$SOFI: Bullisches Setup oder nur korrektive Erholung?💭 Gedanken:
SoFi Technologies ist aktuell einer der schwierigeren Charts, da die Struktur alles andere als eindeutig ist. Der Titel besitzt noch keine lange Chart-Historie, wodurch die übergeordnete Einordnung vorsichtig erfolgen muss.
Grundsätzlich ist SoFi ein spannendes und skalierbares Fintech-Unternehmen. Dennoch scheint der Markt weiterhin zwischen Wachstum, Profitabilität, Zinsrisiken und Kreditzyklus zu schwanken. Genau diese Unsicherheit spiegelt sich auch im Chart wider.
Auffällig ist, dass die Bewegungen seit dem Tief Ende 2023 zwar höhere Hochs und höhere Tiefs ausgebildet haben, intern aber viele Überschneidungen zeigen. Dadurch wirkt die Struktur bisher weniger impulsiv und eher korrektiv. Auch die Indikatorenlage liefert noch kein klares Bild. Es entsteht zeitweise Momentum, aber bislang kein wirklich nachhaltiger und impulsiver Aufbau.
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1️⃣ Primäres Szenario:
In meiner primären Erwartung ist der Anstieg seit dem Tief Ende 2023 zunächst vorsichtig als korrektive Struktur zu betrachten.
Der Kurs konnte zwar deutlich steigen, jedoch wurden mehrere vorherige Hochs nach neuen Anstiegen wieder tief korrigiert. Für mich fehlt bisher die klare Impulsivität, die ich für eine bestätigte übergeordnete Trendwende sehen möchte.
Solange SoFi die oberen Widerstände nicht nachhaltig und mit zunehmendem Kaufinteresse überwindet, bleibe ich hier vorsichtig. Kurzfristig kann der Titel weiter in Richtung der Widerstandszone laufen, aber übergeordnet brauche ich deutlich mehr Beweise, bevor ich das Chartbild wirklich bullisch einordnen würde.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die erste wichtige Unterstützung liegt bei 13,85 US-Dollar.
➡️ Sollte der Kurs diese Unterstützung nachhaltig unterschreiten, würde das primäre Szenario einer weiteren Korrektur deutlich an Wahrscheinlichkeit gewinnen.
🟥 Die essenzielle Unterstützung liegt bei 8,71 US-Dollar.
➡️ Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke wäre ein sehr kritisches Signal. In diesem Fall müsste davon ausgegangen werden, dass SoFi erneut deutlich tiefere Kursbereiche anlaufen könnte.
🟢 Widerstand:
🟩 Die erste Widerstandszone liegt zwischen 23,82 – 28,26 US-Dollar.
➡️ Dieser Bereich kann kurzfristig angelaufen werden. Erst ein nachhaltiger Bruch mit steigendem Volumen und klarerem Momentum würde das Bild aufhellen.
🟩 Der essenzielle Widerstand liegt bei 33,93 US-Dollar.
➡️ Ein Bruch dieser Marke wäre ein wichtiger Schritt, würde aber noch nicht automatisch alle Risiken aus dem Chart nehmen.
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2️⃣ Alternatives Szenario:
Die bullische Alternative wäre, dass SoFi keine korrektive Struktur ausbildet, sondern mehrere aufeinanderfolgende 1-2-Setups vorbereitet.
Sollte sich dieses Szenario bestätigen, könnte sich die aufgestaute Struktur später sehr impulsiv nach oben auflösen. Dafür müsste der Kurs jedoch die Widerstände klar überwinden und gleichzeitig deutlich mehr Kaufinteresse zeigen. Besonders Volumen, Momentum und die Reaktion an den oberen Zonen wären dann entscheidend.
Aktuell sehe ich diese Möglichkeit, aber ich würde sie noch nicht präferieren. Dafür ist die Struktur bisher zu unklar und das Momentum zu wenig überzeugend.
🟠 Unterstützung – Alternative:
🟧 Die Unterstützung der Alternative liegt bei 9,66 US-Dollar.
➡️ Sollte diese Marke nachhaltig unterschritten werden, wäre die bullische Alternative aus meiner Sicht nahezu obsolet.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Der Widerstand der Alternative liegt bei 37,44 US-Dollar.
➡️ Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke würde die bärische Interpretation deutlich schwächen. Entscheidend wäre dann, ob SoFi tatsächlich impulsives Momentum ausbildet oder ob sich die korrektive Struktur nur weiter nach oben ausdehnt.
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🔵 Fazit:
🟦 SoFi bleibt für mich aktuell ein spannender, aber sehr vorsichtig zu betrachtender Titel.
Fundamental gibt es durchaus Argumente für das Unternehmen, doch charttechnisch ist die Struktur noch nicht überzeugend genug, um bereits eine klare mittel- bis langfristige Erwartung abzuleiten.
Kurzfristig bleibt entscheidend, wie der Kurs an den Unterstützungen und Widerständen reagiert. Bricht die orangene Unterstützung, wird das bullische Szenario stark geschwächt. Bricht der Widerstand der Alternative mit deutlichem Momentum, müsste die Struktur neu bewertet werden.
Bis dahin bleibt SoFi für mich ein Titel, bei dem ich lieber auf klare Beweise warte, statt zu früh vom Best Case auszugehen.
❌ Keine Anlageberatung
Aktien
$BB: Entscheidet sich jetzt die übergeordnete Struktur?💭 Gedanken:
BlackBerry steht aktuell an einem extrem wichtigen Bereich.
Der Kurs hat sich in den letzten Wochen sehr impulsiv nach oben gearbeitet und erreicht nun den Widerstand der übergeordneten Alternative bei 12,57 CAD. Genau dieser Bereich ist entscheidend, weil BlackBerry bis hierhin theoretisch immer noch lediglich eine starke Zwischenerholung ausbilden könnte, bevor der Titel später doch noch einmal neue zyklische Tiefstände anläuft.
Aufgrund der Impulsivität, des zunehmenden Kaufinteresses und der aktuellen Marktstruktur halte ich dieses Szenario inzwischen zwar für deutlich unwahrscheinlicher, aber es darf nicht vollständig ignoriert werden. Gerade bei stark abgestraften Titeln ist es wichtig, nicht nur das Potenzial nach oben zu betrachten, sondern auch die letzten relevanten Risiken sauber einzuordnen.
Psychologisch bleibt BlackBerry für mich weiterhin sehr spannend. Viele Marktteilnehmer verbinden den Namen noch immer mit dem alten Smartphone-Geschäft und weniger mit dem heutigen Geschäftsmodell rund um QNX, sichere Kommunikation und softwaredefinierte Systeme. Dass ich selbst immer wieder gefragt werde, was BlackBerry heute eigentlich macht, zeigt mir, dass diese neue Story vom breiten Markt noch nicht vollständig eingepreist sein dürfte.
Genau darin liegt aus meiner Sicht weiterhin die Fantasie.
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1️⃣ Primäres Szenario:
In meiner primären Erwartung sollte BlackBerry den Widerstand bei 12,57 CAD nachhaltig überwinden.
Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke wäre ein starkes positives Signal und würde die übergeordnete Alternative deutlich entkräften. Natürlich wären danach weiterhin korrektive Strukturen möglich, aber das Risiko eines erneuten Laufs in Richtung neuer zyklischer Tiefstände würde aus meiner Sicht deutlich sinken.
Sollte der Ausbruch gelingen, rückt die nächste größere Widerstandszone zwischen 26,65 – 40,88 CAD in den Fokus. In diesem Bereich könnte ich mir anschließend zunächst eine Seitwärtsbewegung vorstellen, damit die starke Aufwärtsbewegung verarbeitet wird und sich eine neue strukturelle Unterstützung ausbilden kann.
Die aktuelle Indikatorenlage ist kurzfristig bereits stark aufgeheizt. Der RSI befindet sich im überkauften Bereich, was nach einem derart impulsiven Anstieg nicht ungewöhnlich ist. Solange das Momentum weiter mitspielt, kann dieser Zustand jedoch länger anhalten. Eine spätere Abkühlung wäre aus meiner Sicht sogar gesund, sofern sie kontrolliert verläuft.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die bisherige strukturelle Unterstützung liegt weiterhin im Bereich von 4,52 – 4,26 CAD.
➡️ Diese Zone bleibt übergeordnet relevant, auch wenn ich aktuell nicht mehr davon ausgehe, dass der Kurs kurzfristig noch einmal so tief zurückläuft.
🟥 Die essenzielle Unterstützung liegt bei 3,72 CAD.
➡️ Sollte diese Marke nachhaltig unterschritten werden, müsste das aktuell bullische Bild deutlich kritischer betrachtet werden. Für den Moment richtet sich der Blick jedoch klar auf die Widerstände.
🟢 Widerstand:
🟩 Der entscheidende Widerstand liegt bei 12,57 CAD.
➡️ Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke wäre aus meiner Sicht das wichtigste Signal im aktuellen Chartbild. Damit würde die übergeordnete Alternative deutlich an Wahrscheinlichkeit verlieren.
🟩 Die nächste größere Widerstandszone liegt zwischen 26,65 – 40,88 CAD.
➡️ Sollte BlackBerry in diese Zone laufen, wäre dort zunächst mit einer Reaktion oder Seitwärtsphase zu rechnen. Eine neue Unterstützung müsste dann zu gegebener Zeit im Chart definiert werden.
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2️⃣ Alternatives Szenario:
Das alternative Szenario bleibt bestehen, solange der Widerstand bei 12,57 CAD nicht nachhaltig überwunden wurde.
Sollte BlackBerry an diesem Bereich deutlich abgelehnt werden, muss zunächst beobachtet werden, ob es sich lediglich um eine gesunde Korrektur nach dem starken Anstieg handelt oder ob doch wieder die übergeordnete Alternative an Bedeutung gewinnt.
Eine kurzfristige Abkühlung wäre für mich nicht automatisch negativ. Entscheidend wäre, wie impulsiv ein möglicher Rücksetzer verläuft und ob dabei neues Kaufinteresse entsteht.
Sollte sich der gesamte Anstieg wider Erwarten nur als korrektive Bewegung herausstellen, wären auch deutlich tiefere Kursbereiche nicht vollständig auszuschließen. Aufgrund der aktuellen Struktur und des Momentums halte ich dieses Szenario aber derzeit für weniger wahrscheinlich.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Der Widerstand der Alternative liegt bei 12,57 CAD.
➡️ Solange dieser Bereich nicht nachhaltig überwunden wurde, bleibt die übergeordnete Alternative formal bestehen.
➡️ Ein klarer Bruch dieser Marke würde dieses Szenario aus meiner Sicht deutlich entkräften und das bullische Gesamtbild weiter bestätigen.
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🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Die mittel- bis langfristige Erwartung aus der bestehenden Analyse bleibt weiterhin bestehen.
Sollte BlackBerry den aktuellen Widerstand nachhaltig überwinden und die Struktur weiter bestätigen, könnten übergeordnet deutlich höhere Kursbereiche relevant werden.
Wichtig ist jedoch der aktuelle Schritt:
Der Markt muss jetzt zeigen, ob die Bewegung nur eine starke Erholung war oder ob BlackBerry tatsächlich in eine neue größere Aufwärtsphase übergeht.
Für mich ist der Bereich um 12,57 CAD daher einer der wichtigsten Punkte im bisherigen Chartverlauf.
Die vollständige vorherige Analyse gibt es hier:
❌ Keine Anlageberatung
$AEVA: Wird der nächste Widerstand jetzt überwunden?💭 Gedanken:
Aeva Technologies befindet sich aktuell an einem sehr interessanten Punkt. Der Titel hat seit dem letzten Tief deutlich Kaufinteresse gezeigt und konnte sich strukturell weiter nach oben arbeiten.
Dennoch bleibt die Einordnung nicht ganz einfach. Aeva ist ein vergleichsweise junger Titel mit begrenzter Chart-Historie. Dadurch ist die übergeordnete Struktur noch nicht vollständig bestätigt und muss weiterhin vorsichtig interpretiert werden.
Auffällig ist, dass bereits mit der ersten stärkeren Aufwärtsbewegung wieder Kaufinteresse in den Markt kam. Das Handelsvolumen zieht phasenweise an, ist aber noch nicht flächendeckend stark genug, um von einer vollständig bestätigten Trendwende zu sprechen. Genau das passt aus meiner Sicht jedoch zur aktuellen Marktpsychologie: Der Markt scheint das Unternehmen und die langfristige Fantasie noch nicht vollständig zu erkennen oder ihr noch nicht vollständig zu vertrauen.
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1️⃣ Primäres Szenario:
In meiner primären Erwartung sollte Aeva den Widerstand der Alternative bei 29,33 US-Dollar nachhaltig überwinden. Gelingt dieser Bruch, würde die bullische Struktur weiter an Wahrscheinlichkeit gewinnen.
Anschließend könnte der Kurs die nächste grüne Widerstandszone zwischen 33,77 – 39,04 US-Dollar anlaufen. In diesem Bereich könnte ich mir zunächst eine kleinere Seitwärtsbewegung vorstellen, bevor der nächste Anstieg folgt.
Sollte die grüne Widerstandszone jedoch impulsiv und mit deutlich steigendem Handelsvolumen überwunden werden, müsste die Struktur weniger konservativ interpretiert werden. In diesem Fall wäre davon auszugehen, dass deutlich mehr Volatilität im Markt vorhanden ist, als aktuell zunächst angenommen wird.
Solange das nicht passiert, bleibt für mich eine konservativere Interpretation sinnvoll.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die wichtige Unterstützung liegt bei 10,38 US-Dollar.
➡️ Diese Unterstützung ist für mich strukturell sehr relevant. Sollte sie nachhaltig unterschritten werden, müsste die Interpretation des Titels neu bewertet werden. In diesem Fall wäre davon auszugehen, dass deutlich mehr Volatilität im Markt vorhanden ist und Aeva sowohl nach unten als auch später nach oben größere Bewegungen ausbilden könnte.
🟢 Widerstand:
🟩 Der kurzfristig entscheidende Widerstand liegt bei 29,33 US-Dollar.
➡️ Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke wäre ein wichtiges positives Signal und würde die Annahme stärken, dass sich Aeva weiter in Richtung der nächsten Widerstandszone bewegen kann.
🟩 Die nächste Widerstandszone liegt zwischen 33,77 – 39,04 US-Dollar.
➡️ Sollte Aeva diese Zone erreichen, wäre dort zunächst mit einer Reaktion oder Seitwärtsbewegung zu rechnen. Entscheidend wird dann, ob der Kurs dort lediglich konsolidiert oder ob der Widerstand mit steigendem Volumen impulsiv überwunden wird.
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2️⃣ Alternatives Szenario:
Das alternative Szenario bleibt relevant, solange der Widerstand bei 29,33 US-Dollar nicht nachhaltig überwunden wurde.
Sollte Aeva hier abgelehnt werden und anschließend impulsiv in Richtung der alternativen Unterstützung zurücklaufen, wäre eine weitere Ausweitung der Seitwärtsphase denkbar. Das wäre nicht zwingend bärisch, solange die alternative Unterstützung hält.
🟠 Unterstützung – Alternative:
🟧 Die alternative Unterstützung liegt bei 11,78 US-Dollar.
➡️ Sollte der Kurs nach einer Ablehnung erneut in diesen Bereich laufen und dort Kaufinteresse aufkommen, könnte sich die Seitwärtsphase zunächst verlängern, bevor anschließend ein erneuter Anstieg folgt.
➡️ Sollte die alternative Unterstützung jedoch nachhaltig unterschritten werden, würde ich davon ausgehen, dass auch die darunterliegende Unterstützung bei 10,38 US-Dollar gefährdet ist. In diesem Fall müsste die gesamte Struktur neu bewertet werden.
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🔵 Kurz- bis mittelfristige Kurserwartung:
🟦 Konservativ betrachtet liegt meine Erwartung weiterhin im Bereich von 59 – 81 US-Dollar.
Damit diese Erwartung zunehmend an Wahrscheinlichkeit gewinnt, muss Aeva nun zunächst den Widerstand bei 29,33 US-Dollar nachhaltig überwinden und anschließend zeigen, wie der Kurs an der grünen Widerstandszone zwischen 33,77 – 39,04 US-Dollar reagiert.
Gerade weil die Chart-Historie noch jung ist, bleibt die kommende Bewegung entscheidend. Sie wird zeigen, ob die konservative Interpretation ausreicht oder ob der Titel mit deutlich mehr Volatilität und damit auch mehr Spielraum nach oben bewertet werden muss.
Bis dahin bleibt Aeva für mich ein spannender Titel, bei dem die Trendwende erste Konturen zeigt, aber noch weitere Bestätigung benötigt.
❌ Keine Anlageberatung
$UBI: Wird die Trendwende jetzt bestätigt?💭 Gedanken:
Ubisoft befindet sich aktuell an einem sehr spannenden Punkt.
Der Abverkauf nach den Zahlen wirkte zunächst panikartig, wurde jedoch relativ schnell wieder aufgefangen. Besonders auffällig war dabei das hohe Handelsvolumen. Für mich spricht das dafür, dass auf diesen Niveaus weiterhin Kaufinteresse vorhanden ist.
Noch spannender ist, dass der Kurs inzwischen wieder oberhalb des Niveaus notiert, auf dem er vor den Zahlen stand. Das ist zunächst ein positives Signal, auch wenn die Trendwende dadurch noch nicht final bestätigt ist.
Die negativen Erwartungen scheinen zu einem großen Teil eingepreist zu sein. Jetzt wird entscheidend, ob der Markt nicht nur stabilisiert, sondern bereit ist, Ubisoft wieder etwas mehr Vertrauen einzupreisen.
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1️⃣ Primäres Szenario:
In meiner primären Erwartung könnte mit dem letzten Abverkauf nach den Zahlen der übergeordnete Abwärtstrend bereits abgeschlossen worden sein.
Dafür spricht vor allem, dass der starke Abverkauf nicht nachhaltig fortgesetzt wurde, sondern direkt wieder aufgekauft werden konnte. Der Kurs läuft seit einigen Wochen in einer zunehmend konstruktiven Struktur nach oben und nähert sich nun dem kurzfristig entscheidenden Widerstandsbereich.
Wichtig wird jetzt, dass die kurzfristige Unterstützung hält und der Kurs den Widerstand zwischen 5,59 – 6,10 Euro nachhaltig überwindet. Ein Bruch dieser Zone wäre aus meiner Sicht ein erstes starkes Signal, dass die Bodenbildungsthese deutlich an Wahrscheinlichkeit gewinnt.
Sollte dieser Ausbruch zusätzlich mit steigendem Volumen und weiterem Kaufinteresse erfolgen, würde sich das kurzfristige Bild klar aufhellen.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die kurzfristige Unterstützungszone liegt zwischen 3,89 – 4,33 Euro.
➡️ Diese Zone sollte idealerweise halten, wenn der Boden tatsächlich bereits ausgebildet wurde. Ein erneuter Rücklauf in diesen Bereich wäre möglich, sollte aber nicht nachhaltig darunter führen.
🟥 Die essenzielle Unterstützung liegt bei 3,37 Euro.
➡️ Sollte die kurzfristige Unterstützungszone brechen, wird diese Marke entscheidend. Ein nachhaltiger Bruch der 3,37 Euro würde das primäre Szenario deutlich schwächen.
🟢 Widerstand:
🟩 Der kurzfristig entscheidende Widerstand liegt zwischen 5,59 – 6,10 Euro.
➡️ Ein nachhaltiger Bruch dieser Zone wäre ein wichtiges positives Signal und würde die Annahme stärken, dass Ubisoft den Boden bereits ausgebildet haben könnte.
🟩 Der nächste größere Widerstandsbereich liegt weiterhin bei rund 10,18 Euro.
➡️ Dieser Bereich wird erst relevant, wenn Ubisoft den aktuellen Widerstand überzeugend überwindet und das Kaufinteresse weiter zunimmt.
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2️⃣ Alternatives Szenario:
Das alternative Szenario wird relevanter, wenn Ubisoft am aktuellen Widerstand zwischen 5,59 – 6,10 Euro abgelehnt wird oder die kurzfristige Unterstützung nachhaltig unterschreitet.
In diesem Fall wäre die aktuelle Erholung möglicherweise noch nicht der Beginn einer bestätigten Trendwende, sondern lediglich eine stärkere Gegenbewegung innerhalb der übergeordneten Korrektur.
Sollte der Kurs unter 3,89 Euro fallen, wäre die Bodenbildungsthese zunächst hinfällig. Dann müsste die essenzielle Unterstützung bei 3,37 Euro halten, damit das übergeordnete Bild nicht deutlich kritischer wird.
🟠 Unterstützung – Alternative:
🟧 Die alternative Unterstützung liegt bei 2,51 Euro.
➡️ Spätestens in diesem Bereich müsste der Kurs aus meiner Sicht deutlich reagieren. Sollte dort erneut hohes Kaufinteresse entstehen, könnte die Trendwende auch erst auf tieferem Niveau ausgebildet werden.
➡️ Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke wäre jedoch ein sehr kritisches Signal. In diesem Fall müsste der Chart vollständig neu bewertet werden, da die bisherige übergeordnete Struktur dann deutlich an Wahrscheinlichkeit verlieren würde.
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🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Die mittel- bis langfristige Erwartung aus der bestehenden Analyse bleibt weiterhin bestehen.
Sollte Ubisoft den Boden tatsächlich bereits ausgebildet haben und die Trendwende in den kommenden Wochen bestätigt werden, könnten übergeordnet weiterhin deutlich höhere Kursbereiche relevant werden.
Entscheidend ist jetzt aber nicht das langfristige Ziel, sondern der kurzfristige Beweis:
Hält die Unterstützung?
Wird der Widerstand überwunden?
Kommt weiteres Kaufinteresse zurück?
Genau an diesem Punkt befindet sich Ubisoft aktuell.
Die vollständige vorherige Analyse gibt es hier:
❌ Keine Anlageberatung
$AMC: Totgesagter Meme-Titel oder letzte spekulative Chance?💭 Gedanken :
AMC bleibt ein Titel, bei dem man klar zwischen Fundamentaldaten und Psychologie unterscheiden muss.
Fundamental wirkt die Lage weiterhin angespannt. Die finanzielle Situation bleibt belastet, viele Anleger zweifeln an der langfristigen Perspektive und die frühere Euphorie rund um den Meme-Stock ist weitgehend verschwunden.
Genau das macht die Situation aber interessant. AMC gilt weiterhin als Meme-Titel, die Erwartungen sind niedrig und viele negative Faktoren scheinen bereits eingepreist zu sein.
Die Short-Quote liegt weiterhin auf erhöhtem Niveau von rund 15–17 % des Free Float. Das ist kein bullisches Signal, zeigt aber, dass die Short-Seite weiterhin relevant bleibt. Sollte neues Kaufinteresse entstehen, könnte dies zusätzlichen Druck auf Leerverkäufer erzeugen.
Charttechnisch fällt auf, dass das Abwärtsmomentum deutlich nachgelassen hat. Gleichzeitig fehlt bislang aber auch ein klarer Aufwärtstrend. Der Markt scheint aktuell abzuwarten, ob AMC stabilisieren kann oder ob der übergeordnete Abwärtstrend lediglich pausiert.
Für mich bleibt AMC daher kein langfristiger Qualitätscase, sondern eine hochspekulative Wette auf eine psychologische Trendwende. Bereits kleinere positive Impulse könnten kurzfristig für Dynamik sorgen.
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1️⃣ Primäres Szenario :
Im Idealfall hat AMC den Boden bereits in der Phase maximal negativer Stimmung ausgebildet.
Dafür muss der Titel nun aber zeigen, dass wieder Kaufinteresse in den Markt kommt. Entscheidend ist zunächst, dass die Unterstützungen halten – insbesondere die Marke bei 1,12 US-Dollar .
Fällt AMC nachhaltig darunter, würde die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Bodenbildung deutlich sinken und ein Rücklauf zur letzten Bastion wahrscheinlicher werden.
Auf der Oberseite muss zunächst der Widerstand zwischen 1,94 – 2,29 US-Dollar überwunden werden. Idealerweise geschieht dies mit steigendem Volumen und sichtbar stärkerem Momentum.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die kurzfristige Unterstützung liegt bei 1,32 US-Dollar.
➡️ Diese Marke sollte halten, wenn die aktuelle Bodenbildung Bestand haben soll.
🟥 Die essenzielle Unterstützung liegt bei 1,12 US-Dollar.
➡️ Ein nachhaltiger Bruch würde das primäre Szenario deutlich schwächen.
🟥 Die letzte Bastion liegt bei 0,92 US-Dollar.
➡️ Fällt auch diese Marke, steigt das Risiko für Kurse unter 1 US-Dollar deutlich an.
🟢 Widerstand:
🟩 Der erste wichtige Widerstand liegt zwischen 1,94 – 2,29 US-Dollar.
➡️ Ein Ausbruch darüber wäre ein erstes positives Signal für die Bodenbildungs-These.
🟩 Die nächste größere Widerstandszone liegt zwischen 11,56 – 18,84 US-Dollar.
➡️ Dieser Bereich wird erst relevant, wenn AMC zuvor die kurzfristigen Widerstände überzeugend überwinden kann.
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2️⃣ Alternatives Szenario :
Solange AMC den Bereich zwischen 1,94 – 2,29 US-Dollar nicht nachhaltig überwindet, bleibt das Risiko bestehen, dass die bisherige Erholung lediglich eine Gegenbewegung im Abwärtstrend war.
Besonders kritisch wäre ein nachhaltiger Bruch der Unterstützung bei 1,12 US-Dollar . Dann dürfte die Wahrscheinlichkeit steigen, dass AMC erneut die letzte Bastion bei 0,92 US-Dollar testet.
Sollte auch diese Marke fallen, würde sich das Chartbild deutlich verschlechtern und der übergeordnete Abwärtstrend klar im Vordergrund stehen.
Auch ein späterer Anstieg über 2,29 US-Dollar wäre noch keine endgültige Entwarnung, da AMC weiterhin sehr volatil bleibt.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Der übergeordnete Widerstand der Alternative liegt bei 30,48 US-Dollar.
➡️ Solange AMC darunter notiert, bleibt die Möglichkeit bestehen, dass eine stärkere Erholung später wieder verkauft wird.
➡️ Scheitert der Titel deutlich früher und bricht anschließend die Unterstützungen, würde das alternative Szenario klar an Bedeutung gewinnen.
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🔵 Fazit:
🟦 AMC bleibt für mich ein hochspekulativer Titel.
Die Aktie ist stark abgeschrieben, das Abwärtsmomentum hat nachgelassen und die Erwartungen sind niedrig. Daraus kann kurzfristig eine Chance entstehen. Gleichzeitig bleibt das Risiko aufgrund der angespannten Fundamentaldaten hoch.
Für Anleger sind vor allem drei Marken entscheidend:
Unter 1,12 US-Dollar wird es kritisch.
Unter 0,92 US-Dollar wird der Chart sehr gefährlich.
Über 2,29 US-Dollar könnten erste positive Signale entstehen.
Bis dahin bleibt AMC vor allem eines:
Eine riskante Spekulation auf eine psychologische Trendwende.
$ENPH: Kommt jetzt die Rückkehr der Solaraktie?💭 Gedanken :
Enphase Energy befindet sich aus meiner Sicht an einem sehr spannenden Punkt. Der Titel wurde vom Markt massiv abgestraft, während die Stimmung im Solarsektor weiterhin alles andere als euphorisch ist.
Genau das macht die Situation interessant.
Viele Marktteilnehmer haben den Sektor weitgehend abgeschrieben. Hohe Zinsen, schwächere Nachfrage, Margendruck und eine insgesamt sehr negative Wahrnehmung haben in den letzten Monaten stark auf den Kurs gedrückt. Dennoch zeigt der Chart nun erste Hinweise darauf, dass wieder Kaufinteresse in den Titel zurückkehrt.
Auffällig ist vor allem, dass das Handelsvolumen zuletzt deutlich zugenommen hat. Gleichzeitig konnte der Kurs aus dem Bereich der Unterstützungen heraus dynamisch ansteigen. Auch das Momentum hellt sich zunehmend auf, während der RSI durch die jüngste Bewegung bereits deutlich angezogen hat.
Entscheidend wird nun, ob Enphase die aktuelle Stärke bestätigen kann oder ob die Bewegung lediglich eine stärkere Zwischenerholung innerhalb der übergeordneten Korrektur bleibt.
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1️⃣ Primäres Szenario :
In meiner primären Erwartung könnte der Boden bei Enphase bereits ausgebildet worden sein. Strukturell sieht es aktuell durchaus konstruktiv aus, nachdem der Kurs im Bereich um 31 US-Dollar bzw. leicht darunter eine deutliche Reaktion gezeigt hat.
Die Bewegung seit dem Tief wirkt impulsiv, das Handelsvolumen nimmt zu und der Widerstand bei 60,42 US-Dollar wurde bereits überschritten. Nun wird entscheidend, ob dieser Ausbruch auch nachhaltig Bestand hat und der Kurs weiter in Richtung der Oberkante der Widerstandszone laufen kann.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die erste wichtige Unterstützung liegt bei 31,43 US-Dollar .
➡️ Sollte der Kurs diese Unterstützung nachhaltig unterschreiten, wäre das primäre Szenario in seiner aktuellen Form invalidiert. In diesem Fall würde die Alternative in den Vordergrund rücken und die Wahrscheinlichkeit deutlich steigen, dass die Korrektur noch nicht abgeschlossen ist und der Markt noch einmal tiefere Kursbereiche ansteuert.
🟢 Widerstand:
🟩 Die Widerstandszone liegt zwischen 60,42 – 73,87 US-Dollar .
➡️ Ein nachhaltiger Bruch der 73,87 US-Dollar wäre aus meiner Sicht ein starkes positives Signal. In diesem Fall würde die Wahrscheinlichkeit deutlich steigen, dass der Boden tatsächlich ausgebildet wurde und Enphase in eine neue übergeordnete Aufwärtsbewegung übergeht.
Sollte der Kurs diesen Bereich impulsiv überwinden und das Kaufinteresse weiter zunehmen, könnte sich das psychologische Bild sehr schnell verändern.
Aus Übersichtlichkeitsgründen ist die Oberkante bei 73,87 US-Dollar besonders relevant, da sich dort auch die Alternative entscheidet.
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2️⃣ Alternatives Szenario :
Solange die Widerstandszone zwischen 60,42 – 73,87 US-Dollar nicht nachhaltig überwunden wurde, bleibt die Alternative präsent.
In diesem Szenario wäre die aktuelle Aufwärtsbewegung lediglich eine Zwischenerholung innerhalb der übergeordneten Korrektur. Auch wenn das zunehmende Volumen und die jüngste Dynamik eher konstruktiv wirken, darf diese Möglichkeit nicht ignoriert werden.
Sollte der Kurs im Bereich der Oberkante bei 73,87 US-Dollar signifikant abgelehnt werden, könnte sich die Korrektur noch einmal fortsetzen. In diesem Fall wären neue lokale Tiefstände denkbar und der Chart müsste entsprechend enger beobachtet werden.
Gerade bei stark abgestraften Titeln können solche Erholungen kurzfristig sehr überzeugend wirken, ohne dass der übergeordnete Boden bereits final bestätigt ist. Deshalb bleibt die Reaktion an dieser Widerstandszone kurzfristig entscheidend.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Der Widerstand bei 73,87 US-Dollar ist für die Alternative entscheidend.
➡️ Eine deutliche Ablehnung an diesem Niveau würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die aktuelle Bewegung nur eine Zwischenerholung war. In diesem Fall könnte sich die Korrektur erneut ausweiten und tiefere Kursbereiche würden wieder relevanter werden.
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🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung :
🟦 Sollte sich die Trendwende bestätigen und Enphase in eine neue größere Aufwärtsbewegung übergehen, könnten mittel- bis langfristig Kurse im Bereich von 589 – 1.233 US-Dollar möglich werden.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Kurs die relevante Widerstandszone nachhaltig überwindet und das Kaufinteresse weiter zunimmt. Besonders die Oberkante bei 73,87 US-Dollar ist kurzfristig entscheidend.
Bis dahin bleibt Enphase für mich ein sehr spannender Titel, bei dem der Markt möglicherweise noch zu stark auf die aktuellen Probleme im Solarsektor schaut und das langfristige Potenzial unterschätzt.
$XPEV: Unterschätzt der Markt die eigentliche Story?💭 Gedanken:
XPeng wird meiner Meinung nach vom Markt ähnlich behandelt wie BlackBerry. Wenn man sich oberflächlich mit dem Geschäftsmodell beschäftigt, kommt man relativ schnell zu der Erkenntnis, dass es sich „nur“ um einen chinesischen EV-Hersteller handelt. Und genau dieses Narrativ scheint für viele Anleger längst nicht mehr interessant zu sein.
Auf den ersten Blick ist XPeng natürlich ein Hersteller intelligenter Elektrofahrzeuge. Das Unternehmen entwickelt und verkauft Smart EVs, konkurriert in einem hart umkämpften chinesischen Automarkt und steht damit automatisch im Schatten von BYD, Tesla, Nio, Li Auto und vielen weiteren Anbietern.
Aber was sieht der Markt möglicherweise nicht?
Aus meiner Sicht liegt die spannendere Ebene nicht allein im klassischen Fahrzeuggeschäft, sondern in der technologischen Infrastruktur dahinter. XPeng positioniert sich zunehmend als AI-Mobility-Unternehmen mit Fokus auf autonomes Fahren, eigene Software- und Chipsysteme, Robotaxis, humanoide Robotik und sogar Flying Cars. Genau dieser Punkt könnte langfristig entscheidend werden.
Wenn der Markt XPeng weiterhin nur als EV-Hersteller bewertet, blendet er möglicherweise einen erheblichen Teil der eigentlichen Fantasie aus. Ähnlich wie bei BlackBerry könnte die Chance darin liegen, dass der Markt noch am alten Bild festhält, während sich im Hintergrund bereits eine deutlich breitere Technologie-Story entwickelt.
Und genau diese Unsicherheit spiegelt sich auch im Chart wider.
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1️⃣ Primäres Szenario:
In meiner primären Erwartung befindet sich XPeng seit dem IPO weiterhin in einem übergeordneten Abwärtstrend, welcher noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Seit dem letzten Allzeittief bei 6,18 US-Dollar kam es zwar zu einer Aufwärtsbewegung, diese wirkt bisher jedoch eher lethargisch und wenig impulsiv. Zudem hat das Handelsvolumen sukzessive nachgelassen, was weiterhin von Unsicherheit zeugt.
Der Kurs befindet sich aktuell an einer Unterstützung, welche die Alternative stärken würde, sofern XPeng von hier aus impulsiv anzieht. Primär gehe ich jedoch weiterhin von einem erneuten Abverkauf in Richtung 7,20 US-Dollar oder darunter aus.
Sollte das Momentum allerdings schlagartig umschwenken und der Markt XPeng nicht mehr nur als reinen EV-Hersteller wahrnehmen, könnte der Kurs auch bereits vorher drehen.
Wichtig: Die Main Board der Hong Kong Stock Exchange ist mit dem Listing unter 9868 für viele Marktteilnehmer der zentrale asiatische Handelsplatz. Diese Analyse bezieht sich jedoch auf das NYSE-Listing unter $XPEV.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Trendwende sollte zwischen 7,20 – 4,96 US-Dollar erfolgen.
➡️ Da aufgrund der übergeordneten Abwärtsstruktur keine wirklich essenzielle Unterstützung ausgewiesen werden kann, bleibt die Struktur bei einem Unterschreiten der 4,96 US-Dollar besonders genau zu beobachten.
Sollte das Kaufinteresse auf diesen Niveaus ansteigen und das Abwärtsmomentum zeitgleich abnehmen, könnten dies erste Hinweise auf eine Bodenbildung sein.
🟢 Widerstand:
🟩 Die Überwindung des Widerstands zwischen 25,28 – 31,32 US-Dollar von den aktuellen Niveaus aus wäre ein bullisches Zeichen und würde die Alternative zunehmend wahrscheinlicher machen.
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2️⃣ Alternatives Szenario:
In der Alternative könnte der Boden bereits im August 2024 ausgebildet worden sein, ohne dabei ein neues Tief zu markieren. Das kommt gelegentlich am Markt vor, wenn das Momentum entsprechend umschwenkt und die Käufer früher zurückkehren, als die Mehrheit erwartet.
Auch der darauffolgende Kursanstieg brachte eine gewisse Impulsivität mit sich. Allerdings ist die Handelsaktivität seither noch sehr verhalten und untermauert dieses Bild bisher nicht vollständig.
Natürlich muss hierbei auch die allgemeine Marktlage berücksichtigt werden. Die weiterhin vorherrschende Unsicherheit passt durchaus ins Bild, denn XPeng ist aktuell kein klassischer Hype-Titel. Sollte das Unternehmen jedoch zeigen, was technologisch wirklich in ihm steckt, könnte sich die Wahrnehmung des Marktes schnell verändern und die Alternative könnte die Oberhand gewinnen.
🟠 Unterstützung – Alternative:
🟧 Dieses Szenario ist recht knapp bemessen und wird mit einem Unterschreiten der 11,23 US-Dollar deutlich unwahrscheinlicher.
➡️ Sollte der Kurs in den kommenden Tagen und Wochen – möglicherweise auch durch die bevorstehenden Zahlen – impulsiv ansteigen, wäre das ein positives Signal für die Alternative. Dennoch würde ich darauf zunächst verhalten reagieren, solange der übergeordnete Widerstand nicht überwunden wurde.
Ein impulsiver Anstieg mit anschließendem Bruch der Widerstandszone wäre für mich das erste wirklich bullische Zeichen.
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🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Je nachdem, wo die Trendwende letztendlich erfolgt, könnte der darauffolgende Aufwärtstrend den Kurs zunächst in Richtung 116 – 142 US-Dollar und – je nach Stärke – sogar darüber hinaus treiben.
$UBI vor den Zahlen: Zwischen Trendwende & Abverkauf!💭 Gedanken:
Am morgigen Tag liefert Ubisoft Zahlen, welche für den Markt kurzfristig richtungsweisend sein könnten. Für mich ist die Situation aktuell noch etwas unklar, weshalb ich das primäre Szenario nur minimal wahrscheinlicher gewichte als die Alternative.
1️⃣ Primäres Szenario:
Sofern die Zahlen einen signifikanten Einfluss auf den Markt haben und positiv aufgenommen werden, könnte ich mir kurzfristig eine stärkere Reaktion vorstellen. Wie weit sich diese anschließend in einer Aufwärtsbewegung abbildet, bleibt abzuwarten.
Auffällig ist die potenziell zurückkehrende Kaufbereitschaft. Es wirkt so, als würden sich erste Marktteilnehmer positionieren. Gleichzeitig hat das Abwärtsmomentum deutlich abgenommen. Was erwartet der Markt? Genau diese Frage könnte morgen beantwortet werden.
Baut sich das positive Momentum weiter aus, wäre ein Anstieg in Richtung der Widerstandszone denkbar. Andernfalls würde die Alternative sehr schnell an Wahrscheinlichkeit gewinnen.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Unterstützung zwischen 4,16 – 3,25 Euro hat bisher gehalten.
🟥 Bei 3,37 Euro liegt eine essenzielle Unterstützung, welche kurzfristig noch einmal angelaufen werden könnte.
➡️ Sollte diese essenzielle Unterstützung nachhaltig unterschritten werden, würde es zunehmend kritischer für den Titel werden. Die letzte Bastion wäre dann die alternative Unterstützungszone.
🟢 Widerstand:
🟩 Das Anlaufen bzw. die Überwindung des Widerstands zwischen 10,18 – 13,81 Euro wäre ein starkes positives Signal und könnte Marktteilnehmer, die auf der Short-Seite positioniert sind, zunehmend unter Druck setzen. Das wiederum könnte für zusätzliche Aufwärtsdynamik sorgen.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Sobald die essenzielle Unterstützung nachhaltig unterschritten wird, greift die bärische Alternative. In diesem Szenario gehe ich davon aus, dass sich die übergeordnete Korrektur fortsetzt und wir noch einmal Kurse im Bereich um 2,50 Euro sehen könnten.
🟠 Unterstützung – Alternative:
🟧 Sollte das Kaufinteresse auf dem Niveau von 2,50 Euro weiter zunehmen, wäre dort mit einer Trendwende zu rechnen. Im Kern würde dies dem primären Szenario entsprechen, nur mit einem weiteren Tief.
➡️ Sollte diese Unterstützung jedoch nicht halten und nachhaltig unterschritten werden, wäre der gesamte Chart kritisch zu betrachten und müsste vollständig neu bewertet werden.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Je nachdem, wo die Trendwende letztendlich erfolgt, könnte der darauffolgende langfristige Aufwärtstrend den Kurs in Richtung 230 – 460 Euro treiben.
$DUOL am Scheideweg: Trendwende oder nächster Abverkauf?1️⃣ Primäres Szenario:
Duolingo befindet sich aktuell an einem entscheidenden Punkt. Die zentrale Frage ist, ob der übergeordnete Abwärtstrend nun beginnt zu brechen und mit dem letzten lokalen Tief bereits ein Boden ausgebildet wurde – oder ob der Kurs noch eine weitere Stufe nach unten läuft.
Im primären Szenario nehme ich an, dass sich bereits ein erstes 1–2-Setup ausgebildet hat oder dieses gerade noch finalisiert wird. Dafür spricht, dass die essenzielle Unterstützung der Welle II im Bereich um 96,84 US-Dollar nur kurzzeitig unterschritten wurde, bevor der Kurs in die rote Unterstützungszone lief und anschließend eine erste, wenn auch noch kleinere, impulsive Gegenreaktion zeigte.
Kurz vor dem möglichen Boden kam es zudem zu erhöhtem Kaufinteresse. Die Kaufdichte ist aktuell jedoch noch relativ schmal, weshalb ich hier noch nicht von einer vollständigen Bestätigung sprechen würde. Vielmehr befindet sich der Titel in einer Phase, in der die kurzfristige Struktur nun entscheidend wird.
Solange die relevanten Unterstützungen halten und der Kurs die grüne Widerstandszone nachhaltig überwinden kann, bleibt die Annahme einer beginnenden Trendwende intakt. Idealerweise erfolgt dieser Ausbruch impulsiv und mit zunehmendem Kaufinteresse. Sollte der Kurs hingegen eher lethargisch über den Widerstand laufen, wäre dies zwar ebenfalls ein erstes positives Signal, müsste jedoch weiter beobachtet werden.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die kurzfristige Unterstützung liegt zunächst bei 98,68 US-Dollar. Darunter befindet sich mit 96,84 US-Dollar die essenzielle Unterstützung der Welle II.
➡️ Solange diese Bereiche verteidigt werden, bleibt das primäre Szenario intakt. Ein kurzfristiges Unterschreiten wäre noch nicht zwingend problematisch, sofern spätestens im Bereich der orangenen Unterstützung bei 93,88 US-Dollar eine deutliche Gegenreaktion erfolgt.
🟠 Kritischer Bereich:
🟧 Die Unterstützung bei 93,88 US-Dollar ist kurzfristig besonders wichtig. Sollte dieser Bereich nachhaltig unterschritten werden, würde die Wahrscheinlichkeit einer fortgesetzten Korrektur deutlich zunehmen.
➡️ Mit einem Bruch des letzten lokalen Tiefs im Bereich um ca. 87 US-Dollar wäre das aktuell angenommene 1–2-Setup invalidiert. Damit wäre jedoch nicht automatisch die gesamte übergeordnete bullische Idee hinfällig. Entscheidend wäre dann, ob sich lediglich eine größere Akkumulationsphase mit einem marginal neuen Tief ausbildet – oder ob der Kurs direkt in Richtung der nächsten relevanten Unterstützung bei 78,04 US-Dollar läuft.
🟢 Widerstand:
🟩 Die grüne Widerstandszone zwischen 113,74 – 115,86 US-Dollar ist essenziell und muss nachhaltig überwunden werden.
➡️ Ein impulsiver Bruch dieser Zone wäre ein erstes starkes Signal dafür, dass der Boden tatsächlich ausgebildet wurde und sich der Kurs in eine neue Aufwärtsstruktur bewegt. Ohne klares Momentum müsste die Bewegung jedoch weiterhin kritisch beobachtet werden, da ein korrektiver Anstieg nicht ausgeschlossen wäre.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Im alternativen Szenario war die bisherige Erholung seit dem lokalen Tief lediglich eine korrektive Zwischenerholung innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends. Ein nachhaltiger Bruch der 93,88 US-Dollar würde dieses Szenario deutlich stärken.
Fällt anschließend auch das letzte lokale Tief im Bereich um ca. 87 US-Dollar, wäre das aktuelle 1–2-Setup invalidiert. Danach wird entscheidend, ob der Kurs nur marginal neue Tiefs ausbildet und anschließend impulsiv zurückdreht – oder ob sich die Abwärtsbewegung direkt in Richtung 78,04 US-Dollar fortsetzt.
In letzterem Fall würde die Alternative klar in den Vordergrund rücken. Sollte auch der Bereich um 78,04 US-Dollar nachhaltig unterschritten werden, müsste ich den Chart vollständig neu bewerten, da dann auch die übergeordnete Struktur seit 2022 infrage gestellt wäre.
🟠 Aktivierung der Alternative:
🟧 Ein nachhaltiger Bruch der 93,88 US-Dollar würde die Alternative deutlich stärken.
➡️ Sollte anschließend auch das letzte lokale Tief im Bereich um ca. 87 US-Dollar fallen, wäre eine Fortsetzung des Abwärtstrends wahrscheinlich. Der nächste relevante Bereich läge dann bei 78,04 US-Dollar.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Sofern der Boden tatsächlich bereits ausgebildet wurde und Duolingo nun in eine neue Aufwärtsstruktur übergeht, könnten mittelfristig Kurse im Bereich von 750 – 870 US-Dollar denkbar werden.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die aktuelle Unterstützungsstruktur hält, die grüne Widerstandszone nachhaltig überwunden wird und anschließend weiteres Kaufinteresse in den Markt zurückkehrt. Sollte der Boden hingegen noch nicht vollständig ausgebildet sein, würden sich die Zielbereiche entsprechend nach unten verschieben.
Aktuell bleibt Duolingo damit an einem sehr spannenden Punkt: Die ersten Signale einer möglichen Trendwende sind vorhanden, aber die Bestätigung durch Struktur, Momentum und Kaufinteresse steht noch aus.
$AEVA: Trendwende intakt oder droht der nächste Abverkauf?1️⃣ Primäres Szenario:
In diesem Szenario sehe ich Aeva übergeordnet bullisch und den Boden im März 2025 als etabliert. Demnach hat sich bis zum Top im Juni 2025 der Beginn eines neuen Aufwärtstrends abgezeichnet. Die Volatilität dieser ersten Bewegung lässt dabei einen großen Spielraum für die folgenden Bewegungen zu, innerhalb dieser Analyse betrachte ich das Setup jedoch eher konservativ.
Dieses Szenario hat aufgrund des jüngsten Abverkaufs nur noch einen relativ schmalen Spielraum, bevor das alternative Szenario greift. Im primären Szenario muss die Unterstützung zwischen 12,91 – 12,23 US-Dollar halten. Bestenfalls kommt es zeitnah zu einer impulsiven Aufwärtsbewegung, welche den Widerstand zwischen 20,32 – 23,85 US-Dollar nachhaltig überwindet.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Unterstützung zwischen 12,91 – 12,23 US-Dollar ist essenziell und muss halten.
➡️ Ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Unterstützung würde das primäre Szenario massiv schwächen und die Alternative deutlich wahrscheinlicher machen.
🟢 Widerstand:
🟩 Sobald der Widerstand zwischen 20,32 – 23,85 US-Dollar nachhaltig überschritten wird, gewinnt das primäre Szenario signifikant an Stärke.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Dieses Szenario ist deutlich bärischer und würde implizieren, dass die Aufwärtsbewegung bis zum Top im Juni 2025 lediglich korrektiver Natur war. Auch wenn dies aufgrund der Impulsivität der Bewegung eher unwahrscheinlich erscheint, bleibt dieses Szenario dennoch möglich.
🟠 Unterstützung – Alternative:
🟧 Erfolgt der nachhaltige Bruch der 11,78 US-Dollar, sehe ich dieses Szenario als zunehmend wahrscheinlicher. In diesem Fall könnte eine impulsive Abwärtsbewegung folgen, welche den Kurs auf neue Allzeittiefstände befördern würde.
➡️ Sollte die Unterstützung halten, wäre die erwartete Korrektur zwar etwas tiefer ausgefallen als ursprünglich angenommen, das übergeordnete bullische Szenario bliebe jedoch weiterhin gültig.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Je nachdem, wie die Aufwärtsbewegung bis Juni 2025 letztendlich zu interpretieren ist, könnten wir im Fall einer Fortsetzung des Aufwärtstrends kurz- bis mittelfristig mit Kursen zwischen 59,02 – 81,44 US-Dollar rechnen.
$BB: Nächste Ausbruch oder finaler Rücksetzer?1️⃣ Primäres Szenario:
Nachdem wie erwartet eine impulsive Reaktion aus der mittlerweile ausgegrauten Unterstützungszone erfolgte, stellt sich nun die Frage, wann sich der jüngste Impuls erschöpft. Aufgrund der vorangegangenen Bewegungen seit Ende 2024 wäre zu erwarten, dass die Widerstandszone im nächsten Anlauf überwunden wird.
Zuvor sollten wir jedoch einen Rücksetzer in die rote Unterstützungszone zwischen 6,71 – 6,38 CA-Dollar sehen. Die jüngste Aufwärtsbewegung muss zunächst verarbeitet werden.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Aufwärtsbewegung sollte sich nach einem Rücksetzer zwischen 6,71 – 6,38 CA-Dollar fortsetzen.
➡️ Sollten die 6,38 CA-Dollar nachhaltig unterschritten werden, könnte eine Korrektur der gesamten jüngsten Aufwärtsbewegung bis in die essenzielle Unterstützungszone zwischen 5,61 – 5,02 CA-Dollar erfolgen.
Ähnlich wie beim Anstieg Ende 2024 und im Q2 2025, was innerhalb dieses Setups als weiteres bullisches Signal interpretiert werden könnte.
🟢 Widerstand:
🟩 Sofern der Widerstand zwischen 8,35 – 10,24 CA-Dollar erneut angelaufen wird, stehen die Chancen gut, dass dieser überwunden wird. Kommt es hingegen erneut zu einer Ablehnung, wäre eine Korrektur in Richtung 5,61 – 5,02 CA-Dollar denkbar.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Solange der Widerstand bei 10,24 CA-Dollar nicht nachhaltig überwunden wurde, bleibt diese Alternative präsent. Da die frühen Phasen einer Trendwende häufig von Unsicherheit begleitet werden, spiegelt sich dies auch im Chart wider.
Demnach könnten wir – auch wenn ich dies aufgrund der aktuellen Struktur als weniger wahrscheinlich erachte – eine größere Korrektur bzw. impulsive Abwärtsbewegung sehen, welche die Unterstützung bei 5,02 CA-Dollar nachhaltig unterschreiten würde.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Bricht die Unterkante der essenziellen Unterstützung bei 5,02 CA-Dollar nachhaltig, wird diese Alternative zunehmend wahrscheinlicher.
➡️ Damit wäre die gesamte Aufwärtsstruktur seit Ende 2024 infrage zu stellen und das primäre Szenario würde massiv geschwächt, wenn nicht sogar hinfällig werden.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Je nachdem, wo die Trendwende letztendlich erfolgt, könnten wir kurz- bis mittelfristig Kurse zwischen 26 – 40 CA-Dollar sehen.
$TEAM: Trendwende bestätigt – oder nur eine Erholung?1️⃣ Primäres Szenario:
Dieses Szenario zeigt bereits erste Bestätigungssignale, nachdem zuletzt erhöhtes Kaufinteresse aufgekommen ist. Demnach könnte nach dem signifikanten Abwärtsmomentum bereits der Boden ausgebildet worden sein, was sich durch nachhaltige Brüche der Widerstände weiter bestätigen würde.
Sofern sich dieses Szenario durchsetzt, rechne ich mit einer impulsiven Aufwärtsbewegung in Richtung Allzeithoch und darüber hinaus, da nun die liquiditätsstärkste Welle folgen könnte.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Trendwende könnte bereits zwischen 61,59 – 35,11 US-Dollar erfolgt sein oder – sofern die Alternative greift – noch in diesem Bereich stattfinden.
➡️ Ein nachhaltiges Unterschreiten der 61,59 US-Dollar könnte darauf hindeuten, dass der Boden noch nicht vollständig ausgebildet ist und sich der Abwärtstrend bis in den Bereich um 35,11 US-Dollar fortsetzen könnte.
Spätestens dort sollte es zu einer Trendwende kommen, andernfalls müsste ich den Chart neu bewerten und die aktuellen Szenarien wären hinfällig.
🟢 Widerstand:
🟩 Die nachhaltige Überwindung des Widerstands zwischen 135,13 – 166,34 US-Dollar ist essenziell, da dieser Bereich im Hintergrund eine weitere Alternative impliziert, nach der sich der übergeordnete Abwärtstrend nach einer Erholung fortsetzen könnte.
Eine erneute Korrektur in Richtung 35,11 US-Dollar wäre in diesem Fall wahrscheinlich.
2️⃣ Alternatives Szenario:
In diesem Szenario könnte es an der Widerstandszone der Alternative zunächst zu einer Ablehnung kommen. Anschließend wäre ein erneuter Rücklauf in den Bereich um 57 US-Dollar oder leicht darunter denkbar, bevor die eigentliche Trendwende einsetzt.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Erfolgt der nachhaltige Bruch der 116,42 US-Dollar, wird die aktuelle Alternative zunehmend unwahrscheinlicher. Mit dem Erreichen der 135 US-Dollar würde ich diese durch die oben genannte übergeordnete Alternative ersetzen, um bestmöglich vorbereitet zu sein – insbesondere für den Fall, dass es sich aktuell lediglich um eine Erholungsphase und nicht um eine nachhaltige Trendwende handelt.
➡️ Eine Ablehnung an diesem Widerstand würde die Wahrscheinlichkeit des alternativen Szenarios entsprechend erhöhen.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Sofern die Trendwende bereits im Gange ist, rechne ich im darauffolgenden Aufwärtstrend mit Kursen in Richtung 810 – 990 US-Dollar und – je nach Dynamik – sogar über 1.000 US-Dollar hinaus.
$TXG: Täuscht die Schwäche – doch bullischer als erwartet?1️⃣ Primäres Szenario:
Ich habe das primäre Szenario angepasst, da die aktuelle Struktur meine Erwartungen nicht erfüllt hat und die angenommene Korrektur nicht die gewünschte Tiefe erreicht hat. Zudem ist die Indikatorenlage nicht eindeutig genug, weshalb ich den „Spielraum“ bewusst überschaubar halte, um kurzfristig auf Bestätigungssignale reagieren zu können.
Dieses Szenario ist etwas bullischer und geht von multiplen 1–2-Setups aus, was bedeuten würde, dass zeitnah eine liquiditätsstarke Aufwärtsbewegung folgen könnte. Der Spielraum hierfür ist klar definiert.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Unterstützung zwischen 21,18 – 19,93 US-Dollar muss für die Fortsetzung des Trends halten.
➡️ Bricht die rote Unterstützungszone zwischen 21,18 – 19,93 US-Dollar, schwächt das die primäre Erwartung. Ein Bruch der orangenen Unterstützung würde das alternative Szenario hingegen deutlich stärken.
🟢 Widerstand:
🟩 Die Überwindung des Widerstands zwischen 25,78 – 27,81 US-Dollar ist essenziell. Idealerweise geht diese mit einer impulsiven Bewegung und steigendem Kaufinteresse einher, was die Annahme weiter untermauern – wenn nicht sogar bestätigen – würde.
2️⃣ Alternatives Szenario:
In diesem Szenario wäre mit einer ausgeprägteren Korrektur zu rechnen, die den Kurs noch einmal in den Bereich um 14 US-Dollar führen könnte, bevor die nächste größere Aufwärtsbewegung einsetzt. In diesem Fall würde die bullische Annahme multipler 1–2-Setups relativiert werden, sodass eher von einer einfacheren Struktur auszugehen wäre.
🟠 Unterstützung – Alternative:
🟧 Ein nachhaltiger Bruch der Unterstützung bei 18,16 US-Dollar würde das primäre Szenario deutlich schwächen und die Alternative entsprechend wahrscheinlicher machen.
➡️ Sollte diese Unterstützung halten, bleibt das primäre Szenario intakt. Eine impulsive Gegenreaktion an diesem Niveau würde dies zusätzlich bestätigen.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Abhängig davon, welches Szenario eintritt, könnten wir mittelfristig Kurse zwischen 40 – 48 US-Dollar sehen. Langfristig wären auch Niveaus in Richtung 100 US-Dollar denkbar.
$BB: Erwacht nach zwei Jahrzehnten - jetzt wird es entscheidend.1️⃣ Primäres Szenario
Mit der aktuellen Aufwärtsbewegung gewinnt das primäre Szenario zunehmend an Wahrscheinlichkeit. Hinzu kommen Katalysatoren in Form von diversen Kooperationen – unter anderem mit Nvidia, wobei diese bereits bestanden hat und nun weiter vertieft wird. Nun bleibt abzuwarten, wie lange das Momentum anhält und wie der Kurs an den relevanten Widerständen reagiert. Ein Rücksetzer an der grünen Widerstandszone wäre dabei durchaus denkbar.
🔴 Unterstützung:
🟥 Die Trendwende scheint vorerst vollzogen zu sein – dennoch bleibt die Unterstützungszone zwischen 4,52 – 4,26 CA-Dollar relevant, sollte sich noch eine komplexere Struktur ausbilden. Aktuell gibt es dafür jedoch keine Anzeichen.
➡️ Ein Bruch der 4,26 CA-Dollar würde das primäre Szenario vom Chart räumen und eine vollständige Neubewertung erforderlich machen.
🟢 Widerstand:
🟩 Die nachhaltige Überwindung der Widerstandszone zwischen 8,35 – 10,24 CA-Dollar ist absolut essenziell, um die Trendwende vorerst als bestätigt zu betrachten.
2️⃣ Alternatives Szenario
Sollte der Kurs am Widerstand bei 12,57 CA-Dollar signifikant abgelehnt werden und anschließend impulsiv abverkaufen, wäre das ein ernstzunehmendes Warnzeichen. Je nach Struktur könnte es sich dabei jedoch auch um eine erwartete Korrektur handeln. Die Alternative bleibt daher so lange relevant, bis dieser Widerstand nachhaltig überwunden wurde – denn angesichts einer übergeordneten Korrektur von über zwei Jahrzehnten Dauer muss genau das erst eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Der Widerstand bei 12,57 CA-Dollar muss nachhaltig überwunden werden, um das alternative Szenario endgültig vom Chart zu nehmen. Erst ab diesem Zeitpunkt würde ich die erfolgreiche Trendwende vollumfänglich einräumen.
➡️ Eine Ablehnung an diesem Level würde die Wahrscheinlichkeit des alternativen Szenarios entsprechend erhöhen.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Sofern die Trendwende tatsächlich vollzogen ist, könnte der darauffolgende Aufwärtstrend den Kurs mittelfristig in Richtung 100 – 400 CA-Dollar treiben – und je nach Stärke des Impulses sogar deutlich darüber hinaus. BlackBerry bringt ein enormes Maß an Volatilität mit, weshalb langfristig auch Kurse in Richtung 1.000 CA-Dollar durchaus denkbar wären.
$FIVN: Unterschätzt – mit Blue-Chip-Potenzial?1️⃣ Primäres Szenario:
Obwohl sich bereits bullische Divergenzen gebildet haben, liegen bei Five9 das primäre und das alternative Szenario weiterhin nah beieinander. Dennoch halte ich eine zeitnahe Trendwende für wahrscheinlicher, da das Kaufinteresse zunimmt und das Abwärtsmomentum parallel weiter nachlässt.
Da an den Unterstützungen weiterhin Reaktionen erfolgen, sollte die Trendwende spätestens an der essenziellen Unterstützung bei 8,40 US-Dollar stattfinden. Sollte der Kurs dieses Niveau erreichen, bevor der Widerstand der Alternative angelaufen wird, würde dies die Wahrscheinlichkeit der Alternative deutlich verringern.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Trendwende sollte zwischen 13,63 – 11,54 US-Dollar erfolgen.
➡️ Sollte die Marke um 11,54 US-Dollar nicht halten, könnten wir eine Fortsetzung der Korrektur bis 8,40 US-Dollar sehen. Spätestens dort sollte die Trendwende einsetzen, andernfalls müsste der Chart vollständig neu bewertet werden.
🟢 Widerstand:
🟩 Ein Bruch des Widerstands zwischen 49,58 – 57,42 US-Dollar wäre ein starker Hinweis auf eine etablierte Trendwende. Da der Widerstand der Alternative unterhalb dieses Bereichs liegt, ist dieser kurzfristig relevanter und muss zunächst überwunden werden.
➡️ Sollte es nach dem Bruch des alternativen Widerstands zu einer Ablehnung an der grünen Widerstandszone kommen, könnte sich eine weitere Alternative ausbilden, die eine Fortsetzung der Korrektur zur Folge hätte.
2️⃣ Alternatives Szenario:
In diesem Szenario wäre zunächst eine Erholung zu erwarten, die sich jedoch lediglich als korrektiver Anstieg darstellen würde. Anschließend müssten wir noch einmal mit einem Abverkauf in Richtung 8,40 US-Dollar rechnen, bevor die eigentliche Trendwende erfolgt.
Da das primäre und das alternative Szenario aktuell sehr nah beieinanderliegen, unterscheiden sie sich vor allem im zeitlichen Verlauf. Während die Alternative eine größere Erholung vor der nächsten Abwärtsbewegung vorsieht, könnte es im primären Szenario entweder direkt zur Trendwende oder zu einer tieferen Korrektur kommen.
Die kommenden Wochen dürften hierbei entscheidend sein.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Der Bruch der orangenen Widerstandszone zwischen 22,03 – 30,10 US-Dollar ist essenziell, um die Alternative zu schwächen.
➡️ Eine Ablehnung an diesem Widerstand würde die Wahrscheinlichkeit des alternativen Szenarios entsprechend erhöhen.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Je nachdem, wo die Trendwende letztendlich erfolgt, könnte der darauffolgende Aufwärtstrend den Kurs in Richtung 430 – 630 US-Dollar und – je nach Dynamik – sogar darüber hinaus treiben.
$QBTS - Aktiviert sich die bullische Alternative?1️⃣ Primäres Szenario:
Auch wenn die Gegenbewegung der letzten Tage an der Unterstützung der Alternative signifikant war, möchte ich die Alternative nicht zu voreilig ausrufen. Vierte Wellen bilden oftmals komplexe Strukturen aus, die wie eine Trendfortsetzung wirken können. Daher bleibt das primäre Szenario vorerst bestehen, dass ein weiterer Abverkauf in die rote Unterstützungszone bevorsteht.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Trendwende sollte zwischen 8,52 – 5,08 US-Dollar erfolgen.
➡️ Ein nachhaltiges Unterschreiten der 5,08 US-Dollar würde das primäre Szenario deutlich schwächen.
🟢 Widerstand:
🟩 Der Widerstand zwischen 38,11 – 68,22 US-Dollar hat durch die Bewegung der letzten Tage an Bedeutung gewonnen. Insbesondere im Bereich um 68 US-Dollar befindet sich ein Widerstand, der neben der bereits eingezeichneten Alternative auch ein weiteres mögliches Szenario impliziert, welches ich zu gegebener Zeit in den Chart integrieren werde.
➡️ Sollte der Kurs im Bereich um 68 US-Dollar signifikant abgelehnt werden und eine impulsive Abwärtsbewegung einsetzen, könnten wir erneut auf das aktuelle Kursniveau zurückfallen.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Die Alternative hat trotz der oben genannten Bedenken an Bedeutung gewonnen, da die Reaktion beachtlich ausfiel. Ich habe die Unterstützungszone entsprechend angepasst, sodass ein Unterschreiten dieses Bereichs die Alternative invalidieren würde.
Die Kaufbereitschaft kehrt allmählich zurück, für die Alternative sollte diese jedoch deutlich zunehmen und idealerweise das Volumen aus Mai 2025 übertreffen. Das würde das Szenario zusätzlich stärken.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Der Widerstand liegt ebenfalls im Bereich um 68 US-Dollar, welchen ich aus Übersichtsgründen nicht zusätzlich eingezeichnet habe und mich hier mit dem Widerstand des primären Szenarios überschneide.
➡️ Das Überschreiten dieses Widerstands ist maßgeblich, um das primäre Szenario zu invalidieren und auf die Alternative umzuschalten. Wir sprechen hier von einer Bewegung von knapp 200 % auf den aktuellen Niveaus für eine „Bestätigung“, jedoch ist genau diese Unsicherheit charakteristisch für vierte Wellen.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Sofern die Alternative greift, würden wir die erwarteten mittelfristigen Kursziele von 80 – 120 US-Dollar deutlich früher erreichen. Abhängig davon, welches Szenario die Oberhand gewinnt, verlagern sich auch die langfristigen Kursziele entsprechend nach oben.
Verbio: Entscheidung steht bevor.💭 Vorwort:
Das Momentum von Verbio erinnert mich stark an Siemens Energy. Wer den Chart kennt, weiß, dass Rücksetzer dort selten und vor allem eher flach ausfallen – genau dieses Verhalten sehen wir aktuell auch hier.
1️⃣ Primäres Szenario:
Aufgrund der Reaktion an der grünen Widerstandszone könnte es zunächst zu einer erwartbaren Korrektur kommen, bevor sich der übergeordnete Aufwärtstrend fortsetzt.
Diese Korrektur sollte im Verhältnis eher impulsiv und von kurzer Dauer sein, bevor es in der roten Unterstützungszone erneut zu verstärktem Kaufinteresse kommt.
🔴 Unterstützung:
🟥 Die Trendwende sollte im Bereich zwischen 27,20 – 22,46 Euro erfolgen.
➡️ Ein nachhaltiges Unterschreiten der 22,46 Euro würde dem Kurs – insbesondere bei aufkommendem negativem Momentum – noch Spielraum bis 15,72 Euro lassen. Spätestens dort sollte jedoch eine signifikante Gegenbewegung einsetzen.
🟢 Widerstand:
🟩 Die Überwindung des Widerstands zwischen 46,02 – 49,98 Euro ist essenziell, um die Fortsetzung des Aufwärtstrends zu bestätigen.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Ein Szenario, das strukturell etwas unschön wirkt – dennoch ziehen wir es bewusst in Betracht, um vorbereitet zu sein. Auf den aktuellen Niveaus liegt zusätzlich zur grünen Widerstandszone eine orange Zone, welche einen übergeordneten Widerstand für eine bärische Alternative darstellt.
Demnach müssten wir ab hier mit impulsiv fallenden Kursen rechnen, die die rote Unterstützung unterschreiten. Mit einem Bruch der orangenen Unterstützung würde dieses Szenario zunehmend an Wahrscheinlichkeit gewinnen.
Sollte sich dieses Szenario bestätigen, wären deutlich tiefere lokale Tiefs – auch unter 8 Euro – möglich, bevor sich ein neuer Aufwärtstrend ausbildet.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Ein nachhaltiger Ausbruch über 57,00 Euro würde dieses Szenario vorerst negieren.
🟠 Unterstützung – Alternative:
🟧 Solange die 15,72 Euro halten, bleibt das primäre Szenario intakt. Darunter wird es zunehmend kritisch und die Wahrscheinlichkeit für die alternative Entwicklung steigt deutlich.
➡️ Eine Ablehnung im Bereich des Widerstands würde die Wahrscheinlichkeit des alternativen Szenarios entsprechend erhöhen.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Je nach Ausprägung und Ort der finalen Trendwende könnte der darauffolgende Aufwärtstrend den Kurs in Richtung 180 – 270 Euro führen – und bei entsprechendem Momentum sogar darüber hinaus.
$DEFI: Kaum Interesse – große Chance?⚠️ Anpassung:
Nachdem der Chart unsere Erwartung deutlich unterschritten hat, haben wir unsere Zählung entsprechend angepasst. Sie unterscheidet sich nun dahingehend, dass wir von einem deutlich volatileren Verlauf bei gleichzeitig geringerem Hype ausgehen.
1️⃣ Primäres Szenario:
Auf den aktuellen Niveaus rechnen wir zunächst mit einer Gegenbewegung in Richtung des Widerstands. Im Anschluss könnte es erneut zu einem Abverkauf auf die aktuellen Bereiche oder sogar darunter kommen. Spätestens bei 0,18 CA-Dollar sollte jedoch eine deutliche Gegenreaktion bzw. die Trendwende einsetzen.
Dieser Titel weist eine gewisse Korrelation zum Kryptomarkt auf, auch wenn die Bewegungen phasenweise stark voneinander abweichen.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Trendwende sollte zwischen 0,39 – 0,18 CA-Dollar erfolgen.
➡️ Ein nachhaltiger Bruch der 0,18 CA-Dollar würde die gesamte Zählung infrage stellen, sodass wir davon ausgehen müssten, dass die Bewegung seit Juli 2024 möglicherweise korrektiver Natur ist.
🟢 Widerstand:
🟩 Der Bruch des Widerstands zwischen 1,54 – 2,01 CA-Dollar wäre ein starker Hinweis darauf, dass die Trendwende bereits erfolgt ist. Solange dieser Bereich jedoch nicht nachhaltig überwunden wird, erwarten wir auf diesen Niveaus eher erneuten Verkaufsdruck.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Dieses Szenario knüpft direkt an den vorherigen Absatz an. Wird der oben genannte Widerstand nachhaltig überwunden, erhöht das signifikant die Wahrscheinlichkeit für das alternative Szenario.
Dafür spricht unter anderem das abnehmende Abwärtsmomentum, dagegen allerdings die aktuell geringe Handelsaktivität. Sollte es auf den aktuellen Niveaus plötzlich zu starkem Kaufinteresse kommen, wäre das ein positives Signal. Aktuell zeigt sich relevantes Kaufinteresse jedoch erst ab 0,39 CA-Dollar.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Erfolgt der nachhaltige Bruch der 2,62 CA-Dollar, wäre das ein signifikanter Hinweis auf eine bereits erfolgte Trendwende und die Aktivierung der Alternative.
➡️ Eine Ablehnung an diesem Widerstand würde die Wahrscheinlichkeit des alternativen Szenarios entsprechend verringern.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Da dieser Titel noch keinen vollständigen Zyklus in Form einer Welle I & II abgeschlossen hat, lassen sich aktuell keine fundierten Kurserwartungen ableiten. Sollte das Allzeithoch jedoch überwunden werden, können wir kurzfristig Kurse im Bereich von 20 – 40 CA-Dollar in Betracht ziehen.
$UBI: Maximale Skepsis trifft auf historisches Kaufinteresse!1️⃣ Primäres Szenario:
Ubisoft bewegt sich so gesehen auf „Messerschneide“. Minus 96 % seit dem Allzeithoch – davon erholen sich nicht viele Titel. Dennoch gibt es Signale, die dieses Szenario an Wahrscheinlichkeit gewinnen lassen: dass der Kurs innerhalb der roten Unterstützungszone, welche wir auf dem Chart als Trendwendebereich ausgewiesen haben, dreht und ein neuer Aufwärtstrend beginnt.
Das Handelsvolumen, insbesondere das Kaufvolumen, hat historische Höchststände erreicht. Zeitweise war dieses auf Wochenbasis so hoch wie nie zuvor. Damit verbunden gibt die Aktionärsstruktur weitere Hinweise darauf, wer kauft. Etwas über 50 % aller Ubisoft-Aktien werden von Institutionellen gehalten, weitere 14,6 % von natürlichen Personen, wobei die Gründerfamilie Guillemot davon 13,45 % besitzt. Weitere 15 % teilen sich Tencent und andere, und knapp 20 % sind unbekannt und vermutlich im Streubesitz. Zusammengefasst befinden sich rund drei Viertel aller Aktien in einer „Handvoll“ von Aktionären.
Abschließend zeigt der MACD ein stark abnehmendes Abwärtsmomentum, und auf dem Niveau von 3,25 Euro liegt aktuell starkes Kaufinteresse, welches sich bis 2,50 Euro erstreckt. Gibt es etwas, das die breite Masse nicht weiß? Zieht Ubisoft mit einer überraschenden Innovation oder Ähnlichem den Kopf aus der Schlinge?
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Trendwende sollte zwischen 4,16 – 3,25 Euro erfolgen.
➡️ Ein nachhaltiges Unterschreiten der 3,37 Euro, welche wir als essenzielle Unterstützung erachten, verringert die Wahrscheinlichkeit des Szenarios. Angesichts der Marktstimmung wäre das alternative Szenario dennoch denkbar.
🟢 Widerstand:
🟩 Der Widerstand zwischen 10,18 – 13,81 Euro spielt eine signifikante Rolle und sollte nicht nur angelaufen, sondern überwunden werden und bestenfalls als Unterstützung halten, damit wir die Trendwende als bestätigt betrachten können.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Wie bereits erwähnt, ist die Stimmung in der Gaming-Branche aktuell generell sehr angespannt, da Entwickler durch KI zunehmend unter Druck geraten. Diese Anspannung würde der Alternative erlauben, bis auf die Niveaus von 2,50 Euro zu fallen, bevor es dann zu einer immensen Gegenbewegung kommen sollte.
Die anschließenden Erwartungen gleichen denen des primären Szenarios.
🟠 Unterstützung – Alternative:
🟧 Die Unterstützung bei 2,50 Euro muss halten, andernfalls ist die gesamte Struktur, welche wir annehmen, hinfällig und Ubisoft befindet sich in einer übergeordneten bärischen Zählung.
➡️ Wird das Niveau von 2,50 Euro nachhaltig unterschritten, müssen wir diesen Chart neu bewerten.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Sollte die Trendwende wie angenommen erfolgen, könnten wir im darauffolgenden Aufwärtstrend Kurse im Bereich von 210 – 425 Euro und – bei entsprechendem Momentum – auch darüber hinaus sehen.
$NKE – Letzte Korrekturphase oder doch noch tiefer?1️⃣ Primäres Szenario:
Nachdem Nike sich in der zweiten Jahreshälfte 2025 erholen konnte, folgt nun die Fortsetzung der Korrektur. Primär erwarten wir eine Seitwärtsbewegung, welche mit einem erneuten Abverkauf in die rote Unterstützungszone zwischen 53,00 – 38,41 US-Dollar aufgelöst werden sollte.
Innerhalb der roten Zone sollte die Trendwende erfolgen, wobei das Niveau um 38,41 US-Dollar essenziell ist. Ein nachhaltiger Bruch dieses Niveaus würde nicht nur unser primäres Szenario stark schwächen, sondern auch die gesamte Struktur des Charts infrage stellen und damit verbunden den Fortbestand der Marke Nike.
🔴 Unterstützungslinie:
🟥 Die Trendwende sollte zwischen 53,00 – 36,22 US-Dollar erfolgen.
➡️ Ein nachhaltiges Unterschreiten der 38,41 US-Dollar wäre ein ernstzunehmendes Warnsignal, woraufhin wir den Chart komplett neu bewerten müssten. Sofern dieses Niveau nur kurzzeitig unterschritten wird und es spätestens bei 36,22 US-Dollar zu einer signifikanten Gegenreaktion kommt, bleibt dieses Szenario valide.
🟢 Widerstand:
🟩 Die Überwindung des Widerstands zwischen 79,44 – 87,84 US-Dollar ist ebenso essenziell, um den Abwärtstrend als abgeschlossen zu erachten.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Sollte die Trendwende auf den aktuellen Niveaus erfolgen und der Kurs es schaffen, sowohl den oben genannten Widerstand als auch das alternative Widerstandsniveau bei 96,26 US-Dollar bereits jetzt nachhaltig zu überwinden, wäre der Boden ausgebildet und wir würden den Beginn eines neuen Aufwärtstrends sehen.
🟠 Widerstand – Alternative:
🟧 Erfolgt der nachhaltige Bruch der 96,26 US-Dollar, wäre das ein sehr bullisches Signal für eine bereits erfolgte Trendwende. Dieses Szenario könnte zusätzlich von dem hohen Kaufinteresse knapp unterhalb der aktuellen Niveaus profitieren.
➡️ Eine Ablehnung an diesem Widerstand würde die Wahrscheinlichkeit des alternativen Szenarios entsprechend verringern.
🔵 Mittel- bis langfristige Kurserwartung:
🟦 Je nachdem, wo die Trendwende letztendlich erfolgt, könnte der darauffolgende Aufwärtstrend den Kurs in Richtung 340 – 400 US-Dollar und – je nach Stärke – sogar darüber hinaus treiben.
$QBTS – D-Wave Quantum: Pionier des nächsten Technologietrends?1️⃣ Primäres Szenario:
Nachdem NYSE:QBTS im Q4 2025 sein Top ausgebaut hat und in die erwartete Korrektur übergegangen ist, erwarten wir primär eine Korrektur bis in die rote Unterstützungszone. In diesem Bereich sollte der Kurs – insbesondere um 8,52 US-Dollar – erste Anzeichen einer Gegenbewegung zeigen. Daten im Hintergrund deuten darauf hin, dass auf diesem Niveau ein erhöhtes Kaufinteresse vorliegt.
Innerhalb der roten Zone sollte die Trendwende erfolgen, woraufhin der Kurs zeitnah in Richtung Allzeithoch laufen und die grüne Widerstandszone nachhaltig überwinden sollte. In diesem Zusammenhang sehen wir eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends.
🔴 Unterstützungslinie – Welle (4):
🟥 Die Trendwende sollte zwischen 8,52 – 5,08 US-Dollar erfolgen.
➡️ Fällt der Kurs nachhaltig unter 5,08 US-Dollar, würde die Wahrscheinlichkeit unseres primären Szenarios deutlich sinken und eine bärische Alternative in den Vordergrund rücken.
🟢 Wichtiger Widerstand – Welle (5):
🟩 Ein nachhaltiger Ausbruch über das aktuelle Allzeithoch bestätigt die Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends.
2️⃣ Alternatives Szenario:
Sofern es bereits innerhalb der orangenen Unterstützungszone zu einer Gegenbewegung kommt, könnte dies ein erster Hinweis darauf sein, dass es sich bei der aktuellen Bewegung weniger um eine klassische Korrektur als vielmehr um einen Rücksetzer handelt – auch wenn ein Rückgang von rund 70 % vom Allzeithoch zunächst eher für eine tiefgreifende Korrektur spricht.
Aufgrund der hohen Volatilität sowie der vorangegangenen impulsiven Bewegung wäre in diesem Szenario ebenfalls eine direkte Trendfortsetzung denkbar. Diese würde sich jedoch deutlich bullischer als im primären Szenario darstellen und könnte sich weit über 140 US-Dollar hinaus erstrecken, bevor übergeordnet eine nachhaltige Korrektur einsetzt.
🟠 Unterstützungszone – Alternative:
🟧 Erfolgt die Trendwende bereits im Bereich von 14,42 – 10,93 US-Dollar, wäre dies ein erster Hinweis auf das alternative Szenario.
➡️ Ein Bruch dieser Unterstützung würde die Wahrscheinlichkeit des alternativen Szenarios entsprechend verringern.
Warum Liquidität nicht das ist, was du im Chart suchstWillkommen zu Tag 7: Das Schmieröl der Märkte*
Moin zusammen, willkommen zu Tag 7! In den letzten beiden Artikeln haben wir die zwei größten makromechanischen Zahnräder überhaupt auseinandergenommen: Wir haben unser Verständnis von Wachstum (dem Motor) und Inflation (der Überhitzung) definiert.
Heute bringen wir die dritte Macht ins Spiel. Im Gegensatz zu Wachstum und Inflation gibt es hierfür in den Lehrbüchern keine einheitliche Definition. Aber gerade in der Zeit nach der Finanzkrise 2008 ist dieser Faktor zum absolut dominantesten Bestandteil der Finanzmärkte geworden. Wir sprechen über Liquidität.
Was ist Liquidität wirklich? Und wie wirkt sie sich auf unsere Charts aus? Lasst uns das klären.
Potenzielle Energie in Bilanzen: Der Stausee der Märkte
Wenn Trader das Wort "Liquidität" hören, stellen sie sich meistens einfach vor, dass die Zentralbanken "Geld drucken" und dieses Geld irgendwie magisch in die Aktienmärkte fließt. Oder noch schlimmer über Highs und unter Lows liegt aber dazu kommen wir ein andermal wir sind hier nicht bei den Meme-Aktien-Tradern, wir wollen die echte Makro-Mechanik verstehen.
Liquidität ist nicht einfach nur die Menge an Geldscheinen, die existiert. Liquidität ist der aktive Fluss von Bargeld und barähnlichen Vermögenswerten, der die Ausgaben in der echten Welt (Realwirtschaft) und in der Finanzwelt (Börse) überhaupt erst ermöglicht.
Um das wirklich zu begreifen, müsst ihr anfangen, Liquidität als ein reines *Bilanzkonzept* zu betrachten. Stellt euch die gesamten Bilanzen des Privatsektors – also die Konten von Unternehmen, Banken und Privathaushalten – wie einen gigantischen Stausee vor. Das Wasser in diesem Stausee ist die Liquidität.
Sie misst die potenzielle Energie, die in diesen Bilanzen gespeichert ist. Dieses Kapital liegt dort und wartet nur darauf, durch die Ventile der Staudamms direkt in die Finanzmärkte oder die reale Wirtschaft abgefeuert zu werden.
Warum ist das so wichtig? Weil eine volle Bilanz (viel gespeicherte Liquidität) das psychologische und mathematische Fundament für Marktwachstum ist. Wenn Unternehmen und Haushalte wissen, dass sie auf einem komfortablen Polster aus Cash und extrem liquiden Assets sitzen, passiert folgendes:
Krisenresistenz (Resilienz): Wenn ein Schock kommt (wie im März 2020), geraten Bilanzen mit hoher Liquidität nicht sofort in Panik. Sie müssen keine Assets notverkaufen (Fire-Sales), was den Markt stützt.
Bilanzexpansion (Risikobereitschaft): Wenn die Bilanzen vor potenzieller Energie fast platzen, fangen die Akteure an, sich wohlzufühlen. Sie investieren, sie stellen Leute ein, sie kaufen Aktien und vor allem: Sie nehmen neue Kredite auf, weil sie wissen, dass sie diese bedienen können. Und wie wir an Tag 6 gelernt haben: Neue Kredite sind der ultimative Treibstoff für unser Inflations-Monster und das Wirtschaftswachstum.
Ausreichende Liquidität fungiert also wie das Schmieröl in einem Getriebe. Sie kann zwar nicht von sich aus bestimmen, in welche Richtung das Auto fährt (das machen Wachstum und Inflation), aber sie sorgt dafür, dass die Bilanzen stabil genug sind, um überhaupt den Fuß aufs Gaspedal des Risikos zu legen. Ohne diese gespeicherte, potenzielle Energie in den Bilanzen gibt es keine neuen Kredite, keine neuen Ausgaben und somit keine Bullenmärkte.
Das Liquiditäts-Spektrum: Wo stehst du in der Nahrungskette?
Eine absolut entscheidende, mechanische Säule für euer tiefes Makro-Verständnis ist die folgende Tatsache: **Nicht jedes Asset ist gleich flüssig.** Geld ist nicht einfach gleich Geld. Jeder Vermögenswert, den ihr euch vorstellen könnt, existiert irgendwo auf einem gigantischen Liquiditäts-Spektrum.
Gehen wir die Nahrungskette von oben nach unten durch:
- Ganz oben stehen **Bankreserven** (Geld, das Banken direkt bei der Zentralbank parken) – das ist die reinste, flüssigste Form von Energie im System.
- Direkt danach kommen **kurzfristige Staatsanleihen (T-Bills)**. Sie gelten als absolut sicheres Cash-Äquivalent.
- Eine Stufe tiefer kommen **normale Bankkredite** oder **Unternehmensanleihen**.
- Und ganz am Ende der Kette stehen illiquide, physische Assets wie eine **Immobilie aus Beton**.
Versucht mal, euren Wocheneinkauf im Supermarkt mit einem Ziegelstein eures Hauses zu bezahlen. Das wird nicht funktionieren. Ihr müsst das Haus erst verkaufen (was Monate dauert), um an Cash zu kommen. Cash (und Bankreserven) ist King, der Rest ordnet sich mechanisch dahinter ein. Jeder einzelne Vermögenswert auf der Welt leistet also einen völlig unterschiedlichen Beitrag zur allgemeinen Liquiditätssituation.
Aber wie messen wir das objektiv? Woher wissen wir, wie stark ein bestimmter Bilanzposten die allgemeine Liquidität unseres Stausees beeinflusst?
In unserem systematischen Prozess ist das eine Funktion aus zwei simplen, aber mächtigen Variablen: **Größe** und **Risiko**.
Die Größe (Der Fußabdruck)
Der relative Beitrag zur Liquidität ist zuallererst eine Frage der puren Masse. Je mehr nominale Dollar ein bestimmter Vermögenswert als Prozentsatz der gesamten privaten Bilanzen ausmacht, desto stärker beeinflusst er das makroökonomische große Ganze. Wenn ein kleiner Altcoin im Krypto-Markt crasht, juckt das die globale Liquidität nicht im Geringsten. Aber wenn US-Staatsanleihen (die in Billionenhöhe auf den Bilanzen von Banken und Pensionskassen liegen) im Preis schwanken, bebt das gesamte globale Finanzsystem.
Das Risiko (Duration & Bonität)
Die Risikokomponente ist deutlich nuancierter und trennt die Profis von den Anfängern. Das Risiko eines Vermögenswerts wird durch zwei Faktoren bestimmt: **Laufzeit (Duration)** und **Kreditrisiko (Bonität)**.
Die Duration (Laufzeit):
Stellt euch vor, ihr leiht einem Kumpel 100 Euro bis morgen. Ihr seid entspannt, die Unsicherheit ist minimal. Jetzt stellt euch vor, ihr leiht ihm das Geld für 10 Jahre. Plötzlich habt ihr ein massives Risiko! Was ist, wenn er seinen Job verliert? Was ist, wenn die Inflation, die wir an Tag 6 besprochen haben, den Wert eurer 100 Euro komplett auffrisst ?
Je länger die Lebensdauer eines Assets ist, desto höher ist die Unsicherheit eurer zukünftigen Cashflows. Das Geld ist in diesem Zeitraum den Schwankungen von Zinsen, Wachstum (Tag 5) und Inflation schutzlos ausgeliefert.
Die eiserne Makro-Regel lautet daher: Je mehr Duration wir in die Bilanzen des Privatsektors pressen, desto mehr Risiko bringen wir in das System. Langfristige, volatile Wertpapiere (wie Aktien oder 30-jährige Anleihen) *entziehen* dem System Liquidität, weil sie Kapital blockieren. Kurzfristige, extrem sichere Assets (wie Bankreserven oder 3-Monats-Staatsanleihen) *geben* dem System freie Liquidität.
Das Kreditrisiko (Bonität):
Neben der Zeit spielt die Zuverlässigkeit eine Rolle. Ein Vermögenswert ist immer nur so liquide wie die Stabilität der Cashflows der Instanz, die ihn herausgibt. Hier trennt sich Staat von Privatwirtschaft. Ein staatlicher Vermögenswert (wie US-Staatsanleihen oder staatlich besicherte Hypothekenpapiere / MBS) hat quasi **null Kreditrisiko**. Der Staat kann mechanisch niemals pleitegehen, da er der Urheber der Währung ist – er kann zur Not einfach neues Geld drucken, um seine Schulden zu bedienen. Ein privater Kredit oder eine Aktie hingegen hat immer ein Ausfallrisiko. Daher liefern staatliche Assets immer eine viel sauberere, höherwertige Liquidität als private Assets.
Der absolut faszinierendste Teil daran ist: Nichts davon ist statisch. Da Marktpreise im Sekundentakt schwanken, ändern sich die Laufzeiten, das Kreditprofil und vor allem die "Größe" von Wertpapieren ununterbrochen mit jedem Tick auf dem Chart. Wenn der Aktienmarkt um 10% korrigiert, schrumpft der prozentuale Anteil von Aktien in den Bilanzen sofort. Wenn die Anleihenrenditen explodieren, fallen die Anleihekurse.
Das Liquiditätsprofil unserer Märkte ist keine starre Excel-Tabelle – es ist ein hochdynamischer, atmender Organismus, der sich sekündlich anpasst!
Ausreichende Liquidität fungiert also wie das Schmieröl in einem Getriebe. Dieser Vergleich ist nicht nur sprachlich nett, sondern mechanisch extrem präzise. Ein Motor kann theoretisch stark sein, und ein Fahrer kann theoretisch Vollgas geben wollen, aber wenn im Getriebe kein Öl ist, frisst sich die ganze Maschine früher oder später selbst auf. Genau so ist es auch in der Makro-Welt. Ohne ausreichend Liquidität werden Bilanzen spröde, verletzlich und störanfällig. Jeder kleine Schock kann dann reichen, um aus normalem Gegenwind plötzlich echten Stress zu machen.
Liquidität entscheidet also nicht direkt darüber, *welches* Asset steigt. Sie sagt euch nicht automatisch: „Kauft Aktien“, „verkauft Anleihen“ oder „geht Long in Rohstoffe“. Diese Richtung wird, wie wir gelernt haben, in erster Linie durch Wachstum und Inflation bestimmt. Wachstum sagt uns, ob die reale Maschine wirtschaftlich anschiebt oder abwürgt, und Inflation sagt uns, ob die nominale Nachfrage heißer läuft als die reale Produktion hinterherkommt. Liquidität übernimmt eine andere Rolle: Sie schafft überhaupt erst die strukturelle Voraussetzung dafür, dass Marktteilnehmer Risiko tragen *können um ein Asset zu kaufen.
Genau hier wird es wichtig. Wenn Haushalte, Unternehmen, Banken und Fonds auf ausreichend Cash oder cashähnlichen Vermögenswerten sitzen, dann verändert das ihr Verhalten. Nicht nur bilanziell, sondern auch psychologisch. Wer ein dickes Liquiditätspolster hat, muss bei Unsicherheit nicht sofort in Panik verfallen. Er muss nicht sofort Vermögenswerte verkaufen, um Rechnungen zu zahlen. Er muss nicht jede kleine Marktbewegung wie einen Existenzkampf behandeln. Dieses Polster stabilisiert. Es gibt Zeit. Es schafft Luft zum Atmen. Und in Märkten ist Zeit oft der Unterschied zwischen einer normalen Schwankung und einer Kettenreaktion.
Aus dieser Stabilität entsteht dann der nächste, noch wichtigere Schritt: Risikobereitschaft. Denn neue Risiken werden fast nie aus purer Euphorie geboren, sondern aus bilanzieller Sicherheit. Wenn Banken Reserven haben, vergeben sie leichter Kredite. Wenn Unternehmen genügend liquide Mittel haben, investieren sie eher in Maschinen, Lagerbestände, Forschung oder Mitarbeiter. Wenn Investoren wissen, dass sie nicht auf Kante genäht sind, kaufen sie eher längere Duration, mehr Kreditrisiko oder schlicht mehr Aktien. Anders gesagt: Liquidität macht die Bilanz nicht nur sicherer, sondern offensiver. Sie verwandelt defensive Stabilität in offensives Verhalten.
Und genau deshalb ist der Satz so wichtig: Ohne diese gespeicherte, potenzielle Energie in den Bilanzen gibt es keine neuen Kredite. Kredite entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie brauchen ein System, das sich robust genug fühlt, um Forderungen und Verbindlichkeiten weiter auszudehnen. Eine Bank, die selbst unter Liquiditätsdruck steht, wird nicht aggressiv neue Kredite vergeben. Ein Unternehmen mit knapper Kasse wird keine großen Zukunftsprojekte starten. Ein Haushalt, der finanziell am Limit lebt, wird keine zusätzlichen Ausgaben vorziehen. Wenn die Liquidität fehlt, wird das gesamte System vorsichtig, eng und defensiv.
Und wenn neue Kredite fehlen, fehlen im nächsten Schritt auch die neuen Ausgaben. Denn ein riesiger Teil wirtschaftlicher Dynamik lebt nicht davon, dass bereits existierendes Geld einfach nur herumgereicht wird, sondern davon, dass Bilanzen sich ausdehnen. Neue Kredite bedeuten neue Kaufkraft. Neue Kaufkraft bedeutet neue Nachfrage. Neue Nachfrage bedeutet Umsatz, Investitionen, Beschäftigung und oft auch steigende Vermögenspreise. Wenn dieser Mechanismus ins Stocken gerät, wird die Wirtschaft träger und die Märkte verlieren ihren Treibstoff.
Genau deshalb sind Bullenmärkte am Ende nie nur eine Story über gute Stimmung oder schöne Schlagzeilen. Ein echter, tragfähiger Bullenmarkt braucht unter der Oberfläche immer ein Liquiditätsfundament. Er braucht Akteure, die zahlen können. Er braucht Banken, die finanzieren können. Er braucht Investoren, die Haltekraft besitzen. Er braucht Unternehmen, die expandieren können. Ohne diese gespeicherte Energie bleibt jeder Rallyversuch anfällig, dünn und instabil. Dann steigen Preise vielleicht kurzfristig aus Hoffnung oder Positionierung, aber nicht aus einem wirklich robusten makro-finanziellen Unterbau.
Man kann es auch noch einfacher sagen: Wachstum und Inflation sagen uns, wohin das Kapital am liebsten will. Liquidität entscheidet, ob überhaupt genug Kraft im System vorhanden ist, damit sich dieses Kapital in Bewegung setzen kann. Sie ist also nicht das Lenkrad des Autos, sondern das Öl, der Druck und die Betriebsfähigkeit der gesamten Maschine. Fehlt sie, wird aus Risikobereitschaft Risikoaversion, aus Expansion wird Rückzug, und aus einem möglichen Bullenmarkt wird im besten Fall nur ein kurzer Strohfeuer-Move.
Für euer Trading-Playbook heißt das: Wenn ihr Liquidität analysiert, fragt nicht nur: „Ist viel Geld im System?“ Die bessere Frage lautet: „Sind die Bilanzen stabil genug, damit neues Risiko überhaupt getragen werden kann?“ Denn genau dort beginnt die wahre Kraft hinter Trends, Kreditzyklen und großen Marktbewegungen.
Wenn wir in dieser Serie aber über Liquidität sprechen, meinen wir etwas viel Größeres. Wir meinen nicht einfach die paar Pools über einem Swing High oder unter einem Swing Low. Wir meinen die bilanzielle Feuerkraft des gesamten Systems. Also den Bestand und Fluss von Bargeld und bargeldähnlichen Vermögenswerten, der überhaupt erst bestimmt, wie viel Kaufkraft, Kreditkraft und Risikokapazität im System vorhanden ist.
Anders gesagt: Das Retail-Narrativ schaut auf die **Spuren auf der Straße**. Wir schauen auf den Treibstoff im Tank.
Ein Markt kann sich technisch natürlich Liquidität über einem Hoch „holen“. Aber wenn die Bilanzen im Gesamtsystem unter Druck stehen, Kredit knapp ist und die Risikobereitschaft kollabiert, dann bringt euch dieses kleine Chart-Narrativ allein nicht weit. Dann habt ihr vielleicht einen Sweep gesehen — aber ihr habt trotzdem nicht verstanden, warum große Trends entstehen oder warum sie plötzlich sterben.
Genau das ist der Unterschied zwischen lokalem Preisverhalten und makroökonomischer Liquidität. Das eine erklärt euch, wo der Markt kurzfristig hinzucken könnte. Das andere erklärt euch, wie viel Kraft überhaupt hinter dem gesamten System steht
Wer bei Liquidität nur an Stops über Highs und unter Lows denkt, verwechselt die Pfützen auf der Straße mit dem Wasserstand des gesamten Stausees.
Wie Liquidität die Assetklassen flutet
Nachdem wir jetzt verstanden haben, dass Liquidität der Treibstoff im Tank und nicht nur ein paar Stops über einem Hoch ist, müssen wir die alles entscheidende Frage für unser Trading klären: Was passiert mit unseren Charts, wenn sich die Schleusen des Stausees öffnen (viel Liquidität) oder geschlossen werden (Liquiditätsentzug)?
Wie wir oben gelernt haben: Liquidität *allein* lenkt das Auto nicht, sie gibt nur Gas. Wachstum und Inflation geben die Richtung vor. Aber wenn die bilanzielle Liquidität zunimmt, hat das systematische Auswirkungen auf unsere Kern-Assets
Aktien (Der ultimative Liquiditäts-Junkie)
Aktien sind die Anlageklasse, die am stärksten von reiner Bilanz-Expansion profitiert. Warum? Weil eine Aktie im Liquiditäts-Spektrum ganz weit unten steht (lange Duration, hohes Risiko). Man kauft Aktien nur, wenn man sich extrem sicher fühlt.
Wenn das System in Cash ertrinkt und Bankreserven überlaufen, suchen Investoren verzweifelt nach Rendite, weil sichere Häfen nichts mehr abwerfen. Das überschüssige Kapital wird gnadenlos in den Aktienmarkt gedrückt (der sogenannte "Risk-On"-Modus). Zusätzlich nutzen Unternehmen das viele billige Geld für Aktienrückkäufe. Wenn die Liquidität steigt, steigen fast immer auch die Aktienmärkte – oft sogar dann, wenn die echten wirtschaftlichen Fundamentaldaten noch gar nicht so gut aussehen. Zieht man dem System die Liquidität jedoch ab, sind Aktien die ersten, die hart korrigieren.
Anleihen (Der sichere Hafen und Konkurrent)
Hier wird es spannend. Kurzfristige Staatsanleihen (T-Bills) sind im Grunde Liquidität. Wenn die Zentralbanken Liquidität ins System pumpen (z. B. durch Quantitative Easing / QE), tun sie das oft, indem sie massiv langfristige Staatsanleihen aufkaufen. Das treibt die Kurse der Anleihen nach oben und drückt deren Renditen (Zinsen) nach unten.
Tiefe Anleiherenditen zwingen dann die Investoren dazu, ihr Geld aus dem sicheren Anleihemarkt abzuziehen und es stattdessen in Aktien zu stecken. Anleihen sind also oft der Kanal, durch den die Liquidität erst in die riskanteren Märkte gepresst wird.
Währungen (Das Verdünnungs-Prinzip)
Stellt euch eine Währung wie ein Glas Sirup vor. Liquidität ist das Wasser, das ihr hinzukippt. Wenn eine Zentralbank (z. B. die Fed) den Stausee öffnet und massiv Dollar-Liquidität ins System spült, wird der US-Dollar logischerweise "verdünnt". Ein Überangebot an Dollar-Liquidität führt in der Regel zu einem schwächeren US-Dollar im Forex-Markt.
Das Gegenteil ist genauso wahr: Wenn die Fed Liquidität absaugt (die Bilanzen schrumpfen lässt), wird der Dollar künstlich verknappt. Er wird wertvoller. Deshalb führt ein Liquiditätsentzug in den USA fast immer zu einer massiven Stärke des US-Dollars, was oft den Rest der Welt in Probleme stürzt.
Rohstoffe & Krypto (Die Fieberthermometer)
Rohstoffe (besonders Gold) und Krypto-Assets (wie Bitcoin) sind extrem empfindliche Sensoren für Liquidität. Da sie keine eigenen Zinsen oder Cashflows produzieren, leben sie stark davon, wie viel frei verfügbare "potenzielle Energie" im System herumschwimmt.
Flutet Liquidität das System und schwächt den Dollar, explodieren Rohstoffe und Krypto meistens nach oben. Sie sind die perfekten Ventile, wenn Investoren Angst haben, dass zu viel Liquidität das System überhitzt und die Inflation (unser Monster aus Tag 6) anheizt.
Zusammenfassung für euer System
Merkt euch für eure Makro-Matrix:
Wachstum (Tag 5) und Inflation (Tag 6) bestimmen die *fundamentale* Erzählung.
Aber die Liquidität bestimmt die **Geschwindigkeit und die Brutalität**, mit der sich diese Erzählung in den Charts entlädt!
Erinnert euch an den März 2020 (Corona-Crash). Die Wirtschaft stürzte ins Bodenlose. Schaut euch an, was die Zentralbanken damals getan haben. Wie haben sie auf den Liquiditäts-Stausee reagiert, und wohin ist all diese "potenzielle Energie" danach in den Charts geflossen? Schreibt eure Erkenntnisse in die Kommentare!
Vergiss den Lärm So erkennst du das große Bild!Moin zusammen und willkommen zu Tag 5! Gestern haben wir darüber gesprochen, dass du aufhören musst, wie ein Zocker zu denken, und anfangen solltest, dein Trading wie ein Forschungslabor zu betreiben. Heute zoomen wir mal richtig raus.
Die meisten Anfänger kleben mit der Nase direkt am Chart. Sie suchen nach dem perfekten Indikator, geraten in Panik, wenn eine Aktie mal die Erwartungen verfehlt, oder jubeln, wenn der Ölpreis kurz zuckt. Aus dieser extrem herangezoomten Perspektive wirkt jede Preisbewegung am Markt völlig zufällig und chaotisch (sogenanntes idiosynkratisches Rauschen).
Aber was wäre, wenn ich dir sage, dass das, was wie Zufall aussieht, in Wirklichkeit einem massiven, unsichtbaren System folgt? Lass uns heute über den ultimativen Treiber der Märkte sprechen.
Das Rauschen vs. Das Signal
Wenn du nicht verstehst, in welchem makroökonomischen Umfeld wir uns befinden, tappst du im Dunkeln.
Einer der größten Fehler, den fast jeder am Anfang an der Börse macht, ist, dass er jede einzelne Kursbewegung isoliert betrachtet. Eine Aktie fällt und sofort denkt man: Das Unternehmen ist schlecht. Ein Rohstoff steigt und man denkt: Da muss es irgendwo ein spezielles Problem geben. Eine Anleihe verkauft ab und man vermutet direkt irgendein Drama rund um Ausfallrisiken oder Politik. Aus dieser ganz nahen Perspektive wirkt der Markt wie ein einziger Haufen Chaos. Alles scheint irgendwie zufällig, jedes Asset scheint seine eigene kleine Story zu haben und nichts hängt so richtig miteinander zusammen.
Genau das ist das Problem.
Wenn du nur auf die Oberfläche schaust, siehst du zwar Bewegung, aber du verstehst nicht, warum sich die Dinge wirklich bewegen. Du siehst nur die Schlagzeile, aber nicht die Kraft dahinter. Und an genau diesem Punkt verlieren sich die meisten Anfänger in Nachrichten, Einzelmeldungen und dem ständigen Versuch, jede kleine Bewegung mit irgendeiner Story zu erklären.
Nehmen wir mal ein simples Beispiel: Ein Unternehmen verfehlt seine Quartalszahlen. Der klassische Anfänger schaut drauf und denkt sofort: Management schlecht, Aktie schlecht, raus da. Klingt erstmal logisch. Aber wenn du makroökonomisch denkst, stellst du eine wichtigere Frage:
Hat wirklich nur dieses Unternehmen ein Problem — oder schwächelt gerade die Nachfrage im ganzen Sektor?
Vielleicht kaufen die Verbraucher gerade allgemein weniger. Vielleicht steigen Finanzierungskosten. Vielleicht sinken Realeinkommen. Vielleicht sind die Lagerbestände im gesamten Sektor zu hoch. In so einem Fall ist die verfehlte Gewinnmeldung nicht einfach ein unternehmensspezifisches Problem, sondern nur ein Symptom eines viel größeren, systemischen Problems. Das Unternehmen ist dann nicht die Ursache — es ist nur einer der ersten sichtbaren Orte, an denen sich die makroökonomische Realität zeigt.
Genau das Gleiche gilt in die andere Richtung.
Stell dir vor, der Preis für Orangensaft steigt plötzlich stark an. Der Anfänger sucht sofort nach einer ganz spezifischen Erklärung. Vielleicht schlechte Ernte, schlechtes Wetter, Lieferkettenproblem, irgendwas in Brasilien. Kann natürlich alles sein. Aber die Makro-Perspektive fragt wieder breiter:
Ist die Nachfrage nach Konsumgütern insgesamt gestiegen, weil die Leute mehr Einkommen haben oder mehr ausgeben können?
Wenn Einkommen steigen, Beschäftigung stabil ist und Konsumenten bereit sind, mehr Geld auszugeben, dann steigt oft nicht nur die Nachfrage nach einem einzelnen Produkt, sondern nach vielen Dingen gleichzeitig. Dann ist der höhere Orangensaftpreis vielleicht gar keine isolierte Story mehr, sondern Teil eines größeren Nachfrageimpulses in der Wirtschaft.
Und genau hier beginnt Makrodenken.
Ein professioneller Makro-Ansatz versucht nicht, jede einzelne Kursbewegung eines einzelnen Assets emotional oder mit einer Mini-Story zu erklären. Er versucht, das ganze Hintergrundrauschen auszublenden. Denn dieses Rauschen ist riesig. Täglich kommen hunderte Meldungen, Analysten-Kommentare, Earnings-Reports, politische Headlines, Lagerdaten, Fed-Reden, Gerüchte und Meinungen in den Markt. Wenn du jede davon einzeln jagst, wirst du mental komplett zerlegt.
Deshalb ist die wichtigere Frage nicht:
Was ist heute bei diesem einen Asset passiert?
Sondern eher:
Welche größere Kraft wirkt gerade im Hintergrund auf viele Assets gleichzeitig?
Und das ist der Unterschied zwischen Rauschen und Signal.
Rauschen sind die tausend kleinen, kurzfristigen, oft emotional interpretierten Einzelereignisse.
Signal ist die systemische Kraft darunter, die ganze Sektoren, Anlageklassen und oft sogar fast alle Märkte gleichzeitig beeinflusst.
Das ist wichtig, weil Märkte auf den ersten Blick oft extrem Chaotisch wirken — also so, als hätte jede Preisbewegung ihre komplett eigene Ursache. Aber wenn du weit genug rauszoomst, merkst du: Vieles, was individuell aussieht, ist in Wahrheit kollektiv. Vieles, was zufällig aussieht, ist eigentlich systemisch. Vieles, was wie eine Einzelstory aussieht, ist oft nur der sichtbare Ausdruck derselben makroökonomischen Dynamik.
Ein Unternehmen verkauft weniger? Vielleicht schwächt sich das Wachstum ab.
Anleiherenditen ändern sich? Vielleicht passt der Markt gerade seine Erwartungen an Wachstum, Inflation und Zentralbankpolitik an.
Rohstoffe ziehen an? Vielleicht beschleunigt sich das nominale Wachstum und die Nachfrage wird stärker, als das Angebot kurzfristig mithalten kann.
Plötzlich erkennst du: Diese Dinge sind gar nicht voneinander getrennt. Sie hängen zusammen.
Und genau deshalb ist Makro für Investoren so mächtig.
Wenn du anfängst, in systemischen Treibern zu denken, musst du nicht mehr jede einzelne Marktbewegung wie ein Detektiv auf Mikroebene auseinandernehmen. Stattdessen konzentrierst du dich auf die paar wirklich wichtigen Kräfte, die den Großteil der Bewegung erklären. Das macht deine Analyse nicht nur sauberer, sondern auch ruhiger. Du reagierst weniger auf Lärm und fokussierst dich stärker auf das, was tatsächlich einen Unterschied macht.
Für ein Portfolio ist das ein riesiger Vorteil.
Denn wenn du nur Einzelstories jagst, läufst du ständig Gefahr, dich im idiosynkratischen Rauschen zu verlieren. Du hast dann zehn Meinungen zu zehn Märkten, aber keinen übergeordneten Rahmen. Wenn du dagegen das systemische Signal erkennst, kannst du Märkte viel besser einordnen. Du verstehst eher, welche Anlageklassen gerade Rückenwind haben, welche Gegenwind bekommen und warum manche Bewegungen nicht zufällig, sondern logisch sind.
Am Ende geht es also nicht darum, die kleine Story komplett zu ignorieren. Natürlich haben einzelne Assets ihre eigenen Treiber. Natürlich spielen Earnings, Zinspolitik, Lagerbestände, Managemententscheidungen oder Angebotsengpässe eine Rolle. Aber der Makroansatz hilft dir dabei, das alles in die richtige Reihenfolge zu bringen.
Er sagt dir:
Nicht jede Bewegung ist wichtig.
Nicht jede Schlagzeile ist relevant.
Und nicht jede Einzelstory ist der wahre Treiber.
Oft ist das, was du an der Oberfläche siehst, nur das Echo von etwas viel Größerem im Hintergrund.
Und genau deshalb suchen wir nicht einfach nach der nächsten Nachricht.
Wir suchen nach dem Signal.
Nach der Kraft, die nicht nur einen Chart bewegt, sondern gleich mehrere.
Nicht nur eine Aktie, sondern ganze Sektoren.
Nicht nur eine Position, sondern komplette Anlageklassen.
Erst wenn du diesen Unterschied verstehst, hörst du auf, den Markt wie eine Sammlung zufälliger Storys zu sehen.
Und genau da beginnt eigentlich echtes Makrodenken.
Der Motor von allem: Das Wirtschaftswachstum wir kenne es als GDP/BIP
Wenn wir das ganze Marktchaos mal etwas glätten und den täglichen News-Lärm ausblenden, bleibt auf lange Sicht ein Treiber übrig, der für fast alle großen Anlageklassen extrem wichtig ist: das Wirtschaftswachstum.
Das klingt erstmal nach trockenem Uni-Stoff, ist aber in Wahrheit ziemlich simpel. Denn am Ende geht es immer um dieselbe Grundfrage:
Wird in der Wirtschaft insgesamt mehr gemacht, mehr verdient, mehr ausgegeben und mehr produziert — oder weniger?
Genau das versucht man mit dem BIP, also dem Bruttoinlandsprodukt, in einer großen Zahl zusammenzufassen. Du musst das BIP dabei nicht wie eine trockene Statistik sehen, sondern eher wie ein riesiges Gesamtbild der Wirtschaft. Ein Mosaik. Und dieses Mosaik besteht aus mehreren Teilen, die alle zusammenhängen: Einkommen, Ausgaben, Produktion und Beschäftigung.
Warum ist das so wichtig?
Weil diese Dinge in einer Wirtschaft nicht getrennt voneinander existieren. Sie hängen in einem Kreislauf zusammen. Wenn Menschen arbeiten, verdienen sie Einkommen. Mit diesem Einkommen konsumieren sie, zahlen Miete, kaufen Produkte, fahren in Urlaub oder investieren. Diese Ausgaben werden auf der anderen Seite zu Umsätzen für Unternehmen. Unternehmen produzieren daraufhin mehr, stellen Leute ein oder halten Beschäftigung stabil. Und dadurch fließt wieder Einkommen zurück ins System.
Das heißt: Einkommen erzeugt Ausgaben, Ausgaben erzeugen Produktion, Produktion stabilisiert Beschäftigung und Beschäftigung erzeugt wieder Einkommen.
Und genau deshalb ist der Arbeitsmarkt so zentral.
Denn ohne Jobs fehlt Einkommen. Ohne Einkommen fehlt Kaufkraft. Ohne Kaufkraft schwächen sich Ausgaben ab. Und wenn die Ausgaben schwächer werden, geraten Produktion, Unternehmensumsätze und letztlich auch Vermögenspreise unter Druck. Deshalb ist der Arbeitsmarkt nicht einfach nur irgendein Datenpunkt unter vielen. Er sitzt praktisch im Zentrum dieses gesamten wirtschaftlichen Kreislaufs.
Wenn du also verstehen willst, ob die Wirtschaft eher Rückenwind oder Gegenwind für Märkte liefert, dann beobachtest du nicht nur eine einzelne Zahl. Du versuchst zu verstehen, wie sich dieses gesamte Mosaik verändert. Werden die Leute mehr beschäftigt oder weniger? Wachsen Einkommen? Beschleunigen sich Ausgaben? Zieht die Produktion an oder schwächt sie sich ab?
Genau deshalb ist das BIP als Konzept so mächtig. Es versucht nicht, nur einen kleinen Ausschnitt der Wirtschaft zu messen, sondern das große Ganze.
Wichtig ist dabei aber ein Punkt, den viele falsch verstehen:
Wenn Makro-Leute vom BIP sprechen, meinen sie meistens nicht einfach nur die eine offizielle Regierungszahl, die irgendwann mit Verzögerung veröffentlicht wird und dann kurz eine Schlagzeile produziert.
Denn wenn die offizielle BIP-Zahl kommt, ist ein großer Teil des Marktes oft schon längst weiter.
Der Markt handelt nicht die Vergangenheit. Der Markt handelt Erwartungen Und genau deshalb traden wir nicht stumpf die verspätete Headline, sondern das Konzept dahinter. Also die laufende Entwicklung des Wachstums. Die Richtung. Die Beschleunigung oder Abschwächung. Die Frage, ob sich die wirtschaftliche Aktivität gerade verbessert oder verschlechtert.
Man kann sich das vorstellen wie beim Autofahren: Du willst nicht erst wissen, wo der Zug war, nachdem er schon durch den Bahnhof gefahren ist. Du willst früh erkennen, wohin er gerade rollt.
Und hier kommen sogenannte Nowcasting-Modelle ins Spiel.
Das klingt komplizierter, als es ist. Im Kern versuchen solche Modelle, das aktuelle Wirtschaftswachstum schon heute möglichst gut einzuschätzen, obwohl die offizielle BIP-Zahl erst später veröffentlicht wird. Sie nehmen dafür viele aktuelle Datenpunkte — zum Beispiel Arbeitsmarktdaten, Konsumdaten, Produktionsdaten, Umsätze, Stimmungsindikatoren und andere hochfrequente Informationen — und bauen daraus ein laufendes Bild davon, wie sich die Wirtschaft jetzt gerade entwickelt.
Nicht in drei Monaten. Nicht rückblickend. Sondern möglichst in Echtzeit.
Für uns als Marktteilnehmer ist das extrem wertvoll, weil wir dadurch nicht nur sehen, was die Wirtschaft war, sondern was sie gerade wird. Und genau das ist der Unterschied zwischen trockener Volkswirtschaft und nutzbarer Makroanalyse.
Denn für Vermögenspreise zählt nicht nur das Niveau des Wachstums, sondern oft noch stärker die Veränderung.
Beschleunigt sich das Wachstum?
Verliert es an Momentum?
Ist die Wirtschaft stärker als vom Markt erwartet?
Oder kippt sie unter der Oberfläche schon weg, bevor die breite Masse es merkt?
Sobald du anfängst, so zu denken, verändert sich dein Blick auf Märkte komplett.
Dann ist das BIP nicht mehr einfach nur irgendeine Zahl aus den Nachrichten. Dann wird es zu einem Rahmen, mit dem du viele Dinge gleichzeitig besser einordnen kannst. Warum Aktien gerade Rückenwind haben. Warum Anleihen plötzlich anders reagieren. Warum bestimmte Rohstoffe explodieren oder warum ganze Sektoren gleichzeitig schwächer werden.
Das Wirtschaftswachstum ist deshalb nicht einfach nur ein Makro-Thema unter vielen. Es ist einer der zentralen Motoren, die unter der Haube fast aller Märkte laufen.
Und wenn du neu an der Börse bist, dann musst du nicht sofort jedes volkswirtschaftliche Detail auswendig können. Aber du solltest anfangen, dieses Grundprinzip zu verstehen Wenn die Wirtschaft insgesamt mehr Einkommen, mehr Beschäftigung, mehr Ausgaben und mehr Produktion erzeugt, verändert das die Spielregeln für fast alle Assets.
Genau deshalb schauen wir auf Wachstum.
Nicht weil das schick klingt.
Sondern weil es einer der wichtigsten Treiber hinter dem gesamten Markt ist.
Wie der Motor deine Assets antreibt
Jetzt wird’s richtig spannend. Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass das Wirtschaftswachstum so etwas wie der große Motor unter der Haube der Märkte ist. Aber nur weil derselbe Motor im Hintergrund läuft, heißt das noch lange nicht, dass sich jedes Asset gleich verhält.
Genau hier machen viele Anfänger den nächsten Denkfehler. Sie hören: „Wachstum steigt“ und denken automatisch: „Okay, dann muss ja einfach alles bullish sein.“ Aber so funktioniert es nicht. Denn unterschiedliche Anlageklassen hängen auf komplett verschiedene Weise an diesem Motor.
Du kannst dir das vorstellen wie bei Fahrzeugen. Derselbe Straßenabschnitt fühlt sich für einen Sportwagen anders an als für einen LKW oder ein Motorrad. Genauso reagiert auch nicht jedes Asset gleich auf dieselbe makroökonomische Veränderung. Wachstum ist also nicht einfach nur wichtig, sondern die entscheidende Frage ist:
Wie genau überträgt sich Wachstum auf dieses Asset?
Und genau das schauen wir uns jetzt an.
Aktien – Die Gewinn-Maschinen
Bei Aktien ist die Verbindung zum Wirtschaftswachstum am direktesten und am leichtesten zu verstehen. Aktien sind im Kern Ansprüche auf zukünftige Unternehmensgewinne. Wenn du also eine Aktie kaufst, wettest du letztlich darauf, dass ein Unternehmen in Zukunft Umsatz macht, profitabel bleibt und diesen Wert irgendwie an die Aktionäre weitergibt sei es über steigende Kurse, Dividenden oder Aktienrückkäufe Und jetzt kommt das Entscheidende:
Das Wirtschaftswachstum bestimmt, wie viel in der Wirtschaft insgesamt ausgegeben wird. Wenn Haushalte mehr konsumieren, Unternehmen mehr investieren und die allgemeine Aktivität steigt, dann erhöht sich auch die Chance, dass Unternehmen mehr Produkte verkaufen und mehr Umsatz machen.
Mehr Wachstum bedeutet also erstmal: mehr potenzielle Einnahmen für Unternehmen.
Aber Umsatz allein reicht noch nicht. Denn für den Aktienkurs zählt nicht nur, dass ein Unternehmen mehr verkauft, sondern auch, was davon am Ende übrig bleibt. Wenn der Umsatz steigt, aber gleichzeitig alle Kosten genauso stark oder sogar stärker steigen, bringt dir das als Aktionär wenig. Deshalb sind Aktien vor allem dann stark, wenn das reale Wachstum zunimmt — also wenn tatsächlich mehr produziert, verkauft und konsumiert wird, nicht nur alles teurer wird.
Denn nur dann können Unternehmen ihre Margen wirklich verbessern.
Das ist ein extrem wichtiger Punkt, den viele am Anfang nicht verstehen: Aktien lieben nicht einfach jede Form von nominalem Wachstum. Sie lieben vor allem Wachstum, bei dem Umsätze steigen und die Gewinne mitziehen können. Wenn Unternehmen ihre Preise zwar anheben, aber ihre Inputkosten genauso stark steigen, bleibt von diesem „Wachstum“ für die Aktionäre oft wenig übrig.
Darum performen Aktien meistens besonders gut in Umfeldern, in denen die Wirtschaft gesund wächst, die Nachfrage stabil ist und die Unternehmen mehr verkaufen können, ohne dass ihre Kosten komplett aus dem Ruder laufen.
Und genau daraus ergibt sich auch die andere Seite.
Wenn das Wachstum nachlässt, wird es für Unternehmen schwieriger. Die Nachfrage schwächt sich ab, Umsätze geraten unter Druck, Lagerbestände steigen vielleicht, Investitionen werden zurückgefahren und plötzlich wirken die fixen Kosten viel schwerer. Dann brechen Margen oft viel schneller weg, als Anfänger erwarten. Und genau deshalb reagieren Aktien auf schwächeres Wachstum oft so brutal.
Der Markt schaut bei Aktien also immer mit nach vorn und fragt sich:
Steigen die zukünftigen Umsätze?
Bleiben die Margen stabil?
Wachsen die Gewinne?
Oder kippt das alles gerade?
Wenn du Aktien handelst, musst du deshalb im Kern immer wissen, ob der wirtschaftliche Kuchen gerade größer wird oder kleiner. Denn Aktien sind am Ende nichts anderes als eine Wette darauf, dass Unternehmen in einem wachsenden Umfeld mehr Geld verdienen können.
Anleihen – Die Fed-Puffer
Bei Anleihen ist der Zusammenhang etwas weniger direkt, aber mindestens genauso wichtig. Denn Anleihen haben im Gegensatz zu Aktien keine offenen, mitwachsenden Gewinne. Eine Anleihe verspricht dir im Regelfall fest definierte Zahlungen. Genau deshalb reagieren sie ganz anders auf Wachstum.
Während Aktien vom Wachstum direkt über Umsatz und Gewinne profitieren oder leiden, laufen Anleihen eher über den Umweg der Geldpolitik.
Hier kommt die Notenbank ins Spiel — in den USA also die FED.
Die FED beobachtet die Wirtschaft ständig und versucht, Extreme zu verhindern. Wenn die Wirtschaft zu heiß läuft, die Nachfrage zu stark wird, der Arbeitsmarkt überhitzt und Inflation droht, reagiert die Notenbank meist mit höheren Zinsen. Wenn die Wirtschaft dagegen schwächelt, die Nachfrage abnimmt und Rezessionsgefahr entsteht, reagiert sie eher mit Zinssenkungen oder einer lockeren Haltung.
Und genau diese Reaktionsfunktion ist für Anleihen extrem wichtig.
Warum? Weil Anleihen festverzinsliche Assets sind. Wenn du eine Anleihe mit einem bestimmten Coupon hältst und die Notenbank die Zinsen stark erhöht, dann wirken neu ausgegebene Anleihen plötzlich attraktiver als deine alte. Deine bestehende Anleihe muss also im Preis fallen, damit ihre Rendite wieder konkurrenzfähig ist.
Deshalb leiden Anleihen oft dann, wenn das Wachstum stark ist, die Wirtschaft heiß läuft und der Markt mit restriktiver Geldpolitik rechnet.
Andersrum gilt aber auch: Wenn die Wirtschaft schwächer wird, Rezessionsängste steigen und die Notenbank eher lockerer werden muss, dann werden bestehende Anleihen mit ihren festen Cashflows plötzlich wieder wertvoller. In solchen Phasen wirken sichere, berechenbare Zahlungen deutlich attraktiver als riskante Gewinne in Aktien oder zyklischen Assets.
Genau deshalb nennt man Anleihen oft konterzyklisch.
Sie sind häufig dann stark, wenn die Wirtschaft schwächer wird, weil genau in solchen Phasen der Markt auf fallende Zinsen, weniger Inflationsdruck oder geldpolitische Unterstützung setzt
Das ist auch der Grund warum Anleihen Sinn machen im Portfolio Wenn das Wachstum kippt und Aktien Probleme bekommen, können Anleihen oft stabilisieren. Natürlich ist das nicht immer perfekt. Gerade in Phasen, in denen Inflation das Hauptproblem ist, können auch Aktien und Anleihen gleichzeitig unter Druck geraten. Aber grundsätzlich musst du bei Anleihen verstehen: Sie reagieren nicht primär auf Wachstum, weil sie plötzlich „mehr verdienen“, sondern weil Wachstum die Erwartungen an Inflation, Zinsen und die Reaktion der Notenbank verändert.
Bei Aktien fragst du also:
Wie entwickeln sich Umsätze und Gewinne?
Bei Anleihen fragst du eher:
Was bedeutet dieses Wachstum für die FED, für Zinsen und für die Attraktivität fixer Cashflows?
Das ist ein riesiger Unterschied.
Rohstoffe – Das Angebot-Nachfrage-Biest
Und dann kommen wir zu den Rohstoffen. Hier wird es nochmal deutlich direkter und gleichzeitig brutaler.
Rohstoffe haben keine Gewinne wie Aktien. Sie haben keine festen Couponzahlungen wie Anleihen. Ein Barrel Öl zahlt dir nichts aus. Ein Kilo Kupfer überweist dir keine Dividende. Rohstoffe leben deshalb fast vollständig von einer sehr simplen, aber extrem mächtigen Logik: Angebot und Nachfrage.
Und genau deshalb reagieren sie oft so explosiv.
Der wichtige Punkt ist hier, dass das Angebot bei vielen Rohstoffen nur sehr langsam angepasst werden kann. Du baust nicht mal eben über Nacht eine neue Mine, eine neue Raffinerie oder zusätzliche Förderkapazitäten auf. Das dauert oft Monate oder Jahre. Das Angebot ist also träge.
Die Nachfrage dagegen kann sich viel schneller bewegen.
Wenn Unternehmen plötzlich mehr produzieren, wenn Bauaktivität steigt, wenn Konsumenten mehr ausgeben, wenn Staaten Investitionen hochfahren oder wenn generell mehr Geld durch das System läuft, dann kann die Nachfrage nach Rohstoffen sehr schnell anziehen. Genau deshalb hängen Rohstoffe besonders stark am nominalen Wachstum — also an der Kombination aus realer Aktivität und Preisentwicklung.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:
Rohstoffe reagieren oft nicht einfach nur auf das Niveau des Wachstums, sondern auf die Veränderungsgeschwindigkeit.
Das heißt: Nicht nur ob Wachstum da ist, sondern ob es sich beschleunigt oder verlangsamt.
Wenn sich nominales Wachstum plötzlich beschleunigt, dann steigt die Nachfrage oft schneller, als das träge Angebot hinterherkommt. Und genau dann entstehen diese heftigen Preisschübe, die du bei Öl, Kupfer oder anderen zyklischen Rohstoffen immer wieder siehst.
Denn wenn mehr Geld auf zu wenig kurzfristig verfügbares Angebot trifft, müssen die Preise steigen, um dieses Ungleichgewicht auszugleichen.
Deshalb können Rohstoffe in Phasen von Wachstumsbeschleunigung und steigender nominaler Nachfrage so aggressiv nach oben laufen. Und deshalb können sie bei Wachstumsabkühlung oder Nachfrageeinbruch auch genauso brutal wieder nach unten kommen.
Rohstoffe sind also die direkteste Form davon, wie Makro auf Märkte durchschlägt. Weniger Story, weniger Bilanz, weniger Finanzengineering — dafür mehr nackte Realität.
Gibt es genug Angebot?
Wie stark ist die Nachfrage?
Und verändert sich dieses Verhältnis gerade schnell?
Wenn du Rohstoffe handelst, handelst du deshalb oft die Dynamik des Systems in ihrer rohesten Form.
Ein Bild dafür
Wenn du dir alle drei Anlageklassen nebeneinander vorstellst, dann ist Wachstum bei Aktien wie mehr Kundschaft in einem Laden. Mehr Leute kommen rein, mehr wird verkauft, mehr Gewinn kann hängen bleiben.
Bei Anleihen ist Wachstum eher wie ein Signal an die Zentralbank. Zu viel Aktivität und Inflation? Dann wird gebremst. Zu wenig Aktivität? Dann wird unterstützt.
Und bei Rohstoffen ist Wachstum wie plötzlich mehr Leute an einer Tankstelle oder im Baumarkt, während das Lager nicht schnell genug aufgefüllt werden kann. Dann schießt der Preis hoch, einfach weil die Nachfrage schneller steigt als das Angebot.
Genau deshalb reicht es nicht zu sagen: „Wachstum ist wichtig.“
Du musst verstehen, auf welchem Weg dieses Wachstum in die jeweilige Anlageklasse übersetzt wird.
Erst dann fängt Makro wirklich an, im Chart Sinn zu machen.






















