevor es wieder hochlief. Wer den Stopp zu eng
hatte, war da draußen.
Die Tagesspanne: 61,5 Punkte.
Warum der Markt stieg, obwohl die Zahlen schlecht waren
Der Arbeitsmarktbericht war deutlich schwächer als erwartet. Statt
der erwarteten rund 83.000 neuen Stellen hat die US-Wirtschaft im
Juli 23.000 Stellen verloren.
Dazu wurden die Zahlen für Mai und Juni nachträglich um zusammen
103.000 Stellen nach unten korrigiert. Die
Erwerbsbeteiligungsquote fiel auf 61,4 Prozent – den niedrigsten
Stand seit über fünf Jahren.
Und der Markt legte zu. Es wurde die beste Woche seit April.
Der Grund: Bis Freitag war die grosse Sorge, dass die Notenbank die
Zinsen erhöhen muss – wegen des gestiegenen Ölpreises und der
hartnäckigen Inflation. Am Mittwoch hat der Fed-Vorsitzende gesagt,
er habe "keine Toleranz" für erhöhte Inflation.
Ein schrumpfender Arbeitsmarkt nimmt diese Möglichkeit vom Tisch.
Und weil der ganze Markt seit zwei Wochen an dieser Frage hing,
war das die Entlastung, auf die er gewartet hat.
Wo mein Plan getragen hat
Der leere Bereich zwischen 7748,75 und 7768,00. Ich hatte
geschrieben, dass dort 19 Punkte ohne Zwischenstation liegen. Genau
so lief es.
Und die Einordnung von 7768,00 als "eigentlicher Test". Der Kurs
hat ihn erreicht, kurz gearbeitet und ist dann darüber hinaus
gegangen.
Zum achten Mal in Folge lag die entscheidende Bewegung im Fenster um
die US-Eröffnung. Das ist inzwischen das einzige echte Muster dieser
Reihe.
Die Woche in Zahlen
Montag: Auslöser nach oben, Ziel 7628,75 erreicht.
Dienstag: Auslöser nach oben, kein Ziel nennbar, 134 Punkte gelaufen.
Mittwoch: beide Auslöser, 25 Punkte hoch, 20 runter.
Donnerstag: Auslöser nach unten, 21,5 Punkte.
Freitag: Auslöser nach oben, Ziel erreicht und übertroffen.
Fünf Handelstage, sechs ausgelöste Szenarien, zwei erreichte Ziele.
Und etwas, das mir erst im Rückblick auffällt: Die Tagesspanne vor
der US-Eröffnung lag jeden einzelnen Tag zwischen 18,75 und 23,5
Punkten. Danach lag sie zwischen 47 und 168.
Der Vormittag entscheidet in diesem Markt fast nichts.
Für die Neuen
Die Wirtschaft verliert Stellen – und die Kurse steigen. Das ist der
Satz, an dem die meisten Einsteiger hängenbleiben.
Die Auflösung: Der Aktienmarkt handelt nicht, wie es der Wirtschaft
geht. Er handelt, was die Notenbank als Nächstes tut.
Hohe Zinsen sind schlecht für Aktien – Kredite werden teurer,
Investitionen lohnen sich weniger, und sichere Anlagen werden
attraktiver. Die Notenbank erhöht die Zinsen, wenn die Wirtschaft
heiss läuft, und senkt sie, wenn sie abkühlt.
Ein schwacher Arbeitsmarkt heisst also: keine Zinserhöhung. Und
genau darauf hat der Markt reagiert.
Das gilt aber nicht immer. Wird die Wirtschaft zu schwach, kippt es
– dann fallen die Gewinne der Unternehmen, und keine Zinssenkung der
Welt hilft. Es gibt einen Punkt, an dem schlechte Nachrichten wieder
schlechte Nachrichten sind.
Wo dieser Punkt liegt, weiss vorher niemand. Deshalb ist "schlechte
Daten sind gut für Aktien" keine Regel, sondern eine Beobachtung,
die für eine bestimmte Marktphase gilt. Wer sie zur Regel macht,
wird irgendwann teuer daran erinnert.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Der Plan von Freitag ist unten verlinkt, mit Zeitstempel. Das hier
ist die Auswertung – diesmal eine, in der wenig zu korrigieren war.
MES Review 06.08.2026 – Dritter Test, und die Zone brachGestern habe ich eine Zone beschrieben, die zweimal gehalten hatte.
Beim dritten Test ist sie gebrochen.
Und die Aussage, die ich am Mittwoch falsch formuliert und am
Donnerstag korrigiert hatte, hat sich zum zweiten Mal bestätigt.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7765,00.
Nach oben: Bruch über 7771,00, bestätigt durch zwei Schlusskurse im
2-Minuten-Chart. Dahinter die Preislücke 7777,00 bis 7781,50.
Nach unten: die ganze untere Zone musste durch, bestätigt durch zwei
Schlusskurse unter 7745,75. Und dann wörtlich: "Darunter gibt es bis
7648,75 keine alte Orientierung mehr. Das sind 97 Punkte. Wie weit
der Kurs tatsächlich läuft, sagt das nicht – die Lehre von gestern."
Was passiert ist
Nach oben passierte nichts. Das Tageshoch blieb bei rund 7771 – der
Auslöser wurde nicht bestätigt.
Nach unten schon. Am Nachmittag fiel der Kurs durch 7748,00, durch
7747,25, durch 7745,75. Der Abwärtsauslöser war damit bestätigt.
Tiefpunkt 7724,25. Das sind 21,5 Punkte unter dem Auslöser oder
108 Dollar je Kontrakt. Schlusskurs 7734,75.
Die Tagesspanne: rund 47 Punkte. Der ruhigste vollständige Tag
dieser Reihe.
Die Zone, die zweimal hielt und beim dritten Mal brach
Zwischen 7745,75 und 7752,00 lag eine Preislücke aus der Bewegung
vom Dienstag, mit einem Schwerpunkt bei 7747,25.
Am Mittwochabend drehte der Kurs dort. Am Donnerstagmorgen wieder.
Am Donnerstagnachmittag fiel er hindurch.
Ich hatte gestern geschrieben: "Zwei gehaltene Tests sind zwei
gehaltene Tests, kein Gesetz. Ich notiere sie mit Datum und zähle
auch die Fälle mit, in denen so eine Zone bricht."
Hiermit ist der erste Bruch gezählt. Stand: zwei gehalten, einer
gebrochen.
Die Korrektur vom Mittwoch hat sich bewährt
Am Mittwoch hatte ich geschrieben, unter der Zone liege ein Loch von
117 Punkten und solche Löcher würden schnell durchlaufen. Der Kurs
ging 20 Punkte hinein und drehte.
Ich habe daraufhin die Formulierung geändert: Fehlende Level sagen,
dass es dort keine alte Orientierung gibt – sie sagen nichts darüber,
wie weit der Kurs läuft.
Gestern war der zweite Fall. Wieder ging es in den leeren Bereich.
Wieder etwa 20 Punkte. Mittwoch 19,75, Donnerstag 21,5.
Zwei Fälle sind kein Muster – das ist inzwischen ein stehender Satz
in dieser Reihe. Aber es ist der zweite Beleg dafür, dass die
ursprüngliche Formulierung falsch war und die Korrektur richtig.
Was den Markt bewegt hat
Ausgerechnet die Arbeitsmarktdaten waren gut. Die Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe lagen bei 199.000 und damit unter den erwarteten
rund 202.000. Die Zahl der angekündigten Entlassungen fiel im Juli
auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die Produktivität stieg
stärker als erwartet, die Lohnstückkosten schwächer.
Trotzdem fiel der Markt. Der S&P 500 verlor 0,18 Prozent auf
7.709,96, der Dow 464 Punkte und beendete damit eine Serie von fünf
Gewinntagen.
Der Grund war das Öl. Die Lage im Nahen Osten spitzte sich wieder
zu, eine Einigung zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus blieb
unklar, und Brent stieg spät auf 83 Dollar.
Für Einsteiger die Kette dahinter: Teureres Öl treibt die Inflation.
Höhere Inflation macht Zinserhöhungen wahrscheinlicher. Höhere
Zinsen drücken Aktien.
Es ist derselbe Zusammenhang, der am 3. August in die andere
Richtung 97 Punkte gebracht hat. Diese Woche hat er sich zweimal
gedreht.
Und die Uhrzeit: Zum siebten Mal in Folge fiel die Entscheidung um
die US-Eröffnung herum.
Für die Neuen
Eine Zone, die zweimal hält, fühlt sich beim dritten Mal sicherer
an. Sie ist es nicht. Eher im Gegenteil.
Der Grund ist einfacher, als man denkt: An einem Level liegen
Kaufaufträge. Beim ersten Test werden welche davon ausgeführt. Beim
zweiten weitere. Was übrig bleibt, wird mit jedem Test weniger.
Ein Level wird durch Halten also nicht stärker – es wird
verbraucht. Und irgendwann ist nichts mehr da, was hält.
Das heisst nicht, dass man beim dritten Test short gehen soll. Es
heisst nur: Das Vertrauen sollte mit jedem erfolgreichen Test
kleiner werden, nicht grösser.
Genau umgekehrt, als es sich anfühlt.
Und heute
Um 14:30 kommt der US-Arbeitsmarktbericht. Erwartet werden rund
86.000 neue Stellen bei einer Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent.
Das ist der wichtigste Einzeltermin des Monats. Nach dem, was der
ADP-Bericht am Mittwoch gezeigt hat – nur 44.000 statt der
erwarteten 90.000 –, ist die Spanne möglicher Überraschungen heute
grösser als sonst.
Meine Regel bleibt: vor dem Termin ganz raus oder halbieren, beim
Rest der Stopp auf den Einstieg. Und in den ersten Minuten danach
nichts Neues aufmachen.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Der Plan von gestern ist unten verlinkt, mit Zeitstempel. Das hier
ist die Auswertung – inklusive der Zone, die beim dritten Mal nicht
mehr gehalten hat.
MES 06.08.2026 – 23 Punkte Nacht vor dem großen TerminVorweg in eigener Sache: Dieser Plan kommt heute drei Stunden später
als versprochen. Mein Fenster ist zwischen 7 und 8 Uhr, und das steht
in meinem Profil. Heute war es nicht zu schaffen. Der Kurs steht beim
Schreiben bei 7765,00 – das ist nachprüfbar, aber später als
angekündigt.
Was gestern passiert ist
Der Kurs stieg bis 7820,25, ein neues Allzeithoch – und drehte kurz
nach der US-Eröffnung.
Der Grund kam aus den Konjunkturdaten. Der ADP-Bericht meldete nur
44.000 neue Stellen in der Privatwirtschaft statt der erwarteten rund
90.000. Beim ISM-Index für Dienstleistungen lag die Kopfzahl bei
54,1, aber die Beschäftigungskomponente fiel auf 47,4 und die
Preiskomponente stieg auf 70,3.
Schwächerer Arbeitsmarkt bei gleichzeitig steigenden Preisen. Der
Kurs gab bis 7745,75 nach und schloss bei 7749,50.
Wo wir stehen
7765,00. Das sind 15,50 Punkte über dem gestrigen Schluss.
Die Tagesspanne beträgt bisher 23 Punkte – von 7748,00 bis 7771,00.
Das ist der dritte enge Tag in Folge: 23,5 Punkte am Mittwoch früh,
knapp 25 gestern, 23 heute. Der Markt bewegt sich vor der
US-Eröffnung kaum noch.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7820,25 Hoch von gestern, höchster Stand überhaupt
7781,50 obere Kante einer Preislücke aus der Mittwochsbewegung
7777,25 Schwerpunkt dieser Lücke
7777,00 untere Kante
7771,00 Tageshoch
7768,00 Level aus der 15-Minuten-Ebene
7765,00 aktuell
7749,50 Schlusskurs gestern
7748,00 Tagestief
7745,75 Level aus 15- und 30-Minuten-Ebene
7648,75 danach lange nichts mehr
Der Boden, der zweimal gehalten hat
Zwischen 7745,75 und 7752,00 liegt eine Preislücke aus der Bewegung
vom Dienstag, mit einem Schwerpunkt bei 7747,25.
Gestern drehte der Kurs bei 7745,75. Heute Nacht bei 7748,00. Beide
Male in dieser Zone, beide Male darüber wieder hoch.
Kurz erklärt: Wenn ein Kurs sehr schnell läuft, bleiben zwischen den
Kerzen Lücken zurück. Man nennt sie Imbalances. In klassischen
Unterstützungsindikatoren tauchen sie nicht auf, weil sich dort nie
eine ruhige Handelszone gebildet hat – Struktur sind sie trotzdem.
Genau das habe ich gestern unterschätzt und in der Auswertung
korrigiert.
Zwei gehaltene Tests sind zwei gehaltene Tests, kein Gesetz. Ich
notiere sie mit Datum und zähle auch die Fälle mit, in denen so eine
Zone bricht.
Wenn es nach oben geht
Über 7771,00, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart
darüber.
Sechs Punkte darüber beginnt die zweite Preislücke, 7777,00 bis
7781,50, Schwerpunkt 7777,25. Das ist der Bereich, durch den der
Kurs gestern beim Absturz durchgefallen ist – er müsste ihn erst
zurückerobern.
Erst darüber wird es weit: Bis 7820,25 sind es dann rund 39 Punkte.
Ungültig: Rückfall unter 7765,00.
Wenn es nach unten geht
Die ganze untere Zone muss durch. Bestätigung: zwei Schlusskurse
unter 7745,75 – nicht unter 7748,00.
Darunter gibt es bis 7648,75 keine alte Orientierung mehr. Das sind
97 Punkte. Wie weit der Kurs tatsächlich läuft, sagt das nicht – die
Lehre von gestern.
Ungültig: Rückkehr über 7752,00.
Was heute stört – und was morgen wichtiger ist
14:30 – die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, dazu
Produktivität und Lohnstückkosten.
Die Erstanträge sind normalerweise eine Randnotiz. Heute nicht:
Nachdem der ADP-Bericht gestern deutlich schwächer ausfiel als
erwartet, schaut der Markt genauer auf jede Arbeitsmarktzahl.
Und morgen kommt der grosse: der US-Arbeitsmarktbericht. Er ist der
wichtigste Einzeltermin für die Frage, wie es mit den Zinsen
weitergeht.
Nach meiner Regel: Positionen vor angekündigten Terminen ganz
schliessen oder halbieren, beim Rest geht der Stopp auf den Einstieg.
Ein Stopp schützt nur, solange der Kurs durch ihn hindurchläuft. Bei
einer Meldung springt er darüber hinweg.
Wer heute Abend eine Position offen lässt, hält sie in den grössten
Termin des Monats hinein.
Für die Neuen
Drei Tage hintereinander lag die Spanne vor der US-Eröffnung bei
rund 23 Punkten. In der Woche davor waren Tagesspannen von 100 bis
168 Punkten normal.
Das fühlt sich nach Ruhe an. Es ist aber meistens keine.
Vor grossen Terminen hören viele Marktteilnehmer einfach auf zu
handeln. Nicht weil sie eine Meinung haben, sondern weil sie keine
haben wollen, bevor die Zahl da ist. Weniger Beteiligte heisst
weniger Bewegung – und heisst gleichzeitig, dass die Bewegung, wenn
sie kommt, auf dünnere Gegenseite trifft.
Der Fehler, den man dabei macht: Man gewöhnt sich an die kleine
Spanne und stellt die Positionsgrösse darauf ein. Und dann kommt der
Termin.
Enge Tage vor einem Ereignis sind kein Zeichen von Ruhe. Sie sind
angehaltener Atem.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man morgen nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
MES Review 05.08.2026 – Das Loch hat nicht geliefertGestern habe ich hier geschrieben, unter 7765,50 liege ein Loch von
117 Punkten, und solche Löcher würden oft schnell durchlaufen.
Der Kurs ist hineingefallen – und nach 20 Punkten stehengeblieben.
Das ist der Teil, der heute erklärt werden muss.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7794,25, praktisch auf dem Tageshoch von 7794,50, das
zugleich der höchste Stand überhaupt war.
Nach oben: Bruch über 7794,50, bestätigt durch zwei Schlusskurse im
2-Minuten-Chart. Kein Ziel, weil es dort oben keine Level gibt.
Nach unten: das ganze Regal von 7786,00 bis 7765,50 musste durch,
bestätigt durch zwei Schlusskurse unter 7765,50. Und dann wörtlich:
"Darunter beginnt das Loch. Bis 7648,75 liegt nichts."
Was passiert ist
Beide Auslöser sind gefallen, nacheinander.
Vormittags lief das Aufwärtsszenario. Der Bruch über 7794,50 kam,
und der Kurs stieg bis 7820,25 – ein neues Allzeithoch. Das sind
25,75 Punkte über dem Auslöser, 129 Dollar je Kontrakt.
Der Höchststand kam kurz nach der US-Eröffnung. Und dort war Schluss.
Danach ging alles zurück: unter 7786,00, unter 7771,00, unter
7765,50. Der Abwärtsauslöser war damit ebenfalls bestätigt.
Tiefpunkt 7745,75. Das sind 19,75 Punkte unter dem Auslöser,
99 Dollar. Schlusskurs 7749,50.
Die Tagesspanne: 74,5 Punkte oder 373 Dollar je Kontrakt.
Wo ich falsch lag
Das Loch war real. Zwischen 7765,50 und 7648,75 gab es tatsächlich
kein einziges markiertes Level – das hatte ich richtig gelesen.
Falsch war die Schlussfolgerung. Ich habe daraus abgeleitet, dass
der Kurs dort schnell durchläuft. Er ist 20 Punkte hineingegangen
und hat gedreht.
Der Denkfehler: Ein Loch im Chart ist kein Loch im Markt.
Fehlende Level heissen nur, dass sich dort früher keine
Handelszone gebildet hat. Sie heissen nicht, dass niemand da ist.
Wer am Dienstag während der 134-Punkte-Bewegung gekauft hat, sitzt
genau in diesem Bereich – und verteidigt ihn. Diese Leute tauchen
in keinem Level-Indikator auf, aber sie sind da.
Zum Beweis: Genau am gestrigen Tiefpunkt ist ein neues Level
entstanden. 7745,75 steht jetzt im Chart. Der Bereich, den ich als
leer beschrieben habe, hat sich gestern selbst einen Boden gebaut.
Ich werde ab jetzt anders formulieren: Ein leerer Bereich sagt,
dass es dort keine alte Orientierung gibt. Er sagt nichts darüber,
wie weit der Kurs läuft.
Was den Markt gedreht hat
Zwei Dinge, beide um die US-Eröffnung herum.
Erstens die Arbeitsmarktzahlen: Der ADP-Bericht meldete nur 44.000
neue Stellen in der Privatwirtschaft, erwartet worden waren rund
90.000. Beim ISM-Index für Dienstleistungen lag die Kopfzahl mit
54,1 im grünen Bereich, aber die Beschäftigungskomponente fiel auf
47,4 – alles unter 50 bedeutet Schrumpfung. Gleichzeitig stieg die
Preiskomponente auf 70,3.
Für Einsteiger übersetzt: schwächerer Arbeitsmarkt bei gleichzeitig
steigenden Preisen. Das ist die unangenehmste Kombination, die es
gibt, weil sie der Notenbank beide Richtungen verbaut.
Zweitens die Quartalszahlen vom Vorabend: AMD hatte die Erwartungen
übertroffen und den Ausblick angehoben – die Aktie fiel trotzdem.
SpaceX verlor zweistellig, weil die Investitionsausgaben deutlich
höher ausfielen als erwartet.
Bloomberg fasste es so zusammen: Nach einer Rally von 3,7 Billionen
Dollar Börsenwert in vier Tagen zeigten sich Erschöpfungszeichen.
Der Dow schloss trotzdem erneut auf einem Rekord. Der S&P 500 gab
leicht nach.
Wo mein Plan getragen hat
Beide Auslöser waren an der richtigen Stelle. Der Bruch nach oben
kam bei 7794,50, die Umkehr begann darüber, der Bruch nach unten kam
durch das Regal – jeder Schritt an der markierten Marke.
Die Ungültigkeitsregeln haben ebenfalls funktioniert. Wer nach oben
dabei war, wurde beim Rückfall unter 7786,00 aus dem Szenario
genommen – oben, nicht unten.
Und die Uhrzeit. Zum sechsten Mal in Folge fiel die Entscheidung um
die US-Eröffnung. Das ist inzwischen das verlässlichste Muster
dieser Reihe – verlässlicher als jedes Level.
Für die Neuen
Gestern war ein Tag mit zwei Ausbrüchen, und beide waren klein:
25 Punkte nach oben, 20 nach unten.
Am Dienstag war ein Ausbruch 134 Punkte wert.
Derselbe Markt, dasselbe Instrument, zwei Tage Abstand. Der
Unterschied lag nicht im Chart, sondern in der Nachrichtenlage:
Am Dienstag zeigte alles in eine Richtung, am Mittwoch
widersprachen sich die Daten.
Was man daraus mitnimmt, ist unspektakulär: Man weiss vorher nicht,
ob ein Ausbruch 20 oder 134 Punkte läuft. Und weil man es nicht
weiss, muss die Positionsgrösse für den 20er-Tag passen, nicht für
den 134er.
Wer umgekehrt rechnet – Position auf den grossen Tag ausgelegt und
dann kommt der kleine – hat an vier von fünf Tagen zu viel Risiko
im Feuer. Für den einen Tag, an dem es aufgeht.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Der Plan von gestern ist unten verlinkt, mit Zeitstempel. Das hier
ist die Auswertung – inklusive der Stelle, an der ich aus einer
richtigen Beobachtung die falsche Folgerung gezogen habe.
MES 05.08.2026 – Das Loch, das der gestrige Tag gerissen hatWas gestern passiert ist
Der S&P 500 stieg 1,79 Prozent auf 7.736,52 und schloss auf einem
Rekordhoch – dem ersten seit zwei Monaten. Der Dow legte 907 Punkte
zu und schloss erstmals über 54.000. Der Nasdaq gewann 2,59 Prozent.
Über Nacht ging es ruhig weiter aufwärts. In Asien stieg der
südkoreanische Kospi über 4 Prozent, der Nikkei 3,1 Prozent.
Der Ölpreis fiel weiter, nachdem das US-Militär mitteilte, dass
Handelsschiffe die Strasse von Hormus weiterhin sicher passieren.
Der US-Finanzminister hatte angedeutet, eine Einigung mit Iran zur
Wiederöffnung der Wasserstrasse könne binnen Tagen zustande kommen.
Wo wir stehen
7794,25. Das sind 28,75 Punkte über dem gestrigen Schluss.
Die Tagesspanne beträgt bisher 23,5 Punkte – von 7771,00 bis
7794,50. Und der Kurs steht praktisch auf dem Tageshoch.
Das Tageshoch ist zugleich der höchste Stand, den dieser Kontrakt
je erreicht hat. Über uns gibt es keine Level mehr.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7794,50 Tageshoch, zugleich höchster Stand überhaupt
7794,25 aktuell
7786,00 Level aus der 15-Minuten-Ebene
7779,50 50er Durchschnitt im 15-Minuten-Chart
7771,00 Tagestief
7765,50 Schlusskurs gestern
7648,75 danach lange, lange nichts mehr
Das Loch unter uns
Das ist heute die wichtigste Beobachtung, und sie ist eine direkte
Folge von gestern.
Zwischen 7765,50 und 7648,75 gibt es auf keiner Zeitebene ein
einziges Level. Das sind 117 Punkte oder 585 Dollar je Kontrakt.
Der Grund ist einfach: Genau diese Strecke hat der Kurs gestern
Nachmittag in einem Zug durchlaufen. Ohne Pause, ohne Rücksetzer,
ohne dass sich irgendwo eine Handelszone gebildet hätte.
Für Einsteiger: Ein Level entsteht dadurch, dass an einem Preis
längere Zeit gehandelt wird. Dort sammeln sich Aufträge, dort gibt
es Käufer und Verkäufer, die sich erinnern. Läuft ein Kurs schnell
durch einen Bereich, passiert nichts davon – und es bleibt ein Loch
im Chart zurück.
Solche Löcher werden oft genauso schnell wieder durchlaufen wie
beim ersten Mal. In beide Richtungen.
Das Regal über dem Loch
Zwischen 7786,00 und 7765,50 liegen vier Marken auf gut 20 Punkten:
das 15-Minuten-Level, der 50er Durchschnitt, das Tagestief und der
gestrige Schlusskurs.
Das ist die Zone, die über Nacht entstanden ist, während der Kurs
seitwärts lief. Sie ist der Boden dessen, was gestern erreicht
wurde – und gleichzeitig die Kante des Lochs.
Wenn es nach oben geht
Über 7794,50, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart
darüber.
Kein genanntes Ziel, aus demselben Grund wie gestern: Dort oben war
noch nie jemand.
Wichtig: Wer diese Richtung handelt, braucht eine Ausstiegsregel,
die nicht von einem Level abhängt. Und zwar entweder einen
nachgezogenen Stopp oder ein festes Ziel – nicht beides. Wer beides
gleichzeitig einstellt, bekommt immer das engere von beiden, und
das feste Ziel schlägt zu, bevor der nachgezogene Stopp arbeiten
kann.
Ungültig: Rückfall unter 7786,00.
Wenn es nach unten geht
Das ganze Regal muss durch. Bestätigung: zwei Schlusskurse unter
7765,50 – nicht unter 7771,00.
Darunter beginnt das Loch. Bis 7648,75 liegt nichts.
Ungültig: Rückkehr über 7771,00.
Was heute stört – und was mit offenen Positionen passiert
Zwischen 14:15 und 16:30 kommt fast alles auf einmal:
14:15 – der ADP-Arbeitsmarktbericht. Er zählt die Beschäftigten in
der Privatwirtschaft und gilt als Vorschau auf den grossen Bericht
am Freitag. Erwartet werden je nach Quelle zwischen 75.000 und
120.000 neue Stellen.
15:45 – der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor.
16:00 – der ISM-Index für Dienstleistungen. Erwartet werden rund
54 Punkte. Alles über 50 bedeutet Wachstum.
16:30 – die US-Rohöllagerbestände.
Kurz eingeordnet: Der Dienstleistungssektor ist der grösste Teil
der US-Wirtschaft, die 16-Uhr-Zahl ist damit der schwerste Termin
des Tages. Und die Öllagerbestände sind diese Woche mehr als eine
Randnotiz – der fallende Ölpreis war der Auslöser der ganzen
Aufwärtsbewegung seit Montag.
Alle vier Termine liegen um die US-Eröffnung herum, also genau in
dem Zeitfenster, in dem diese Reihe fünfmal in Folge die
eigentliche Bewegung gesehen hat.
Nach meiner Regel seit letzter Woche: Positionen vor angekündigten
Terminen ganz schliessen oder halbieren, beim Rest geht der Stopp
auf den Einstieg. Ein Stopp schützt nur, solange der Kurs durch ihn
hindurchläuft. Bei einer Meldung springt er darüber hinweg.
Und der eigentliche Termin der Woche bleibt Freitag: der
US-Arbeitsmarktbericht.
Für die Neuen
Der Kurs steht heute 310 Punkte über seinem 50-Tage-Durchschnitt
und 157 Punkte über dem 20er des 4-Stunden-Charts. Das ist der
grösste Abstand seit Beginn dieser Reihe.
Am Montag habe ich hier geschrieben, dass so ein Abstand nichts
über das Wann sagt. Danach lief der Kurs noch einmal 230 Punkte
weiter. Der Satz gilt also weiterhin, und er hat sich sofort
bewährt: Ausdehnung ist keine Prognose.
Was sie aber sehr wohl ist: eine Information über das Risiko.
Je weiter ein Kurs von seinen Durchschnitten weg ist, desto grösser
sind die täglichen Schwankungen. In den letzten sieben Handelstagen
lag die kleinste Tagesspanne bei 23 Punkten, die grösste bei 168.
Wer mit einer Stopp-Weite arbeitet, die für 23 Punkte gedacht war,
wird an einem 168er-Tag herausgeworfen, bevor der Trade eine Chance
hatte.
Die Positionsgrösse muss der Spanne folgen, nicht der Überzeugung.
Das ist unspektakulär, kostet nichts – und ist der Unterschied
zwischen einem schlechten Tag und einem sehr schlechten.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man morgen nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
MES Review 04.08.2026 – Der Ausbruch ins Nichts lief 134 PunkteGestern früh habe ich geschrieben, dass ich nach oben kein Ziel
nennen kann, weil es dort keine Level mehr gibt. Der Auslöser fiel,
und der Kurs lief 134 Punkte.
Und einen Punkt daneben wäre es der teuerste Tag dieser Reihe
geworden.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7645,50, das Tageshoch bei 7647,50 – 1,25 Punkte unter
7648,75, dem höchsten Stand, den dieser Kontrakt je hatte.
Nach oben: Bruch über 7648,75, bestätigt durch zwei Schlusskurse im
2-Minuten-Chart. Und wörtlich: "Kein genanntes Ziel. Wer diese
Richtung handelt, braucht eine Ausstiegsregel, die nicht von einem
Level abhängt – einen nachgezogenen Stopp oder eine feste
Punktzahl."
Nach unten: der Stapel aus 7632,00, 7628,75 und dem Schlusskurs bei
7628,25 musste ganz durch. Bestätigung: zwei Schlusskurse unter
7628,25. Dahinter 65 Punkte offener Raum bis 7563,00.
Der eine Punkt
Vormittags ging es tatsächlich abwärts. Der Kurs fiel bis 7629,25.
Meine Schwelle lag bei 7628,25.
Er hat sie nicht gebrochen. Er hat sie nicht einmal berührt. Er ist
einen Punkt davor umgedreht – fünf Dollar je Kontrakt.
Vorgestern waren es 0,75 Punkte, gestern einer. Zweimal in drei
Tagen hat die Schwelle den Unterschied gemacht zwischen dabei sein
und überrollt werden.
Was danach passiert ist
Ab etwa 14 Uhr, kurz vor der US-Eröffnung, ging es los. Der Bruch
über 7648,75 kam, und danach hielt nichts mehr auf.
Kein Rücksetzer, keine Pause, keine Zwischenstation – genau so, wie
ich es für den leeren Bereich beschrieben hatte. Höchststand rund
7783, Schlusskurs 7765,50.
Vom Auslöser bis zum Schluss: 116,75 Punkte oder 584 Dollar je
Kontrakt. Bis zum Tageshoch 134 Punkte.
Die Tagesspanne insgesamt: 7629,25 bis rund 7783. Das sind
153,75 Punkte, 769 Dollar je Kontrakt.
In der Nacht lief es weiter bis 7792,25.
Was den Markt bewegt hat
Der S&P 500 stieg 1,79 Prozent auf 7.736,52 und schloss auf einem
Rekordhoch – dem ersten seit zwei Monaten. Der Dow legte 907 Punkte
zu und schloss erstmals über 54.000. Der Nasdaq gewann 2,59 Prozent.
Der Auslöser war kein einzelnes Ereignis, sondern eine Kette:
Palantir sprang 29 Prozent nach starken Zahlen vom Vorabend – der
beste Tag der Aktie seit Februar 2024. Der Technologiesektor legte
4 Prozent zu. Dazu Hoffnung auf eine Wiederöffnung der Strasse von
Hormus und die Aussage der Fed-Präsidentin von Philadelphia, das
aktuelle Zinsniveau reiche aus, um die Inflation einzudämmen.
Vor einer Woche lief exakt dieselbe Konstellation in die andere
Richtung: teures Öl, steigende Zinsen, fallende Kurse. Jetzt
billigeres Öl, entspanntere Zinserwartung, steigende Kurse.
Die Mechanik ist dieselbe. Nur das Vorzeichen hat gewechselt.
Wo mein Plan getragen hat
Die Beschreibung des Neulands. Ich hatte geschrieben, dass es über
7648,75 keine Orientierung gibt, weil dort noch nie gehandelt wurde.
Genau so kam es: 134 Punkte ohne Halt.
Die Bestätigungsschwelle nach unten. Ein Punkt Abstand, und sie hat
gehalten.
Und die Uhrzeit. Zum fünften Mal in Folge entstand die eigentliche
Bewegung um die US-Eröffnung herum. Das ist inzwischen kein Zufall
mehr, sondern das verlässlichste Muster dieser Reihe.
Wo mein Plan eine Lücke hatte
Ich hatte geschrieben: "einen nachgezogenen Stopp oder eine feste
Punktzahl". Was ich nicht dazugeschrieben habe: Diese beiden Regeln
schliessen sich gegenseitig aus.
Wer beides gleichzeitig einstellt – ein festes Ziel und einen
nachgezogenen Stopp – bekommt immer das engere von beiden. Das feste
Ziel schlägt zu, bevor der nachgezogene Stopp arbeiten kann. An
einem Tag mit 134 Punkten ist das der Unterschied zwischen einem
guten und einem sehr guten Tag.
Das "oder" in meinem Satz war ein echtes Entweder-oder. Ich habe es
nur nicht deutlich gemacht. Ab jetzt steht es so drin.
Für die Neuen
Ich hatte gestern mein Tagesziel früher erreicht als geplant. Und
dann habe ich den Rechner ausgemacht.
Es waren 36 Grad, und ich habe den Rest des Nachmittags am Pool
verbracht statt vor dem Chart. Der Markt lief danach noch weiter –
ohne mich.
Das klingt nach einer verpassten Gelegenheit. Ist es auch. Aber die
Alternative ist die schlechtere: weitersitzen, weil noch etwas geht.
Und dann handeln, weil man sitzt.
Der zweite Trade eines guten Tages ist selten so gut wie der erste.
Nicht weil der Markt sich ändert, sondern weil man selbst sich
ändert – lockerer, mutiger, weniger geduldig. Genau die Mischung,
mit der man einen guten Tag wieder abgibt.
Wer sich ein Tagesziel setzt, muss auch aufhören, wenn es erreicht
ist. Sonst war es kein Ziel, sondern eine Hoffnung.
Und ganz nebenbei: Es gibt mehr im Leben als Traden.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Der Plan von gestern ist unten verlinkt, mit Zeitstempel. Das hier
ist die Auswertung – inklusive der Stelle, an der mein eigener Satz
zwei Dinge zusammengeworfen hat, die nicht zusammengehören.
MES 04.08.2026 – 3 Punkte unterm Rekord, 65 leer nach untenWas gestern und über Nacht passiert war
Gestern lief der Markt 97 Punkte nach oben, weil Trump neue Angriffe
gegen Iran abgesagt und stattdessen Verhandlungen angekündigt hat.
Der Ölpreis fiel fast 5 Prozent, die Anleihezinsen gingen zurück,
und der Dow schloss auf einem Rekordhoch.
Über Nacht ging es ruhig weiter aufwärts. In Südkorea sprangen die
KOSDAQ-Futures zeitweise über 6 Prozent und lösten erneut eine
kurze Handelsunterbrechung aus – dieselbe Börse, die vor einer
Woche wegen zweistelliger Verluste angehalten wurde.
Wo wir stehen
7645,50. Das sind 17,25 Punkte über dem gestrigen Schluss.
Die Tagesspanne beträgt bisher 18,75 Punkte – von 7628,75 bis
7647,50. Sehr eng, und der Kurs steht am oberen Rand.
Der Kurs liegt über sämtlichen gleitenden Durchschnitten auf allen
Zeitebenen. Auf dem Tageschart über dem 50er bei 7466,55, auf der
Stundenebene über dem 20er bei 7613,88.
Die Zahlen, auf die es ankommt
7648,75 Rekordbereich aus Tages- und 4-Stunden-Ebene
7647,50 Tageshoch
7645,50 aktuell
7632,00 Level aus Stunden- und 4-Stunden-Ebene
7628,75 Level aus Stunden- und 4-Stunden-Ebene, zugleich Tagestief
7628,25 Schlusskurs gestern
7563,00 danach lange nichts mehr
7542,75 Tief vom Montag
Über uns hört der Chart auf
Das ist heute das Besondere, und es ist in dieser Reihe zum ersten
Mal so.
7648,75 ist der höchste Punkt, den dieser Kontrakt bisher erreicht
hat. Darüber gibt es keine Widerstände, keine Level, keine alten
Handelszonen – weil dort noch nie gehandelt wurde.
Für Einsteiger: Das klingt nach freier Fahrt, ist aber vor allem
eines – unbekannt. Ein Widerstand entsteht dadurch, dass Leute an
einem Preis früher gekauft oder verkauft haben. Wo das nie passiert
ist, gibt es auch keine Orientierung. Weder für den Kurs noch für
mich.
Ich kann heute also nach oben keinen Zielbereich nennen. Nicht weil
ich vorsichtig bin, sondern weil es keinen gibt.
Unter uns liegt ein Stapel – und dahinter Leere
7632,00, 7628,75 und der gestrige Schlusskurs bei 7628,25 liegen
auf 3,75 Punkten zusammen. Und genau dort war die heutige Nacht zu
Ende: Das Tagestief liegt bei 7628,75.
Fällt dieser Stapel ganz, wird der Chart auffallend leer. Bis zum
nächsten Level bei 7563,00 sind es dann rund 65 Punkte ohne
Zwischenstation – das sind 325 Dollar je Kontrakt.
Die Asymmetrie ist heute also andersherum als sonst: Nach unten
habe ich ein definiertes Ziel, nach oben keins.
Wenn es nach oben geht
Über 7648,75, bestätigt durch zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart
darüber.
Kein genanntes Ziel, aus dem oben beschriebenen Grund. Wer diese
Richtung handelt, braucht eine Ausstiegsregel, die nicht von einem
Level abhängt – einen nachgezogenen Stopp oder eine feste
Punktzahl.
Ungültig: Rückfall unter 7632,00.
Wenn es nach unten geht
Der ganze Stapel muss durch. Bestätigung: zwei Schlusskurse unter
7628,25 – nicht unter 7632,00.
Danach rund 65 Punkte offener Raum bis 7563,00.
Ungültig: Rückkehr über 7632,00.
Was heute stört – und was mit offenen Positionen passiert
Nach US-Börsenschluss berichtet AMD. Der Optionsmarkt preist für
die Aktie eine Bewegung von rund 9 Prozent ein – in eine der beiden
Richtungen.
AMD ist einer der grössten Chiphersteller, und die Chipbranche war
im Juli der Auslöser für zwei der grössten Bewegungen dieser Reihe.
Nach meiner Regel seit Mittwoch: Positionen vor angekündigten
Terminen ganz schliessen oder halbieren, beim Rest geht der Stopp
auf den Einstieg. Ein Stopp schützt nur, solange der Kurs durch ihn
hindurchläuft. Bei einer Meldung springt er darüber hinweg.
Und der eigentliche Termin der Woche ist Freitag: der
US-Arbeitsmarktbericht.
Für die Neuen
Heute steht der Kurs kurz unter seinem höchsten Stand überhaupt.
Man liest dann oft den Satz "kein Widerstand mehr über uns".
Der Satz stimmt, aber er wird meistens falsch verstanden. Er heisst
nicht, dass es leichter nach oben geht. Er heisst, dass niemand
weiss, wo es aufhört – auch die nicht, die gerade kaufen.
Praktisch hat das zwei Folgen. Erstens: Kursziele in solchen Phasen
sind gerechnet, nicht gefunden. Wenn dir jemand ein präzises Ziel
im Neuland nennt, hat er es sich ausgedacht.
Zweitens, und das ist wichtiger: Ohne Level oben brauchst du eine
andere Art von Ausstieg. Ein nachgezogener Stopp, eine feste
Punktzahl, eine Uhrzeit. Irgendetwas, das nicht davon abhängt, dass
der Chart dir sagt, wann Schluss ist.
Denn das tut er heute nicht.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man morgen nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
MES Review 03.08.2026 – 0,75 Punkte vom falschen Trade entferntGestern ist zum ersten Mal in dieser Reihe ein Ziel erreicht worden,
das ich vorher genannt habe. Und fast wäre es der teuerste Tag
geworden – weil das Tagestief 0,75 Punkte unter meiner
Short-Schwelle lag.
Beides an einem Tag. Darum geht es heute.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7563,25, exakt auf dem Level 7563,00.
Nach oben: Bruch über 7567,00, bestätigt durch zwei Schlusskurse im
2-Minuten-Chart. Und wörtlich: "Über dem Tageshoch bei 7567,00 gibt
es bis 7628,75 keinen einzigen markierten Widerstand. Das sind
61,75 Punkte, in denen der Chart nichts anzubieten hat."
Nach unten: Bruch unter 7543,50 – Tagestief und Eröffnungskurs
zugleich –, bestätigt durch zwei Schlusskurse darunter. Erstes Ziel
die Zone 7524,50 bis 7519,25.
Was passiert ist
Vormittags passierte wenig. Der Kurs pendelte zwischen 7550 und
7566, ohne eine Richtung zu finden.
Gegen 15 Uhr kam ein kurzer Einbruch. Tiefpunkt 7542,75.
Das sind 0,75 Punkte unter meiner Schwelle von 7543,50. Bestätigt
wurde sie nicht – zwei Schlusskurse darunter gab es nicht. Der Kurs
tippte an und war sofort wieder weg.
Und dann, ab der US-Eröffnung um 15:30, lief er los.
Durch 7567,00. Und dann genau durch den leeren Bereich, den ich
beschrieben hatte – ohne Halt, ohne Zwischenstation. Höchststand
rund 7640, Schlusskurs 7628,25.
Vom Auslöser bis zum Tageshoch: 73 Punkte oder 365 Dollar je
Kontrakt. Die Tagesspanne insgesamt: 7542,75 bis 7640, also
97,25 Punkte.
Das Ziel wurde erreicht
7628,75. Der Schlusskurs lag bei 7628,25, das Tageshoch darüber.
Das ist in dieser Reihe zum ersten Mal passiert. Am 27. Juli fehlten
14 Punkte zum Ziel, am 29. Juli ebenfalls 14. Ich hatte danach
notiert, dass Ausbrüche zu wenig liefern – und diese Beobachtung
zwei Tage später selbst wieder eingerissen, weil sie auf drei Fällen
beruhte.
Gestern war der Fall, der zeigt, warum das richtig war, sie
einzureißen: Wenn der Grund groß genug ist, läuft der Kurs die
volle Strecke.
Was der Grund war
Trump hat über das Wochenende erklärt, er verzichte auf neue
Angriffe gegen Iran und wolle stattdessen verhandeln. Der Ölpreis
fiel daraufhin um 4,7 Prozent auf 83,77 Dollar je Fass.
Und damit fiel auch die Sorge, die den Markt seit einer Woche
gedrückt hatte: Teures Öl treibt die Inflation, hohe Inflation
bedeutet hohe Zinsen. Beides ging gestern zurück.
Die Folge war eine Bewegung quer durch den Markt. Amazon plus
4,6 Prozent und erstmals über 3 Billionen Dollar Börsenwert, Meta
plus 6, Microsoft und Alphabet je plus 4,9, Boeing fast plus 8.
Der Dow erreichte ein Rekordhoch, der S&P 500 schloss 0,1 Prozent
unter seinem eigenen.
Für Einsteiger der Punkt dahinter: Am 29. Juli hat derselbe
Zusammenhang in die andere Richtung gewirkt. Damals stiegen die
Anleihezinsen, und der Markt fiel 158 Punkte. Gestern fielen sie,
und er stieg 97. Es ist dieselbe Mechanik, nur andersherum.
Wo mein Plan getragen hat
Der leere Bereich. Ich hatte geschrieben, dass zwischen 7567,00 und
7628,75 nichts liegt und solche Zonen schnell durchlaufen werden.
Genau das ist passiert – in etwa vier Stunden.
Die Bestätigungsregel nach unten. Zwei Schlusskurse unter 7543,50.
Der Kurs war 0,75 Punkte darunter und hat nie geschlossen. Wer auf
das Antippen hin short gegangen wäre, hätte die nächsten 97 Punkte
gegen sich gehabt.
Und die Uhrzeit. Zum vierten Mal in dieser Reihe entstand die
eigentliche Bewegung nach 15:30. Alles davor war Wartestellung.
Wo ich zu vorsichtig war
Ich hatte im Plan geschrieben, dass die Lage nach oben lehnt: über
allen Durchschnitten auf allen fünf Zeitebenen, Eröffnung gleich
Tagestief, 62 Punkte leer nach oben gegen 19 nach unten.
Diese Einschätzung war richtig. Der Tag ist genauso gelaufen.
Trotzdem stand über der Idee Neutral. Das war meine Entscheidung,
und ich stehe dazu – nicht weil das Ergebnis sie bestätigt, sondern
weil die Begründung unabhängig vom Ergebnis gilt: Ein Etikett friert
ein, die Auslöser nicht. Wäre der Tag umgekippt, stünde die Prognose
trotzdem für immer da.
Aber ich sollte nicht so tun, als hätte ich es nicht gesehen. Die
Schieflage stand im Text, sie war korrekt, und wer sie gelesen hat,
war vorbereitet.
Und noch eine Selbstkorrektur: Ich hatte gestern geschrieben, der
Kurs sei weit von seinen Durchschnitten entfernt und müsse diese
Strecke irgendwann gutmachen. Er hat stattdessen weitere 97 Punkte
draufgelegt. Genau deshalb hatte ich dazugeschrieben, dass das keine
Aussage über das Wann ist. Ausdehnung beschreibt, sie prognostiziert
nicht.
Für die Neuen
0,75 Punkte. Das sind beim Micro-S&P 3,75 Dollar – weniger als ein
Kaffee.
So weit war das Tagestief gestern unter meiner Short-Schwelle. Wer
allein auf das Berühren des Levels reagiert hätte, wäre in einen
Trade gegangen, gegen den der Markt anschliessend 97 Punkte gelaufen
ist.
Der Unterschied zwischen "berührt" und "gebrochen" ist die
wichtigste Unterscheidung im ganzen Handwerk. Ein Level wird
ständig angetippt – dafür ist es da. Gebrochen ist es erst, wenn
der Kurs darunter auch bleibt.
Deshalb steht in jedem meiner Pläne "zwei Schlusskurse darunter"
und nicht "unter dem Level". Es kostet ein paar Punkte schlechteren
Einstieg. Es spart Tage wie den gestrigen.
Wenn du dir aus dieser Reihe eine einzige Regel mitnimmst, dann
diese: Warte auf den Schlusskurs, nicht auf die Berührung.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Der Plan von gestern ist unten verlinkt, mit Zeitstempel. Das hier
ist die Auswertung – inklusive der 0,75 Punkte, die den Unterschied
gemacht haben.






















