Bitcoin-Chartanalyse vom 16. JuliHallo! Dies ist ein Bitcoin-Leitfaden.
Meine Analyse ist für TradingView optimiert. Mit der Wiedergabefunktion können Sie die Kursbewegungen in Echtzeit verfolgen.
Dies ist der Bitcoin-30-Minuten-Chart. Aktuell befindet sich sowohl im 6-Stunden- als auch im 12-Stunden-Chart ein MACD Dead Cross, und das mittelfristige Muster wurde durchbrochen.
*Bidirektionale neutrale Short-zu-Long-Wechselstrategie (entlang der hellblauen Fingerbewegung)
1) Hoch: 64.839,30 $ Einstiegszone für eine Short-Position / Stop-Loss bei Durchbruch der pinken Widerstandslinie
2) Tief: 63.955,40 $ Wechselzone für eine Long-Position / Stop-Loss bei Durchbruch der violetten Unterstützungslinie
3) 65.335,80 $ Erstes Kursziel für eine Long-Position → Gutes zweites Kursziel
- Falls der Kurs sofort fällt, ohne Zone 1 am Hoch zu berühren: Einstiegszone für eine Long-Position am Tiefpunkt / Stop-Loss bei Durchbruch der grünen Unterstützungslinie
Nach dem Ausbruch aus der Tiefzone ist die Tiefzone 1 bis maximal 61.800 $ offen.
Morgen ist Verfassungstag in Südkorea.
Wir sehen uns nächsten Montag nach dem Wochenende. Vielen Dank für Ihre harte Arbeit diese Woche.
Vielen Dank.
Chartmuster
NQ-HandelsplanDie angezeigten Entries sind Limits, bei denen ich definitiv traden möchte. Die Targets sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht festgelegt – diese werden anhand der M3-Struktur bestimmt.
Die Stop-Losses basieren auf Schlusskursen. Ich arbeite mit einem Notstopp und passe den Stop-Loss bei einer Invalidierung entsprechend an. Falls zuvor eine Signalkerze vor der Limite entsteht, trade ich bereits diese.
Schaut euch den Chart genau an – dort findet ihr noch weitere Informationen.
Viel Erfolg und seid gesegnet.
Je lauter die Masse wird, desto klarer muss der Trader bleibenIm Trading beginnen nicht alle falschen Entscheidungen mit einer schlechten Analyse. Oft liegt der Fehler darin, dass Trader von der Psychologie der Masse mitgerissen werden. Wenn sie sehen, dass alle kaufen, haben sie Angst, eine Chance zu verpassen. Wenn der Markt in Panik gerät, verkaufen sie hastig mit, weil sie nicht der Letzte sein wollen, der feststeckt.
Genau hier entsteht der Herdentrieb – eine psychologische Falle, die Trader dazu bringt, der Mehrheit zu folgen, anstatt ihrem eigenen System zu vertrauen. Das Gefühl, mit der Masse zu handeln, vermittelt oft eine falsche Sicherheit. Trader denken, dass eine Entscheidung richtig sein muss, wenn viele Menschen dasselbe tun. Doch an den Finanzmärkten verliert die Mehrheit häufig gerade an extremen Punkten die Kontrolle: wenn Preise zu stark steigen oder wenn der Markt übermäßig stark fällt.
Starke FOMO-Bewegungen entstehen oft gegen Ende einer Aufwärtsbewegung, wenn jeder davon überzeugt ist, dass der Preis noch viel weiter steigen wird. Umgekehrt treten heftige Abverkäufe häufig dann auf, wenn die Angst den Markt dominiert und Trader ihre objektive Analyse verlieren. Genau in solchen Momenten entstehen oft Liquiditätsjagden, Breakout-Fallen oder plötzliche Umkehrbewegungen, nachdem die Mehrheit bereits emotional gehandelt hat.
Ein erfahrener Trader muss nicht immer gegen die Masse handeln. Viel wichtiger ist, dass er nicht zulässt, dass die Masse für ihn entscheidet. Er beobachtet, ob die Mehrheit gerade von Euphorie oder Angst getrieben wird, wo sich die Liquidität befindet, ob die Marktstruktur den aktuellen Trend weiterhin unterstützt und ob das Risiko-Rendite-Verhältnis noch sinnvoll ist.
Bevor du eine Position eröffnest, solltest du dich fragen:
„Trade ich aufgrund eines wirklich klaren Setups oder habe ich nur Angst, zurückgelassen zu werden?“
Wenn der Grund für einen Einstieg aus Ungeduld, dem Druck der Community oder FOMO entsteht, ist es keine disziplinierte Trading-Entscheidung mehr.
Fazit:
Die Masse kann Momentum erzeugen, aber sie kann auch Fallen schaffen. Professionelle Trader hören auf den Markt, aber sie laufen nicht der Lautstärke der Masse hinterher. Sie beobachten die Emotionen der Mehrheit, handeln jedoch nur dann, wenn ihre Analyse, ihr Trading-Plan und ihr Risikomanagement dies tatsächlich bestätigen.
DAX Tagesausblick 15.07–Inflation fällt-Wo sind die Bullen?Die US-Inflationsdaten sind deutlich schwächer ausgefallen als erwartet – und eigentlich hätte das der perfekte Treibstoff für eine massive Risk-On-Bewegung sein müssen. Doch der große Squeeze blieb aus. Der Grund liegt weiterhin im Nahen Osten und beim Ölpreis, der die Inflationssorgen für die kommenden Monate am Leben hält.
Während die Zinserhöhungsängste nach dem CPI-Bericht kurzfristig deutlich zurückgegangen sind, bleiben Dollar, Renditen und Aktienmärkte erstaunlich stabil. Der Markt stellt damit vor allem eine Frage: Wie nachhaltig ist der Inflationsrückgang, wenn Energiepreise und geopolitische Risiken gleichzeitig wieder steigen?
Heute rücken mit den US-Erzeugerpreisen bereits die nächsten wichtigen Inflationsdaten in den Fokus.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
• Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
• Earnings im Überblick
• Märkte & Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Die Situation zwischen den USA und dem Iran bleibt hochgradig angespannt. US-Streitkräfte haben weitere Angriffe auf iranische Ziele durchgeführt und gleichzeitig die maritime Blockade gegen Schiffe auf dem Weg zu und von iranischen Häfen und Küstengebieten wieder aufgenommen.
Mehr als 20 US-Kriegsschiffe und hunderte Militärflugzeuge sollen mittlerweile im Nahen Osten operieren. Gleichzeitig kam es zu iranischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele in Kuwait und Bahrain. Auch US-Militärpositionen und die Fifth Fleet in Bahrain standen im Fokus der Meldungen.
Der Iran bleibt rhetorisch hart und bezeichnet die Straße von Hormuz als Teil seiner nationalen Sicherheit. Gleichzeitig wurden alternative Schifffahrtsrouten diskutiert, während weiterhin Berichte über verminte Bereiche und Angriffe auf Schiffe kursieren.
Für die Märkte bleibt genau das das zentrale Problem.
Wir haben einen extrem starken CPI-Bericht gesehen, gleichzeitig aber einen deutlich erhöhten Ölpreis. Damit steigt das Risiko, dass höhere Energie- und Transportkosten in den kommenden Monaten wieder in die Inflationsdaten durchsickern.
Die aktuellen CPI-Daten sind stark – ihre Nachhaltigkeit steht aufgrund des Ölpreises aber infrage.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Gestern stand ganz klar der US Consumer Price Index im Mittelpunkt.
US CPI MoM
Actual: -0,4 %
Forecast: -0,1 %
Previous: 0,5 %
US Core CPI MoM
Actual: 0,0 %
Forecast: 0,2 %
Previous: 0,2 %
US CPI YoY
Actual: 3,5 %
Forecast: 3,8 %
Previous: 4,2 %
US Core CPI YoY
Actual: 2,6 %
Forecast: 2,8 %
Previous: 2,9 %
Das ist auf den ersten Blick ein echter Inflationshammer.
Sowohl die monatliche Headline-Inflation als auch die Kerninflation sind deutlich schwächer ausgefallen. Gleichzeitig ist die jährliche Inflationsrate von 4,2 % auf 3,5 % gefallen. Selbst die Core Inflation, also ohne die volatilen Komponenten Energie und Lebensmittel, ist weiter zurückgekommen.
Besonders auffällig: Die Verbraucherpreise fielen auf Monatsbasis erstmals seit Jahren deutlich. Der zugrunde liegende Preisdruck hat sich gleichzeitig kaum beschleunigt.
Genau hier liegt aber der entscheidende Punkt: Der CPI ist ein Blick in den Rückspiegel.
Der Bericht bildet die bereits vergangenen Preisentwicklungen ab. Der aktuelle Anstieg bei Öl und Energie ist darin noch nicht vollständig enthalten. Bleiben die Ölpreise erhöht oder steigen aufgrund der Situation im Nahen Osten weiter, könnte sich das in den kommenden Inflationsberichten wieder bemerkbar machen.
Auch Fed Chair Kevin Warsh blieb entsprechend vorsichtig. Die Fed habe keine Toleranz gegenüber dauerhaft erhöhter Inflation und halte am 2%-Ziel fest. Gleichzeitig wurde mehrfach deutlich: Ein einzelner guter CPI-Bericht reicht nicht aus.
Die Fed braucht mehrere Berichte mit einer vergleichbaren Entwicklung, bevor sich das geldpolitische Bild nachhaltig verändert.
Und genau das hatte ich gestern bereits im Video angesprochen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute stehen die US Producer Price Index Daten im Mittelpunkt.
US PPI MoM
Forecast: 0,0 %
Previous: 1,1 %
US Core PPI MoM
Forecast: 0,3 %
Previous: 0,4 %
Nach dem starken CPI-Bericht wird der PPI heute extrem wichtig.
Sollten auch die Erzeugerpreise deutlich schwächer ausfallen, würde das die These eines breiteren Inflationsrückgangs unterstützen. Bleiben die Produzentenpreise dagegen erhöht, könnte der Markt den gestrigen CPI-Bericht noch stärker als kurzfristige Momentaufnahme betrachten.
Zusätzlich stehen heute weitere Fed-Kommentare, unter anderem von Williams, die US Crude Oil Inventories und das Beige Book auf der Agenda.
Gerade die Rohöllagerbestände erhalten aufgrund der aktuellen Ölpreisbewegung und der geopolitischen Situation zusätzliche Bedeutung.
Das Beige Book liefert außerdem einen aktuellen Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Fed-Distrikte. Besonders relevant bleiben Preisdruck, Konsum und Arbeitsmarkt.
Earnings im Überblick
Die Earnings Season nimmt weiter Fahrt auf.
Goldman Sachs lieferte extrem starke Zahlen. Der Gewinn je Aktie lag mit 20,98 Dollar deutlich über den erwarteten 14,45 Dollar. Auch die Nettoerlöse, das Investment Banking und insbesondere das Trading-Geschäft lagen deutlich über den Erwartungen.
Citigroup konnte ebenfalls überzeugen. EPS und Umsatz lagen über den Erwartungen, während Markets Revenue, FICC und Investment Banking Stärke zeigten.
Bank of America meldete ebenfalls solide Zahlen mit einem EPS von 1,21 Dollar gegenüber erwarteten 1,13 Dollar. Das Nettozinseinkommen lag über den Prognosen.
Auf der anderen Seite enttäuschte IBM mit vorläufigen Umsätzen von 17,2 Milliarden Dollar gegenüber erwarteten 17,86 Milliarden Dollar. Besonders schwach entwickelte sich das Infrastrukturgeschäft.
Auch ASML hat heute gute Zahlen vorgelegt und bleibt damit für den europäischen Technologiesektor und insbesondere die Halbleiterbranche im Fokus.
Die ersten Bank-Earnings zeigen bisher ein insgesamt robustes Bild. Gerade Trading und Kapitalmarktgeschäft liefern starke Ergebnisse.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil bleibt der wichtigste Makrofaktor.
Seit Wochenbeginn liegt Öl knapp 12 % im Plus und notiert während dieser Analyse im Bereich von 80 Dollar. Allein gestern ging es erneut rund 2,4 % nach oben.
Solange die Situation im Nahen Osten nicht deeskaliert, bleiben für mich 84 Dollar, 86 Dollar und anschließend 88 Dollar die nächsten relevanten Zonen.
Kommt es dagegen zu einer geopolitischen Entspannung und einem Schlusskurs unter 76 Dollar, wären 72 Dollar und anschließend 69 Dollar wieder realistisch.
Für den Gesamtmarkt ist ein fallender Ölpreis momentan enorm wichtig.
Der Markt kann aufgrund eines einzelnen CPI-Berichts nicht plötzlich nachhaltige Zinssenkungen einpreisen, wenn gleichzeitig bereits die Grundlage für erneut steigende Energiepreise geschaffen wird.
Der CPI-Bericht ist eine Momentaufnahme. Der Ölpreis entscheidet mit darüber, wie die nächsten Berichte aussehen könnten.
Genau dieses Szenario hatte ich gestern im Video angesprochen.
DXY
Der Dollar Index reagierte zunächst mit Schwäche auf die Inflationsdaten und lief erneut die 100,60 an.
Auf Daily-Basis schloss der DXY unter 101 und rund 0,34 % im Minus.
Trotzdem: Für einen derart starken CPI-Bericht ist die Reaktion erstaunlich moderat.
Die 100,60 wurde erneut aufgekauft und der DXY notiert weiterhin innerhalb seiner Range oberhalb der 100,50.
Das bullische Bild im Dollar ist damit keinesfalls vollständig gebrochen.
US-Staatsanleihen
Auch die US-Renditen korrigierten:
3-jährige Renditen: -1,75 %
5-jährige Renditen: -1,43 %
10-jährige Renditen: -0,87 %
30-jährige Renditen: -0,20 %
Natürlich sehen wir eine Reaktion auf die CPI-Daten.
Aber auch hier gilt: Gemessen an der Stärke des Inflationsberichts ist die Bewegung relativ überschaubar – insbesondere von den weiterhin extrem hohen Renditeniveaus aus.
Der Dollar bricht nicht massiv ein. Die Renditen kollabieren nicht. Die Indizes squeezten nicht aggressiv auf neue Hochs.
Das zeigt mir: Die Zinserhöhungsängste wurden durch den CPI-Bericht kurzfristig reduziert, aber die Geopolitik hält weiterhin die Zügel in der Hand.
FedWatch Tool
Für das Juli-Meeting hat sich die Marktgewichtung deutlich verschoben.
85,6 % erwarten unveränderte Zinsen.
Nur noch 14,4 % preisen eine Erhöhung um 25 Basispunkte ein.
Für September sieht die Verteilung aktuell folgendermaßen aus:
39,5 % unverändert
52,7 % +25 Basispunkte
7,8 % +50 Basispunkte
Das ist eine massive Veränderung gegenüber der Gewichtung vor den CPI-Daten.
Die Angst vor weiteren Zinserhöhungen wurde kurzfristig deutlich reduziert.
Die vergangenen Tage haben aber gleichzeitig gezeigt, wie schnell sich diese Wahrscheinlichkeiten verschieben können.
Öl und der Nahost-Konflikt bleiben Treiber Nummer eins.
Volatilität
Der Volatilitätsindex bleibt mit 16,26 Punkten weiterhin ruhig.
Auch das ist wichtig.
Trotz der geopolitischen Headlines sehen wir aktuell keine echte Panik im Markt.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia zeigte gestern erneut massive relative Stärke.
Die Aktie stieg 4,14 % und notiert mittlerweile im Bereich von 211 Dollar.
Mein Szenario bleibt unverändert:
Solange die 200 Dollar halten, bleiben 213 Dollar und 217 Dollar meine nächsten Zonen.
Darüber könnte sich die Bewegung vor den Earnings wieder in Richtung 230 Dollar ausweiten.
Das kurzfristige Bild bei Risk Assets bleibt bullish – allerdings mit extrem hoher Vorsicht aufgrund der geopolitischen Headlines.
Sollte sich eine echte Deeskalation im Nahen Osten abzeichnen, könnten wir massive Squeezes sehen.
Risk Assets Long. Dollar Short. Oil Short.
Der durch die CPI-Daten ausgebliebene Squeeze könnte dann sehr schnell nachgeholt werden.
Bitcoin
Auch Bitcoin zeigte gestern relative Stärke und einen der stärksten Handelstage seit längerer Zeit.
Auf Tagesbasis ging es rund 4,33 % nach oben.
Bitcoin schloss im Bereich von 65.000 Dollar und damit an einem extrem wichtigen technischen Level.
Für mich stehen jetzt zunächst das März-Monatstief bei rund 65.000 Dollar und anschließend das April-Monatstief bei 65.700 Dollar im Fokus.
Diese Zonen müssen überwunden werden.
Danach wäre die 67.000-Dollar-Marke der nächste entscheidende Bereich, um wieder ein neues Strukturhoch zu formen.
Eine starke Rejection an den aktuellen Zonen bleibt allerdings möglich.
Auch hier hängt kurzfristig sehr viel von der geopolitischen Entwicklung ab.
S&P 500
Der S&P 500 konnte gestern lediglich 0,36 % zulegen.
Für diese Inflationsdaten ist das erstaunlich wenig.
Gleichzeitig notieren wir weiterhin extrem nahe an den All-Time-Highs.
Mein Gameplan bleibt klar: Kommt es zu einer geopolitischen Deeskalation, sehe ich sehr schnell neue All-Time-Highs.
Dann könnte der CPI-Bericht nachträglich stärker eingepreist werden, weitere Zinserhöhungen würden unwahrscheinlicher und die Fed könnte im allgemeinen Ton wieder etwas dovisher werden.
Ein einzelner CPI-Bericht reicht allerdings nicht.
Genau das haben auch die Fed-Sprecher gestern klargemacht.
Über dem gestrigen Daily High bei 7.615 Punkten sehe ich zunächst die 7.630 und anschließend 7.650 Punkte.
Die 7.500er-Marke bleibt für mich auf der Unterseite entscheidend.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigte gestern relative Stärke und schloss oberhalb der 29.500 Punkte.
Das Daily High von Montag und gestern sowie das Weekly High der vergangenen Woche wurden bereits gebrochen.
Für mich werden Longs oberhalb von 29.880 Punkten interessant.
Danach stehen zunächst die 30.000 Punkte im Fokus.
Können auch diese überwunden werden, sehe ich 30.400 bis 30.500 Punkte und damit neue All-Time-Highs als mögliches Szenario.
Vorsichtig werde ich erneut unterhalb von 29.500 Punkten.
Dann könnte die 29.000 wieder angelaufen werden.
US30
Der Dow Jones hat erneut exakt die relevante Zone angelaufen.
Die 52.000 Punkte wurden stark aufgekauft und der Index konnte wieder oberhalb von 52.500 Punkten schließen.
Solange wir über 52.500 bleiben und das gestrige Daily High überwinden, sehe ich einen erneuten Test der 53.000 Punkte.
Unterhalb von 52.500 würde ich kurzfristig wieder vorsichtiger und könnte mir eine Bewegung in Richtung 52.300 Punkte vorstellen.
DAX charttechnischer Ausblick
Der DAX bleibt für mich aktuell ein extremer Ranging Market.
Ich wäre mit der vermeintlichen relativen Stärke weiterhin vorsichtig.
Mein bevorzugtes Szenario bleibt zunächst eine kleine Korrektur.
Ich könnte mir vorstellen, dass wir erneut unter die 24.770 Punkte fallen und anschließend die 24.500 Punkte anlaufen, bevor bei allgemeiner Indexstärke wieder eine nachhaltigere Aufwärtsbewegung beginnt.
Bullish wird das kurzfristige Bild für mich wieder oberhalb von 25.220 Punkten.
Hier möchte ich allerdings einen sauberen H4-Schlusskurs sehen.
Gelingt dieser Break, wäre die 25.500er-Zone mein nächstes relevantes Ziel.
Bis dahin bleibt der DAX für mich innerhalb seiner Range und ich sehe aktuell keinen Grund, Bewegungen aggressiv hinterherzulaufen.
Fazit
Die CPI-Daten waren extrem stark.
Headline Inflation, Core Inflation, Monats- und Jahreswerte – praktisch alle wichtigen Inflationskennzahlen sind deutlich zurückgekommen.
Und trotzdem sehen wir keinen massiven Risk-On-Squeeze.
Genau das ist für mich die wichtigste Information des gestrigen Handelstages.
Der Markt zweifelt an der Nachhaltigkeit des Inflationsrückgangs.
Der Nahost-Konflikt und der stark gestiegene Ölpreis könnten bereits in den kommenden Monaten wieder für höheren Preisdruck sorgen. Ein einzelner CPI-Bericht reicht der Fed nicht aus – und er reicht aktuell offensichtlich auch den Marktteilnehmern nicht aus.
Sollte Öl korrigieren und sich die geopolitische Situation entspannen, könnte die durch den CPI-Bericht eigentlich gerechtfertigte Risk-On-Bewegung sehr schnell nachgeholt werden.
Bleiben Öl und geopolitische Spannungen dagegen erhöht, werden auch starke Inflationsdaten weiterhin nur begrenzt für Entspannung sorgen.
Heute stehen mit den US-PPI-Daten bereits die nächsten Inflationszahlen auf der Agenda.
Der Markt bekommt damit direkt den nächsten Test.
Keine Anlageberatung. Diese Analyse dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken.
Wünsche euch stabile Trades!
EURUSD unter Druck. Relevante Supports ab 1,1295 USD.Liebe Trader und Investoren,
sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich Willkommen zu einem weiteren Update zum EURUSD von Pepperstone. Ich analysiere den Kontrakt erneut im Wochenchart.
Der EURO brach zuletzt unter die Nackenlinie einer potenziellen SKS-Umkehrformation. Darüber hinaus liegt nun eine Serie sinkender Hoch- und Tiefpunkte im Wochenchart vor.
Wir schärfen nach, da nun eine wichtige Support-Kombo bei den Basisindikatoren unter Druck steht.
Charttechnische Einordnung Wochenchart (Chart oben)
Der EURUSD kann auf Sicht der kommenden Wochen weiter abwärts laufen und die horizontalen Supports bei 1,1275 und 1,1213 USD erreichen. Auf der Oberseite hat die Gemeinschaftswährung im Weekly viel Platz bis zu den relevanten Widerständen.
Diese warten bei 1,1829 US-Dollar. Ein Anstieg über die angeführte Abwärtslinie bei 1,1567 USD würde den Euro stützen.
Markttechnische Einordnung (Chart unten)
Die Basisindikatoren driften abwärts, positive Divergenzen liegen weder im MACD noch im RSI vor. Strukturell liegt daher die Vermutung nahe, dass wir die Tiefpunkte des laufenden Rücksetzers noch nicht gesehen haben.
Sehr wichtig ist aktuell, dass der Euro die Support-Kombo um 1,1340 USD verteidigt. Die Verbindung aus 89-Wochenlinie und dem unteren Bollingerband nutze ich sehr gern. Die Kombo funktioniert auch auf anderen Zeitebenen sehr gut.
Volumentechnische Einordnung (Chart unten)
Die Value Area, die seit dem Frühsommer 2025 gebildet wurde, ist nach unten unterschritten worden. Dieser Nackenschlag kann dazu führen, dass die untere VWAP-Projektion bei 1,1195 USD angelaufen werden kann. Hier entsteht m.E. eine Drucksituation, die wir im Auge halten müssen.
Auf der Oberseite wäre eine klare und nachhaltige Rückeroberung der lower rejection #1 bei 1,1501 US-Dollar ein erster guter Schritt.
Quick Learn SKS-Formation
Im Fazit...
...steht der EURUSD im Moment unter Druck, ohne wirklich eine rasante Talfahrt aufs Parkett zu legen. Achten Sie auf die Unterstützungen um 1,1250 USD.
Die große Show wird im Währungspaar EURUSD auf den großen Zeitebenen im Moment nicht geboten. Intraday bieten sich viele Chancen.
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu dieser Analyse.
Bitte achten Sie auf ein solides Positions- und Risikomanagement.
Wenn Ihnen die Idee gefällt, geben Sie uns für diese Analyse bitte einen Boost und folgen Sie uns, um immer auf dem Laufenden zu sein...
Herzliche Grüße,
Thomas Jansen
Kurze bärische GoldanalyseFundamentale Faktoren
Steigende geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben die Rohölpreise an und wecken erneut Sorgen vor anhaltender Inflation. Dadurch verstärken sich die hawkishen Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve. Die Marktteilnehmer reduzieren ihre Erwartungen an Zinssenkungen und gehen von längerfristig hohen Zinssätzen aus. Gleichzeitig steigen der US-Dollar-Index sowie die Realrenditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kontinuierlich. Da Gold keine Zinserträge generiert, erhöht sich seine Opportunitätskosten deutlich, wodurch seine Anlageattraktivität abnimmt. Risikoscheues Kapital bevorzugt daher dollarbasierte Vermögenswerte gegenüber Gold. Zudem verzeichnen goldgedeckte ETFs anhaltende Kapitalabflüsse, die auf eine breite Liquidation von Long-Positionen hindeuten und den bärischen Trend des Goldpreises festigen.
Technische Einschätzung
Gold durchbrach nachhaltig die wichtige Unterstützung bei 4000 und fiel bis auf ein Tief nahe 3980, wodurch die kurzfristige bärische Dynamik vollständig abgebaut wurde. Der aktuelle Anstieg auf rund 4065 stellt lediglich eine technische Korrektur durch Glattstellung von Short-Positionen dar und keine Trendwende. Die gesamte bärische Marktstruktur bleibt bestehen, wobei die durchbrochene Marke von 4000 nun als starker Widerstand fungiert. Der Preis befindet sich weiterhin unterhalb der kurzfristigen gleitenden Durchschnitte, während der Bereich von 4100 bis 4140 als zentraler oberer Widerstand wirkt. Dieser Anstieg verfügt über keine nachhaltige Kaufkraft und keine fundamentalen Unterstützungsfaktoren, zudem verbleiben die Momentum-Indikatoren klar im bärischen Bereich.
Kurzfristige Handelsneigung & Strategie
Der aktuelle Korrekturanstieg in der Zone von 4060 bis 4080 bietet eine hochwahrscheinliche und risikoarme Einstiegsmöglichkeit für Short-Positionen und entspricht dem dominierenden Abwärtstrend. Die kurzfristige bullische Dynamik ist erschöpft, der Preis hat einen wichtigen Widerstandsbereich erreicht und bietet ein günstiges Chancen-Risiko-Verhältnis für Verkaufspositionen. Händlern wird empfohlen, bei diesem Anstieg Short-Positionen zu eröffnen oder auszubauen.
- Verkaufsbereich: 4060 – 4080
- Hauptgewinnziele: 4000 – 3970 – 3950 – 3930
- Risikokontrolle: Platzieren Sie den Stop-Loss oberhalb des jüngsten Anstiegshochs, um Ausbruchsrisken zu vermeiden
Der bärische Trend ist weiterhin dominant. Unfundierte Preissteigerungen stellen lediglich technische Korrekturen und ideale Verkaufschancen dar. Es ist zu erwarten, dass Gold bald wieder nach unten dreht und seinen Abwärtstrend in Richtung der Zielmarken fortsetzt.
XAG/USD Technische Analyse | Bullisches Umkehrpotenzial 🥈 XAG/USD Technische Analyse | Bullisches Umkehrpotenzial 🚀📈
Der Markt nähert sich einer starken Unterstützungszone im Bereich von 56,00–56,30, in der zuvor bereits Kaufinteresse zu beobachten war. Solange diese Unterstützung hält, bleibt die Wahrscheinlichkeit einer bullischen Erholung hoch.
🔍 Technischer Ausblick:
🛡️ Starke Unterstützung: 56,00–56,30
📉 Ein kurzfristiger Liquiditäts-Flush unter die Unterstützung ist möglich, bevor der Markt nach oben dreht.
🔄 Eine bullische Reaktion in dieser Zone könnte neues Kaufmomentum bestätigen.
🎯 Erstes Ziel ist die Demand-Zone (61,00–61,50).
🚀 Ein Ausbruch über diese Zone könnte den Weg zum Order Block (62,30–63,00) freimachen.
❌ Ein klarer Schlusskurs unter 56,00 würde das bullische Szenario ungültig machen.
📊 Handelsausblick
🟢 Tendenz: Bullisch – nach bestätigter Reaktion an der Unterstützung.
🎯 Kursziele
TP1: 59,00
TP2: 61,00 (Demand-Zone)
TP3: 62,80 (Order Block)
⚠️ Risikohinweis: Auf eine eindeutige bullische Bestätigung (z. B. Umkehrkerze oder Strukturwechsel) warten, bevor eine Long-Position eröffnet wird.
EUR/USD - Point of Control Wave 4Vorangegangene Analysen...
Wir werden dieses Szenario weiter verfolgen. Dabei behalten wir die mögliche Wolfe-Wave-Formation im Blick, in der sich gleichzeitig ein Dreieck als mögliche Welle 4 erkennen lässt. Gleichzeitig bleibt der übergeordnete Abwärtstrend für uns entscheidend.
Die eigene Analyse ständig hinterfragen...
Technische Goldanalyse: Abwärtstrend hält an, Unterschreitung deTechnische Goldanalyse: Abwärtstrend hält an, Unterschreitung der 4000-Punkte-Marke eröffnet Abwärtspotenzial
📉 Marktüberblick und Stimmung
Am Donnerstag (16. Juli) setzte Gold während der europäischen und amerikanischen Handelssitzungen seinen Abwärtstrend fort und fiel unter die Marke von 4000 US-Dollar, was zu mehreren Stop-Loss-Orders führte. Derzeit notiert Gold bei rund 3993 US-Dollar, ein Tagesverlust von 1,62 %. In den vergangenen Wochen schwankte der Goldpreis um die 4000-Dollar-Marke, nachdem er im zweiten Quartal bereits um 14 % gefallen war – das schwächste Quartalsergebnis seit 2013.
Im Hinblick auf die geopolitischen Risiken hat sich die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran erneut verschärft. Der Iran signalisierte seine starke Absicht, die Meerenge Bab al-Mandab zu blockieren. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten stützen weiterhin die hohen Ölpreise, und die Inflationsrisiken steigen. Vor diesem Hintergrund haben einige institutionelle Anleger, darunter Fidelity Multi-Assets, begonnen, eine mögliche Zinserhöhung der Fed noch vor Jahresende in ihre Preisgestaltung einzubeziehen – ein deutlicher Kontrast zur weit verbreiteten Markterwartung einer Zinssenkung vor Ausbruch des Konflikts. Das Zinsumfeld hätte die Goldpreise eigentlich drücken sollen, doch die aktuellen geopolitischen Faktoren dominieren die Preislogik für sichere Anlagen. Die Eigenschaften von Gold als sicherer Hafen haben die Käufe nicht effektiv angekurbelt, sondern zeigen stattdessen eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Aufwärtstrends.
Die US-Einzelhandelsumsätze im Juni entsprachen im Allgemeinen den Erwartungen, doch der Kernindex des Einzelhandels verzeichnete einen Rückgang von 0,2 % gegenüber dem Vormonat, was unter den erwarteten -0,1 % lag. Diese Daten deuten jedoch lediglich auf eine leichte Abkühlung und nicht auf einen starken Rückgang hin, und die BIP-Prognose für das zweite Quartal bleibt robust, was auf eine ausreichende Konsumstabilität schließen lässt. Daher konnte dies dem Goldpreis keinen signifikanten Schub verleihen. Der zentrale Widerspruch am Markt konzentriert sich weiterhin auf die geopolitische Lage.
🔍 Geopolitischer Ausblick: Beide Szenarien deuten auf US-Kompromissbereitschaft hin
Angesichts der nahezu unmöglichen Auswirkung eines Bodenkrieges ergeben sich im Wesentlichen zwei Zukunftsszenarien: Erstens, die USA gehen proaktiv weitreichende Kompromisse ein, reduzieren den Umfang der Luftangriffe und kehren zu Verhandlungen mit dem Iran zurück, um diplomatische Konsultationen aufzunehmen und im Gegenzug für eine stabile Schifffahrt in der Straße von Hormus diplomatische Zugeständnisse zu machen. Zweitens, der Iran behält seine harte Linie bei, setzt weiterhin Stellvertreter ein, um die US-Schifffahrt auszugleichen, und verbessert gleichzeitig proaktiv die diplomatischen Beziehungen zu globalen Energieimporteuren, um die Kontrolle über die Straße von Hormus durch eine ausgewogene Diplomatie zu sichern. Beide Szenarien verdeutlichen die Notwendigkeit von Kompromissbereitschaft seitens der USA. Angesichts des bevorstehenden Wahlkampfs sind jedoch kurzfristig keine Zugeständnisse zu erwarten, und geopolitische Probleme werden den Markt weiterhin belasten. Ich persönlich bin der Ansicht, dass die Goldprämie als sicherer Hafen überbewertet ist, und sobald sich die geopolitischen Spannungen etwas entspannen, ist der Goldpreis einem größeren Abwärtsrisiko ausgesetzt. 💡
📐 Detaillierte technische Analyse: Abwärtstrend bleibt intakt
Aus Sicht des Tagescharts ist die gestrige Kerze mit langem oberen Schatten kein bullisches Umkehrsignal, sondern ein typisches Konsolidierungsmuster innerhalb eines Abwärtstrends. Der extrem lange obere Schatten deutet auf starken Verkaufsdruck und damit auf schwachen Aufwärtswiderstand hin. Das MACD-Death-Cross über der Nulllinie setzt sich fort, die bärische Dynamik nimmt zu, und es sind keine bullischen Divergenzsignale erkennbar. Der KDJ-Indikator fällt von einem hohen Niveau und hat den überverkauften Bereich noch nicht erreicht, was auf weiteres Abwärtspotenzial hindeutet. Die Bollinger-Bänder zeigen nach ihrer Verengung weiter nach unten, wobei sich die Kanalmitte weiter nach unten verschiebt und das schwache Seitwärtsmuster festigt. Das mittlere Bollinger-Band bei 4070 $ hat sich zum zentralen kurzfristigen Widerstand entwickelt, während 4015 $ die kurzfristige Unterstützung darstellt. Ein Durchbruch unter dieses Niveau würde neues Abwärtspotenzial eröffnen. Diese Erholung ist lediglich eine technische Korrektur, das Aufwärtspotenzial ist deutlich reduziert, und der bärische Trend bleibt insgesamt intakt.
Der Stundenchart zeigt einen deutlicheren Zyklus aus Aufwärtsbewegungen und anschließenden Rücksetzern. Um 4080 $ bildet sich ein starker Widerstand in Form eines Doppeltops. Nachrichtengetriebene Aufwärtsbewegungen waren nicht nachhaltig; jeder Aufwärtsbewegung folgte schnell ein bärisches Engulfing-Muster mit langen oberen Schatten auf höheren Niveaus, was den starken Verkaufsdruck bestätigt. Alle Rücksetzer bieten Short-Möglichkeiten; vermeiden Sie es, blindlings bei Kursrückgängen zu kaufen. Die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte verlaufen in einer typischen bärischen Formation, wobei der Goldpreis konstant unter dem 5-Stunden-Durchschnitt notiert. Aufwärtsbewegungen bis zum 10-Stunden-Durchschnitt stießen auf Widerstand und Rücksetzer, wobei die gleitenden Durchschnitte nach unten divergieren und so mehrere Widerstandsebenen bilden. Das vorherige Tief von 4015 $ entspricht einem sich ständig verschiebenden Unterstützungsniveau; ein Durchbruch unter dieses Niveau würde den Rückgang beschleunigen. ⏬
🎯 Heutige Handelsstrategie
**Short-Fokussierte Strategie:** Es wird empfohlen, Short-Positionen in Tranchen um 4060–4070 $ mit 20 % Ihres Kapitals einzugehen. Setzen Sie einen Stop-Loss über 4090. Kursziele: 4015–3980, mit einem weiteren Kursziel von 3960 bei einem Ausbruch über diese Marke.
Langfristige Strategie: Sollte der Kurs auf etwa 3960–3970 zurückfallen, erwägen Sie eine kleine Long-Position mit einem strikten Stop-Loss unter 3940. Kursziele: 4000–4020, mit einem weiteren Kursziel von 4040 bei einem Ausbruch über diese Marke. Ich persönlich bin der Ansicht, dass Long-Positionen in der aktuellen bärischen Struktur nur bei kurzfristigen technischen Erholungen genutzt werden sollten. Ich empfehle nicht, Positionen zu lange zu halten; der Fokus sollte stets auf Short-Positionen bei Kursanstiegen liegen.
💬 Fazit
Nach dem Durchbruch der 4000-Punkte-Marke hat sich das kurzfristige Abwärtspotenzial für Gold eröffnet. Die geopolitischen Spannungen halten an, und die technischen Aussichten sind bärisch. Dem Trend zu folgen ist die beste Strategie. Bleiben Sie am Ball und kontrollieren Sie Ihr Risiko streng!
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Rheinmetall – Korrektur bald abgeschlossen?XETR:RHM – Korrektur bald abgeschlossen? 📉👀
Nach der starken Rally befindet sich Rheinmetall mittlerweile in einer deutlichen Korrektur. Der Kurs ist jetzt in einem Bereich angekommen, den ich für besonders interessant halte.
In meiner Chartanalyse liegt die entscheidende Zone zwischen 770 und 995 EUR. Hier erwarte ich, dass die aktuelle Abwärtsbewegung ihren Abschluss finden könnte. Ob der Boden bereits erreicht ist oder wir noch einen letzten Rücksetzer sehen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Sollte der Bereich halten und die Käufer wieder die Kontrolle übernehmen, sehe ich gute Chancen für eine neue Aufwärtsbewegung. Langfristig bleibt für mich sogar ein Anstieg in Richtung 2.000 EUR ein realistisches Szenario.
Jetzt heißt es Geduld. Nicht jeder Unterstützungsbereich führt sofort zu einer Trendwende entscheidend ist, wie der Markt auf diese Zone reagiert.
Das ist meine persönliche Chartanalyse und keine Anlageberatung. Wie schätzt ihr die aktuelle Situation bei Rheinmetall ein? ist die Korrektur bald vorbei oder erwartet ihr noch tiefere Kurse? 📊
XAUUSD (H1) | PPI heute Abend: Erholungsrallye oder Fortsetzung des Abwärtstrends?
Gold notiert defensiv vor der heutigen Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex (PPI), einem der letzten Inflationsindikatoren, bevor der Markt die Erwartungen der Federal Reserve vollständig neu bewertet. Nach dem schwächeren VPI-Bericht werden Anleger beobachten, ob sich auch die Erzeugerinflation abschwächt. Ein schwächer als erwartet ausgefallener PPI könnte die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed im Laufe des Jahres verstärken, den US-Dollar belasten und Gold stützen. Umgekehrt würde ein stärkerer PPI die Inflationssorgen wahrscheinlich neu entfachen, die Renditen von Staatsanleihen in die Höhe treiben und zinslose Anlagen wie Gold unter Druck setzen.
Aktuelle Tendenz: Abwärtstrend, solange der Kurs unter dem Widerstand des absteigenden Kanals bleibt.
Institutionelles Angebot: 4048–4055
Eine Ablehnung dieses Bereichs mit hohem Angebotsvolumen könnte neue Verkaufschancen eröffnen.
Unmittelbarer Widerstand: 4038–4042
Kürzlich abgemilderte Zone, in der die Verkäufer die Kontrolle zurückgewonnen haben.
Wichtigstes Liquiditätsziel: 3960–3968
Institutionelle Nachfrage und externe Verkaufsliquidität befinden sich nahe der unteren Kanalbegrenzung.
Szenarien für den IKT-Markt
🟢 Aufwärtsszenario
Sollte der heutige PPI unter den Erwartungen liegen und Käufer die Marke von 4045–4050 mit einem H1-Schlusskurs über der absteigenden Trendlinie zurückerobern, könnte der Kurs die aktuelle Abwärtsbewegung beenden und sich in Richtung des nächsten institutionellen Angebots ausdehnen.
🔴 Abwärtsszenario (bevorzugt)
Sollte der Kurs die Unterstützungszone um 4048–4055 nicht durchbrechen, ist mit einem weiteren Liquiditätszufluss in Richtung 3985 zu rechnen, gefolgt von einem möglichen Anstieg in die Nachfragezone von 3960–3968.
Wichtige Kursmarken
Tendenz: Abwärtstrend unterhalb von 4048–4055
Widerstand: 4038–4042 / 4048–4055
Unterstützung: 3985
Starke Nachfrage: 3960–3968
Risikohinweis: Der Erzeugerpreisindex (PPI) ist ein wichtiger Indikator für die Inflation und führt häufig zu starker Volatilität und Liquiditätsabflüssen. Das Abwarten einer Bestätigung nach der ersten Reaktion kann Fehlausbrüche verhindern.
Marktdiskussion
Hat der gestrige schwächere Verbraucherpreisindex (VPI) eine echte Aufwärtswende ausgelöst oder handelte es sich lediglich um eine Liquiditätsabschöpfung, bevor der heutige PPI die weitere Kursrichtung vorgibt?
GBP/USD Technische Analyse – Bullischer Anstieg trifft auf stark📊 GBP/USD Technische Analyse – Bullischer Anstieg trifft auf starken Widerstand ⚠️📈
GBP/USD bewegt sich weiterhin innerhalb eines aufwärtsgerichteten Kanals und bestätigt nach dem Change of Character (CHoCH) eine bullische Marktstruktur. Der Kurs nähert sich nun einer wichtigen Widerstandszone, an der Verkaufsdruck zunehmen könnte.
🔍 Marktstruktur
📈 Der Aufwärtstrend bleibt innerhalb des steigenden Kanals intakt.
✅ Höhere Hochs und höhere Tiefs bestätigen die bullische Dynamik.
⚠️ Der Kurs testet einen starken Widerstand, wodurch eine Ablehnung wahrscheinlicher wird.
🎯 Marktausblick
🟢 Bullisches Szenario: Ein klarer Ausbruch und Schlusskurs über der Widerstandszone könnten die nächste Aufwärtsbewegung auslösen.
🔴 Bevorzugtes bärisches Szenario: Eine Ablehnung am Widerstand könnte zu einer Korrektur in Richtung der Demand Zone / Order Block (1.3290–1.3265) führen, wo erneut Käufer einsteigen könnten.
📌 Wichtige Kursmarken
🚧 Widerstand: 1.3460 – 1.3475
🟢 Demand Zone: 1.3290 – 1.3265
🛡️ Hauptunterstützung: 1.3140
🧠 Fazit
Der übergeordnete Trend bleibt bullisch, jedoch befindet sich der Kurs nun in einer entscheidenden Widerstandszone. Eine bärische Bestätigung könnte eine Korrektur bis zur Demand Zone einleiten. Ein bestätigter Ausbruch über den Widerstand würde hingegen weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen.
Bitcoin-Chartanalyse vom 15. JuliHallo! Dies ist ein Bitcoin-Leitfaden.
Meine Analyse ist für TradingView optimiert. Mit der Wiedergabefunktion können Sie die Kursbewegungen in Echtzeit verfolgen.
Dies ist der 30-Minuten-Chart von Bitcoin.
*Long-Position-Strategie: Sobald der violette Finger Zone 1 oben berührt, wird eine Long-Position eröffnet.
1) Nach Bestätigung der Berührung von Zone 1 (violetter Finger) bei 64.900 $ markiert der rote Finger 64.549,6 $. Dies ist der Einstiegspunkt für eine Long-Position bzw. der Stop-Loss, falls die grüne Unterstützungslinie durchbrochen wird.
2) Das Kursziel für eine Long-Position liegt bei 66.516,6 $. Nutzen Sie die Zone, um bei 66.100 $ erneut in eine Long-Position einzusteigen.
Falls der Kurs Zone 1 oben nicht erreicht und sofort fällt,
markiert Zone 2 unten den Einstiegspunkt für eine Long-Position bei 64,2K. Setzen Sie einen Stop-Loss, falls die grüne Unterstützungslinie durchbrochen wird.
Falls die grüne Unterstützungslinie durchbrochen wird, ist Vorsicht geboten, da der Kurs bis Zone 3 fallen könnte.
Bitte nutzen Sie meine Analyse nur als einfache Referenz.
Ich wünsche Ihnen sicheres Handeln durch strikte Einhaltung der Handelsprinzipien und die konsequente Verwendung von Stop-Loss-Einstellungen.
Vielen Dank.
Verlieren mit System statt Handeln ohne PlanIm Trading sind Verluste nichts Ungewöhnliches. Sie sind ein natürlicher Bestandteil eines Wahrscheinlichkeitsgeschäfts. Kein Trader, egal wie erfahren er ist, kann bei jeder einzelnen Position richtig liegen. Was einen professionellen Trader von einem emotional handelnden Trader unterscheidet, ist nicht die Fähigkeit, Verluste vollständig zu vermeiden, sondern der Umgang mit ihnen und die Kontrolle über das Risiko.
Ein geplanter Verlust ist kein Misserfolg. Wenn ein Trader vor dem Einstieg klare Regeln für den Entry-Bereich, den Stop-Loss, das Gewinnziel, die Positionsgröße und das akzeptierte Risiko festgelegt hat, dann ist dieser Verlust lediglich ein Bestandteil seines Handelssystems. Er ist vergleichbar mit Betriebskosten in einem Unternehmen: nicht angenehm, aber einkalkuliert und nicht in der Lage, den gesamten Prozess zu zerstören.
Die wahre Gefahr entsteht bei einem Trade, der ohne klare Struktur und ohne Vorbereitung eröffnet wird. Das passiert, wenn ein Trader aus FOMO handelt, die Positionsgröße erhöht, um Verluste schnell zurückzugewinnen, den Stop-Loss verschiebt, weil er seinen Fehler nicht akzeptieren möchte, oder Entscheidungen nur aufgrund kurzfristiger Emotionen trifft. Solche Trades reduzieren nicht nur das Kontoguthaben, sondern zerstören auch die Disziplin, schwächen das Vertrauen in das eigene System und führen dazu, dass zukünftige Entscheidungen immer unkontrollierter werden.
Ein reifer Trader versteht, dass jeder Verlust wertvolle Daten enthält. Statt ihn nur als negatives Ergebnis zu betrachten, analysiert er den Grund für den Einstieg, die Reaktion des Marktes, seinen emotionalen Zustand während des Trades und ob der ursprüngliche Plan eingehalten wurde. Durch eine ernsthafte Auswertung kann ein Verlust Schwächen in der Strategie, Fehler im Risikomanagement oder psychologische Probleme beim Trading aufdecken.
Auch die mentale Gesundheit ist ein wichtiger Teil des Risikomanagements. Wenn eine Verlustserie dazu führt, dass man gestresst, ungeduldig oder vom Wunsch getrieben wird, den Markt „zurückzuzahlen“, ist die beste Entscheidung nicht, weitere Trades zu eröffnen, sondern eine Pause einzulegen. Der Markt wird immer da sein. Aber die eigene Klarheit, Disziplin und Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen, müssen zuerst geschützt werden.
Fazit:
Ein verlorener Trade bedeutet nicht, dass du ein schlechter Trader bist. Problematisch ist ein Verlust, bei dem du nicht weißt, warum er entstanden ist, keinen Plan hattest und keine Erkenntnisse daraus gewinnst. Professionelle Trader versuchen nicht, jeden Verlust zu vermeiden. Sie lernen, Verluste zu begrenzen, zu dokumentieren und in wertvolle Daten zur Verbesserung ihres Systems umzuwandeln. Im Trading entsteht Fortschritt nicht dadurch, dass man immer richtig liegt, sondern dadurch, dass man lernt, seine Fehler kontrolliert zu managen.
Gold M15: Dreiecksbruch oder erneute Liquiditätsfalle?
Gold bewegt sich innerhalb eines absteigenden Dreiecks und notiert unterhalb des 50-Tage-EMA und des 200-Tage-EMA, was die kurzfristige Dynamik negativ hält.
Die Unterstützung bei 4020 ist entscheidend. Ein bestätigter Durchbruch könnte die nächste Liquiditätszone um 3990–4000 freilegen. Angesichts der bevorstehenden Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze und der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind Fehlausbrüche und Liquiditätsabflüsse jedoch weiterhin sehr wahrscheinlich.
📍 Trend: Abwärts unter 4039.
📍 Unterstützung: Liquiditätszone 4020 → 3990.
📍 Abschwächung: Eine nachhaltige Erholung über die absteigende Trendlinie und den 200-Tage-EMA würde die bärische Prognose abschwächen.
Geduld ist gefragt – warten Sie ab, wo institutionelle Anleger Liquidität sammeln, bevor Sie investieren.
DAX Tagesausblick 16. Juli–Nach den überraschend schwachen US-Inflationsdaten der vergangenen beiden Tage richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer nun auf die Frage, ob sich der disinflationäre Trend tatsächlich bestätigt oder ob steigende Energiepreise und die weitere Eskalation im Nahen Osten die kommenden Inflationsberichte wieder belasten könnten. Während der CPI-Bericht am Dienstag und die gestrigen PPI-Daten den Zinserhöhungsdruck der Federal Reserve deutlich reduziert haben, mahnten zahlreiche Fed-Mitglieder wie Kevin Warsh, John Williams und Lisa Cook zur Vorsicht: Ein einzelner Inflationsbericht reicht nicht aus, um von einem nachhaltigen Trend zu sprechen.
Parallel dazu verschärft sich die geopolitische Lage zwischen den USA und Iran weiter. Die Kämpfe rund um die Straße von Hormus nehmen zu, erste Auswirkungen auf den Schiffsverkehr werden sichtbar und der Ölmarkt bleibt entsprechend im Fokus. Gleichzeitig beginnt die Berichtssaison Fahrt aufzunehmen. Besonders die heutigen Zahlen von Taiwan Semiconductor (TSMC) dürften für den gesamten Halbleiter- und KI-Sektor richtungsweisend werden.
Agenda
• Geopolitische Lage Nahost
• Fundamentale Wirtschaftsdaten von gestern
• Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
• Earnings im Überblick
• Märkte & Korrelationen
• Risk Assets
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Die geopolitische Situation im Nahen Osten bleibt weiterhin der größte Unsicherheitsfaktor für die Finanzmärkte.
Nachdem Iran die Straße von Hormus faktisch geschlossen beziehungsweise massiv eingeschränkt hatte, reagierten die USA mit einer weiteren Eskalationsstufe. Laut Reuters führten die US-Streitkräfte mittlerweile mehrere Angriffswellen gegen iranische Küstenverteidigung, Raketenstellungen, Drohnenkapazitäten sowie militärische Infrastruktur rund um Bandar Abbas und die Straße von Hormus durch. Ziel ist es nach Angaben des US Central Command, die iranischen Fähigkeiten zur Kontrolle der Schifffahrt deutlich einzuschränken.
Gleichzeitig meldete Iran Angriffe auf US-Militärstandorte in Bahrain, Kuwait und Jordanien und bezeichnete den Konflikt inzwischen offen als „existenziellen Krieg“ gegen die Vereinigten Staaten. Zwar sprach Donald Trump erneut davon, dass Iran grundsätzlich zu Verhandlungen bereit sei, gleichzeitig kündigte er jedoch weitere militärische Maßnahmen an, falls keine Einigung erzielt werde.
Besonders interessant sind die aktuellen Daten zum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Sowohl Reuters als auch Windward Intelligence berichten inzwischen über einen deutlichen Rückgang der Schiffsbewegungen. Mehrere Tanker wurden umgeleitet, einzelne Schiffe gestoppt und die Anzahl der täglichen Durchfahrten ist bereits sichtbar zurückgegangen. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels passiert normalerweise diese Meerenge, weshalb jede weitere Eskalation unmittelbare Auswirkungen auf den Energiemarkt haben könnte.
Trotz der angespannten Lage reagierten die Finanzmärkte bislang erstaunlich ruhig. Der Ölpreis notiert zwar weiterhin auf erhöhtem Niveau, ein massiver Angebotsschock wurde bislang jedoch noch nicht eingepreist. Genau darin liegt momentan das größte Risiko: Sollte sich die Situation weiter verschärfen oder die Ölversorgung nachhaltig beeinträchtigt werden, könnten steigende Energiepreise die zuletzt positiven Inflationsdaten schnell wieder relativieren.
Auch mehrere Vertreter der Europäischen Zentralbank warnten gestern davor, dass die Aktienmärkte geopolitische Risiken derzeit möglicherweise unterschätzen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Der absolute Fokus lag gestern auf dem US Producer Price Index (PPI), also den Erzeugerpreisen.
Diese Daten gelten als wichtiger Frühindikator für die zukünftige Verbraucherpreisentwicklung, da steigende oder fallende Produktionskosten häufig zeitverzögert an die Endverbraucher weitergegeben werden.
Die Zahlen fielen erneut deutlich schwächer aus als erwartet:
• PPI (MoM): -0,3 % (Forecast: 0,0 %, Previous: +0,6 %)
• Core PPI (MoM): +0,2 % (Forecast: +0,3 %, Previous revidiert auf +0,1 %)
Damit bestätigt der PPI-Bericht den bereits am Dienstag veröffentlichten schwachen CPI-Bericht und unterstreicht den aktuell nachlassenden Inflationsdruck.
Noch wichtiger als die eigentlichen Zahlen ist jedoch der Blick in den offiziellen Bericht des Bureau of Labor Statistics. Der Rückgang der Erzeugerpreise war vor allem auf deutlich niedrigere Energiepreise zurückzuführen. Besonders Benzin, Diesel, Rohöl und Kerosin belasteten den Gesamtindex erheblich. Gleichzeitig stiegen Dienstleistungspreise zwar leicht an, konnten den kräftigen Rückgang im Güterbereich jedoch nicht ausgleichen. 
Für die Aktienmärkte sind diese Daten grundsätzlich positiv, da sinkende Inflationsraten den Druck auf die Federal Reserve reduzieren und Zinserhöhungen zunehmend unwahrscheinlicher machen.
Allerdings mahnten nahezu sämtliche Fed-Mitglieder gestern zur Vorsicht.
Kevin Warsh betonte mehrfach, dass ein einzelner Inflationsbericht keinen Trend darstellt und weitere Daten notwendig seien. John Williams verwies ebenfalls darauf, dass die Inflation zwar in die richtige Richtung gehe, die aktuelle Geldpolitik jedoch weiterhin angemessen restriktiv sei. Auch Lisa Cook erklärte, dass CPI- und PPI-Daten eines einzelnen Monats nicht ausreichen würden, um eine nachhaltige Trendwende auszurufen.
Ein weiterer positiver Datenpunkt war der New York Empire State Manufacturing Index.
Mit 15,6 Punkten lag dieser deutlich über den Erwartungen von 9,3 Punkten sowie über dem Vormonatswert von 5,7 Punkten. Dies signalisiert eine überraschend robuste Entwicklung der Industrie und zeigt, dass sich die US-Wirtschaft trotz hoher Zinsen bislang weiterhin widerstandsfähig präsentiert.
Ebenfalls veröffentlicht wurde gestern das Beige Book der Federal Reserve. Dieses erscheint achtmal jährlich und fasst qualitative Rückmeldungen aus sämtlichen Fed-Distrikten zusammen. Laut dem aktuellen Bericht wuchs die US-Wirtschaft zuletzt insgesamt leicht bis moderat. Der Arbeitsmarkt bleibt robust, die Beschäftigung steigt in vielen Regionen weiter an und die Unternehmen berichten weiterhin über moderate Preissteigerungen. Gleichzeitig verwiesen zahlreiche Distrikte auf erhöhte Unsicherheit durch steigende Energiepreise, Lieferkettenprobleme und den Konflikt im Nahen Osten.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Nachdem die Inflationsdaten in dieser Woche den Takt vorgegeben haben, richtet sich der Fokus heute vollständig auf die Entwicklung des US-Konsums sowie des Arbeitsmarktes.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Retail Sales.
Die Einzelhandelsumsätze gelten als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Konsumnachfrage in den USA. Da der private Konsum rund zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, besitzen diese Daten eine enorme Bedeutung für die zukünftige Geldpolitik der Federal Reserve.
Erwartet wird:
• Retail Sales (MoM): +0,2 % (Previous: +0,9 %)
Sollten die Daten deutlich über den Erwartungen liegen, würde dies zeigen, dass die Konsumnachfrage trotz hoher Zinsen weiterhin robust bleibt. Das würde zwar kurzfristig für eine starke Wirtschaft sprechen, gleichzeitig aber auch den Inflationsdruck wieder erhöhen und mögliche Zinssenkungen weiter nach hinten verschieben.
Fallen die Daten hingegen schwächer aus als erwartet, würde dies den zuletzt veröffentlichten CPI- und PPI-Bericht bestätigen und den Markt in seiner Erwartung unterstützen, dass die Federal Reserve künftig einen weniger restriktiven Kurs einschlagen könnte.
Fast noch wichtiger dürften heute jedoch die Core Retail Sales werden.
Hier liegt die Erwartung bei:
• Core Retail Sales (MoM): 0,0 %
• Previous: +0,8 %
Da hier besonders volatile Komponenten herausgerechnet werden, liefert dieser Bericht ein deutlich besseres Bild über die tatsächliche Stärke des privaten Konsums. Vor allem institutionelle Investoren achten häufig stärker auf diesen Wert als auf den Gesamtindex.
Ebenfalls veröffentlicht wird heute der Philadelphia Fed Manufacturing Index.
Erwartet werden:
• 12,7 Punkte
• Previous: 10,3 Punkte
Dieser Index misst die Stimmung der Industrieunternehmen im Raum Philadelphia und gilt häufig als guter Frühindikator für die landesweite Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes. Werte oberhalb der Erwartungen sprechen für eine robuste Industrie und damit für eine insgesamt widerstandsfähige Wirtschaft.
Abgerundet wird der Nachmittag durch die Initial Jobless Claims.
Hier werden erstmals gestellte Arbeitslosenhilfen veröffentlicht.
Erwartung:
• 216.000
• Previous: 215.000
Der Arbeitsmarkt bleibt weiterhin einer der wichtigsten Faktoren für die Federal Reserve. Steigende Erstanträge würden auf eine erste Abschwächung des Arbeitsmarktes hindeuten und könnten die Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik zusätzlich unterstützen.
Earnings im Überblick
Mit dem Start der Berichtssaison nimmt auch die Unternehmensseite zunehmend Einfluss auf die Märkte.
Gestern konnten bereits zahlreiche Unternehmen positiv überraschen.
Besonders hervorzuheben sind:
• ASML, das sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich über den Erwartungen veröffentlichte und gleichzeitig einen positiven Ausblick für die weitere Nachfrage im Halbleiterbereich präsentierte. Das Unternehmen bestätigte erneut den anhaltenden Investitionsboom rund um künstliche Intelligenz.
• Johnson & Johnson
• Morgan Stanley
• BlackRock
• Progressive
• Bank of New York Mellon
• PNC Financial
• United Airlines
• Cintas
• M&T Bank
Die Mehrzahl der Unternehmen konnte sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz positiv überraschen und lieferte damit einen konstruktiven Start in die Berichtssaison.
Heute richtet sich der Blick insbesondere auf:
• Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) ⭐
• Netflix
• GE Aerospace
• UnitedHealth
• Abbott Laboratories
• State Street
• U.S. Bancorp
Vor allem TSMC dürfte heute die wichtigste Unternehmensmeldung des Tages werden.
Als weltweit größter Auftragsfertiger moderner Halbleiter liefert das Unternehmen praktisch den gesamten KI-Sektor mit den modernsten Chips und gilt deshalb als wichtiger Indikator für die weltweite Nachfrage nach AI-Hardware.
Reuters weist heute Morgen ausdrücklich darauf hin, dass die Erwartungen extrem hoch sind. Analysten rechnen mit einem Gewinnanstieg von rund 60–77 %. Gleichzeitig dürfte jedoch selbst ein starkes Quartal allein nicht ausreichen. Entscheidend wird vor allem der Ausblick für die kommenden Quartale sein.
Genau hier beginnt aktuell die größte Diskussion an den Märkten.
Während die fundamentale Entwicklung im KI-Sektor weiterhin ausgesprochen stark bleibt, stellen Investoren zunehmend die Frage, ob die enormen Investitionen in Rechenzentren und AI-Infrastruktur langfristig tatsächlich ausreichend Gewinne erwirtschaften können.
Diese Unsicherheit spiegelte sich bereits gestern in deutlichen Gewinnmitnahmen bei mehreren asiatischen Halbleiterwerten wie SK Hynix oder Samsung wider.
Auch Reuters griff dieses Thema heute Morgen mit der provokanten Überschrift auf:
“This AI, it will make a profit, right?”
Damit rückt die Diskussion zunehmend von der reinen Wachstumsstory hin zur Frage, ob die aktuellen Bewertungen langfristig tatsächlich gerechtfertigt sind.
Gleichzeitig bleiben Unternehmen wie Nvidia, TSMC, ASML und zahlreiche Softwareunternehmen fundamental hervorragend positioniert.
Für den Technologiesektor dürfte daher in den kommenden Wochen nicht mehr allein entscheidend sein, ob die Unternehmen wachsen, sondern vielmehr wie stark sie wachsen und ob ihre Ausblicke die aktuell sehr hohen Erwartungen weiterhin rechtfertigen können.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Am Ölmarkt ließ die Dynamik gestern etwas nach. Nachdem der Markt in den vergangenen Tagen deutlich von der Eskalation im Nahen Osten profitiert hatte, kam es gestern zunächst zu einer leichten Konsolidierung. US Oil notiert aktuell bei rund 79,30 US-Dollar, was einem Tagesplus von rund 0,53 % entspricht.
An der grundsätzlichen Einschätzung hat sich jedoch nichts verändert.
Solange die geopolitische Lage zwischen den USA und Iran angespannt bleibt und insbesondere die Situation rund um die Straße von Hormus ungelöst ist, bleibt das Aufwärtspotenzial bestehen.
Sollte sich die Eskalation weiter verschärfen oder der Schiffsverkehr nachhaltig beeinträchtigt werden, bleiben für mich die nächsten Zielzonen bei 84 US-Dollar, anschließend 86 US-Dollar sowie 88 US-Dollar.
Kommt es dagegen zu einer diplomatischen Entspannung und fällt der Ölpreis wieder nachhaltig unter die Zone um 79 US-Dollar, rücken zunächst die 77 US-Dollar und anschließend sogar wieder der Bereich um 72 US-Dollar in den Fokus.
Damit bleibt der Ölmarkt momentan der wahrscheinlich wichtigste Inflationsfaktor der kommenden Wochen.
Staatsanleihen
Die US-Staatsanleihen konnten auch gestern erneut zulegen.
Damit gingen die Renditen bereits den zweiten Handelstag in Folge zurück.
Die Kursentwicklung der wichtigsten Laufzeiten:
• 2-jährige Staatsanleihen: +1,40 %
• 5-jährige Staatsanleihen: +1,24 %
• 10-jährige Staatsanleihen: +0,85 %
• 30-jährige Staatsanleihen: +0,36 %
Diese Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass der Markt sowohl die CPI- als auch die gestrigen PPI-Daten insgesamt positiv aufgenommen hat.
Gleichzeitig fallen die Bewegungen deutlich kleiner aus als nach früheren Inflationsüberraschungen.
Der Grund liegt auf der Hand:
Die Marktteilnehmer wissen aktuell noch nicht, ob sich dieser disinflationäre Trend tatsächlich fortsetzen wird oder ob die gestiegenen Energiepreise infolge der Nahost-Eskalation bereits in den kommenden Monaten wieder für höhere Verbraucherpreise sorgen werden.
Deshalb bleibt der Bondmarkt derzeit zwar konstruktiv, reagiert jedoch deutlich vorsichtiger als noch vor einigen Monaten.
US-Dollar Index (DXY)
Der Dollar verlor gestern erneut deutlich an Stärke.
Mit einem Tagesverlust von rund 0,44 % fiel der DXY erneut unter die wichtige Unterstützungszone bei 100,50 Punkten.
Damit bleibt das technische Bild zunächst angeschlagen.
Solange der Dollar unter 100,50 bis 100,60 Punkten notiert, sehe ich als nächste Zielbereiche zunächst die psychologisch wichtige Marke von 100 Punkten, anschließend den Bereich um 99,50 Punkte.
Erst wenn sich der Dollar wieder nachhaltig oberhalb von 101 Punkten etablieren kann, würden für mich wieder die Bereiche um 101,50 beziehungsweise 102 Punkte in den Fokus rücken.
Ein stärkerer Dollar würde vor allem dann wahrscheinlich werden, wenn sich die geopolitische Lage deutlich verschärft oder sich erneut Zinserhöhungsfantasien aufgrund steigender Inflation entwickeln.
Aktuell sprechen jedoch sowohl CPI als auch PPI zunächst gegen dieses Szenario.
VIX
Der Volatilitätsindex verlor gestern erneut deutlich an Dynamik.
Mit einem Rückgang von rund 5,15 % notiert der VIX aktuell bei 15,66 Punkten.
Damit signalisiert der Markt trotz der geopolitischen Unsicherheiten weiterhin vergleichsweise geringe Angst.
Gerade das macht die aktuelle Situation allerdings interessant.
Während Öl, Nahost und Hormus täglich neue Schlagzeilen produzieren, reagieren die Aktienmärkte mittlerweile immer weniger auf einzelne Meldungen.
Sollte sich die Situation jedoch unerwartet verschärfen, könnte der VIX sehr schnell wieder deutlich ansteigen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia präsentierte sich gestern erneut stabil und schloss bei rund 212,50 US-Dollar.
Charttechnisch bleibt für mich unverändert die Zone um 213 US-Dollar entscheidend.
Gelingt hier der nachhaltige Ausbruch, rücken zunächst 217 US-Dollar und anschließend erneut der Bereich um 230 US-Dollar in den Fokus.
Fundamental bleibt Nvidia hervorragend positioniert.
Die zahlreichen Partnerschaften der vergangenen Tage sowie der weiterhin starke Ausbau der AI-Infrastruktur bestätigen die langfristige Wachstumsstory.
Kurzfristig dürfte heute jedoch insbesondere TSMC entscheidend werden.
Als wichtigster Chip-Auftragsfertiger der Welt könnten starke oder schwache Zahlen den gesamten Halbleitersektor und damit auch Nvidia maßgeblich beeinflussen.
Bitcoin
Bitcoin reagierte gestern nahezu punktgenau an den von uns identifizierten Widerstandsbereichen.
Der Bereich um die Monatstiefs aus März und April bei rund 65.000 bis 65.700 US-Dollar konnte erneut nicht nachhaltig überwunden werden.
Bereits heute wurde zudem das gestrige Tagestief unterschritten.
Für mich bleibt das übergeordnete Bild zunächst weiterhin eher bärisch.
Sollte Bitcoin erneut unter den aktuellen Widerstandsbereichen bleiben, rückt als nächstes Ziel wieder die Zone um 62.000 US-Dollar in den Fokus.
Erst ein nachhaltiger Ausbruch über das gestrige Tageshoch würde die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Anstiegs in Richtung 67.000 US-Dollar deutlich erhöhen.
S&P 500
Der S&P 500 konnte gestern erneut leicht zulegen und schloss mit einem Tagesplus von rund 0,31 % erneut unmittelbar unter seinem Allzeithoch.
Bereits heute wurde das Wochenhoch aus Kalenderwoche 29 bei rund 7.631 Punkten getestet.
Damit bleibt die Long-Seite zunächst weiterhin leicht im Vorteil.
Sollten die heutigen Retail Sales ebenfalls konstruktiv ausfallen und gleichzeitig keine weitere Eskalation im Nahen Osten erfolgen, wären neue Allzeithochs durchaus realistisch.
Fällt der Ausbruch dagegen erneut aus, dürfte die Zone um 7.590 Punkte zunächst als erster kurzfristiger Support dienen.
Nasdaq 100
Etwas schwächer präsentiert sich weiterhin der Nasdaq.
Obwohl der Index gestern oberhalb der wichtigen Marke von 29.500 Punkten schließen konnte, bleibt das technische Bild kurzfristig deutlich unentschlossener als im S&P 500.
Aktuell bildet sich zunehmend ein symmetrisches Dreieck aus.
Die Hochpunkte fallen leicht tiefer, während gleichzeitig höhere Tiefs entstehen.
Damit dürfte sich der Nasdaq auf eine größere Richtungsentscheidung vorbereiten.
Ein Ausbruch über 29.870 Punkte würde zunächst den Weg in Richtung 30.000 Punkte freimachen.
Sollte dagegen die Unterstützung bei 29.180 Punkten verloren gehen, wären Rücksetzer in Richtung 29.000 beziehungsweise 28.700 Punkte durchaus denkbar.
Heute dürfte insbesondere die Entwicklung von TSMC entscheidend für die kurzfristige Richtung werden.
Dow Jones (US30)
Der Dow Jones präsentierte sich gestern erneut freundlich und gewann rund 0,22 % hinzu.
Damit bleibt der Bereich um 52.500 Punkte weiterhin die wichtigste Unterstützung.
Solange diese Zone verteidigt werden kann, bleibt für mich ein weiterer Anstieg in Richtung 53.000 beziehungsweise 53.200 Punkte das wahrscheinlichere Szenario.
Erst unterhalb von 52.300 Punkten würde sich das kurzfristige Bild wieder eintrüben.
DAX charttechnischer Ausblick
Im DAX hat sich gegenüber gestern praktisch nichts verändert.
Seit inzwischen fast einer Woche pendelt der Index nahezu unverändert um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten.
Genau diese Seitwärtsphase zeigt sehr schön, dass dieser Bereich aktuell von Käufern und Verkäufern gleichermaßen als fair bewertet wird.
Solche Ranging-Phasen gehören im DAX vollkommen zum normalen Marktverhalten und treten regelmäßig auch über mehrere Handelstage hinweg auf.
Gerade deshalb halte ich Geduld aktuell für den wichtigsten Erfolgsfaktor.
Meine Handelsidee bleibt unverändert:
• Unterhalb von 24.770 Punkten würde sich weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 24.500 Punkte eröffnen.
• Oberhalb von 25.220 Punkten sehe ich dagegen Chancen auf einen erneuten Anstieg in Richtung 25.500 Punkte.
Ich persönlich würde aktuell insbesondere auf bestätigte Schlusskurse auf der H4- beziehungsweise Tagesbasis warten.
Gerade in solchen Seitwärtsphasen entstehen häufig Fehlausbrüche und unnötige Verlusttrades.
Lieber einige Tage keine Position eingehen als sich durch Ungeduld die eigene Statistik zu verschlechtern.
Die nächsten größeren Impulse dürften nun von den heutigen US-Einzelhandelsumsätzen, den TSMC-Zahlen sowie der weiteren geopolitischen Entwicklung im Nahen Osten ausgehen.
Fazit
Die Märkte befinden sich aktuell in einer äußerst spannenden Phase.
Auf der einen Seite sprechen sowohl CPI als auch PPI inzwischen klar für einen nachlassenden Inflationsdruck und reduzieren den Zinserhöhungsdruck der Federal Reserve deutlich.
Auf der anderen Seite mahnen nahezu sämtliche Fed-Mitglieder weiterhin zur Vorsicht und betonen, dass ein einzelner Inflationsbericht keinesfalls ausreicht, um bereits von einem nachhaltigen Trend zu sprechen.
Parallel dazu bleibt die geopolitische Lage rund um Iran, Israel und die Straße von Hormus das größte Risiko für die kommenden Wochen. Die ersten Auswirkungen auf den Schiffsverkehr sind inzwischen sichtbar, ein echter Angebotsschock am Ölmarkt ist bislang jedoch ausgeblieben.
Für die Aktienmärkte dürfte heute insbesondere die Kombination aus Retail Sales, TSMC-Earnings sowie der weiteren Nachrichtenlage aus dem Nahen Osten entscheidend werden.
Im DAX selbst bleibt die Ausgangslage unverändert. Solange die aktuelle Range nicht verlassen wird, spricht vieles weiterhin für Geduld und das Warten auf einen klaren Ausbruch.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch wie immer stabile Trades und einen erfolgreichen Handelstag!
GBPUSD: Die aktuelle Rally muss jetzt ihre Stärke beweisenGBPUSD erreicht nun einen Punkt, an dem die laufende Aufwärtsbewegung ihre Stärke unter Beweis stellen muss. Nach einer kräftigen Erholung aus den tieferen Kursbereichen ist der Preis in eine markante Widerstandszone vorgestoßen, die im Chart deutlich zu erkennen ist. Genau hier werde ich vorsichtiger, denn schnelle Anstiege verlieren häufig an Dynamik, sobald sie auf einen Bereich treffen, in dem zuvor starker Verkaufsdruck herrschte.
Allein das Erreichen des Widerstands ist für mich noch kein Verkaufssignal. Entscheidend ist vielmehr, wie der Markt darauf reagiert. Sollte der Kurs nur leicht weiter steigen und anschließend deutliche Ablehnung zeigen, die Kerzen kleiner werden oder es den Käufern nicht gelingen, sich oberhalb dieser Zone zu etablieren, wäre das ein Hinweis darauf, dass die Kaufkraft nachlässt. In diesem Fall könnte die aktuelle Rally lediglich in eine kurzfristige Distributionsphase übergehen, bevor die Verkäufer wieder die Kontrolle übernehmen.
Tritt dieses Szenario ein, werde ich eine Korrektur in Richtung 1,33850 beobachten. Dieses Ziel gewinnt deutlich an Wahrscheinlichkeit, wenn der Kurs die Widerstandszone mit erkennbar zunehmendem Verkaufsdruck verlässt. Gelingt hingegen ein klarer Ausbruch mit anschließendem Halten oberhalb des Widerstands, wäre das bärische Szenario für mich nicht mehr gültig.
Diese Analyse spiegelt lediglich meine persönliche Interpretation der aktuellen Marktstruktur wider und stellt keine Anlageberatung dar. Ich bevorzuge es, auf eine Bestätigung des Marktes zu warten, anstatt voreilig zu handeln, und stelle ein konsequentes Risikomanagement stets an erste Stelle.
BTC Tages-Setup 15.07.2026BTC handelt bei 64.776 nach einer scharfen 1H/15M-Rally aus dem 62.000er-Bereich zurueck an das lokale Hoch 65.100-65.200. Der 4H zeigt seit Anfang Juli eine breite Range 62.000-65.000, der aktuelle Push testet die Oberkante mit nachlassendem MACD-Momentum. 1H MACD dreht ab (Histogramm rot, -29.79), 15M laeuft seitwaerts, 5M oszilliert eng zwischen 64.500 und 65.000. Die Oberkante 65.100 wirkt als Deckel-/Magnetzone mit erhoehter Fakeout-Gefahr, waehrend 62.400 die naechste relevante Auffangzone unten markiert. Weekly-Kontext bleibt baerisch, daher ist der Impuls als Gegenrally in einem uebergeordneten Downtrend zu werten - erhoehte Vorsicht bei Longs an der Range-Oberkante.
Szenario 1 - Primaer
Ausbruch ueber 65.200 zum Sweep
52%
Wahrsch.
Bei Halten ueber 64.500 und 5M-Retest der 800-EMA-Zone erneuter Anlauf an die Range-Oberkante. Sauberer Break und Retest von 65.200 oeffnet den Weg zum Liquiditaets-Sweep. Weekly-baerisch, daher Ziele eng managen.
① Entry
64.550-64.700 bei 5M-Retest, alternativ Break-Retest ueber 65.220
② Trigger
1H-Schlusskurs ueber 65.220 mit Volumen
Stop
unter 64.350 (5M-Struktur)
Ziele
T1 · 65.200 ✦
T2 · 65.600
T3 · 66.200
Invalidierung: Verlust von 64.350 auf 1H-Schluss aktiviert Szenario 2 (Short Richtung 62.400).
Szenario 2 - Alternativ
Rejection an 65k - Rueckfall in Range
48%
Wahrsch.
Fakeout an der Oberkante oder direkter Abpraller unter 64.400 bestaetigt den Weekly-Baermarkt. Rueckgabe der Impuls-Gains Richtung 63.400 und 62.400 Long-Liquiditaet. Dieses Szenario profitiert vom abflachenden 1H-MACD.
① Entry
64.350-64.450 bei Break-Retest von unten, alternativ Rejection-Wick an 65.100
② Trigger
1H-Schlusskurs unter 64.350
Stop
ueber 65.250 (ueber Range-Hoch)
Ziele
T1 · 63.400
T2 · 62.800
T3 · 62.400
Invalidierung: 1H-Schluss ueber 65.250 aktiviert Szenario 1 (Long-Sweep der Oberkante).
Wahrscheinlichkeiten sind subjektive technische Einschätzungen — keine Garantie. Trigger > Meinung: erst auf Bestätigung handeln. Keine Anlageberatung; eigenes Risikomanagement anwenden.
Ethereum, Langfristiger Ausblick und mögliche Kursentwicklung !Hallo liebe TradingView-Community 👋
Werfen wir heute gemeinsam einen Blick auf Ethereum im Weekly Chart und darauf, wie sich der Kurs in den kommenden Monaten weiterentwickeln könnte.
Die gestrigen Makrodaten fielen schlechter aus als vom Markt erwartet. Interessanterweise wurde dies von den Marktteilnehmern zunächst positiv aufgenommen, da schwächere Wirtschaftsdaten die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Zinserhöhung verringern können.
Der nächste Zinsentscheid steht bereits am 29. dieses Monats an, weshalb makroökonomische Entwicklungen derzeit einen erheblichen Einfluss auf die Kursentwicklung der Finanzmärkte haben.
Infolgedessen konnte der gesamte Markt gestern eine starke Aufwärtsbewegung verzeichnen, von der auch Ethereum deutlich profitierte.
Die entscheidende Frage lautet jedoch wie so oft: Ist diese Bewegung nachhaltig ?
Ein Blick auf die On Chain Daten mahnt zumindest zur Vorsicht. Allein gestern flossen über 1,2 Milliarden US Dollar auf den Derivatemarkt von Binance. Solche Kapitalzuflüsse deuten häufig darauf hin, dass ein großer Teil der Aufwärtsbewegung durch gehebelte Positionen getragen wird. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Bewegung unmittelbar endet, allerdings steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit höherer Volatilität und möglicher Liquiditätsbewegungen. Gerade bei stark gehebelten Märkten sollte das Risiko daher niemals unterschätzt werden.
Kommen wir nun zum Chart. 😉
Ethereum besitzt aktuell die Möglichkeit, den wichtigen Widerstandsbereich bei 1.966 US-Dollar anzulaufen, der im Chart durch die gelbe Linie markiert ist. Ich gehe allerdings momentan nicht davon aus, dass der Kurs diesen Bereich im ersten Anlauf nachhaltig überwinden wird.
Der Grund dafür ist relativ einfach:
Über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten fungierte dieses Preisniveau als wichtige Unterstützung. Nachdem Ethereum diesen Bereich verloren hat, dürfte er nun als signifikanter Widerstand wirken. Ein bekanntes Prinzip der Charttechnik lautet schließlich:
Ehemalige Unterstützungen werden häufig zu neuen Widerständen.
Der im Chart markierte gelbe Punkt, auf den auch der gelbe Pfeil zeigt, ist deshalb von besonderer Bedeutung. Als Trader sollte man niemals ausschließlich ein einziges Szenario betrachten, sondern immer mehrere Möglichkeiten im Blick behalten.
Sollte es Ethereum gelingen, den Widerstand bei 1.966 US-Dollar nachhaltig nach oben zu durchbrechen und diesen Bereich erfolgreich zurückzuerobern, eröffnet sich aus charttechnischer Sicht weiteres Aufwärtspotenzial bis zum nächsten größeren Widerstand bei rund 2.369 US-Dollar, welcher durch die orangene Linie markiert wird. Dieses bullische Szenario habe ich im Chart mit dem grün gestrichelten Pfeil dargestellt.
Das bearische Szenario bleibt jedoch weiterhin bestehen.
Sollte Ethereum am Widerstand bei 1.966 US-Dollar abgewiesen werden, wovon ich zum aktuellen Zeitpunkt eher ausgehe, dürfte der Markt seine übergeordnete Korrektur zunächst fortsetzen. Ein solcher Rückgang erfolgt in den seltensten Fällen geradlinig, sondern entwickelt sich häufig über mehrere Wochen oder sogar Monate hinweg.
In diesem Fall gehe ich davon aus, dass der Bereich um die blaue Unterstützung bei 1.554 US Dollar langfristig keinen ausreichenden Halt bieten könnte und Ethereum anschließend den nächsten größeren Unterstützungsbereich bei rund 1.071 US-Dollar anlaufen würde, welcher im Chart durch die grüne Linie markiert ist.
Auch der RSI liefert derzeit interessante Hinweise. Sollte sich das bearische Szenario entfalten, könnte sich im weiteren Verlauf, wie bereits im Chart dargestellt, eine bullische Divergenz ausbilden. Solche Divergenzen treten häufig gegen Ende größerer Korrekturbewegungen auf und können frühe Hinweise auf eine nachlassende Verkaufsdynamik liefern.
Aus heutiger Sicht erwarte ich deshalb eher, dass Ethereum seinen langfristigen Boden zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 ausbilden könnte. Natürlich handelt es sich hierbei lediglich um ein mögliches Szenario auf Basis der aktuellen Chartstruktur und der vorliegenden Marktdaten. Der Markt bleibt dynamisch und neue Entwicklungen können jederzeit zu einer Neubewertung führen.
Mein Fazit:
Kurzfristig profitiert Ethereum von der positiven Marktreaktion auf die jüngsten Makrodaten. Dennoch sollte man die Bewegung mit Vorsicht betrachten, da die hohen Zuflüsse in den Derivatemarkt auf eine starke Beteiligung gehebelter Positionen schließen lassen.
Charttechnisch bleibt der Bereich um 1.966 US-Dollar die derzeit wichtigste Entscheidungszone. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte weiteres Aufwärtspotenzial bis 2.369 US Dollar eröffnen. Scheitert Ethereum jedoch an diesem Widerstand, dürfte die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung der übergeordneten Korrektur deutlich zunehmen.
Wenn euch diese Analyse gefallen hat, würde mich eure Meinung und Einschätzung zu Ethereum ebenfalls sehr interessieren.
„Disziplin schlägt Emotionen. Gemeinsam Kapital schützen und langfristig profitabel bleiben.“
Wer viel Geld hat, kann spekulieren.
Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.
Wer kein Geld hat, muss spekulieren.
Mit freundlichen Grüßen
ANDO & LetzCrypto ❤️🔥
Kernargumente für ein bärisches SzenarioKernargumente für ein bärisches Szenario
(Begrenzung von Kursgewinnen und Auslösung von Rücksetzern)
🔆1. Die Fed hat keinen Kurswechsel hin zu einer lockeren Geldpolitik vollzogen; sie hat lediglich eine Pause bei den Zinserhöhungen eingelegt.
Fed-Chef Warsh hat ausdrücklich erklärt, dass der Kampf gegen die Inflation nicht allein aufgrund der Verbraucherpreisdaten (CPI) eines einzigen Monats für beendet erklärt wird. Er verfolgt weiterhin eine Null-Toleranz-Politik gegenüber hoher Inflation und hält sich die Option für weitere Zinserhöhungen im weiteren Jahresverlauf offen. Dies zerstreut die Marktfantasien einer umfassenden geldpolitischen Lockerung, macht die Bullen vorsichtig, blind neuen Höchstständen hinterherzujagen, und sorgt für anhaltenden Verkaufsdruck aus den darüber liegenden Kursbereichen.
🚀2. Starker Widerstand durch „gefangene“ Positionen; Ausbrüche ohne Handelsvolumen führen unweigerlich zu Rückschlägen.
Der Bereich zwischen 65.300 und 65.600 US-Dollar markiert das Intraday-Hoch der aktuellen Erholungsbewegung und fällt mit jener Zone hohen Handelsvolumens zusammen, in der der vorangegangene Abwärtstrend begann; dort wartet ein großes Volumen an „gefangenen“ Positionen (die bei höheren Kursen eingegangen wurden) auf eine Ausstiegsmöglichkeit. In höheren Kursregionen – zwischen 66.000 und 66.900 US-Dollar – liegt ein noch größeres Volumen an Positionen, deren Inhaber auf eine Gelegenheit warten, ihre Verluste zu begrenzen. Ohne anhaltende, massive ETF-Zuflüsse ist ein Durchbruch durch diese Widerstandszone in einem einzigen Schritt höchst unwahrscheinlich.
🏴3. ETF-Kapitalflüsse sind volatil; ein einzelner Tag mit Zuflüssen signalisiert noch kein nachhaltiges Kaufinteresse.
Es gab bereits Fälle, in denen auf einen Tag mit ETF-Zuflüssen am nächsten Tag massive Abflüsse (Rücknahmen) folgten. Die Aktivitäten institutioneller Anleger beschränkten sich weitgehend darauf, die Verlustrealisierung zu stoppen, anstatt aktiv und in großem Stil Bestände aufzubauen. Der Erholungsbewegung fehlt die Dynamik nachhaltigen, langfristigen Kapitals, wodurch sie anfällig für Kapitalabflüsse und daraus resultierende Rücksetzer auf hohem Niveau ist.
Argumente für eine umfassende Dominanz der Bären Argumente für eine umfassende Dominanz der Bären (Begrenzung des Erholungspotenzials; Bevorzugung von Short-Positionen bei Höchstständen)
🌎1. Keine grundlegende Änderung der geldpolitischen Ausrichtung der Fed; „Higher for Longer“ bleibt das Basisszenario.
Während seiner Anhörung zur Bestätigung im Amt lehnte Warsh die Idee ausdrücklich ab, den Zyklus zur Inflationsbekämpfung auf der Grundlage von Inflationsdaten eines einzigen Monats zu beenden; zudem hob die Hälfte der FOMC-Mitglieder im „Dot Plot“ vom Juni ihre Zinsprognosen für Ende 2026 an. Somit bleibt „Higher for Longer“ der geldpolitische Basiskurs der Federal Reserve. Als unverzinslicher Vermögenswert fehlt Gold die makroökonomische Grundlage für einen nachhaltigen Bullenmarkt in einem Umfeld, in dem die Realrenditen US-amerikanischer Staatsanleihen langfristig relativ hoch bleiben. Folglich sind aktuelle Kursanstiege lediglich als vorübergehende Erholungen innerhalb eines Abwärtstrends zu werten; die Voraussetzungen für eine Umkehr des vorherrschenden mittelfristigen Abwärtstrends (Bear-Trend) sind nicht gegeben.
🔷2. Anhaltender Verkaufsdruck aus drei Quellen bremst jede Erholung konsequent ab.
① Programmierte Verkäufe im Zusammenhang mit der Hebelwirkung von Yen-Carry-Trades: Da sich die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan nicht wesentlich verringert hat und die Bank of Japan die Zinsen bei 1 % belässt, verkaufen algorithmische Handelssysteme von Hedgefonds automatisch Gold – um Dollar zur Rückzahlung von auf Yen lautenden Verbindlichkeiten zu repatriieren –, sobald der Preis steigt; dies begrenzt das Ausmaß von Kursanstiegen kontinuierlich.
② Verkaufsdruck durch „unter Wasser“ liegende Positionen (Verlustpositionen), die bei historischen Höchstständen eingegangen wurden: Ein großes Volumen an Long-Positionen (sowohl Spot- als auch Futures-Kontrakte) aus dem Bereich von 4.400 bis 4.500 US-Dollar ist weiterhin „gefangen“; sobald die Preise die Zone von 4.100 bis 4.202 US-Dollar berühren, lösen diese Positionen massenhafte Liquidationen (Stop-Loss-Verkäufe) aus, was zu konzentriertem Verkaufsdruck führt.
③ Bärische Haltung bei langfristigem institutionellem Kapital: Der SPDR-Fonds verzeichnete nur geringfügige, eintägige Bestandszunahmen, ohne nachhaltige, umfangreiche Nettozuflüsse zu generieren; große nordamerikanische Vermögensverwalter reduzieren weiterhin ihr Engagement im Edelmetallsektor. Dies bedeutet, dass Kursanstiege ohne Volumenunterstützung nach anfänglichen Spitzenwerten sehr anfällig für starke Rückschläge sind.
🌐3. Die geopolitische Risikoprämie bei Rohöl birgt latente Risiken für die künftige Inflation. Angesichts der ausbleibenden wesentlichen Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie der anhaltenden Risiken für die Schifffahrt in der Straße von Hormus bewegen sich die Ölpreise auf hohem Niveau. Die Märkte sind weiterhin besorgt, dass ein erneuter Anstieg der Energiepreise die Inflation wieder anheizen könnte; da die US-Notenbank Zinserhöhungen nicht dauerhaft ausgeschlossen hat, scheuen sich auf steigende Kurse setzende Anleger davor, die Preise aggressiv nach oben zu treiben. Folglich ist die Aufwärtsdynamik von Natur aus begrenzt, was dazu führt, dass die Preise zwar zu Anstiegen neigen, sich aber gegen einen Rückgang sträuben.
Bitcoin, die wichtigsten Kursmarken bis Ende Q3 !Hallo liebe TradingView Community 👋
Werfen wir heute gemeinsam einen Blick auf den Bitcoin Weekly Chart, denn aktuell befinden wir uns an einem äußerst interessanten Punkt. Im Chart habe ich mehrere wichtige Bereiche markiert, die für die weitere Kursentwicklung von großer Bedeutung sein könnten.
Beginnen wir mit der bullischen Divergenz, die sich derzeit langsam auszubilden scheint.
Betrachtet man die beiden letzten markanten Tiefpunkte des Kurses, lag das erste Tief bei rund 65.776 US Dollar und das letzte bei etwa 57.000 US Dollar. Diese beiden Bereiche habe ich im Chart mit den weißen Punkten markiert. Der Kurs hat somit ein tieferes Tief ausgebildet, was isoliert betrachtet zunächst eher bearisch zu werten wäre.
Zieht man allerdings den RSI hinzu, ergibt sich ein anderes Bild. Als Bitcoin das erste Tief ausbildete, fiel der RSI bis auf rund 26 Punkte zurück. Beim letzten Tief lag der RSI hingegen bereits bei etwa 31 Punkten, obwohl der Kurs noch einmal tiefer notierte. Auch diese Bereiche sind im RSI mit weißen Punkten markiert.
Genau hier entsteht eine sogenannte bullische Divergenz. Während der Kurs tiefere Tiefs bildet, schafft es der RSI bereits höhere Tiefs auszubilden. Dies ist häufig ein erstes Zeichen dafür, dass der Verkaufsdruck langsam nachlässt und die Käufer allmählich wieder an Stärke gewinnen.
Damit sich dieses bullische Szenario allerdings vollständig entfalten kann, müssen zwei wichtige Voraussetzungen erfüllt werden. Zum einen sollte der RSI die 50 Punkte Marke nachhaltig zurückerobern, zum anderen muss Bitcoin den wichtigen Widerstand an der gelben Linie bei 65.776 US Dollar überwinden.
Genau dieser Bereich dürfte allerdings alles andere als einfach zu überwinden sein.
Die Marke von 65.776 US Dollar fungierte zuvor über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten als starke Unterstützung. Wie so häufig an den Finanzmärkten werden ehemalige Unterstützungen nach einem Bruch später zu Widerständen. Zusätzlich befinden sich in diesem Bereich sowohl die 200 Wochen EMA als auch die 13 Wochen EMA , die weiteren
Verkaufsdruck ausüben könnten. Diese Konstellation habe ich im Chart mit dem roten Punkt markiert.
Gehen wir nun davon aus, dass Bitcoin dieses wichtige Widerstandscluster dennoch nachhaltig überwinden kann.
In diesem Fall dürfte neues Momentum in den Markt kommen und der Kurs hätte die Möglichkeit, die gesamte Short Bewegung seit dem 18. Mai zurückzuerobern. Das nächste größere Kursziel läge dann im Bereich der 50 und 100 Wochen EMA, die sich aktuell nahezu auf demselben Kursniveau befinden. Gleichzeitig würde Bitcoin damit den nächsten wichtigen Widerstand bei rund 80.734 US Dollar anlaufen, welcher im Chart durch die rote Linie markiert ist. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspräche dies einem Anstieg von mehr als 20 %.
Ob der Markt derzeit allerdings bereits über die notwendige Liquidität für eine derart starke Bewegung verfügt, sehe ich persönlich eher kritisch. Die milliardenschweren Abflüsse der vergangenen Wochen, insbesondere aus den US Spot ETFs von BlackRock zeigen, dass dem Markt momentan noch Kapital entzogen wird. Deshalb halte ich es für durchaus wahrscheinlich, dass Bitcoin zunächst eine längere Konsolidierungsphase benötigt, bevor eine größere Aufwärtsbewegung nachhaltig fortgesetzt werden kann.
Kommen wir nun zum nächsten Szenario.
Sollte Bitcoin tatsächlich den Bereich um 80.000 US Dollar sowie die 50er und 100er Wochen EMA erreichen, würde ich dort zunächst einen stärkeren Abverkauf erwarten. In diesem Fall könnte der Kurs bis zurück zur gelben Linie bei 65.776 US Dollar fallen, die dann idealerweise von einem Widerstand zu einer neuen Unterstützung werden würde. Dieses Szenario habe ich im Chart mit dem grünen Punkt markiert.
Besonders interessant ist dabei die übergeordnete Chartstruktur. Betrachtet man den gesamten Verlauf, könnte sich hier eine große inverse Schulter Kopf Schulter Formation ( Inverse Head and Shoulders) ausbilden. Der grüne Punkt würde dabei die zweite Schulter dieses bullischen Chartmusters darstellen. Sollte sich diese Formation tatsächlich vollständig ausbilden, würde dies langfristig für eine deutlich positivere Entwicklung sprechen.
Natürlich müssen wir uns auch mit dem bearischen Szenario beschäftigen.
Trotz der sich ausbildenden bullischen Divergenz gehe ich derzeit weiterhin davon aus, dass die laufende Korrektur noch nicht vollständig abgeschlossen sein könnte. Aus meiner persönlichen Sicht bleibt deshalb auch ein weiterer Rückgang weiterhin möglich.
Ich halte es nach wie vor für denkbar, dass Bitcoin im Verlauf der kommenden Monate noch einmal den Bereich um 40.000 US Dollar anläuft. Dieser Bereich ist im Chart durch den blauen Punkt markiert und wäre aus meiner Sicht der erste Bereich, an dem sich ein nachhaltiger langfristiger Boden ausbilden könnte. Zeitlich würde ich ein solches Szenario eher gegen Ende des dritten Quartals dieses Jahres erwarten.
Mein Fazit:
Der Bitcoin Weekly Chart liefert derzeit sowohl bullische als auch bearische Signale. Die sich ausbildende bullische Divergenz ist zweifellos ein positives Zeichen, allerdings muss der Markt nun zeigen, dass er auch die notwendige Stärke besitzt, die wichtigen Widerstände nachhaltig zurückzuerobern.
Kurzfristig bleibt insbesondere der Bereich um 65.776 US Dollar die wichtigste Entscheidungszone. Langfristig bleibt für mich jedoch weiterhin das Szenario einer noch nicht vollständig abgeschlossenen Korrektur im Spiel.
Wie immer gilt:
Der Markt schuldet uns kein bestimmtes Szenario. Deshalb ist es wichtig, flexibel zu bleiben und sich nicht in eine einzige Marktmeinung zu verlieben.
„ Disziplin schlägt Emotionen. Gemeinsam Kapital schützen und langfristig profitabel bleiben.“
Wer viel Geld hat, kann spekulieren.
Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.
Wer kein Geld hat, muss spekulieren.
Mit freundlichen Grüßen
ANDO & LetzCrypto ❤️🔥
BTC Tages SetUp 16.07.2026BTC handelt bei 64.610 in einer Range unterhalb des Swing-Highs 65.900 vom 15.07. Nach dem impulsiven Rally von 62.000 auf 65.900 laeuft eine Konsolidierung/Pullback, der 1H-MACD ist bearish gedreht (Histogramm negativ, Linien unter Null). Auf 4H bleibt die Struktur intakt und der 4H-MACD noch positiv - der uebergeordnete Weekly-Baermarkt mahnt jedoch zur Vorsicht bei jedem Ausbruch nach oben. 15M und 5M zeigen eine enge Balance um 64.600-64.700 mit leicht positivem 5M-Momentum. Entscheidend sind die Extreme: 65.600
Szenario 1 - Primär
Breakdown Richtung 62.000-Magnet
56%
Wahrsch.
Im Weekly-Baerkontext bricht der Pullback durch 64.400. Bestaetigter Verlust der 1H-EMAs oeffnet die duenne Zone bis 63.600, dann 62.000-Magnet.
① Entry
64.300-64.400 nach Retest von unten
② Trigger
1H-Schluss unter 64.180
Stop
ueber 64.850 (zurueck in die Range)
Ziele
T1 · 63.600
T2 · 62.800
T3 · 62.000 ✦
Invalidierung: 15M/1H-Reclaim ueber 64.850 negiert Short und schaltet zurueck auf Szenario 1 (Long Richtung 65.600).
Szenario 2 - Altrnativ
Range-Long Richtung 65.600-Magnet
44%
Wahrsch.
Solange 64.400 haelt und 15M/5M nach oben drehen, ist ein erneuter Test des Deckels 65.600-65.900 wahrscheinlich. 4H-Struktur stuetzt.
① Entry
64.500-64.650 nach Reclaim, oder Pullback an 64.400
② Trigger
15M-Schlusskerze ueber 64.800 mit steigendem Volumen
Stop
unter 64.180 (unter 1H-EMA-Cluster / 15M-Rangtief)
Ziele
T1 · 65.200
T2 · 65.600 ✦
T3 · 65.900
Invalidierung: 1H-Schluss unter 64.180 negiert Long und aktiviert Szenario 2 (Short Richtung 63.600/62.000).
Wahrscheinlichkeiten sind subjektive technische Einschätzungen — keine Garantie. Trigger > Meinung: erst auf Bestätigung handeln. Keine Anlageberatung; eigenes Risikomanagement anwenden.






















