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Das richtige Timeframe und relevante Clusterzonen finden #MTC

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Hallo zusammen!

Du wirst bestimmt schon einmal mal über die Begriffe Multitimeframe Pattern und Clusteranalysen gestoßen sein. Was dies jedoch genau alles beinhalten kann und wie es mit spezifischem Wissen möglich ist, Trends in definierten Fraktalen zu unterteilen, versuche ich in diesem Beitrag zu veranschaulichen. Grundlegen möchte ich aufzeigen, wie ein Chartbild über die verschiedenen Zeitintervalle (Timeframes) zusammen hängt, damit rein technisch überhaupt eine Darstellung möglich ist. Was ich hier erklären möchten, ist die Verzahnung der Timeframes funktioniert und wie daraus logische Clusterzonen entstehen können.
Um diese zu erstellen sind in der Regel mannigfaltige Charttools notwendig.

Ein weiterer Punkt, welchen ich definieren möchten, ist die Aussage „Keep it Clean in Charts“. Wie du vielleicht vermuten kannst, ist der erste Teil, durch die Timeframe Logik, mit mannigfaltigen Linien, Fibonacci und weiteren Zeichentools verbunden. Tradingview bietet hierfür ein ausgeklügeltes Konzept, welches bei richtiger Anwendung den Chart intelligent über die verschieden Timeframe Ansichten automatisch „sauber“ hält. Dies ist wichtig, um sich entsprechende der Situation auf die relevante Stelle im Chart fokussieren zu können. Mehr dazu im unteren Teil des Beitrages, nach dem Beispiel mit harmonischen Mustern. Ich habe zwischendrin also immer ein paar nützliche Informationen & Tipps, um deine Analysen auf der Tradingview Plattform zu organisieren und deine Charts & Tools zu verwalten. Ich möchte dir hilfreiche, praxisnahe Tipps an die Hand geben, welche dir das regelmäßige Arbeiten am Chart um einiges erleichtern kann und im Alltag eine große Hilfe ist. Also bleib bis zum Ende dabei! 💪


Vorab ein kleines Verständnis Beispiel, welches leider selten in Fachbüchern einem Thema gewidmet wird. Mäkelndes Verständnis zu den folgenden technischen Fakten, führt häufig zu Fehlinterpretationen, schlechten Einstiegen und teilweise zu bösen Überraschungen. Betrachten wir z. B. von einer 4h Kerze eine 1h Kerze, ist diese 1h Kerze im Kerzenschluss, das Resultat der vierten 15 Minuten Kerze. Das Resultat jeder dieser vier 15 Minutenkerzen ist wiederum das Ergebnis aus der Kursbewegung von jeweils drei Candels in der 5 Minuten Ansicht usw.
Der Schlusskurs der Stundenkerze ist die vierte 15 Minutenkerze, sowie die letzte 60 Minutenkerze, bzw. die letzte der 240 fünfzehn Sekundenkerzen. Das heißt, alle diese Kerzen schließen zur gleichen Zeit zum gleichen Kurs. Wäre dies nicht der Fall, würde die Chartdarstellung sprichwörtlich auseinanderbrechen.

Dieser zeitlich identische Kerzenschlusspreis von bestimmten, definierbaren Kerzen gehört zu den wenigen unbestreitbaren Fakten im Trading Alltag. Wer dieses verstanden hat, wird auch ein besseres Verständnis dafür bekommen, dass ein Trend immer relativ ist und weshalb man sich fachlich, nicht ohne entsprechende Timeframe Angabe, sinnvoll über einen Trend unterhalten kann. Aussagen wie "gegen den Trend handeln" oder Begriff "Trendfolgesystem" ergeben nur Sinn, wenn man ein entsprechendes Timeframe Verständnis hat und man den Trend im Zeitfenster benennt.

Einige Strategien wie z. B. Elliotwellen begegnen diesem Fakt durch die Definition von Wellengraden. Das Mustermann-Prinzip mit Harmonik, Elliottwellen und Strukturanalysen betrachten seine Muster und Startsituationen in übergeordnet, untergeordnet und Intras. Letzteres sind Muster, die als Verbindung der Zeiteinheiten im weitesten Sinne in verschiedene Zeitfenster dienen. Man könnte also die Ansicht in logischer Konsequenz nicht auf eine andere Zeiteinheit umstellen, würden die Schlusskurse der jeweils relevanten Kerze nicht „clustern“
Im Weiteren ist der Informationsgehalt für den Charttechniker unterschiedlich. Da viele Strategien sich auf Hoch- und Tiefpunkte im Kurs beziehen, ist es bei der Planung des Trades (Haltedauer, Trendgröße/Länge) von Relevanz, das entsprechende zeitliche Setup gemäß dem Anlagehorizont zu beachten.

Um die zeitlichen Zusammenhänge leichter erkennen zu können, habe ich die Bereiche der 4 Stundenkerze mit einem Rechtecktool in die kleineren Zeiteinheiten des Chartes übertragen. Damit lassen sich die „Innereien“ dieses Zeitbereiches besser verbildlichen. Es folgen nun mehrere aufeinander ablaufende Charts. Wir wollen uns damit das sogenannte „Kerzen flackern“ vor einem Breakout im Detail ansehen und versuchen zu verstehen, wie dieses durch die kleineren Zeiteinheiten entsteht. Es ist zudem wichtig, seinen Chart visuell zu organisieren. Dazu später mehr.

Wir können also in der Ansicht feststellen, dass ein kleineres zeitliches Chartbild grundsätzlich über mehr relevante Hoch- und Tiefpunkte verfügt. Daraus lassen sich also im Umkehrschluss feiere Analysen fertigen. Betrachten wir noch einmal das 1 Minuten Chartbild, so können wir in diesem Beispiel mit einem Harmonischen X-ABCD arbeiten. In den größeren Zeiteinheiten ist dieses feine Muster, jedoch gar nicht zu erkennen.

Auch weitere Informationen, wie die in der Vola auftretenden Gaps sind im kleineren Chart leichter festzustellen und können so, in die Einstiegsanalyse und insbesondere im Positions- & Stopp Management berücksichtigt werden.

Betrachten wir nun den 15 Minuten Chart und dessen Harmonisches X-ABCD, so können wir feststellen, dass das 1 Minuten Muster ein kleines untergeordnetes Muster in der Wertigkeit zum 15 Minuten Muster ist. Das 1 Minuten Chartbild ist also nur ein Bestandteil des übergeordneten Chartbildes aus dem 15 Minuten Chart. Der rote Kasten soll die Position im Chart verdeutlichen. Der Musterpunkt D im 1 Minuten Chart ist also das aktuelle Tief, der Handelsspanne im Docht der 4 Stunden Kerze. Dies ist das Prinzip der harmonischen Fraktale.

Am Hoch des 1 Minutencharts bildet sich eine Volatilität gebende Struktur in Form eines Dreieckes. Üblicherweise brechen diese Dreiecke im letzten Drittel aus. Die Anlagepunkte dieser Dreiecke beziehe ich auf die Schlusskurse der Kerze. Viele Trader nutzen hingegen grundsätzlich die Handelsspanne. Durch das Wechseln der Zeiteinheiten kann man sich dort ein wenig ausprobieren.

Der Ausbruch aus diesem Dreieck ist wiederum die Ursache für das Flackern in der 4 Stunden Kerze und ein Indiz auf Massive Kursbewegungen:

Auffällig ist, dass die 1 Stundenkerze keine Handelsspanne ausgewiesen hat. Die 4 Stundenkerze ist im Kerzenkörper nun negativ. Dieses Prinzip bezeichnet man als Kerzen flackern, bzw. "incandel Pattern". Auf der Zeitebene ist die Spitze eines Dreieckes ein guter Indikator für anstehende Volatilität. Der Charttechniker muss jedoch die Erkenntnisse des kleinen Chartbildes in die übergeordneten Timeframes verschachteln, um so zu verstehen, welches flackern im großen Kerzenbild , von entsprechendem Muster im kleinen Kerzenbild ausgeht. Er muss insbesondere zuordnen, wo sich übergeordneten Anlaufziele ergeben und wie diese einzelnen Muster ihre zeitliche Zuordnung haben.

Dies ist wichtig, um Ereignisse als übergeordnet, untergeordnet und Intras zu definieren.

Intramuster sind von der Wertigkeit minderwertiger und dienen als Verbindung in der Verzahnung. Würde die Betrachtungsebene generell noch kleiner sein, also in unserem Beispiel die fraktale Betrachtung aus 5 & 15 Sekunden Chart, so wären diese Muster nicht in Bezug als intra zu bewerten, sondern als eigenständiges über und untergeordnetes Muster. Diese Muster haben, einfach gesagt, keine Kraft um gegen das übergeordnete Chartbild und dessen Kursverlauf signifikant einzuwirken. Sie bilden ihre Kurswendepunkte häufig an auffallenden Kursbereichen, wie Gaps.


Reaktionen dieser Muster sind in den entsprechenden Timeframes somit als intra Reaktionen des Kurses im übergeordneten Trend zu setzen. Auffällig ist die Übertragung von klassischen Kerzenbildern, welche sich schlussendlich auch über die Ziele der einzelnen Fraktale im Schlusskurs herleiten lassen. In diesem Bild lässt sich eine sogenannte Marubozu Candel im 1 Minuten Chart identifizieren. Marubozo Candels sind ein Indiz für eine starke und abrupt auftretende Kursbewegung. Sie zeichen sich dadurch aus, dass sie keine Handelsspanne aufweisen. Sie besteht also nur aus „Kerzenkörper“. Bewerten lässt sich eine solche Kerze ähnlich wie eine PopGun Candel lediglich als Indiz. In Kombination mit Weiteren Erkenntnissen ist sie jedoch wertvoll für den Charttechniker.


Insbesondere in Betrachtung zu zeitlichen Restlaufzeiten bis zum Kerzenschluss sind diese besonderen Kerzen von Relevanz. In unserem Beispiel entstand die Marubozu Kerze zum Stunden Kerzenschluss. Wie lange eine Kerze noch läuft, lässt sich bei Tradingview in der Preisskala anzeigen. Diese Möglichkeit empfehle ich jedem ausdrücklich bei einem Entry zu nutzen. Mit der Zeit wirst du eigene Erkenntnisse zum Timing in der Kerze dazu gewinnen.

Würde man bis ins Kleinste, also infinitesimal jedes Muster zeichnen, so könnte man jedes Flackern einer übergeordneten Kerze definieren.
Die Relevanz der analysierten Zeiteinheiten und dessen Bezug im „großen Gesamtbild“ versuche ich hier etwas zu verdeutlichen, wir achten nicht nur auf den Ablauf des Orangen X-ABCD, sondern setzen dies in Bezug zum Kerzenschluss des 15 Minuten Chart. Wir erkennen, dass die letzten Kerzen im 15 Minuten Chart nach oben an einem Widerstand anliegen.

Beziehen wir diese Erkenntnis mit in das Orange Muster aus dem 1 Minuten mit Chart ein und denken an:
  • dass noch offene Gap (1 Minuten)
  • das Vola gebende Dreieck
  • den abgearbeiteten Fibonacci Rebound 161.8 mit Marubuzo (15 Minuten)
  • den offenen Rücklauf eines solchen Musters zum 0.13er Fibonacci (15 Minuten)
  • das Kerzenbild im 1-Stunden-Chart, welches in der letzten Kerze keinen Docht, also bullishe Handelsspanne ausweist
  • das auffällige Kerzenflackern in der 4 Stunden Kerze

Dann haben wir eine gute Erkenntnis, woraus sich ein gewisser Erwartungswert ergibt, welche auf einen Squeez oder einen bevorstehenden Spike hinweisen kann. Zur räumlichen Orientierung auf der Zeitachse beachte die Kästen, welche durch Projektion in die anderen Zeiteinheiten übertragen wurden. Hier dran erkennt man gut, wie fein im Verhältnis zu den größeren Timeframes die im 1 Minuten analysierten Bereiche sind und es sich ein zeitlicher „Wirkungsbereich“ ergibt.

Besonders auf ein schnelles Kerzenbild, sowie Spikes, welche im kleinen Timeframe beginnen, ist zu achten. Wir sehen, dass im 1 Minuten chart die Kerze förmlich runtergeschlagen wird. Dies ist grundsätzlich gut, sofern wir mit einer starken Vola rechnen.


Zum besseren Verständnis, was Kerzen flackern ist, kommen jetzt ein paar Charts ohne viele Worte. Achte, wie zuvor beschriebe auf die Kerzenrestlaufzeit, um ein Gefühl für die aufbauende Marktgeschwindigkeit zu bekommen. Wie sich daraus im ganz großen Zeitfenster mit dieser Technik Clusteranalysen Analysen fertigen lassen, schauen wir uns später noch genauer mit einem bekannten Beispiel an.



Wie du vielleicht feststellst, kommen bei einer tiefgehenden technischen Analyse schnell viele Tools zusammen. In dem vorangegangenen Beispiel kannst du schon grob abschätzen, dass der Chart auf Dauer voll werden wird. Bevor wir nun diesen Beitrag im großen Chartbild weiter betrachten, schauen wir uns an, wie wir unsere Analyse aufgeräumt und übersichtlich halten. Wenn man von den höheren Timeframes wie dem Wochenchart in den Stundenchart geht, ist manchmal nicht mehr ersichtlich, welche Linie zu welchem Analysetool gehört. Eine Linie könnte plötzlich eine Markierung eines Gap sein, eine Widerstandslinie, ein Fibonacci oder ein Trendkanal. Diese sind je nach entsprechendem Timeframe von kleinerer Bedeutung, wenn man lediglich nach einem Einstieg seinen Trade pflegt. Außerdem können sie bei der Analyse ablenken, da sie den Chart unübersichtlich machen und ggf. die Sicht versperren. Besonders bei tiefgehenden und umfangreichen „Big Picture“ Analysen, welche aus dem kleinen Timeframe aufgebaut sind, kann dies eine erhebliche Arbeitserleichterung sein.


Es besteht auf Tradingview die Möglichkeit
  • über die Sichtbarkeitsfunktion die Zeichnungen an entsprechende Zeitdarstellungen zu koppeln. Diese Zeichnung werden automatisch im entsprechenden Timeframe ein- und ausgeblendet.
  • über den Objektbaum, um Tools manuell zu gruppieren und ein- und auszublenden

Hier ein Video, wie man seine Analyse mit dem Objektbaum organisieren kann:


Wir werden nun versuchen, die Logik dieser Verschachtelung im Chart umzusetzen. Dazu benutzen wir in diesem Fall die Harmonischen Pattern, um diese Verzahnung zu verdeutlichen. Eine ähnliche Verzahnung würde sich auch mit der Strategie der Elliott Wellen durch die Kombination von sogenannten Wellengeraden funktionieren. Für einen belastbaren Eliott Wellen Count bedarf es umfangreiche Kenntnisse zur Chartqualität, sowie insbesondere beim Euro der Beginn der Welle 1. Eine häufige Fehlerquelle ist, dass für Langzeitanalysen ein Chart verwendet wird, welcher nur die Kursdaten ab der öffentlichen Zugänglichkeit des Euros nutzen. Auf Tradingview sind jedoch auch „Langzeit“ Euro/Usd Charts zu finden. Dies würde jetzt den Rahmen sprengen.

Betrachten wir einen Langzeitchart, so ist relativ einfach festzustellen, dass sich in der 3 Monatsansicht ein sogenanntes ABCD Pattern in diesem Timeframe ausgebildet hat. Diese ABCD Pattern nutzen die Strecke vom Musterpunkt A zu D, um mit einem Fibonacci bestimmte Anlaufziele, sogenannte Regelanläufe und Rebounds zu definieren.

Durch die bereits beschriebene zeitliche Verschachtelung der Timeframes mit den darin liegenden Mustern, können wir diesen nun auch vom Großen ins Kleine übertragen. Wenn wir davon ausgehen, dass im Bereich des Regelanlaufs 2, also am 0.618 Fibonacci eine Reaktion stattfinden wird, können wir einen Erwartungswert, aus den untergeordneten Harmonische Mustern herleiten. Dadurch, dass bei Kurswenden, die Umkehrbereiche wie am Anfang beschrieben Clustern müssen, lassen sich durch gut organisierte Multitimeframe Analysen präzise Rückschlüsse bilden. Wichtig ist es, ein entsprechendes „Chartauge“ zu entwickeln.

Mit dem nächsten Bild möchte ich dir ein wenig mit dem Fokus helfen.


Wie du vielleicht im Video zur Toolverwaltung bereits erkennen konntest, hat sich im eingekreisten Bereich ein X-ABCD in Form eines Max. Butterfly ausgebildet. Der Musterpunkt D, welcher im Prinzip der relevante Punkt für den Einstieg ist, hat sich genau im Bereich des übergeordneten Regelanlauf2 (RA2) gebildet. Dies ist die erste Clusterzone, welche wir feststellen können. Im Weiteren können wir nun diese beiden Muster untereinander in ein Verhältnis setzen, um einen Erwartungswert zu erhalten. Wir bezeichnen nach den MTC-Regeln das ABCD in dieser Chartansicht als übergeordnet und das Max. Butterfly als untergeordnet. Diese Clusterzonen bilden sich aufgrund von Überschneidungen mit Fibonaccis.


Eine weitere Art der Cluster sind Strukturcluster. Diese ergeben sich aus Formationen wie Dreiecke, S-K-S ( Schulter-Kopf-Schulter) oder Adam und Eva Pattern. Häufig überschneiden diese sich in der Praxis mit den Fibonacci Clustern. Volumentrader werden zudem feststellen, dass in diesen Bereichen signifikante Liquidität liegt und der POC diese Bereiche liebt. What ever...


Um den Erwartungswert in diesem Timeframe zu untermauern, kann es sich zusätzlich anbieten, auf Divergenzen im RSI-Indikator zu achten. Eine Divergenz bedeutet, dass die Hoch- und Tiefpunkte des Indikators entgegengesetzt zum Kursverlauf sind. Auch hier muss auf eine zeiträumliche Sinnhaftigkeit geachtet werden. In diesem Setup war es in der Verbindung mit den anderen beschriebenen Ereignissen eine gute Hilfe für die Mentalität.



Nun beabsichtigen wir uns den eingerahmten blauen Bereich einmal im Detail anzusehen, um zu ein relevantes Intramuster für diese Situation zu finden:




Wir springen jetzt zur detaillierteren Betrachtung in den kleineren 3-Tages Chart


In diesem Bereich lässt sich ein potentes Black Swan Pattern identifizieren. Dieses Pattern bildet in seinem Zielbereich den Musterpunkt D des übergeordneten Max. Butterfly aus.

Verbildlichen wir uns die Situation, so ist nun das Max Butterfly in Bezug zum Black Swan übergeordnet. Der Black Swan ist ein Intramusterdes Max Butterfly.


Nun betrachten wir den Zielbereich (Grün) noch etwas feiner, um zu prüfen, ob sich im kleineren Timeframe weitere Indizien für einen bevorstehenden Trendwechsel ergeben. Bereits ab diesem Punkt ist zu erkennen, wie wichtig eine gute Organisation bei der Verwaltung der Analysentools notwendig ist. Durch die Beispiele, welche ich für diesen Beitrag ausgewählt habe, sammeln sich bisher schon 36 Tools. Durch die ordentliche Gruppierung und Nutzung der ein- und ausblenden Funktion bleibt die Chartansicht sauber.


Zoomen wir in den Bereich hinein, so ist wieder aufgrund von mehr Kerzen eine signifikante Struktur in Form eines Adam & Eva Pattern zu erkennen. Als Intra hat sich in diesem Fall ein Cup & Handle Pattern gebildet. Beide Strukturen sind bekannt für ihr Potenzial, einen Trendwechsel einzuläuten.


Vielleicht hast Du selbst bereits festgestellt, dass sich neben der Struktur auch wieder ein Muster ausgebildet hat. Wie so häufig ist ein ABCD-Pattern im Chart zu finden, Dieses ABCD arbeitet, wie Du bereits in den vorherigen Verlinkungen erfahren hast, Regelanläufe und Rebounds ab.

Nun haben wir in der Betrachtung verschiedene Möglichkeiten, wir können die Erkenntnisse, getrennt im Splitt Screen betrachten

oder die Erkenntnisse in einem Chart durch die Kopierfunktion zusammenfügen. Durch das Nutzen des Objektbaums geht dies leicht von der Hand




Bevor wir jetzt weiter machen müssen wir jedoch mal über ein sehr ernstes Thema sprechen, welches viele auf dem Weg des erfolgreichen Analysten und Trader vergessen....


Wo kommst Du her?

Mit Du meine ich nicht dich, sondern deine Analyse. Durch das lange Fokussieren auf die kleinen Timeframes, wird gerne vergessen, wo der Kurs Herkommt, bzw. an welchen übergeordneten Marken der Kurs gerade arbeitet. Erinnern wir uns an den Anfang des Beitages, konnten wir erkennen, dass die Reaktionen im kleinen, häufig die Konsequenz des Großen sind. Du erinnerst dich an das übergeordnete ABCD aus dem 3 Monats Chart? Das Ganze, was wir im Kleinen Betrachten und Analysieren spielt sich in dem Bereich des Goldenen Schnitt bzw. Regelanlauf 2 aus einem Muster im nahezu größtmöglichen Timeframe ab.



Betrachten wir, dass jede Kerze das Resultat der Volatilität einer definierten Zeitspanne ist, so erklärt sich auch die Aktuelle Marktstärke, resultierend in einem Timeframe bezogenen Trend. Der Inhalt einer 3 Monatskerze, bezogen auf den Punktwert ist natürlich wesentlich größer als die Kursbewegungen in einer 1 Stundenkerze.
Diese Erkenntnis verhilft maßgeblich zu einem besseren Positions- und Risikomanagement im eigenen Trading.
Einsteiger betrachten häufig nur ein einzelnes Timeframe, um die Erkenntnisse zu gewinnen, ohne die übergeordneten Marktbewegungen zu berücksichtigen.
Grundsätzlich sollten Stopp-Loss-Marken in kleinen Timeframes gesucht werden und Take Profits an (Zwischen)Zielbereichen des größeren, übergeordneten Timeframe. Dadruch lassen sich außerordentlich gute CRV´s (Chancen-Risiko-Verhältnisse realisieren.


Du bist jetzt am Ende des Beitrages angelangt. Zusammenfassend hast Du gesehen, wie die einzelnen Timeframes untereinander verzahnt sind, sich die Wahrscheinlichkeiten aufgrund von Cluster-Strukturen /-Formationen erhöhen können und vor allem, wie Du Dein eigenes Chartbild besser strukturieren / organisieren kannst.

Das oben gezeigte Beispiel könnt ihr euch zudem in der Playlist "MustermannsBrille" auf dem deutschen Youtubekanals von Pepperstone ansehen. Ich aktualisiere dort wöchentlich das Chartbild und gebe Tipps für Analysten zur professionellen Pattern Analyse und der vollumfänglichen Bedienung mit der Tradingview Plattform. Der Mustermanns Traders Club ist offizieller Forschungspartner von Pepperstone (Tradingview Broker des Jahres 2022) und arbeitet derzeit an einem umfangreichen Buch zum Thema Charttechniken.

Dieses Buch soll verschiedene, belegbare Marktgegebenheiten, welche aus reiner Charttechnik beruhen, praxisnah vermitteln. Zudem werden wir in diesem Buch aufzeigen, wie die Monadologie nach Leibniz (UN-Weltdokumentenerbe) sich auch den Chart übertragen lässt.


TradingView Community Zusammenarbeit zur Unterstützung von Tradern und Investoren:
Das Team des MTC & ich würden sich sehr über Feedback und Anregungen eurerseits freuen. Schreib gerne in die Kommentare, inwiefern dir dieser Beitrag geholfen hat, Timeframes sowie die daraus entstehende, verschachtelte Charttechnik etwas besser zu verstehen. Postet einfach mal eure Funde nach dem oben gezeigten Prinzip. Übung macht den Meister.

Lasst mich gerne auch wissen, welche Themen für euch zukünftig noch interessant wären.
Über einen Like (Boost) würde ich mich sehr freuen.


Bis dahin bedanke ich mich für eure Aufmerksamkeit und wünschen euch viel Spaß mit der Erkenntnis.

Beste Grüße
Mustermann84 vom MTC
Kommentar:
Mir ist noch diese Grafik eingefallen, mit welcher es euch vielleicht etwas leichter von der Hand geht, die „inneren Werte“ in Bezug zum Schlusskurs der übergeordneten Kerze zu erkennen.

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