Wochenausblick KW24 –Fundamental,Makro und technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die kommende Woche KW24
Kurz vorab
Ich habe heute wieder zusätzlich ein ausführliches Analysevideo zum Wochenausblick KW24 veröffentlicht. Dort gehe ich detailliert auf die wichtigsten Entwicklungen und Erwartungen für die gesamte Handelswoche ein – von Inflation, Geldpolitik und Arbeitsmarkt über die geopolitische Lage bis hin zu Öl, Anleiherenditen, US-Dollar, DAX, Nasdaq, S&P 500, Bitcoin und den wichtigsten Markttrends.
Wer die aktuelle Marktlage noch tiefer verstehen möchte, findet den Link zu meinem YouTube-Kanal auf meinem TradingView-Profil.
Außerdem habe ich bereits den ausführlichen Wochenrückblick zur KW23 veröffentlicht. Dort analysiere ich die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Handelswoche, die Reaktionen der Märkte auf die jüngsten Wirtschaftsdaten sowie die Auswirkungen der geopolitischen Ereignisse. Den entsprechenden Beitrag findet ihr ebenfalls auf meinem TradingView-Profil.
Der heutige Wochenausblick konzentriert sich daher bewusst auf die wichtigsten fundamentalen Entwicklungen, Wirtschaftsdaten und charttechnischen Szenarien der kommenden Handelswoche KW24.
Fundamentale geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch zum Start der KW24 einer der wichtigsten fundamentalen Einflussfaktoren für die Finanzmärkte. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Situation rund um den Iran, die USA und die Entwicklungen im Nahen Osten.
Während Ende der KW22 und zu Beginn der KW23 noch verstärkt Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung und einen möglichen Deal zwischen den beteiligten Parteien eingepreist wurden, hat sich dieses Bild zuletzt etwas verändert. Zwar kam es nicht zu einer massiven Eskalation, gleichzeitig wurde jedoch auch keine endgültige Einigung erzielt. Genau dieser Umstand sorgt aktuell für eine gewisse Unsicherheit an den Märkten.
Im Verlauf der vergangenen Woche kam es erneut zu gegenseitigen Drohungen, militärischen Aktivitäten und politischen Spannungen. Aussagen von Donald Trump gegenüber der israelischen Regierung sowie neue Entwicklungen rund um Raketenangriffe, Vergeltungsmaßnahmen und diplomatische Verhandlungen zeigten erneut, wie fragil die Situation weiterhin bleibt. Die ursprünglich eingepreiste Hoffnung auf eine schnelle Lösung rückt damit zumindest kurzfristig wieder etwas in die Ferne.
Bemerkenswert ist dabei, dass die Rohstoffmärkte zum Wochenende vergleichsweise ruhig geblieben sind. Insbesondere der Ölpreis konnte trotz der geopolitischen Unsicherheit keinen nachhaltigen Ausbruch nach oben vollziehen. Dies deutet darauf hin, dass ein erheblicher Teil der geopolitischen Risikoprämie bereits zuvor eingepreist und in den vergangenen Wochen wieder abgebaut wurde.
Für die kommende Woche bleibt deshalb entscheidend, ob neue Eskalationen auftreten oder ob die Märkte weiterhin auf eine spätere diplomatische Lösung setzen. Sollte sich die Situation erneut verschärfen, könnte dies unmittelbar Auswirkungen auf Ölpreise, Inflationserwartungen, Volatilität und letztlich auch auf die Aktienmärkte haben. Bleibt die Lage dagegen stabil, dürfte die geopolitische Risikoprämie weiter zurückgehen und den Risk Assets zusätzliche Unterstützung liefern.
Damit bleibt die Entwicklung im Nahen Osten weiterhin einer der wichtigsten externen Faktoren für die Finanzmärkte der kommenden Handelswoche.
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW24 im Überblick
Neben der geopolitischen Lage richtet sich der Fokus in der kommenden Woche klar auf die Inflationsentwicklung und die Geldpolitik.
Besonders wichtig ist dabei die Einordnung der Daten im Zusammenhang mit den Ereignissen der vergangenen Woche. Die Arbeitsmarktdaten aus den USA fielen zuletzt deutlich robuster aus als erwartet. Sowohl die Non-Farm Payrolls als auch die durchschnittlichen Stundenlöhne zeigten weiterhin eine überraschend hohe Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Genau deshalb gewinnen die CPI-Daten in dieser Woche nochmals zusätzlich an Bedeutung. Nach den starken Arbeitsmarktdaten stellt sich nun die entscheidende Frage, ob die Inflation tatsächlich weiter zurückgeht oder ob sich die Befürchtungen bestätigen, dass der Inflationsdruck erneut zunimmt und die Fed mögliche Zinssenkungen weiter nach hinten verschieben muss.
Der Montag und Dienstag bleiben zunächst vergleichsweise ruhig.
Am Dienstag stehen die Existing Home Sales im Fokus. Erwartet werden 4,08 Millionen Verkäufe bestehender Wohnimmobilien nach zuvor 4,02 Millionen. Diese Kennzahl misst die annualisierte Anzahl verkaufter Bestandsimmobilien und gilt als wichtiger Indikator für die Stärke des US-Immobilienmarktes. Da der Immobiliensektor einen bedeutenden Bestandteil der US-Wirtschaft darstellt, liefern diese Daten wichtige Hinweise auf die allgemeine wirtschaftliche Aktivität sowie die Auswirkungen des aktuellen Zinsniveaus.
Zusätzlich wird am Dienstag eine Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde erwartet. Zwar handelt es sich hierbei nicht um eine Zinsentscheidung, dennoch achten Marktteilnehmer sehr genau auf mögliche Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.
Der absolute Hauptfokus der Woche liegt jedoch auf Mittwoch und Donnerstag.
Am Mittwoch werden die mit Abstand wichtigsten Inflationsdaten der Woche veröffentlicht. Für den CPI Month over Month wird ein Wert von 0,3 % erwartet nach zuvor 0,6 %. Hier rechnen die Märkte also mit einer Abschwächung des monatlichen Inflationsanstiegs.
Besonders wichtig wird jedoch der Core CPI. Dieser misst die Preisentwicklung ohne die volatilen Komponenten Nahrung und Energie und gilt daher als einer der wichtigsten Inflationsindikatoren überhaupt. Hier liegt die Erwartung aktuell bei 0,5 % nach zuvor 0,4 %. Die Märkte rechnen also mit einer erneuten Beschleunigung der Kerninflation.
Auch beim CPI Year over Year wird aktuell ein weiterer Anstieg erwartet. Mit einem Forecast von 4,2 % gegenüber zuvor 3,8 % würde sich die Inflation erneut weiter vom langfristigen Zielwert der Federal Reserve entfernen.
Die Bedeutung dieser Daten kann kaum überschätzt werden. Nach den starken Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche könnte ein weiterer Inflationsanstieg die Erwartungen an zukünftige Zinssenkungen deutlich reduzieren. Entsprechend hoch dürfte die Volatilität an den Märkten ausfallen.
Ebenfalls am Mittwoch werden die US-Rohöllagerbestände veröffentlicht. Hohe Lagerbestände wirken grundsätzlich belastend auf den Ölpreis, während sinkende Lagerbestände tendenziell preistreibend wirken. Gerade vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage im Nahen Osten besitzen diese Daten aktuell eine erhöhte Relevanz.
Zusätzlich findet die Versteigerung zehnjähriger US-Staatsanleihen statt. Die Nachfrage nach diesen Anleihen liefert wichtige Hinweise auf die Erwartungen institutioneller Investoren hinsichtlich Inflation, Wachstum und zukünftiger Zinspolitik.
Am Donnerstag richtet sich der Fokus zunächst auf Europa.
Veröffentlicht wird die Deposit Facility Rate der Europäischen Zentralbank. Dabei handelt es sich um den Zinssatz, den Banken für überschüssige Einlagen bei der EZB erhalten. Aktuell wird eine Anhebung von 2,00 % auf 2,25 % erwartet.
Parallel dazu erfolgt die eigentliche EZB-Zinsentscheidung. Während die Deposit Facility Rate den Einlagenzins beschreibt, bezieht sich die offizielle Interest Rate Decision auf den Hauptrefinanzierungssatz der EZB. Die Märkte preisen aktuell mit rund 99 % Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein. Die Zinserhöhung selbst gilt damit weitgehend als eingepreist. Entscheidend wird vor allem der Ausblick auf die kommenden Sitzungen im Juli und September.
Anschließend folgt die EZB-Pressekonferenz. Besonders wichtig wird hierbei die Kommunikation der Zentralbank hinsichtlich Inflation, Wachstum und zukünftiger Zinsschritte.
Am Nachmittag stehen erneut wichtige US-Inflationsdaten auf dem Programm. Der Producer Price Index (PPI) misst die Preisentwicklung auf Produzentenebene und gilt als Frühindikator für die spätere Verbraucherpreisinflation.
Für den PPI Month over Month wird aktuell ein Wert von 0,7 % erwartet nach zuvor 1,4 %. Die Märkte rechnen hier also mit einer Abschwächung des Preisauftriebs auf Produzentenebene.
Zusätzlich werden die Initial Jobless Claims veröffentlicht. Diese liefern wöchentlich wichtige Hinweise auf die aktuelle Verfassung des US-Arbeitsmarktes.
Am Freitag stehen schließlich noch die Michigan Inflation Expectations, die Consumer Expectations sowie das Consumer Sentiment im Fokus. Diese Daten liefern zusätzliche Hinweise darauf, wie Verbraucher Inflation, Wirtschaft und Konsum einschätzen.
Trotz aller Wirtschaftsdaten bleibt jedoch wichtig zu betonen, dass geopolitische Schlagzeilen jederzeit für zusätzliche Volatilität sorgen können. Entsprechend sollten Marktteilnehmer in der kommenden Woche nicht ausschließlich auf den Wirtschaftskalender achten.
Ein gesondertes YouTube-Video zu den CPI-Daten und den möglichen Marktszenarien werde ich am Dienstag veröffentlichen. Daher gehe ich an dieser Stelle bewusst nicht detailliert auf die einzelnen CPI-Szenarien ein.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Wie bereits im Wochenrückblick zur KW23 angesprochen, bleibt der Ölpreis aktuell einer der wichtigsten Märkte überhaupt.
Wir konnten zuletzt einen wichtigen Wochenschluss oberhalb der 90-Dollar-Marke nicht etablieren. Für das bearishe Szenario bleibt nun entscheidend, dass zunächst das Wochentief der KW23 bei rund 88,40 Dollar unterschritten wird. Anschließend rückt die wichtige Unterstützungszone um 87,70 Dollar in den Fokus.
Besonders relevant bleibt danach das Wochentief der Vorwoche bei rund 86,30 Dollar. Sollte auch diese Zone nachhaltig brechen, würde gleichzeitig das aktuelle Monatstief unterschritten werden. In diesem Fall könnte sich die Korrektur deutlich ausweiten und mittelfristig in Richtung der wichtigen 81-Dollar-Zone fortsetzen.
Bullisch würde das Bild für mich erst wieder bei einem nachhaltigen Daily Close oberhalb von 95 Dollar werden.
Solange sich die geopolitische Situation nicht deutlich verändert, erscheint aktuell jedoch eine größere Range zwischen etwa 88 und 95 Dollar als das wahrscheinlichste Szenario.
US-Staatsanleihen und DXY
Bei den US-Staatsanleihen bleibt für mich besonders interessant, dass wir zuletzt über nahezu sämtliche Laufzeiten hinweg starke Bewegungen gesehen haben. Auffällig war dabei vor allem die Stärke der kurzfristigen Laufzeiten.
Zum Wochenschluss zeigten sich jedoch erste Gewinnmitnahmen und Umschichtungen. Für die kommende Woche wird entscheidend sein, ob sich dieses Momentum fortsetzt und die Renditen erneut anziehen.
Dies hätte direkte Auswirkungen auf den US-Dollar.
Der Dollar Index DXY konnte die vergangene Woche oberhalb der psychologisch wichtigen 100-Punkte-Marke beenden. Für die kommende Woche bleibt die Zone um 99,50 Punkte die wichtigste Unterstützung.
Sollte diese gehalten werden, bleibt ein erneuter Anlauf auf die 100,50 Punkte wahrscheinlich. Dort befindet sich aktuell das entscheidende Range High sowie das bisherige Jahreshoch bei rund 100,64 Punkten.
Ein Ausbruch darüber könnte die Rückkehr einer stärkeren Dollar-Dominanz signalisieren und zahlreiche Dollar-Paare unter Druck setzen.
Beim EUR/USD bleibt zusätzlich die EZB-Zinsentscheidung zu beachten. Eine restriktivere EZB könnte kurzfristig dazu führen, dass der Euro trotz eines starken US-Dollars relative Stärke zeigt.
Volatilitätsindex VIX
Der VIX bleibt für die kommende Woche ein besonders wichtiger Frühindikator.
Wir haben die vergangene Handelswoche mit einem Anstieg von rund 40 % beendet und notieren aktuell wieder oberhalb der Marke von 20 Punkten.
Für die kommende Woche wird entscheidend sein, ob dieser Anstieg lediglich eine kurzfristige Reaktion auf die geopolitischen Entwicklungen war oder ob sich daraus eine nachhaltige Veränderung der Marktstimmung entwickelt.
Sollte der VIX weiter steigen, würde dies auf zunehmende Unsicherheit und erhöhte Absicherungsaktivitäten institutioneller Marktteilnehmer hindeuten.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia bleibt einer der wichtigsten Einzelwerte für die Entwicklung des gesamten Technologiesektors.
Charttechnisch wurde zuletzt die wichtige Zone zwischen 208 und 212 Dollar unterschritten. Die Aktie notiert aktuell im Bereich von rund 205 Dollar.
Für mich liegt die nächste entscheidende Unterstützungszone nun zwischen 198 und 200 Dollar. Dort wird sich zeigen, ob erneut Käufer in den Markt kommen oder ob sich die Korrektur weiter ausdehnt. Auf der Oberseite wäre eine Rückkehr über 212 Dollar ein erstes positives Signal.
Bitcoin
Bitcoin konnte zuletzt im Bereich der wichtigen 60.000-Dollar-Unterstützung zunächst einen Boden ausbilden. Gleichzeitig wurde mit der jüngsten Bewegung unter die Hochs aus dem Februar gebrochen. Die vergangene Woche war insgesamt von deutlichen Gewinnmitnahmen geprägt.
Für mich bleibt Bitcoin aktuell zunächst weniger interessant. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir zunächst nochmals eine Erholung in Richtung 65.000 Dollar sehen, bevor über die weitere Richtung entschieden wird.
Entsprechend bleibe ich hier vorerst abwartend.
S&P 500
Der S&P 500 bleibt für mich aktuell einer der spannendsten Märkte.
Entscheidend wird sein, ob die Zone um 7.350 Punkte unterschritten wird. Dort treffen mehrere wichtige technische Marken aufeinander.
Sollte dieser Bereich brechen, könnte sich die laufende Korrektur bis in den Bereich von 7.250 Punkten ausweiten.
Auf der Oberseite bleibt die Zone um 7.500 Punkte die wichtigste Entscheidungsmarke. Sollte sich dieser Bereich nun als Widerstand etablieren, könnten sich dort erneut interessante Short-Setups ergeben.
Die endgültige Richtung dürfte jedoch maßgeblich von den CPI-Daten am Mittwoch beeinflusst werden.
Nasdaq
Der Nasdaq verzeichnete zuletzt eine deutliche Korrektur und löschte innerhalb einer einzigen Handelswoche einen erheblichen Teil der Gewinne der vorangegangenen Wochen aus.
Für das bearishe Szenario bleibt die Marke bei 28.500 Punkten entscheidend. Ein Bruch könnte eine Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich von 27.500 Punkten ermöglichen.
Sollte sich der Markt dagegen stabilisieren und wieder über 29.000 Punkte steigen, würden 29.500 Punkte und anschließend die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Punkten wieder in den Fokus rücken.
US30
Auch beim Dow Jones ergibt sich aktuell ein gemischtes Bild.
Sollten wir den Bereich um 50.660 Punkte nachhaltig unterschreiten, wäre zunächst eine Bewegung bis etwa 50.400 Punkte denkbar.
Kann die Zone um 50.500 Punkte anschließend ebenfalls nicht verteidigt werden, rückt die psychologisch wichtige Marke von 50.000 Punkten in den Fokus.
Auf der Oberseite würde ein nachhaltiger Schlusskurs oberhalb von 51.000 Punkten das bullische Szenario stärken und weiteres Potenzial in Richtung 51.500 Punkte eröffnen.
DAX – Charttechnischer Ausblick für die kommende Woche
Der DAX bleibt trotz der jüngsten Korrektur weiterhin in einer grundsätzlich bullischen Marktstruktur.
Für die kommende Woche wird zunächst entscheidend sein, ob das Wochentief der KW23 verteidigt werden kann. Sollte der Markt unter 24.400 Punkte fallen, rückt die nächste Unterstützungszone im Bereich von rund 24.300 Punkten in den Fokus.
Kann sich die Korrektur weiter ausdehnen und etabliert sich die Zone um 24.500 Punkte als Widerstand, wären im weiteren Verlauf sogar Bewegungen bis in den Bereich von 24.000 Punkten denkbar.
Auf der Oberseite bleibt zunächst abzuwarten, ob sich die Märkte nach den jüngsten Gewinnmitnahmen stabilisieren können.
Der Montag dürfte dabei besonders wichtig werden. Marktteilnehmer werden genau beobachten, ob die Korrekturen der vergangenen Woche fortgesetzt werden oder ob bereits erste Käufer zurückkehren.
Trotz der jüngsten Schwäche bleibt wichtig festzuhalten, dass sich die großen Risk Assets weiterhin in übergeordnet bullischen Strukturen befinden. Die jüngsten Rückgänge spiegeln vor allem die gestiegenen Inflationssorgen, die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Zinssenkungen sowie die geopolitischen Risiken wider.
Von einer vollständigen Trendwende kann aktuell jedoch noch keine Rede sein.
Wichtigste Erkenntnisse für KW24
* Die geopolitische Lage rund um den Iran bleibt der wichtigste externe Markttreiber.
* Die Hoffnungen auf eine schnelle diplomatische Lösung haben zuletzt etwas nachgelassen.
* Die CPI-Daten am Mittwoch werden nach den starken Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche zum wichtigsten Event der Handelswoche.
* Die Märkte werden genau beobachten, ob sich die Inflation erneut beschleunigt.
* Die EZB-Zinsentscheidung und die anschließende Pressekonferenz stehen am Donnerstag im Fokus.
* Öl bleibt einer der wichtigsten Inflationstreiber und damit einer der wichtigsten Märkte überhaupt.
* Der DXY notiert wieder oberhalb von 100 Punkten und könnte bei weiteren Zinssenkungsverschiebungen zusätzliche Stärke entwickeln.
* VIX, Ölpreis und geopolitische Schlagzeilen bleiben die wichtigsten kurzfristigen Risikofaktoren.
* Trotz der jüngsten Korrekturen bleiben die übergeordneten Strukturen bei DAX, S&P 500 und Nasdaq weiterhin bullisch.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch allen stabile Trades für die kommende Handelswoche und einen schönen Sonntag.
Ab morgen gibt es wie gewohnt wieder den täglichen DAX-Tagesausblick.
Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Werden die CPI-Daten und die Geldpolitik wieder zum dominierenden Markttreiber oder bleibt die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten das entscheidende Thema der kommenden Woche?
BTCUSDT
DAX Wochenrückblick KW23 – Die wichtigsten Erkenntnisse!Fundamentale & geopolitische Lage
Die KW23 stand ganz klar unter zwei großen Themen: der zunehmenden Unsicherheit im Nahen Osten und den überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten zum Wochenschluss. Während wir nach KW22 noch gesehen hatten, dass die Märkte zunehmend auf eine Deeskalation zwischen Israel, Iran und den beteiligten Akteuren gesetzt haben, wurde diese Hoffnung im Verlauf der aktuellen Woche immer stärker ausgepreist.
Zu Wochenbeginn war die Stimmung noch vergleichsweise optimistisch. Die Marktteilnehmer gingen davon aus, dass weitere diplomatische Fortschritte möglich sind und die Lage kontrollierbar bleibt. Mit jedem weiteren Tag wurden die Schlagzeilen jedoch negativer. Statt weiterer positiver Entwicklungen häuften sich Berichte über militärische Zwischenfälle, neue Angriffe, Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah, Angriffe im Libanon sowie eine zunehmend angespannte Situation rund um den Iran.
Besonders wichtig dabei: Die Märkte hatten bereits sehr viel Positives eingepreist. Deshalb reichten schon weniger optimistische Nachrichten aus, um erste Gewinnmitnahmen auszulösen. Man darf nicht vergessen, dass wir seit Monaten eine außergewöhnlich starke Rally in nahezu allen Risk Assets gesehen haben. Entsprechend sensibel reagieren die Märkte aktuell auf jede Form von Unsicherheit.
Auch auf politischer Ebene blieb es spannend. Gleichzeitig liefen weiterhin Diskussionen über mögliche neue US-Zölle und Handelsmaßnahmen. Mehrere Berichte deuteten darauf hin, dass die US-Regierung weitere Schritte gegen verschiedene Handelspartner prüft. Das spielte zwar kurzfristig nicht die Hauptrolle, bleibt aber ein zusätzlicher Belastungsfaktor für die kommenden Wochen.
Insgesamt kann man festhalten, dass sich die geopolitische Lage gegenüber der Vorwoche eher verschlechtert als verbessert hat. Die Hoffnung auf eine schnelle Entspannung wurde zurückgenommen und genau das war einer der Hauptgründe für die zunehmende Vorsicht der Marktteilnehmer.
Fundamentaldaten der Woche – Überblick
Auch auf der fundamentalen Seite war die Woche vollgepackt mit wichtigen Daten und Notenbank Kommentaren.
Zu Beginn der Woche standen verschiedene FED-Mitglieder sowie Jerome Powell im Fokus. Die Botschaft blieb weitgehend unverändert. Die Inflation liegt weiterhin oberhalb der Zielmarke. Gleichzeitig zeigt sich die US-Wirtschaft weiterhin robust und der Arbeitsmarkt bleibt erstaunlich stabil. Entsprechend sehen die FED-Mitglieder aktuell keinen Grund für schnelle oder aggressive Zinssenkungen.
Auch von Seiten der EZB kamen ähnliche Signale. Zwar befindet sich Europa grundsätzlich auf einem Zinssenkungspfad, gleichzeitig betonen die Verantwortlichen aber weiterhin die Risiken durch steigende Energiepreise und mögliche Inflationsrückschläge.
Am Montag standen zunächst die S&P Global Manufacturing PMI-Daten, die ISM Manufacturing PMI-Daten sowie die ISM Manufacturing Prices im Fokus. Die Daten zeigten insgesamt weiterhin eine solide Wirtschaft, während gleichzeitig die Preiskomponenten erhöht blieben.
Am Dienstag folgten die Inflationsdaten der Eurozone sowie die JOLTS Job Openings aus den USA. Die Stellenangebote zeigten erneut, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin hoch bleibt und der Arbeitsmarkt keine größeren Schwächesignale sendet.
Am Mittwoch rückten dann die ADP Non-Farm Employment Daten, die S&P Global Services PMI-Daten, die ISM Non-Manufacturing Prices, die ISM Non-Manufacturing PMI-Daten sowie die Rohöllagerbestände in den Mittelpunkt. Gerade die Dienstleistungsdaten bestätigten erneut die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft.
Am Donnerstag standen die Initial Jobless Claims sowie weitere Aussagen von Donald Trump im Fokus. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lieferten ebenfalls keine Hinweise auf einen deutlich schwächer werdenden Arbeitsmarkt.
Der absolute Höhepunkt der Woche folgte jedoch am Freitag mit den Average Hourly Earnings, den Non-Farm Payrolls und der Unemployment Rate.
Noch wichtiger wird nun die kommende Handelswoche. Bereits am Mittwoch stehen die US-CPI-Daten an, welche aktuell wahrscheinlich neben den tatsächlichen Zinsentscheiden, die wichtigste Veröffentlichung des gesamten Monats darstellen. Am Donnerstag folgt anschließend die EZB-Zinsentscheidung inklusive Pressekonferenz. Beide Termine werden entscheidend dafür sein, ob die Märkte weitere Zinssenkungen einpreisen oder ob sich die aktuelle Neubewertung fortsetzt.
Gesamtbild Wirtschaft, Inflation & Arbeitsmarkt
Wenn man sämtliche Daten der Woche zusammennimmt, ergibt sich ein relativ klares Gesamtbild.
Die Wirtschaft zeigt sich weiterhin erstaunlich robust. Sowohl die Manufacturing-Daten als auch die Services-Daten signalisieren weiterhin Wachstum. Von einer Rezession ist aktuell wenig zu sehen. Besonders der Dienstleistungssektor bleibt ein wichtiger Stabilitätsfaktor.
Die S&P Global Manufacturing PMI-Daten sowie die ISM Manufacturing PMI-Daten zeigten eine weiterhin stabile Aktivität in der Industrie. Gleichzeitig signalisierten die Manufacturing Prices aber weiterhin bestehenden Preisdruck.
Noch stärker zeigte sich die Wirtschaft bei den Dienstleistungsdaten. Sowohl die S&P Global Services PMI-Daten als auch die ISM Non-Manufacturing PMI-Daten bestätigten eine weiterhin starke Aktivität im Servicesektor.
Bei den Inflationsdaten waren vor allem die ISM Manufacturing Prices und die ISM Non-Manufacturing Prices wichtig. Beide zeigten, dass Unternehmen weiterhin steigende Kosten melden. Das bedeutet, dass der Inflationsdruck zwar nicht explodiert, aber weiterhin vorhanden bleibt.
Zusätzlich kommt die Entwicklung am Ölmarkt hinzu. Öl notiert weiterhin oberhalb der wichtigen 90-Dollar-Marke und stellt damit einen potenziellen Inflationsfaktor für die kommenden Monate dar.
Das Gesamtbild lautet daher aktuell: Die Wirtschaft bleibt stark, der Arbeitsmarkt bleibt stark und die Inflation geht zwar zurück, aber deutlich langsamer als von vielen Marktteilnehmern gewünscht.
Genau diese Kombination ist problematisch für schnelle Zinssenkungen.
NFP-Special Freitag
Der Freitag war ohne Zweifel der wichtigste Handelstag der Woche.
Die Average Hourly Earnings lagen mit 0,3 % exakt auf den Erwartungen. Gleichzeitig blieb die Jahresrate bei 3,4 %. Das bedeutet weiterhin steigende Löhne und damit grundsätzlich weiterhin Inflationsdruck. Höhere Löhne bedeuten mehr Kaufkraft, gleichzeitig steigen aber auch die Kosten der Unternehmen. Diese Kosten werden langfristig häufig an die Verbraucher weitergegeben.
Die größte Überraschung kam anschließend bei den Non-Farm Payrolls. Erwartet wurden lediglich 85.000 neue Stellen. Gemeldet wurden dagegen 172.000 neue Stellen. Zwar wurde der Vormonat nach oben revidiert, trotzdem lag der aktuelle Wert deutlich über den Erwartungen und bestätigte erneut die Stärke des US-Arbeitsmarktes.
Zusätzlich blieb die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,3 %. Das bedeutet, dass trotz zusätzlicher Beschäftigung keine Verschlechterung des Arbeitsmarktes sichtbar wurde.
Zusammengefasst erhielten die Märkte damit genau die Datenkombination, die sie aktuell eigentlich nicht sehen wollten: starke Wirtschaft, starker Arbeitsmarkt und weiterhin bestehender Inflationsdruck.
Die Folge war eindeutig. Zinssenkungen wurden unmittelbar ausgepreist. Die Renditen stiegen stark an, der US-Dollar legte deutlich zu und Risk Assets gerieten unter Druck.
Dazu blieb die erhoffte Deeskalation mit Deal zwischen USA und Iran im Nahen Osten aus und wurde erstmal wieder auf Eis gelegt, daraus ergibt sich ein starkes short Momentum.
Die Kombination aus diesem bisher sehr starken Q2 2026, in dem nahe zu alle Indizes auf ATH stehen und den nun ernüchternden Fundamentaldaten triggert natürlich Gewinnmitnahmen von Rekordständen.
Charttechnik & Märkte im Überblick
Beim Ölmarkt sahen wir erneut eine äußerst volatile Woche. Nach einem starken Wochenstart konnte WTI zunächst deutlich zulegen und zwischenzeitlich sogar die wichtige 95-Dollar-Zone überschreiten. Dabei wurde das offene Gap im Bereich von rund 97 Dollar geschlossen. Anschließend setzte jedoch eine deutliche Gegenbewegung ein. Die Woche endete bei rund 90,94 Dollar und damit dennoch rund 2,8 % höher als in der Vorwoche. Besonders wichtig bleibt die Tatsache, dass Öl weiterhin oberhalb der psychologisch extrem wichtigen 90-Dollar-Marke notiert. Die Märkte preisen aktuell keine vollständige Eskalation im Nahen Osten ein, gleichzeitig aber auch keine nachhaltige Entspannung.
Am Anleihemarkt wurde die Neubewertung besonders deutlich sichtbar. Zu Wochenbeginn waren die Bewegungen noch relativ ruhig. Am Freitag kam es jedoch zu einem starken Renditeanstieg über die gesamte Kurve hinweg. Die Renditen der 3-jährigen US-Staatsanleihen stiegen um rund 2,5 %, die 5-jährigen um rund 2 %, die 10-jährigen um 1,27 % und die 30-jährigen um 0,42 %. Die Märkte preisen damit zunehmend aus, dass kurzfristig mehrere Zinssenkungen folgen könnten. Höhere Renditen bedeuten gleichzeitig Gegenwind für Aktienmärkte und Risk Assets.
Der DXY profitierte direkt von dieser Entwicklung. Bis Freitag bewegte sich der Dollar weitgehend seitwärts, ehe die NFP-Daten den Ausbruch lieferten. Der Dollarindex konnte die wichtige 100-Punkte-Marke zurückerobern und schloss die Woche mit einem Plus von rund 1,16 %. Damit befindet sich der DXY erneut an der Oberseite seiner seit April 2025 bestehenden Range. Entscheidend wird nun sein, ob die Zone um 100,5 nachhaltig überwunden werden kann. Sollte die Wirtschaft weiterhin stark bleiben und Zinssenkungen weiter nach hinten verschoben werden, könnte sich die Dollarstärke fortsetzen.
Auch der VIX zeigte die zunehmende Nervosität der Marktteilnehmer. Während die Woche zunächst relativ ruhig verlief, explodierte die Volatilität am Freitag regelrecht. Der VIX legte um knapp 40 % zu und schloss wieder oberhalb der wichtigen 20-Punkte-Marke bei rund 21,5 Punkten. Damit signalisiert der Markt erstmals seit längerer Zeit wieder deutlich steigende Unsicherheit.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Bei Nvidia sahen wir eine äußerst turbulente Handelswoche. Nach einem starken Wochenstart und neuen Hochs kam es ab Dienstag zu massiven Gewinnmitnahmen. Vom Hoch bei rund 232 Dollar fiel die Aktie bis Freitag um rund 12 %. Allein am Freitag verlor Nvidia rund 6,3 %. Besonders kritisch ist dabei, dass die Unterstützungszone zwischen 208 und 212 Dollar unterschritten wurde. Damit rückt nun der Bereich zwischen 198 und 200 Dollar als nächster relevanter Support in den Fokus.
Bitcoin
Auch Bitcoin setzte seine Schwäche fort. Die Kryptowährung verlor auf Wochenbasis rund 17,85 % und fiel sogar zeitweise unter die Marke von 60.000 Dollar. Besonders auffällig war die fehlende Kaufdynamik. Praktisch die gesamte Woche war von Verkaufsdruck geprägt. Nun wird entscheidend sein, ob sich im Bereich um 60.000 Dollar eine neue Range etablieren kann oder ob die Korrektur weiter in Richtung 50.000 Dollar läuft.
SPX
Der S&P 500 markierte zu Wochenbeginn zunächst noch neue Allzeithochs. Die Dynamik ließ jedoch von Tag zu Tag nach. Bereits am Mittwoch kamen die ersten stärkeren Gewinnmitnahmen auf. Nach einer kurzfristigen Stabilisierung am Donnerstag folgte am Freitag der eigentliche Abverkauf. Der Index verlor rund 2,7 % und schloss bei etwa 7.384 Punkten. Besonders bemerkenswert ist, dass wir hier die erste wirklich bärische Wochenkerze seit rund neun Wochen gesehen haben.
NASDAQ
Ein ähnliches Bild zeigte sich im Nasdaq. Zu Wochenbeginn wurden ebenfalls neue Allzeithochs erreicht. Danach folgten zunehmende Gewinnmitnahmen, die am Freitag in einen deutlichen Abverkauf übergingen. Die Woche endete mit einem Minus von rund 5,5 %. Trotz dieser Schwäche muss die Bewegung jedoch eingeordnet werden. Seit Anfang April war der Nasdaq zuvor rund 35 % gestiegen. Im Verhältnis dazu handelt es sich aktuell noch um eine normale Korrektur innerhalb eines weiterhin intakten Aufwärtstrends.
US30
Auch der Dow Jones zeigte zunächst neue Allzeithochs. Besonders interessant war hier der starke Donnerstag, an dem der Index um rund 1,8 % zulegen konnte und neue Höchststände markierte. Am Freitag wurde diese Bewegung jedoch nahezu vollständig wieder abverkauft. Die Woche endete leicht negativ bei rund 50.740 Punkten und damit wieder unterhalb der wichtigen 51.000-Punkte-Marke.
DAX charttechnischer Rückblick
Der DAX zeigte in KW23 ebenfalls deutliche Schwächesignale. Bereits in der Vorwoche hatten wir erste Rejections im Bereich der Hochs gesehen. Diese Schwäche setzte sich nun fort. Auf Wochenbasis verlor der deutsche Leitindex rund 2,4 %.
Besonders auffällig war, dass der DAX die wichtige Zone um 25.000 Punkte nicht zurückerobern konnte. Bereits am Mittwoch wurde die Marke unterschritten. Die anschließenden Erholungsversuche am Donnerstag und Freitag scheiterten. Die Woche endete schließlich bei rund 24.437 Punkten.
Damit notiert der DAX nun unterhalb einer technisch äußerst wichtigen Zone. In diesem Bereich befinden sich mehrere Quartals- und Jahresschlusskurse, darunter der Jahresschlusskurs 2025, der Eröffnungskurs des aktuellen Jahres sowie weitere wichtige Referenzpunkte aus den vergangenen Quartalen. Genau deshalb besitzt die Zone um 24.500 Punkte aktuell eine besonders hohe Bedeutung.
Entscheidend wird nun sein, ob die Käufer diese Marke schnell zurückerobern können oder ob die Korrektur zunächst in Richtung 24.000 Punkte ausgeweitet wird.
Fazit
Insgesamt haben wir in KW23 erstmals seit langer Zeit wieder spürbare Gewinnmitnahmen in nahezu allen großen Risk Assets gesehen. Besonders betroffen waren Nvidia, Bitcoin, Nasdaq, S&P 500, Dow Jones und auch der DAX. Der Auslöser war dabei nicht nur die zunehmende Unsicherheit im Nahen Osten, sondern vor allem die überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Diese führten zu steigenden Renditen, einem deutlich stärkeren US-Dollar und einer Neubewertung der Zinssenkungserwartungen.
Trotzdem bleibt wichtig festzuhalten, dass sich die großen Indizes weiterhin in übergeordneten Aufwärtstrends befinden. Seit März beziehungsweise April haben wir im Nasdaq einen Anstieg von rund 35 % und im S&P 500 einen Anstieg von rund 20 % gesehen – nahezu ohne nachhaltige Korrektur. Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Rücksetzer zunächst normale Gewinnmitnahmen und noch kein Beweis für einen größeren Trendwechsel.
Die kommende Woche dürfte nun entscheidend werden. Mit den CPI-Daten am Mittwoch und der EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag stehen zwei Ereignisse an, die den weiteren Kursverlauf maßgeblich beeinflussen können.
Wie seht ihr die aktuelle Situation? Weitet sich die Korrektur in der kommenden Woche weiter aus oder sehen wir bereits rund um die CPI-Daten die Rückkehr der Bullen?
M orgen folgt mein ausführlicher Wochenausblick für die KW24 inklusive detaillierter YouTube-Analyse, konkreter Trading-Setups und aller wichtigen Zonen und Fundamental Daten für die kommende Handelswoche.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
DAX Tagesausblick 08. Juni – 24.500er Zone heute entscheidend!Kurz vorab
Ich habe zusätzlich ein ausführliches Video zum Wochenausblick veröffentlicht, in dem ich detailliert auf die wichtigsten fundamentalen Entwicklungen, geopolitischen Risiken, Wirtschaftsdaten sowie die wichtigsten Setups bei DAX, Nasdaq, S&P 500, Bitcoin, Nvidia, Öl, US-Dollar und weiteren Märkten eingehe.
Den Link zum Video findet ihr wie gewohnt auf meinem Profil.
Der heutige Tagesausblick konzentriert sich auf die wichtigsten Entwicklungen zum Wochenstart sowie die relevanten charttechnischen Szenarien für die großen Märkte.
Fundamentale und geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch zum Start der neuen Handelswoche einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Finanzmärkte. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Situation rund um Iran, Israel und die USA.
Während die Märkte in den vergangenen Wochen zeitweise verstärkt auf eine diplomatische Lösung gesetzt hatten, blieb eine endgültige Einigung bislang aus. Gleichzeitig kam es zuletzt erneut zu militärischen Aktivitäten, gegenseitigen Drohungen und neuen Spannungen in der Region.
Über das Wochenende sorgten insbesondere Meldungen über Angriffe auf US-Stützpunkte im Nahen Osten, Luftalarm in Bahrain sowie abgefangene Raketen- und Drohnenangriffe in Kuwait für erhöhte Aufmerksamkeit. Gleichzeitig zeigen die bisherigen Marktreaktionen, dass Investoren aktuell zwar eine erhöhte Unsicherheit einpreisen, bislang jedoch noch nicht von einer unkontrollierten Eskalation ausgehen.
Bemerkenswert bleibt dabei insbesondere die Entwicklung am Ölmarkt. Trotz der zuletzt vergleichsweise ruhigen Entwicklung an den Rohstoffmärkten führte die aktuelle Nachrichtenlage bereits zum Wochenstart zu deutlichen Aufschlägen beim Ölpreis. Damit zeigt sich erneut, wie sensibel die Märkte derzeit auf neue Schlagzeilen aus dem Nahen Osten reagieren.
Für die Finanzmärkte bleibt entscheidend, ob es in den kommenden Tagen zu weiteren Eskalationen kommt oder ob diplomatische Bemühungen wieder stärker in den Vordergrund rücken. Neue Spannungen hätten unmittelbare Auswirkungen auf Ölpreise, Inflationserwartungen, Volatilität und damit letztendlich auch auf die Entwicklung der globalen Aktienmärkte.
Abseits der geopolitischen Entwicklungen bleibt Nvidia weiterhin einer der wichtigsten Einzelwerte für die Stimmung im gesamten Technologiesektor. Zuletzt sorgten weitere positive Unternehmensmeldungen und neue Partnerschaften für konstruktive Schlagzeilen. Gleichzeitig achten Marktteilnehmer jedoch zunehmend darauf, ob die zuletzt sehr hohen Bewertungen weiterhin durch Fundamentaldaten gerechtfertigt werden können.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Der heutige Handelstag verläuft aus fundamentaler Sicht vergleichsweise ruhig.
Der Fokus der gesamten Handelswoche liegt weiterhin auf Mittwoch und Donnerstag.
Am Mittwoch werden die US-Verbraucherpreisdaten (CPI) veröffentlicht. Nach den überraschend starken Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche gelten diese Zahlen als wichtigstes Event der gesamten Handelswoche. Die Märkte werden genau beobachten, ob sich der Inflationsdruck erneut beschleunigt und mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve weiter nach hinten verschoben werden müssen.
Am Donnerstag folgt die Zinsentscheidung der EZB. Zusätzlich stehen weitere Inflationsdaten auf Produzentenebene (PPI) sowie neue Arbeitsmarktdaten auf dem Programm.
Insgesamt dürfte die Kombination aus Inflation, Geldpolitik und geopolitischen Entwicklungen im weiteren Wochenverlauf für erhöhte Volatilität sorgen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt startet mit einem deutlichen Gap-Up in die neue Handelswoche. Aktuell notiert US Oil bei rund 94,30 US-Dollar und damit mehr als 4 % über dem Wochenschlusskurs vom Freitag.
Verantwortlich hierfür dürften vor allem die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten sein.
Für mich bleibt nun entscheidend, ob sich der Markt oberhalb der 95-Dollar-Marke etablieren kann. Diese Zone entspricht gleichzeitig dem Weekly High der KW22 und stellt eine wichtige technische Hürde dar.
Sollte ein Daily Close oberhalb dieser Marke gelingen, würde anschließend das Wochenhoch der vergangenen Woche bei rund 97 Dollar in den Fokus rücken.
Um kurzfristig bearish zu bleiben, sollte der Markt dagegen weiterhin unterhalb der 95-Dollar-Marke schließen.
US-Staatsanleihen
Auch die US-Staatsanleihen zeigen zum Wochenstart deutliche Stärke.
Besonders auffällig sind die Bewegungen bei den kürzeren Laufzeiten. Die dreijährigen Anleihen notieren rund 1,07 % im Plus, die fünfjährigen Anleihen rund 1,08 %, die zehnjährigen Anleihen knapp 0,97 % und die dreißigjährigen Anleihen etwa 0,60 % höher.
Zusätzlich wurden die Hochs der Vorwoche bereits überschritten.
Damit bleibt das Thema steigender Renditen und eine mögliche Verschiebung zukünftiger Zinssenkungen weiterhin ein wichtiger Belastungsfaktor für Risk Assets.
DXY
Der US-Dollar-Index startet ebenfalls mit einem leichten Gap-Up in die neue Woche.
Die Hochs der Vorwoche wurden bereits überschritten und die psychologisch wichtige 100-Punkte-Marke konnte erneut erfolgreich verteidigt werden. Solange sich der DXY oberhalb von 100 Punkten halten kann, bleibt für mich ein Anstieg in Richtung 100,50 Punkte das wahrscheinlichste Szenario. Ein starker US-Dollar bleibt dabei insbesondere für EUR/USD, Gold und zahlreiche Risk Assets ein wichtiger Gegenwind.
VIX
Der Volatilitätsindex notiert nach einem kleinen Gap-Up aktuell wieder knapp unterhalb der Marke von 20 Punkten.
Trotz der erhöhten geopolitischen Unsicherheit konnte der VIX bislang keine nachhaltige Dynamik nach oben entwickeln. Für die kommenden Handelstage bleibt der VIX dennoch einer der wichtigsten Frühindikatoren für die allgemeine Risikobereitschaft institutioneller Marktteilnehmer.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia zeigt vorbörslich bereits erste Stabilisierungstendenzen und notiert aktuell leicht im Plus bei rund 208,50 US-Dollar.
Trotz der positiven Unternehmensmeldungen bleibt die charttechnische Situation zunächst unverändert. Für die Bullen wäre eine nachhaltige Stabilisierung oberhalb von 212 Dollar entscheidend. Sollte diese Rückeroberung nicht gelingen und das aktuelle Wochentief unterschritten werden, bleibt eine Ausweitung der Korrektur in den Bereich zwischen 200 und 198 Dollar weiterhin möglich.
Bitcoin
Bitcoin konnte zuletzt den ersten positiven Daily Close seit mehreren Handelstagen ausbilden.
Für eine nachhaltigere Erholung wäre nun ein Bruch des gestrigen Tageshochs erforderlich. In diesem Fall könnte sich weiteres Potenzial in Richtung 66.000 US-Dollar eröffnen. Gelingt dies nicht, bleibt ein erneuter Test der wichtigen Unterstützung bei 60.000 Dollar das wahrscheinlichste Szenario.
S&P 500
Beim S&P 500 bleibt die Zone um 7.500 Punkte weiterhin die wichtigste kurzfristige Entscheidungsmarke.
Zwar konnte das Wochenhoch zunächst nahezu erreicht werden, allerdings kam es dort erneut zu Verkäufen. Sollte die Zone um 7.500 Punkte als Widerstand bestätigt werden, bleibt eine Fortsetzung der laufenden Korrektur möglich. Fällt der Markt erneut unter 7.350 Punkte, bleibt das nächste größere Ziel unverändert im Bereich von 7.250 Punkten.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigt zum Wochenstart erste Stabilisierungstendenzen und konnte sich zunächst oberhalb der 29.000-Punkte-Marke halten.
Für das bullische Szenario wäre nun eine Fortsetzung der Erholung in Richtung 29.500 Punkte sowie anschließend 30.000 Punkte denkbar. Auf der Unterseite bleibt die Marke von 28.500 Punkten entscheidend. Ein nachhaltiger Bruch könnte die Korrektur bis in den Bereich von 27.500 Punkten ausweiten. Besonders die CPI-Daten am Mittwoch dürften maßgeblich über die weitere kurzfristige Richtung entscheiden.
US30
Beim Dow Jones wurde das Wochentief bereits unterschritten, wodurch sich das Chartbild aktuell etwas schwächer präsentiert als bei Nasdaq und S&P 500.
Für mich bleibt nun besonders interessant, ob wir einen erneuten Retest der Zone um 51.000 Punkte sehen.
Dort könnten sich interessante Short-Setups ergeben, mit möglichen Zielen im Bereich von 50.500 beziehungsweise 50.000 Punkten. Sollte sich der Markt dagegen wieder nachhaltig oberhalb von 51.000 Punkten etablieren, würde dies das bullische Szenario stärken und weiteres Potenzial in Richtung 51.500 Punkte eröffnen.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX startet mit erhöhter Unsicherheit in die neue Handelswoche und hat bereits das Wochentief der Vorwoche unterschritten.
Im Bereich von 24.300 Punkten konnte zunächst erste bullische Gegenwehr beobachtet werden. Gleichzeitig bleibt die Zone um 24.500 Punkte für mich die mit Abstand wichtigste Entscheidungsmarke des heutigen Handelstages.
Für ein nachhaltiges bullisches Momentum wäre entscheidend, dass sich der Markt oberhalb dieser Zone stabilisieren kann . Gelingt zusätzlich ein Ausbruch sowie ein Schlusskurs oberhalb der H4-Hochs bei rund 24.620 Punkten, würde sich weiteres Potenzial in Richtung Monatshoch April sowie Jahreshoch 2025 bei rund 24.800 Punkten eröffnen.
Bei anhaltender Dynamik wäre anschließend sogar ein Anlauf der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke denkbar.
Bullisches Szenario
Die Zone um 24.500 Punkte wird erfolgreich verteidigt.
Anschließend gelingt die Rückeroberung der H4-Hochs bei 24.620 Punkten.
In diesem Fall rücken zunächst 24.800 Punkte und anschließend die Marke von 25.000 Punkten in den Fokus.
Bearishes Szenario
Der DAX unterschreitet das aktuelle Tagestief und verliert damit die kurzfristige Stabilisierung.
In diesem Fall rückt zunächst die Unterstützung im Bereich von 24.200 Punkten in den Fokus.
Sollte auch diese Zone keinen Halt bieten, wäre eine Ausweitung der Korrektur bis an die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke denkbar.
Fazit
Fundamental dürfte der heutige Handelstag zunächst vergleichsweise ruhig verlaufen. Die größten Impulse der Woche werden voraussichtlich erst durch die CPI-Daten am Mittwoch sowie die geldpolitischen Entscheidungen und Pressekonferenzen am Donnerstag ausgelöst.
Bis dahin bleiben insbesondere die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, die Bewegungen am Ölmarkt, die Entwicklung des US-Dollars sowie die Renditen der US-Staatsanleihen die wichtigsten Einflussfaktoren für die Märkte.
Trotz der jüngsten Korrekturen befinden sich die großen Risk Assets weiterhin in übergeordnet bullischen Marktstrukturen. Ob die aktuellen Rücksetzer bereits attraktive Kaufgelegenheiten darstellen oder ob die Korrektur zunächst weiterläuft, dürfte sich maßgeblich in den kommenden Tagen entscheiden.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Setzt sich die Korrektur bei den Risk Assets fort oder sehen wir bereits wieder erste attraktive Buy-the-Dip-Chancen?
DAX Tagesausblick 04. Juni – Kommt jetzt die große Korrektur?Bevor wir starten: '
Heute wird noch ein ausführlicheres YouTube Video speziell zu den morgigen US-Arbeitsmarktdaten (NFP) erscheinen. Dort gehe ich deutlich detaillierter auf die verschiedenen Szenarien, mögliche Marktreaktionen und die wichtigsten Levels ein. Wer sich auf den wichtigsten Makro Event der Woche vorbereiten möchte, sollte dort unbedingt vorbeischauen.
Wie immer handelt es sich hierbei um keine Anlageberatung, sondern ausschließlich um meine persönliche Markteinschätzung.
Fundamentale und geopolitische Lage
Die Märkte standen gestern erneut stark unter dem Einfluss der geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Nachrichtenlage rund um Israel, den Iran, die USA und die gesamte Region bleibt angespannt und sorgt weiterhin für erhebliche Unsicherheit an den Finanzmärkten.
Im Fokus standen erneut Berichte über mögliche Fortschritte bei diplomatischen Gesprächen, gleichzeitig aber auch neue Spannungen und militärische Entwicklungen. Die USA arbeiten weiterhin an verschiedenen Szenarien zur Stabilisierung der Lage. Gleichzeitig sorgen zahlreiche Aussagen von Donald Trump, Meldungen rund um Benjamin Netanjahu sowie Berichte über mögliche Angriffe und Sicherheitsrisiken im Bereich Kuwait, Bahrain und der Straße von Hormus für erhöhte Nervosität.
Besonders die Straße von Hormus bleibt dabei der zentrale Faktor für die Rohstoffmärkte. Ein erheblicher Teil der weltweiten Öltransporte verläuft durch diese Region. Jede neue Meldung über mögliche Eskalationen oder diplomatische Fortschritte führt deshalb unmittelbar zu starken Bewegungen bei Öl, Staatsanleihen, Währungen und den Aktienmärkten.
Hinzu kamen weitere marktrelevante Nachrichten aus dem Technologiesektor. Die geplante IPO von SpaceX sorgt weiterhin für Aufmerksamkeit. Besonders interessant dabei ist, dass Elon Musk trotz Börsengang weiterhin rund 82,4 % der Stimmrechte kontrollieren soll. Darüber hinaus standen Entwicklungen rund um Alphabet, Google, Anthropic sowie die bevorstehenden Broadcom Zahlen im Fokus der Investoren.
Insgesamt führte die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, steigenden Ölpreisen und vorsichtiger Positionierung vor den morgigen Arbeitsmarktdaten zu einer deutlichen Risk Off Bewegung. Risk Assets standen gestern unter Druck und zeigten erste größere Gewinnmitnahmen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Auch auf der makroökonomischen Seite war gestern einiges geboten.
Zusätzlich zu den geopolitischen Entwicklungen standen gestern mehrere Aussagen von EZB- und Fed-Vertretern im Fokus der Märkte. Dabei überwog insgesamt ein eher restriktiver beziehungsweise hawkisher Ton.
EZB-Direktor Elderson betonte erneut die Risiken einer weiterhin hartnäckigen Inflation und signalisierte, dass die EZB auch nach der nächsten Zinssitzung wachsam bleiben müsse. Die Marktteilnehmer rechnen inzwischen zunehmend damit, dass der Zins Pfad in Europa länger restriktiv bleiben könnte als noch vor einigen Wochen erwartet, daher auch der stärkere Abverkauf bei Europäischen Aktien.
Auch von Seiten der US-Notenbank kamen keine Signale für eine kurzfristige Lockerung der Geldpolitik. Fed-Mitglieder wie Logan und Williams betonten weiterhin die Bedeutung der Inflationsbekämpfung und machten deutlich, dass die Federal Reserve bei anhaltend robusten Wirtschaftsdaten keinen unmittelbaren Handlungsdruck für Zinssenkungen sieht.
Zusätzlichen Druck auf die Märkte brachte die Aussage von Bessent, der darauf hinwies, dass das weiterhin starke Konsumwachstum ein Problem für den Kampf gegen die Inflation darstellen könnte. Insgesamt verstärkten die Aussagen der Notenbankvertreter daher die Wahrnehmung, dass sowohl die EZB als auch die Fed aktuell keinen Grund sehen, ihre restriktive Haltung deutlich aufzuweichen, sondern eher von gegen Maßnahmen sprechen.
Diese Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, steigenden Ölpreisen, robusten Konjunkturdaten und weiterhin restriktiven Notenbankkommentaren sorgte gestern für zusätzlichen Gegenwind bei Aktien und anderen Risk Assets.
Bei den Wirtschaftsdaten stand zunächst der ADP Nonfarm Employment Change für Mai im Fokus. Die Beschäftigung im Privatsektor stieg um 122.000 Stellen und lag damit über den Erwartungen von 118.000. Der Vormonat wurde zudem von 109.000 auf 105.000 nach unten revidiert. Insgesamt zeigen die Daten weiterhin einen robusten US-Arbeitsmarkt. Für die Fed bedeutet ein stärkerer Arbeitsmarkt grundsätzlich weniger Druck für schnelle Zinssenkungen.
Der S&P Global Services PMI lag bei 50,7 Punkten und damit leicht unter den Erwartungen von 50,9. Trotz des kleinen Rückgangs bleibt der Index weiterhin über der wichtigen Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert damit weiterhin Expansion im Dienstleistungssektor.
Deutlich stärker fiel hingegen der ISM Non-Manufacturing PMI aus. Der Index stieg auf 54,5 Punkte und übertraf sowohl die Prognose von 53,7 als auch den Vormonatswert von 53,6 deutlich. Dies signalisiert weiterhin eine robuste wirtschaftliche Aktivität im US-Dienstleistungssektor.
Der ISM Non-Manufacturing Prices Index fiel leicht auf 71,3 Punkte gegenüber einer Erwartung von 72,3 Punkten. Trotz des Rückgangs bleibt das Preisniveau weiterhin sehr hoch und deutet auf anhaltenden Inflationsdruck hin.
Besonders interessant waren auch die Rohöllagerbestände. Erwartet wurde ein Rückgang von 2,9 Millionen Barrel. Tatsächlich lagen die Bestände jedoch bei minus 7,974 Millionen Barrel. Ein derart starker Lagerabbau deutet auf eine deutliche Verknappung des Angebots hin und wirkt grundsätzlich unterstützend beziehungsweise bullisch auf den Ölpreis.
Heute richtet sich der Fokus ausschließlich auf die Initial Jobless Claims in den USA. Erwartet werden 214.000 neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe nach zuvor 215.000.
Der wichtigste Termin der gesamten Woche folgt jedoch morgen . Um 15:30 Uhr stehen die Average Hourly Earnings, die Nonfarm Payrolls sowie die US-Arbeitslosenquote auf dem Kalender. Die Erwartungen liegen aktuell bei 95.000 neuen Stellen, einer Arbeitslosenquote von 4,3 % sowie einem Anstieg der Stundenlöhne um 0,3 %. Diese Daten dürften die Richtung für die Märkte in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölpreis konnte gestern bereits den dritten bullischen Tagesschlusskurs in Folge seit Wochenbeginn ausbilden. Besonders wichtig ist dabei, dass wir wieder oberhalb der 95 Dollar Marke sowie oberhalb des Wochenhochs der Vorwoche schließen konnten.
Aktuell notiert Öl erneut im Bereich dieser wichtigen Zone. Für mich bleibt nun entscheidend, ob sich der Markt nachhaltig über 95 Dollar etablieren kann. Gelingt dies, sehe ich weiteres Potenzial in Richtung 98 Dollar sowie anschließend einen erneuten Angriff auf die psychologisch wichtige 100 Dollar Marke.
Sollten wir hingegen wieder unter 95 Dollar zurückfallen, würde sich das Bild zunächst eintrüben und eine Bewegung zurück in Richtung 88 Dollar wahrscheinlicher werden.
Die weitere Entwicklung bleibt dabei unmittelbar von den geopolitischen Nachrichten rund um den Nahen Osten und insbesondere von der Situation in der Straße von Hormus abhängig.
US-Staatsanleihen
Bei den US-Staatsanleihen sahen wir gestern über nahezu alle Laufzeiten hinweg starke Anstiege. Sowohl 3-jährige, 5-jährige, 10-jährige als auch 30-jährige Anleihen konnten teilweise um rund 1 % zulegen.
Heute sehen wir zwar ein leichtes Gap Down, insgesamt zeigt die Entwicklung aber weiterhin, wie sensibel die Märkte aktuell auf geopolitische Entwicklungen und Wirtschaftsdaten reagieren.
Gerade im Zusammenhang mit den morgigen NFP-Daten bleibt das Risiko weiterer starker Bewegungen bei Renditen und Anleihen sehr hoch.
DXY – US-Dollar Index
Der US-Dollar profitierte gestern von der Bewegung am Anleihemarkt und legte rund 0,35 % zu.
Besonders wichtig war dabei der Schlusskurs oberhalb der zentralen 99,50-Punkte-Marke. Für mich bleibt nun entscheidend, ob das gestrige Tageshoch nach oben durchbrochen werden kann. Sollte dies gelingen, sehe ich weiteres Potenzial in Richtung der psychologisch wichtigen 100-Punkte-Marke.
Kann der Dollar hingegen das gestrige Hoch nicht überwinden, bleibt das gestrige Tagestief bei 99,18 Punkten die entscheidende Unterstützung.
Volatilitätsindex (VIX)
Der Volatilitätsindex zeigte gestern zwar einen kurzfristigen Anstieg, bleibt mit einem Stand von rund 16,05 Punkten jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise entspannten Niveau.
Von echter Panik kann aktuell trotz der Gewinnmitnahmen also noch keine Rede sein.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia steht seit Dienstag verstärkt unter Druck. Gestern folgte mit einem Tagesverlust von rund 3,6 % ein weiterer schwacher Handelstag.
Der Markt befindet sich aktuell im Retest des offenen Gaps vom Monatsanfang. Für mich bleibt die entscheidende Unterstützungszone weiterhin zwischen 212 und 208 Dollar.
Solange dieser Bereich hält, bleibe ich grundsätzlich bullisch. Sollte die Zone jedoch aufgegeben werden, rückt als nächstes wichtiges Unterstützungsniveau die psychologisch relevante 200-Dollar-Marke in den Fokus.
Bitcoin
Bitcoin zeigte sich ebenfalls schwach und wurde in der Nacht erneut deutlich abverkauft. Aktuell notiert der Markt wieder knapp oberhalb von 64.000 Dollar.
Für mich bleibt die wichtigste Unterstützung das Tief im Bereich von 60.000 Dollar. Solange dieses Level verteidigt wird, bleibt eine Stabilisierung möglich.
Sollte die Marke von 60.000 Dollar jedoch nachhaltig nach unten brechen, würde sich das charttechnische Bild deutlich verschlechtern und weitere Abgaben wären wahrscheinlich.
Auf der Long-Seite bleibe ich aktuell vorsichtig. Neue Long-Positionen erscheinen für mich erst dann interessant, wenn wir wieder klare bullische Daily-Schlusskurse sehen.
S&P 500
Der S&P 500 verzeichnete gestern erstmals seit mehreren Wochen wieder einen stärkeren Rücksetzer und schloss rund 0,75 % im Minus.
Die Daily-Kerzen wurden bereits in den vergangenen Tagen kleiner und signalisierten nachlassende Dynamik. Heute wurde bereits das gestrige Tagestief unterschritten.
Entscheidend bleibt nun die Zone zwischen 7.530 und 7.500 Punkten. Dort befindet sich aktuell das wichtigste Unterstützungsniveau.
Kann sich der Markt dort stabilisieren, bleibt ein erneuter Angriff auf die Hochs im Bereich von 7.600 Punkten möglich.
Fällt hingegen auch die 7.500-Punkte-Marke, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur in Richtung 7.400 Punkte.
Nasdaq
Auch der Nasdaq zeigte gestern erste stärkere Gewinnmitnahmen und verlor rund 0,9 %.
Heute wurde bereits das gestrige Tagestief unterschritten. Für mich bleibt nun entscheidend, ob die Zone um 30.500 Punkte als Widerstand fungiert.
Sollte der Markt dort erneut abgewiesen werden, wäre ein Rücksetzer in Richtung 30.200 Punkte und anschließend zur psychologisch wichtigen 30.000-Punkte-Marke denkbar.
Kann sich der Nasdaq hingegen wieder nachhaltig über 30.500 Punkte etablieren, bleibt für mich weiterhin ein Angriff auf die Allzeithochs das bevorzugte Szenario.
US30
Der Dow Jones zeigte gestern die stärksten Gewinnmitnahmen der großen US-Indizes und verlor rund 1,3 %. Nach dem neuen Allzeithoch am Dienstag schloss der Markt im Bereich von 50.700 Punkten.
Für mich bleibt die 51.000-Punkte-Marke nun die entscheidende Zone. Sollte der Markt diesen Bereich von unten testen und dort erneut abgewiesen werden, könnte ein weiterer Rücklauf in Richtung 50.500 Punkte folgen. Für neue Short-Szenarien wäre jedoch zunächst ein nachhaltiger Bruch unter den gestrigen Tagestief bei 50.690 Punkten erforderlich.
Long-Setups werden für mich erst wieder interessant, wenn sich der Markt nachhaltig oberhalb von 51.000 Punkten stabilisieren kann und erneut Richtung Allzeithochs marschiert.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX stand gestern massiv unter Druck und zeigte nach den deutlichen Rejections vom Montag und Dienstag schließlich den erwarteten Verkaufsimpuls.
Auf Tagesbasis verlor der Markt rund 1,73 % und schloss deutlich unter der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke. Zusätzlich wurde die zentrale Zone aus Monatshoch April und Jahreshoch 2025 zwischen 24.770 und 24.800 Punkten nach unten durchbrochen.
Aktuell hat der Markt zunächst Unterstützung im Bereich von 24.650 Punkten gefunden. Dort befindet sich gleichzeitig ein wichtiges Quartalshochpreislevel aus Juli 2025. Für die bullische Seite bleibt nun entscheidend, dass wir uns im Tagesverlauf wieder oberhalb der Zone zwischen 24.770 und 24.800 Punkten etablieren können.
Gelingt dies, würde sich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass wir zunächst das Wochentief der Kalenderwoche 22 bei 24.911 Punkten zurückerobern und anschließend erneut die Schlüsselmarke bei 25.000 Punkten angreifen.
Das bearische Szenario aktiviert sich für mich erst dann wirklich, wenn der Markt nachhaltig unter 24.630 Punkten schließt. In diesem Fall würde sich das Korrekturpotenzial zunächst bis in den Bereich von 24.500 Punkten ausweiten.
Trotz des deutlichen Rücksetzers bleibe ich insgesamt weiterhin konstruktiv. Gewinnmitnahmen nach der starken Rally der vergangenen Wochen sind völlig normal und die übergeordnete Marktstruktur bleibt bislang intakt.
Deshalb würde ich aktuell zwar die Risiken nicht ignorieren, gleichzeitig aber auch vorsichtig mit aggressiven Short-Positionierungen sein. Wie am Wochenanfang gesagt, wurde extrem viel Optimismus eingepreist über die letzten Wochen im Bezug auf die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten. Wenn die Dynamik hier abflacht, entstehen größere Risk Off Bewegungen wie gestern.
Kein Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Abschließend wünsche ich euch allen erfolgreiche und vor allem stabile Trades für den heutigen Handelstag.
Wie seht ihr die aktuelle Situation bei den Risk Assets? Sehen wir gerade den Beginn einer größeren Korrektur oder handelt es sich lediglich um normale Gewinnmitnahmen vor den morgigen NFP-Daten?
Ich bin gespannt auf eure Einschätzungen.
Bitcoin 1D: Dead-Cat-Bounce oder Trendwende?Bitcoin nach dem Dump: Technischer Bounce oder nächste Abwärtswelle?
Nach dem starken Dump der letzten beiden Tage steht Bitcoin nun in einer wichtigen Entscheidungszone zwischen 66.000 und 69.000 USDT.
In diesem Bereich liegt aktuell eine relevante Volumenzone, weshalb zunächst eine technische Gegenbewegung möglich ist.
Kurzfristig könnte BTC die offenen Vector-Candle- bzw. Ineffizienzbereiche oberhalb des aktuellen Kurses anlaufen. Der Bereich um 70.600 USDT dient dabei als erste wichtige Orientierung. Sollte Bitcoin dort Stabilität aufbauen und anschließend höhere Hochs sowie höhere Tiefs ausbilden, wäre ein weiterer Rücklauf in Richtung 73.000 USDT und später 74.000–76.000 USDT denkbar.
Wichtig bleibt: Solange Bitcoin den Bereich 74.000–76.000 USDT nicht nachhaltig zurückerobert, ist jeder Anstieg zunächst nur als potenzieller Dead-Cat-Bounce zu werten. Erst oberhalb dieser Zone würde das bullische Szenario mehr Gewicht bekommen. Dann wäre auch ein späterer Lauf in die obere Volumen-Imbalance bei etwa 80.000–85.000 USDT realistisch.
Genauso möglich bleibt aber das bearische Szenario: BTC füllt die offenen Bereiche zunächst auf, scheitert dann jedoch im Widerstandsbereich und gerät erneut unter Druck. Besonders wenn sich in die Erholung hinein viele neue Long-Positionen aufbauen, steigt das Risiko eines weiteren Long-Squeezes in Richtung 60.000 USDT. Sollte dort keine klare Käuferreaktion kommen, bleibt auch die Zone um 50.000 USDT als Stressszenario im Blick.
Kurz gesagt:
Unter 74.000–76.000 USDT bleibt der Bounce fragil. Über dieser Zone verbessert sich das Bild deutlich. Unter 66.000 USDT steigt dagegen das Risiko einer Fortsetzung Richtung 60.000 USDT erheblich.
Monatsrückblick Mai – Deeskalation,fallende Ölpreise & neue ATHsMonatsrückblick Mai 2026
Noch zu Monatsbeginn dominierten Sorgen über steigende Inflation, hohe Ölpreise, geopolitische Eskalationen im Nahen Osten und erneut steigende Anleiherenditen die Schlagzeilen. Viele Marktteilnehmer befürchteten eine stärkere Korrekturbewegung und größere Gewinnmitnahmen in Risk Assets.
Vier Wochen später präsentiert sich ein völlig anderes Bild.
Der Ölpreis ist massiv eingebrochen, die Volatilität hat deutlich nachgelassen, die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen wurden wieder zurückgekauft und die großen US-Indizes konnten neue Allzeithochs markieren. Auch der DAX etablierte sich erneut oberhalb der psychologisch wichtigen 25.000 Punkte Marke.
Der Mai war damit nicht einfach nur ein weiterer positiver Börsenmonat.
Vielmehr war es der Monat, in dem die Märkte trotz zahlreicher Belastungsfaktoren bemerkenswerte Stärke zeigten und eine deutliche Neubewertung der makroökonomischen Lage vorgenommen haben.
Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen vier Wochen.
Geopolitische Lage – Der wichtigste Markttreiber des Monats
Die geopolitische Lage war im Mai erneut ohne Zweifel der dominierende Faktor an den Finanzmärkten.
Im Mittelpunkt standen weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere die Beziehungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.
Zu Monatsbeginn waren die Märkte noch stark von Eskalationssorgen geprägt. Die Sorge vor einer Ausweitung militärischer Konflikte sowie möglichen Störungen wichtiger Öltransportrouten führte zeitweise zu einem Anstieg des Ölpreises auf über 107 Dollar.
Insbesondere die Straße von Hormus rückte erneut in den Fokus der Anleger. Jede potenzielle Beeinträchtigung dieser zentralen Handelsroute hätte erhebliche Auswirkungen auf die globale Energieversorgung und damit auf die Inflationserwartungen gehabt.
Im Verlauf des Monats änderte sich das Bild jedoch zunehmend.
Die Märkte begannen immer stärker eine diplomatische Lösung zwischen den USA und dem Iran einzupreisen. Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen, mögliche Verlängerungen bestehender Waffenstillstände sowie Signale einer Deeskalation sorgten zunehmend für Entspannung.
Besonders in den letzten beiden Maiwochen nahm die Hoffnung auf einen möglichen Deal deutlich zu. Während es weiterhin Sanktionen, politische Spannungen und militärische Aktivitäten in der Region gab, rückte für die Märkte zunehmend die Wahrscheinlichkeit einer diplomatischen Lösung in den Vordergrund.
Diese Neubewertung war einer der Hauptgründe für die massive Schwäche im Ölpreis sowie die starke Entwicklung vieler Risk Assets.
Auch außerhalb des Nahen Ostens blieb die geopolitische Lage angespannt.
Die Beziehungen zwischen den USA und China standen erneut im Fokus. Insbesondere die Situation rund um Taiwan sowie die fortgesetzten Spannungen im Bereich Technologie, Handel und Halbleiterproduktion sorgten weiterhin für Unsicherheit.
Dennoch gelang es den Märkten, diese Risiken weitgehend auszublenden. Anleger konzentrierten sich zunehmend auf die unmittelbaren Auswirkungen für Inflation, Energiepreise und Wachstum.
Die wichtigste Erkenntnis des Monats lautet daher:
Nicht die geopolitischen Risiken verschwanden, vielmehr verringerte sich die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Eskalation deutlich.
FED, EZB und die Entwicklung der Geldpolitik
Neben der Geopolitik standen auch die Zentralbanken im Mittelpunkt.
Die US-Notenbank FED bewegte sich im Mai weiterhin auf einem schmalen Grat zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsunterstützung.
Die veröffentlichten FOMC-Protokolle machten deutlich, dass innerhalb der FED weiterhin große Vorsicht herrscht.
Zwar wurden Fortschritte bei der Inflation anerkannt, gleichzeitig betonten zahlreiche Mitglieder jedoch, dass weitere Beweise für einen nachhaltigen Rückgang erforderlich seien, bevor größere Zinssenkungen gerechtfertigt wären.
Mehrere FED-Mitglieder äußerten sich im Monatsverlauf weiterhin vergleichsweise hawkish.
Insbesondere Williams und Musalem machten deutlich, dass Zinssenkungen keineswegs garantiert seien und bei einer erneuten Beschleunigung der Inflation sogar weitere Zinserhöhungen nicht vollständig ausgeschlossen werden könnten.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Diskussion um Kevin Warsh.
Sein Name wurde im Mai verstärkt im Zusammenhang mit zukünftigen Führungsrollen innerhalb der US-Geldpolitik genannt. Da Warsh traditionell eher als geldpolitisch Dovish wahrgenommen wird, verfolgten die Märkte diese Entwicklung aufmerksam.
Auch die Europäische Zentralbank stand im Fokus.
Die EZB-Protokolle sowie Aussagen von Lagarde und Lane zeigten, dass die Inflationsbekämpfung weiterhin oberste Priorität besitzt.
Gleichzeitig wurden jedoch zunehmend Hinweise sichtbar, dass die europäische Inflation langsam unter Kontrolle kommt. Vor allem gegen Monatsende sorgten mehrere Inflationsdaten aus Europa für positive Überraschungen und stärkten die Erwartung, dass die EZB in den kommenden Monaten zusätzlichen Spielraum für eine lockerere Geldpolitik erhalten könnte und es bei einer Zinserhöhung im Juni bleibt.
Insgesamt blieb die Kommunikation sowohl der FED als auch der EZB vorsichtig.
Die Märkte interpretierten die Datenlage jedoch zunehmend als Zeichen dafür, dass der Höhepunkt der restriktiven Geldpolitik hinter uns liegen könnte.
Wirtschaftsdaten und Fundamentallage
Die fundamentalen Wirtschaftsdaten zeichneten im Mai ein überraschend robustes Bild.
Während viele Marktteilnehmer zu Jahresbeginn noch mit einer deutlichen Abschwächung der Wirtschaft gerechnet hatten, bestätigten zahlreiche Daten die Widerstandsfähigkeit der Konjunktur.
Besonders bemerkenswert war die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes.
Die Non-Farm Payrolls lagen bei 115.000 neu geschaffenen Stellen und damit deutlich über den Erwartungen. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent.
Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bewegten sich über weite Strecken des Monats auf einem Niveau, das weiterhin einen robusten Arbeitsmarkt signalisiert.
Auf der Inflationsseite zeigte sich ein gemischtes, insgesamt jedoch konstruktives Bild.
Der US-Verbraucherpreisindex lag im Jahresvergleich bei 3,8 Prozent. Die Core CPI Daten sowie später die Core PCE Daten bestätigten, dass die Inflation zwar weiterhin oberhalb des FED Ziels liegt, der übergeordnete Trend jedoch zunehmend nach unten zeigt, wenn eine Entspannung rund um die Straße von Hormus bald einsetzt.
Besonders positiv wurde die Veröffentlichung des Core PCE zum Monatsende aufgenommen.
Mit einem Monatswert von 0,2 Prozent fiel die Entwicklung etwas besser aus als erwartet und unterstützte die Hoffnung auf eine langfristige Entspannung des Inflationsdrucks.
Auch die Wirtschaftsdaten selbst blieben erstaunlich stabil.
Die Durable Goods Orders überraschten mit einem Anstieg von 7,9 Prozent massiv positiv und signalisierten weiterhin hohe Investitionsbereitschaft der Unternehmen.
Der Chicago PMI sprang auf 62,7 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit längerer Zeit. Werte oberhalb von 50 signalisieren eine Expansion der wirtschaftlichen Aktivität.
Gleichzeitig gab es auch einige Schwachstellen.
Der Immobilienmarkt zeigte sich weiterhin verhalten. Die Verkäufe neuer Häuser blieben hinter den Erwartungen zurück.
Trotzdem ergibt sich für den Mai insgesamt folgendes Bild:
Die Inflation sinkt langsam.
Die Wirtschaft wächst weiter.
Der Arbeitsmarkt bleibt robust.
Eine Rezession ist aktuell nicht erkennbar.
Genau dieses Umfeld erwies sich als ideal für die Aktienmärkte.
Dazu kommen starke Earnings und Quartalsberichte der großen Tech und KI Firmen. Die Euphorie rund um KI wird nach wie vor von realen starken Umsatzzahlen getragen. Auf Grund der mittlerweile extrem hohen Gewichtung von Tech Unternehmen in den Indizes, beflügelt dieser sehr stark performende Sektor die größeren Indizes wie SPX und NASDAQ massiv.
Charttechnik und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt war einer der auffälligsten Märkte des Monats.
Zu Beginn des Mai stieg US Oil noch auf über 107 Dollar und erreichte damit neue Mehrmonatshochs.
Anschließend folgte jedoch eine massive Trendwende.
Über den gesamten Monat hinweg wurden zunehmend geopolitische Risiken ausgepreist. Gleichzeitig sorgten sinkende Inflationserwartungen und eine verbesserte Nachrichtenlage im Nahen Osten für starke Kapitalabflüsse aus dem Energiesektor.
Am Monatsende notiert US Oil bei rund 87,75 Dollar und damit mehr als 16 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Besonders bemerkenswert ist der Schlusskurs unterhalb der psychologisch wichtigen 90 Dollar Marke.
Die Monatskerze zählt damit zu den bearishsten Kerzen der vergangenen Monate.
US-Staatsanleihen
Auch am Anleihemarkt sahen wir im Mai enorme Schwankungen.
Vor allem in den ersten beiden Maiwochen stiegen die Renditen deutlich an.
Die Renditen der 3-jährigen, 5-jährigen, 10-jährigen sowie 30-jährigen US-Staatsanleihen erreichten zeitweise neue Mehrmonatshochs.
Mit zunehmender Entspannung im Nahen Osten sowie rückläufigen Inflationssorgen wurden diese Bewegungen jedoch größtenteils wieder zurückgenommen. Insbesondere die langfristigen Renditen konnten ihre Hochs nicht verteidigen und wurden zum Monatsende deutlich zurückgekauft.
Dies reduzierte den Druck auf die Aktienmärkte erheblich.
DXY
Der US Dollar zeigte sich im Mai vergleichsweise stabil.
Mit einem Monatsplus von rund 0,87 Prozent schloss der DXY bei 98,94 Punkten.
Trotz der Erholung bleibt der Dollar damit weiterhin innerhalb seiner großen Seitwärtsrange, die bereits seit rund einem Jahr Bestand hat. Aus Sicht der Aktienmärkte sorgte der stabile Dollar für keine größeren Belastungen.
VIX
Der Volatilitätsindex zeigte im Mai eine deutliche Entspannung.
Zwischenzeitlich stieg der VIX im Zuge der geopolitischen Unsicherheit nochmals in Richtung 20 Punkte. Mit zunehmender Deeskalation sank die Volatilität jedoch wieder deutlich. Der Monat endet bei rund 15,3 Punkten und damit etwa 10 Prozent unter dem Vormonat. Dies bestätigt die aktuell hohe Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia blieb auch im Mai einer der wichtigsten Einzelwerte des gesamten Marktes.
Die veröffentlichten Quartalszahlen fielen erneut stark aus und bestätigten die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Trotz hervorragender Zahlen und positiver Prognosen kam es nach den Earnings zu ersten Gewinnmitnahmen. Auf Monatssicht verbleibt dennoch ein Plus von rund 5,6 Prozent. Die langfristige Aufwärtsstruktur bleibt vollständig intakt, gleichzeitig zeigen sich erstmals seit längerer Zeit leichte Ermüdungserscheinungen.
Bitcoin
Bitcoin gehörte zu den schwächsten großen Risk Assets des Monats. Nach einem starken Start in den Mai scheiterte die Kryptowährung im Bereich von 82.500 Dollar. Anschließend dominierte Verkaufsdruck. Während Aktien neue Rekordstände markierten, verlor Bitcoin auf Monatssicht rund 3,5 Prozent. Die relative Schwäche gegenüber den Aktienmärkten bleibt damit bestehen.
S&P 500
Der S&P 500 setzte seine beeindruckende Rally fort.
Mit einem Monatsplus von rund 5 Prozent markierte der Index neue Allzeithochs bei rund 7.580 Punkten. Sinkende Ölpreise, stabile Wirtschaftsdaten, positive Performance des hochgewichteten Tech Sektors und rückläufige Renditen sorgten für ideale Rahmenbedingungen. Besonders bemerkenswert bleibt die Tatsache, dass seit Anfang April keine einzige bearishe Wochenkerze entstanden ist.
Nasdaq
Der Nasdaq war erneut der stärkste große Aktienindex.
Mit einem Monatsgewinn von rund 10,5 Prozent zählt der Mai zu den stärksten Monaten der vergangenen Jahre. Die KI-Dynamik bleibt ungebrochen. Die Kombination aus Nvidia, Halbleitern, Softwareunternehmen und KI-Infrastruktur sorgt weiterhin für starke Kapitalzuflüsse. Der Monat endet oberhalb von 30.000 Punkten und damit auf neuen Rekordständen.
Dow Jones (US30)
Auch der Dow Jones konnte neue Höchststände markieren.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Bereich der 50.000 Punkte Marke gelang schließlich der Ausbruch. Mit einem Monatsplus von rund 2,5 Prozent schloss der Index bei rund 51.018 Punkten. Damit bestätigt auch der Dow Jones die aktuell hohe Risikobereitschaft der Anleger, dieser ist sehr viel weniger Tech lastig wie SPX und NASDAQ.
DAX – Monatsrückblick Mai
Auch der DAX blickt auf einen starken Mai zurück.
Der Monatsverlauf war dabei deutlich volatiler, als es das finale Ergebnis vermuten lässt.
Zu Beginn des Monats stand die wichtige 24.000 Punkte Marke im Fokus. Nach den Belastungen aus dem April gelang es den Käufern zunächst, diese Zone erfolgreich als Unterstützung zu verteidigen. Von dort aus setzte eine erste starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index wieder in Richtung 25.000 Punkte führte.
Im Bereich der 25.000er-Marke kam es jedoch zunächst zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Der Markt wurde erneut abverkauft und fiel im weiteren Verlauf sogar nochmals bis in den Bereich der Monatstiefs zurück. Zwischenzeitlich wurden dabei Kurse um 23.600 Punkte getestet.
Diese erneute Schwächephase fiel zeitlich mit den Sorgen über steigende Renditen, hohe Ölpreise sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten zusammen. Die entscheidende Wende erfolgte anschließend in der zweiten Monatshälfte.
Mit der zunehmenden Entspannung im Nahen Osten, dem deutlichen Rückgang der Ölpreise sowie wieder fallenden Renditen verbesserte sich das Umfeld für europäische Aktien spürbar.
Der DAX konnte die 24.000 Punkte Marke nachhaltig zurückerobern und etablierte sich erneut oberhalb dieses Bereichs. In den letzten beiden Maiwochen setzte daraufhin eine starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index erstmals seit längerer Zeit wieder klar über die psychologisch wichtige 25.000 Punkte Marke führte.
Das Monatshoch wurde bei rund 25.442 Punkten markiert.
Dort kam es erneut zu Gewinnmitnahmen, sodass der DAX zum Monatsende etwas unterhalb der Höchststände notierte.
Mit einem Monatsschlusskurs von rund 25.038 Punkten beendet der deutsche Leitindex den Mai dennoch oberhalb der wichtigen 25.000er Zone und verzeichnet gegenüber dem Vormonat einen Zugewinn von rund 3 %.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der DAX über dem Hoch des Vormonats schließen konnte und sich damit wieder in unmittelbarer Nähe seiner Allzeithochs befindet. Aktuell beträgt der Abstand zum Rekordhoch lediglich rund 1,9 %. Auch wenn die Dynamik zuletzt etwas hinter Nasdaq und S&P 500 zurückblieb, bleibt die technische Struktur des DAX weiterhin klar konstruktiv. Die Käufer konnten sowohl die 24.000er Zone als auch die 25.000er Marke zurückerobern und verteidigen.
Aus charttechnischer Sicht bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend damit vollständig intakt.
Wichtigste Erkenntnisse des Monats Mai
* Die Märkte preisen zunehmend eine Deeskalation im Nahen Osten ein.
* Der Ölpreis verliert über 16 Prozent und wirkt klar disinflationär.
* Langfristige Anleiherenditen können ihre Hochs nicht verteidigen.
* Der VIX fällt deutlich zurück und signalisiert ein Risk-On-Umfeld.
* Die Inflationsdaten zeigen insgesamt sehr leichte Fortschritte.
* Die US-Wirtschaft bleibt überraschend robust.
* Der Arbeitsmarkt zeigt weiterhin Stabilität.
* Die KI-Story bleibt der wichtigste strukturelle Wachstumstreiber.
* S&P 500, Nasdaq und Dow Jones markieren neue Allzeithochs.
* Bitcoin zeigt deutliche relative Schwäche.
* Der DAX etabliert sich erneut oberhalb von 25.000 Punkten .
Fazit
Der Mai 2026 war der Monat, in dem die Märkte mehrere potenzielle Belastungsfaktoren absorbierten und trotzdem neue Höchststände erreichten. Geopolitische Risiken, hohe Ölpreise, steigende Renditen und eine weiterhin vorsichtige FED konnten die Aufwärtsbewegung letztlich nicht stoppen. Stattdessen dominierten sinkende Energiepreise, robuste Wirtschaftsdaten, stabile Arbeitsmärkte und die ungebrochene Dynamik im KI-Sektor.
Besonders bemerkenswert bleibt dabei die starke Divergenz zwischen Aktienmärkten und Bitcoin sowie die zunehmende Konzentration der Rally auf Technologie- und KI-Werte. Ob sich diese Entwicklung auch im Juni fortsetzen kann, bleibt eine der spannendsten Fragen für die kommenden Wochen.
Keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
Wie hat euch dieses neue Format mit Tagesausblicken, Wochenrückblicken und nun auch Monatsrückblicken gefallen?
Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.
Morgen folgt zunächst der Wochenausblick für die KW23. Anschließend veröffentliche ich den ausführlichen Monatsausblick Juni mit allen relevanten Entwicklungen, Chancen und Risiken für die kommenden Wochen.
Zusätzlich erscheint auf YouTube ein ausführlicher Marktüberblick inklusive konkreter Handelsideen für die KW23.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
DAX Wochenrückblick KW22 – Die wichtigsten Erkenntnisse!Vorwort
Bevor wir in den Wochenrückblick starten:
Heute Abend werde ich zusätzlich noch einen ausführlichen Monatsrückblick für den Mai veröffentlichen. Dort gehe ich detaillierter auf die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen vier Wochen ein, von den geopolitischen Ereignissen über Inflation, Zentralbanken und Wirtschaftsdaten bis hin zur Entwicklung von Öl, Anleiherenditen, DAX, Nasdaq, S&P 500, Bitcoin und den wichtigsten Markttrends.
Der heutige Wochenrückblick konzentriert sich daher bewusst auf die wichtigsten Ereignisse und Marktbewegungen der KW22.
Fundamentale geopolitische Lage
Die geopolitische Lage blieb auch in KW22 der dominierende Markttreiber. Im Fokus stand weiterhin der Konflikt im Nahen Osten sowie die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Während in den Vorwochen noch eine direkte Eskalation eingepreist wurde, setzte sich in dieser Woche zunehmend die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung durch.
Besonders marktbewegend waren Berichte über eine mögliche Verlängerung des Waffenstillstands sowie Meldungen, dass beide Seiten bei zentralen Verhandlungspunkten Fortschritte erzielt hätten. Gleichzeitig blieben zahlreiche Risiken bestehen. Die USA verhängten neue Sanktionen gegen iranische Ölexporte, Israel weitete seine militärischen Aktivitäten im Gazastreifen aus und die Lage in der Region bleibt insgesamt angespannt.
Trotzdem überwog an den Finanzmärkten klar die Hoffnung auf weitere Deeskalation. Besonders deutlich zeigte sich dies beim Ölpreis, bei den Anleiherenditen sowie beim Volatilitätsindex VIX.
Auch außerhalb des Nahen Ostens blieb die geopolitische Nachrichtenlage aktiv. Die Beziehungen zwischen den USA und China standen erneut im Fokus, während weltweit weiterhin hohe Verteidigungsausgaben und zunehmende geopolitische Fragmentierung diskutiert werden. Für die Märkte war jedoch vor allem entscheidend, dass die unmittelbaren Risiken einer Eskalation im Nahen Osten deutlich geringer eingepreist wurden als noch vor wenigen Wochen.
Fundamentaldaten der Woche – Überblick
Die Wirtschaftsdaten der KW22 zeichneten insgesamt ein Bild einer weiterhin robusten Weltwirtschaft bei gleichzeitig nachlassendem Inflationsdruck.
In Europa standen die Inflationsdaten im Fokus. Besonders Deutschland überraschte mit einem Rückgang des monatlichen Verbraucherpreisindex von -0,2 % gegenüber einer Erwartung von +0,1 %. Auch mehrere andere europäische Inflationsdaten fielen schwächer aus als erwartet. Dies stärkte die Erwartung, dass die EZB in den kommenden Monaten zusätzlichen Spielraum für eine lockerere Geldpolitik erhalten könnte bzw. der Zinserhöhungsschritt für Juni evtl. doch noch für Überraschungen sorgen könnte.
In den USA sorgte vor allem der Chicago PMI für Aufmerksamkeit. Mit einem Wert von 62,7 Punkten wurde die Erwartung von 50,6 Punkten deutlich übertroffen. Die US-Wirtschaft zeigt damit weiterhin eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit trotz des hohen Zinsniveaus.
Zusätzlich standen zahlreiche Aussagen von Fed-Mitgliedern im Fokus. Insgesamt blieb der Tenor vorsichtig. Einerseits zeigen sich Fortschritte bei der Inflation, andererseits möchte die Fed weiterhin sicherstellen, dass der Inflationsdruck nachhaltig zurückgeht, bevor größere Zinssenkungen erfolgen.
Gesamtbild Wirtschaft und Inflation
Das Gesamtbild hat sich gegenüber den Vorwochen leicht verbessert.
Der deutliche Rückgang des Ölpreises reduziert kurzfristig den Inflationsdruck. Gleichzeitig bleiben die Arbeitsmärkte stabil und die Konjunkturdaten zeigen bislang keine Anzeichen einer scharfen wirtschaftlichen Abschwächung.
Die Märkte bewegen sich damit weiterhin in einem klassischen Risk-on-Umfeld. Anleger setzen auf sinkende Inflation, stabile Wirtschaftsdaten und eine weiterhin unterstützende Entwicklung im KI-Sektor.
Besonders entscheidend bleibt jedoch die weitere Entwicklung im Nahen Osten. Sollte die aktuelle Deeskalation Bestand haben, würde dies die Inflationserwartungen zusätzlich entlasten und Risk Assets weiter unterstützen.
Charttechnik und Märkte im Überblick
US Oil
Beim Ölpreis sahen wir in KW22 einen massiven Rückgang. US Oil verlor auf Wochensicht rund 9,5 % und schloss bei 87,75 Dollar damit erstmals wieder deutlich unterhalb der psychologisch wichtigen 90 $ Marke.
Der Markt preist aktuell eine weitere Entspannung im Nahen Osten ein. Gleichzeitig reduziert der Rückgang des Ölpreises den Inflationsdruck und unterstützt damit die positive Entwicklung an den Aktienmärkten.
Entscheidend bleibt nun, ob sich die aktuelle Deeskalation fortsetzt. Solange US Oil unterhalb der 90 Dollar Marke notiert, bleibt ein weiterer Rückgang in Richtung 80 bis 87 Dollar möglich.
Bonds & DXY
Am Anleihemarkt setzte sich die Entspannung fort. Besonders die langfristigen US-Staatsanleihen verzeichneten rückläufige Renditen. Die 10-jährigen Renditen fielen auf Wochensicht um rund 2,7 %, die 30-jährigen um rund 1,7 %.
Parallel dazu zeigte sich auch der US-Dollar etwas schwächer. Der DXY verlor auf Wochenbasis rund 0,4 % und schloss bei 98,94 Punkten.
Entscheidend bleibt nun, ob der Dollar die Unterstützung im Bereich um 98,75 Punkte verliert oder erneut innerhalb seiner bisherigen Range Richtung 99,50 Punkte ansteigen kann.
VIX
Der Volatilitätsindex setzte seinen Rückgang fort.
Nach den erhöhten Schwankungen der vergangenen Wochen fiel der VIX auf rund 15,3 Punkte zurück und verlor auf Wochensicht knapp 9 %.
Die niedrige Volatilität signalisiert weiterhin ein konstruktives Umfeld für Risk Assets und bestätigt die aktuell hohe Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Risk Assets im Gesamtüberblick
Die großen US-Indizes präsentierten sich erneut äußerst robust. Während Öl, Anleiherenditen und Volatilität zurückkamen, flossen weiterhin Kapitalströme in Aktienmärkte.
Besonders auffällig bleibt die enorme Stärke von Technologie- und KI-Werten. Gleichzeitig zeigen europäische Aktien ebenfalls weiterhin relative Stärke.
Lediglich Bitcoin konnte mit der Entwicklung klassischer Aktienmärkte nicht mithalten und zeigte auf Wochenbasis eine deutlich schwächere Performance.
Nvidia
Nach dem starken Ausbruch der Vorwochen kam es bei Nvidia zu ersten Gewinnmitnahmen.
Die Aktie verlor auf Wochenbasis knapp 2 % und fiel wieder in die Widerstandszone zwischen 208 und 212 Dollar zurück. Trotzdem bleibt die langfristige Aufwärtsstruktur vollständig intakt.
Entscheidend wird nun sein, ob die Unterstützung um 208 Dollar verteidigt werden kann. Oberhalb von 218 Dollar würde sich das bullische Momentum erneut deutlich verstärken.
Bitcoin
Bitcoin zeigte sich in KW22 schwächer als klassische Aktienmärkte.
Die Kryptowährung verlor rund 4,6 % auf Wochenbasis und bewegt sich weiterhin innerhalb ihrer aktuellen Range.
Charttechnisch bleibt vor allem der Bereich um 74.555 Dollar entscheidend. Oberhalb dieser Marke wären erneute Angriffe auf die Hochs möglich. Unterhalb davon erhöht sich das Risiko einer Ausweitung der Korrektur Richtung 71.000 Dollar.
S&P 500 & Nasdaq
Die US-Indizes bleiben die klaren Gewinner des aktuellen Marktumfelds.
Der S&P 500 konnte erneut neue Allzeithochs markieren und schloss die Woche rund 1,4 % im Plus. Auch der Nasdaq setzte seine Rekordjagd fort und gewann auf Wochenbasis rund 2 % hinzu.
Die Kombination aus sinkenden Renditen, rückläufigem Ölpreis und weiterhin starker KI-Dynamik sorgt weiterhin für Rückenwind im Technologiesektor. Insgesamt bleibt die Aufwärtsstruktur in beiden Indizes klar bullish.
US30
Auch der Dow Jones zeigte sich stark.
Der Index schloss oberhalb der wichtigen 51.000 Punkte Marke und gewann auf Wochenbasis knapp 0,9 %. Damit bestätigt der Markt weiterhin die übergeordnete Aufwärtsstruktur und signalisiert unverändert hohe Risikobereitschaft der Anleger.
DAX
Der DAX zeigte in KW22 ebenfalls eine positive Woche, konnte jedoch nicht ganz mit der Dynamik der US Indizes mithalten, vor allem zum Freitag.
Nach einem erneuten Angriff auf die Zone um 25.200 Punkte am Freitag, kam es dort zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Trotzdem gelang es dem Markt, die wichtige 25.000 Punkte-Marke zum Wochenschluss zu verteidigen.
Auf Wochenbasis ergibt sich damit weiterhin ein Plus von rund 1,1 %.
Die technische Struktur bleibt konstruktiv, auch wenn sich erste Ermüdungserscheinungen im Bereich der jüngsten Hochs zeigen. Solange die 25.000 Punkte Marke verteidigt wird, bleibt das übergeordnete Bild weiterhin bullish.
Wichtigste Erkenntnisse der KW22
• Die Märkte preisen zunehmend eine Deeskalation im Nahen Osten ein.
• Der Ölpreis verliert rund 9,5 % und wirkt klar disinflationär.
• US-Anleiherenditen kommen spürbar zurück.
• Der VIX fällt erneut deutlich und signalisiert ein Risk-on-Umfeld.
• Die europäischen Inflationsdaten überraschen überwiegend positiv.
• Die US-Wirtschaft zeigt weiterhin bemerkenswerte Stärke.
• KI bleibt der wichtigste strukturelle Wachstumstreiber an den Märkten.
• S&P 500, Nasdaq und Dow Jones markieren neue Rekordstände.
• Bitcoin bleibt deutlich schwächer als klassische Aktienmärkte.
• Der DAX verteidigt die wichtige 25.000 Punkte Marke und bleibt technisch bullish.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wünsche euch allen ein schönes Wochenende!
Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Bleibt die Deeskalation im Nahen Osten der wichtigste Treiber für die Märkte oder rücken Inflation und Geldpolitik bald wieder stärker in den Fokus?
Heute Abend folgt zusätzlich der große Monatsrückblick Mai mit allen wichtigen Entwicklungen der vergangenen vier Wochen im Überblick.
BTCUSD: Bullische Trendwende vom H1 OB visiert Liquiditätspool ?MarktübersichtBitcoin ( CRYPTOCAP:BTC $) zeigt auf dem 1-Stunden-Chart (H1) starke Anzeichen für einen Strukturwechsel. Nach einem längeren Abwärtstrend, der durch aufeinanderfolgende Strukturbrüche (BOS – Break of Structure) gekennzeichnet war, hat die Price Action eine solide Akkumulationsbasis gebildet. Die jüngste Marktgeometrie deutet darauf hin, dass die Verkäufer erschöpft sind und die Käufer wieder die Kontrolle übernehmen.
Technische Analyse & Wichtige KonfluenzenAkkumulation & Quasi-Doppelboden: Der Kurs bildete ein komplexes Tiefmuster, schaffte es nicht, signifikante neue Tiefs zu erreichen, und fegte stattdessen die Liquidität ab, bevor er aggressiv wieder nach oben drängte.H1 Order Block (H1-OB): Die blau markierte Zone stellt einen gültigen 1-Stunden-Order-Block dar. Diese Nachfragezone (Demand Zone) ist der Bereich, in dem institutionelles Kaufinteresse liegt, das für den jüngsten impulsiven Schub nach oben verantwortlich ist.
Liquiditätsziel: Die rote horizontale TARGET-Linie markiert ein wichtiges Verlaufshoch und einen sauberen Pool an Buy-Side-Liquidität (Kauf-Stopps). Märkte suchen von Natur aus nach Liquidität, was diese Linie zum logischsten Magneten für den Kurs macht.
Der Trading-Plan
Wir halten Ausschau nach einem klassischen Smart Money Concepts (SMC) Retest-and-Go-Setup:
Einstiegszone: Warten Sie auf einen kleinen Rücksetzer (Retracement) in die H1-OB-Zone (um die aktuelle strukturelle Unterstützung herum).
Bestätigung: Idealerweise suchen Sie nach einem Strukturwechsel auf einem kleineren Zeitrahmen (z. B. 5-Minuten- oder 15-Minuten-CHoCH) innerhalb des H1-OB, um das Risiko zu minimieren.
Ziel: Das primäre Take-Profit-Ziel ist das markante Verlaufshoch (TARGET-Linie), an dem die Stop-Losses von frühen Shortsellern liegen.
Bitcoin Setup: Smart Money Concepts (SMC) Short vom H1-OB📊 MarktübersichtBitcoin ( BITSTAMP:BTCUSD $) zeigt derzeit ein hochgradig technisches, bärisches Setup auf den kleineren Zeiteinheiten und respektiert dabei strikt die Marktstruktur der Smart Money Concepts (SMC). Nach einem früheren Strukturwandel ist der Kurs wieder gestiegen, um eine wichtige Premium-Zone zu mitigieren (abzumildern), was eine Short-Gelegenheit mit hoher Wahrscheinlichkeit bietet.
🔍 Technische AnalyseBreak of Structure (BOS): Oben links im Chart hat der Kurs die vorherigen Swing-Lows deutlich nach unten durchbrochen. Dies bestätigt den Wechsel von einem bullischen/seitwärts gerichteten Umfeld in eine bärische Marktstruktur.
Trendlinien-Liquidität / Widerstand: Es hat sich eine saubere, absteigende Trendlinie gebildet. Die jüngste Aufwärtsbewegung hat diese Trendlinie erneut getestet, die nun als starker dynamischer Widerstand fungiert.
H1-Order-Block (H1-OB) Konfluenz: Der primäre Point of Interest (POI) ist der markierte H1-Order-Block (türkisfarbene Box). Der Kurs hat diese institutionelle Angebotszone präzise angelaufen. Das Zusammentreffen der absteigenden Trendlinie mit dem H1-OB bildet eine massive Widerstandswand.
Erwartete Kursbewegung: Wie durch den roten Pfeil dargestellt, zeigt der Kurs Anzeichen einer Ablehnung an dieser dualen Konfluenzzone. Dies deutet darauf hin, dass institutionelle Verkäufer diesen Bereich verteidigen, um den Kurs weiter nach unten zu drücken.
🎯 Trade-Parameter (Das Setup)
Richtung: Short / Verkauf
Einstiegsbereich (Entry): Innerhalb der H1-OB Box (ca. $73.533$)
Stop Loss (SL): Knapp über dem Hoch des H1-Order-Blocks oder dem Entwertungsniveau der absteigenden Trendlinie.
Take Profit (Target): Die gelbe Unterstützungslinie (TARGET), die auf die jüngsten Swing-Lows abzielt, an denen Sell-Side-Liquidität liegt.
BTCUSD: Bullischer Abpraller vom H1-Order-Block in Richtung ?Marktübersicht
Bitcoin (BTCUSD) zeigt ein klassisches bullisches Umkehrszenario nach den Smart Money Concepts (SMC) auf den kleineren Zeiteinheiten, nachdem eine massive Liquiditätsbereinigung und strukturelle Verschiebungen stattgefunden haben.
Nach einer lokalen abgerundeten Top-Distribution fiel der Preis aggressiv, um einen hochwahrscheinlichen 1-Stunden-Order-Block (H1-OB) anzutesten. Diese Zone fungiert nun als unmittelbare institutionelle Nachfrage, was darauf hindeutet, dass die Korrekturphase abgeschlossen sein könnte.
Technische Analyse
Liquiditätsjagd ($): Der Preis hat die Sell-Side-Liquidität ($) unter den vorherigen Swing-Tiefs erfolgreich abgefischt und frühe Breakout-Bären in die Falle gelockt.
Break of Structure (BOS): Wir haben mehrere interne Strukturbrüche (BOS) erlebt, die einen Wechsel der Marktstimmung von bärisch zu bullisch bestätigen, da aggressive Käufer den Markt betreten haben.
H1 Order Block Mitigation: Der Preis ist sauber in die H1-OB-Zone (türkis markiert) zurückgekehrt. Dieser Bereich stellt die letzte abwärts gerichtete Kerze vor der impulsiven Aufwärtsbewegung dar und dient als unsere primäre Nachfragezone.
Der prognostizierte Verlauf: Wie im Chart eingezeichnet, wird erwartet, dass der Preis ein höheres Tief innerhalb oder knapp über dem H1-OB bildet, Momentum sammelt und eine impulsive Rallye in Richtung des markanten Überkopf-Widerstands startet.
Handelsparameter
Tendenz (Bias): Bullisch 🟢
Einstiegszone (Entry): Retest/Bestätigung innerhalb der H1-OB-Region.
Invalidierung (Stop Loss): Ein klarer Kerzenschluss unterhalb des H1-OB macht die bullische These ungültig.
Gewinnmitnahme (Take Profit / Target): Die gelbe Widerstandslinie (Liquidität / Equal Highs Target), an der die Stop-Loss-Aufträge früher Short-Positionen liegen.
DAX Tagesausblick – 29. Mai - Finaler US-IRAN Deal in Sicht?Kommt heute der entscheidende Iran-USA-Deal?
Bevor wir in die Märkte schauen, ein wichtiger Hinweis: Heute ist der letzte Handelstag im Monat Mai. Damit schließen heute Abend nicht nur die Tages- und Wochenkerzen, sondern auch die Monatskerzen. Gerade zum Monatsende sehen wir häufig erhöhte Volatilität, Umschichtungen institutioneller Investoren und Gewinnmitnahmen. Entsprechend wichtig sind heute die Schlusskurse auf Monatsbasis.
Geopolitische Lage im Nahen Osten
Die geopolitische Lage bleibt aktuell der wichtigste Markttreiber.
Gestern haben wir eine Vielzahl teils widersprüchlicher Meldungen gesehen. Auf der einen Seite gab es Berichte über neue US-Luftschläge, iranische Gegenreaktionen, weitere Sanktionen und Spannungen rund um die Straße von Hormus. Auf der anderen Seite tauchten gleichzeitig Meldungen auf, wonach die USA und Iran offenbar eine Verlängerung der Waffenruhe um weitere 60 Tage ausgearbeitet haben und lediglich noch die finale Zustimmung von Donald Trump ausstehen soll.
Genau diese Hoffnung auf eine Deeskalation hat gestern für einen massiven Risk-On-Squeeze gesorgt. Nach einem breiten Abverkauf wurden Aktien, Kryptowährungen und andere Risikoanlagen innerhalb weniger Minuten aggressiv gekauft, sobald positive Schlagzeilen aus dem Nahen Osten über die Ticker liefen.
Das zeigt sehr deutlich, worauf die Märkte aktuell achten. Sollte heute tatsächlich eine offizielle Zustimmung Trumps oder ein belastbarer Deal verkündet werden, dürfte dies kurzfristig sehr positiv für Risk Assets interpretiert werden. In diesem Szenario wären weitere Anstiege bei DAX, Nasdaq, S&P 500 und Bitcoin durchaus denkbar, vor allem weil wir gestern schon erste Squeeze Szenarien gesehen haben.
Kommt es dagegen zu neuen Eskalationen oder scheitert ein möglicher Deal, kann sich die Stimmung sehr schnell wieder drehen.
Für heute bleibt deshalb die geopolitische Nachrichtenlage der mit Abstand wichtigste Faktor.
FED und EZB im Fokus
Auch die Notenbanken standen gestern erneut im Mittelpunkt.
Von Seiten der FED äußerten sich sowohl Williams als auch Musalem vergleichsweise hawkish.
Williams betonte, dass die Inflation zwar Fortschritte gemacht habe, man aber weiterhin vorsichtig bleiben müsse. Die FED sei datenabhängig und müsse sicherstellen, dass die Inflation nachhaltig zurück Richtung Zielwert fällt.
Musalem ging sogar noch einen Schritt weiter und erklärte, dass weitere Zinserhöhungen nicht vollständig ausgeschlossen werden könnten, falls sich der Inflationsdruck wieder verstärken sollte. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Zinssenkungen aktuell keineswegs dringend seien.
Auch die EZB präsentierte sich gestern überraschend restriktiv.
Lagarde, Lane sowie die veröffentlichten EZB-Protokolle zeigten, dass die Sorge über Energiepreise und mögliche Zweitrundeneffekte weiterhin hoch bleibt. Mehrere Mitglieder hätten laut Sitzungsprotokoll sogar weitere Zinserhöhungen nicht grundsätzlich abgelehnt. Die EZB sieht sowohl steigende Inflationsrisiken als auch zunehmende Wachstumsrisiken.
Insgesamt bleiben sowohl FED als auch EZB durch die erhöhte Inflation durch Energiepreise aktuell deutlich vorsichtiger als viele Marktteilnehmer noch vor einigen Wochen erwartet hatten.
Fundamentale Wirtschaftsdaten von gestern
Der Donnerstag war einer der wichtigsten Makrotage der Woche.
Die Core-PCE-Daten, das bevorzugte Inflationsmaß der FED, kamen leicht besser als erwartet herein. Diese Inflationsdaten sind ohne Lebensmittel und Energie und daher sehr entscheidend.
Core PCE MoM:
• Aktuell: 0,2 %
• Erwartet: 0,3 %
• Vorher: 0,3 %
Core PCE YoY:
• Aktuell: 3,3 %
• Erwartet: 3,3 %
• Vorher: 3,2 %
Die Inflation bleibt damit erhöht und deutlich über dem FED-Ziel von 2 %, liegt jedoch im Rahmen der Erwartungen.
Beim BIP gab es eine kleine Enttäuschung:
GDP Q1:
• Aktuell: 1,6 %
• Erwartet: 2,0 %
• Vorher: 0,5 %
Trotz der Verfehlung gegenüber dem Forecast bleibt das Wachstum deutlich über dem Vorquartal.
Besonders stark fielen die Durable Goods Orders aus. Diese messen die Neuaufträge für langlebige Wirtschaftsgüter wie Maschinen, Fahrzeuge oder Industrieanlagen und gelten als wichtiger Frühindikator für Investitionen.
Durable Goods:
• Aktuell: 7,9 %
• Erwartet: 4,0 %
• Vorher: 1,3 %
Das ist ein klar positives Signal für die Wirtschaft und zeigt weiterhin robuste Investitionstätigkeit.
Auf der anderen Seite zeigte sich der Arbeitsmarkt schwächer:
Initial Jobless Claims:
• Aktuell: 215k
• Erwartet: 211k
• Vorher: 210k
Mehr Menschen beantragten erstmals Arbeitslosenhilfe als erwartet.
Auch der Immobilienmarkt enttäuschte:
New Home Sales:
• Aktuell: 622k
• Erwartet: 661k
• Vorher: 663k
Zusätzlich kamen die Rohöllagerbestände besser als erwartet herein, was kurzfristig etwas Druck vom Ölmarkt nimmt.
In Summe ergibt sich daraus ein interessantes Bild:
• Inflation im Rahmen
• Arbeitsmarkt etwas schwächer
• Immobilienmarkt schwächer
• Investitionen deutlich stärker
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die FED mittelfristig wieder mehr Spielraum für Zinssenkungen erhält, auch wenn die Notenbank aktuell noch sehr vorsichtig kommuniziert. Entscheidend bleibt hier die Inflation.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute stehen deutlich weniger Daten auf dem Kalender.
Heute Mittag wird der deutsche Verbraucherpreisindex veröffentlicht.
German CPI:
• Forecast: 0,1 %
• Previous: 0,6 %
Hier wird aktuell ein deutlicher Rückgang der Inflation erwartet.
Später folgt der Chicago PMI.
Chicago PMI:
• Forecast: 50,6
• Previous: 49,2
Ein Wert über 50 signalisiert Wachstum im verarbeitenden Gewerbe, während Werte unter 50 auf eine Abschwächung hindeuten.
Trotz dieser Daten dürfte der Fokus der Märkte weiterhin auf den Entwicklungen im Nahen Osten liegen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US-Öl
US Oil bleibt einer der wichtigsten Märkte überhaupt.
Trotz zwischenzeitlicher Erholungen notiert Öl mittlerweile wieder deutlich unter der Marke von 90 Dollar. Auf Wochensicht beträgt das Minus rund 9 %, auf Monatssicht sogar über 16 %.
Das ist grundsätzlich positiv für Risk Assets, weil sinkende Energiepreise den Inflationsdruck reduzieren.
Entscheidend bleibt heute, ob Öl den Monat unter 90 Dollar beendet. Sollte es positive Nachrichten zu einem Iran-Deal geben, wäre sogar ein Rückgang in Richtung 85 Dollar denkbar.
US-Anleihen
Die Renditen zeigten gestern erneut hohe Schwankungen, konnten sich aber nicht nachhaltig nach oben durchsetzen.
Das spricht weiterhin dafür, dass die Märkte mittelfristig mit niedrigeren Zinsen rechnen.
DXY
Der US-Dollar bleibt innerhalb seiner Range gefangen.
Wichtig wird heute, ob der Dollar die Region um 99 Punkte halten kann oder die Range nach unten verlässt.
VIX
Der Volatilitätsindex notiert aktuell bei rund 15,7 Punkten und signalisiert weiterhin sehr geringe Angst am Markt.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia bleibt einer der stärksten Titel im Markt.
Nach dem erfolgreichen Retest der Zone zwischen 208 und 212 Dollar notiert die Aktie mittlerweile wieder bei rund 214 Dollar.
Gelingt ein Ausbruch über das Monatshoch bei etwa 217 Dollar, bleibt das Gesamtbild klar bullisch, wichtig ist heute der Bruch des Tageshochs von gestern.
Bitcoin
Bitcoin bleibt für mich kurzfristig technisch angeschlagen.
Entscheidend ist die Zone um 74.576 Dollar. Solange diese nicht überzeugend zurückerobert wird, bleibe ich bei neuen Long-Positionen vorsichtig.
S&P 500
Der S&P 500 konnte erneut neue Allzeithochs markieren.
Die 7.500er-Zone wurde erfolgreich verteidigt und dient weiterhin als zentrale Unterstützung.
Sollte heute eine positive Nahost-Meldung kommen, sind weitere Hochs absolut möglich.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigt weiterhin enorme Stärke.
Die Zone um 30.000 Punkte wurde erfolgreich verteidigt. Oberhalb von 30.300 Punkten sehe ich weiteres Potenzial in Richtung 30.500 Punkte, aber nur mit Fundamentalem Rückenwind.
Dow Jones (US30)
Der US30 konnte sich ebenfalls stabilisieren.
Über 50.870 Punkten bleibt das Bild bullish. Unterhalb von 50.500 Punkten würden hingegen wieder Gewinnmitnahmen wahrscheinlicher werden.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Im DAX haben wir gestern eine sehr interessante Tageskerze gesehen.
Die Zone um 25.000 Punkte wurde erneut getestet und erfolgreich verteidigt. Zwischenzeitlich fiel der Markt sogar unter 24.900 Punkte, bevor die Käufer wieder deutlich zurückkehrten.
Der Tagesschluss erfolgte oberhalb der wichtigen 25.000er-Marke.
Zusätzlich konnten wir vor dem London Open einen H4-Schluss über dem Wochenhoch der Vorwoche sehen.
Solange wir oberhalb von 25.000 Punkten bleiben, bleibe ich bullish gestimmt und sehe weiteres Potenzial in Richtung 25.300 bis 25.400 Punkte.
Das Short-Szenario aktiviert sich für mich erst wieder unterhalb von 24.900 Punkten.
Übergeordnet bleibt der Trend weiterhin klar aufwärtsgerichtet.
Fazit
Der heutige Handelstag dürfte maßgeblich von einer einzigen Frage bestimmt werden:
Wird Donald Trump den möglichen Iran-USA-Deal final genehmigen?
Kommt es zu einer offiziellen Deeskalation, dürfte dies Öl weiter belasten und gleichzeitig Risk Assets wie DAX, Nasdaq, S&P 500 und Bitcoin unterstützen.
Scheitert der Deal oder kommt es zu neuen militärischen Spannungen, kann sich das Bild sehr schnell wieder eintrüben.
Wie seht ihr die Lage?
Bleibt ihr Risk-On?
Kommt heute der Iran-USA-Deal?
Wird Trump das finale Approval geben?
Ich wünsche euch schon jetzt ein schönes Wochenende. Bleibt diszipliniert und gebt die Gewinne der Woche nicht am letzten Handelstag wieder ab.
Morgen folgt wie gewohnt der Wochenrückblick KW22 inklusive Monatsrückblick Mai.
Am Sonntag erscheint dann der große Monatsausblick für Juni sowie der Wochenausblick für KW23 auf TradingView und YouTube.
Gute Trades!
DAX Tagesausblick – 28. Mai - Bruch oder Retest der 25.000?Kurz vorab:
Wie bereits letzte Woche Donnerstag habe ich auch diese Woche wieder ein ausführlicheres Video auf meinem YouTube-Kanal hochgeladen. Den Link dazu findet ihr direkt in meinem TradingView-Profil. Dort kann ich deutlich tiefer auf die Charttechnik, konkrete Trade-Ideen und verschiedene Szenarien eingehen, da sich das alles in einem schriftlichen TradingView-Post nur begrenzt zusammenfassen lässt. Dauert vermutlich noch 1 Stunde, dann ist das Video online.
Fundamentale geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt weiterhin einer der wichtigsten Belastungsfaktoren für die Märkte. Nachdem Anfang der Woche noch sehr viel Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten eingepreist wurde, sieht die Realität inzwischen deutlich komplizierter aus. Es fliegen weiterhin Raketen, es gibt massive Widersprüche zwischen Aussagen aus Washington und Teheran und die Verhandlungen rund um ein mögliches Abkommen mit Iran scheinen sich weiter nach hinten zu verschieben.
Donald Trump sprach erneut über mögliche Einigungen und verknüpfte diese öffentlich mit den Abraham Accords, während Iran den USA gleichzeitig neue Verstöße gegen Waffenstillstandsvereinbarungen vorwirft. Zusätzlich bleibt das Atomprogramm weiterhin ein zentraler Streitpunkt. Auch die Gespräche über Oman und mögliche Vermittlungen laufen deutlich schwieriger als vom Markt zunächst erwartet.
Besonders kritisch bleibt weiterhin die Straße von Hormuz. Genau dort konzentrieren sich aktuell viele geopolitische Risiken, da ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung durch diese Region transportiert wird. Entsprechend sensibel reagieren die Märkte momentan auf jede neue Eskalation.
Zusätzlich warnte die EZB gestern in ihrem Financial Stability Report offen vor steigenden Risiken für Finanzmärkte, Banken, Energieversorgung, Liquidität und geopolitische Stabilität. Die EZB spricht inzwischen sogar davon, dass viele Risiken vom Markt möglicherweise weiterhin unterschätzt werden.
Allgemeine Situation zum Zinspfad – EZB & FED
Monetär bleibt das Umfeld ebenfalls angespannt. Die EZB bleibt klar hawkish. Für das nächste Meeting am 11. Juni preist der Markt inzwischen mit rund 91 % Wahrscheinlichkeit eine weitere Zinserhöhung auf 2,25 % ein. Auch für die darauffolgenden Meetings werden weitere Schritte zunehmend eingepreist. Die Aussagen der EZB wirkten insgesamt restriktiv. Inflation bleibt ein Problem, gleichzeitig steigen die Sorgen über geopolitische Schocks und mögliche Belastungen für die Finanzstabilität.
Auch die FED bleibt weiterhin vorsichtig. FED-Speaker Jefferson betonte erneut die Stärke des Arbeitsmarktes und dass Inflation weiterhin zu hoch bleibt. Zinssenkungen scheinen kurzfristig weiterhin eher unwahrscheinlich. Das Marktumfeld bleibt damit schwierig: geopolitische Risiken steigen, die Zentralbanken bleiben restriktiv und gleichzeitig laufen viele Risk Assets weiterhin auf extrem hohen Bewertungen.
Wirtschaftsdaten gestern
Gestern lag der Fokus hauptsächlich auf der EZB-Pressekonferenz sowie den Aussagen aus dem Financial Stability Report. Die EZB betonte erneut die Risiken steigender Energiepreise, geopolitischer Unsicherheit und möglicher Belastungen für Banken und Kreditmärkte.
Gleichzeitig bleiben die Märkte extrem sensibel gegenüber allem, was Inflation und Energiepreise betrifft. Besonders die geopolitische Lage im Nahen Osten spielt dabei aktuell eine zentrale Rolle.
Wirtschaftsdaten heute
Heute steht einer der wichtigsten Makro-Tage der gesamten Woche an. Um 14:30 Uhr kommen gleichzeitig mehrere extrem wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA.
Besonders entscheidend wird der Core PCE Price Index. Der Markt rechnet beim Year-over-Year-Wert bereits mit einem Anstieg auf 3,3 % nach zuvor 3,2 %. Genau diese Daten beobachtet die FED aktuell besonders stark, da hier vor allem die Kerninflation ohne stark schwankende Energie- und Lebensmittelpreise gemessen wird. Höhere Inflationsdaten könnten die Hoffnung auf Zinssenkungen weiter nach hinten verschieben.
Zusätzlich kommen heute GDP-Daten für die US-Wirtschaft. Hier erwartet der Markt einen deutlichen Sprung von 0,5 % auf 2,0 %, was eine starke Wirtschaft signalisieren würde.
Ebenfalls wichtig werden die Durable Goods Orders mit einem Forecast von 4,0 % nach zuvor 0,8 %. Diese Daten geben Hinweise auf die industrielle Nachfrage und wirtschaftliche Stärke.
Zusätzlich folgen noch Initial Jobless Claims, New Home Sales sowie die Crude Oil Inventories.
Gerade die Öl-Lagerbestände könnten heute wegen der Hormuz-Thematik erneut extrem wichtig werden. Sollten die Inventories kleiner ausfallen als erwartet, könnte das Öl erneut stark antreiben und damit Inflationssorgen verstärken.
Genau deshalb bleibt der heutige 14:30-Uhr-Datenblock potenziell extrem volatil. Besonders gefährlich werden möglicherweise widersprüchliche Datenkombinationen, beispielsweise starke Wirtschaftsdaten bei gleichzeitig steigender Inflation oder schwächeren Arbeitsmarktdaten. Genau solche Konstellationen führen oft zu massiven Liquiditätsabgriffen und aggressiven Richtungswechseln im Markt.
Zusätzlich rückt jetzt das Monatsende immer stärker in den Fokus. Heute und besonders morgen als letzter Handelstag im Mai könnten verstärkt Gewinnmitnahmen einsetzen. Gerade nach der starken Rally in Tech-, KI- und Risk Assets sollte dieses Risiko definitiv nicht unterschätzt werden.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Beim Ölmarkt haben wir gestern zunächst einen sehr starken Abverkauf gesehen. US Oil konnte sogar kurzzeitig unter der wichtigen 90 Dollar Marke schließen, was grundsätzlich positiv für Inflationshoffnungen gewesen wäre. Allerdings konnte die aktuelle Tageskerze heute Nacht bereits wieder stark aufholen und zwischenzeitlich knapp 3,9 % zulegen.
Trotzdem bleibt wichtig zu erwähnen, dass wir auf Wochenbasis weiterhin über 6 % im Minus liegen und die Monatskerze aktuell deutlich bearish aussieht.
Jetzt wird entscheidend, ob sich Öl langfristig wieder unter 90 Dollar etablieren kann. Sollte das gelingen, würde das den Druck auf Energiepreise und Inflation deutlich entspannen und könnte Zinssenkungshoffnungen wieder stärken. Aktuell notieren wir wieder um die 91 Dollar und genau diese Zone dürfte für den Monats Schlusskurs extrem wichtig werden.
Bonds & DXY
Bei den US-Staatsanleihen sehen wir erneut Stärke. Besonders die 3- und 5-jährigen Bonds konnten bereits wieder deutlich zulegen. Das zeigt weiterhin, dass Kapital wieder stärker in sichere Anlagen fließt. Sollten die Bondpreise weiter steigen und Renditen entsprechend attraktiv bleiben, könnte das erneut Kapital in den US-Dollar ziehen.
Passend dazu bewegt sich auch der DXY weiterhin in seiner entscheidenden Range zwischen 99 und 99,5. Heute Vormittag wurde erneut versucht, die 99,5 anzugreifen. Für mich bleibt entscheidend, ob wir dort nachhaltig ausbrechen können, um die 100 erneut anzulaufen. Bisher sehen wir allerdings erste Rejection.
VIX
Der VIX bleibt trotz geopolitischer Risiken weiterhin erstaunlich entspannt und notiert aktuell bei 16,29. Solange der VIX unter 20 bleibt, spricht das grundsätzlich weiterhin eher für ein Risk-On-Umfeld beziehungsweise zumindest gegen panikartige Marktbedingungen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia bleibt weiterhin der entscheidende Treiber für Nasdaq und den gesamten KI-Sektor. Gestern haben wir nochmal den Retest der wichtigen Zone zwischen 208 und 212 Dollar gesehen. Der Bereich wurde erneut stark aufgekauft und Nvidia konnte über 212,5 Dollar schließen.
Jetzt wird entscheidend, ob wir das Tageshoch bei 214,5 Dollar brechen können oder ob zum Monatsende weitere Gewinnmitnahmen einsetzen. Auf Monatsbasis bleibt Nvidia weiterhin klar bullish, besonders wenn wir es schaffen sollten, über dem April-Hoch bei 217,2 Dollar zu schließen.
Bitcoin
Bitcoin zeigt dagegen weiterhin deutliche Schwäche. Die wichtige Zone bei 74.500 wurde nach unten gebrochen und aktuell sehen wir klares Risk-Off-Verhalten. Für mich bleibt Bitcoin momentan eher uninteressant, solange sich keine stabile Supportbildung auf größeren Zeiteinheiten zeigt.
SPX
Im SPX sehen wir inzwischen erste deutliche Rejections auf Tagesbasis. Trotzdem hält die Zone über 7.500 bisher noch. Solange diese hält, sind weitere High-Abgriffe möglich.
Unterhalb von 7.500 mit klaren Schlusskursen würde ich allerdings zunehmend Shorts bevorzugen, besonders wenn die heutigen Inflationsdaten stärker ausfallen sollten.
Nasdaq
Der Nasdaq hat gestern zwar nochmal die 30.000er-Zone attackiert und zwischenzeitlich sogar 30.310 erreicht, konnte sich darüber aber nicht halten. Dort kam bereits erste stärkere Gegenwehr rein.
Jetzt bleibt entscheidend, ob wir die 29.500 erneut anlaufen und dort Stabilität finden oder ob stärkere Gewinnmitnahmen Richtung 29.000 folgen.
US30
Auch im US30 sehen wir inzwischen erste Gewinnmitnahmen nach den Allzeithochs um 51.000 Punkte. Wichtig bleibt hier die Zone um 50.500. Darüber bleibt weiteres Long-Momentum möglich, darunter könnten tiefere Retests Richtung 50.100 folgen.
Für konkretere Setups und Charttechnik, schaut auf meinem YT Kanal vorbei.
DAX charttechnischer Überblick
Beim DAX haben wir gestern zunächst nochmal einen starken Push nach oben gesehen und das Tageshoch bei 25.395 angelaufen. Dort kam allerdings deutliche Gegenwehr rein. Besonders wichtig: Wir konnten erneut nicht nachhaltig über dem Februar Monatshoch schließen und wurden daraufhin stark abverkauft.
Heute Nacht kam direkt weiterer Verkaufsdruck in den Markt und wir haben erneut die extrem wichtige 25.000er-Zone getestet.
Für mich bleibt das jetzt die entscheidende Zone. Sollten wir uns oberhalb von 25.000 stabilisieren und zurück über das Wochenhoch von KW19 bei 25.160 schließen, kann ich mir weiterhin einen erneuten Angriff Richtung 25.400 vorstellen.
Sollten wir allerdings erneut rejected werden und nachhaltig unter 25.000 brechen, sehe ich deutlich tiefere Retests Richtung 24.850, 24.800 oder sogar zurück zum Jahreshoch bei 24.770.
Allgemein bleibt wichtig zu verstehen: Der Markt hat Anfang der Woche sehr viel Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten eingepreist. Diese Hoffnung bekommt inzwischen erste Risse. Gleichzeitig bleiben FED und EZB hawkish, heute kommen extrem wichtige Inflations-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsdaten und zusätzlich stehen wir direkt vor dem Monatsende.
Genau diese Kombination könnte jetzt zu stärkeren Gewinnmitnahmen und deutlich höherer Volatilität führen.
Wie seht ihr den DAX und die Risk Assets heute? Sehen wir stärkere Gewinnmitnahmen zum Monatsende oder stabilisieren sich die Märkte erneut? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung. Ich wünsche euch gute Trades.
BTCUSD: Bullische Umkehr vom H1 Order Block nach BOS-AusrichtungTechnische Analyse
Market Structure Shift (MSS) & Break of Structure (BOS): Das anfängliche bärische Momentum wurde durch einen Market Structure Shift (MSS) bestätigt, der zu einem starken Rückgang und einem abschließenden Break of Structure (BOS) nach unten führte. Dadurch wurde späte Liquidität aus dem Markt gespült.
Bodenbildung & Impulsive Erholung: Nach dem Erreichen des absoluten Tiefs setzte eine aggressive, V-förmige Erholung ein. Diese scharfe Aufwärtsbewegung deutet auf starkes institutionelles Kaufinteresse hin und hat einen gültigen H1 Order Block (H1-OB) hinterlassen.
Steigende Unterstützung: Der Preis bewegt sich derzeit entlang einer aufsteigenden Trendlinie, was bestätigt, dass die Käufer aktiv höhere Tiefs verteidigen.
Handelsplan
Wir halten Ausschau nach einem klassischen Retracement & Continuation (Rücklauf und Fortsetzung) Setup.
Einstiegszone: Ein Rücklauf in die H1-OB (Order Block) Zone. Wir warten darauf, dass der Preis in diese türkisfarbene Box eintaucht, um die offenen Kaufaufträge abzuarbeiten.
Invalidierung (Stop-Loss): Ein sauberer Kerzenschluss unterhalb des H1-OB oder der aufsteigenden Trendlinie.
Ziel (Target): Das alte Unterstützungsniveau, das nun zu einer wichtigen Widerstandslinie (Resistance) geworden ist (gelb markiert).
Wöchentliche Trendanalyse von BitcoinBitcoin bewegte sich unruhig bei schwacher Marktdynamik. Makroökonomische Faktoren und Marktstimmung übten Druck aus, ein klarer Trend fehlte bei häufigen Kursschwankungen.
Hohe Anleiherenditen dämpften die Nachfrage nach Kryptowährungen. Erwartungen zur Geldpolitik begrenzten die Liquidität, vorübergehende Unterstützung konnte keine anhaltenden Anstiege sichern.
Technisch schwankte der Kurs innerhalb der Unterstützungszone 75000-76500. Der Abwärtsdruck ließ nach wiederholten Tests nach. Der Hauptwiderstand bei 78000 begrenzte kurzfristige Erholungen.
Die Wochenstrategie basierte auf Bandhandel und flexiblen Positionswechseln. Früh wurden Short-Positionen eröffnet. Ein geplanter Long-Einstieg wurde durch Volatilität beeinträchtigt, auf weitere Kursrückgänge wurde gewartet.
Beim Erreichen der zentralen Unterstützung wurden Long-Positionen neu eröffnet. Falsche Signale wurden vermieden, alle Geschäfte erfolgten regelkonform.
Der Markt befand sich in einer Konsolidierung ohne dominanten Trend. Der Handel orientierte sich an Unterstützungs- und Widerstandsniveaus. Blindes Trendfolgen wurde ausgeschlossen, der Wochenverlauf verlief stabil.
Bitcoin folgt weiterhin perfekt dem erwarteten Szenario !Hallo liebe TradingView-Community, 👋
werfen wir heute gemeinsam einen strukturierten Blick auf Bitcoin im 4H-Chart. Dabei blenden wir bewusst einmal alle EMAs aus und konzentrieren uns ausschließlich auf die reine Marktstruktur sowie auf Support- und Widerstandszonen. Genau dadurch erkennt man oft klarer, wie sich der Markt tatsächlich verhält. 📊
Aus technischer Sicht wirkt die aktuelle Struktur weiterhin eher bearish. Der lokale Aufwärtstrend wurde bereits nach unten gebrochen und das zuvor entstandene Rounding Top hat sich technisch aktiviert. Solche Formationen entstehen häufig dann, wenn der Markt zunehmend an Momentum verliert und Käufer Schritt für Schritt schwächer werden. 📉
Die aktuelle Bewegung nach oben wirkt deshalb momentan eher wie eine technische Gegenbewegung innerhalb eines weiterhin angeschlagenen Marktes. Gleichzeitig sieht man, dass durch den schnellen Anstieg viele zu spät eröffnete Short-Positionen mit hohem Hebel liquidiert wurden. Genau solche Bewegungen bezeichnet man häufig als Short Squeeze. Dabei steigt der Kurs kurzfristig schnell an, weil Short-Trader gezwungen werden, ihre Positionen zurückzukaufen. ⚠️
Besonders wichtig bleibt jetzt die gelbe Widerstandsbox. Dort entscheidet sich vermutlich, ob Bitcoin erneut stärkeren Verkaufsdruck bekommt oder ob der Markt doch noch mehr Stärke entwickeln kann.
Rein technisch hätte Bitcoin aktuell noch die Möglichkeit, bis in den Bereich um 79.200 US-Dollar zu steigen — also bis zur roten Widerstandslinie. Allerdings befindet sich genau dort erneut eine sehr wichtige Widerstandszone. Sollte der Kurs dort wieder deutlich abgewiesen werden, könnte das den nächsten größeren Abverkauf bestätigen. 👀
Erst wenn Bitcoin die Zone um 79K nachhaltig zurückerobern und darüber Stärke aufbauen kann, würde sich das aktuell bearishe Szenario deutlich abschwächen oder sogar invalidieren.
Interessant ist zusätzlich der Blick auf die Heatmap. Dort erkennt man sehr gut, dass Bitcoin mit dem aktuellen Anstieg direkt in die am stärksten gebündelte Liquiditätszone hineingelaufen ist. Genau solche Bereiche wirken häufig wie ein Magnet für den Markt, weil dort besonders viele gehebelte Positionen liegen. 📊
Und genau hier kann man als Trader viel lernen:
Der Markt bewegt sich selten zufällig. Sehr oft läuft der Preis gezielt dorthin, wo sich die meiste Liquidität und die meisten gehebelten Positionen befinden.
„Disziplin schlägt Emotionen.
Gemeinsam Kapital schützen und langfristig profitabel bleiben.“
Wer viel Geld hat, kann spekulieren.
Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.
Wer kein Geld hat, muss spekulieren.
Mit freundlichen Grüßen
ANDO
Ziel Level erreicht.Bitcoin hat endlich sein Ziellevel erreicht und zeigt erste Gegenreaktionen für eine mögliche Erholung. Die Korrektur verlief vom Hoch bei 82.850 US-Dollar bis auf 76.000 US-Dollar.
Ich erwarte nun eine kurzfristige Erholung in den Bereich zwischen 79.450 und 80.585 US-Dollar. Dort könnte sich der Markt erneut stabilisieren, bevor die nächste Abwärtsbewegung Richtung Süden folgt.
Von der bisherigen Abwärtsbewegung konnte ich bereits gute Profite mitnehmen und habe Teilgewinne realisiert. Kurzfristig bin ich daher long orientiert bis in die genannte Erholungszone. In diesem Bereich plane ich, meine Short-Positionen weiter aufzustocken.
Bitcoin: Bear Trap oder nächster Breakdown?Ich halte es aktuell für gut möglich, dass der Ausbruch nach unten aus der Bullflag lediglich eine Bear Trap war.
Der 4H-RSI liegt aktuell bei etwa 36 und kommt aus dem Bereich um 30. Damit besteht technisch weiterhin Luft nach oben, bevor BTC wieder in einen überkauften Bereich läuft.
Das erste wichtige Ziel bleibt für mich die Zone um 82.800. Dort liegen sowohl der Ursprung als auch das lokale Hoch der Bullflag. Gleichzeitig markiert dieser Bereich das obere Ende der aktuellen Range zwischen ca. 79.000 und 82.800.
Entscheidend wird jetzt, ob BTC zurück in diese Range laufen und die Unterkante bei ca. 79.000–80.000 reclaimen kann. Dort verlaufen aktuell mehrere wichtige Supports und gleitende Durchschnitte.
Für das bullishe Szenario müsste BTC:
die Range zurückerobern,
sich oberhalb von 79k USD stabilisieren,
und anschließend Richtung 82.800 USD expandieren.
Das Risiko bleibt jedoch hoch. Vor allem am Wochenende ist die Liquidität geringer, wodurch stärkere Bewegungen und mögliche Stop Hunts wahrscheinlicher werden.
Der Sonntag dürfte deshalb richtungsweisend für die kommenden Wochen sein.
Bestätigen würde sich die Bear-Trap-These für mich erst, wenn BTC die Range reclaimed, oberhalb davon akzeptiert wird und wieder Higher Lows bildet. Scheitert der Reclaim, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung nach unten deutlich an.
Bitcoin stößt auf Widerstand: H4 & H1 FVG Mitigation PlayTechnische Analyse
Wechsel der Marktstruktur (CHOCH): Der jüngste aggressive Ausverkauf durchbrach das vorherige höhere Tief und bestätigte einen Change of Character. Dies entkräftet das kurzfristige bullische Momentum und öffnet die Tür für weitere Kursverluste.
Widerstand & Imbalance: Oberhalb der aktuellen Preisaktion liegt ein großer H4-FVG (4-Stunden Fair Value Gap) und eine klare Widerstandslinie (Resistance). Diese gesamte Zone fungiert als massiver Angebotsbereich (Supply), auf dem Verkäufer warten.
Unmittelbare Preisaktion (H1-FVG): Der Preis pendelt derzeit knapp unterhalb eines kleineren H1-FVG. Der eingezeichnete Verlauf skizziert zwei primäre bärische Szenarien, basierend darauf, wie der Markt auf diese Ungleichgewichte reagiert.
Trading-Szenarien
📉 Szenario A: Sofortige Abweisung (Konservatives Ziel)
Wenn der Preis einen kleinen Rücklauf in den H1-FVG macht und es nicht schafft, diesen nach oben zu durchbrechen, ist mit einer schnellen Fortsetzung nach unten zu rechnen, um den unmittelbaren Liquiditätspool an der TARGET-Linie zu testen.
🔄 Szenario B: Tiefer Retest & Fill (Premium Short)
Sollten die Käufer den Preis höher treiben, um den H1-FVG zu füllen, ist eine tiefere Korrektur in den H4-FVG / das CHOCH-Level wahrscheinlich. Dies würde ein hochattraktives Risiko-Rendite-Verhältnis (CRV) für einen Short-Einstieg bieten, da der Preis die Premium-Angebotszone vor der Umkehr in Richtung des ultimativen TARGETs mitigiert.
Wichtige Levels im Auge behalten
Aktueller Preis: ~$78.383
Invalidierung / Hauptwiderstand: Obere Grenze des H4-FVG / Widerstandslinie.
Kursziel nach unten: Das als TARGET markierte strukturelle Swing-Tief.
XAU/USD unter Verkaufsdruck – Bären dominieren den MarktDer Goldpreis bewegt sich weiterhin in einem klaren Abwärtstrend innerhalb eines fallenden Kanals. Nach der starken Ablehnung im Widerstandsbereich um 4680 – 4690 übernahmen die Verkäufer erneut die Kontrolle über den Markt.
Die jüngsten Kerzen zeigen starken bärischen Druck mit der Bildung tieferer Hochs und tieferer Tiefs. Dies bestätigt die Fortsetzung der negativen Marktstruktur.
🔍 Technische Übersicht
Deutliche Ablehnung an der Widerstandszone
Fortsetzung des bärischen Trends
Wichtige Unterstützungszone liegt bei 4500 – 4520
Solange der Preis unter dem Widerstand bleibt, bleibt der Verkaufsdruck dominant
📌 Verkaufssignal
Einstieg: 4545 – 4560
Take Profit 1: 4520
Take Profit 2: 4500
Stop Loss: 4585
Bitcoin-Rebound-Setup von wichtiger UnterstützungszoneNach Abschluss der bärischen harmonischen Struktur nahe der Widerstandszone von 82.000 USD erfuhr Bitcoin eine deutliche Abweisung, was zu einer starken Abwärtsdynamik führte. Der Kurs befindet sich nun in einer kritischen Nachfragezone um 78.700 USD, wo Käufer aktiv werden.
Die aktuellen Kerzen deuten nach dem starken Kursverfall auf eine Stabilisierung hin, was darauf schließen lässt, dass der Abwärtsdruck kurzfristig nachlassen könnte. Sollte Bitcoin die Widerstandszone von 80.500 USD zurückerobern, steigt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Aufwärtsbewegung.
Ein Scheitern an der aktuellen Unterstützungszone könnte jedoch eine weitere Abwärtsbewegung in Richtung der Unterstützungszone von 77.700 USD auslösen. Aktuell zeigt der Markt erste Erholungssignale von einer starken technischen Unterstützungszone.
BTCUSD am H1-Widerstand: Bärische Abweisung am Order Block?Wichtige technische Beobachtungen:
Ausbruch aus dem Abwärtskanal: Der Preis bewegte sich zuvor in einem engen Abwärtskanal (orange markiert). Obwohl ein Ausbruch nach oben erfolgte, stößt er nun auf massives Angebot.
H1 Order Block (H1-OB): Der Preis ist in einen markierten bärischen Order Block im 1-Stunden-Zeitfenster gestiegen. Diese Zone fungiert als primärer Widerstand (Resistance).
Market Structure Shift: Wir sehen mehrere „BOS“-Labels (Break of Structure). Während der jüngste untergeordnete Trend bullisch war, deutet die Abweisung am H1-OB auf eine potenzielle Rückkehr zur bärischen Seite hin.
SMC-Logik: Die „SMC“-Trendlinie zeigt den zugrunde liegenden Liquiditätsantrieb. Das aktuelle Setup erwartet einen „Stop Hunt“ oder eine Abweisung aus der Premium-Supply-Zone.
Das Setup:
Der prognostizierte Pfad (rote gestrichelte Linie) deutet auf einen kurzen Retest der Widerstandszone hin, gefolgt von einer starken Abwärtsbewegung.
Einstiegszone: 80.700 – 80.850 (Innerhalb des H1-OB)
Invalidierung (SL): Ein nachhaltiger Kerzenschluss über der gelben „RESISTANCE“-Linie.
Primäres Ziel (Target): Die blaue „TARGET“-Liquiditätszone bei den jüngsten Tiefstständen (ca. 79.800 – 80.000).
BTCUSD: Bärische Ablehnung am H1 Order Block | Ziel TiefstständeZusammenfassung: Der Preis zeigt eine potenzielle Umkehr nach einer Korrekturphase.
H1 Order Block (H1-OB): Der Preis hat einen bärischen Order Block erreicht, der mit der RESISTANCE-Linie übereinstimmt.
Break of Structure (BOS): Markierungen im Chart deuten auf einen Momentumswechsel hin.
Handelsparameter:
Einstieg: Bestätigung innerhalb des H1-OB.
Stop-Loss: Oberhalb der RESISTANCE-Linie.
Ziel (Target): Liquiditätsbereich bei den vorherigen Tiefstständen.
Bitcoin vor möglichem Ausbruch nach oben !Hallo liebe TradingView-Community,
schauen wir uns heute gemeinsam den Bitcoin-Chart auf dem 4H-Timeframe an, denn technisch betrachtet bringt der Markt aktuell weiterhin mehrere Faktoren mit, die für eine mögliche Fortsetzung der Aufwärtsbewegung sprechen könnten.
Nachdem Bitcoin zuletzt das lokale Top erneut angelaufen hat und anschließend abverkauft wurde, könnte man auf den ersten Blick durchaus an ein mögliches Doppel-Top beziehungsweise ein M-Pattern denken. Genau hier wird es jedoch interessant, denn der Markt erzählt aktuell eine etwas andere Geschichte.
Durch den erneuten Rücksetzer hat sich oberhalb des aktuellen Kurses wieder verstärkt Liquidität aufgebaut. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Viele Trader eröffnen dort erneut Short-Positionen und spekulieren auf fallende Kurse. Gleichzeitig sehen wir weiterhin negative Funding Rates.
Und genau das ist ein wichtiger Punkt.
Negative Funding Rates zeigen häufig, dass zu viele Marktteilnehmer auf fallende Kurse setzen. In starken Trends wird genau das oft zum Treibstoff für weitere Aufwärtsbewegungen, da Short-Positionen bei steigenden Kursen unter Druck geraten und liquidiert werden können. Diese Liquidierungen erzeugen zusätzlichen Kaufdruck und können den Markt weiter nach oben treiben.
Technisch ebenfalls interessant:
Bitcoin konsolidiert aktuell weiterhin direkt unter dem Widerstandsbereich, ohne dabei wirklich starke Schwäche zu zeigen. Solange die 50er EMA auf dem 4H-Chart nicht nachhaltig nach unten verloren geht, bleibt die bullische Struktur kurzfristig intakt.
Und genau deshalb spielt sich das mögliche M-Pattern derzeit noch nicht vollständig aus.
Stattdessen beginnt der Kurs aktuell eher eine Struktur zu formen, die man als Ascending Triangle interpretieren könnte. Dieses Muster gilt im technischen Trading häufig als bullische Formation, weil der Markt dabei immer höhere Tiefs bildet, während der Widerstand mehrfach getestet wird. Je öfter ein Widerstand angelaufen wird, desto schwächer werden dort oft die Verkäufer.
Das bedeutet natürlich nicht, dass ein Ausbruch garantiert ist. Aber aktuell zeigen mehrere Faktoren, dass der Markt weiterhin Stärke besitzt und die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch nach oben weiterhin vorhanden bleibt.
Wichtig bleibt jetzt vor allem:
• Verteidigung der 50er EMA auf dem 4H-Chart
• Entwicklung der Funding Rates
• Verhalten der Short-Liquidität oberhalb des aktuellen Kurses
• Reaktion des Marktes am Widerstand
Denn genau dort entscheidet sich, ob Bitcoin den nächsten Impuls nach oben starten kann oder ob das Risiko eines echten M-Patterns doch noch aktiviert wird.
Viel Erfolg beim Analysieren – und bleiben Sie strukturiert.
Think beyond the chart – lesen Sie, was die Kerzen wirklich erzählen.
MoonClub Team 🚀






















