DAX Tagesausblick 13. Juli–Neue Eskalation im Nahen Osten!Die neue Handelswoche startet direkt mit deutlich erhöhter geopolitischer Unsicherheit. Die Eskalation zwischen den USA und dem Iran verschärft sich erneut, während die Lage an der Straße von Hormus den Ölmarkt unter Druck setzt. Gleichzeitig stehen heute mehrere Notenbanker und das OPEC-Meeting im Fokus, bevor morgen mit CPI und Core CPI die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Woche veröffentlicht werden.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten
• Märkte & Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX – charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Die Lage im Nahen Osten hat sich seit gestern erneut deutlich verschärft. Iran und die USA tauschten weitere Raketen- und Drohnenangriffe aus. Nach iranischen Angaben wurden US-Militäreinrichtungen in Bahrain und Kuwait angegriffen, Radarsysteme im Oman zerstört und Ziele auf der Prince Hassan Air Base in Jordanien getroffen.
Die USA reagierten ihrerseits mit Angriffen auf iranische Luftverteidigungssysteme, Küstenradare sowie Raketen- und Drohnenkapazitäten. Zusätzlich wurden kleinere iranische Boote ins Visier genommen.
Im Zentrum der Eskalation steht weiterhin die Straße von Hormus. Der Iran erklärte erneut, die Meerenge geschlossen zu haben und warnte vor weiteren Zwischenfällen im globalen Öl- und Gassektor. Der Schiffsverkehr ist bereits deutlich eingeschränkt. Zwar eskortierten US-Kräfte zuletzt rund 20 Schiffe durch die Meerenge, Tracking-Daten zeigen jedoch weiterhin nur geringe Verkehrsaktivität.
Damit steigt das Risiko einer nachhaltigen Störung der globalen Energieversorgung. Der Ölmarkt reagierte bereits mit einem deutlichen Gap Up. Sollte sich die Eskalation fortsetzen und der Schiffsverkehr weiter eingeschränkt bleiben, dürfte der Energie- und Inflationsdruck erneut deutlich zunehmen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten
Auch fundamental startet die Woche interessant.
TSMC meldete für das zweite Quartal einen Rekordumsatz. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 36 % auf rund 39,6 Milliarden US-Dollar und lagen damit leicht über den Erwartungen. Haupttreiber bleibt die starke Nachfrage nach AI-Anwendungen. Besonders interessant: Allein im Juni stieg der Umsatz um 67,9 % gegenüber dem Vorjahr.
Bei den Earnings bleibt es heute noch relativ ruhig. Mit Progressive und Fastenal stehen lediglich zwei größere Unternehmen im Kalender. Die eigentliche Earnings Season nimmt im weiteren Wochenverlauf deutlich an Fahrt auf.
Heute stehen vor allem die Notenbanker und der Ölmarkt im Fokus:
FOMC-Mitglied Bowman spricht bereits am Vormittag. Anschließend folgt das OPEC-Meeting, welches aufgrund der aktuellen Situation am Ölmarkt besonders relevant ist. Zum Ölmarkt und den Risiken durch die Straße von Hormus habe ich gestern bereits ausführlich ein Video veröffentlicht – schaut dort gerne rein.
Am Abend folgen Fed Waller, EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel und EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Der wichtigste fundamentale Termin der Woche folgt jedoch morgen: die US-Verbraucherpreise mit CPI und Core CPI. Gerade in Verbindung mit den erneut steigenden Ölpreisen dürfte der Inflationsbericht für die weitere Zinserwartung entscheidend werden.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil startet mit einem Gap Up von 3,44 % und notiert aktuell bei rund 73,77 US-Dollar.
Mein Bias bleibt unverändert. Sollte sich die Situation im Nahen Osten weiter verschärfen, sehe ich zunächst 77 US-Dollar und anschließend 79 US-Dollar als realistische Ziele. Bei einer starken und anhaltenden Eskalation wäre sogar der Bereich zwischen 84 und 86 US-Dollar wieder relevant.
Kommt es dagegen zu einer Deeskalation und einem Schlusskurs unter 71 US-Dollar, wäre eine Fortsetzung in Richtung 70 bis 68 US-Dollar wahrscheinlicher.
Die Korrelation bleibt entscheidend:
Steigendes Öl → steigende Energiepreise → höherer Inflationsdruck → restriktivere Fed → schwierigeres Umfeld für Risk Assets.
US-Staatsanleihen
Auch die US-Staatsanleihen starteten zunächst stärker in den Handel, geben aktuell jedoch bereits wieder einen Teil der Bewegung ab.
Die 3-jährigen Staatsanleihen liegen rund 0,26 % im Plus, die 5-jährigen bei +0,30 %, die 10-jährigen bei +0,26 % und die 30-jährigen bei +0,24 %.
Hier bleibt vor allem die Reaktion auf die morgigen Inflationsdaten entscheidend.
DXY
Der US-Dollar zeigte über Nacht ebenfalls zunächst Stärke und der DXY notiert aktuell im Bereich von 101.
Bei einem höheren CPI-Bericht und einer weiteren Eskalation im Nahen Osten sehe ich 101,5 und anschließend 102 als nächste relevante Ziele.
Bei einer Deeskalation und schwächeren Inflationsdaten bleibt der Bereich zwischen 100,6 und 100,5 die zentrale Unterstützung. Sollte dieser brechen, wäre eine Bewegung in Richtung 100 realistisch – wie bereits gestern im Video besprochen.
VIX
Der Volatilitätsindex reagiert deutlich und liegt aktuell rund 9,12 % im Plus bei 16,39 Punkten.
Damit notiert der VIX weiterhin klar unter 20 und befindet sich noch nicht in einem extremen Stressbereich. Die Dynamik sollte aufgrund der geopolitischen Lage dennoch beobachtet werden.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia notiert vorbörslich bei rund 206,50 US-Dollar.
Solange die Aktie über 200 US-Dollar handelt, bleiben 212 und 217 US-Dollar meine nächsten relevanten Ziele, bevor neue Allzeithochs wieder in den Fokus rücken.
Unterhalb von 200 US-Dollar sehe ich dagegen 195 und anschließend 190 US-Dollar als realistische Ziele.
Bitcoin
Bitcoin zeigte über Nacht erneut relative Schwäche. Auf Wochenbasis konnte zwar leicht positiv geschlossen werden, aktuell liegt BTC jedoch bereits wieder rund 1,22 % im Minus.
Solange der Bereich um 65.000 US-Dollar – das Monatstief aus März – und 65.700 US-Dollar – das Monatstief aus April – nicht zurückerobert wird, bleibt Bitcoin mittel- und kurzfristig in einer klaren Short-Struktur.
Die 60.000 US-Dollar bleiben damit weiterhin hochrelevant.
S&P 500
Der SPX zeigt aktuell leichte Schwäche und liegt rund 0,43 % im Minus.
Entscheidend bleibt für mich das Daily Low vom Freitag. Hält dieser Bereich, könnte zur NYSE-Eröffnung und im weiteren Handelsverlauf erneut Stärke aufkommen.
Wird dagegen das Freitagstief gebrochen, bleibt der Bereich um 7.500 das nächste Ziel. Auf der Oberseite würde ein Bruch des letzten Daily Highs die Bereiche um 7.635 und 7.650 sowie neue Allzeithochs in den Fokus rücken.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigt mit aktuell rund -0,8 % etwas deutlichere Schwäche und handelt im Bereich der 29.500er-Zone.
Diese Zone bleibt für mich entscheidend. Wird sie verteidigt, bleibe ich grundsätzlich long orientiert und sehe 30.000 weiterhin als nächste interessante Zielzone.
Unterhalb von 29.500 liegt der nächste relevante Unterstützungsbereich bei 29.000. Sollte anschließend auch das Wochentief der KW28 bei rund 28.700 bis 28.680 brechen, könnte sich eine größere Korrektur entwickeln.
US30
Auch der Dow Jones handelt leicht im Minus.
Die Zone um 52.500 hat bisher jedoch stark gehalten. Solange wir oberhalb handeln, bleiben 53.000 Punkte und neue Allzeithochs realistisch.
Unterhalb sehe ich zunächst 52.292 – das Wochentief der KW28 – und anschließend die 52.000er-Marke als relevante Ziele.
DAX – charttechnischer Ausblick
Der DAX hat den gestern im Video besprochenen Bereich um 24.783 bereits angelaufen und handelt inzwischen wieder oberhalb von 25.000 Punkten.
Mein Szenario bleibt unverändert.
Sollte der DAX das Daily High vom Freitag überwinden, kann ich mir einen stärkeren Squeeze in Richtung 25.500 Punkte vorstellen.
Ohne neuen Impuls halte ich jedoch zunächst eine Range um die 25.000er-Marke bis zu den morgigen CPI-Daten für realistisch.
Unterhalb von 24.760 Punkten würde sich das kurzfristige Bild eintrüben. In diesem Fall sehe ich den Bereich um 24.500 Punkte als nächstes relevantes Ziel.
Fazit
Die neue Handelswoche startet mit einem klaren geopolitischen Risikofaktor. Die erneute Eskalation zwischen den USA und dem Iran sowie die Situation an der Straße von Hormus treiben den Ölpreis nach oben und erhöhen erneut den Inflationsdruck.
Heute stehen mit dem OPEC-Meeting sowie Bowman, Waller, Schnabel und Lagarde mehrere wichtige Termine an. Der entscheidende fundamentale Impuls dürfte jedoch morgen mit CPI und Core CPI folgen.
Für den DAX bleibt die 25.000er-Marke zunächst der zentrale Dreh- und Angelpunkt. Oberhalb des Freitagshochs wäre ein Squeeze in Richtung 25.500 möglich. Unterhalb von 24.760 rückt dagegen die 24.500 wieder in den Fokus.
Bis zu den morgigen Inflationsdaten bleibt ein volatiler und stark nachrichtengetriebener Handel wahrscheinlich.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch stabile Trades!
DXY
Wall Street Wochenausblick KW29 2026 + Wall Street Fokusthemen📊 Wall Street Wochenausblick KW29 2026
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📈 Die Q2 US-Berichts-Saison beginnt diese Woche
Wie immer machen Banken den Anfang. Dies kannst Du Dir generell merken: Die erste Woche wird dominiert von Unternehmen wie Citi, Goldman Sachs und JP Morgan:
⏰ Doch die Profite der Tech-Unternehmen sind der Marktfokus:
US-Indizes wurden hauptsächlich von den großen technologie Konzernen getrieben. Deshalb lohnt es sich eine Übersicht der Veröffentlichungen parat zu haben. Interessanterweise fällt das FED-Meeting in den gleichen Zeitraum, wie die wichtigsten Tech-Zahlen:
📢 Warum sind Unternehmensprofite egentlich so wichtig?
Dies zeigt der folgenden Chart: Der Hauptreiber für Indizes ist deutlich zu erkennen:
🔔 Die Messlate für positive Überraschungen liegt sehr hoch
Noch nie sind Analysten-Erwartungen so stark gestiegen:
🚀 Bewertungen sind hoch - Parallelen zur Dotcom Ära?
Nein, denn diesmal sind Kurse getrieben von wirklichen Profiten:
🎯 Doch auch die US-Inflationsdaten stehen im Fokus:
US-Inflation, Kevin Warsh's Testimony vor dem US-Kongress und der CAD-Zinsentscheid sind die Hauptevents mit Vola-Potenzial:
🛢️ Wird die Inflation in den USA auf Grund von gefallenen Ölpreise herunterkommen?
Wir befinden uns wieder auf Vor-Konflikt-Niveaus:
⚡ Fakt ist: Die Kernfinflation wird NICHT von Öl beeinflusst:
Und selbst ohne Öl liegt der Kerninflationswert bei +2.9%:
Das 2%-Ziel der FED ist auch ohne den Anstieg der Ölpreise schon lange überschritten:
📊 Aus diesem Grund sollten wir auf den folgenden Wert am Dienstag achten:
🔎 EUR/USD & DXY am Dienstag im Fokus:
Das übergeordnete bärische Konstrukt für den Euro bleibt intakt:
Und auch für Gold ist diese Woche richtungsweisend:
... denn Inflationerwartungen beeinflussen den USD stark und durch die negative Korrelation zu Gold auch XAU/USD...
Ausführliche Analysen und Kommentare zu all diesen Themen + Mean-Reversion-Tradingchancen in Eurem wöchentlich Wall Street Wochenausblick.
Allen Tradern & Investoren einen erfolgreichen Start in die neue Tradingwoche!
📈💼🌍🚀
– Euer Meikel
EWA: 1D BTC1! - Zeus vs Hulk + BigPic Update + ETH🟠BTC/USD🟢
🟠DigitalGold vs Greenback🟢
🦸♂️Marvel- und Götter-Analogie
Schnall dich an! Für den Prolog unseres neuen Epos, bei dem wir die Götter und Helden erzittern lassen.
🟠Neues Bitcoin BigPic
🟠Bitcoin = ZEUS ⚡👑
Der unumstrittene Göttervater der Krypto-Welt. Wenn Zeus einen Blitz schleudert, bebt die gesamte Krypto-Erde. Er thront ganz oben auf dem Olymp (der Marktkapitalisierung) und blickt arrogant auf die "Fiat-Sterblichen" herab. Er ist launisch, kann extrem zerstörerisch sein, aber am Ende des Tages beugt sich alles seinem Willen.
🟢Abstecher zum Greeback/DXY dazu
🟢DXY (US-Dollar-Index) = DER HULK 🟢💪 an der Börse!
Steigen die US-Zinsen, mutiert der Dollar zum unaufhaltsamen Muskelmonster. Er saugt die Liquidität aus den Schwellenländern, drückt die Rohstoffpreise in den Keller und lässt alle anderen Währungen erzittern. Man kann ihn kurzfristig ärgern, aber wenn er wütend wird, rennen alle um ihr Leben.
🔵Abstecher bei ETH
🔵Ethereum (ETH) = POSEIDON 🔱🌊
Der Gott der Meere. Warum? Weil Ethereum kein einzelner Blitz ist, sondern die Infrastruktur – das gewaltige, tiefgründige Meer, auf dem alle Schiffe (DeFi, Smart Contracts, Layer-2-Netzwerke) segeln. Manchmal gibt es heftigen Seegang, aber ohne dieses digitale Meer würde das halbe Krypto-Ökosystem austrocknen.
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„Wenn das Leben dir Charts gibt, dann zeichne halt 🌊 Wellen drauf!“
– TigerTwin136
Willkommen im Rudel , deinem 🐯TigerDojo🥋 - du verrückter Tiger.
Hier gibt’s:
📊 Pure Elliott-Wave-Leidenschaft (immer Logarithmische Charts!)
❤️ Eine ordentliche Portion Liebe
🤪 Und genau den richtigen Wahnsinn, um im Markt nicht verrückt zu werden
🌊Meine Wellen dienen als Kompass🧭
„Besser mit einem 📜Plan baden🛀🏼 gehen, als planlos untergehen.“
– TigerTwin136
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Aufgrund einer tiefen historischen Analyse des DXY (US-Dollar-Index) und seiner Zyklen mussten die langfristigen Makro-Pläne ein wenig überarbeitet werden. Und dem daraus resultierenden, schockierenden Ergebnis, musste ich meinen heiligen MasterPlan für 2025 und 2026 komplett über Bord werfen und im Klo runterspülen! 🚽
Der Count bleibt bärisch - hier gibt es also keine gravierenden Änderungen an seiner chronischen Schwäche. Allerdings zweifle ich mittlerweile an meinem Piraten-Doji vom Januar 2024, den ich eigentlich als das finale Ziel dieses Bärenmarktes auf dem Zettel hatte. 🏴☠️☠️
Ich befürchte nun eher, dass es unter dieses Doji gehen wird, weil Hulk (DXY🟢) dafür sorgen wird.
Warum mir vor diesem Szenario die Knie schlottern, erkläre ich euch weiter unten auf den hohen Zeiteinheiten.
BTW: Mein absoluter Lieblings-Time-Frame, in dem ich mich so wohlfühle wie in maßgeschneiderter Seidenunterwäsche, ist der Weekly (1W). Erwartet von mir also keine täglichen Analysen! Das schaffe ich zeitlich als stolzer Familienvater und mit meinem Fulltime-Job im echten Leben auch gar nicht. 👶🛠️
Wir arbeiten uns hier jetzt einfach vom Hier und Jetzt Schritt für Schritt hoch bis zum gigantischen Big Picture, wie ich es aktuell auf dem Schirm habe! 🗺️
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Schauen wir uns den Ist-Zustand an und wie mein Gehirn die Kiste aktuell verdaut. 🧠
🕵🏼🔎EWA: 1D BTC1! CME Future Chart - aktuell keine offenen CME-Gaps
Meine aktuelle Idee ist, dass 🟠Bitcoin = ZEUS ⚡👑 gerade eine interne Welle 2 der übergeordneten Hauptwelle (Y) vorbereitet. Diese (Y)-Welle könnt ihr auch als Welle C interpretieren – nennt das Kind, wie ihr wollt. So oder so gehe ich fest davon aus, dass dies der letzte 5-teilige Impuls sein sollte. Und genau bei diesem 5-Teiler lauert eben noch die hinterhältige Impuls-Welle 3, die dem Markt einen absoluten Schockmoment verpassen könnte! Das wird der Moment, in dem die Bullen feststellen, dass jemand die Luft aus ihren Hüpfburgen gelassen hat. 🎈😱
Gibt es einen Bullcase?
Ja, durchaus! Denn die dargestellte Welle 1 könnte als der endgültige Boden gewertet werden. Damit wäre meine Welle C nicht schon am 6. Februar fertig gewesen, sondern erst kürzlich am 1. Juli. Passend dazu gibt es auf Tagesbasis sowohl im RSI als auch im MACD bullische Divergenzen. 📈✨
Aber lasst euch von den schönen Augen nicht blenden!
Aktuell werte ich das Ganze trotzdem nur als eine miese Falle , die die Bären für die "naiven" Bullen aufgestellt haben, um sie eiskalt zu rasieren! 🐻⚔️
Versteht mich nicht falsch. Ich würde mir den Boden echt für mein blutendes Depot wünschen!
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🕵🏼🔎EWA: 1W BTC1! CME Future Chart - inkl. Volumen
Hier mit dem wichtigsten Handelsvolumen vom CME - den drei großen Schlachtfeldern:
🌏 Tokio
🌍 London
🌎 New York
Auch wenn wir auf dem Tages-Chart ein paar sexy bullische Divergenzen sehen, fehlt es übergeordnet einfach komplett an Saft in den Batterien!.
Als Elliot-Wellen-Fetischist hat das Volumen einfach mehr Gewicht für mich.
Deswegen bleibe ich bei meinem primären Szenario bärisch gestimmt – völlig egal, wie nett das kurzfristige Momentum gerade nach oben zuckt.
Möglicherweise sehen wir sogar wieder Kurse um 69-73k.
Danach sehe ich primär die vernichtende Welle 3
mit dem Vorschlaghammer abwärts rauschen.
Wo liegen die denkbaren Schmerz-Bereiche?🎯
Bedenkt bitte, dass Welle 2 noch nicht final ausgebacken und fertig im Ofen ist – das hier ist also erst mal eine grobe Schätzung aus der Hüfte geschossen.
Und falls das Ding am Ende doch zur Welle X mutiert und wir hier erst die Welle C vor uns haben, fliegt diese Extension ohnehin aus dem Fenster.
Daher nur ein mögliches Ziel: (auch 1W Chart)
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🕵🏼🔎EWA: 1M - das BigPic und die Count Anpassung
Packen wir das Teleskop aus und schauen uns das ganz große, kosmische Götter-Drama an.
Inzwischen betrachte ich den Chart etwas anders. Und das hat mit dem DXY zu tun.
🟠Bitcoin/Zeus⚡👑wird hauptsächlich mit der Weltleitwährung gemessen.
Schnallt euch an für einen kleinen, epischen Geschichts-Throwback zum Dollar, dem HULK 🟢💪 (DXY) und dem Zins-Chart der Fed🏛️!
Das Monster ist DXY/Hulk, dass wir verstehen müssen.
DXY 1M: Die Epische Hulk-Historie🟢💪 von 1971 bis Heute:
Hauptaugenmerk sind die blauen und roten Sprechblasen für mich.
🔴 Rot = Zinserhöhung der Fed, um die Inflation windelweich zu prügeln.
🔵 Blau = Zinssenkungen - Die glorreichen Gelddruck-Phasen (QE)
Der Zoom auf die aktuelle Dollar Situation:
Das riesige Problem, das wir derzeit an der Backe haben, ist die verdammt hartnäckige Inflation in den USA. Die wird unter anderem geopolitisch befeuert – danke an die uns allzu bekannten Dauerkonflikte (Ukraine vs. Russland und USA/Israel vs. Iran an der Straße von Hormus).💥
Um diese Inflation einzudämmen, zieht die Fed die Daumenschrauben an und erhöht die Zinsen.
Höhere Zinsen füttern das grüne Monster! Der USD/Hulk🟢 gewinnt.
Und wenn der HULK an Stärke gewinnt, verliert automatisch jeder Vermögenswert an Boden, bei dem das "USD" hinten im Namen steht!
DH:
Der DXY ist der Hulk, der wütend durch die Börse trampelt und alles kurz und klein schlägt, sobald die Inflation ihn triggert. Das hat die Historie seit 1971 ausnahmslos bewiesen!
🏛️Der aktuelle Fed-Chart zeigt schwarz auf weiß, wie aggressiv und historisch einmalig die Zinsen in letzter Zeit nach oben geprügelt wurden.
Das ist pures Steroid-Futter für den HULK🟢,
wodurch er unaufhaltsam wird/werden könnte:
Daher ist das mein neuer Gedanke zum Bitcoin Chart, welcher wiederum meinen MasterPlan über Board wirft:
🕵🏼🔎EWA: BTC/USD 1M 🟠 Neues Bitcoin BigPic:
Daraus ergibt sich für mich entweder eine gigantische Running Flat (mein 90%-Primär-Szenario) oder eine absolut brutale Expanding Flat (das 10%-Horror-Szenario).
Sollte sich die Welle C zeitlich genauso quälend in die Länge ziehen wie damals die Welle A, dann wäre eine echte Bodenbildung erst um Oktober 2026 denkbar! 🗓️
Werft mal ein Auge auf die Fibonacci-Level und die Überschneidungen im Chart.
Ich will das jetzt nicht bis ins letzte Detail vorkauen, der Text ist eh schon so lang wie eine Marvel-Trilogie. Wenn ihr Fragen habt, haut sie einfach in die Kommentare.
Zum Vergleich – hier noch mal die alte Idee (die auch schon bärisch war):
Achtet mal auf das Golden Ratio und das Golden Pocket. Nach der neuen Idee einer gigantischen Running Flat (90% Wahrscheinlichkeit) landen wir bei fast exakt denselben Levels wie im aktuellen Monatschart.
Möglicher Boden den ich sehe?🎯
100% von Welle A = 28-29k 🙈
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Zum glorreichen Abschluss werfen wir noch einen schnellen Blick auf den Monatschart von POSEIDON 🔵🔱 (ETH). Bei ihm habe ich nämlich von Anfang an konsequent korrektiv gezählt!. Aus der TradingView Community hat "SwingMan" mich schon vor Monaten draufaufmerksam gemacht, dass man Bitcoin genauso Korrektiv zählen kann. (Danke an der stelle auf s drauf aufmerksam machen)
Also habe ich den Göttervater Zeus🟠⚡👑 dieses Mal optisch und strukturell mehr an Poseidon🔱 meinem 🔵ETH-Count angepasst. 🤝
🕵🏼🔎EWA:POSEIDON (ETH) 1M: Der Herr der Meere🔱🌊
Bei ETH/Poseidon🔱 kann es allerdings im Vergleich zu Bitcoin/Zeus⚡ absolut keine Running oder Expanding Flat sein! Stattdessen sehe ich hier inzwischen eher eine klassische Regular Flat, welche schnurstracks zurück in den Bereich von Welle A rutschen sollte. Warum?
Ganz einfach:
Für eine Running oder Expanding Flat hätte der Herr der Meere mit Welle B mal locker über das alte Hoch der Welle A drüberfluten🌊 müssen. Das hat er nicht gemacht. Stattdessen war bei ihm bei ziemlich genau 100% (bzw. nur knapp drüber) Schluss.
Ziel ist das Low der Welle A. Damit es bei der Regular Flat bleibt.
Was bedeutet dieser kleine, aber feine Unterschied im Elliot-Wellen-Universum?
Die gigantische Running Flat bei Bitcoin (mein 90%-Szenario) spricht für eine absolut brachiale, fundamentale Stärke.
ZEUS zeigt demnach wesentlich mehr Muskeln als POSEIDON!
Das bedeutet für die Zukunft: Auch im nächsten epischen Bullenrun wird der 🟠Bitcoin-König👑 seine brutale Dominanz auf dem Thron verteidigen!
Versteht mich nicht falsch: Die Regular Flat bei ETH ist immer noch ein verdammt starkes Signal für eine gesunde, flache Korrektur – aber die Running Flat hat beim anschließenden Raketenstart einfach noch mal eine ganze Schippe mehr Kerosin im Tank! 🚀
Der kleine Hoffnungsschimmer für die Krypto-Ritter:
Die Altcoins könnten sogar ein kleines bisschen früher mit ihrer Bodenbildung fertig sein als der König selbst. Warum? Weil die Welle C bei POSEIDON zeitlich bereits mehr als 100% der Dauer von Welle A auf dem Tacho hat! Die Uhr tickt also für die Alts. ⏱️
Vielen Dank für eure epische Aufmerksamkeit, ihr Chart-Götter! 🏛️✨
Euer Tiger 🐯
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Lass gerne ein Feedback da 🗯️💬 wenn dein Wahnsinn zu meinem Wahnsinn passt.😵💫
Und hau auf die Rakete! 🚀
Wenn nicht?
Komm wieder, wenn du mehr Wahnsinn im Tank hast.🤪
📘Disclaimer:
Diese Analyse dient nur zu Informations- und Bildungszwecken – keine Finanz- oder Anlageberatung! Das hier ist keine Handelsempfehlung! Auch wenn ich mein bestes Fibo-KungFu🥋 aus dem Elliott-Wellen-Multiversum🌌 anwende, bleibt das hier meine persönliche Interpretation. Ich garantiere weder Richtigkeit noch Vollständigkeit. Ich übernehme keinerlei Haftung für brennende Konten.
Der Handel mit Devisen, Rohstoffen und Krypto birgt extreme Risiken und kann zum Totalverlust führen. Wer auf Basis dieser Idee handelt, tut das auf eigene Gefahr und ohne Sicherheitsgurt. Ich bin kein 🧘♂️EW-Sensei, sondern meistere mein KungFu🥋 selbst noch jeden Tag.
Der starke Dollar als Belastung für die Finanzmärkte !Hallo liebe TradingView-Community 👋
Werfen wir heute einen Blick auf den DXY 🚨(US-Dollar-Index), denn dieser könnte in den kommenden Wochen eine entscheidende Rolle für den gesamten Finanzmarkt und insbesondere für den Kryptomarkt spielen.
Betrachtet man den Weekly Chart, erkennt man sehr gut, dass sich der DXY über mehr als ein Jahr in einer ausgedehnten Seitwärtsphase bewegt hat. Während dieser Zeit wurde die psychologisch wichtige 100-Punkte-Markemehrfach angelaufen. Jeder Ausbruchsversuch scheiterte zunächst, wodurch sich ein klar definierter Widerstandsbereich etablierte.
Im Juni gelang dem DXY schließlich der entscheidende Ausbruch über diesen Widerstand. Gleichzeitig konnte der Kurs auch die 50 Wochen EMA zurückerobern, was aus technischer Sicht als deutlich positives Signal zu werten ist.
Aktuell sehen wir eine leichte Konsolidierung nach diesem Ausbruch. Genau diese Bewegung sorgt momentan dafür, dass die Finanzmärkte und insbesondere Bitcoin sowie der gesamte Kryptomarkt etwas Luft zum Atmen bekommen. Das überrascht nicht, denn historisch betrachtet gilt ein stärker werdender US-Dollar häufig als Gegenwind für risikoreiche Anlageklassen wie Aktien und Kryptowährungen. Steigt der Dollar deutlich an, geraten diese Märkte oftmals unter Druck.
Aus charttechnischer Sicht spricht jedoch weiterhin vieles dafür, dass der DXY seinen übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen könnte. Ein Markt konsolidiert nicht über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr, bricht anschließend dynamisch nach oben aus und entwickelt sich dann in den meisten Fällen nicht einfach zu einem bedeutungslosen Fehlausbruch. Solche langen Akkumulations- beziehungsweise Konsolidierungsphasen dienen häufig als Grundlage für größere Trendbewegungen.
Daher wäre es aus meiner Sicht sogar vollkommen gesund, wenn der DXY die 50 Wochen EMA noch einmal testet. Solange diese Durchschnittslinie als Unterstützung verteidigt wird, würde dies den Ausbruch technisch bestätigen und gleichzeitig ein weiteres bullisches Signal liefern. Genau ein solcher erfolgreicher Retest wäre aus Sicht der Charttechnik häufig der Ausgangspunkt für die nächste Aufwärtsbewegung.
Das nächste wichtige Kursziel beziehungsweise der nächste größere Widerstandsbereich liegt anschließend bei rund 104,4 Punkten, welcher im Chart durch die erste rote Widerstandslinie markiert wird.
Sollte sich dieses Szenario tatsächlich entfalten und der US Dollar seine Stärke weiter ausbauen, dürfte dies den Risikoanlagen erneut erheblichen Gegenwind bescheren. Davon wären nicht nur Bitcoin, sondern der gesamte Kryptomarkt sowie viele wachstumsorientierte Aktien betroffen.
Wie immer gilt:
Kein Szenario ist garantiert. Die Charttechnik arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und nicht mit Gewissheiten. Dennoch liefert der aktuelle Chart des DXY derzeit mehrere technische Signale, die für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends sprechen. Aus diesem Grund lohnt es sich, den Dollar in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu beobachten.
„Disziplin schlägt Emotionen. Gemeinsam Kapital schützen und langfristig profitabel bleiben.“
Wer viel Geld hat, kann spekulieren.
Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.
Wer kein Geld hat, muss spekulieren.
Mit freundlichen Grüßen
ANDO & LetzCrypto ❤️🔥
Wall Street Wochenausblick KW28 2026 + Wall Street Fokusthemen📊 Wall Street Wochenausblick KW28 2026
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💹 Marktebewegungen nach einem schwachen NFP-Report
Marktdynamiken ändern sich ständig. Als Trader & Investoren ist es wichtig sich fortlaufend mit den aktuellen Marktkorrelationen auseinanderzusetzen, um richtige Handelsentscheidungen zu treffen. Die Top 7 Gewinner und Verlier findest Du hier - die Gründe dahinter sind im Video erklärt:
💵 Medien & Trader sind ultra-hawkish was Kevin Warsh angeht, doch...
... Forward-Märkte preisen zu über 70% KEINE Zinsanhebung der FED im Juli ein:
🚨 Doch für den Rest des Jahres ist die Wahrscheinlichkeit SEHR hoch:
Eine über 75% Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinsanhebung scheint zu hoch und stellt ordentliches USD-Vola-Risiko dar:
💡 "Zu Hohe Inflation in den USA?" Nicht so voreilig...
Vor dem Iran-Konfliekt lag die US-Inflationsrate bei 2.4%, recht nahe am 2%-Ziel der FED. Danach ist diese auf über 4% angezogen:
🛢️ Doch seit diesem steilen Anstieg, ist Öl wieder auf Vor-Kriegs-Level gefallen:
⚠️ Ganz beonsderer Fokus fällt daher auf die zweite Juli-Hälfte:
Der 14.07. und 30.07. sind absolute Schlüsselevents für den USD, Gold, Silber und Aktien:
🪙 Im Falle eines dovishen FED-Repricings hat Gold Aufwärtspotenzial:
Gold tradet an einer charttechnischen Schlüsselzone: Der langfristige Aufwärtstrendrand, der kurzfristige Abwärtstrendrand und eine wichtige US-Zone fallen zusammen. Auch Silber sieht ähnlich aus.
📊 Einer der Hauptreiber für steigende Aktienmärkte
Noch nie gab es insgesamt negative Renditen bei festverzinslichen Wertpapieren. Unsere Zeit ist absolut speziell und zwingt Fonds, Banken und Vermögensverwalter in Rendite-Alternativen:
⏰ Halbleiter Aktien stark im Plus, doch deren Kunden im Minus
... ist dies wirklich nachhaltig?
📑 Buy-Ratings für Aktien auf dem höchsten Stand seit 16 Jahren
Das Potenzial für Enttäschungen wächst damit...
🥈 Was passiert, wenn der Hype am größten ist?
Vor 5 Monaten: Der USD ist dem Untergang geweiht, Gold und Silber bei 10k in wenigen Wochen! Die Realität danach:
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– Euer Meikel
DXY - USDollar - Die Sixtinische Kapelle der FinanzweltIch habe den DXY🟢 aufgeschnitten wie einen fetten Biologie-Frosch🐸 in der 8. Klasse und ihm alle Geheimnisse rausgequetscht!
Wir springen direkt in die Zeitmaschine und ballern durch die verrückteste Finanz-Achterbahn der Geschichte – den US-Dollar, diese Sixtinische Kapelle der Finanzwelt.
Es wartet eine Blockbuster-Trilogie auf dich – wild & wahnsinnig!
Zeilen aus Jalapeños🌶️ für deine Augen, oder du starrst einfach nur auf den Chart wie 'n gelangweilter Hamster. (Wie laaaangweilig!)
Für diese Zeitreise und den ultimativen Geschichtsunterricht: Hol dir 'n großes Getränk! 🍺
Für mich war das eine epische Deep-Dive-Reise durch die Google-Archive. Ich habe die nackten Zahlen und historischen Fakten für dich in lebendige Bilder verwandelt und die trockene Finanzwelt in eine verständliche Metaphern-Story verpackt.
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Der Inhalt:
Teil 1: Die wilden 70er bis Mitte der 90er Jahre
"WTF happened in 1971" - "Volcker-Shock" - "Das Plaza-Abkommen" - "Bond Massacre"
Teil 2: Tech-Blasen & Die totale Kernschmelze Mitte 90er bis 2009
"Dotcom-Blase" - "9/11 Terroranschläge" - "Lehman-Brothers-Pleite" / "Finanzkrise"
Teil 3: Druckerpressen, Viren, Zölle & Geopolitisches Chaos (2015 bis heute)
"0% Zinspolitik" - "Corona" - "Ukraine" - "Trumps Zollspiele" - "Irankonflikt"
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"Die Fed als die Feuerwehr, welches den Brand selber legt und mit einem Flammenwerfer (Zinsen) bekämpft."🔥
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Grobes zum Chart: (auf die Schnelle)
Die Fed wartet immer, bis der Markt komplett überhitzt ist (Inflation frisst uns auf), dann kommt die Fed panisch mit der Zins-Schaufel und haut drauf (rote Sprechblasen) – und wenn dann alles in Schutt und Asche liegt, flutet sie den Raum mit billigem Geld (Blau Sprechblasen).
Wenn ich mir den Chart so anschaue und überfliege, dann stell ich folgendes fest:
Sobald die Zinsen kommen und hoch geschraubt werden, wertet das den US-Dollar auf.
Siehe dazu die roten Sprechblasen.
"America First" 💪📈
Aktuell eher eine Tendenz nach oben, was weitere Zinserhöhungen angeht.
Sechs der Währungshüter stellten zuletzt zwei oder mehr Zinserhöhungen noch für 2026 in Aussicht, um der hartnäckigen Inflation (unter anderem getrieben durch globale Konflikte und Energiepreise) entgegenzuwirken.
Das Pondon dazu sind die blauen Sprechblasen, da wird die Droge „mehr billiges Geld“ verteilt, um die Wirtschaft wieder aufzumotzen.
Orange Sprechblasen = hier haben andere unfreiwillig dazu beigetragen, dass der Dollar an stärke gewonnen hat.
🔎Der Fed Chart 1Monat - Seit 1970 :
Man sieht klar und deutlich, wie aggressiv die Zinsen kürzlich angehoben wurden. Und man rechnet eher mit weiteren Erhöhungen, da die Inflation immer noch als hartnäckig gilt.
Das wirft meine Analysen ein bisschen auf den Kopf und zwingt mich, den ein oder anderen Chart nochmal durch den Reißwolf zu jagen.
Was bedeutet überhaupt ein starker Dollar für uns?
Rohstoffe & Forex haben alle den USD als Tracker.
Wenn der Dollar 📈💪Muskeln zeigt:
📉XAU/USD → runter
📉BTC/USD → runter
📉EUR/USD, GBP/USD → runter
📉Rohstoffe → runter
📉Aktien (Indizes) → 80% runter
Im Gegenzug:
📈US10Y - rauf (weiter rauf)
📈USD/CHF - rauf
📈USD/JPY - rauf
📈USD/CAD - rauf
In meiner letzten EUR/USD Analyse schon erwähnt:
Wenn die Fed die Daumenschrauben anzieht, mutiert der Greenback zum unersättlichen Liquiditäts-🦍King-Kong-Vampir🧛♂️ und saugt der Weltwirtschaft das Geld direkt aus der Halsschlagader!
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TEIL 1
Bereit für den Wahnsinn?
Zur Dollar-Geschichte! Die Sixtinische Kapelle der Finanzwelt!
Teil 1: Die wilden 70er bis Mitte der 90er Jahre
"WTF happened in 1971" - "Volcker-Shock" - "Das Plaza-Abkommen" - "Bond Massacre"
Akt 1
WTF happened in 1971?! (Der Nixon-Schock) 🤯
Dafür müssen wir der wichtigkeitshalber noch etwas weiter zurück vor diesem Fall, damit man versteht warum Nixon das überhaupt gemacht hat.
Das "Bretton-Woods-System" war eine nach dem Zweiten Weltkrieg entworfene internationale Währungsordnung. Es band die Währungen aller Teilnehmerländer fest an den US-Dollar als Leitwährung. Der Dollar war seinerseits zum Festkurs von $35 pro Feinunze an das Gold gekoppelt. Ziel war es, den Welthandel durch feste Wechselkurse zu stabilisieren und Wirtschaftskrisen zu verhindern. Jeder wusste: Dollar = eine feste Menge Gold.
Bis dann der absolute Brandbeschleuniger für Nixons Panik-Aktion kam.
Vor den 70er pumpte die US-Regierung astronomische Summen in den Vietnamkrieg – ein absolutes finanzielles und menschliches schwarzes Loch.
Auf der anderen Seite wollten sie zu Hause den braven Bürgern riesige Sozialprogramme ( "Great Society" ) spendieren.
Das Problem? Sie hatten gar nicht das Geld dafür!
Also warfen sie die Gelddruckmaschinen an, bis diese glühten und rauchten.
Und der damalige französische Präsident Charles de Gaulle war kein Dummkopf.
Er roch den Braten, der da aus Washington rüberwehte.
Er dachte sich: "Oh, Mon Dieu, diese Amerikaner drucken mehr Konfetti-Geld, als sie Gold im Keller haben! Wenn alle gleichzeitig anklopfen, geht denen das glänzende Zeug aus!"
Also machten die Franzosen etwas unfassbar Gangster-mäßiges:
Ab 1965 tauschenten sie systematisch ihre angehäuften Dollar-Papiere bei der US-Notenbank in physisches Gold ein. Die französische Zentralbank Banque de France benutze dafür wirklich Transatlantik-Linienschiffe und Flugzeuge von Air France.
"Merci für die Papierschnipsel, wir nehmen jetzt unser Gold mit. Au revoir!"
Kein Witz! Die haben sich das Gold physisch per Schiff und Flugzeug nach Hause geholt!
Andere Länder sahen das und gerieten in Panik. Plötzlich entstand ein Bank Run der Nationen.
Nun zu US-President Nixon.
Amerikas Goldreserven bluteten aus wie ein abgestochenes Capri-Sun Trinkpäckchen.
Fort Knox drohte leer zu werden. Nixon schwitzte im Oval Office wahrscheinlich wie ein Schneemann im Solarium.
Wenn er so weitergemacht hätte, wäre den USA das Gold ausgegangen und das Land wäre de facto bankrotto gewesen.
Also was machen Sachen, wenn man beim Monopoly-Spiel am Verlieren ist?
Genau, man schmeißt das verdammte Spielbrett um! 🎲💥
WTF happened in 1971?! (Der Nixon-Schock)🤯
Nixon trat am 15. August 1971 ans Fernsehen und machte den Vorhang zu:
"Ätsch! Ab heute tauschen wir eure Dollar nicht mehr in Gold um."
Damit war der Dollar plötzlich nicht mehr durch echtes Gold gedeckt, sondern nur noch durch das Versprechen der US-Regierung ( "Ihr könnt mir Vertrau, Bro" ).
Das war die Geburtsstunde unseres heutigen, wilden "Fiat-Geld"-Systems.
Mit dem Nixon-Schock ist damit der erste Dominostein gefallen.
Der Chart nochmal für diesen Zeitraum:
Akt 2
Der Volcker-Schock (1979 - frühe 80er) – Der Zins-Vorschlaghammer
Nachdem Nixon den Dollar vom Gold befreit hatte, passierte genau das, wovor alle Angst hatten: Die Inflation geriet komplett außer Kontrolle. Gepaart mit den Ölkrise-Schocks der 70er Jahre steckte die Welt in der "Stagflation" fest – die Wirtschaft stagnierte (kein Wachstum), aber die Preise schossen trotzdem nach oben.
Das Geld verlor im Rekordtempo an Wert. Die Menschen verloren das Vertrauen.
Da betritt Paul Volcker 1979 als neuer Fed-Chef die Bühne. Ein Mann, so groß wie ein Kleiderschrank, der beschloss, dass Schluss ist mit lustig.
Er wusste: Wenn du eine Inflation von über 13 % einfangen willst, musst du der Wirtschaft die Droge "billiges Geld" komplett entziehen. Also zog er die Zügel so extrem an wie noch nie jemand zuvor:
Er hob den Leitzins in den USA in der Spitze auf unmenschliche 20 % an! (Zum Vergleich: Heute jammern wir schon bei 4 % oder 5 %). Kredite waren plötzlich so teuer wie Platin.
Das war ein brutaler Entzug für die Wirtschaft . Die USA und die Weltwirtschaft rutschten Anfang der 80er in eine schwere Rezession. Firmen gingen pleite, die Arbeitslosigkeit stieg sprunghaft an, und die Menschen gingen wütend auf die Straße.
(wieso kommt mir das gerade nur so bekannt vor...?!)
Aber der Plan ging auf: Volcker brach der Inflation das Rückgrat. Die Teuerungsrate sank drastisch. Er rettete den US-Dollar vor dem Totalabsturz. Der Preis dafür war die wirtschaftliche Vollbremsung mit quietschenden Reifen.
Akt 3
Das Plaza-Abkommen (1985) – Währungs-Kosmetik
Weil Volcker die Zinsen so hochgejagt hatte, passierte eine logische Kettenreaktion: Investoren aus aller Welt wollten ihre Kohle in den USA anlegen, um die fetten 20 % Zinsen abzugreifen. Um das zu tun, mussten sie alle ihre Währungen (Yen, D-Mark, Pfund) in Dollar umtauschen.
Die Folge: Der US-Dollar wurde extrem stark. Er war der absolute König der Währungen.
Das Problem dabei: Ein zu starker Dollar ist Gift für die heimische Wirtschaft. Amerikanische Autos, Maschinen und Textilien waren im Ausland plötzlich unbezahlbar teuer. Gleichzeitig überschwemmten billige Produkte aus Japan und Deutschland den US-Markt. Die US-Handelsbilanz rutschte tief ins Minus, und die US-Industrie drohte zu kollabieren.
Am 22. September 1985 trafen sich die Finanzminister und Notenbankchefs der G5 (USA, Japan, Deutschland, Frankreich, UK) im legendären Plaza Hotel in New York.
Sie unterschrieben ein Abkommen, das man heute als kontrollierte Währungsmanipulation bezeichnen würde:
Sie beschlossen, den Dollar künstlich abzuwerten.
Die Notenbanken warfen gemeinsam gigantische Mengen Dollar auf den Markt und kauften im Gegenzug Yen und D-Mark.
Das Ergebnis: Innerhalb von zwei Jahren verlor der Dollar gegenüber dem Yen und der D-Mark fast 50 % seines Wertes! Die amerikanische Industrie konnte wieder durchatmen, aber für Japan hatte das verheerende Spätfolgen – es legte den Grundstein für die dortige gigantische Blasenökonomie der späten 80er.
Akt 4
Das Bond Massacre (1994) – Das Blutbad auf dem Anleihenmarkt
Die wilden 70er und die volatilen 80er waren vorbei. Die Inflation war besiegt, die Zinsen waren jahrelang brav gesunken. Anleger weltweit fühlten sich extrem sicher. Sie kauften massenhaft Staatsanleihen (Bonds), weil diese als sichere, ruhige Renditebringer galten. Der Markt war träge, satt und absolut unvorbereitet auf das, was folgte.
Der neue Fed-Chef hieß mittlerweile Alan Greenspan. Er sah, dass die Wirtschaft im Aufschwung war, und bekam Angst, dass die Inflation wie ein Zombie wieder auferstehen könnte.
Im Februar 1994 tat Greenspan etwas, womit niemand an den Märkten gerechnet hatte:
Er erhöhte den Leitzins komplett ohne Vorwarnung um 0,25 % – und legte in den Monaten darauf in Rekordtempo nach, bis der Zins um insgesamt 3 % gestiegen war.
Für den Anleihenmarkt war das ein absoluter Asteroideneinschlag.
Wenn die Zinsen für neue Anleihen steigen, will niemand mehr die alten Anleihen haben, die einen niedrigeren Zins garantieren. Die Kurse der alten Anleihen stürzen ab.
Die Konsequenzen
Es kam zum "Bond Massacre" (Anleihen-Massaker). Die Kurse von Staatsanleihen weltweit brachen historisch stark ein.
Investoren, Banken und Hedgefonds, die tonnenweise auf diesen vermeintlich "sicheren" Papieren saßen, erlitten Verluste in Höhe von schätzungsweise 1.000 Milliarden Dollar weltweit. Es war die Geburtsstunde der modernen Erkenntnis, dass auch der "sicherste" Markt der Welt dich innerhalb weniger Tage in den Ruin treiben kann, wenn die Notenbank überraschend den Zinshebel umlegt.
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TEIL 2
Teil 2: Tech-Blasen & Die totale Kernschmelze Mitte 90er bis 2009
"Dotcom-Blase" - "9/11 Terroranschläge" - "Lehman-Brothers-Pleite" / "Finanzkrise"
Akt 5
Die Dotcom-Blase (Mitte 90er - 2000)
Mitte der 90er Jahre passierte etwas Magisches: Das Internet wurde massentauglich.
Und die Wall Street reagierte darauf wie Teenager auf Energy-Drinks.
Es war völlig egal, ob eine Firma Gewinn machte, ein echtes Produkt hatte oder überhaupt wusste, wie man ein Unternehmen führt. Solange eine Firma ein ".com" im Namen hatte, schossen die Aktienkurse in den Himmel. So wie es aktuell heute zu sein scheint, reichtes wenn die Firma was mit "KI" macht, hat oder sagt.
Der Nasdaq-Index stieg von 1995 bis 2000 um gigantische 400 % !
Im März 2000 ging der Party das Bier aus. Die US-Notenbank hatte die Zinsen leicht erhöht , und die ersten Investoren merkten plötzlich: "Moment mal... diese Firmen machen ja gar kein Geld!"
Es kam zur Massenpanik. Die Blase platzte. Der Nasdaq verlor rund 80 % seines Wertes und brauchte 15 Jahre, um sich davon zu erholen. Berühmte Internet-Pioniere verdampften über Nacht.
Akt 6
"9/11 Terroranschläge" – Der Schockmoment
Die Tech-Blase war gerade erst mühsam am Abklingen, da passierte das Unfassbare. Am 11. September 2001 trafen die Terroranschläge das World Trade Center im Herzen des New Yorker Finanzdistrikts.
Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg blieben die US-Börsen für fast eine Woche komplett geschlossen, um eine totale Panik-Kernschmelze zu verhindern. Als die Wall Street am 17. September wieder öffnete, erlebte der Dow Jones den bis dahin größten Punktverlust an einem einzelnen Tag seiner Geschichte.
Die Reaktion der Fed (Die Saat für die nächste Krise)
Um die geschockte Wirtschaft vor dem Kollaps zu retten, tat der damalige Fed-Chef Alan Greenspan das, was Notenbanker am besten können:
Er senkte die Zinsen radikal – bis auf 1 %.
Da Aktien nach der Dotcom-Blase out waren, suchte dieses billige Geld ein neues Zuhause. Und wo fand es das? Auf dem Immobilienmarkt. Die Saat für die nächste Megakrise von 2008 war gesät.
Akt 7
"Lehman-Brothers-Pleite" & Die große Finanzkrise (2007 - 2009) – Die totale Kernschmelze
Weil das Geld nach 9/11 so billig war, fingen US-Banken an, Immobilienkredite an absolut jeden zu verteilen. Und mit "jeden" meine ich Menschen ohne Job, ohne Einkommen und ohne Vermögen (sogenannte Subprime-Kredite). Die Banken schnürten diese Schrott-Kredite in schicke Finanzpakete, klebten ein falsches "Premium-Siegel" drauf und verkauften sie an ahnungslose Banken weltweit. Ein gigantisches Kartenhaus aus faulen Krediten.
2007 begannen die ersten Hausbesitzer, ihre Kredite nicht mehr zu bedienen. Das Kartenhaus fing an zu wackeln. Und am 15. September 2008 stürzte es komplett ein: Die traditionsreiche Investmentbank Lehman Brothers meldete Insolvenz an.
Die US-Regierung weigerte sich, Lehman zu retten. Das war der Moment, in dem das weltweite Finanzsystem einen Herzinfarkt erlitt. Das Vertrauen zwischen den Banken war komplett tot. Niemand lieh dem anderen mehr auch nur einen Cent, weil keiner wusste, welche Bank als nächstes hochgeht.
"Die Rettung im letzten Atemzug"
Die Welt stand sprichwörtlich Zentimeter vor dem Abgrund zum Tauschhandel. Die globalen Aktienmärkte halbierten sich . Um den totalen Systemkollaps zu verhindern, mussten Staaten weltweit einspringen. Sie verstaatlichten Banken und pumpten Billionen von Dollar und Euro in den Markt (das Zeitalter des "Quantitative Easing" begann) - (blaue Sprechbalsen).
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TEIL 3
Teil 3: Druckerpressen, Viren, Zölle & Geopolitisches Chaos (2015 bis heute)
"0% Zinspolitik" - "Trumps Zollspiele" - "Corona" - "Ukraine" - "Irankonflikt"
Nachdem die Finanzwelt 2008 fast an ihrer eigenen Gier erstickt wäre, betreten wir nun die Epoche, in der die Spielregeln komplett neu geschrieben wurden.
Akt 8
"0% Zinspolitik" – Die Ära des Gratis-Geldes
Um das System nach der Finanzkrise 2008 künstlich am Leben zu erhalten, griffen die Notenbanken (allen voran die EZB unter Mario "Whatever it takes" Draghi) zu einer historischen Extremmaßnahme : Sie senkten den Leitzins auf 0 % (und zeitweise sogar in den Negativbereich).
Geld hatte plötzlich keinen Preis mehr. Wer Schulden machte, wurde belohnt; wer sparte, wurde durch die schleichende Entwertung bestraft. Die Notenbanken warfen zusätzlich die Druckerpressen an und kauften Staatsanleihen für Billionen von Euro und Dollar.
Die Folgen:
Da es auf dem Sparbuch nichts mehr zu holen gab, flutete dieses "Gratis-Geld" die Märkte. Es entstand eine "Alles-Blase" (Everything Bubble):
Immobilienpreise verdoppelten sich in kürzester Zeit, Aktien jagten von einem Rekordhoch zum nächsten, und neue Vermögenswerte wie Krypto wurden für Millionen gehandelt.
Die Wirtschaft wurde regelrecht mit billiger Liquidität gemästet.
Akt 9
"Trumps Zollspiele" - 1ste Amtszeit und exzessiv in der aktuellen 2ten Amtszeit
Staffel 1
Das "Vorgeplänkel" (Erste Amtszeit: 2018) damals schon. "America First"
Er verhängte damals Zölle auf Stahl (25 %) und Aluminium (10 %) – und zwar weltweit.
Er belegte chinesische Waren im Wert von Hunderten Milliarden Dollar mit Strafzöllen.
Er zwang Kanada und Mexiko, das alte Freihandelsabkommen aufzulösen und das neue USMCA zu unterschreiben.
Staffel 2
Der totale "Zoll-Exzess"
Er verhängte gigantische "Liberation Day"-Zölle – pauschal 10 % auf fast alle US-Importe und schwindelerregende bis zu 145 % auf bestimmte Waren aus China.
Er verhängte 25 % Zölle auf alle Importe der beiden Nachbarn. Der Grenz-Krieg mit Kanada & Mexiko (Februar 2025)
Aktuell im Juli 2026 (Der Turnberry-Deal) - während der WM hinter den Kulissen. (hier passiert mehr als nur das)
Am 1. Juli 2026 ist offiziell eine Zollvereinbarung zwischen der EU und den USA in Kraft getreten. Man hat sich auf eine Obergrenze von 15 % für die meisten EU-Exporte (wie Autos und Halbleiter) geeinigt. Aber die Lage bleibt maximal angespannt.
Trump droht den Europäern schon wieder mit 100%-Zöllen, falls diese eine Digitalsteuer für US-Tech-Riesen wie Google einführen.
Akt 10
"Corona" - "Ukraine" - "Irankonflikt"
Ein Virus legte den Planeten lahm . Die Politik verordnete den weltweiten Lockdown.
Wirtschaftliche Vollbremsung.
Fabriken standen still, Flugzeuge blieben am Boden, Geschäfte schlossen. Die Wirtschaftsleistung brach im zweiten Quartal 2020 historisch stark ein – tiefer als während der Weltwirtschaftskrise 1929. Um einen totalen Kollaps und Massenarbeitslosigkeit zu verhindern, mutierten die Regierungen zu gigantischen Gelddruck-Feuerwehren.
Es wurden Rettungspakete geschnürt, die alles Dagewesene in den Schatten stellten. In den USA bekamen Bürger buchstäblich Schecks nach Hause geschickt ("Helikoptergeld"), in Europa wurden Kurzarbeitergelder in Milliardenhöhe gezahlt. Gleichzeitig kollabierte die Logistik: Containerschiffe stauten sich, Chips für Autos fehlten.
Das Ergebnis dieser Kombination aus gigantischer Geldverniedlichung und verknapptem Angebot? Das Comeback der Inflation . Nach Jahrzehnten der Ruhe schoss die Teuerungsrate 2021/2022 weltweit auf über 8 % bis 10 % hoch. Die Notenbanken mussten die Zinsen daraufhin so schnell anheben wie seit dem Volcker-Schock nicht mehr!
Der Fed Chart nochmal an dieser Stelle:
Ukraine-Krieg (2022) – Die Energie- und Geopolitik-Krise und der Irankonflikt – Das permanente Pulverfass
Die Märkte hyperventilieren bereits seit Monaten!
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Ende & Fazit:
Wenn wir einen Schritt zurücktreten und diese gewaltige Kurve von 1971 bis heute betrachten, sehen wir: Der Kreis schließt sich. Jahrzehntelang hat die Politik das System mit billigem Geld geflutet, um jedes aufkommende Feuer zu löschen. Aber die Gesetze der Ökonomie lassen sich nicht austricksen. Die Gelddruck-Exzesse entladen sich nun in einer hartnäckigen globalen Inflation.
Wir leben heute in einer Welt mit spürbar höheren Zinsen, teurerer Energie und permanentem geopolitischem Herzklopfen.
Da die Zinsen aggressiv angehoben wurden und wohl auch noch weiter steigen sollen, rechne ich mit einer ähnlichen Situation wie in den 80ern. Gepaart mit der Dotcom Bubble aus den 90ern. Ein Cocktail des Grauens braut sich zusammen.
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit! Ich hoffe, dieser wilde Ritt durch die Dekaden war für dich alles andere als trocken.
Wie sieht du das? Kommt hier was gefährliches für die Märkte und unsere Depots zu?
Dein Tiger🐯
Wall Street Wochenausblick KW27 2026 - KurzversionLiebe Trader & Investoren:
Auf geht's in eine brandneue Tradingwoche. Wir sind in einer kurzen 2-Tages-Sommerpause, dehalb heute eine Kurzversion der aktuellen Marktlage aus New York. Nächste Woche geht es dann wie gewohnt mit Eurem Wochenausblick-Video weiter. 🌍
📑 Fokusthema Nr. 1: Die Events der kommenden Woche: KW27 2026
Auf Grund des "Independence Day" Marktfeiertags in den USA am Freitag (US Märkte geschlossen) wird der US-NFP-Report diese Woche auf Donnerstag vorgezogen 🤑
FED-Chef Kevin Warsh wird seine erste Rede außerhalb der FED-Pressekonferenz halten. Diese ist für Mittwoch angesetzt - wir werden stark darauf schauen, ob er uns weitere Signale zur FED-Zinspolitik geben wird.
Ansonsten steht die Schweiz im Mittelpunkt mit Einzelhandel und Inflationsdaten. Der Financial Stability Report wird ebenfalls preis geben, ob bzw wie oft die SNB den schweizer Franken in Q1 2026 verkauft hat.
💲 Fokusthema Nr. 2: US-Dollar nach Ausbruch weiterhin Bullish
DXY konnte sich letzte Woche über der gebrochnen WS-Zone bei 100 - 100.50 etablieren. Diese Zone agiert nun als starker Unterstützungsbereich. Ohne eine dovishe Kehrtwende der FED (welche wir aktuell für unwarscheinlich halten) sehen wir weiterhin eine bullishe Tendenz.
In diesem Sinne sieht USD/CHF (mit positivem Swap) charttechnisch bullish aus. Das Paar hat die Sequenz fallender Hochs (abfallende Nackenlinie) im Tageschart, welche seit Juni 2025 gültig waren, gen Norden gebrochen. Nach einer Konsolidierungsphase dürfte hier, rein technisch, weitere Aufwärtsdynamik möglich sein.
EUR/USD ist aktuell das Spiegelbild von DXY und USD/CHF. Die übergeordnete SKS-Struktur wurde gebrochen. Die Nackenlinie (nun WS-Zone) wird aktuell getestet. Solange diese nicht nachhaltig gen Norden gebrochen wird und das letzte fallende Hoch der Abwärtstendenz gehalten wird, liegt das nächste Ziel eher bei ca. 1.1200:
🔍 Fokusthema Nr. 3: Mean-Reversion-Setups
Innerhalb unseres Mean-Reversion-System ist NZD/CHF Long aktuell hochinteressant.
Um die letztendlich eintretende Korrektur gen Norden auszunutzen, arbeiten wir mit gestaffelten Longs im Abstand von 1 ADR, um das TP-Level an unseren Zielmarken zu halten:
Wir sind immer wieder schockiert darüber wie viele Trader weiterhin glauben, dass Tradingsysteme mit Konzepten wie "CRV" oder "Preis-SLs" funktionieren. Diese Konzepte sind der Hauptgrund für die hohe Verlustquote unter Privattradern und werden von großen Institutionen am laufenden Band dazu genutzt Euch aus dem Markt "zu kicken". Stellt Euch die Frage: Wie viel Sinn macht es eine Trade-These bei einem Punkt-genauen-Stopp-Loss Level zu invalidieren? Wie oft sind Eure Setups nach dem Auslösen Eures SLs aufgegangen?
Es ist viel sinnvoller sich an die Wellen des Marktes anzupassen und deshalb mit komplexeren Risiko-Managememt-Modellen (wie z.B. Drawdown-Grenzen) zu arbeiten, anstatt Eure Stop-Losse für Banken & Broker sichtbar in den Markt zu legen.
🔍 Fokusthema Nr. 4: Die Diskussion über Aktienmarkt-Korrekturen
Die Diskussion über eine mögliche Korrektur der Aktienmärkte scheint seit Monaten anzuhalten. Ein Blick auf den Nasdaq zeigt ein Doppeltop (nahezu ein Triple-Top) im Tageschart und ähnliches Preisverhalten im Vergleich zu den letzten beiden größeren Korrekturen.
Zeitlich könnte die aktuelle Seitwärtsphase noch anhalten, größere Verkaufswellen traten historisch eher nach 2-3 Monaten Seitswärts-Vola ein:
Interessant ist die aktuelle "Dispersion" im Tech-Bereich. Der Performance-Unterscheid zwischen den Top 20% der Aktien und unteren 20% der Aktien liegt auf Dot-Com-Niveaus. Dies bedeutet: Investoren kaufen nicht mehr "alle Aktien zusammen", sondern investieren Sektor-spezifisch. Dies sehen wir aktuell an dem Performance-Unterschied zwischen den Chip-Herstellern und den MAG7.
Historisch sahen wir die aktuellen Dispersion-Level nahe Markt-Hochs:
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... und damit wünschen wir allen Tradern & Investoren eine erfolgreiche Tradingwoche.
Marktfreundliche Grüße
Meikel & Das Team WSI
Wall Street Wochenausblick KW26 2026 + FED Spezial-Ausgabe📊 Wall Street Wochenausblick KW26 2026
+ FED-Spezial: Frischer Wind für die Märkte 💡
👉 Auf geht's: Euer Wochenausblick für die KW26 2026:
🏦 Die FED hat seit Jahren ein Glaubwürdigkeitsproblem
Märkte haben seit Monaten nicht mehr nachhaltig auf Daten reagiert, denn die FED hat sich nicht an Ihr Mandat gehalten:
⭐ Doch dies scheint sich nun zu ändern - frischer Wind weht innerhalb der FED. Hier für Euch die Anleitung der Wall Street Profis zur Analyse der FED-Zinsentscheide:
📌 Neue Strutkur des FED-Statements: Duales Mandat im Fokus
⚠️ Inflationsprognosen der FED-Mitglieder stark nach oben verschoben:
🧮 Der Dotplot: Endlich eine klare Präferenz für Zinserhöhungen
🏛️ Kevin Warsh: "Inflation hat wieder klare Prioriät"
💸 Der USD-Index: Mega-Rallye voraus? Monatschart Analyse:
🔵 Ein Blick auf die Struktur von DXY zeigt welche Paare im Fokus stehen:
📉 EUR/USD: Größerer Move gen Süden bei DXY-Rallye...
📈 USD/CHF: Monats-Tiefs gehalten, Bodenbildung abgeschlossen?
🏁 Und zum Abschluss: Aktienmarkt-Euphorie in der Endphase?
📅 und... ein Blick auf die Events der nächsten Woche
Ausführliche Analysen und Kommentare zu all diesen Themen + Mean-Reversion-Tradingchancen in Eurem wöchentlich Wall Street Wochenausblick.
Allen Tradern & Investoren einen erfolgreichen Start in die neue Tradingwoche!
📈💼🌍🚀
– Euer Meikel
DAX Wochenrückblick KW25 – Die wichtigsten Erkenntnisse!Fundamentale und geopolitische Lage
Die KW25 stand vollständig im Zeichen der geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Nach Wochen der Eskalation zwischen Israel/USA und Iran kam es überraschend zu deutlichen Fortschritten bei den diplomatischen Bemühungen. Die USA und der Iran unterzeichneten ein Memorandum of Understanding als Grundlage für einen möglichen langfristigen Friedensvertrag. Gleichzeitig wurde eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon vereinbart.
Die Märkte reagierten auf diese Entwicklung mit deutlicher Erleichterung. Der Ölpreis brach massiv ein, Risikoanlagen wurden gekauft und die Angst vor einer Eskalation im Nahen Osten ging deutlich zurück. Dennoch bleibt die Situation fragil. Bereits wenige Stunden nach Bekanntgabe der Waffenruhe wurden neue Angriffe im Libanon gemeldet. Israel und die Hisbollah werfen sich weiterhin gegenseitige Verstöße vor. Auch die ursprünglich geplanten Verhandlungen in der Schweiz wurden verschoben.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Woche war die Diskussion um die wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Iran-Deals. Reuters berichtete ausführlich darüber, dass insbesondere die iranischen Revolutionsgarden von einer Lockerung der Sanktionen profitieren könnten, da sie große Teile der iranischen Wirtschaft kontrollieren. Damit entsteht für die kommenden Monate ein zusätzlicher politischer Konfliktpunkt, obwohl die Märkte aktuell ausschließlich die positiven Auswirkungen eines Friedensabkommens einpreisen.
Abseits der Geopolitik sorgte der SpaceX-IPO weiterhin für Aufmerksamkeit. Die Aufnahme in die großen Indizes und die damit verbundenen Kapitalzuflüsse unterstützten den Technologiesektor zusätzlich. Gleichzeitig bleibt der KI-Sektor mit Nvidia weiterhin einer der Haupttreiber der aktuellen Marktstärke.
Fundamentaldaten der Woche im Überblick
Auf der Datenseite begann die Woche mit starken Einzelhandelsumsätzen aus den USA. Die Retail Sales stiegen um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen damit deutlich über den Erwartungen von 0,5 Prozent. Die Core Retail Sales, welche die volatilen Bereiche Automobile, Benzin und Baumaterialien ausklammern und damit einen besseren Blick auf den tatsächlichen Konsum ermöglichen, stiegen ebenfalls stärker als erwartet auf 0,8 Prozent.
Diese Daten zeigen weiterhin eine robuste Konsumnachfrage in den USA. Da der private Konsum rund zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, spricht ein starker Einzelhandel für eine weiterhin gesunde Wirtschaft. Gleichzeitig erhöht dies jedoch den Inflationsdruck und reduziert den Handlungsbedarf der Federal Reserve für Zinssenkungen.
Auch die Lagerbestände für Rohöl sorgten für Aufmerksamkeit. Die Crude Oil Inventories fielen um 8,263 Millionen Barrel und damit deutlich stärker als erwartet. Normalerweise wäre ein derart starker Rückgang bullish für den Ölpreis. Aufgrund der geopolitischen Entspannung wurde dieser Effekt jedoch vollständig überlagert.
Das wichtigste Ereignis der Woche war jedoch die Sitzung der US-Notenbank.
Die Fed beließ den Leitzins wie erwartet unverändert zwischen 3,50 und 3,75 Prozent. Dennoch war die gesamte Sitzung eindeutig hawkish. Das Statement wurde deutlich gekürzt, große Teile der bisherigen Forward Guidance wurden entfernt und der Fokus lag klar auf Preisstabilität. Kevin Warsh setzte bereits bei seiner ersten Sitzung als Fed-Chef neue Akzente.
Die Economic Projections zeigten eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem März:
- Wachstumserwartungen wurden gesenkt
- Inflationserwartungen wurden deutlich angehoben
- Core PCE wurde von 2,7 Prozent auf 3,3 Prozent erhöht
- Gesamtinflation von 2,7 Prozent auf 3,6 Prozent angehoben
Auch der Dot Plot wurde deutlich hawkisher. Neun Mitglieder der Federal Reserve erwarten inzwischen mindestens eine Zinserhöhung bis Ende 2026.
Zusätzlich überraschte der Philadelphia Manufacturing Index positiv. Mit 10,3 Punkten lag er deutlich über den Erwartungen von 9,8 Punkten und markierte eine klare Verbesserung gegenüber dem Vormonat.
Gesamtbild: Wirtschaft, Inflation und Arbeitsmarkt
Das übergeordnete Bild hat sich in dieser Woche weiter gefestigt.
Die US-Wirtschaft zeigt weiterhin eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Die Arbeitsmarktdaten bleiben stark, die NFP-Daten vom Monatsanfang überzeugten und auch die Einzelhandelsumsätze signalisieren weiterhin eine robuste Nachfrage.
Gleichzeitig steigt die Inflation erneut an. Die Fed hat ihre Inflationsprognosen deutlich angehoben und signalisiert zunehmend, dass Zinssenkungen aktuell nicht notwendig sind. Vielmehr rücken weitere Zinserhöhungen wieder in den Fokus der Marktteilnehmer.
Eigentlich stellt dieses Umfeld eine Belastung für Risikoanlagen dar. Eine starke Wirtschaft, ein robuster Arbeitsmarkt, steigende Inflation und eine hawkishe Notenbank sprechen normalerweise gegen neue Höchststände an den Aktienmärkten.
Der Grund, weshalb die Märkte dennoch weiter steigen konnten, liegt aktuell in zwei Faktoren:
Erstens sorgt die geopolitische Entspannung im Nahen Osten für sinkende Ölpreise und damit für Hoffnungen auf rückläufigen Inflationsdruck.
Zweitens fließen weiterhin enorme Kapitalmengen in den KI-Sektor und in neu gelistete Unternehmen wie SpaceX.
Die entscheidende Frage für die kommenden Wochen lautet daher: Wie lange können geopolitische Hoffnungen die zunehmend restriktiven Fundamentaldaten überdecken?
Korrelationen und Märkte im Überblick
US Oil
Der Ölpreis erlebte eine außergewöhnlich volatile Woche. Insgesamt verlor US Oil über neun Prozent und schloss unter der wichtigen Marke von 77 US-Dollar.
Nach dem massiven Abverkauf infolge der geopolitischen Entspannung bildete sich im Bereich von 72 US-Dollar eine erste Stabilisierung. Aktuell notiert Öl bei rund 76,55 US-Dollar.
Entscheidend wird nun sein, ob sich der Markt wieder über 77 und anschließend über 80 US-Dollar etablieren kann oder ob die Entspannung im Nahen Osten weitere Verkäufe Richtung 70 US-Dollar auslöst.
US-Staatsanleihen
Die kurzfristigen Renditen legten in dieser Woche erneut zu. Besonders die drei- und fünfjährigen Laufzeiten profitierten von den gestiegenen Zinserwartungen.
Die zehn- und dreißigjährigen Staatsanleihen zeigten dagegen leichte Rückgänge bei den Renditen. Der Markt preist damit kurzfristig ein restriktiveres Fed-Umfeld ein, langfristig bleiben die Erwartungen jedoch deutlich differenzierter.
DXY
Der US-Dollar gehörte zu den stärksten Märkten der Woche. Mit einem Wochenplus von knapp einem Prozent konnte der DXY über der wichtigen Marke von 100 Punkten schließen und erreichte zwischenzeitlich sogar die 101.
Trotz einer deutlichen Doji-Rejection zum Wochenschluss bleibt das Bild konstruktiv. Entscheidend wird nun sein, ob der Bereich um 100 Punkte als Unterstützung dient oder ob sich die Dollarstärke in Richtung 102 fortsetzen kann.
VIX
Die Volatilität bleibt weiterhin bemerkenswert niedrig. Trotz geopolitischer Schlagzeilen notiert der VIX aktuell bei lediglich 16,41 Punkten und damit rund sieben Prozent unter der Vorwoche.
Dies zeigt, dass institutionelle Marktteilnehmer derzeit keine unmittelbare Eskalation erwarten.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia konnte die Woche mit einem Plus von 2,75 Prozent beenden und schloss bei rund 210 US-Dollar.
Trotz Gewinnmitnahmen seit den Q1-Earnings bleibt die Nachfrage im KI-Sektor hoch. Für die Bullen bleibt die Zone um 213 US-Dollar entscheidend. Darüber wären neue Allzeithochs möglich. Auf der Unterseite fungiert der Bereich zwischen 198 und 200 US-Dollar als wichtiger Support.
Bitcoin
Bitcoin bleibt aktuell der schwächste große Risk Asset Markt.
Trotz eines positiven Tagesabschlusses am Donnerstag notiert Bitcoin auf Wochenbasis weiterhin rund drei Prozent im Minus. Während Aktienmärkte von geopolitischer Entspannung profitieren, gelingt es Bitcoin bislang nicht, neues Momentum aufzubauen.
Der Weekly Close dürfte entscheidend sein für die Frage, ob die 60.000-Dollar-Marke erneut getestet wird oder eine Erholung in Richtung 66.000 US-Dollar startet.
S&P 500
Der S&P 500 gewann in der Woche knapp ein Prozent hinzu und schloss dennoch direkt an einer entscheidenden Widerstandszone.
Auffällig ist, dass trotz der starken Fundamentaldaten und der hawkishen Fed keine neuen nachhaltigen Allzeithochs erzielt werden konnten. Das Momentum beginnt leicht nachzulassen.
Nasdaq
Auch der Nasdaq schloss die Woche im Plus und verteidigte die wichtige Marke von 30.000 Punkten.
Im Vergleich zu den Vorwochen fiel jedoch auf, dass keine neuen Hochs mehr erreicht wurden. Die Aufwärtsdynamik bleibt intakt, verliert aber zunehmend an Geschwindigkeit.
Dow Jones
Der US30 markierte neue Höchststände, wurde jedoch insbesondere zur Wochenmitte und zum Wochenschluss deutlich abverkauft.
Trotzdem bleibt der Index oberhalb der wichtigen Marke von 51.500 Punkten. Solange dieser Bereich hält, bleibt das übergeordnete Bild konstruktiv.
Charttechnischer Rückblick DAX
Der DAX konnte die Woche mit einem Plus von 1,25 Prozent beenden und zeigte erneut relative Stärke.
Allerdings gelang es dem Markt nicht, die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten nachhaltig zurückzuerobern. Nach einem Anstieg bis 25.179 Punkte wurden die Gewinne erneut verkauft und der Markt schloss bei 24.989 Punkten knapp unter dem Widerstand.
Damit zeigt sich weiterhin das gleiche Bild wie in den vergangenen Wochen. Starke Aufwärtsbewegungen werden zunehmend verkauft, während die Käufer Schwierigkeiten haben, neue Hochs nachhaltig zu etablieren.
Mit Blick auf das Monats- und Quartalsende steigt die Wahrscheinlichkeit von Gewinnmitnahmen weiter an.
Fazit KW25
- Der Nahost-Konflikt bleibt der wichtigste Kurstreiber der Märkte.
- Der US-Iran-Deal sorgt für Hoffnung, bleibt aber äußerst fragil.
- Öl verlor über neun Prozent und entlastete die Inflationserwartungen.
- Die US-Wirtschaft zeigt weiterhin Stärke.
- Arbeitsmarkt und Konsum bleiben robust.
- Die Inflation steigt erneut an.
- Die Federal Reserve präsentierte sich auf allen Ebenen hawkish.
- Der Dot Plot signalisiert höhere Zinsen für längere Zeit.
- Der Dollar gewinnt an Stärke.
- Die Aktienmärkte steigen trotz zunehmend restriktiver Fundamentaldaten weiter an.
- Erste Ermüdungserscheinungen zeigen sich jedoch insbesondere im S&P 500, Nasdaq und DAX.
Die Ausgangslage für die KW26 bleibt damit außergewöhnlich spannend. Die Märkte handeln aktuell nahezu ausschließlich die Hoffnung auf eine geopolitische Entspannung. Sollte dieser Optimismus bestätigt werden, könnten neue Hochs folgen. Scheitern die Verhandlungen oder kommt es erneut zu einer Eskalation im Nahen Osten, könnten die inzwischen sehr ambitionierten Bewertungen schnell unter Druck geraten.
Keine Anlageberatung. Alle Aussagen spiegeln ausschließlich meine persönliche Marktmeinung und Einschätzung wider.
Wünsche euch ein schönes Wochenende und morgen kommt wie gewohnt mein Wochenausblick für KW26 mit allen wichtigen Daten und Ausblicken für die Woche!
DAX Tagesausblick 18. Juni– Hawkishe FED, wo bleiben die Shorts?Geopolitische Lage: Iran-Deal bleibt aktuell das dominierende Makro-Thema
Während sich die Aufmerksamkeit vieler Marktteilnehmer auf die gestrige FED-Sitzung gerichtet hat, bleibt die geopolitische Entwicklung rund um den Nahen Osten aktuell der wichtigste Treiber für die globalen Finanzmärkte.
Die USA und der Iran haben in dieser Woche ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet, das zunächst eine 60-tägige Verhandlungsphase einleitet. Nach Angaben beider Seiten wurde das Memorandum bereits von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten unterzeichnet und ist laut iranischen Regierungsvertretern bereits in Kraft getreten.
Der Inhalt des Abkommens umfasst unter anderem die Verlängerung der Waffenruhe, die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz, die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie umfangreiche wirtschaftliche Investitionen in den Wiederaufbau des Landes. Gleichzeitig soll die Internationale Atomenergiebehörde die weitere Entwicklung des iranischen Atomprogramms überwachen.
Auch die G7-Staaten begrüßten die Fortschritte und forderten zusätzlich eine Waffenruhe im Libanon. Gleichzeitig bleibt die Situation angespannt. Israel führte erneut Luftschläge gegen Ziele im Libanon durch, während es weiterhin Spannungen mit der Hisbollah gibt. Präsident Trump machte zudem deutlich, dass die USA bei einem Scheitern des Abkommens erneut militärisch eingreifen würden.
Insgesamt bleibt das Risiko im Nahen Osten bestehen, allerdings hat sich die Wahrscheinlichkeit eines unmittelbaren Öl- oder Versorgungsschocks gegenüber der Vorwoche deutlich reduziert. Genau dieser Faktor dürfte aktuell kurzfristig schwerer wiegen als die hawkischen Aussagen der FED.
Auch in Asien gab es weitere positive Signale. Die Spannungen zwischen China und Taiwan haben sich zuletzt nicht weiter verschärft. Zudem setzen die USA und China ihre Gespräche über Handels- und Wirtschaftsfragen fort. Zusammen mit den Fortschritten im Nahen Osten sorgt dies aktuell für eine spürbare Entspannung auf geopolitischer Ebene.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Auch auf der Datenseite gab es gestern zahlreiche wichtige Veröffentlichungen.
In Europa stieg die Inflation im Jahresvergleich wie erwartet von 3,0 % auf 3,2 %. Die Kerninflation legte sogar von 2,2 % auf 2,6 % zu und lag damit leicht über den Erwartungen. Lediglich die monatliche Entwicklung zeigte mit 0,1 % weiterhin eine gewisse Stabilisierung.
In den USA standen vor allem die Einzelhandelsumsätze im Fokus. Die Retail Sales stiegen mit 0,9 % deutlich stärker als erwartet. Erwartet wurden lediglich 0,5 %, nachdem der Vormonat bei 0,4 % gelegen hatte.
Die Einzelhandelsumsätze gelten als einer der wichtigsten Indikatoren für den privaten Konsum. Da der Konsum den größten Teil der US-Wirtschaft ausmacht, zeigen steigende Retail Sales grundsätzlich eine robuste wirtschaftliche Entwicklung und sprechen gegen eine unmittelbar bevorstehende Rezession.
Auch die Core Retail Sales konnten positiv überraschen. Hier stieg der Wert auf 0,8 % und lag damit ebenfalls über den Erwartungen von 0,6 %. Die Daten zeigen, dass die Nachfrage der Verbraucher trotz höherer Finanzierungskosten weiterhin stabil bleibt.
Zusätzlich stieg das GDPNow-Modell der Atlanta FED zuletzt auf rund 3 %. Zusammen mit den starken Konsumdaten ergibt sich weiterhin das Bild einer widerstandsfähigen US-Wirtschaft.
Bei den Rohöllagerbeständen wurde hingegen ein deutlicher Rückgang um 8,263 Millionen Barrel gemeldet. Erwartet worden war lediglich ein Rückgang von 3,6 Millionen Barrel. Fundamental betrachtet wären diese Daten eigentlich klar bullish für Öl gewesen. Dennoch setzte sich die Schwäche im Ölmarkt fort, da die Entspannung im Nahen Osten aktuell deutlich stärker gewichtet wird als die Lagerbestandsdaten.
FED: Zinsen unverändert, Ton deutlich hawkisher
Wie erwartet beließ die FED den Leitzins in einer Spanne von 3,50 % bis 3,75 %.
Die eigentliche Überraschung lag jedoch nicht in der Zinsentscheidung selbst, sondern im Tonfall des Statements, den Economic Projections sowie der anschließenden Pressekonferenz von FED-Chef Kevin Warsh.
Im Statement betonte die FED erneut, dass die Inflation weiterhin deutlich über dem 2-Prozent-Ziel liegt. Gleichzeitig hob die Notenbank die robuste Entwicklung von Produktivität, Investitionen und Arbeitsmarkt hervor.
Im Dot Plot verschob sich die Erwartung der FED-Mitglieder weiter nach oben. Neun von neunzehn Mitgliedern rechnen inzwischen mit mindestens einer weiteren Zinserhöhung bis Ende 2026. Gleichzeitig wurden die Inflationserwartungen angehoben und die Wachstumserwartungen leicht reduziert.
Auch Kevin Warsh zeigte sich in der Pressekonferenz deutlich restriktiver als viele Marktteilnehmer erwartet hatten (inklusive mir ;)). Er stellte klar, dass Preisstabilität oberste Priorität habe und dass die FED künftig deutlich weniger Forward Guidance liefern werde.
Die gestrige Sitzung war damit eindeutig hawkish.
Trotzdem stellt sich die Frage, warum die Aktienmärkte nicht deutlich stärker unter Druck geraten sind.
Die Antwort liegt vermutlich in der geopolitischen Entwicklung. Die Entspannung im Nahen Osten, fallende Ölpreise und die Aussicht auf sinkende Inflationsrisiken durch eine Wiederöffnung der Straße von Hormuz wirken aktuell als Gegengewicht zur restriktiveren Geldpolitik.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute wird der Datenkalender etwas ruhiger, aber trotzdem nicht unwichtig. Am Vormittag und Mittag stehen mehrere EZB-Speaker im Fokus. Hier bleibt entscheidend, wie die EZB die zuletzt wieder gestiegene Inflation in Europa einordnet und ob sie sich durch die Entspannung beim Ölpreis bereits etwas beruhigter zeigt.
Am Nachmittag rücken dann vor allem die US-Arbeitsmarktdaten in den Fokus. Die Initial Jobless Claims werden mit 225.000 erwartet, nach zuvor 229.000. Solange die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe niedrig bleiben, spricht das weiterhin für einen stabilen Arbeitsmarkt und gibt der FED keinen direkten Grund, kurzfristig dovisher zu werden.
Zusätzlich kommt der Philadelphia FED Manufacturing Index. Erwartet wird ein Anstieg auf 9,8, nach zuvor -0,4. Dieser Index misst die allgemeine Geschäftslage im verarbeitenden Gewerbe der Region Philadelphia. Werte über null zeigen eine Verbesserung der Bedingungen, Werte unter null eine Verschlechterung.
Sollte der Index deutlich stärker als erwartet ausfallen, würde das erneut für eine robuste US-Wirtschaft sprechen. Gleichzeitig wäre das aber auch ein weiterer Baustein für die hawkishe FED, weil eine stabile Wirtschaft höhere Zinsen länger verkraften kann.
Märkte und Korrelationen im Überblick
Beim Ölmarkt bleibt die Bewegung sehr spannend. Trotz der extrem schwachen Rohöllagerbestände, also eines Rückgangs um 8,263 Millionen Barrel, konnte Öl nicht nachhaltig steigen. Der Grund liegt klar in der geopolitischen Entspannung. Die Märkte preisen aktuell weniger Risikoaufschlag für den Nahen Osten ein.
US Oil steht aktuell im Bereich von 74,6 Dollar und notiert auf Wochensicht bereits rund 12 % tiefer. Damit bleibt der Abwärtstrend kurzfristig intakt. Solange Öl unter 77 Dollar bleibt, liegt für mich die nächste relevante Zone im Bereich von 70 Dollar.
Für Risk Assets ist das grundsätzlich positiv. Fallende Ölpreise bedeuten mittelfristig Entspannung bei Energiepreisen, Transportkosten und Inflationserwartungen. Genau deshalb wird die Nahost-Entspannung aktuell so stark vom Markt gewichtet.
Bei den US-Staatsanleihenrenditen sahen wir nach der FOMC-Sitzung dagegen eine klare hawkishe Reaktion. Besonders die kurz- und mittelfristigen Renditen sind stark angestiegen. Die 3-jährigen Renditen legten deutlich zu, ebenso die 5-jährigen und 10-jährigen. Die 30-jährigen Renditen zeigten sich dagegen schwächer.
Das zeigt, dass der Markt vor allem am kurzen Ende Zinserhöhungsrisiken einpreist. Die Hoffnung auf Zinssenkungen wurde weiter nach hinten verschoben. Genau das ist normalerweise Gegenwind für Growth-Werte, Nasdaq, Bitcoin und zinssensitive Assets.
Auch der US-Dollar zeigte gestern eine starke Reaktion. Der DXY konnte deutlich zulegen und lief aus dem Bereich um 99,5 wieder über die 100er-Marke. Für mich ist jetzt entscheidend, wie der Dollar am oberen Ende der aktuellen Range im Bereich 100,5 bis 100,6 reagiert. Sollte der DXY diesen Bereich nachhaltig durchbrechen und das Momentum aus steigenden Renditen, hawkisher FED und Safe-Haven-Nachfrage halten, wäre eine Ausweitung Richtung 101 möglich.
Der VIX zog gestern ebenfalls deutlich an und legte rund 15 % zu. Trotzdem notiert der Volatilitätsindex aktuell nur im Bereich um 17 und damit weiterhin unter der wichtigen 20er-Marke. Das bedeutet: Ja, Unsicherheit ist zurückgekommen, aber wir sehen noch keine echte Stressphase am Markt.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia zeigte gestern erneut Schwäche und verlor rund 1,3 %. Die Aktie konnte den Bereich um 212 Dollar nicht nachhaltig nach oben durchbrechen. Für das bullische Szenario bleibt entscheidend, dass Nvidia entweder wieder über 212 Dollar ausbricht oder die Unterstützungszone bei 200 bis 198 Dollar verteidigt.
Ein Bruch unter 198 Dollar wäre kurzfristig kritisch, da Nvidia als KI-Leader weiterhin eine wichtige Signalwirkung für den gesamten Nasdaq hat.
Bitcoin
Bitcoin zeigte gestern ebenfalls Schwäche. Nach dem Bruch des Tagestiefs vom Dienstag kam es wie erwartet zu weiterem Verkaufsdruck. Im aktuellen Marktumfeld mit hawkisher FED, stärkerem Dollar und steigenden Renditen bleibt Bitcoin anfällig.
Solange Bitcoin keinen starken Daily Close liefert, bleibe ich hier vorsichtig. Einen erneuten Rücklauf in Richtung 60.000 Dollar kann ich mir weiterhin vorstellen. Long-Setups werden für mich erst wieder interessanter, wenn Bitcoin auf Tagesbasis Stärke zeigt und wichtige Widerstände zurückerobert.
SPX
Der S&P 500 reagierte gestern nach dem FOMC-Newsblock zunächst deutlich schwächer. Der Index verlor rund 1,23 % und schloss sogar unterhalb der 7.500er-Zone. Gleichzeitig kam über Nacht in der Asia-Session wieder Unterstützung in den Markt.
Für mich bleibt die 7.500er-Zone jetzt entscheidend. Solange der S&P 500 diesen Bereich zurückerobern und verteidigen kann, bleibt eine Stabilisierung möglich. Sollte der Index jedoch erneut unter das gestrige Tagestief und unter 7.500 fallen, sehe ich weiteres Abwärtsrisiko in Richtung des Wochentiefs aus KW23 bei rund 7.360.
Für ein neues Long-Signal müsste der S&P 500 zunächst das gestrige Tageshoch im Bereich 7.615 zurückerobern. Erst dann wäre wieder mehr Momentum auf der Oberseite möglich.
NASDAQ
Im Nasdaq wurde gestern zwischenzeitlich die 30.000er-Marke unterschritten. Auch hier kam nach dem FOMC-Schock Verkaufsdruck auf, allerdings wurde der Rücksetzer bereits wieder teilweise aufgekauft.
Für den heutigen Handelstag ist die 30.000er-Marke der zentrale Bereich. Solange der Nasdaq darüber bleibt, kann sich der Markt stabilisieren. Sollte der Nasdaq jedoch erneut unter 30.000 fallen und darunter schließen, sehe ich weiteres Risiko in Richtung 29.500.
Auf der Oberseite wäre für Longs wichtig, dass der Nasdaq das gestrige Tageshoch bei rund 30.265 zurückerobert. Dann wäre ein weiterer Push in Richtung 30.500 möglich.
US30
Beim Dow Jones beziehungsweise US30 sahen wir gestern zunächst einen starken Peak bis fast 52.500 und damit neue Allzeithochs. Danach kam jedoch deutlicher Verkaufsdruck auf und der Index schloss wieder unter 52.000.
Aktuell wird die 52.000er-Zone erneut getestet. Sollte US30 hier scheitern und gleichzeitig das gestrige Tagestief sowie die Zone um 51.500 verlieren, wären weitere Shorts in Richtung 51.000 für mich denkbar. Für Longs müsste der Markt die 52.000 nachhaltig zurückerobern und verteidigen.
DAX Tagesausblick
Der DAX zeigt im Vergleich zu den US-Indizes aktuell das stärkere Bild. Während die US-Indizes nach der hawkischen FED unter Druck standen, konnte der DAX gestern trotz allem mit einem Plus von rund 0,5 % schließen.
Heute Morgen wurde bereits das gestrige Tageshoch gebrochen und der Index notiert im Bereich um 25.050 Punkte. Damit bleibt das übergeordnete charttechnische Bild weiterhin bullisch.
Für mich ist jetzt entscheidend, ob der DAX das Tageshoch vom Dienstag im Bereich um 25.120-25.150 herausnehmen kann. Gelingt ein nachhaltiger Bruch über diese Zone, wären weitere Impulse in Richtung 25.300 bis 25.400 denkbar.
Trotzdem bleibe ich vorsichtig. Die FED war gestern eindeutig hawkish. Die Zinssenkungshoffnungen wurden weiter nach hinten verschoben und der Markt preist sogar wieder Zinserhöhungsrisiken ein. Normalerweise wäre das klarer Gegenwind für Aktien.
Der Grund, warum der DAX trotzdem stabil bleibt, liegt in der massiven Entspannung beim Ölpreis und der geopolitischen Lage. Europa profitiert besonders von fallenden Energiepreisen. Deshalb kann der DAX kurzfristig stärker performen als die US-Tech-Indizes.
Ein Short-Szenario wird für mich erst interessant, wenn der DAX zunächst die Hochs im Bereich 25.120 abgreift, dort eine klare Rejection zeigt und anschließend wieder unter die 25.000er-Zone fällt. Für bestätigte Shorts wäre ein Bruch unter die Tagestiefs von Dienstag und Mittwoch im Bereich um 24.700 wichtig.
Unterhalb von 24.700 wären Rückläufe in Richtung 24.650 und anschließend 24.500 möglich.
Solange der DAX aber über 25.000 bleibt und die US-Futures stabil bleiben, ist das kurzfristige Momentum weiterhin bullisch.
Fazit für den heutigen Handelstag
Die FED war gestern klar hawkish. Der Leitzins blieb zwar unverändert, aber Statement, Dot Plot, Economic Projections und Pressekonferenz zeigen deutlich: Higher for Longer bleibt das Hauptthema, und weitere Zinserhöhungen sind nicht vom Tisch.
Gleichzeitig hat sich die geopolitische Lage im Nahen Osten massiv entspannt. Der Iran-Deal, die Öffnung der Straße von Hormuz, fallende Ölpreise und die Aussicht auf niedrigere Energie- und Inflationsrisiken wirken aktuell als starkes Gegengewicht zur FED.
Genau deshalb fallen die Märkte nicht sofort durch. Der Markt handelt nicht nur die FED, sondern auch die Frage, ob der Öl- und Inflationsschock der letzten Wochen gerade wieder aus dem Markt gepreist wird.
Für den DAX bleibt mein Bias kurzfristig neutral bis leicht bullish, solange wir über 25.000 bleiben und die Zone um 25.160 nachhaltig brechen können. Unterhalb von 24.700 würde sich das Bild dagegen wieder klar eintrüben.
Ich werde heute Mittag noch ein separates Video zur FED hochladen, in dem ich die Economic Projections, den Dot Plot und die Pressekonferenz von Kevin Warsh ausführlich auseinandernehme.
Wichtigestes Wort zum schluss:
Ich würde heute nicht blind shorten, jedoch bin ich sehr vorsichtig mit neuen Longs. Durch die Daten der Fed gestern, reicht es, wenn kleine geopolitische negative Headlines rein kommen um stärkere Abverkäufe in den Indizes in Gang zu bringen. Die entscheidenden Level habe ich oben durchgegeben, ich suche aktiv eher nach Shorts MIT BESTÄTIGUNG!
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung. Allen einen stabilen Handelstag.
DAX Tagesausblick 15. Juni - Nahost-Deal sorgt für Risk-On!!!Geopolitische Lage
Die neue Handelswoche startet mit einer deutlichen Risk-On-Reaktion an den globalen Finanzmärkten. Auslöser sind die Entwicklungen rund um die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
Am Wochenende verdichteten sich die Hinweise auf eine weitreichende Einigung zwischen beiden Seiten. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass ein Memorandum of Understanding (MOU) vereinbart wurde, welches unter anderem Einschränkungen beim iranischen Atomprogramm, Regelungen zur Urananreicherung sowie mögliche Lockerungen von Sanktionen umfasst. Gleichzeitig richten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf die Straße von Hormus, die als eine der wichtigsten Handelsrouten für den globalen Öltransport gilt.
Die Märkte preisen aktuell eine nachhaltige Deeskalation ein. Genau diese Erwartung führte bereits in den vergangenen Handelstagen zu massiven Bewegungen in Öl, Staatsanleihen, US-Dollar und den großen Aktienindizes.
Wichtig bleibt jedoch: Der Markt handelt aktuell die Erwartung einer dauerhaften Entspannung. Entscheidend wird sein, ob die Vereinbarungen von allen Beteiligten bestätigt und in den kommenden Tagen tatsächlich umgesetzt werden. Sollte dies gelingen, dürfte dies erheblichen Inflationsdruck aus dem Markt nehmen und Risk Assets zusätzlich unterstützen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten
Aus fundamentaler Sicht fällt der heutige Handelstag vergleichsweise ruhig aus. Der Fokus liegt weiterhin klar auf der geopolitischen Entwicklung im Nahen Osten.
Am Vormittag stehen unter anderem die Trade Balance sowie die Industrial Production Daten aus Europa auf dem Kalender. Zusätzlich wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprechen. Marktteilnehmer achten dabei insbesondere auf mögliche Hinweise zum zukünftigen geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank.
Der eigentliche Fokus dieser Woche liegt jedoch auf Mittwoch. Dann steht der nächste FED-Zinsentscheid an. Eine Änderung der Leitzinsen wird nicht erwartet. Entscheidend werden vielmehr das FOMC Statement, die aktualisierten Economic Projections sowie die anschließende Pressekonferenz.
Nach den zuletzt rückläufigen Inflationsdaten Core CPI MoM, gleichzeitig aber weiterhin robusten Arbeitsmarktdaten, dürfte die Kommunikation der FED maßgeblich darüber entscheiden, ob die aktuelle Risk-On-Bewegung weiter fortgesetzt werden kann.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt reagiert am stärksten auf die geopolitische Entspannung.
US Oil notiert aktuell rund 4,14 % im Minus bei etwa 80,84 Dollar. Zwischenzeitlich wurde die psychologisch wichtige 80-Dollar-Marke bereits getestet.
Charttechnisch rückt nun das Monatstief aus April bei rund 79 Dollar in den Fokus. Sollte die aktuelle Deeskalation Bestand haben und die Situation rund um die Straße von Hormus weiter entspannen, halte ich einen Rückgang in Richtung 77 Dollar weiterhin für realistisch.
Fallende Ölpreise bedeuten weniger Inflationsdruck, geringere Energiekosten und gleichzeitig weniger Druck auf die Zentralbanken. Genau deshalb reagieren die Risk Assets aktuell so positiv auf diese Entwicklung.
Die im gestrigen Wochenausblick beschriebenen Szenarien entwickeln sich bislang nahezu punktgenau. Wer die detaillierten Zonen und Setups sehen möchte, kann sich den aktuellen Wochenausblick auf meinem YouTube-Kanal ansehen.
US-Staatsanleihen
Auch die Renditen der US-Staatsanleihen fallen zum Wochenstart deutlich.
Dreijährige Staatsanleihen notieren rund 1,43 % im Minus, fünfjährige rund 1,31 %, zehnjährige rund 1,03 % und dreißigjährige etwa 0,70 %.
Der Markt preist aktuell weniger geopolitische Unsicherheit sowie einen potenziell konstruktiveren Zinspfad ein. Sinkende Renditen bleiben grundsätzlich unterstützend für Aktienmärkte und andere Risk Assets.
DXY
Der Dollar-Index steht ebenfalls unter Druck.
Der DXY notiert aktuell rund 0,37 % im Minus und ist bereits unter das Wochentief der Vorwoche sowie unter die wichtige 99,50er-Zone gefallen.
Die Kombination aus sinkendem Safe-Haven-Demand, fallenden Renditen und Hoffnungen auf eine weniger restriktive FED belastet den Dollar.
Sollte die FED am Mittwoch zusätzlich dovish auftreten, könnte sich die Bewegung in Richtung 99 Punkte fortsetzen.
VIX
Der Volatilitätsindex dürfte zum Wochenstart ebenfalls deutlich unter Druck geraten.
Die geopolitische Entspannung sorgt aktuell dafür, dass Absicherungspositionen abgebaut werden. Sinkende Volatilität unterstützt historisch betrachtet vor allem Aktienmärkte und Wachstumswerte.
Risk Assets im Überblick
Bitcoin
Bitcoin zeigt zum Wochenstart erste Stärke und notiert aktuell wieder im Bereich von 65.800 Dollar.
Nach dem bullischen Weekly Close bleibt nun entscheidend, ob Bitcoin das verbesserte Risk-On-Umfeld nutzen kann. Das nächste größere Ziel liegt für mich weiterhin im Bereich von 69.000 bis 70.000 Dollar.
In den vergangenen Wochen blieb Bitcoin trotz starker Aktienmärkte teilweise zurück. Sollte nun zusätzlich Kapital in den Kryptomarkt zurückfließen, könnte sich dieses Bild ändern.
SPX
Der S&P 500 startet mit einem Gap-Up von über 2 % in die neue Handelswoche.
Die zentrale Unterstützungszone bleibt für mich weiterhin der Bereich um 7.500 Punkte. Ein Rücksetzer in diesen Bereich wäre aus meiner Sicht interessant, um anschließend die Bewegung in Richtung neuer Allzeithochs zu begleiten.
Solange die Struktur intakt bleibt, bleibt mein Bias klar bullisch.
Nasdaq
Auch der Nasdaq setzt seine relative Stärke fort und notiert deutlich über der psychologisch wichtigen 30.000-Punkte-Marke.
Genau dieses Szenario hatte ich bereits im Wochenausblick beschrieben. Solange die 30.000 verteidigt wird, bleiben für mich die nächsten Ziele bei 30.500 sowie anschließend 31.000 Punkten.
US30
Der Dow Jones handelt ebenfalls nahe neuer Rekordstände.
Nach dem Ausbruch über die Zone bei 51.500 Punkten bleibt die Bewegung in Richtung 52.000 Punkte das bevorzugte Szenario.
Sollte sich der Nahost-Deal bestätigen und die FED am Mittwoch nicht überraschend hawkish auftreten, halte ich neue Allzeithochs in den großen US-Indizes weiterhin für sehr wahrscheinlich.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Auch der DAX startet mit einem deutlichen Gap-Up in die neue Handelswoche und notiert aktuell rund 1,38 % im Plus.
Besonders wichtig bleibt nun die psychologisch relevante 25.000-Punkte-Marke.
Bullisch betrachtet sehe ich zwei Szenarien:
Das erste Szenario wäre die direkte Fortsetzung des Momentums über die 25.000-Punkte-Zone. In diesem Fall rückt die Zone um 25.500 Punkte sowie das Allzeithoch direkt in den Fokus.
Mein bevorzugtes Szenario bleibt jedoch ein kontrollierter Rücksetzer in den Bereich zwischen 24.800 und 24.850 Punkten. Dort befinden sich das Wochenhoch der KW24, das Monatshoch aus April sowie wichtige Jahreslevels. Sollte der Markt dort Unterstützung finden, ergeben sich aus meiner Sicht attraktive Long-Möglichkeiten in Richtung neuer Rekordstände.
Solange sich der Nahost-Deal bestätigt und die FED am Mittwoch nicht überraschend hawkish auftritt, bleibt mein Bias klar bullisch.
Sollte sich die geopolitische Lage dagegen erneut verschärfen, könnte das aktuelle Gap-Up schnell geschlossen werden. In diesem Fall würde die Zone um 24.000 Punkte wieder in den Fokus rücken. Ebenso wie bei allen anderen Risk Assets, im Moment ist schon sehr viel positives eingepreist!
Ausführlichere Trade-Ideen und sämtliche relevanten Zonen habe ich bereits im aktuellen Wochenausblick auf meinem YouTube-Kanal besprochen.
Keine Anlageberatun nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche und stabile Trades!
Wochenausblick KW25–Fundamental, Makro und technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die kommende Woche KW25
Vorab wie jede Woche der Hinweis:
Der ausführliche Wochenausblick inklusive meiner vollständigen Chartanalysen, Szenarien, Marktstruktur sowie konkreten Trade-Ideen für DAX, Nasdaq, SPX, US30, Bitcoin, Öl, Dollar und weitere Märkte ist bereits auf meinem YouTube-Kanal verfügbar.
In diesem Beitrag erhaltet ihr wie gewohnt die Zusammenfassung der wichtigsten fundamentalen, makroökonomischen und charttechnischen Themen für die kommende Handelswoche.
Fundamentale und geopolitische Lage
Die vergangene Woche wurde erneut von zwei großen Themen dominiert:
1. Der Entwicklung der Inflation in den USA
2. Der geopolitischen Situation im Nahen Osten
Besonders die geopolitische Komponente dürfte auch in der kommenden Woche weiterhin den größten Einfluss auf die Märkte haben.
Nachdem zu Beginn der Vorwoche noch erhebliche Sorgen über eine weitere Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran bestanden, änderte sich die Stimmung im Wochenverlauf deutlich. Immer mehr Marktteilnehmer begannen damit, eine diplomatische Lösung beziehungsweise einen möglichen Deal einzupreisen.
Vor allem am Donnerstag war deutlich zu erkennen, wie stark die Märkte auf entsprechende Meldungen reagieren. Risk Assets konnten sich kräftig erholen, während Öl massiv unter Druck geriet und die Volatilität deutlich zurückkam.
Der Grund dafür ist relativ einfach:
Ein möglicher Deal würde das Risiko einer Eskalation rund um die Straße von Hormus deutlich reduzieren. Genau diese Wasserstraße ist einer der wichtigsten Transportwege für den weltweiten Ölhandel.
Sollte es tatsächlich zu einer nachhaltigen Entspannung kommen, würde ein erheblicher Teil der geopolitischen Risikoprämie aus dem Ölpreis verschwinden.
Sinkende Ölpreise bedeuten wiederum:
- Weniger Inflationsdruck
- Weniger Belastung für Verbraucher
- Weniger Druck auf die Zentralbanken
- Höhere Wahrscheinlichkeit zukünftiger Zinssenkungen
Genau deshalb reagieren Aktienmärkte aktuell extrem sensibel auf jede neue Meldung aus dem Nahen Osten.
Für die kommende Woche bleibt deshalb die entscheidende Frage:
Kommt tatsächlich ein belastbarer Deal zustande oder handelt es sich lediglich um kurzfristige Hoffnung, die aktuell eingepreist wird?
Sollte ein Deal zustande kommen, dürfte dies insbesondere für Technologieaktien, den Nasdaq, Bitcoin und andere Risk Assets ein sehr konstruktives Umfeld schaffen.
Sollte die Situation hingegen erneut eskalieren, wäre eine Rückkehr steigender Ölpreise, höherer Volatilität und stärkerer Safe-Haven-Nachfrage wahrscheinlich.
Zusätzlich zeigt das aktuelle Marktumfeld weiterhin eine bemerkenswert hohe Risikobereitschaft institutioneller Investoren.
Ein gutes Beispiel dafür war das historische SpaceX-IPO. Trotz bereits enorm hoher Bewertung konnte die Aktie deutlich stärker performen als viele Marktteilnehmer erwartet hatten und legte direkt nach dem Börsengang kräftig zu. Solche Entwicklungen zeigen, dass Kapital weiterhin bereit ist, in Wachstumswerte und Zukunftstechnologien zu fließen.
Auch die positiven Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, insbesondere bei Unternehmen wie Anthropic, unterstreichen weiterhin die starke Risikobereitschaft der Märkte.
Insgesamt bleibt die Kombination aus:
- Nachlassendem Inflationsdruck
- Hoffnungen auf geopolitische Entspannung
- Hoher Risikobereitschaft der Investoren
aktuell einer der wichtigsten Treiber für die Entwicklung der globalen Finanzmärkte.
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW25 im Überblick
Montag
Zum Wochenstart richtet sich der Fokus vor allem auf die Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Marktteilnehmer werden sehr genau darauf achten, ob sich Hinweise auf den zukünftigen geldpolitischen Pfad der EZB ergeben.
Zusätzlich stehen sowohl in Europa als auch in den USA Daten zur Industrieproduktion auf dem Kalender.
Gerade die US-Daten liefern wichtige Hinweise darauf, wie robust die amerikanische Wirtschaft aktuell tatsächlich bleibt.
Die Volatilität dürfte zum Wochenstart jedoch zunächst begrenzt bleiben, da die Märkte bereits auf die deutlich wichtigeren Ereignisse der Wochenmitte warten.
Mittwoch – Der wichtigste Tag der Woche
Der Mittwoch wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der entscheidende Handelstag der gesamten Woche.
Bereits am Vormittag stehen die europäischen Inflationsdaten im Fokus.
Veröffentlicht werden:
- CPI Year-over-Year
- Core CPI Year-over-Year
- CPI Month-over-Month
Diese Daten liefern wichtige Hinweise darauf, ob sich der Inflationsdruck in Europa weiter abschwächt oder ob die EZB künftig erneut restriktiver agieren muss.
Noch wichtiger wird jedoch der Nachmittag in den USA.
Hier stehen die Retail Sales sowie die Core Retail Sales im Mittelpunkt.
Die Core Retail Sales messen die Veränderung der Einzelhandelsumsätze ohne Automobile und gelten als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Konsumstärke der US-Wirtschaft.
Da der private Konsum einen erheblichen Anteil der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, reagieren die Märkte häufig sehr sensibel auf diese Zahlen.
Starke Retail Sales sprechen für eine robuste Wirtschaft, können jedoch gleichzeitig die Erwartung sinkender Zinsen reduzieren.
Schwächere Retail Sales würden hingegen Zinssenkungshoffnungen unterstützen, könnten aber gleichzeitig Sorgen über die Wirtschaftsentwicklung auslösen.
Ebenfalls relevant werden die Crude Oil Inventories.
Diese zeigen, wie sich die US-Rohöllagerbestände entwickeln und liefern wichtige Hinweise auf Angebot und Nachfrage am Ölmarkt. Besonders in Kombination mit den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten könnten die Lagerbestände in dieser Woche zusätzliche Bedeutung gewinnen.
Der absolute Höhepunkt folgt jedoch am Abend:
FOMC, Zinsentscheid und Pressekonferenz der Federal Reserve
Der Markt erwartet aktuell keine Veränderung des Leitzinses.
Forecast: 3,75 %
Previous: 3,75 %
Die eigentliche Aufmerksamkeit richtet sich daher nicht auf den Zinsentscheid selbst, sondern auf alles, was danach folgt.
Besonders wichtig werden:
- FOMC Statement
- Economic Projections
- Dot Plot
- Pressekonferenz der Fed
Genau hier entscheidet sich, ob die Marktteilnehmer die Sitzung als dovish, neutral oder hawkish interpretieren.
Eine dovishe Kommunikation würde bedeuten:
- Höhere Wahrscheinlichkeit zukünftiger Zinssenkungen
- Fallende Staatsanleiherenditen
- Schwächerer US-Dollar
- Positiv für Aktien, Bitcoin und andere Risk Assets
Eine hawkishe Kommunikation würde bedeuten:
- Weniger Zinssenkungserwartungen
- Höhere Renditen
- Stärkerer Dollar
- Belastung für Risk Assets
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt bleibt auch in der KW25 einer der wichtigsten Märkte überhaupt, da er aktuell die direkte Verbindung zwischen Geopolitik, Inflation und Geldpolitik darstellt.
US Oil schloss die vergangene Woche bei 84,28 Dollar und damit deutlich unter den Hochs der Vorwoche. Insgesamt sahen wir einen Rückgang von rund 7 %, was vor allem auf die zunehmenden Hoffnungen einer diplomatischen Lösung im Nahen Osten zurückzuführen war.
Charttechnisch befindet sich Öl aktuell an einem sehr interessanten Punkt.
Sollte es tatsächlich zu einem Deal zwischen den USA und dem Iran kommen und die Straße von Hormus wieder vollständig in den Normalbetrieb übergehen, könnte die geopolitische Risikoprämie weiter aus dem Markt verschwinden. In diesem Fall sehe ich gute Chancen, dass das aktuelle Wochentief bei 83,20 Dollar gebrochen wird und wir relativ schnell die Zone um 81 bis 80 Dollar anlaufen.
Besonders interessant wird anschließend die Reaktion in diesem Bereich. Bereits Mitte April wurde die 80-Dollar-Zone kurz unterschritten, bevor eine starke Gegenbewegung einsetzte.
Für die kommenden Wochen bleibt daher entscheidend, ob die aktuelle Bewegung lediglich eine kurzfristige Reaktion auf politische Hoffnungen darstellt oder ob wir tatsächlich eine nachhaltige Neubewertung des Ölmarktes erleben.
Sollte das bearishe Szenario Bestand haben, sehe ich nach einem Bruch der 80-Dollar-Zone sogar weiteres Potenzial bis in den Bereich um 77 Dollar.
Solange sich der Markt nicht nachhaltig über die Zone um 88 Dollar zurückarbeiten kann, bleibt mein übergeordnetes Bias kurzfristig bearish.
US-Staatsanleihen
Auch am Anleihemarkt setzte sich die Entspannung fort.
Die Renditen gingen über nahezu alle Laufzeiten zurück.
Bereits im Wochenrückblick KW24 konnte man erkennen, dass die Märkte wieder etwas mehr Zinssenkungen einpreisen und gleichzeitig die Angst vor weiteren restriktiven Maßnahmen der Fed zurückgeht.
Genau deshalb bleiben Staatsanleihen weiterhin einer der wichtigsten Indikatoren für die allgemeine Marktstimmung.
Steigende Renditen sprechen meist für einen restriktiveren geldpolitischen Ausblick.
Fallende Renditen sprechen hingegen für eine dovishere Interpretation der zukünftigen Geldpolitik.
Aktuell befinden wir uns weiterhin auf historisch hohen Renditeniveaus, allerdings zeigt sich zunehmend eine Range-Bildung.
Die kommende Fed-Sitzung dürfte hier den nächsten entscheidenden Impuls liefern.
DXY – US-Dollar Index
Der Dollar zeigte sich in der vergangenen Woche deutlich schwächer als noch in der Vorwoche.
Die Kombination aus fallenden Inflationssorgen, Hoffnungen auf geopolitische Entspannung und sinkenden Renditen sorgte dafür, dass der DXY erneut unter Druck geriet. Für die kommende Woche bleibt insbesondere die Zone um 99,50 Punkte entscheidend. Kann der Dollar dort Unterstützung finden und sich wieder über die psychologisch wichtige 100-Punkte-Marke zurückarbeiten?
Oder sehen wir im Zuge einer dovishen Fed und weiter fallender Renditen eine Fortsetzung der Dollar-Schwäche?
Sollte die Fed am Mittwoch dovisher auftreten als aktuell erwartet wird, könnten weitere Zinssenkungsfantasien eingepreist werden.
In diesem Szenario wären fallende Renditen und ein schwächerer Dollar wahrscheinlich. Dann könnte auch die Zone unterhalb von 99,50 Punkten wieder in den Fokus rücken. Sollte die Fed hingegen hawkish überraschen oder die geopolitische Lage erneut eskalieren, dürfte der Dollar als Safe Haven profitieren. Dann wären Kursziele oberhalb der 100-Punkte-Marke deutlich realistischer.
VIX – Volatilitätsindex
Der VIX verlor in der vergangenen Woche rund 18 % und schloss bei 17,67 Punkten.
Damit wurde ein großer Teil des Anstiegs aus der Vorwoche wieder vollständig abgebaut. Die Entwicklung zeigt sehr deutlich, wie stark die Märkte zuletzt geopolitische Risiken ausgepreist haben. Gleichzeitig bleibt der VIX einer der wichtigsten Frühindikatoren für Risk Assets. Die vergangene Woche hat erneut gezeigt, wie schnell sich die Volatilität verändern kann. Bereits rund um die NFP-Daten konnten wir innerhalb kurzer Zeit Anstiege von über 38 % beobachten.
Für die kommende Woche bleibt daher entscheidend, ob die aktuelle Entspannung Bestand hat oder ob Fed und Nahost-Thematik erneut für größere Ausschläge sorgen.
Risk Assets im Überblick
Für die konkreten Trading Ideen schau dir zu mein Youtube Video an.
Nvidia
Charttechnisch bleibt Nvidia weiterhin in einer entscheidenden Phase.
Die wichtige Unterstützungszone zwischen 198 und 200 Dollar konnte bislang erfolgreich verteidigt werden. Die Käufer reagierten in diesem Bereich erneut sehr aggressiv. Für die kommende Woche bleibt genau diese Zone der wichtigste Support. Solange Nvidia oberhalb dieser Marke notiert, bleibt das übergeordnete bullishe Bild intakt. Die entscheidende Widerstandszone befindet sich aktuell im Bereich um 212 Dollar. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde aus meiner Sicht den Weg in Richtung neuer Allzeithochs öffnen. Dafür benötigen die Märkte jedoch ein konstruktives Umfeld mit weiter sinkenden Inflationssorgen, einer eher dovishen Fed und idealerweise zusätzlicher Entspannung im Nahen Osten.
Sollte die Zone um 200 Dollar hingegen verloren gehen, sehe ich eine tiefere Korrektur in Richtung 190 Dollar als realistisches Szenario.
Bitcoin
Bitcoin zeigte sich zuletzt deutlich schwächer als viele Aktienmärkte. Während Nasdaq und S&P 500 bereits wieder Stärke demonstrierten, bewegte sich Bitcoin überwiegend seitwärts. In den vergangenen zehn Tagen entstand rund um die 60.000-Dollar-Marke eine größere Range. Der Markt scheint aktuell auf neue Impulse zu warten. Für die kommende Woche bleibt daher entscheidend, ob wir erneut Momentum in Richtung 69.000 bis 70.000 Dollar sehen oder ob Bitcoin nochmals die Unterstützung bei 60.000 Dollar testet.
Die Fed-Sitzung dürfte dabei auch für den Kryptomarkt der wichtigste Auslöser werden. Ein dovishes Umfeld würde Bitcoin deutlich unterstützen. Eine hawkishe Überraschung könnte dagegen kurzfristig Druck erzeugen.
SPX
Der S&P 500 bleibt aus charttechnischer Sicht weiterhin sehr konstruktiv. Die wichtige Unterstützungszone bei 7.250 Punkten konnte erfolgreich verteidigt werden. Besonders interessant bleibt dabei die Monatsstruktur. Das Tief des Monats wurde respektiert, während gleichzeitig bereits neue Hochs attackiert wurden. Für die kommende Woche sehe ich zwei Hauptszenarien.
Entweder kommt es zunächst zu einem Retest im Bereich um 7.360 Punkte, bevor die Käufer erneut aktiv werden.
Oder wir sehen direkt einen Ausbruch über die 7.500-Punkte-Marke und damit die Fortsetzung der Bewegung in Richtung neuer Allzeithochs.
Solange die aktuelle Struktur erhalten bleibt, bleibt mein Bias klar bullish.
Nasdaq
Der Nasdaq bleibt aktuell der stärkste große Aktienindex. Die Käufer griffen bereits deutlich früher zu als im S&P 500 und verhinderten einen tieferen Rücksetzer. Besonders positiv ist der Schlusskurs oberhalb von 29.500 Punkten. Für mich bleibt die Zone um 30.000 Punkte die entscheidende Marke.
Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg für eine weitere Bewegung in Richtung neuer Allzeithochs freimachen.
Solange die aktuelle Marktstruktur intakt bleibt, bleibt der Nasdaq der stärkste Vertreter unter den großen US-Indizes.
US30
Auch der Dow Jones präsentierte sich zuletzt äußerst robust.
Der Index konnte oberhalb der wichtigen 51.000-Punkte-Marke schließen und damit die Verluste der Vorwochen vollständig aufholen. Charttechnisch bleibt die Struktur klar bullish. Für die kommende Woche stehen zwei Szenarien im Vordergrund:
Entweder sehen wir einen Retest der Zone um 51.000 Punkte mit anschließender Käuferreaktion. Oder der Markt setzt die Bewegung direkt fort und attackiert neue Hochs oberhalb von 51.500 Punkten.
Solange die aktuelle Struktur intakt bleibt, bleibt der Vorteil auf Seiten der Käufer.
DAX – Charttechnischer Ausblick für die KW25
Auch beim DAX bleibt das Gesamtbild nach dem Wochenschluss weiterhin konstruktiv.
Wie bereits im Wochenrückblick KW24 angesprochen, wurde die extrem wichtige Unterstützungszone bei 24.000 Punkten erneut erfolgreich verteidigt. Die Käufer haben dort aggressiv reagiert und den Markt innerhalb weniger Handelstage wieder zurück über die entscheidende Schlüsselzone bei 24.500 Punkten gebracht.
Besonders wichtig ist dabei, dass die 24.500er Zone nicht irgendein Level darstellt. Hier treffen mehrere bedeutende Jahres-, Quartals- und Monatskurse aufeinander. Gleichzeitig markiert dieser Bereich den Jahresschlusskurs 2025 sowie den Eröffnungskurs 2026 und besitzt damit eine hohe institutionelle Relevanz.
Der Wochenclose oberhalb dieser Marke ist daher zunächst als bullisches Signal zu werten.
Auch die übergeordnete Marktstruktur bleibt weiterhin intakt. Auf Tagesbasis sehen wir nach wie vor eine Folge aus höheren Tiefs und höheren Hochs. Rücksetzer werden aktuell konsequent aufgekauft und größere Gewinnmitnahmen konnten bislang keine nachhaltigen Strukturbrüche erzeugen.
Für die kommende Woche ergeben sich aus meiner Sicht zwei zentrale Szenarien:
Bullisches Szenario
Im bullischen Szenario hält die Zone um 24.500 Punkte weiterhin als Unterstützung.
Entweder sehen wir direkt zu Wochenbeginn weitere Käufe oberhalb von 24.600 Punkten oder einen kurzen Retest der 24.500er Zone mit anschließender Käuferreaktion.
In diesem Fall rückt zunächst die Zone um 24.800 Punkte in den Fokus. Dort befinden sich das Wochenhoch der KW24, wichtige Monatsmarken sowie der Jahreshöchstkurs 2025.
Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über diese Zone, sehe ich die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten als nächstes realistisches Kursziel.
Darüber hinaus würde sich das Bild weiter aufhellen und auch die Zone um 25.500 Punkte und neue ATHs wieder stärker in den Fokus rücken.
Voraussetzung hierfür wären:
- Fortschritte bei den Verhandlungen im Nahen Osten
- Weiter fallende Ölpreise
- Eine neutrale bis dovishe Fed
- Keine negativen Überraschungen bei den US-Wirtschaftsdaten
Bearishes Szenario
Das bearishe Szenario würde erst wieder an Bedeutung gewinnen, wenn die 24.500er Zone nachhaltig verloren geht.
Sollte die Fed am Mittwoch hawkisher auftreten als aktuell erwartet wird oder die geopolitische Lage erneut eskalieren, könnte dies für neue Unsicherheit sorgen. In diesem Fall wäre die Zone um 24.000 Punkte erneut die entscheidende Unterstützung. Wird auch diese Marke aufgegeben, könnte sich die Korrektur in Richtung 23.700 Punkte ausweiten.
Aktuell besitzt dieses Szenario für mich jedoch eine geringere Wahrscheinlichkeit, solange die Marktstruktur und die Käuferreaktionen an den Unterstützungen intakt bleiben.
Fazit
Die KW25 dürfte eine der wichtigsten Handelswochen des laufenden Monats werden.
Die Märkte müssen gleich mehrere zentrale Themen gleichzeitig verarbeiten:
- Die weitere Entwicklung im Nahen Osten
- Die Zukunft der Ölpreise
- Die US-Retail-Sales
- Die Fed-Zinsentscheidung
- Die Economic Projections
- Das FOMC Statement
- Die Pressekonferenz der Federal Reserve
Besonders die Kombination aus geopolitischer Entspannung und einer möglicherweise neutralen bis dovishen Fed könnte für weiteres bullisches Momentum bei Risk Assets sorgen.
Gleichzeitig befinden sich viele Märkte inzwischen wieder an wichtigen Widerständen oder sogar in unmittelbarer Nähe ihrer Allzeithochs.
Die Wahrscheinlichkeit größerer Bewegungen bleibt daher erhöht.
Wichtigste Erkenntnisse für die KW25
- Die Nahost-Thematik bleibt aktuell der wichtigste geopolitische Markttreiber.
- Öl könnte bei weiterer Entspannung Richtung 81 bis 77 Dollar korrigieren.
- Die Fed-Sitzung am Mittwoch wird das wichtigste Makro-Event der Woche.
- Die Märkte erwarten aktuell keine Zinserhöhung, sondern fokussieren sich vollständig auf Guidance und Ausblick.
- Fallende Renditen und ein schwächerer Dollar würden Risk Assets weiter unterstützen.
- Nasdaq, SPX, US30 und DAX bleiben charttechnisch konstruktiv.
- Die wichtigsten Widerstände liegen aktuell bei 25.000 Punkten im DAX, 30.000 Punkten im Nasdaq und 7.500 Punkten im SPX.
- Die aktuelle Marktstruktur spricht weiterhin dafür, dass Rücksetzer bislang gekauft werden.
Wie seht ihr die kommende Handelswoche?
Setzt sich das bullische Momentum fort oder sehen wir rund um FOMC und die geopolitischen Entwicklungen erneut größere Gewinnmitnahmen?
Ausführlichere Trade-Ideen, Chartanalysen und Szenarien findet ihr wie immer in meinem aktuellen YouTube-Video.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche und stabile Trades!
X-Sequentials Trading Setups für die Devisenpaare Juni 26Sehr geehrte Damen und Herren,
in der letzten Analyse für den US-Dollar-Index vom 19. Mai 2026 wurde erwähnt, dass es für den weiteren Kursverlauf wichtig ist, ob der Kurs ober- oder unterhalb der X-Mittellinie des vorliegenden Kursmusters bei 99,100 USD verläuft. Verläuft der Kurs oberhalb der genannten X-Mittellinie, ist dieses positiv. Hingegen ist es negativ, wenn der Kurs unterhalb der X-Mittellinie verläuft.
In der Zwischenzeit stieg der US-Dollar-Index bis zum 11. Juni 2026 auf 100,314 USD an. Es wurde die damals genannte Widerstandszone bei 100,145–100,534 USD erreicht. Ein zeitnaher Kursanstieg darüber hinaus würde zu einem Überbieten des Hochs vom 31. März 2026 bei 100,643 USD führen, und der Kurs würde vor einer weiteren Aufwärtsbewegung Unterstützung innerhalb von 100,145–100,534 USD finden.
Bis dieses der Fall ist, kann die Fortsetzung der bestehenden Tradingrange angenommen werden. Unterstützung liegt bei 99,100–99,000 USD und 98,668–98,350 USD. Kurse unterhalb von 98,350 USD würden eine mögliche Aufwärtsbewegung oberhalb von 100,643 USD negieren.
Vorliegendes Trading-Setup beim US-Dollar-Index ist, auf einen Ausbruch oberhalb von 100,643 USD auf Tagesschlusskursbasis zu warten. Gelingt dieser, ist eine weitere Aufwärtsbewegung zu erwarten, wobei die Zone 100,145–100,534 USD als Unterstützung dient. Solange der Ausbruch aussteht, ist die Fortsetzung der bestehenden Tradingrange anzunehmen. Unterstützung liegt bei 99,100–99,000 USD und 98,668–98,350 USD. Kurse unterhalb von 98,350 USD würden eine Aufwärtsbewegung oberhalb von 100,643 USD negieren.
Der Wochenschlusskurs lag bei 99,806 USD.
US-Dollar-Index 1-Tages-Chart:
In diesem Kontext fand der EUR/USD am 8. Juni 2026 bei 1,14996 USD Unterstützung innerhalb des am 19. Mai 2026 genannten Unterstützungsbereichs bei 1,164045–1,15679–1,14953 USD und schloss in der letzten Handelswoche bei 1,15658 USD. Vorliegendes Trading-Setup ist, auf eine Kurserholung bis mindestens zur X-Mittellinie des Kursmusters bei 1,17780 USD zu setzen.
EUR/USD 1-Tages-X-Sequentials-Chart:
Der GBP/USD schloss in der letzten Handelswoche bei 1,3406 USD und verläuft derzeit mit geringer Volatilität an der X-Mittellinie bei 1,3445 USD des vorliegenden Kursmusters. Unter der Annahme, dass der US-Dollar-Index eher schwächer notieren wird, ist das beim GBP/USD vorliegende Trading-Setup, darauf zu setzen, dass der Kurs oberhalb der erwähnten X-Mittellinie bei 1,3445 USD notiert und höhere Hochpunkte ausbildet. Als Kursziel ergibt sich die Marke von 1,39 USD, mindestens jedoch die Marke von 1,36 USD.
GBP/USD 1-Tages-Kursgrafik:
DAX Wochenrückblick KW24 – Die wichtigsten Erkenntnisse!Fundamentale und geopolitische Lage
Die KW24 war eine der ereignisreichsten Wochen der letzten Monate und wurde vor allem von zwei großen Themen dominiert: den wichtigen Inflationsdaten aus den USA sowie den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Während zu Wochenbeginn noch erhebliche Sorgen über eine weitere Eskalation zwischen Iran, Israel und den USA bestanden, änderte sich das Bild im Wochenverlauf deutlich.
Insbesondere gegen Ende der Woche verdichteten sich die Hinweise auf Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Mehrere Meldungen deuteten darauf hin, dass ein Memorandum of Understanding sowie weitere diplomatische Schritte näher rücken könnten. Gleichzeitig nahm die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren Eskalation rund um die Straße von Hormus deutlich ab. Für die Märkte war dies von enormer Bedeutung, da die Sorge vor steigenden Energiepreisen und neuen Belastungen für die globale Inflation dadurch spürbar zurückging.
Parallel dazu sorgte der erfolgreiche Börsengang von SpaceX für zusätzliche Aufmerksamkeit. Der IPO entwickelte sich unmittelbar zu einem der wichtigsten Kapitalmarktereignisse des Jahres und unterstrich die weiterhin hohe Risikobereitschaft institutioneller Investoren. Auch die Entwicklungen rund um OpenAI, Anthropic und die zunehmende Regulierung von KI-Technologien blieben wichtige Themen, spielten für die unmittelbare Marktbewegung jedoch eine untergeordnete Rolle.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass die geopolitische Lage zum Ende der Woche deutlich entspannter bewertet wurde als noch zu Wochenbeginn. Genau diese Entspannung war letztlich einer der wichtigsten Gründe für die starke Erholung vieler Risk Assets.
Fundamentaldaten der Woche – Überblick
Auch aus fundamentaler Sicht hatte die KW24 einiges zu bieten. Bereits zu Wochenbeginn richtete sich der Fokus auf die US-Konjunkturdaten sowie die anstehenden Inflationsberichte.
Die Existing Home Sales konnten positiv überraschen und signalisierten weiterhin Stabilität im US-Immobilienmarkt. Gleichzeitig rückten die US-Verbraucherpreisdaten immer stärker in den Mittelpunkt.
Am Mittwoch standen dann die wichtigsten Inflationsdaten der Woche an. Veröffentlicht wurden:
- CPI Month-over-Month
- Core CPI Month-over-Month
- CPI Year-over-Year
- Core CPI Year-over-Year
Besonders positiv wurde aufgenommen, dass die Kerninflation erneut schwächer ausfiel als von vielen Marktteilnehmern befürchtet. Dies sorgte zunächst für Entspannung an den Zinsmärkten und unterstützte die Erwartung, dass der Inflationsdruck weiterhin langsam nachlässt.
Am Donnerstag folgte dann der nächste große Datenblock mit dem EZB-Zinsentscheid. Die Deposit Facility Rate wurde wie erwartet um 25 Basispunkte angehoben. Auch die EZB Interest Rate Decision bestätigte die bereits eingepreiste Straffung. Besonders aufmerksam verfolgten Marktteilnehmer das anschließende Monetary Policy Statement sowie die Pressekonferenz von Christine Lagarde.
Zusätzlich wurden die US-PPI-Daten veröffentlicht. Die Produzentenpreise bestätigten insgesamt das Bild einer sich abschwächenden Inflationsdynamik. Unterstützt wurde dies durch höher als erwartete Initial Jobless Claims und Continuing Jobless Claims, die auf erste leichte Abkühlungstendenzen am Arbeitsmarkt hindeuteten.
Zum Wochenausklang standen schließlich noch die Michigan Inflation Expectations sowie die Consumer Sentiment Daten im Fokus. Besonders die rückläufigen Inflationserwartungen wurden von den Märkten positiv aufgenommen.
Gesamtbild Wirtschaft, Inflation und Arbeitsmarkt
Das Gesamtbild hat sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert.
Der Arbeitsmarkt bleibt weiterhin robust. Die starken NFP-Daten aus der Vorwoche, die stabile Arbeitslosenquote sowie die gestiegenen Average Hourly Earnings zeigen nach wie vor eine widerstandsfähige US-Wirtschaft. Gleichzeitig liefern die jüngsten Jobless Claims erste Hinweise darauf, dass sich der Arbeitsmarkt langsam etwas normalisieren könnte.
Besonders interessant war die Kombination aus starken Arbeitsmarktdaten und gleichzeitig nachlassendem Inflationsdruck. Genau diese Konstellation sorgt aktuell für Optimismus an den Finanzmärkten.
Der CPI-Bericht war dabei besonders aufschlussreich. Während die Gesamtinflation weiterhin durch Energiepreise beeinflusst wird, entwickelte sich die Kerninflation deutlich besser als erwartet. Dies deutet darauf hin, dass die strukturellen Inflationsprobleme zunehmend unter Kontrolle kommen.
Zusammen mit den rückläufigen Inflationserwartungen ergibt sich aktuell ein Umfeld, das für Risk Assets grundsätzlich konstruktiv bleibt. Die Wahrscheinlichkeit weiterer aggressiver Zinsschritte ist gesunken, während gleichzeitig keine unmittelbaren Rezessionssignale erkennbar sind.
Charttechnik und Märkte im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt zeigte in dieser Woche enorme Schwankungen. Zu Wochenbeginn wurde zunächst noch die Zone um 95 Dollar angelaufen. Im weiteren Verlauf setzte jedoch eine massive Korrektur ein.
Besonders wichtig war der nachhaltige Bruch des Monatstiefs aus dem Mai bei 86,30 Dollar. Zum Wochenschluss notierte US Oil bei rund 84,28 Dollar und damit deutlich unter der psychologisch wichtigen 90-Dollar-Marke.
Die Entspannung im Nahen Osten führte dazu, dass ein erheblicher Teil der geopolitischen Risikoprämie aus dem Ölpreis verschwand. Damit bleibt das Szenario einer weiteren Bewegung in Richtung 81 Dollar weiterhin aktiv.
US-Staatsanleihen
Auch am Anleihemarkt setzte sich die Entspannung fort. Die Renditen gingen über nahezu die gesamte Laufzeitenkurve zurück.
Dreijährige Staatsanleihen verloren rund 1,55 Prozent, fünfjährige etwa 1,50 Prozent, zehnjährige rund 1,10 Prozent und dreißigjährige knapp 0,60 Prozent.
Hintergrund bleibt die Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen nach den Inflationsdaten. Die Märkte preisen mittlerweile deutlich weniger Risiko weiterer restriktiver Maßnahmen ein.
DXY
Der US-Dollar zeigte nach seiner starken Vorwoche eine schwächere Entwicklung. Der DXY verlor rund 0,28 Prozent und schloss wieder unterhalb der wichtigen 100-Punkte-Marke.
Die Zone um 99,50 bleibt dabei weiterhin die wichtigste Unterstützung. Gleichzeitig bleibt die übergeordnete Jahresrange zwischen 99,50 und 100,50 intakt.
VIX
Der Volatilitätsindex konnte seine starken Anstiege aus der Vorwoche wieder vollständig abbauen. Trotz kurzfristiger Ausschläge vor den CPI-Daten schloss der VIX die Woche mit einem Minus von rund 18 Prozent bei 17,67 Punkten.
Die Volatilität befindet sich damit wieder in einem Bereich, der historisch eher mit stabilen Marktphasen verbunden ist.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia testete in dieser Woche erneut die wichtige Unterstützungszone zwischen 198 und 200 Dollar. Die Käufer verteidigten diesen Bereich erfolgreich.
Zum Wochenschluss notierte die Aktie bei 205,19 Dollar. Insgesamt veränderte sich das Wochenbild kaum. Die zentrale Frage bleibt weiterhin, ob die Aktie erneut über die Zone bei 212 Dollar ausbrechen kann.
Bitcoin
Bitcoin zeigte sich vergleichsweise ruhig. Nach den starken Bewegungen der Vorwochen etablierte sich rund um die 60.000-Dollar-Marke eine stabile Range.
Der Markt scheint aktuell auf neue Impulse zu warten. Die 60.000-Dollar-Zone bleibt dabei der wichtigste Unterstützungsbereich.
SPX
Der S&P 500 durchlief eine äußerst volatile Woche. Nach den Abverkäufen zu Beginn der Woche wurde die wichtige Unterstützungszone bei 7.250 Punkten erfolgreich getestet.
Mit zunehmender Entspannung im Nahen Osten und den positiven Inflationsdaten konnte sich der Index deutlich erholen und die Woche mit einem Plus von rund 0,5 Prozent bei 7.435 Punkten beenden.
Die 7.500-Punkte-Marke bleibt weiterhin die wichtigste Widerstandszone.
NASDAQ
Der Nasdaq zeigte erneut relative Stärke. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang unter 28.500 Punkte setzte ab Donnerstag eine starke Erholung ein.
Zum Wochenschluss notierte der Index bei 29.649 Punkten und konnte damit rund 2,8 Prozent zulegen. Das bullische Gesamtbild bleibt damit weiterhin vollständig intakt.
US30
Auch der Dow Jones konnte seine Verluste vollständig aufholen. Nach einem Rückgang unter 50.000 Punkte setzte eine kräftige Gegenbewegung ein.
Mit einem Wochenschlusskurs bei 51.210 Punkten und einem Wochenplus von rund 0,9 Prozent bleibt auch hier die übergeordnete Aufwärtsstruktur bestehen.
DAX charttechnischer Rückblick
Der DAX zeigte erneut enorme Widerstandsfähigkeit.
Nach den starken Arbeitsmarktdaten aus den USA sowie den Unsicherheiten rund um die Inflationsdaten geriet der Index zunächst deutlich unter Druck. Von der Zone um 24.800 Punkte aus setzte eine kräftige Korrektur bis an die zentrale Unterstützung bei 24.000 Punkten ein.
Diese Marke erwies sich erneut als entscheidender Kaufbereich. Die Käufer verteidigten die Zone konsequent und sorgten anschließend für eine starke Gegenbewegung.
Zum Wochenschluss gelang dem DAX die Rückeroberung der wichtigen 24.500-Punkte-Marke. Dieses Niveau besitzt aus charttechnischer Sicht hohe Relevanz, da hier mehrere Monats-, Quartals- und Jahreslevel zusammenlaufen.
Besonders bemerkenswert bleibt die weiterhin intakte Tagesstruktur. Höhere Hochs und höhere Tiefs dominieren weiterhin das Chartbild. Jeder größere Rücksetzer wurde bislang konsequent gekauft.
Solange die Zone um 24.000 Punkte verteidigt wird, bleibt die Wahrscheinlichkeit neuer Allzeithochs erhöht.
Fazit
Die KW24 begann mit Inflationssorgen, geopolitischen Spannungen und erhöhter Unsicherheit. Zum Ende der Woche präsentierte sich jedoch ein völlig anderes Bild.
Die Inflationsdaten fielen besser aus als befürchtet, die Produzentenpreise bestätigten den rückläufigen Inflationsdruck, die Inflationserwartungen gingen zurück und gleichzeitig entspannte sich die Lage im Nahen Osten deutlich.
Der Ölpreis fiel massiv zurück, die Volatilität normalisierte sich und die großen Aktienindizes konnten ihre Verluste wieder aufholen.
Insgesamt endet die Woche deutlich konstruktiver, als sie begonnen hat.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Woche
Die wichtigste Erkenntnis der KW24 ist, dass geopolitische Entwicklungen aktuell mindestens genauso großen Einfluss auf die Märkte besitzen wie klassische Wirtschaftsdaten.
Zweitens bestätigt sich weiterhin das Bild einer robusten Wirtschaft bei gleichzeitig rückläufigem Inflationsdruck.
Drittens hat die deutliche Entspannung im Nahen Osten den Ölpreis massiv belastet und damit einen wichtigen Gegenwind für die Inflation entfernt.
Viertens bleiben die technischen Strukturen der großen Aktienindizes trotz der erhöhten Volatilität weiterhin bullisch.
Und fünftens zeigt die starke Reaktion der Märkte zum Wochenschluss, wie schnell sich die Marktstimmung aktuell verändern kann, sobald geopolitische Risiken aus dem Markt ausgepreist werden.
Morgen kommt mein Wochenausblick KW25!
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
DAX Tagesausblick 10. Juni - US CPI Daten im Fokus!!!Wichtiger Hinweis vorab:
Ich habe gestern ein ausführliches YouTube-Spezial zu den heutigen US-Inflationsdaten veröffentlicht. Dort gehe ich detailliert auf alle CPI-Szenarien, die Auswirkungen auf die Märkte sowie die wichtigsten Chartmarken ein. Für den heutigen Handelstag ist dieses Video besonders relevant, da die CPI-Daten heute der zentrale Treiber für nahezu alle Assetklassen sein werden.
Fundamentale & geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt angespannt. Trotz zwischenzeitlicher Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Situation im Nahen Osten berichten internationale Medien erneut über Vergeltungsmaßnahmen zwischen Israel und Iran. Die Reuters Schlagzeile „Tit-for-tat attacks threaten fragile ceasefire“ zeigt deutlich, dass die aktuelle Waffenruhe weiterhin äußerst fragil bleibt.
Damit bleibt die geopolitische Risikoprämie grundsätzlich bestehen. Allerdings zeigen die Märkte aktuell eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber diesen Nachrichten. Während in den vergangenen Monaten jede Eskalation unmittelbar zu Risikoaversion geführt hätte, liegt der Fokus der Marktteilnehmer inzwischen wieder deutlich stärker auf Inflation, Zinsen und Wirtschaftsdaten.
Zusätzlich bleibt das Thema Künstliche Intelligenz ein wesentlicher Treiber für die Aktienmärkte. Die Nachfrage nach AI-Infrastruktur, Rechenzentren und Chips bleibt hoch. Gleichzeitig sorgen Berichte rund um OpenAI, Anthropic sowie die anhaltend starke Nachfrage nach AI-Investitionen weiterhin für Unterstützung im Technologiesektor.
Auch SpaceX sorgt weiter für Schlagzeilen. Die Nachfrage nach der geplanten Börsennotierung scheint laut aktuellen Berichten weiterhin außerordentlich hoch zu sein und unterstreicht die anhaltende Risikobereitschaft institutioneller Investoren.
Fundamentaldaten gestern
Die wichtigste Konjunkturmeldung des gestrigen Tages waren die Existing Home Sales.
Existing Home Sales (Mai)
• Aktuell: 4,17 Mio.
• Prognose: 4,07 Mio.
• Vorher: 4,04 Mio.
• Revidiert von 4,02 Mio.
Damit wurden die Erwartungen deutlich übertroffen. Der US-Immobilienmarkt zeigt sich trotz des weiterhin hohen Zinsniveaus überraschend robust.
Diese Daten passen insgesamt zu dem Bild, das wir bereits am Freitag nach den starken NFP-Arbeitsmarktdaten erhalten haben:
• Der Arbeitsmarkt bleibt stark.
• Die Wirtschaft zeigt aktuell keine klaren Rezessionssignale.
• Die Fed steht dadurch weiterhin unter Druck, die Inflation nachhaltig zurück Richtung 2 % zu bringen.
Christine Lagarde sprach zudem am Abend. Für die Märkte ergaben sich daraus jedoch keine wesentlichen neuen geldpolitischen Impulse.
Fundamentaldaten heute – Alles dreht sich um CPI
Der heutige Handelstag wird nahezu ausschließlich von den US-Inflationsdaten bestimmt.
Im Fokus stehen:
CPI MoM
• Prognose: 0,3 %
• Vorher: 0,6 %
Core CPI MoM
• Prognose: 0,5 %
• Vorher: 0,4 %
CPI YoY
• Prognose: 4,2 %
• Vorher: 3,8 %
Core CPI YoY
• Prognose: 2,9 %
• Vorher: 2,8 %
Von institutionellen Anlegern wird insbesondere die Core CPI Month-over-Month Zahl beobachtet.
Ranking der Relevanz:
1. Core CPI MoM
2. CPI MoM
3. Core CPI YoY
4. CPI YoY
Warum ist das so wichtig?
Nach den starken NFP-Daten vom Freitag ist die Rezessionsdebatte vorerst in den Hintergrund gerückt. Der Markt konzentriert sich nun vollständig auf die Frage:
Kann die Inflation weiter fallen und der Fed Zinssenkungen ermöglichen oder muss die Fed länger restriktiv bleiben?
Zusätzlich sorgt ein aktueller Reuters-Bericht für Aufmerksamkeit. Dort wird darauf hingewiesen, dass die gestiegenen Benzinpreise im Mai die Verbraucherpreise erneut nach oben gedrückt haben könnten. Deshalb rechne ich persönlich weiterhin mit einem erhöhten Risiko einer negativen Inflationsüberraschung.
CPI-Szenarien
Bullishes Szenario
• CPI MoM 0,2 % oder tiefer
• Core CPI 0,4 % oder tiefer
Folgen:
• US-Renditen fallen
• DXY fällt
• Zinssenkungshoffnungen steigen
• Nasdaq steigt
• S&P 500 steigt
• DAX steigt
Dieses Szenario wäre sehr bullish für Risk Assets.
Neutrales Szenario
• CPI MoM 0,3 %
• Core CPI 0,5 %
Folgen:
• Hohe Volatilität
• Keine nachhaltige Richtungsentscheidung
• Fokus verlagert sich schnell auf FOMC, Dot Plot und Warsh
Bearishes Szenario
• CPI MoM 0,4 % oder höher
• Core CPI 0,6 % oder höher
Folgen:
• Renditen steigen
• DXY steigt
• Zinssenkungserwartungen werden nach hinten verschoben
• Risk Assets geraten unter Druck
Genaueren Einblick hier zu findet ihr im YT Video!!!
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil konnte die Bewegung über 90 Dollar nicht halten.
Gestern wurde sogar das Monatstief unterschritten, bevor die Meldungen zu den US-Lagerbeständen eine Gegenbewegung ausgelöst haben. Dennoch konnte das Momentum nach oben nicht gehalten werden.
Aktuell notiert Öl wieder knapp oberhalb der 88-Dollar-Marke.
Entscheidend bleibt für mich:
• Stabilisierung über dem Wochentief von KW23 → bullishes Szenario
• Bruch des gestrigen Tiefs bei 85,90 Dollar → Potenzial für eine Bewegung Richtung 81 Dollar
Insbesondere positive Entwicklungen im Nahen Osten könnten zusätzlichen Druck auf den Ölpreis ausüben.
US Bonds
Die US-Renditen kamen gestern erneut deutlich zurück.
Der Hauptgrund dafür dürfte die zunehmende Positionierung vor den heutigen CPI-Daten gewesen sein. Viele Marktteilnehmer reduzieren vor wichtigen Inflationsveröffentlichungen Risiko, was häufig zu Käufen im Anleihemarkt und damit fallenden Renditen führt.
Heute entscheidet CPI über die nächste größere Bewegung.
DXY
Der US-Dollar zeigte gestern ebenfalls Schwäche.
Trotz eines schwächeren Handelstages konnte der Dollar knapp oberhalb der wichtigen 100-Punkte-Marke schließen.
Für mich bleibt klar:
• Höhere Inflation → Dollar bullish
• Niedrigere Inflation → Dollar bearish
Die 100-Punkte-Marke bleibt der entscheidende Referenzbereich.
VIX
Der VIX sprang zwischenzeitlich wieder über 23 Punkte an.
Zum Handelsschluss fiel er jedoch erneut unter 20 zurück und notiert aktuell bei rund 20,25 Punkten.
Das spiegelt die Unsicherheit vor den heutigen Inflationsdaten wider.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia verlor gestern zeitweise über 4 %. Die wichtige 200-Dollar-Marke wurde nahezu punktgenau getestet und verteidigt.
Der Schlusskurs lag wieder bei etwa 208 Dollar.
Für heute bleibt entscheidend:
• Gute CPI-Daten → Potenzial über 212 Dollar
• Schlechte CPI-Daten → erneuter Test der 200-Dollar-Marke
Bitcoin
Bitcoin wurde ebenfalls abverkauft.
Die Zone um 60.000 Dollar bleibt weiterhin der wichtigste Bereich.
Aktuell spricht vieles für eine kurzfristige Range-Bildung, bis die heutigen CPI-Daten für neue Impulse sorgen.
S&P 500
Der S&P reagierte nahezu exakt an den im gestrigen Video besprochenen Zonen.
Die Region um 7.500 Punkte fungierte als Widerstand und führte zu einer deutlichen Reaktion.
Wichtige Marken:
• Unter 7.330 → Potenzial Richtung 7.250
• Über 7.400 → erneuter Angriff auf 7.500
Auch hier wird CPI die Richtung vorgeben.
Nasdaq
Der Nasdaq verfehlte die 30.000-Punkte-Marke knapp.
Zwischenzeitlich lag das Minus bei über 4 %, bevor ein großer Teil der Verluste aufgeholt wurde.
Dennoch erfolgte der Schlusskurs unterhalb der wichtigen 29.000er-Marke.
Für mich bleiben folgende Bereiche relevant:
• Unter 28.700 bzw. 28.500 → stärkeres Abwärtsmomentum
• Schlechte CPI-Daten → Potenzial Richtung 27.500
• Gute CPI-Daten → schneller Anstieg zurück Richtung 30.000
US30
Der US30 scheiterte erneut am Bereich um 51.280 Punkte.
Anschließend kam es zu einem deutlichen Abverkauf, bevor der Markt oberhalb der wichtigen 50.500er-Marke schließen konnte.
Entscheidend bleibt:
• Bruch über 51.280 → Potenzial Richtung 51.500
• Scheitern an 51.000 → Risiko einer Bewegung Richtung 50.000
DAX – Charttechnischer Tagesausblick
Der DAX hat bereits das Tagestief vom Montag unterschritten und gestern Tiefs um 24.230 Punkte erreicht.
Gleichzeitig wurde das gestrige Tageshoch angelaufen, bevor erneut Verkaufsdruck einsetzte.
Besonders interessant bleibt der Bereich um:
• 24.500 Punkte
• 24.570 Punkte
• 24.800 Punkte
Die Zone um 24.800 Punkte ergibt sich aus dem Monatshoch der April-Kerze sowie dem Jahreshoch 2025 und fungiert aktuell als starker Widerstand.
Für den heutigen Handelstag gilt:
Solange wir uns oberhalb von 24.500 bis 24.570 stabilisieren können, halte ich einen weiteren Angriff auf die 24.800er-Zone vor den CPI-Daten für möglich.
Sollten wir hingegen unter das gestrige Tagestief bei 24.225 Punkten fallen, erwarte ich zunächst eine Korrektur in Richtung 24.000 Punkte.
Bei einer negativen Inflationsüberraschung könnte die Korrektur sogar deutlich tiefer ausfallen.
Sollten die CPI-Daten dagegen positiv überraschen, halte ich einen schnellen Anstieg zurück über 25.000 Punkte für realistisch.
Fazit
Der Arbeitsmarkt bleibt stark.
Die Wirtschaft zeigt aktuell keine eindeutigen Rezessionssignale.
Damit entscheidet heute nicht Wachstum, sondern ausschließlich die Inflation über die weitere Richtung der Märkte.
Die wichtigste Kennzahl bleibt der Core CPI MoM.
Nach den starken NFP-Daten vom Freitag dürfte jede positive Inflationsüberraschung deutlich kritischer aufgenommen werden als noch vor einigen Wochen.
Für heute rechne ich daher mit hoher Volatilität über sämtliche Assetklassen hinweg.
Die heutigen CPI-Daten dürften außerdem direkten Einfluss auf die kommende FOMC-Sitzung, den Dot Plot sowie die Zinserwartungen für die zweite Jahreshälfte haben.
Heute entscheidet die Inflation über die Richtung von DAX, Nasdaq, S&P 500, Dollar, Renditen, Gold, Öl und Bitcoin.
Keine Anlageberatung, keine Handelsempfehlung. Alle genannten Szenarien, Marken und Einschätzungen spiegeln ausschließlich meine persönliche Marktmeinung wider und dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken.
Welches Szenario seht ihr heute für die CPI-Daten?
Erwartet ihr niedrigere Inflationsdaten als prognostiziert und damit Rückenwind für Risk Assets?
Schreibt eure Einschätzung gerne in die Kommentare.
Ich wünsche euch allen viel Erfolg für die heutigen CPI-Daten, einen kühlen Kopf während der erhöhten Volatilität und vor allem stabile Trades!
DAX Tagesausblick 08. Juni – 24.500er Zone heute entscheidend!Kurz vorab
Ich habe zusätzlich ein ausführliches Video zum Wochenausblick veröffentlicht, in dem ich detailliert auf die wichtigsten fundamentalen Entwicklungen, geopolitischen Risiken, Wirtschaftsdaten sowie die wichtigsten Setups bei DAX, Nasdaq, S&P 500, Bitcoin, Nvidia, Öl, US-Dollar und weiteren Märkten eingehe.
Den Link zum Video findet ihr wie gewohnt auf meinem Profil.
Der heutige Tagesausblick konzentriert sich auf die wichtigsten Entwicklungen zum Wochenstart sowie die relevanten charttechnischen Szenarien für die großen Märkte.
Fundamentale und geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch zum Start der neuen Handelswoche einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Finanzmärkte. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Situation rund um Iran, Israel und die USA.
Während die Märkte in den vergangenen Wochen zeitweise verstärkt auf eine diplomatische Lösung gesetzt hatten, blieb eine endgültige Einigung bislang aus. Gleichzeitig kam es zuletzt erneut zu militärischen Aktivitäten, gegenseitigen Drohungen und neuen Spannungen in der Region.
Über das Wochenende sorgten insbesondere Meldungen über Angriffe auf US-Stützpunkte im Nahen Osten, Luftalarm in Bahrain sowie abgefangene Raketen- und Drohnenangriffe in Kuwait für erhöhte Aufmerksamkeit. Gleichzeitig zeigen die bisherigen Marktreaktionen, dass Investoren aktuell zwar eine erhöhte Unsicherheit einpreisen, bislang jedoch noch nicht von einer unkontrollierten Eskalation ausgehen.
Bemerkenswert bleibt dabei insbesondere die Entwicklung am Ölmarkt. Trotz der zuletzt vergleichsweise ruhigen Entwicklung an den Rohstoffmärkten führte die aktuelle Nachrichtenlage bereits zum Wochenstart zu deutlichen Aufschlägen beim Ölpreis. Damit zeigt sich erneut, wie sensibel die Märkte derzeit auf neue Schlagzeilen aus dem Nahen Osten reagieren.
Für die Finanzmärkte bleibt entscheidend, ob es in den kommenden Tagen zu weiteren Eskalationen kommt oder ob diplomatische Bemühungen wieder stärker in den Vordergrund rücken. Neue Spannungen hätten unmittelbare Auswirkungen auf Ölpreise, Inflationserwartungen, Volatilität und damit letztendlich auch auf die Entwicklung der globalen Aktienmärkte.
Abseits der geopolitischen Entwicklungen bleibt Nvidia weiterhin einer der wichtigsten Einzelwerte für die Stimmung im gesamten Technologiesektor. Zuletzt sorgten weitere positive Unternehmensmeldungen und neue Partnerschaften für konstruktive Schlagzeilen. Gleichzeitig achten Marktteilnehmer jedoch zunehmend darauf, ob die zuletzt sehr hohen Bewertungen weiterhin durch Fundamentaldaten gerechtfertigt werden können.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Der heutige Handelstag verläuft aus fundamentaler Sicht vergleichsweise ruhig.
Der Fokus der gesamten Handelswoche liegt weiterhin auf Mittwoch und Donnerstag.
Am Mittwoch werden die US-Verbraucherpreisdaten (CPI) veröffentlicht. Nach den überraschend starken Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche gelten diese Zahlen als wichtigstes Event der gesamten Handelswoche. Die Märkte werden genau beobachten, ob sich der Inflationsdruck erneut beschleunigt und mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve weiter nach hinten verschoben werden müssen.
Am Donnerstag folgt die Zinsentscheidung der EZB. Zusätzlich stehen weitere Inflationsdaten auf Produzentenebene (PPI) sowie neue Arbeitsmarktdaten auf dem Programm.
Insgesamt dürfte die Kombination aus Inflation, Geldpolitik und geopolitischen Entwicklungen im weiteren Wochenverlauf für erhöhte Volatilität sorgen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt startet mit einem deutlichen Gap-Up in die neue Handelswoche. Aktuell notiert US Oil bei rund 94,30 US-Dollar und damit mehr als 4 % über dem Wochenschlusskurs vom Freitag.
Verantwortlich hierfür dürften vor allem die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten sein.
Für mich bleibt nun entscheidend, ob sich der Markt oberhalb der 95-Dollar-Marke etablieren kann. Diese Zone entspricht gleichzeitig dem Weekly High der KW22 und stellt eine wichtige technische Hürde dar.
Sollte ein Daily Close oberhalb dieser Marke gelingen, würde anschließend das Wochenhoch der vergangenen Woche bei rund 97 Dollar in den Fokus rücken.
Um kurzfristig bearish zu bleiben, sollte der Markt dagegen weiterhin unterhalb der 95-Dollar-Marke schließen.
US-Staatsanleihen
Auch die US-Staatsanleihen zeigen zum Wochenstart deutliche Stärke.
Besonders auffällig sind die Bewegungen bei den kürzeren Laufzeiten. Die dreijährigen Anleihen notieren rund 1,07 % im Plus, die fünfjährigen Anleihen rund 1,08 %, die zehnjährigen Anleihen knapp 0,97 % und die dreißigjährigen Anleihen etwa 0,60 % höher.
Zusätzlich wurden die Hochs der Vorwoche bereits überschritten.
Damit bleibt das Thema steigender Renditen und eine mögliche Verschiebung zukünftiger Zinssenkungen weiterhin ein wichtiger Belastungsfaktor für Risk Assets.
DXY
Der US-Dollar-Index startet ebenfalls mit einem leichten Gap-Up in die neue Woche.
Die Hochs der Vorwoche wurden bereits überschritten und die psychologisch wichtige 100-Punkte-Marke konnte erneut erfolgreich verteidigt werden. Solange sich der DXY oberhalb von 100 Punkten halten kann, bleibt für mich ein Anstieg in Richtung 100,50 Punkte das wahrscheinlichste Szenario. Ein starker US-Dollar bleibt dabei insbesondere für EUR/USD, Gold und zahlreiche Risk Assets ein wichtiger Gegenwind.
VIX
Der Volatilitätsindex notiert nach einem kleinen Gap-Up aktuell wieder knapp unterhalb der Marke von 20 Punkten.
Trotz der erhöhten geopolitischen Unsicherheit konnte der VIX bislang keine nachhaltige Dynamik nach oben entwickeln. Für die kommenden Handelstage bleibt der VIX dennoch einer der wichtigsten Frühindikatoren für die allgemeine Risikobereitschaft institutioneller Marktteilnehmer.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia zeigt vorbörslich bereits erste Stabilisierungstendenzen und notiert aktuell leicht im Plus bei rund 208,50 US-Dollar.
Trotz der positiven Unternehmensmeldungen bleibt die charttechnische Situation zunächst unverändert. Für die Bullen wäre eine nachhaltige Stabilisierung oberhalb von 212 Dollar entscheidend. Sollte diese Rückeroberung nicht gelingen und das aktuelle Wochentief unterschritten werden, bleibt eine Ausweitung der Korrektur in den Bereich zwischen 200 und 198 Dollar weiterhin möglich.
Bitcoin
Bitcoin konnte zuletzt den ersten positiven Daily Close seit mehreren Handelstagen ausbilden.
Für eine nachhaltigere Erholung wäre nun ein Bruch des gestrigen Tageshochs erforderlich. In diesem Fall könnte sich weiteres Potenzial in Richtung 66.000 US-Dollar eröffnen. Gelingt dies nicht, bleibt ein erneuter Test der wichtigen Unterstützung bei 60.000 Dollar das wahrscheinlichste Szenario.
S&P 500
Beim S&P 500 bleibt die Zone um 7.500 Punkte weiterhin die wichtigste kurzfristige Entscheidungsmarke.
Zwar konnte das Wochenhoch zunächst nahezu erreicht werden, allerdings kam es dort erneut zu Verkäufen. Sollte die Zone um 7.500 Punkte als Widerstand bestätigt werden, bleibt eine Fortsetzung der laufenden Korrektur möglich. Fällt der Markt erneut unter 7.350 Punkte, bleibt das nächste größere Ziel unverändert im Bereich von 7.250 Punkten.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigt zum Wochenstart erste Stabilisierungstendenzen und konnte sich zunächst oberhalb der 29.000-Punkte-Marke halten.
Für das bullische Szenario wäre nun eine Fortsetzung der Erholung in Richtung 29.500 Punkte sowie anschließend 30.000 Punkte denkbar. Auf der Unterseite bleibt die Marke von 28.500 Punkten entscheidend. Ein nachhaltiger Bruch könnte die Korrektur bis in den Bereich von 27.500 Punkten ausweiten. Besonders die CPI-Daten am Mittwoch dürften maßgeblich über die weitere kurzfristige Richtung entscheiden.
US30
Beim Dow Jones wurde das Wochentief bereits unterschritten, wodurch sich das Chartbild aktuell etwas schwächer präsentiert als bei Nasdaq und S&P 500.
Für mich bleibt nun besonders interessant, ob wir einen erneuten Retest der Zone um 51.000 Punkte sehen.
Dort könnten sich interessante Short-Setups ergeben, mit möglichen Zielen im Bereich von 50.500 beziehungsweise 50.000 Punkten. Sollte sich der Markt dagegen wieder nachhaltig oberhalb von 51.000 Punkten etablieren, würde dies das bullische Szenario stärken und weiteres Potenzial in Richtung 51.500 Punkte eröffnen.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX startet mit erhöhter Unsicherheit in die neue Handelswoche und hat bereits das Wochentief der Vorwoche unterschritten.
Im Bereich von 24.300 Punkten konnte zunächst erste bullische Gegenwehr beobachtet werden. Gleichzeitig bleibt die Zone um 24.500 Punkte für mich die mit Abstand wichtigste Entscheidungsmarke des heutigen Handelstages.
Für ein nachhaltiges bullisches Momentum wäre entscheidend, dass sich der Markt oberhalb dieser Zone stabilisieren kann . Gelingt zusätzlich ein Ausbruch sowie ein Schlusskurs oberhalb der H4-Hochs bei rund 24.620 Punkten, würde sich weiteres Potenzial in Richtung Monatshoch April sowie Jahreshoch 2025 bei rund 24.800 Punkten eröffnen.
Bei anhaltender Dynamik wäre anschließend sogar ein Anlauf der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke denkbar.
Bullisches Szenario
Die Zone um 24.500 Punkte wird erfolgreich verteidigt.
Anschließend gelingt die Rückeroberung der H4-Hochs bei 24.620 Punkten.
In diesem Fall rücken zunächst 24.800 Punkte und anschließend die Marke von 25.000 Punkten in den Fokus.
Bearishes Szenario
Der DAX unterschreitet das aktuelle Tagestief und verliert damit die kurzfristige Stabilisierung.
In diesem Fall rückt zunächst die Unterstützung im Bereich von 24.200 Punkten in den Fokus.
Sollte auch diese Zone keinen Halt bieten, wäre eine Ausweitung der Korrektur bis an die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke denkbar.
Fazit
Fundamental dürfte der heutige Handelstag zunächst vergleichsweise ruhig verlaufen. Die größten Impulse der Woche werden voraussichtlich erst durch die CPI-Daten am Mittwoch sowie die geldpolitischen Entscheidungen und Pressekonferenzen am Donnerstag ausgelöst.
Bis dahin bleiben insbesondere die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, die Bewegungen am Ölmarkt, die Entwicklung des US-Dollars sowie die Renditen der US-Staatsanleihen die wichtigsten Einflussfaktoren für die Märkte.
Trotz der jüngsten Korrekturen befinden sich die großen Risk Assets weiterhin in übergeordnet bullischen Marktstrukturen. Ob die aktuellen Rücksetzer bereits attraktive Kaufgelegenheiten darstellen oder ob die Korrektur zunächst weiterläuft, dürfte sich maßgeblich in den kommenden Tagen entscheiden.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Setzt sich die Korrektur bei den Risk Assets fort oder sehen wir bereits wieder erste attraktive Buy-the-Dip-Chancen?
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Monatsrückblick Mai – Deeskalation,fallende Ölpreise & neue ATHsMonatsrückblick Mai 2026
Noch zu Monatsbeginn dominierten Sorgen über steigende Inflation, hohe Ölpreise, geopolitische Eskalationen im Nahen Osten und erneut steigende Anleiherenditen die Schlagzeilen. Viele Marktteilnehmer befürchteten eine stärkere Korrekturbewegung und größere Gewinnmitnahmen in Risk Assets.
Vier Wochen später präsentiert sich ein völlig anderes Bild.
Der Ölpreis ist massiv eingebrochen, die Volatilität hat deutlich nachgelassen, die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen wurden wieder zurückgekauft und die großen US-Indizes konnten neue Allzeithochs markieren. Auch der DAX etablierte sich erneut oberhalb der psychologisch wichtigen 25.000 Punkte Marke.
Der Mai war damit nicht einfach nur ein weiterer positiver Börsenmonat.
Vielmehr war es der Monat, in dem die Märkte trotz zahlreicher Belastungsfaktoren bemerkenswerte Stärke zeigten und eine deutliche Neubewertung der makroökonomischen Lage vorgenommen haben.
Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen vier Wochen.
Geopolitische Lage – Der wichtigste Markttreiber des Monats
Die geopolitische Lage war im Mai erneut ohne Zweifel der dominierende Faktor an den Finanzmärkten.
Im Mittelpunkt standen weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere die Beziehungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.
Zu Monatsbeginn waren die Märkte noch stark von Eskalationssorgen geprägt. Die Sorge vor einer Ausweitung militärischer Konflikte sowie möglichen Störungen wichtiger Öltransportrouten führte zeitweise zu einem Anstieg des Ölpreises auf über 107 Dollar.
Insbesondere die Straße von Hormus rückte erneut in den Fokus der Anleger. Jede potenzielle Beeinträchtigung dieser zentralen Handelsroute hätte erhebliche Auswirkungen auf die globale Energieversorgung und damit auf die Inflationserwartungen gehabt.
Im Verlauf des Monats änderte sich das Bild jedoch zunehmend.
Die Märkte begannen immer stärker eine diplomatische Lösung zwischen den USA und dem Iran einzupreisen. Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen, mögliche Verlängerungen bestehender Waffenstillstände sowie Signale einer Deeskalation sorgten zunehmend für Entspannung.
Besonders in den letzten beiden Maiwochen nahm die Hoffnung auf einen möglichen Deal deutlich zu. Während es weiterhin Sanktionen, politische Spannungen und militärische Aktivitäten in der Region gab, rückte für die Märkte zunehmend die Wahrscheinlichkeit einer diplomatischen Lösung in den Vordergrund.
Diese Neubewertung war einer der Hauptgründe für die massive Schwäche im Ölpreis sowie die starke Entwicklung vieler Risk Assets.
Auch außerhalb des Nahen Ostens blieb die geopolitische Lage angespannt.
Die Beziehungen zwischen den USA und China standen erneut im Fokus. Insbesondere die Situation rund um Taiwan sowie die fortgesetzten Spannungen im Bereich Technologie, Handel und Halbleiterproduktion sorgten weiterhin für Unsicherheit.
Dennoch gelang es den Märkten, diese Risiken weitgehend auszublenden. Anleger konzentrierten sich zunehmend auf die unmittelbaren Auswirkungen für Inflation, Energiepreise und Wachstum.
Die wichtigste Erkenntnis des Monats lautet daher:
Nicht die geopolitischen Risiken verschwanden, vielmehr verringerte sich die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Eskalation deutlich.
FED, EZB und die Entwicklung der Geldpolitik
Neben der Geopolitik standen auch die Zentralbanken im Mittelpunkt.
Die US-Notenbank FED bewegte sich im Mai weiterhin auf einem schmalen Grat zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsunterstützung.
Die veröffentlichten FOMC-Protokolle machten deutlich, dass innerhalb der FED weiterhin große Vorsicht herrscht.
Zwar wurden Fortschritte bei der Inflation anerkannt, gleichzeitig betonten zahlreiche Mitglieder jedoch, dass weitere Beweise für einen nachhaltigen Rückgang erforderlich seien, bevor größere Zinssenkungen gerechtfertigt wären.
Mehrere FED-Mitglieder äußerten sich im Monatsverlauf weiterhin vergleichsweise hawkish.
Insbesondere Williams und Musalem machten deutlich, dass Zinssenkungen keineswegs garantiert seien und bei einer erneuten Beschleunigung der Inflation sogar weitere Zinserhöhungen nicht vollständig ausgeschlossen werden könnten.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Diskussion um Kevin Warsh.
Sein Name wurde im Mai verstärkt im Zusammenhang mit zukünftigen Führungsrollen innerhalb der US-Geldpolitik genannt. Da Warsh traditionell eher als geldpolitisch Dovish wahrgenommen wird, verfolgten die Märkte diese Entwicklung aufmerksam.
Auch die Europäische Zentralbank stand im Fokus.
Die EZB-Protokolle sowie Aussagen von Lagarde und Lane zeigten, dass die Inflationsbekämpfung weiterhin oberste Priorität besitzt.
Gleichzeitig wurden jedoch zunehmend Hinweise sichtbar, dass die europäische Inflation langsam unter Kontrolle kommt. Vor allem gegen Monatsende sorgten mehrere Inflationsdaten aus Europa für positive Überraschungen und stärkten die Erwartung, dass die EZB in den kommenden Monaten zusätzlichen Spielraum für eine lockerere Geldpolitik erhalten könnte und es bei einer Zinserhöhung im Juni bleibt.
Insgesamt blieb die Kommunikation sowohl der FED als auch der EZB vorsichtig.
Die Märkte interpretierten die Datenlage jedoch zunehmend als Zeichen dafür, dass der Höhepunkt der restriktiven Geldpolitik hinter uns liegen könnte.
Wirtschaftsdaten und Fundamentallage
Die fundamentalen Wirtschaftsdaten zeichneten im Mai ein überraschend robustes Bild.
Während viele Marktteilnehmer zu Jahresbeginn noch mit einer deutlichen Abschwächung der Wirtschaft gerechnet hatten, bestätigten zahlreiche Daten die Widerstandsfähigkeit der Konjunktur.
Besonders bemerkenswert war die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes.
Die Non-Farm Payrolls lagen bei 115.000 neu geschaffenen Stellen und damit deutlich über den Erwartungen. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent.
Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bewegten sich über weite Strecken des Monats auf einem Niveau, das weiterhin einen robusten Arbeitsmarkt signalisiert.
Auf der Inflationsseite zeigte sich ein gemischtes, insgesamt jedoch konstruktives Bild.
Der US-Verbraucherpreisindex lag im Jahresvergleich bei 3,8 Prozent. Die Core CPI Daten sowie später die Core PCE Daten bestätigten, dass die Inflation zwar weiterhin oberhalb des FED Ziels liegt, der übergeordnete Trend jedoch zunehmend nach unten zeigt, wenn eine Entspannung rund um die Straße von Hormus bald einsetzt.
Besonders positiv wurde die Veröffentlichung des Core PCE zum Monatsende aufgenommen.
Mit einem Monatswert von 0,2 Prozent fiel die Entwicklung etwas besser aus als erwartet und unterstützte die Hoffnung auf eine langfristige Entspannung des Inflationsdrucks.
Auch die Wirtschaftsdaten selbst blieben erstaunlich stabil.
Die Durable Goods Orders überraschten mit einem Anstieg von 7,9 Prozent massiv positiv und signalisierten weiterhin hohe Investitionsbereitschaft der Unternehmen.
Der Chicago PMI sprang auf 62,7 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit längerer Zeit. Werte oberhalb von 50 signalisieren eine Expansion der wirtschaftlichen Aktivität.
Gleichzeitig gab es auch einige Schwachstellen.
Der Immobilienmarkt zeigte sich weiterhin verhalten. Die Verkäufe neuer Häuser blieben hinter den Erwartungen zurück.
Trotzdem ergibt sich für den Mai insgesamt folgendes Bild:
Die Inflation sinkt langsam.
Die Wirtschaft wächst weiter.
Der Arbeitsmarkt bleibt robust.
Eine Rezession ist aktuell nicht erkennbar.
Genau dieses Umfeld erwies sich als ideal für die Aktienmärkte.
Dazu kommen starke Earnings und Quartalsberichte der großen Tech und KI Firmen. Die Euphorie rund um KI wird nach wie vor von realen starken Umsatzzahlen getragen. Auf Grund der mittlerweile extrem hohen Gewichtung von Tech Unternehmen in den Indizes, beflügelt dieser sehr stark performende Sektor die größeren Indizes wie SPX und NASDAQ massiv.
Charttechnik und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt war einer der auffälligsten Märkte des Monats.
Zu Beginn des Mai stieg US Oil noch auf über 107 Dollar und erreichte damit neue Mehrmonatshochs.
Anschließend folgte jedoch eine massive Trendwende.
Über den gesamten Monat hinweg wurden zunehmend geopolitische Risiken ausgepreist. Gleichzeitig sorgten sinkende Inflationserwartungen und eine verbesserte Nachrichtenlage im Nahen Osten für starke Kapitalabflüsse aus dem Energiesektor.
Am Monatsende notiert US Oil bei rund 87,75 Dollar und damit mehr als 16 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Besonders bemerkenswert ist der Schlusskurs unterhalb der psychologisch wichtigen 90 Dollar Marke.
Die Monatskerze zählt damit zu den bearishsten Kerzen der vergangenen Monate.
US-Staatsanleihen
Auch am Anleihemarkt sahen wir im Mai enorme Schwankungen.
Vor allem in den ersten beiden Maiwochen stiegen die Renditen deutlich an.
Die Renditen der 3-jährigen, 5-jährigen, 10-jährigen sowie 30-jährigen US-Staatsanleihen erreichten zeitweise neue Mehrmonatshochs.
Mit zunehmender Entspannung im Nahen Osten sowie rückläufigen Inflationssorgen wurden diese Bewegungen jedoch größtenteils wieder zurückgenommen. Insbesondere die langfristigen Renditen konnten ihre Hochs nicht verteidigen und wurden zum Monatsende deutlich zurückgekauft.
Dies reduzierte den Druck auf die Aktienmärkte erheblich.
DXY
Der US Dollar zeigte sich im Mai vergleichsweise stabil.
Mit einem Monatsplus von rund 0,87 Prozent schloss der DXY bei 98,94 Punkten.
Trotz der Erholung bleibt der Dollar damit weiterhin innerhalb seiner großen Seitwärtsrange, die bereits seit rund einem Jahr Bestand hat. Aus Sicht der Aktienmärkte sorgte der stabile Dollar für keine größeren Belastungen.
VIX
Der Volatilitätsindex zeigte im Mai eine deutliche Entspannung.
Zwischenzeitlich stieg der VIX im Zuge der geopolitischen Unsicherheit nochmals in Richtung 20 Punkte. Mit zunehmender Deeskalation sank die Volatilität jedoch wieder deutlich. Der Monat endet bei rund 15,3 Punkten und damit etwa 10 Prozent unter dem Vormonat. Dies bestätigt die aktuell hohe Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia blieb auch im Mai einer der wichtigsten Einzelwerte des gesamten Marktes.
Die veröffentlichten Quartalszahlen fielen erneut stark aus und bestätigten die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Trotz hervorragender Zahlen und positiver Prognosen kam es nach den Earnings zu ersten Gewinnmitnahmen. Auf Monatssicht verbleibt dennoch ein Plus von rund 5,6 Prozent. Die langfristige Aufwärtsstruktur bleibt vollständig intakt, gleichzeitig zeigen sich erstmals seit längerer Zeit leichte Ermüdungserscheinungen.
Bitcoin
Bitcoin gehörte zu den schwächsten großen Risk Assets des Monats. Nach einem starken Start in den Mai scheiterte die Kryptowährung im Bereich von 82.500 Dollar. Anschließend dominierte Verkaufsdruck. Während Aktien neue Rekordstände markierten, verlor Bitcoin auf Monatssicht rund 3,5 Prozent. Die relative Schwäche gegenüber den Aktienmärkten bleibt damit bestehen.
S&P 500
Der S&P 500 setzte seine beeindruckende Rally fort.
Mit einem Monatsplus von rund 5 Prozent markierte der Index neue Allzeithochs bei rund 7.580 Punkten. Sinkende Ölpreise, stabile Wirtschaftsdaten, positive Performance des hochgewichteten Tech Sektors und rückläufige Renditen sorgten für ideale Rahmenbedingungen. Besonders bemerkenswert bleibt die Tatsache, dass seit Anfang April keine einzige bearishe Wochenkerze entstanden ist.
Nasdaq
Der Nasdaq war erneut der stärkste große Aktienindex.
Mit einem Monatsgewinn von rund 10,5 Prozent zählt der Mai zu den stärksten Monaten der vergangenen Jahre. Die KI-Dynamik bleibt ungebrochen. Die Kombination aus Nvidia, Halbleitern, Softwareunternehmen und KI-Infrastruktur sorgt weiterhin für starke Kapitalzuflüsse. Der Monat endet oberhalb von 30.000 Punkten und damit auf neuen Rekordständen.
Dow Jones (US30)
Auch der Dow Jones konnte neue Höchststände markieren.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Bereich der 50.000 Punkte Marke gelang schließlich der Ausbruch. Mit einem Monatsplus von rund 2,5 Prozent schloss der Index bei rund 51.018 Punkten. Damit bestätigt auch der Dow Jones die aktuell hohe Risikobereitschaft der Anleger, dieser ist sehr viel weniger Tech lastig wie SPX und NASDAQ.
DAX – Monatsrückblick Mai
Auch der DAX blickt auf einen starken Mai zurück.
Der Monatsverlauf war dabei deutlich volatiler, als es das finale Ergebnis vermuten lässt.
Zu Beginn des Monats stand die wichtige 24.000 Punkte Marke im Fokus. Nach den Belastungen aus dem April gelang es den Käufern zunächst, diese Zone erfolgreich als Unterstützung zu verteidigen. Von dort aus setzte eine erste starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index wieder in Richtung 25.000 Punkte führte.
Im Bereich der 25.000er-Marke kam es jedoch zunächst zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Der Markt wurde erneut abverkauft und fiel im weiteren Verlauf sogar nochmals bis in den Bereich der Monatstiefs zurück. Zwischenzeitlich wurden dabei Kurse um 23.600 Punkte getestet.
Diese erneute Schwächephase fiel zeitlich mit den Sorgen über steigende Renditen, hohe Ölpreise sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten zusammen. Die entscheidende Wende erfolgte anschließend in der zweiten Monatshälfte.
Mit der zunehmenden Entspannung im Nahen Osten, dem deutlichen Rückgang der Ölpreise sowie wieder fallenden Renditen verbesserte sich das Umfeld für europäische Aktien spürbar.
Der DAX konnte die 24.000 Punkte Marke nachhaltig zurückerobern und etablierte sich erneut oberhalb dieses Bereichs. In den letzten beiden Maiwochen setzte daraufhin eine starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index erstmals seit längerer Zeit wieder klar über die psychologisch wichtige 25.000 Punkte Marke führte.
Das Monatshoch wurde bei rund 25.442 Punkten markiert.
Dort kam es erneut zu Gewinnmitnahmen, sodass der DAX zum Monatsende etwas unterhalb der Höchststände notierte.
Mit einem Monatsschlusskurs von rund 25.038 Punkten beendet der deutsche Leitindex den Mai dennoch oberhalb der wichtigen 25.000er Zone und verzeichnet gegenüber dem Vormonat einen Zugewinn von rund 3 %.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der DAX über dem Hoch des Vormonats schließen konnte und sich damit wieder in unmittelbarer Nähe seiner Allzeithochs befindet. Aktuell beträgt der Abstand zum Rekordhoch lediglich rund 1,9 %. Auch wenn die Dynamik zuletzt etwas hinter Nasdaq und S&P 500 zurückblieb, bleibt die technische Struktur des DAX weiterhin klar konstruktiv. Die Käufer konnten sowohl die 24.000er Zone als auch die 25.000er Marke zurückerobern und verteidigen.
Aus charttechnischer Sicht bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend damit vollständig intakt.
Wichtigste Erkenntnisse des Monats Mai
* Die Märkte preisen zunehmend eine Deeskalation im Nahen Osten ein.
* Der Ölpreis verliert über 16 Prozent und wirkt klar disinflationär.
* Langfristige Anleiherenditen können ihre Hochs nicht verteidigen.
* Der VIX fällt deutlich zurück und signalisiert ein Risk-On-Umfeld.
* Die Inflationsdaten zeigen insgesamt sehr leichte Fortschritte.
* Die US-Wirtschaft bleibt überraschend robust.
* Der Arbeitsmarkt zeigt weiterhin Stabilität.
* Die KI-Story bleibt der wichtigste strukturelle Wachstumstreiber.
* S&P 500, Nasdaq und Dow Jones markieren neue Allzeithochs.
* Bitcoin zeigt deutliche relative Schwäche.
* Der DAX etabliert sich erneut oberhalb von 25.000 Punkten .
Fazit
Der Mai 2026 war der Monat, in dem die Märkte mehrere potenzielle Belastungsfaktoren absorbierten und trotzdem neue Höchststände erreichten. Geopolitische Risiken, hohe Ölpreise, steigende Renditen und eine weiterhin vorsichtige FED konnten die Aufwärtsbewegung letztlich nicht stoppen. Stattdessen dominierten sinkende Energiepreise, robuste Wirtschaftsdaten, stabile Arbeitsmärkte und die ungebrochene Dynamik im KI-Sektor.
Besonders bemerkenswert bleibt dabei die starke Divergenz zwischen Aktienmärkten und Bitcoin sowie die zunehmende Konzentration der Rally auf Technologie- und KI-Werte. Ob sich diese Entwicklung auch im Juni fortsetzen kann, bleibt eine der spannendsten Fragen für die kommenden Wochen.
Keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
Wie hat euch dieses neue Format mit Tagesausblicken, Wochenrückblicken und nun auch Monatsrückblicken gefallen?
Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.
Morgen folgt zunächst der Wochenausblick für die KW23. Anschließend veröffentliche ich den ausführlichen Monatsausblick Juni mit allen relevanten Entwicklungen, Chancen und Risiken für die kommenden Wochen.
Zusätzlich erscheint auf YouTube ein ausführlicher Marktüberblick inklusive konkreter Handelsideen für die KW23.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Wall Street Wochenausblick KW21 2026 + Die Top-Themen aus NYC📊 Wall Street Wochenausblick KW21 2026
Tauche ein in die Denkweise der Wall Street – denn genau dort wird entschieden, wohin sich die Märkte als Nächstes bewegen.
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🏛️ Wall Street Banken werden zunehmend USD-Bullen
Immer mehr Banken und Hedgefonds veröffentlichen Kommentare zur long USD-Ansicht
⚖️ Das 8-Wochen-Reversal: Swap Märkte sehen Zinsanhebungen
Vor 8 Wochen preisten die Märkte noch Zinssenkungen ein. Dies hat sich dratisch geändert
🚨USD-Index (DXY) folgt US-Renditen höher
US10Y bricht das 4,5%-Level, getrieben von Inflationsängsten. DXY folgt
💵 CFTC USD Net-Positionen werden Net-Long
Institutionen reduzieren USD-Short-Positionen zum ersten Mal seit längerer Zeit
🥇 Dies hat auch Auswirkungen auf den Goldpreis
Gold ist seit dem Iran-Krieg stark vom US-Dollar getrieben. Die negative Korrelation drückte Gold und Silber letzte Woche in die Knie
🖥️ 3-Monats-Aktienmarkt Performance komplett getragen von 2 Sektoren
Risiko und Chancen: Unter der Haube ist der S&P500 über die letzten Monate gefallen
🎰 Chancen und Risikien für europäische Aktien: Tech-Gewichtung niedrig
Geraten Tech- und KI ins bröckeln, könnte Europa der Gewinner sein
💱 Ein Blick auf die Events der nächsten Woche: GBP Im Fokus
Politische Unruhe in der UK + 4 Schlüsselevents richten den Fokus der Forextrader auf das Pfund
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Allen Tradern & Investoren einen erfolgreichen Start in die neue Tradingwoche!
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Wall Street Wochenausblick KW19 2026📊 Wall Street Wochenausblick KW19 2026
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Während viele nur Schlagzeilen folgen, schauen wir auf die Themen, die aktuell in den Handelsräumen großer New Yorker Investmentbanken diskutiert werden.
Kompakt, klar und mit Fokus auf das, was diese Woche wirklich zählt.
👉 Keine Zeit für das Video? Hier für Dich die wichtigsten Themen auf einen Blick:
🎯 **Übersicht des Wochenausblicks KW19 2026**
🎯 **Volatilitäts-Potenzial in USD-Paaren**
Kevin Warsh tritt im Juni ins Amt und seine Herausforderung könnte nicht schwieriger sein. Auf der einen Seite haben wie den klaren Wunsch von Trump nach niedrigeren Zinsen. Auf der anderen Seite haben wir extrem hohe Inflation in den USA + eine FED, die zunehmend hawkish wird:
🎯 **Swap Markterwartungen sehr anfällig für "Repricing"**
Swap und Forwardmärkte erwarten bis Ende des Jahres gleichbleibende Zinsen in den USA. Dies öffnet die Tür für eine starke Änderung der Marktbepreisung:
🎯 **Bank of Japan wird aktiv: Intervention schmetter JPY-Paare in den Abgrund"**
Höhere Ölpreise führen zu sehr hohen Kosten für japanische Konsumenten. Die BOJ zieht eine klare Linie im Sand am 160er USD/JPY Level. Wo liegen die Tradingchancen?
🎯 **So hat sich USD/JPY nach den letzten JPY-Interventionen verhalten:**
Eingriff der BOJ meist nur ein "Pflaster". Positiver Swap auf der Longseite öffnet die Tür für eine interessante Trading-Einkommens-Strategie:
🎯 **Die wahren Gründe für steigende Aktienmärkte:**
4 klare Gründe für die Bullen-Party an den Aktienmärkten:
🎯 **Frühere Aktienmarkt-Alternativen fallen weg**
Zinsen decken nicht einmal mehr die Inflation - und das weltweit...
🎯 **Hedgefunds sehen die stärksten Kapitalzuflüsse seit 2007**
Ist dies ein bearishes Zeichen? Oder sieht die Investment-Landschaft anders aus als damals? Ich neige dazu den aktuellen Markt stark von den damaligen Dynamiken abzugrenzen.
🎯 **Das goße Risiko für eine größere Aktienmarkt-Korrektur liegt...**
...in der ultra-hohen Konzentration von Tech- und KI-Werten innerhalb der größten Indizes:
🎯 **Die Events der KW192026 auf einen Blick**
Die erste Woche des Tradingmonats rückt den Blick auf den NFP-Report aus den USA. Insbesondere im Kontext einer geteilten FED, werden wir die Daten bis ins Detail sezieren:
---und viele weitere Einblicke...!
Allen Tradern & Investoren einen erfolgreichen Start in die neue Tradingwoche!
📈💼🌍🚀
– Euer Meikel
Just do it oder doch die Finger weck lassen?Nike ist mehr als nur eine Sportmarke – Nike ist Kult. Egal ob im Fußball, Basketball oder Laufen: In den letzten zwei Jahrzehnten führte kein Weg an Nike vorbei. Das Unternehmen hat sich zur Sportmarke schlechthin entwickelt, mit der sich zig Millionen Menschen weltweit identifizieren.
Doch seit Corona gerät das Imperium ins Wanken. Gestiegene Produktionskosten, Schwäche im chinesischen Markt und Zölle bei Importen im Heimatmarkt führten laut unseren Medien zu einem Kursrückgang von rund 75 % in den letzten 4,5 Jahren. Und genau hier werde ich als Investor hellhörig: Mich interessiert nicht, warum Nike gefallen ist, sondern ob die Aktie massiv unterbewertet ist und ob sich hier eine historische Kaufchance ergibt oder ergeben wird.
Grundsätzlich ist die Elliott-Wellen-Theorie der Grundstein für meine Kaufentscheidung. Nach gründlicher Wellenzählung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sich mit Nike massiv Geld verdienen lassen kann. Seit dem IPO bis in den November 2021 hat Nike einen wunderschönen Impuls ausgebildet, der mit der blauen Welle sein Ende fand. Da nach jedem Top ein Bottom folgt, müssen wir als Analysten diesen ausfindig machen, um bei der nächsten Aufwärtsbewegung nicht am Seitenrand zu stehen. Grundsätzlich gehe ich von einer Welle 2 Korrektur aus, die im Bereich des 0,786-Retracements ihren Boden findet.
Doch wie kann ich besser einschätzen, ob nicht vielleicht schon der Anstieg von ca. 10 % in den letzten zwei Wochen der Boden war? Um echte Böden von möglichen Fakeouts zu unterscheiden, müssen wir einen Blick auf frühere Korrekturen werfen. Dafür habe ich die Phasen 1997–2000, 2008–2009, 2015–2016 und den Corona-Crash 2020 analysiert. Wie Investorenlegende Ray Dalio mit seinem Zitat „Ich habe diesen Film schon einmal gesehen“ andeutet, liegt der Schlüssel oft in der Vergangenheit.
In drei von vier Fällen konnte ein Boden erst ausgebildet werden, als der Leitzins der Federal Reserve massiv gesunken ist. Das ist auch logisch: Je höher die Zinsen sind, desto weniger Konsum findet statt, da es teurer wird, sich zu verschulden. Der aktuell relativ hohe Leitzins von 3,5–3,75 % und die nur langsamen Senkungen der FED bringen bislang keine echte Euphorie in den Markt.
Ein weiterer Indikator, der in der Vergangenheit markante Tiefpunkte nahezu punktgenau signalisiert hat, ist der DXY. Dieser misst die Stärke des US-Dollars gegenüber anderen Währungen und zeigt in Krisenzeiten, geprägt von Unsicherheit und hohen Zinsen, häufig Stärke. Seine Hochpunkte korrelieren oft mit den Tiefpunkten bei Nike – was ebenfalls Sinn ergibt: Fällt der Dollar, kehrt häufig das Risk-on-Sentiment zurück, wovon Konsummarken wie Nike stark profitieren. Aktuell fehlt jedoch noch ein klares Top im DXY.
Und zu guter Letzt fehlt Nike neben soliden makroökonomischen Rahmenbedingungen auch der Hype. Rund zwei Drittel des Umsatzes macht Nike mit Schuhen. Ein Blick auf Google Trends der letzten fünf Jahre zeigt: Begriffe wie „Nike Air Force“ (-20 %) oder „Nike Jordan“ (+10 %) haben im Vergleich zu „Adidas Samba“ (+2.250 %) und „Adidas Campus“ (+3.700 %) deutlich an Dynamik verloren. Natürlich relativieren sich diese Zahlen in absoluten Suchvolumen – dennoch spiegeln sie wider, was man auch visuell erkennt: Nike bestimmt aktuell nicht die Modetrends. Und wenn ein Unternehmen wie Nike in einer ohnehin schwachen Phase zusätzlich seinen Hype verliert, ist das so wie, wenn man am Boden liegt und noch auf einen drauf gespuckt wird.
Was bedeutet das konkret? Für mich ist das Bild noch nicht vollständig. Zu viele Puzzleteile fehlen, zu viele Signale sind noch nicht bestätigt
Und genau hier liegt die eigentliche Chance.
Denn die besten Trades entstehen nicht im Hype, sondern in der Geduld davor. Sollte sich das makroökonomische Umfeld drehen, der Dollar sein Hoch markieren und Nike gleichzeitig wieder Hype generieren, könnte genau dieser Moment der Startschuss für die nächste große Bewegung sein.
Die Frage ist also nicht, ob Nike wieder steigen wird – sondern wann.
Und wer bis dahin die Disziplin hat zu warten, steht nicht am Rand, sondern genau dort, wo die Bewegung beginnt.
Bärische Trendfortsetzung mit Liquiditätsrücklauf in NachfragezoBärische Trendfortsetzung mit Liquiditätsrücklauf in Nachfragezonen vor weiteren Abwärtszielen
📝 Beschreibung:
Der Chart zeigt eine klar dominante bärische Marktstruktur mit einer Abfolge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs, was die Kontrolle der Verkäufer eindeutig bestätigt. Nach einem signifikanten Abwärtsimpuls kam es zu einem Break of Structure, der den übergeordneten Abwärtstrend weiter bestätigt.
Aktuell reagiert der Preis an einer wichtigen Nachfragezone und zeigt eine kurzfristige bullische Korrekturbewegung. Diese Bewegung wirkt eher korrektiv als eine echte Trendwende, was darauf hindeutet, dass der Markt möglicherweise Liquidität über dem aktuellen Preis einsammelt, bevor die bärische Fortsetzung einsetzt.
Über dem aktuellen Preis befinden sich zwei wichtige Liquiditäts- bzw. Zielzonen:
Erstes Ziel bei 98.79
Endziel bei 99.62
Diese Bereiche dienen als potenzielle Liquiditätszonen, in denen der Preis möglicherweise nochmals reagiert oder Liquidität aufnimmt, bevor eine mögliche Ablehnung erfolgt. Solange jedoch keine klare bullische Strukturumkehr entsteht, bleibt der übergeordnete Bias eindeutig bärisch mit Fortsetzung nach der Korrektur.
Wall Street Wochenausblick KW16 2026📊 Wall Street Wochenausblick KW16 2026
Tauche ein in die Welt der Wall-Street-Trader und bereite dich optimal auf die kommende Tradingwoche vor. In diesem Video analysiere ich die entscheidenden Themen, die aktuell in den Handelsräumen der großen New-Yorker Investmentbanken diskutiert werden – kompakt, präzise und auf den Punkt.
👉 Keine Zeit für das Video? Hier für Dich die wichtigsten Themen auf einen Blick:
🎯 **Übersicht des Wochenausblicks KW16 2026**
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