Die dunkle Seite des Tradings⚫ Die dunkle Seite des Tradings – worüber kaum jemand spricht
In der Trading-Welt redet man gerne über Gewinne, Strategien und Setups –
aber kaum jemand spricht über die anderen Seiten:
Über Erschöpfung. Über Zweifel. Über das Gefühl, sich selbst zu verlieren.
Niemand postet Screenshots von schlaflosen Nächten,
verlorenen Konten oder Schuldenlisten.
Doch genau dort – in diesen Momenten – entscheidet sich,
wer Trading wirklich versteht und wer sich im Spiel verliert.
Diese Punkte sind unbequem.
Aber sie sind real.
Und sie treffen mehr Trader, als man glaubt.
🧠 1. Mentale Erschöpfung
Viele merken gar nicht, wie stark ständige Marktbeobachtung das Gehirn überfordert.
Dauerstress durch Kursbewegungen → Cortisol-Dauerpegel.
Permanente Reizüberflutung → Konzentrationsverlust, Reizbarkeit.
Trading wird zur „Flucht aus dem Alltag“, aber der Geist ruht nie.
➡️ Ergebnis: Entscheidungs-Müdigkeit („Decision Fatigue“).
Man klickt impulsiv – nicht rational.
🔁 2. Die Endlosschleife aus Hoffnung und Angst
Trading kann sich wie eine emotionale Achterbahn anfühlen:
Gewinn = Euphorie, Verlust = Schock.
Und viele werden süchtig nach genau diesem Gefühl.
Das Problem:
👉 Nicht der Markt, sondern das Adrenalin wird zum Ziel.
Der Chart wird wie ein Casino – Dopamin statt Analyse.
➡️ Man tradet nicht mehr, um zu verdienen,
sondern um „etwas zu fühlen“.
💳 3. Finanzielle Selbstzerstörung
Margin-Calls, Nachschüsse, Kreditkarten, geheime Schulden.
„Ich hole das Geld schon wieder rein…“
Der Markt wird zum Ersatz-Arbeitsplatz, aber ohne Sicherung.
Oft endet es mit:
➡️ Verlust des Kontos.
➡️ Verlust des Vertrauens in sich selbst.
➡️ Zerrüttete Beziehungen, weil man alles verheimlicht hat.
💬 4. Soziale Isolation
Trader ziehen sich zurück – „niemand versteht mich“.
Freunde langweilen Chartgespräche.
Familie sieht nur Verluste, nicht die Vision.
Online-Communities ersetzen echte Bindung.
Doch viele dieser Gruppen sind toxisch:
👉 Nur Siegerposts, kein echtes Scheitern.
👉 Gruppenzwang zu riskanten Trades.
👉 Falsche Vorbilder, die dich in dieselbe Spirale ziehen.
➡️ Resultat: Einsamkeit trotz „Community“.
💔 5. Emotionale Fehlprägung
Nach vielen Verlusten verändert sich das Verhalten dauerhaft:
Man verliert Vertrauen in seine eigenen Entscheidungen.
Angst dominiert, man reagiert statt zu planen.
Gewinne werden zu früh genommen, Verluste ausgesessen.
Man verwechselt Geduld mit Angst – und Disziplin mit Zwang.
➡️ Das Nervensystem lernt „Schmerz = Markt“ –
und jede Chartbewegung wird emotional.
💉 6. Der Griff zur Betäubung
Wenn die Emotionen zu stark werden, suchen viele unbewusst Ersatzbefriedigungen:
Alkohol, Koffein, Energy Drinks.
Nikotin, Beruhigungsmittel.
Social Media-Dopamin (permanent scrollen, Reels schauen).
All das senkt kurzfristig den Stress –
aber zerstört langfristig den Fokus.
🕳️ 7. Die Identitätsfalle
Viele definieren sich irgendwann nur noch als Trader.
Kein „Ich“ außerhalb der Märkte.
Keine Freude mehr an kleinen Dingen.
Wenn das Konto fällt, fällt auch das Selbstbild.
Und das ist gefährlich –
weil man dann nicht mehr Risiko managt, sondern Selbstwert.
🪞 8. Die Lügen vor sich selbst
„Ich bin fast profitabel.“
„Ich warte nur auf den richtigen Markt.“
„Ich hab’s bald geschafft.“
Diese Selbstlügen sind psychologische Schutzmechanismen –
aber sie verhindern Wachstum.
Echte Trader lernen, sich selbst brutal ehrlich im Spiegel zu sehen.
Der Rest bleibt in der Illusion gefangen.
🧩 9. Der Kontrollverlust durch Perfektionismus
Viele streben nach dem „perfekten Trade“ –
und blockieren sich dadurch komplett.
Sie analysieren, justieren, backtesten –
aber handeln nie.
➡️ Perfektionismus ist Angst im Anzug.
Er sieht professionell aus,
aber er zerstört Handlungskraft.
🪙 10. Das Vergessen des ursprünglichen Ziels
Am Anfang wollte man Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung.
Doch irgendwann wird Trading zum Käfig:
Kein Wochenende mehr.
Kein Schlafrhythmus.
Kein echter Kontakt zur Außenwelt.
Man lebt im Chart –
aber vergisst, wofür man überhaupt angefangen hat.
Schulden
Euro shortDer Chart veranschaulicht, dass EU-Geldmenge und -Schulden ansteigen, während die Wirtschaftsleistung (GDP) dies nicht entsprechend tut. Gleichzeitig bleiben die Zinsen weiter niedrig, so dass der Geldmengenausweitung (im Vgl zum GDP) kein Einhalt geboten wird.
Meine These ist, dass dies den Euro weiter abwerteten lässt und Inflation begünstigt.
Hintergrund ist, dass Geldmenge und Schulden eigentlich im Einklang mit dem GDP wachsen sollten. Dies sollte über den Leitzins reguliert werden. Die EZB hält jedoch leider still, kein Wunder, können sich doch viele hochverschuldeten EU Mitgliedsstaaten keine Zinserhöhungen leisten.
Dies ist keine Anlageempfehlung.
Frage: Kennt sich jemand mit Schweizer Anleihen aus, am besten Inflation-linked? Gerne ggfs dazu einen Kommentar oder eine Nachricht an mich schreiben.
Trade der Woche und Einigung im im EU-Gipfel EU-Gipfel: Staats- und Regierungschefs einigen sich
Zum Abschluss des seit Freitag andauernden EU-Gipfels haben sich die Staats- und Regierungschefs doch noch auf Grundzüge eines „Wiederaufbaufonds“ verständigt. Kernpunkt ist der Kompromiss, dass „nur“ 390 Milliarden Euro des Gesamtvolumens von 750 Milliarden Euro durch Zuschüsse bereitgestellt werden. Die restlichen 360 Milliarden Euro können als niedrig verzinsten Kredite aufgenommen werden, wenn die Länder dies denn wollen. Die „Sparsamen Fünf“ hatten nicht nur den Macron/Merkel-Vorschlag, sondern auch die der Kommission sowie von Ratspräsident Charles Michel abgelehnt.
Urteil vom Bundesverfassungsgerichts Kommentare und Einschätzungen zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), wonach sich die Bundesbank nur dann weiterhin am Anleihenkaufprogramm PSPP der Europäischen Zentralbank (EZB) beteiligen darf, wenn die EZB dessen Verhältnismäßigkeit binnen drei Monaten nachvollziehbar begründet
Das Urteil bezog sich auf das PSPP-Anleihekaufprogramm, nicht aber auf das unter dem Einfluss der Corona-Krise beschlossene PEPP-Kaufprogramm. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer findet es bemerkenswert, dass die Richter die Verstöße genau an den Punkten festgemacht haben, die im Rahmen des PEPP-Programms teilweise ausgesetzt oder sehr flexibel interpretiert wurden, nämlich der Begrenzung auf 33 Prozent je Anleihe und die Aufteilung auf einen Länderschlüssel. "Orientiert man sich am Wortlaut des Urteils, könnte dem PEPP-Kaufprogramm in Zukunft Unheil aus Karlsruhe drohen", meint Krämer. Aber erstens könne es Jahre dauern, bis das Bundesverfassungsgericht über eine Klage gegen das PEPP-Programm entscheiden würde; bis dahin könne das Programm schon beendet sein




