Keltner Channels (KC)

Definition

Der Keltner Channels (KC) Indikator ist ein Bandindikator, der Bollinger-Bändern und gleitenden Durchschnitts-Bändern ähnelt. Sie bestehen aus einem oberen Band oberhalb einer Mittellinie sowie einem unteren Band unterhalb der Mittellinie. Die Mittellinie ist ein gleitender Durchschnitt des Preises über einen benutzerdefinierten Zeitraum. In der Regel wird entweder ein einfacher gleitender Durchschnitt oder ein exponentiell gleitender Durchschnitt verwendet. Das obere und untere Band ist ein (benutzerdefiniertes) Vielfaches eines Bereichs, der von der Mittellinie entfernt ist. Dies kann ein Vielfaches des Tageshöchst-/Tiefstbereichs sein, oder häufiger ein Vielfaches des Average True Range.

Geschichte

Die Grundidee hinter dem Keltner Channels-Indikator wurde von Chester Keltner 1960 in seinem Buch How to Make Money in Commodities eingeführt. Seitdem sind seine Ideen erweitert und vereinfacht worden, vor allem von Linda Bradford Raschke. Raschke popularisierte die Verwendung eines exponentiell gleitenden Durchschnitts für die Mittellinie und die Verwendung des Average True Range für die Umschläge.

Berechnung

Für dieses Beispiel verwenden wir eine 20-Perioden-EMA mit Bändern unter Verwendung des Average True Range und einem Multiplikator von 2:

Basis = 20 Perioden EMA
Oberes Band = 20 Period EMA + (2 X ATR)
Unteres Band = 20 Period EMA - (2 X ATR)

Die Basics

Ähnlich wie jeder andere Indikator, der auf einem gleitenden Durchschnitt basiert, ist der Indikator der Keltner Channels-Indikator (KC) ein nachlaufender Indikator. Gleitende Durchschnitte hinken von Natur aus hinter dem Preis hinterher und damit auch alle Bänder, die auf der Grundlage eines gleitenden Durchschnitts berechnet werden. Bei der Verwendung von Keltner-Channels ist vor allem auf Durchbrüche oberhalb des oberen Bandes oder unterhalb des unteren Bandes zu achten. Ein Durchbruch oberhalb des oberen Bandes bedeutet überkaufte Bedingungen. Ein Durchbruch unterhalb des unteren Bandes bedeutet überverkaufte Konditionen.

Denken Sie jedoch bei der Verwendung von Keltner-Channels daran, dass überkaufte und überverkaufte Konditionen oft ein Zeichen von Stärke sind. Während eines klar definierten Trends können überkaufte und überverkaufte Konditionen ein Zeichen von Stärke sein. In diesem Fall würde sich der aktuelle Trend verstärken und letztlich fortsetzen. In einem seitwärts tendierenden Markt funktioniert es etwas anders. Wenn der Markt seitwärts tendiert, folgen auf überkaufte und überverkaufte Werte häufig Kurse, die sich wieder in Richtung des gleitenden Durchschnitts bewegen (mittlere Linie).

Worauf Sie achten sollten

Trend Bestätigung

Wie bereits erwähnt, kann während eines klar definierten Trends ein Durchbruch der Bänder ein Zeichen für die zugrunde liegende Stärke des Trends sein.

Während eines Aufwärtstrends kann ein Durchbruch des oberen Bandes als ein Zeichen von Stärke angesehen werden, und der Aufwärtstrend wird sich wahrscheinlich fortsetzen.

Während eines Abwärts-Trends kann ein Durchbruch unterhalb des unteren Bandes als ein Zeichen von Stärke angesehen werden, und der Abwärtstrend wird sich wahrscheinlich fortsetzen.

Überkauft und Überverkauft

Wenn ein Markt unruhig ist oder sich seitwärts bewegt, können Keltner-Channels nützlich sein, um überkaufte und überverkaufte Konditionen zu identifizieren. Diese Bedingungen können in der Regel zu Kurskorrekturen führen, wenn sich der Preis wieder in Richtung des gleitenden Durchschnitts bewegt (mittlere Linie).

Zusammenfassung

Was die Trenderkennung und die Bestimmung von überkauften und überverkauften Niveaus anbelangt, so leistet der Indikator Keltner-Channels dies effektiv. Er gehört zu einer Reihe von Bandindikatoren, die diese Aufgabe auf ihre eigene Art und Weise erfüllen. Die Keltner-Channels können zwar unabhängig verwendet werden, es ist jedoch am besten, sie mit zusätzlichen technischen Analysewerkzeugen zu verwenden. Die historische Analyse kann auch hilfreich sein, wenn es darum geht, die richtigen Parameter bei der Einrichtung des Indikators zu bestimmen. Verschiedene Wertpapiere können unterschiedliche Multiplikatoren erfordern, um die Breite der Bänder anzupassen.

Eingaben

Länge

Der Zeitraum, der für die Berechnung des MA, welcher die Grundlage für das obere und untere Band bildet, verwendet werden soll (20 ist die Standardeinstellung).

Multiplikator

Der Multiplikator welchen den Bändern hinzugefügt wird.

Quelle

Legt fest, welche Daten von Balken in den Berechnungen verwendet werden. Schlusskurs ist die Standardeinstellung.

Exponentiell

Legt fest, ob ein einfacher oder exponentiell gleitender Durchschnitt als Basis verwendet wird.

Bänder Stil

Bestimmt, ob eine High/Low Range oder die Average Rrue Range für die Bänder verwendet wird.

Stil

Oberes

Kann die Sichtbarkeit des oberen Bandes sowie die Sichtbarkeit einer Preislinie, die den aktuellen Wert des oberen Bandes anzeigt, einstellen. Sie können auch die Farbe, Linienstärke und den Linienstil des oberen Bandes auswählen.

Basis

Kann die Sichtbarkeit der Basis sowie die Sichtbarkeit einer Preislinie, die den aktuellen Wert der Basis anzeigt, einstellen. Sie können auch die Farbe, Linienstärke und den Linienstil der Basis auswählen.

Unteres

Kann die Sichtbarkeit des unteren Bandes sowie die Sichtbarkeit einer Preislinie, die den aktuellen Wert des unteren Bandes anzeigt, einstellen. Sie können auch die Farbe, Linienstärke und den Linienstil des unteren Bandes auswählen.

Hintergrund

Schaltet die Sichtbarkeit einer Hintergrundfarbe innerhalb der Bänder ein und aus. Kann auch die Farbe selbst sowie deren Deckkraft ändern.