DAX Tagesausblick 14. Mai – Steht der Ausbruch auf 24.500 bevor?Geopolitische Lage im Nahen Osten eskaliert weiter
Die geopolitische Lage bleibt auch am Donnerstagmorgen der dominierende Faktor an den Märkten. Reuters berichtet inzwischen von einer deutlich größeren und komplexeren Eskalation im Nahen Osten, als viele Marktteilnehmer ursprünglich erwartet hatten.
Demnach hat Saudi-Arabien offenbar verdeckte Luftschläge gegen Iran durchgeführt – eine historische Entwicklung, da das Königreich bisher meist indirekt oder über die USA agierte. Parallel dazu hat Iran seine operative Kontrolle rund um die Straße von Hormuz massiv ausgeweitet. Genau dort verläuft ein erheblicher Teil der globalen Öl- und LNG-Exporte.
Besonders kritisch: Reuters spricht mittlerweile nicht mehr nur von einer möglichen Blockade, sondern von einer „selektiven Kontrolle“ der Straße von Hormuz durch Teheran. Das wäre für die Weltwirtschaft potenziell sogar problematischer als eine komplette Schließung, weil dadurch dauerhafte Unsicherheit entsteht und Lieferketten langfristig destabilisiert werden könnten.
Hinzu kommt:
- Kuwait meldete iranische IRGC-nahe Aktivitäten
- Israel intensiviert erneut seine Angriffe in Gaza
- Die USA priorisieren laut Donald Trump weiterhin die Verhinderung eines iranischen Atomprogramms, selbst wenn dies wirtschaftliche Belastungen für die Bevölkerung bedeutet
- Gleichzeitig erklärte Trump, dass er Chinas Hilfe zur Lösung des Iran-Konflikts aktuell nicht benötige
Parallel dazu befindet sich Donald Trump derzeit in China zu hochrangigen Gesprächen mit Xi Jinping. Dabei geht es nicht nur um Handelsfragen und Taiwan, sondern zunehmend auch um geopolitische Machtverhältnisse, Rohstoffe, seltene Erden und den Einfluss Chinas auf den Iran-Konflikt.
Interessant ist außerdem, dass Nvidia-CEO Jensen Huang kurzfristig in Trumps Delegation aufgenommen wurde – ein klares Zeichen dafür, wie stark der AI- und Halbleitersektor mittlerweile geopolitisch geworden ist.
Trotz dieser Entwicklungen reagieren die Märkte bisher erstaunlich stabil. Genau das bleibt aktuell der spannendste Punkt:
Warum sehen wir trotz steigender geopolitischer Risiken weiterhin ein klares Risk-On-Umfeld?
Die Antwort liegt vermutlich darin, dass die Märkte aktuell noch davon ausgehen, dass:
- keine vollständige Eskalation erfolgt,
- die Ölversorgung nicht komplett kollabiert,
- und die Liquidität sowie der AI-Boom weiterhin stärker wirken als die geopolitischen Risiken.
Noch.
Fundamentaldaten: Inflation bleibt das große Problem
Die gestrigen PPI-Daten aus den USA fielen deutlich heißer aus als erwartet.
Producer Price Index (MoM)
- Previous: 0,7% (revised from 0,5%)
- Forecast: 0,5%
- Actual: 1,4%
Der PPI misst die Preisentwicklung auf Herstellerebene und gilt als wichtiger Frühindikator für die Verbraucherpreisinflation.
Damit bestätigt sich erneut das Bild, das bereits die CPI-Daten am Dienstag geliefert haben:
Die Inflation bleibt hartnäckig hoch.
Besonders kritisch:
Laut dem offiziellen Bericht des Bureau of Labor Statistics war dies der stärkste monatliche PPI-Anstieg seit März 2022. Auch auf Jahresbasis stieg der PPI auf 6,0% und markierte damit den höchsten Stand seit Dezember 2022.
Der Inflationsdruck kam dabei nicht nur aus einem einzelnen Bereich, sondern war breit gestreut:
- Energy Prices +7,8%
- Gasoline +15,6%
- Transportation & Warehousing +5,0%
- Final Demand Services +1,2%
Damit sehen wir inzwischen nicht mehr nur vereinzelte Inflationseffekte, sondern erneut eine breite Re-Inflation der Wirtschaft.
Besonders wichtig:
Die sogenannten Intermediate Demand Prices – also Preise innerhalb der Lieferkette – steigen ebenfalls massiv weiter an.
Unprocessed Goods:
+20,9% YoY
Processed Goods:
+9,4% YoY
Crude Petroleum:
+11,3%
Das zeigt klar:
Der Kostendruck in den Lieferketten nimmt wieder deutlich zu und könnte sich mit Verzögerung weiter auf Verbraucherpreise übertragen.
Und genau das ist eigentlich das komplette Gegenteil dessen, was die FED aktuell sehen möchte. Zinssenkungen rücken dadurch weiter in die Ferne.
Zusätzlich kamen gestern auch die US Oil Inventories:
- Previous: -2,313 Mio Barrel
- Forecast: -2,000 Mio Barrel
- Actual: -4,306 Mio Barrel
Die Lagerbestände sind also wesentlich stärker gefallen als erwartet.
Das bedeutet:
- weiterhin hohe bzw. steigende Nachfrage,
- gleichzeitig geringere Ölreserven,
- und damit zusätzlicher Druck auf die Energiepreise.
Auch das wirkt inflationär und ist damit erneut negativ für Zinssenkungsfantasien und grundsätzlich auch für Risk Assets.
Hinzu kommt die 30-Year Bond Auction:
- Previous: 4,876%
- Actual: 5,05%
Dass die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe wieder über 5% steigt, ist extrem relevant.
Warum?
Weil hohe Langfristzinsen:
- Finanzierungen verteuern,
- Bewertungen von Aktien belasten,
- und zeigen, dass der Markt langfristig weiterhin mit höherer Inflation rechnet.
Eigentlich wäre das ein klar risk-off Umfeld.
Und trotzdem sehen wir bislang das Gegenteil:
Die Märkte bleiben bullish, Dips werden aggressiv gekauft und besonders der Technologiesektor läuft weiterhin extrem stark.
Fundamentaldaten heute im Fokus
Die britischen GDP-Daten am Morgen spielen für den DAX heute eher eine untergeordnete Rolle.
Entscheidend werden am Nachmittag die US-Daten:
Retail Sales (MoM)
- Forecast: 0,5%
- Previous: 1,7%
Retail Sales messen die Veränderung der gesamten Einzelhandelsumsätze und gelten als wichtigster Indikator für die Konsumausgaben der Verbraucher.
Da der Konsum einen Großteil der US-Wirtschaft ausmacht, sind diese Daten extrem relevant.
Aktuell wird bereits mit einem deutlichen Rückgang gerechnet.
Core Retail Sales
- Forecast: 0,7%
- Previous: 1,9%
Auch hier wird eine Abschwächung erwartet.
Sollten die Daten jedoch höher ausfallen als erwartet, könnte das erneut Inflationsängste verstärken, weil ein starker Konsum trotz hoher Preise bedeutet, dass die Wirtschaft weiterhin „zu heiß“ läuft.
Zusätzlich kommen die Initial Jobless Claims:
- Forecast: 205k
- Previous: 200k
Hier wird mit einer leichten Verschlechterung am Arbeitsmarkt gerechnet.
Diese Daten gelten allerdings eher als Frühindikator und werden meist erst wirklich marktbewegend, wenn sie deutlich vom Forecast abweichen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil notiert weiterhin oberhalb der psychologisch extrem wichtigen 100-Dollar-Marke und handelt aktuell um die 101 Dollar.
Zwar gab es gestern eine erste leichte Rejection im Bereich von 103,76 Dollar sowie einen bearishen Tagesabschluss, dennoch bleibt der übergeordnete Trend weiterhin bullish.
Der Ölpreis bleibt aktuell komplett abhängig:
- vom Nahostkonflikt,
- der Straße von Hormuz,
- und möglichen weiteren Angebotsausfällen.
Solange Öl über 100 Dollar handelt, bleiben die Sorgen rund um steigende Energiepreise und persistente Inflation bestehen.
Wichtig:
Einen echten massiven Supply Shock sehen wir wahrscheinlich erst deutlich oberhalb von 120 Dollar über längere Zeiträume.
Trotzdem hält sich Öl bereits ungewöhnlich lange auf erhöhtem Niveau und genau das ist das Problem.
DXY
Der US-Dollar bewegt sich aktuell weiter Richtung Oberkante seiner kurzfristigen Range im Bereich um 98,5.
Hier wird entscheidend sein:
- Rückkehr Richtung 98
oder
- weiterer Push Richtung 99.
Bisher sehen wir leichte Dollarstärke, aber noch keine extreme Bewegung.
VIX
Der VIX notiert weiterhin ruhig bei 17,88 und bleibt damit unter der kritischen 20er Marke.
Auch das zeigt:
Der Markt befindet sich weiterhin klar im Risk-On-Modus.
Bitcoin
Bitcoin handelt weiterhin knapp unter der 80.000-Dollar-Marke.
Zwar gab es erste Gewinnmitnahmen, diese verlaufen bisher jedoch extrem kontrolliert und wenig aggressiv – insbesondere wenn man bedenkt, wie heiß die Inflationsdaten zuletzt ausgefallen sind.
SPX
Der S&P 500 markierte erneut ein neues All-Time-High bei 7.444 Punkten.
Von echtem Risk-Off ist weiterhin nichts zu sehen.
Jeder Dip wird aggressiv gekauft.
US30
Der Dow Jones konnte sich mehrfach an der Schlüsselzone um 49.500 stabilisieren.
Sollte die psychologisch wichtige 50.000er Marke überwunden werden, rückt das All-Time-High bei rund 50.500 zunehmend in Reichweite.
DAX – Charttechnische Analyse
Der DAX bleibt aus charttechnischer Sicht weiterhin klar bullisch.
Die 24.000er Marke wurde erneut stark aufgekauft und bestätigt weiterhin ihre enorme Relevanz als Unterstützung.
Auch der gestrige Retest dieser Zone wurde sauber gekauft.
Die Struktur bleibt insgesamt sehr stark:
- höhere Hochs,
- höhere Tiefs,
- intakte Aufwärtsdynamik.
Während ich diese Analyse schreibe, wurde bereits das Tageshoch vom Dienstag sowie vom Mittwoch gebrochen.
Das zeigt:
Schon vor dem London Open kommt erneut starkes bullisches Momentum in den Markt.
Sobald der DAX nachhaltig über das Tageshoch vom Montag bei 24.370 Punkten ausbrechen kann, sehe ich als nächstes Ziel die entscheidende Schlüsselzone rund um 24.500 Punkte.
Dort befinden sich:
- das Wochenhoch aus KW18,
- wichtige Widerstandsbereiche,
- sowie der Jahresschlusskurs 2025.
Charttechnisch bleibe ich deshalb weiterhin bullish.
Die Rücksetzer verlaufen bisher:
- kontrolliert,
- ohne aggressive Short-Dynamik,
- und werden weiterhin schnell gekauft.
Die Bullen sind aktuell klar zurück im Markt.
Sollte Momentum entstehen und die Fundamentaldaten mitspielen, halte ich sogar Bewegungen Richtung 24.700 Punkte für möglich.
Das übergeordnete Ziel bleibt weiterhin die 25.000er Marke – auch wenn ich diese für diese Woche noch nicht zwingend erwarte.
Bullishes Szenario
- Break und nachhaltiger Halt über 24.370
- nächstes Ziel: 24.500
- mögliche kurze Rejection dort
- anschließend potenzieller Push Richtung 24.700
Bearishes Szenario
Sollten wir jedoch stark rejected werden und unter das heutige Tagestief bei 24.190 fallen, könnte nochmal kurzfristiger Verkaufsdruck entstehen.
Dann wären:
- 24.100
- und erneut die 24.000
die nächsten relevanten Unterstützungszonen.
Fazit
Trotz:
- geopolitischer Eskalation,
- heißer Inflationsdaten,
- steigender Ölpreise,
- sinkender Lagerbestände,
- und höherer Bond Yields
bleiben die Märkte aktuell bemerkenswert stark.
Noch dominiert klar das Risk-On-Umfeld.
Die entscheidende Frage bleibt:
Wie lange kann der Markt die geopolitischen und inflationären Risiken noch ignorieren?
Charttechnisch sieht der DAX weiterhin extrem stark aus – und ein Ausbruch Richtung 24.500 scheint aktuell wahrscheinlicher als ein größerer Abverkauf.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Was denkt ihr?
Sehen wir heute den Break über 24.500 oder kommt zuerst nochmal ein Rücksetzer?
Gute Trades euch allen 🤝
Rohstoffe
XAUUSD — SSL Noch Unberührt, 4.549 Bleibt das ZielBeobachte immer noch dasselbe Setup und ehrlich gesagt hat sich an der These nichts geändert — wenn überhaupt, macht das Chartbild es jetzt klarer.
Der Preis hat die vollständige 5-Wellen-Impulse abgeschlossen, ist in eine ABC-Korrektur übergegangen, und Welle C landete genau in dieser SSL-Zone zwischen 4.638 und 4.652. Dieses Niveau hält seit Tagen als Boden, aber halten bedeutet nicht, dass es erledigt ist. Es bedeutet, dass die Liquidität immer noch dort sitzt, unberührt, nur wartend. Jedes Mal, wenn der Preis davon abprallt, steigen Einzelhandels-Longs wieder ein — und genau das ist der Treibstoff, den das kluge Geld braucht, um schließlich durchzubrechen.
Interessant am aktualisierten Chart ist, dass der Preis einen weiteren Versuch auf der Oberseite unternommen hat, sich bis auf 4.762 zurückgeschoben hat, ein neues Swing-Hoch gedruckt hat — und dann sofort wieder zurückgerollt ist. Das sind jetzt zwei gescheiterte Versuche, die Hochs zurückzuerobern. Jede Erholung wird schwächer, jedes tiefere Hoch wird niedriger. Die Struktur schreit Verteilung.
Die Angebotszone bei 4.699–4.718 ist immer noch der Schlüsselbereich. EMAs drücken von oben nach unten, das 0,618 Fib wurde mehrfach respektiert, und der Preis bewegt sich derzeit direkt unter diesem Cluster. Es gibt hier keine wirkliche bullische Überzeugung — nur Zickzack und langsames Ausbluten.
Das Ziel bleibt 4.549. Dort befindet sich der Liquiditätspool der gleichen Tiefs, und bis dieser gesweept wird, hat dieser Markt noch unerledigte Geschäfte auf der Unterseite. SSL bei 4.638–4.652 ist die Tür — sobald der Preis sie auf H1 durchbricht und schließt, öffnet sich der Weg zu 4.549 schnell.
Das Einzige, was diese Idee zunichtemacht, ist ein H1-Schlusskurs über 4.762. Das wäre ein vollständiger Strukturwandel und ich würde mich komplett zurückziehen.
Immer noch Short-Bias. Hältst du durch das SSL oder wartest du zuerst auf den Durchbruch?
Silber kämpft unter 87,80Nach einem starken Anstieg innerhalb des aufsteigenden Kanals zeigt XAGUSD im 2H-Rahmen erste Anzeichen eines Schwungverlustes. Bemerkenswert ist, dass der Markt mehrfach um den aktuellen Spitzenbereich herum mit einer immer enger werdenden Amplitude reagiert hat.
Vor dem Hintergrund, dass der USD immer noch seine Stärke beibehält, nachdem die US-Inflationsdaten höher als erwartet ausgefallen sind, wird der Druck auf Edelmetalle allmählich deutlicher. Aufgrund der weiterhin hohen Anleiherenditen sind neue Silberkäufe vorsichtiger als in der vorherigen Ausbruchsphase.
Wenn XAGUSD im 2H-Rahmen weiterhin unter 87,80 bleibt, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Markt zurückkehrt, um die Unterstützungszone von 82,80–82,28 zu testen, die auch der nächstgelegene Nachfragebereich unterhalb der aktuellen bullischen Struktur ist.
XAUUSD: Marktanalyse und Strategie für den 14. MaiGoldanalyse:
4-Stunden-Chart: Widerstand: 4765; Unterstützung: 4650.
1-Stunden-Chart: Widerstand: 4727; Unterstützung: 4675.
Der Goldpreis schwankt aktuell im Tageschart stark und bewegt sich vorübergehend zwischen 4650 und 4780. Das aufwärtsgerichtete technische Muster in den längeren Zeiträumen bleibt unverändert.
Im 4-Stunden-Chart ist die aktuelle Handelsspanne enger; der Preis bewegt sich vorübergehend zwischen 4670 und 4720. Die Erholungshochs im 4-Stunden-Chart verschieben sich allmählich nach unten, und der Chart bildet langsam ein absteigendes Dreieck. Es besteht die Möglichkeit eines kleinen Ausbruchs mit anschließendem weiteren Kursrückgang. Der Fokus sollte im Tagesverlauf auf der Unterstützungszone um 4650 liegen.
Handelsempfehlungen:
KAUFEN: 4650 (nahe), SL: 4640, TP: 4675–4700
VERKAUFEN: 4710 (nahe), SL: 4718, TP: 4690–4670
Gold konsolidiert sich innerhalb eines Dreiecks vor einem größer
XAUUSD notiert nach einer starken Ablehnung an der Widerstandszone innerhalb eines symmetrischen Dreiecks. Der Kurs bildet weiterhin niedrigere Hochs, während Käufer die steigende Trendlinienunterstützung verteidigen. Dadurch entsteht eine Konsolidierungsstruktur, die häufig zu einem scharfen Ausbruch führt.
Das schwache Hoch nahe dem Widerstand deutet auf anhaltend starke Verkaufsaktivitäten im Premium-Angebotsbereich hin. Die Unterstützung um 4.680–4.690 hält jedoch weiterhin und verhindert vorerst eine weitere Abwärtsbewegung.
Ein Ausbruch über die absteigende Trendlinie könnte Gold zurück in Richtung des Widerstands bei 4.760 und möglicherweise darüber hinaus treiben. Auf der anderen Seite könnte ein Durchbruch unter die Trendlinienunterstützung eine Abwärtsbewegung in Richtung der tieferen Unterstützungszonen auslösen.
Insgesamt befindet sich der Markt in einer Konsolidierungsphase. Händler sollten die Bestätigung eines Ausbruchs abwarten, bevor sie mit der nächsten impulsiven Bewegung rechnen.
XAUUSD: Marktanalyse und Strategie für den 13. MaiGoldanalyse:
4-Stunden-Chart: Widerstand: 4765; Unterstützung: 4650.
1-Stunden-Chart: Widerstand: 4727; Unterstützung: 4672.
Am Vortag stieg der Goldpreis in der asiatischen Sitzung auf 4773 US-Dollar, bevor er deutlich fiel. In der New Yorker Sitzung beschleunigte sich der Rückgang und erreichte ein Tagestief von 4638 US-Dollar, bevor er sich erholte und bei 4714 US-Dollar schloss. Der 10-Tage-Durchschnitt zeigt einen Aufwärtstrend, der KDJ-Indikator und der MACD-Indikator weisen ein Golden Cross auf, und die Aufwärtsdynamik nimmt kontinuierlich zu, was auf einen relativ positiven Tagestrend hindeutet.
Im Stundenchart stieg der Goldpreis heute auf 4727 US-Dollar, bevor er wieder fiel und aktuell bei etwa 4710 US-Dollar notiert. Der KDJ-Indikator, der zuvor überkauft war, hat sich in ein Death Cross auf hohem Niveau verwandelt, und die zugehörigen Indikatoren drehen nach unten. Die Aufwärtsdynamik des MACD-Indikators nimmt ab, was auf einen relativ negativen kurzfristigen Trend hindeutet. Basierend auf dem Tageschart empfiehlt sich für den Intraday-Handel mit Gold weiterhin der Fokus auf Käufe bei Kursrückgängen bis zu Unterstützungsniveaus. Der 10-Tage-Durchschnitt bei 4654 $ stellt dabei ein wichtiges Unterstützungsniveau dar.
Persönliche Empfehlungen:
Kauf: 4675–4680 $, Stop-Loss: 4665 $, Gewinnziel: 4700–4720 $
Gold unter Druck, Abwärtstrends!Gold hat Schwierigkeiten, seine Erholungsdynamik aufrechtzuerhalten, nachdem es im Bereich von 4720–4750 auf dem H3-Rahmen wiederholt abgelehnt wurde.
Anstatt weiter nach oben und nach oben zu expandieren, begann der Markt, sich in einen Seitwärtszustand mit einer schmalen Amplitude zu bewegen, und jedes Mal, wenn sich der Preis der oberen Angebotszone näherte, trat anhaltender Verkaufsdruck auf. Dies ist oft ein Zeichen dafür, dass die Aufwärtsdynamik nachlässt.
Die aktuelle Struktur zeigt auch, dass sich der Markt nach einer starken Erholung aus dem 4500er-Bereich zu Beginn des Monats in einer kurzfristigen Verteilungsphase befindet.
Aus makroökonomischer Sicht bleiben die Renditen von US-Anleihen nach den jüngsten Inflationsdaten immer noch hoch, während die Fed keine ausreichend gemäßigten Anzeichen gezeigt hat, um ertragslose Anlagegruppen wie Gold kräftig zu unterstützen.
Das aktuelle Szenario begünstigt immer noch eine Fortsetzung des Abwärtstrends, solange der Preis unter der aktuellen H3-Angebotszone bleibt.
Die Verkäufer erlangen nach und nach die Kontrolle über die kurzfristige Struktur zurück.
Erobert XAUUSD 4.750 oder stürzt es weiter ab?Alles klar, Zeit, das aufzuschlüsseln. Nach dem scharfen Rückgang aus der 4.760–4.770-Zone ist die bullische Struktur bei XAUUSD offiziell hinüber. Der Markt zieht sich jetzt in den Bereich 4.680–4.700 zurück, und ich beobachte hier eine starke bärische Reaktion. Dies ist eine wichtige FVG-Zone, und alles deutet darauf hin, dass Verkäufer eingreifen, um die Abwärtsbewegung fortzusetzen. Ich plane, zu shorten, wenn der Preis dieses Niveau respektiert und es richtig ablehnt.
Das primäre Ziel hier ist 4.640–4.630, wo sich Verkaufsliquidität versteckt. Ein anständiges OB liegt bei etwa 4.628–4.645, und wenn die Verkäufer die Kontrolle behalten, könnten wir sehen, dass der Markt noch tiefer drückt und möglicherweise die 4.620 durchbricht. Es besteht jedoch immer das Risiko, dass der Markt uns überrascht – wenn der Preis über 4.750 steigt oder stark über dem Bereich 4.765–4.770 schließt, bin ich raus. Das würde das bärische Setup ungültig machen und zeigen, dass die Bullen wieder das Sagen haben.
Ich bin zuversichtlich in diesem Short, wenn wir die richtige Ablehnung bei 4.680–4.700 sehen. Das Chart bietet uns ein solides Setup mit einem klaren Risiko-Ertrags-Verhältnis, wenn Sie geduldig genug sind, auf die Bestätigung zu warten.
Also, glauben Sie, dass XAUUSD die Höchststände zurückerobern und über 4.750 ausbrechen wird, oder ist dies der Beginn eines tieferen Ausverkaufs? Teilen Sie Ihre Gedanken mit – mal sehen, ob Sie im selben Boot sind.
Goldpreis testet Widerstandszone am 50-Tage-DurchschnittAnalyse bei einem Goldpreis (XAU/USD) von $4.713
Die folgenden Szenarien basieren auf meiner Einschätzung und skizzieren die wahrscheinlichste Kursspanne.
Goldpreis Prognose für Montag
Nach dem Vorjahreshoch bei $4.550 konnte der Kurs im Januar sein Allzeithoch bei $5.598 markieren. Dort ist die Dynamik jedoch stark eingebrochen und volatile Korrekturimpulse bestimmen den Markt. Dem schwächeren Hoch bei $5.419 folgte eine zweite Verlustwelle, die nach einer Zwischenerholung ans April-Hoch eine Stabilisierungsphase im $4.600er-Bereich ausbildet.
In der vergangenen Woche konnte der Goldpreis die Unterstützung am Vorjahreshoch für eine Erholung nutzen, die über der $4.700er-Marke den Wochenschluss gesetzt hat. Übergeordnet könnten jetzt die gleitenden Durchschnitte aus dem Tageschart (GD 50 und GD 100) zusammen mit dem Vorwochenhoch deckeln, ein Ausbruch hingegen auf das April-Hoch zielen. Vor diesem Hintergrund bleibt zum Wochenstart am Montag eine entsprechende Entscheidung abzuwarten.
Mögliche Tagesspanne: $4.670 bis $4.820
Nächste Widerstände: $4.767 | $4.890
Wichtige Unterstützungen: $4.550 | $4.499 | $4.381
Goldpreis Prognose für Dienstag
Abhängig vom Wochenstart könnte sich bereits am Dienstag zeigen, ob die Erholungstendenz bis an das April-Hoch fortschreitet. Sollte hingegen der Widerstand im Bereich des Vorwochenhochs überwiegen, bleibt eine Fortsetzung der Schiebephase über dem Vorjahreshoch zu erwarten.
Mögliche Tagesspanne: $4.730 bis $4.880 alternativ $4.610 bis $4.750
Goldpreis Prognose für diese Woche
Zur Einordnung der aktuellen Situation werfen wir einen Blick auf den Tageschart. Hier zeigt sich nach der Erholung im April ein weiterer Test der 50-Tage-Linie. Im Idealfall schaffen die Bullen den Ausbruch, wodurch zumindest der $4.900er-Bereich ein Ziel für die Handelswoche bilden würde. Wird der Kurs jedoch zurückgewiesen, bleibt das Vorjahreshoch im Fokus.
Mögliche Wochenspanne: $4.590 bis $4.920
Gold Prognose für nächste Woche
Im Chartbild liegt das Augenmerk bei anhaltender Erholungsstimmung auf dem April-Hoch. Zeigt sich dort Widerstand, wäre von einer Seitwärtsphase zwischen $4.500 und $5.000 auszugehen. Der Bruch der jüngsten lokalen Tiefs würde jedoch einen nächsten Bewegungszweig in Richtung der 200-Tage-Linie einleiten. Notierungen darunter dürften den Preis dann in eine Abwärtstrendstruktur führen.
Mögliche Wochenspanne: $4.730 bis $5.040 alternativ $4.470 bis $4.740
Beste Grüße und gute Trades,
Christian Möhrer
Kagels-Trading
Gold konsolidiert weiter, Aufwärtsdynamik!Gold setzt seine positive Struktur im 2-Stunden-Chart fort, nachdem es im Bereich von 4640–4680 eine klare Erholungsbasis gebildet hat.
Bemerkenswert ist, dass der Kurs nach dem vorherigen Doppelbodenmuster die alte Unterstützungszone zurückerobert und sich darüber stabilisiert hat. Jüngste Korrekturen führten nicht zu starken Kursausbrüchen, was darauf hindeutet, dass der Kaufdruck weiterhin gut absorbiert wird.
Aktuell konsolidiert XAUUSD um 4700. Sollten die Käufer den Bereich von 4640–4680 weiterhin verteidigen, ist ein weiterer Anstieg bis in den Bereich von 4810 in den kommenden Handelssitzungen sehr wahrscheinlich.
Das bullische Szenario bleibt so lange günstig, wie der Kurs die aktuelle Nachfragezone nicht unterschreitet.
Was meinen Sie? Ist Gold bereit für einen Ausbruch auf 4810 oder benötigt es zunächst einen weiteren Test?
XAUUSD: Gold konsolidiert nahe der UnterstützungIm 2H-Chart bewegt sich Gold aktuell seitwärts um die Zone von 4.700, nachdem zuvor eine starke Erholung vom Bereich 4.520 stattgefunden hat. Der Preis hält sich weiterhin über EMA34 und EMA89, was zeigt, dass die kurzfristige Kaufkraft noch nicht gebrochen ist.
Der Bereich 4.680 – 4.690 bleibt die wichtigste Unterstützung. Solange Gold darüber bleibt, ist ein erneuter Test von 4.720 – 4.750 möglich.
Fällt der Preis jedoch klar unter 4.680, könnte eine Korrektur in Richtung 4.650 folgen.
WTI Chartupdate - Nur noch wenige Tage bis zum Abverkauf?📊 WTI Rohöl | Video-Update – Der finale Countdown für den erwarteten Abverkauf steht nun unmittelbar bevor
Im heutigen WTI-Update knüpfen wir an die Erwartung aus den vergangenen zwei Wochen an:
Sollte sich unser Primärszenario weiter ausspielen, dann steht der finale Countdown für den erwarteten grösseren Abverkauf im Ölmarkt nun unmittelbar bevor.
Dabei gehen wir heute wieder tiefer in Elliott Wave und Charttechnik hinein.
Das Video ist damit nicht nur ein reines Marktupdate, sondern enthält auch technische Inhalte und gibt euch einen direkten Einblick darin, wie wir Strukturen lesen und einordnen.
Als Ergebnis arbeiten wir heute einen sehr eng definierten Kursbereich heraus, in dem wir innerhalb der nächsten wenigen Tage den Beginn eines grösseren Abverkaufs im Ölmarkt erwarten in unserem erwarteten Primärszenario sehen. Zusätzlich betrachten wir die Situation auch noch einmal auf zeitlicher Basis mit unserem Zeitzyklus.
🎬 Die konkrete Einordnung, den engen Kursbereich und die zeitliche Perspektive besprechen wir im heutigen Video.
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Märkte folgen Strukturen – wir folgen dem Plan.
⚠️ Hinweis
Diese Analyse dient ausschließlich Informations-
und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
Investitionsentscheidungen erfolgen eigenverantwortlich.
Gold hält sich weiterhin fest über der UnterstützungHallo Leute, der jüngste Rückgang beim Gold konnte keine nennenswerte Fortsetzung des Abwärtstrends bewirken. Stattdessen erholte sich der Preis schnell wieder von der Spanne und stabilisierte sich über der Unterstützung, was darauf hindeutet, dass die Käufer immer noch bereit sind, den Abwärtsdruck zu absorbieren.
Aus technischer Sicht zeigt der Markt eher Anzeichen einer Akkumulation als einer Verteilung. Die abgerundete Erholungsstruktur vom vorherigen Swing-Tief bleibt intakt, während wiederholte Reaktionen aus dem Unterstützungsbereich kurzfristig weiterhin eine bullische Positionierung verstärken.
Solange sich Gold über der hervorgehobenen Nachfragezone hält, könnte der Weg des geringsten Widerstands weiterhin nach oben führen.
Eine anhaltende Bewegung über die jüngsten lokalen Höchststände könnte die Tür für eine weitere Liquiditätsausweitung in Richtung des 4800-Bereichs öffnen.
Auch die makroökonomischen Bedingungen bleiben für Gold relativ günstig. An den Märkten wächst allmählich die Erwartung, dass die Fed später in diesem Jahr einen sanfteren Ton anschlagen könnte, da die Inflationsdynamik nachlässt und die Wachstumssorgen wieder aufkommen.
Gleichzeitig unterstützt die anhaltende geopolitische Unsicherheit weiterhin defensive Zuflüsse in sichere Häfen.
XAUUSD: Analyse und Strategie für den 12. MaiGoldanalyse:
4-Stunden-Chart: Widerstand: 4765; Unterstützung: 4660.
1-Stunden-Chart: Widerstand: 4734; Unterstützung: 4706.
Gold eröffnete gestern schwächer und fiel in der asiatischen Sitzung auf 4648 $. In der europäischen und amerikanischen Sitzung erholte sich der Goldpreis, stieg über 4700 $ und schloss bei 4735 $. Der Tageschart zeigt einen positiven Schlusskurs. Der 5-Tage-Durchschnitt (MA5) verläuft nach oben, der KDJ-Indikator zeigt ein Golden Cross, und die schnellen und langsamen Linien des MACD-Indikators verlaufen zwar unterhalb der Nulllinie, der Crossover ist jedoch nach oben gerichtet, was auf eine zunehmende Aufwärtsdynamik hindeutet. Der Tagestrend ist relativ bullisch.
Auch im Stundenchart stieg Gold nach der Eröffnung und erreichte ein Hoch von 4773 $, bevor es deutlich fiel. Derzeit notiert der Preis bei rund 4720 $. Der KDJ-Indikator hat nach einem überkauften Zustand ein starkes Death Cross gebildet. Die schnellen und langsamen Linien des MACD-Indikators verlaufen zwar über der Nulllinie, das Crossover ist jedoch abwärtsgerichtet, mit abnehmender Aufwärtsdynamik. Der kurzfristige Trend ist bärisch. Basierend auf dem Tageschart ist der Gesamttrend bullisch. Für den Intraday-Handel mit Gold wird empfohlen, sich auf Käufe bei Kursrückgängen bis zu wichtigen Niveaus zu konzentrieren. Zu beachtende Unterstützungsniveaus sind das mittlere Bollinger-Band bei 4706–4700 $, während das asiatische Handelshoch bei 4773 $ das Widerstandsniveau darstellt.
Gold-Handelsplan:
Kauf: 4706–4698 | Stop-Loss: 4688 | Take-Profit: 4730–4740
XAUUSD: Bricht Gold 4.718 oder stürzt es auf 4.540?Ich kaufe diese sogenannte Rallye nicht. Der Preis scheiterte hart an der Angebotszone nahe 4.718, und die Preisbewegung zeigt echte Schwäche, die Struktur hat sich umgekehrt, CHoCH bestätigt, und die EMAs ziehen sich zusammen, während Verkäufer die Kontrolle übernehmen. Dieses Diagramm riecht nach einem Rückzug in einer größeren bärischen Fortsetzung.
Interessant ist, dass selbst der fundamentale Hintergrund den Bullen nicht viel Überzeugung gibt. Jüngste Schlagzeilen zeigen, dass Gold trotz geopolitischem Lärm um die Spannungen zwischen den USA und Iran keinen Anschlusskauf hat, was bedeutet, dass die sicheren Hafenströme nicht wirklich eingesetzt haben, wie man es erwarten würde. Die gemischten Friedensgespräche und stockenden Verhandlungen halten den Preis unterhalb wichtiger Niveaus fest – und dieser Mangel an Überzeugung ist genau die Art von Liquiditätsfalle, die Verkäufer suchen, bevor es tiefer geht.
Hier ist der Handel, den ich beobachte: Verkaufen in den Rücklauf in Richtung der 4.630–4.660 FVG-Zone, dann nach unten in den Orderblock um 4.560–4.570 ziehen. Wenn der Preis diese Zone durchstreift und die Liquidität sauber aufgenommen wird, ziele ich als nächstes auf den Bereich um 4.540. Ich möchte eine Ablehnung von der FVG oder eine klare bärische Reaktion dort sehen – das ist die Bestätigung, die ich brauche.
Die Ungültigkeit ist einfach: Wenn der Preis überzeugend über 4.718 steigt, ist diese bärische Sichtweise hinfällig und ich werde aussteigen oder Käufe neu bewerten. Aber wie es aussieht, werden Rallyes angeboten und der Weg des geringsten Widerstands sieht immer noch nach Süden aus.
Glauben Sie, dass Händler den 4.560-Block als echte Nachfrage respektieren sollten oder auf einen tieferen Sweep achten sollten?
DAX Tagesausblick 11. Mai – Bruch der 24.500 Punkte Marke?Geopolitische und fundamentale Lage im Nahen Osten
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin der wichtigste kurzfristige Treiber für die Märkte und insbesondere für die Inflations- und Zinserwartungen. Auch über das Wochenende hinweg dominierte erneut das gemischte Sentiment rund um die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Schlagzeilen. Einerseits stehen weiterhin diplomatische Gespräche und mögliche Deeskalationsszenarien im Raum, andererseits bleibt die Lage extrem fragil und headlinegetrieben.
Während iranische Medien mehrfach betonten, dass ein Friedensvorschlag sowie Gespräche über ein mögliches Ende des Konflikts weiterhin diskutiert werden, sorgte die Aussage von Donald Trump, die iranische Antwort sei „völlig inakzeptabel“, erneut für Unsicherheit. Gleichzeitig laufen die diplomatischen Kontakte über Katar, Pakistan und weitere Vermittlerstaaten jedoch weiter. Genau dieses widersprüchliche Bild sorgt aktuell dafür, dass sich der Markt in einer abwartenden Haltung befindet.
Die Straße von Hormuz bleibt weiterhin der absolute Schlüsselfaktor. Solange hier keine nachhaltige Entspannung sichtbar wird, bleibt der Inflationsdruck über die Energiepreise erhöht. Besonders wichtig: Der Markt handelt aktuell nicht nur den Konflikt selbst, sondern vor allem dessen Auswirkungen auf Ölpreise, Inflationserwartungen und damit direkt auf die Geldpolitik der FED und EZB.
Trotzdem bleibt das übergeordnete Risk-on-Sentiment bislang intakt. Vor allem die KI-Euphorie, starke Tech-Quartalszahlen und der anhaltende Kapitalzufluss in Technologieaktien stabilisieren die globalen Indizes weiterhin auf extrem hohem Niveau. Asiatische Märkte zeigten sich heute Nacht ebenfalls robust, obwohl Öl erneut deutlich anzog. Genau das zeigt aktuell die enorme Dominanz des KI- und Tech-Sektors am Gesamtmarkt.
Gleichzeitig warnte die EZB heute Morgen bereits deutlich vor steigenden Inflationsrisiken durch den Nahostkonflikt. EZB-Mitglied Kocher betonte mehrfach, dass dauerhaft hohe Energiepreise und ein anhaltender Konflikt das Risiko von Zweitrundeneffekten und sogar stagflationären Tendenzen erhöhen könnten. Auch Zinserhöhungen wurden indirekt wieder als mögliches Szenario offen gehalten, falls die Energiepreise nicht zeitnah zurückkommen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten
Fundamental erwartet uns heute insgesamt ein eher ruhiger Handelstag. Das wichtigste Event des Tages sind die Existing Home Sales aus den USA am Nachmittag.
Forecast: 4,05 Millionen
Previous: 3,98 Millionen
Hier wird also von einer leichten Verbesserung ausgegangen. Die Existing Home Sales messen die annualisierte Anzahl bereits bestehender Wohngebäude, die im vergangenen Monat verkauft wurden. Dieser Indikator gilt als wichtiger Frühindikator für die Stärke des US-Häusermarktes und damit indirekt auch für die allgemeine wirtschaftliche Lage und Konsumstärke in den USA.
Sollten die Daten deutlich über oder unter den Erwartungen liegen, könnte dies kurzfristig Volatilität in den Markt bringen. Insgesamt bleibt der heutige Tag fundamentalseitig jedoch deutlich ruhiger als die kommenden Tage.
Der Fokus liegt ganz klar bereits auf morgen. Dort erwarten uns sowohl die deutschen CPI-Daten als auch vor allem die entscheidenden US-CPI-Daten. Genau diese Inflationszahlen dürften darüber entscheiden, ob die Zinssenkungsfantasie erneut Rückenwind bekommt oder ob der Markt verstärkt beginnt, weitere Zinserhöhungen beziehungsweise längere Hochzinsphasen einzupreisen.
Marktüberblick und Korrelationen
US Oil / WTI
WTI eröffnet heute mit einem starken Gap-Up von knapp 3,9% und notiert aktuell wieder nahe der psychologisch extrem wichtigen 100-Dollar-Marke bei rund 99,56 Dollar.
Wie bereits im Wochenausblick angesprochen, bleibt Öl aktuell der wichtigste Inflationsindikator überhaupt. Solange sich Öl über 90 Dollar hält oder sogar nachhaltig Richtung beziehungsweise über 100 Dollar ausbricht, bleibt der Inflationsdruck massiv erhöht. Das wiederum belastet Zinssenkungsfantasien und erhöht den Druck auf Risk Assets.
Sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter entspannen, könnte Öl schnell wieder Druck nach unten bekommen. Aktuell bleibt das Sentiment jedoch extrem headlineabhängig.
DXY / Dollar Index
Der Dollar Index zeigt sich bislang vergleichsweise ruhig. Zwar gab es ebenfalls ein kleines Gap-Up, insgesamt bleibt der DXY aber weiterhin in seiner übergeordneten Range gefangen und notiert aktuell knapp um die 98 Punkte Marke.
Weder ein klarer Safe-Haven-Run noch ein signifikanter Dollar Abverkauf ist bislang sichtbar. Damit bleibt auch hier zunächst alles beim Alten.
VIX
Der VIX notiert weiterhin bei rund 17,18 Punkten und damit weiterhin unter der kritischen 20er-Marke. Das zeigt, dass trotz geopolitischer Unsicherheiten aktuell noch kein massiver Panic-Modus im Markt vorhanden ist.
Allerdings gilt weiterhin: Neue Headlines aus dem Nahen Osten können hier jederzeit sehr schnelle Ausschläge verursachen.
Risk Assets / US-Indizes
Der US30 eröffnete zunächst mit einem kleinen Gap-Down, konnte dieses jedoch bereits wieder schließen und hält sich weiterhin über der wichtigen 49.500-Punkte-Marke.
Hier bleibt entscheidend, ob wir weitere Gewinnmitnahmen sehen und Richtung 48.900 korrigieren oder ob die Bullen erneut genug Momentum aufbauen können, um die psychologisch wichtige 50.000er-Marke anzugreifen.
Insgesamt bleibt die Marktstruktur trotz kurzfristiger Unsicherheiten weiterhin bullish geprägt. Vor allem die anhaltende Stärke der Tech-Werte und der KI-Sektor stabilisieren die Märkte weiterhin enorm.
Charttechnischer Ausblick DAX
Der DAX eröffnete heute zunächst mit einem kleinen Gap-Down von rund -0,37% gegenüber dem Freitagsschlusskurs und notiert aktuell bei etwa 24.276 Punkten.
Wie bereits im gestrigen Wochenrückblick angesprochen, bleibt für mich heute vor allem entscheidend, ob das Tageshoch oder das Tagestief vom Freitag nachhaltig gebrochen wird.
Das Tagestief wurde in der Asia-Session bereits unterschritten. Jetzt bleibt abzuwarten, ob daraus tatsächlich stärkeres bearishes Momentum entsteht oder ob der Markt diese Bewegung lediglich als kurzfristigen Shakeout nutzt.
Bearishes Szenario
Sollten wir unter das heutige Tagestief bei rund 24.222 Punkten brechen, sehe ich weiteres kurzfristiges Abwärtspotenzial in Richtung 24.100 beziehungsweise im Extremfall sogar bis an die psychologisch wichtige 24.000er-Zone.
Entscheidend wird hierbei vor allem sein, wie sich die geopolitische Lage entwickelt und ob der Markt bereits verstärkt beginnt, die morgigen CPI-Daten bearish einzupreisen.
Trotzdem bleibe ich aktuell sehr vorsichtig mit aggressiven Shorts. Solange wir keine deutliche Verschlechterung der fundamentalen Lage oder einen klar bearishen CPI-Impuls bekommen, sehe ich das größere Bild weiterhin eher bullish.
Bullishes Szenario
Sowohl strukturell als auch fundamental bleibt für mich weiterhin ein erneuter Long-Angriff auf die 25.000er-Marke das wahrscheinlichere Szenario.
Besonders wichtig bleibt hierbei die Zone zwischen:
• Wochenhoch KW18
• Jahresschlusskurs 2025
• psychologisch wichtige 24.500er-Marke
• Tageshoch vom Freitag
Sobald der DAX nachhaltig über 24.530 Punkte ausbrechen kann, sehe ich trotz weiterer Widerstände den Weg Richtung 25.000 deutlich offener.
Vor allem dann, wenn die morgigen CPI-Daten besser als erwartet ausfallen und gleichzeitig die Nahostlage keine erneute Eskalation zeigt, könnte der Markt sehr schnell wieder bullisches Momentum aufbauen.
Wahrscheinlichstes Szenario heute:
Ich kann mir gut vorstellen, dass wir heute insgesamt eher einen ruhigeren Handelstag sehen und der DAX innerhalb der aktuellen Range zwischen etwa 24.200 und 24.530 Punkten bleibt.
Sollte sich genau dieses Szenario bestätigen, wäre das für mich persönlich eher ein No-Trade-Day, da mir in dieser Zone aktuell eine klare Richtungsbestätigung fehlt.
Heute ist daher mehr denn je Geduld gefragt – insbesondere vor den morgigen CPI-Daten.
Fazit
Der Markt bleibt weiterhin extrem headline- und datenabhängig. Fundamental dominiert weiterhin die Nahost-Thematik und deren Einfluss auf Ölpreise, Inflation und Zinserwartungen.
Kurzfristig bleibt die 24.500er-Zone im DAX der entscheidende Trigger nach oben, während unterhalb von 24.200 kurzfristig weiteres Korrekturpotenzial entstehen könnte.
Insgesamt bleibe ich aber weiterhin eher im Risk-on-Lager, solange sich die geopolitische Lage nicht deutlich verschärft und die morgigen Inflationsdaten keine negative Überraschung liefern.
Wie seht ihr den DAX heute?
Sehen wir eine tiefere Korrektur, einen Range-Day oder den bullischen Ausbruch über 24.500 Punkte?
Schreibt mir eure Einschätzung gerne in die Kommentare. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und ab morgen bin ich natürlich wieder mit den täglichen DAX-Ausblicken am Start.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Gold hält sich stark – Bullen peilen höhere Kurse anGold (XAUUSD) hält sich weiterhin fest über der wichtigen Unterstützungszone, während sich der makroökonomische Druck wieder zugunsten von Gold verschiebt.
Trotz der jüngsten Stärke des US-Dollars und der verhaltenen Erwartungen an die Fed konnte der Kurs nicht nach unten durchbrechen und bildet nun im ersten Halbjahr eine bullische Konsolidierungsstruktur. Die aktuelle Handelsspanne deutet eher auf eine Akkumulation als auf eine Distribution hin.
Solange die Unterstützung um 4675–4690 hält, ist ein weiterer Anstieg in Richtung der 4810-Marke weiterhin wahrscheinlich. Die nachlassende Dynamik und die zunehmende Liquidität über den jüngsten Höchstständen könnten die nächste Expansionsphase beflügeln.
Der Fokus des Marktes liegt diese Woche weiterhin auf den US-Inflationsdaten und den Zinserwartungen der Fed. Ein schwächerer VPI-Tendenz könnte den Dollar schwächen und den Goldpreis weiter nach oben treiben.
Gold H1: Kopf-Schulter-Muster oder Täuschung?Die Nachrichten sind überall. Die Schlagzeilen am Wochenende schreien nach einer Eskalation des Krieges – Gold öffnete mit einem Gap nach unten in Asien. Dann traf die Stärke des DXY 98,10 bei einer Risikoaversion.
Doch hier sind wir: Gold bei $4,673, stabilisierend.
Für mich purer Chaos. Aber das Chart lügt nicht.
H1-Struktur? Lehrbuch Kopf und Schultern bilden sich.
🔴 Linke Schulter: ~4,706
🔴 Kopf: ~4,680
🔴 Rechte Schulter: im Aufbau
🔴 Nackenlinie: ~4,662–4,673 (aktuelle Zone)
Worauf ich achte:
WENN über 4,662 gehalten wird → Fake-Breakdown → 4,680 zurückerobern → 4,706 Gap-Füllung
WENN unter 4,662 geschlossen wird → bestätigte H&S → 4,631 → 4,600 Liquiditätsabholung
Frage, die sich niemand stellt:
Warum hält Gold nach einem Rückgang von $40 + Trump wies die Iran-Friedensbedingungen zurück + 4% Break-Even-Inflation + 98 DXY?
Akkumulation oder Distribution?
Für mich – ich prognostiziere nicht. Ich reagiere. Lass die Nackenlinie entscheiden.
👇 Was ist dein Bias hier? Den Rückgang kaufen oder das Muster shorten?
Wochenausblick KW20 – Fundamental, Makro & Technischer AusblickFundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick
(Fokus auf die US-CPI-Inflationsdaten am Dienstag)
Die neue Handelswoche startet erneut in einem extrem spannenden und gleichzeitig hochsensiblen Marktumfeld. Auch wenn sich die Märkte weiterhin bemerkenswert robust zeigen und viele Risk Assets nahe ihrer Hochs notieren, bleibt die geopolitische Lage weiterhin der dominante Treiber für nahezu alle Assetklassen.
Besonders die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben aktuell der wichtigste fundamentale Faktor für die Märkte. Zwar gab es über das Wochenende erneut Meldungen über mögliche weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran, gleichzeitig wurden jedoch neue Sanktionen gegen iranische Netzwerke und China nahe Unternehmen verhängt. Die Märkte befinden sich damit weiterhin in einem Spannungsfeld zwischen möglicher diplomatischer Entspannung und dem Risiko erneuter Eskalationen.
Vor allem die Straße von Hormus bleibt dabei der zentrale geopolitische Risikofaktor für die globalen Märkte. Ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung läuft weiterhin durch diese Region. Genau deshalb reagieren Ölpreise, Inflationserwartungen und letztendlich auch die Zinserwartungen der Federal Reserve momentan extrem sensibel auf jede neue Schlagzeile.
Trotzdem zeigt sich aktuell weiterhin ein insgesamt starkes Risk-On Sentiment an den Märkten. Der S&P 500 notiert weiterhin auf beziehungsweise nahe neuer All Time Highs, der US30/Nasdaq bleibt extrem stark und auch der DAX handelt weiterhin nur knapp unter seinen Hochs. Besonders bemerkenswert ist dabei, wie aggressiv Rücksetzer aktuell gekauft werden. Schlechte Nachrichten führen momentan häufig nur noch kurzfristig zu Volatilität, bevor erneut Käufer in den Markt kommen.
Auch die Lage zwischen Russland und der Ukraine bleibt weiterhin angespannt, spielt aktuell jedoch aus Marktsicht eher eine untergeordnete Rolle gegenüber den Entwicklungen im Nahen Osten. Zwar gab es zuletzt erneut Berichte über Waffenstillstandsverhandlungen sowie diplomatische Gespräche, insgesamt bleibt die Lage jedoch weiterhin fragil.
Fundamental zeigt sich die US-Wirtschaft weiterhin überraschend robust. Die Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche fielen deutlich stärker aus als erwartet. Besonders die Non-Farm Payrolls lagen klar über den Erwartungen und signalisierten erneut einen stabilen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil, was ebenfalls gegen eine unmittelbare wirtschaftliche Schwäche spricht.
Das bedeutet allerdings gleichzeitig auch, dass die Zinssenkungsfantasie zuletzt erneut etwas zurückgedrängt wurde. Ein weiterhin robuster Arbeitsmarkt erschwert der Federal Reserve schnelle Zinssenkungen, insbesondere in Kombination mit den weiterhin hohen Energiepreisen und den anhaltenden Inflationsrisiken.
Genau deshalb richtet sich der Fokus der Märkte in dieser Woche zentriert auf die anstehenden Inflationsdaten, wichtig zu verstehen ist allerdings, das die Märkte nicht mehr so stark auf Datenberichte reagieren, sondern mehr auf die geopolitische Entwicklung schauen. Dies war am Freitag zu den NFP DAten sehr gut zu beobachten.
Überblick Wirtschaftsdaten KW20
Am Montag bleibt die Datenlage zunächst noch vergleichsweise ruhig. Im Fokus stehen die Existing Home Sales aus den USA. Erwartet werden 4,05 Millionen Verkäufe nach zuvor 3,98 Millionen. Diese Daten gelten als wichtiger Frühindikator für die Stärke des US-Immobilienmarktes und liefern gleichzeitig Rückschlüsse auf die allgemeine Wirtschaftsstärke sowie das Konsumverhalten der US-Verbraucher. Ein stärker als erwarteter Wert würde erneut die Robustheit der US-Wirtschaft bestätigen.
Der Dienstag wird anschließend mit Abstand der wichtigste Handelstag der Woche.
Bereits am Vormittag stehen die deutschen CPI-Daten an. Erwartet wird hier ein Wert von 0,6 % nach ebenfalls zuvor 0,6 %. Deutschland gilt weiterhin als wichtigste Volkswirtschaft innerhalb der Eurozone und entsprechend wichtig sind diese Inflationsdaten auch für den DAX und die europäischen Märkte insgesamt.
Am Nachmittag folgen dann die entscheidenden US-CPI-Daten.
Besonders die Year-over-Year Inflation steht hier extrem im Fokus. Erwartet wird ein Anstieg auf 3,7 % nach zuvor 3,3 %. Damit bleibt die Inflation weiterhin deutlich über dem offiziellen 2-%-Inflationsziel der Federal Reserve.
Und genau hier liegt aktuell der kritischste Punkt für die Märkte.
Sollten die Inflationsdaten zwar höher als zuvor, aber niedriger als die Markterwartungen ausfallen, könnte das vom Markt durchaus positiv interpretiert werden. In diesem Szenario könnte sich das aktuelle Risk-on-Umfeld weiter fortsetzen, insbesondere wenn die geopolitische Lage gleichzeitig eher Richtung Deeskalation tendiert.
Sollten die Inflationsdaten jedoch höher als erwartet ausfallen, könnte das extrem schnell zu einem deutlichen Shift Richtung Risk-off führen. In diesem Fall dürften Zinssenkungserwartungen erneut weiter nach hinten verschoben werden. Sogar erneute Diskussionen über potenziell restriktivere Geldpolitik könnten dann wieder stärker in den Vordergrund rücken. Genau das wäre kurzfristig klar negativ für Risk Assets.
Wichtig bleibt dabei weiterhin:
Die aktuellen Wirtschaftsdaten besitzen momentan nicht dieselbe Gewichtung wie die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Märkte reagieren aktuell vor allem deshalb so sensibel auf Inflation, weil Ölpreise und geopolitische Risiken direkten Einfluss auf Inflationserwartungen, Energiepreise und letztendlich auch auf die Geldpolitik haben.
Am Mittwoch folgen anschließend die PPI-Daten aus den USA. Erwartet wird hier ein Wert von 0,5 % nach ebenfalls zuvor 0,5 %. Der Producer Price Index misst die Preisentwicklung auf Herstellerebene und gilt als wichtiger Frühindikator für zukünftige Verbraucherpreise. Entsprechend relevant bleiben diese Daten ebenfalls für die Inflations- und Zinserwartungen der Märkte.
Zusätzlich stehen am Mittwoch die Crude Oil Inventories im Fokus. Die Entwicklung der US-Öllagerbestände bleibt aktuell aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten besonders relevant. Sinkende Lagerbestände könnten den Ölpreis erneut antreiben und damit zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen.
Ebenfalls relevant bleiben die 30-Year Bond Auctions. Die Nachfrage nach langfristigen Staatsanleihen liefert wichtige Hinweise darauf, wie institutionelle Marktteilnehmer Inflation, Wachstum und zukünftige Zinspolitik einschätzen.
Am Donnerstag folgen dann die Retail Sales Daten aus den USA. Erwartet wird hier ein Wert von 0,6 % nach zuvor 1,7 %. Diese Daten gelten als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Konsumstärke der US-Wirtschaft. Da der Konsum einen erheblichen Teil der gesamten Wirtschaftsleistung ausmacht, besitzen diese Daten entsprechend hohe Relevanz.
Stärkere als erwartete Retail Sales würden erneut die Robustheit der Wirtschaft bestätigen, könnten gleichzeitig jedoch auch Inflations- und Zinssorgen verstärken. Schwächere Werte hingegen könnten die Hoffnung auf zukünftige Zinssenkungen wieder etwas beflügeln.
Dasselbe gilt auch für die Core Retail Sales.
Zusätzlich folgen die Initial Jobless Claims. Diese liefern erneut Hinweise auf die aktuelle Verfassung des US-Arbeitsmarktes. Steigende Arbeitslosenanträge könnten erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Abkühlung liefern, während niedrige Werte weiterhin die Stärke des Arbeitsmarktes bestätigen würden.
Märkte im Überblick & Korrelationen
WTI-Öl bleibt weiterhin einer der wichtigsten Marktindikatoren überhaupt. Der Ölpreis hält sich nach wie vor oberhalb der kritischen 90-Dollar-Marke. Besonders auffällig war dabei zuletzt, dass Öl mehrfach aggressiv im Bereich um 90 Dollar gekauft wurde. Gleichzeitig notiert Öl aktuell jedoch mit einem eher bearischen Wochenschlusskurs.
Entscheidend bleibt jetzt, ob Öl nachhaltig unter die 90-Dollar-Marke zurückfallen kann. Das würde den Druck auf Energiepreise und Inflationserwartungen etwas reduzieren und könnte wiederum Risk Assets unterstützen. Sollten die Ölpreise hingegen erneut dynamisch ansteigen, würde das Inflationsängste und damit auch die Risiken für die Märkte deutlich erhöhen.
Der DXY notiert weiterhin innerhalb seiner großen übergeordneten Range und handelt aktuell im Bereich um 97,8 Punkte. Auffällig bleibt, dass wir bislang weiterhin keinen extremen Safe-Haven-Flow in den US-Dollar sehen. Das spricht aktuell weiterhin eher für ein insgesamt stabiles Risk-on-Umfeld.
Der VIX notiert weiterhin vergleichsweise niedrig bei rund 17 Punkten. Solange der VIX unter der 20er Marke bleibt, signalisiert das weiterhin keine extreme Marktpanik. Dennoch bleibt der Markt extrem Headline getrieben und geopolitische Nachrichten können jederzeit kurzfristig starke Volatilität auslösen.
Auch Gold bleibt weiterhin stark und konnte erneut bullisch schließen. Wer sich den ausführlichen Rückblick auf KW19 noch nicht angesehen hat, sollte dies unbedingt tun, da dort bereits detailliert auf die Entwicklungen der verschiedenen Assetklassen eingegangen wurde.
Bitcoin bleibt ebenfalls stark und notiert weiterhin oberhalb von 80.800 Dollar. Insgesamt bestätigen damit auch Kryptowährungen weiterhin das bestehende Risk-on-Sentiment.
Der S&P 500 handelt weiterhin nahe beziehungsweise auf neuen All-Time-Highs im Bereich um 7.400 Punkte. Kurzfristige Gewinnmitnahmen bleiben nach der extrem starken Rallye allerdings jederzeit möglich, insbesondere rund um Events wie die CPI-Daten.
Im US30 bleibt die große Range zwischen 49.500 und 50.000 Punkten weiterhin entscheidend. Ein nachhaltiger Ausbruch über die 50.000er-Marke könnte weiteres Momentum Richtung All-Time-Highs freisetzen. Gleichzeitig bleiben kurzfristige Gewinnmitnahmen nach der starken Rallye absolut realistisch.
Charttechnischer Überblick – DAX
Der DAX bleibt insgesamt weiterhin in einer intakten bullischen Marktstruktur.
Zwar sahen wir zuletzt einen extrem starken intraday Abverkauf, auf Wochenbasis konnte der Markt dennoch weiterhin bullisch schließen. Allerdings gelang es dem DAX nicht, nachhaltig oberhalb der wichtigen 24.500er-Zone zu schließen. Genau diese Zone bleibt aktuell extrem relevant, da sich dort unter anderem der Jahresschlusskurs 2025 sowie weitere wichtige technische Widerstände befinden.
Aktuell handelt der DAX im Bereich um 24.395 Punkte und damit unmittelbar an einer sehr wichtigen technischen Entscheidungszone. Gleichzeitig befinden wir uns hier auch in der Nähe des Monatscloses der April-Kerze, was diese Region zusätzlich relevant macht.
Das bullishe Szenario bleibt für mich weiterhin aktiv, solange die geopolitische Lage nicht erneut eskaliert und die CPI-Daten am Dienstag nicht deutlich über den Erwartungen liegen.
Der wichtigste Trigger auf der Oberseite bleibt aktuell ein sauberer Ausbruch über die Zone bei 24.530 Punkten, also dem Tageshoch von Freitag. Gelingt dieser Breakout mit Momentum, könnten anschließend relativ schnell die nächsten Widerstände angelaufen werden.
Besonders relevant bleiben dabei:
– das Wochenhoch von KW17 bei 24.620 Punkten,
– das Jahreshoch 2025 im Bereich um 24.770 Punkte bis 24.800 Punkte,
– sowie psychologisch die 25.000er-Marke.
Sollten wir zusätzlich einen CPI-Report sehen, der zwar höher als zuletzt, aber niedriger als erwartet ausfällt, halte ich einen weiteren Momentum-Push Richtung 25.000 Punkte durchaus für realistisch.
Unter den richtigen fundamentalen und geopolitischen Bedingungen sehe ich sogar neue All-Time-Highs in dieser Woche nicht als unrealistisch an.
Das bearishe Szenario aktiviert sich hingegen, wenn der DAX das Tagestief vom Freitag im Bereich um 24.260 Punkte nachhaltig unterschreitet.
In diesem Fall rechne ich zunächst mit einer kurzfristigen Korrektur Richtung 24.100 bis 24.000 Punkte.
Sollte dort kein stabiler Support entstehen, wären anschließend:
– das Wochentief von KW18 im Bereich um 23.850 Punkte,
– anschließend die Zone um 23.600 Punkte,
– sowie letztendlich die Schlüsselzone bei 23.500 Punkten die nächsten relevanten Supports.
Entscheidend bleibt damit aus meiner Sicht vor allem die Frage, ob der DAX zuerst das Tageshoch oder das Tagestief vom Freitag verlässt. Genau diese Bewegung dürfte kurzfristig den nächsten richtungsweisenden Impuls liefern.
Overall bleibe ich aktuell weiterhin eher bullish und insgesamt klar Risk-on eingestellt.
Der entscheidende Faktor bleibt jetzt die Kombination aus:
– geopolitischer Entwicklung im Nahen Osten,
– Ölpreis,
– sowie den CPI-Daten am Dienstag.
Sollten die Inflationsdaten unter den Erwartungen liegen und gleichzeitig weitere Deeskalationssignale aus dem Nahen Osten kommen, könnte das den Märkten erneut erheblichen Rückenwind liefern.
Wie seht ihr den DAX für diese Woche?
Erwartet ihr höhere Inflationszahlen oder eher eine positive Überraschung bei den CPI-Daten?
Schreibt eure Einschätzung gerne in die Kommentare – über den Austausch freue ich mich wie immer sehr.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche.
Ab morgen bin ich natürlich wieder mit den täglichen DAX-Tagesausblicken am Start!
NFP gemischt, Fed hawkish – 4.800 gefälscht?📰 Kontext
NFP kam gemischt. Fed-Sprecher haben sich gegen frühe Zinssenkungen ausgesprochen. Reale Renditen bleiben ein Kopfzerbrechen. Aber die physische Nachfrage und die Zentralbanken bleiben unterstützend.
📊 H4 Struktur
Trendlinie bleibt intakt (steigend seit Anfang Mai)
Der Preis ist zwischen dem Unterstützungspreis der Trendlinie (~4.700-4.710) und dem Widerstandsbereich (4.763-4.800) komprimiert.
Noch kein klarer CHOCH – immer noch innerhalb der bullishen Struktur, aber an Schwung verlierend.
🔑 Schlüssellevel für die nächste Woche
🟢 Unterstützung: 4.656 → 4.625
🟡 Pivotzone: 4.700-4.710 (Trendlinie)
🔴 Widerstand: 4.763 → 4.800 → 4.826
⚡️ IF–THEN Szenarien
✅ WENN über der Trendlinie (4.700) bleibt + 4.725 zurückgewinnt
→ Richtung 4.763 → 4.800 vorwärts.
❌ WENN 4.700 verliert + 4.656 bricht
→ Struktur ändern → 4.625 → 4.600
🧠 Meine Einschätzung
Für mich sieht das immer noch nach Akkumulation aus, bevor ein weiterer Anstieg erfolgt – aber nur, wenn die Unterstützung hält. Ich bin nicht daran interessiert, die Mitte dieses Bereichs zu kaufen. Ich warte lieber auf einen Sweep bei 4.700 oder einen sauberen Rückeroberung von 4.739.
❓ Was ist deine Einschätzung für die nächste Woche?
👇 Teile dein Level oder Szenario.
DAX Wochenrückblick KW 19 – Wichtigste ErkentnisseFundamentale Lage, Volatilität und wichtigste Erkenntnisse
Die KW 19 war geprägt von extrem hoher Volatilität, geopolitischen Spannungen, starken Bewegungen im Ölmarkt sowie einer weiterhin überraschend robusten US-Wirtschaft. Trotz massiver Unsicherheiten rund um den Nahostkonflikt, steigender Inflationssorgen und erneut hawkisher Aussagen aus den USA konnten sich Risk Assets insgesamt bemerkenswert stabil halten. Besonders auffällig war dabei die enorme Intraday Volatilität in nahezu allen großen Indizes, vor allem im DAX.
Fundamentale Lage Nahost & geopolitische Situation
Der zentrale Belastungsfaktor für die Märkte bleibt weiterhin die Lage im Nahen Osten. In dieser Woche kam es erneut zu Spannungen zwischen den USA und dem Iran, insbesondere rund um den Persischen Golf und die Straße von Hormuz. Zeitweise wurden iranische Tanker blockiert, militärische Bewegungen verstärkt und es gab Berichte über direkte Konfrontationen im Gulf of Oman.
Die Straße von Hormuz bleibt dabei der wichtigste geopolitische Risikofaktor für die globalen Märkte. Ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung läuft durch diese Region. Entsprechend sensibel reagieren Energiepreise und Inflationssorgen auf jede neue Eskalation.
Allerdings zeigte sich im Wochenverlauf auch eine leichte Entspannung:
• mögliche neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden diskutiert,
• Berichte über diplomatische Lösungen kamen auf,
• einzelne Meldungen deuteten auf eine Stabilisierung der Lage hin,
• gleichzeitig wurden keine weiteren massiven Eskalationen bestätigt.
Auch im Russland Ukraine Konflikt gab es leichte Hoffnungsschimmer. Es wurde über eine temporäre Waffenruhe beziehungsweise ein kurzfristiges Ceasefire gesprochen. Zwar bleibt die Lage weiterhin angespannt, dennoch sorgten diese Meldungen kurzfristig für etwas Entspannung an den Märkten.
Insgesamt bleibt die geopolitische Lage jedoch weiterhin fragil. Die Märkte reagieren mittlerweile deutlich rationaler auf Schlagzeilen als noch vor einigen Monaten. Viele schlechte Nachrichten wurden zwar zunächst verkauft, anschließend jedoch wieder aggressiv gekauft. Genau das zeigt aktuell die enorme Stärke der Risk Assets.
Fundamentaldaten der Woche – Überblick
Dienstag
Am Dienstag standen mehrere wichtige Frühindikatoren für die US-Wirtschaft im Fokus.
Der S&P Global Services PMI zeigte weiterhin eine stabile Dienstleistungswirtschaft. Der Konsumsektor in den USA bleibt damit insgesamt robust, obwohl die Inflation weiterhin erhöht ist und die Finanzierungskosten hoch bleiben.
Die New Home Sales zeigten ebenfalls, dass sich der US-Immobilienmarkt zwar verlangsamt, aber keineswegs kollabiert. Hohe Hypothekenzinsen belasten weiterhin die Nachfrage, dennoch bleibt der Markt insgesamt stabiler als von vielen erwartet.
Die JOLTS Job Openings signalisierten weiterhin einen vergleichsweise angespannten Arbeitsmarkt. Zwar sinkt die Zahl offener Stellen langsam, dennoch bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch.
Besonders relevant waren zudem die ISM Non-Manufacturing Daten:
• der ISM Services PMI zeigte weiterhin Expansion,
• die Prices Paid Komponente blieb allerdings erhöht.
Das bedeutet:
Die US-Wirtschaft wächst weiterhin moderat, gleichzeitig bleibt der Inflationsdruck im Dienstleistungssektor bestehen. Genau das sorgt aktuell für die größte Unsicherheit bei der Federal Reserve.
Mittwoch
Der ADP Employment Change zeigte erneut solide Beschäftigungsdaten. Der Arbeitsmarkt bleibt insgesamt widerstandsfähig und sendet bislang keine klaren Rezessionssignale.
Zusätzlich standen die Crude Oil Inventories im Fokus. Die Lagerbestände sorgten kurzfristig für Bewegung im Ölmarkt, wobei die geopolitische Lage den deutlich größeren Einfluss hatte. Die Energiepreise bleiben insgesamt hoch und damit ein zentraler Inflationstreiber.
Donnerstag
Die Initial Jobless Claims blieben weiterhin relativ niedrig. Auch hier zeigt sich:
Der Arbeitsmarkt schwächt sich zwar leicht ab, befindet sich aber nach wie vor in einem stabilen Zustand.
Gleichzeitig kam es am Donnerstag zu starken Gewinnmitnahmen an den Aktienmärkten. Besonders im DAX war dies deutlich sichtbar. Hintergrund waren vor allem:
• die zuvor starke Rally,
• Unsicherheit vor den NFP-Daten,
• geopolitische Spannungen,
• hohe Ölpreise,
• sowie steigende Inflationssorgen.
Viele institutionelle Marktteilnehmer reduzierten kurzfristig Risiko, was die extrem starke Abwärtsbewegung zusätzlich verstärkte.
Freitag – NFP Day
Der Freitag stand komplett im Zeichen der US-Arbeitsmarktdaten.
Die Average Hourly Earnings lagen bei 0,2% und damit leicht unter den Erwartungen. Das war grundsätzlich positiv für die Inflationserwartungen.
Die Non-Farm Payrolls kamen mit 115K deutlich stärker als erwartet. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote bei 4,3%.
Das Gesamtbild:
• der Arbeitsmarkt bleibt robust,
• die Wirtschaft zeigt weiterhin Stabilität,
• eine harte Rezession ist aktuell nicht sichtbar,
• gleichzeitig bleibt die Inflation ein Problem.
Genau deshalb bleibt die Federal Reserve weiterhin vorsichtig. Mehrere Aussagen von Fed-Mitgliedern machten deutlich, dass Zinssenkungen kurzfristig nicht garantiert sind.
Zusätzlich sprach US-Präsident Trump erneut öffentlich und sorgte mit Aussagen zu China, Tariffs und geopolitischen Themen erneut für Unsicherheit an den Märkten.
Gesamtbild Wirtschaft & Inflation
Die US-Wirtschaft zeigt sich aktuell weiterhin überraschend robust:
• der Arbeitsmarkt hält sich stabil,
• der Konsum bleibt stark,
• Dienstleistungen laufen weiterhin solide,
• die Aktienmärkte bleiben risk-on.
Gleichzeitig bestehen aber weiterhin erhebliche Risiken:
• hohe Energiepreise,
• geopolitische Unsicherheit,
• steigende Inflationssorgen,
• sowie die Gefahr einer stagflationären Entwicklung.
Die Märkte befinden sich aktuell in einem Spannungsfeld zwischen:
• starkem Wachstum,
• AI-Euphorie,
• robustem Arbeitsmarkt
und gleichzeitig:
• geopolitischem Risiko,
• Inflation,
• sowie einer weiterhin restriktiven Federal Reserve.
Charttechnischer Marktüberblick
Öl (WTI)
Öl schloss die Woche bei 94,67 Dollar und notiert damit weiterhin deutlich über der wichtigen 90 Dollar Marke. Damit bleiben Energiepreise und Inflationssorgen weiterhin extrem relevant.
Allerdings gab es im Vergleich zur Vorwoche einen Rückgang von rund 7,8%. Vor allem zum Ende der Woche wurden stärkere Rückgänge sichtbar, da sich die geopolitische Lage leicht stabilisierte und Hoffnungen auf diplomatische Lösungen aufkamen.
Trotzdem verteidigt Öl aktuell weiterhin den Bereich über 90 Dollar. Solange sich der Preis dort hält, bleiben die Sorgen rund um Inflation und Energiepreise bestehen.
Der Ölmarkt bleibt aktuell extrem abhängig vom Nahostkonflikt und insbesondere von der Situation rund um die Straße von Hormuz.
DXY – US-Dollar Index
Im DXY sahen wir einen kleineren Abverkauf. Auf Wochenbasis notiert der Dollar Index rund 0,38% im Minus.
Übergeordnet befindet sich der Markt allerdings weiterhin in der großen Range zwischen 96 und 100,5 Punkten. Hier gab es insgesamt keine weltbewegende Veränderung.
VIX
Der VIX notiert weiterhin relativ niedrig bei 17,18 Punkten.
Das zeigt:
Trotz geopolitischer Risiken und erhöhter Unsicherheit sehen wir aktuell keine extreme Marktpanik. Die Märkte bleiben insgesamt bemerkenswert stabil.
Risk Assets allgemein
Bitcoin notiert aktuell bei rund 80.200 Dollar und konnte erneut Stärke zeigen.
Auch Gold zeigte eine starke bullische Wochenkerze und notiert weiterhin auf hohem Niveau.
Im S&P 500 sahen wir erneut ein All-Time-High bei 7398 Punkten. Der Index schloss die Woche mit rund +2,35% extrem stark ab.
Das zeigt ganz klar:
Risk Assets bleiben weiterhin sehr gefragt. Besonders das AI-Narrativ sorgt nach wie vor für enorme Stärke an den Märkten.
Auch der US30 zeigte insgesamt Stabilität. Zwar gab es intraday starke Abverkäufe, diese wurden jedoch erneut gekauft. Der Index notiert weiterhin stabil im Bereich zwischen 49.000 und 50.000 Punkten.
DAX – Charttechnischer Überblick
Der DAX zeigte in dieser Woche erneut extrem starke Bewegungen und eine außergewöhnlich hohe Volatilität.
Zunächst konnte das Monatshoch vom April gebrochen werden. Auf Wochenbasis bildete der DAX insgesamt eine leicht bullische Kerze mit rund +0,5%.
Allerdings wurde die Bewegung nach oben stark am Bereich rund um das Gap bei 25.150 Punkten abverkauft. Besonders der Donnerstag war geprägt von starken Gewinnmitnahmen. Dort sahen wir einen starken Abverkauf von rund 2,33%.
Doch auch der Wochenstart war bereits extrem volatil:
• Montag starker Abverkauf mit knapp 2%,
• Dienstag komplette Gegenbewegung,
• Mittwoch Fortsetzung des bullischen Momentums,
• Donnerstag erneut massive Gewinnmitnahmen,
• Freitag am NFP-Day hingegen vergleichsweise wenig Volumen und deutlich geringere Volatilität.
Besonders auffällig:
An nahezu jedem Handelstag dieser Woche sahen wir Bewegungen von rund 2% oder mehr. Das zeigt ganz klar, wie hoch die aktuelle Marktunsicherheit und Volatilität momentan ist.
Übergeordnet bleibt der DAX dennoch weiterhin bullisch:
• höhere Hochs,
• höhere Tiefs,
• intakter Aufwärtstrend.
Natürlich wäre ein Wochenschluss oberhalb der wichtigen 24.500er Marke ideal gewesen. Diese Marke bleibt technisch extrem relevant, da sie gleichzeitig in der Nähe des Jahresschlusskurses 2025 liegt.
Nichtsdestotrotz bleibt der übergeordnete bullische Trend für mich aktuell intakt.
Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die geopolitische Lage entwickelt und ob die Märkte kommende Woche erneut Stärke zeigen können.
Wichtigste Erkenntnisse der Woche
Die wichtigste Erkenntnis dieser Woche ist ganz klar:
Die Volatilität am Markt ist aktuell extrem hoch.
Die Ausschläge innerhalb einzelner Handelstage sind massiv geworden. Genau deshalb wird Risikomanagement aktuell wichtiger denn je.
Gerade in solchen Marktphasen ist es extrem wichtig:
• kleinere Positionsgrößen zu handeln,
• Stops sauber zu setzen,
• nicht zu überhebeln,
• und sich an die aktuelle Marktstruktur anzupassen.
Die Märkte reagieren momentan extrem sensibel auf:
• geopolitische Schlagzeilen,
• Inflationsdaten,
• Arbeitsmarktdaten,
• sowie Aussagen der Federal Reserve.
Trotzdem bleibt die übergeordnete Marktstruktur bislang weiterhin erstaunlich stabil und bullisch.
Den ausführlichen Wochenausblick für KW 20 mit allen wichtigen Daten und möglichen Szenarien werde ich morgen noch einmal separat detailliert analysieren und hier posten!
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
Zerschmettert Non-Farm-Daten XAUUSD? Warten auf 4.680!Suche nach einem soliden Long-Setup auf XAUUSD, da wir bereits einen starken Strukturbruch (BOS) und Charakterwechsel (ChoCH) gesehen haben. Der Trend ist immer noch bullisch, und jetzt korrigiert der Preis nur. Ich beobachte einen Rücksetzer in die Zone von 4.680 – 4.700, die meine bevorzugte Kaufzone ist. Sie stimmt mit der Korrekturtrendlinie und einem wichtigen Nachfragebereich überein. Wenn der Preis die Liquidität darunter abfegt, ist das ein perfekter Einstieg für mich, um long zu gehen.
Hier ist die Sache: Heute haben wir einige ernsthafte Wirtschaftsdaten, die veröffentlicht werden. Die durchschnittlichen Stundenlöhne liegen bei 0,3 % (gegenüber erwarteten 0,2 %), die Veränderung der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft bei 65.000 (weit unter den erwarteten 178.000) und die Arbeitslosenquote bleibt stabil bei 4,3 %. Der Arbeitsmarktbericht ist gemischt, aber niedriger als erwartete Non-Farm-Payrolls könnten den USD schwächen und XAUUSD den Schub geben, den es braucht, um höher zu steigen.
Ich warte darauf, dass der Preis die Zone von 4.680 – 4.700 erreicht, bevor ich einsteige, aber wenn wir einen klaren Bruch und Halt unter 4.660 sehen, werde ich aussteigen und neu bewerten. Die FVG-Zone um 4.720 – 4.740 könnte uns eine schnelle Reaktion geben, bevor wir in Richtung 4.755 – 4.780 ausbrechen, und wenn wir das klären, ist 4.800+ als nächstes dran.
Also, es läuft alles auf diesen Rücksetzer hinaus. Wenn es nicht passiert und der Preis ohne uns steigt, muss ich einfach auf den nächsten klaren Einstieg warten. Aber ich hoffe zuerst auf das Abfegen der Liquidität unter 4.700.
Was denkt ihr? Beobachtet ihr auch diese Levels, besonders mit den Nachrichten, die heute herauskommen? Würde gerne eure Gedanken hören!
Gold - Ausblick KW20/2026Hallo Trader,
die Long Idee aus der vergangenen Woche ging super auf. Nun gilt es weiter - Richtung Widerstandszone und dann muss man sehen, wie der Markt dort reagiert.
Bricht er durch, ist der Weg Richtugng 5000$ frei.
Widerstände:
- Zone ums ATH bei 5600$
- Hoch bei 5400$
- Zone um 5070$ - 5000$
- Zone und Trendlinie bei 4850$
Unterstützungen:
- Zone um 4500$
- Novemberhoch bei 4240$
- Tief bei ca 3900$
- Tief bei3630$
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading






















