Wie Rendite den Verstand frisst Moin zusammen, willkommen zu Tag 15.
Heute, an Tag 15, gehen wir ins viktorianische England des 19. Jahrhunderts. Und wir schauen uns ein Phänomen an, das so aktuell ist, dass es sich anfühlt, als wäre es gestern passiert. Ein Phänomen, das euch als Trader mehr Geld kosten wird als jeder technische Indikator, den ihr jemals ignoriert habt – wenn ihr es nicht versteht. Und gleichzeitig ein Phänomen, das euch mehr Geld einbringen wird als jede noch so geile Setup-Strategie – wenn ihr lernt, es eiskalt auszunutzen.
Die Rede ist vom "Reach for Yield" – dem Drang nach Rendite. Oder, um es mit den unsterblichen Worten des legendären Ökonomen Walter Bagehot zu sagen: "John Bull kann 2 Prozent nicht ertragen."
während die bisherigen Kapitel euch die Geschichte, die Philosophie und die Mechanik des Zinses beigebracht haben, zeig ich euch heute die nackte, ungefilterte Psychologie des Zinses.
Es zeigt euch, was mit dem menschlichen Gehirn passiert, wenn die Rendite verschwindet. Es zeigt euch, wie niedrige Zinsen eine ganze Gesellschaft – Rentiers, Sparer, Banker, Spekulanten, den verdammten Postboten – in einen kollektiven Rausch der Verzweiflung treiben, der immer, immer, in einer Katastrophe endet.
Wenn ihr Tag 15 heute verinnerlicht, werdet ihr nie wieder blind in ein Asset investieren, nur weil es "mehr Rendite" verspricht als euer Tagesgeld. Ihr werdet exakt verstehen, warum die Herde in Niedrigzinsphasen systematisch in Schrott-Assets getrieben wird, warum die absurdesten Betrügereien und Blasen immer dann entstehen, wenn die Zinsen am Boden liegen, und warum die absolute Elite in genau diesen Momenten die größten Trades ihres Lebens aufbaut.
Um zu verstehen müssen wir uns in das England nach den Napoleonischen Kriegen versetzen. Anfang des 19. Jahrhunderts. Napoleon ist besiegt, Europa atmet auf, und Großbritannien steht als die unangefochtene Supermacht der Welt da. Das britische Empire beherrscht die Weltmeere, den Welthandel und das globale Finanzsystem. London ist das Zentrum des Universums.
Aber es gibt ein Problem. Ein Problem, das keiner der siegreichen Generäle und stolzen Politiker auf dem Schirm hatte. Ein Problem, das leise und schleichend kam, wie ein Gift, das man nicht schmeckt.
Die Zinsen fielen
Nach den Kriegen stabilisierte sich die britische Wirtschaft. Die Staatsschulden waren zwar gigantisch (erinnert euch an den Zinseszins-Effekt aus Tag 11 – Kriege sind die ultimative Schuldenmaschinerie), aber das Empire war stark genug, um sie zu bedienen. Das Vertrauen in die britische Krone war hoch. Und was passiert, wenn ein Staat als absolut kreditwürdig gilt? Die Rendite auf seine Anleihen sinkt. Weil jeder dem Staat sein Geld geben will, weil es "sicher" ist.
Die britischen Staatsanleihen hießen Consols – das waren quasi die Treasuries des 19. Jahrhunderts. Und ihre Rendite fiel in den Friedensjahren immer tiefer. Von 5 % nach den Kriegen... auf 4 %... auf 3 %... und irgendwann auf verdammte 2 %.
2 %. Zwei mickrige Prozent pro Jahr. Das war die "risikofreie" Rendite, die das sicherste Investment der damaligen Welt abwarf
Und jetzt stellt euch mal vor, ihr seid ein wohlhabender englischer Gentleman Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein Rentier – jemand, der von den Zinseinkünften seines Vermögens lebt. Euer gesamtes Lebensmodell basiert darauf, dass ihr euer Kapital in Consols steckt und von den Zinszahlungen bequem lebt. Euer Haus, eure Bediensteten, eure Kutsche, die Ausbildung eurer Kinder – alles wird aus den Zinserträgen eurer Staatsanleihen bezahlt
Und dann? Dann fällt die Rendite auf 2 %. Plötzlich reicht euer Zinsertrag nicht mehr, um euren Lebensstandard zu halten. Ihr könnt euch die Bediensteten nicht mehr leisten. Die Ausbildung der Kinder wird zum Problem. Euer gesamtes finanzielles Fundament bröckelt – nicht weil ihr Geld verloren habt, sondern weil das Geld, das ihr habt, nichts mehr erwirtschaftet.
Und genau das ist der Moment, in dem John Bull den Verstand verliert.
"John Bull" – das war und ist die Karikatur des typischen Engländers. Stellt euch einen dicken, rotgesichtigen Mann in einem Frack vor, mit Zylinder und einer Bulldogge an der Leine. Sturköpfig, stolz, konservativ – aber im Kern ein Typ, der in Panik gerät, wenn sein Einkommen schrumpft. Und Walter Bagehot, der brillanteste Finanzjournalist des 19. Jahrhunderts, der Herausgeber des Economist und ein Mann, dessen Schriften bis heute Pflichtlektüre für jeden Zentralbanker sind, formulierte eine der berühmtesten Zeilen der Finanzgeschichte:
"John Bull kann vieles ertragen, aber 2 Prozent kann er nicht ertragen."
Dieser eine Satz enthält mehr Weisheit über das menschliche Verhalten an den Finanzmärkten als 90 % aller Lehrbücher über Behavioral Finance. Denn er beschreibt nicht einfach nur ein historisches Phänomen. Er beschreibt eine psychologische Konstante. Eine unveränderliche Schwäche der menschlichen Natur, die sich seit 200 Jahren in exakt derselben Form wiederholt – bei jeder Nullzinsphase, bei jedem QE-Programm, bei jedem "Easy Money"-Zyklus.
Was Bagehot beschrieb, war eine Art mentale Instabilität, die niedrige Zinsen bei Anlegern erzeugen. Menschen, die an Sicherheit gewöhnt sind – an stabile, vorhersehbare Einkünfte aus risikoarmen Anlagen –, werden durch niedrige Zinsen in einen Zustand der Verzweiflung getrieben. Und Verzweiflung ist der absolut gefährlichste Zustand für einen Investor. Denn verzweifelte Menschen treffen verzweifelte Entscheidungen.
Und genau das passierte im 19. Jahrhundert in einem Ausmaß, das so grotesk ist, dass es sich wie Satire liest. Aber es ist bittere, dokumentierte Realität
Als die Consol-Renditen auf 2–3 % fielen, entstand eine gigantische Einkommenslücke. Millionen von Briten – Rentiers, Witwen, Pensionäre, Stiftungen, Kirchenfonds – konnten ihren Lebensunterhalt nicht mehr aus sicheren Staatsanleihen bestreiten. Sie brauchten mehr Rendite. Sie brauchten sie dringend. Und sie waren bereit, dafür Dinge zu tun, die sie in einem normalen Zinsumfeld niemals auch nur in Erwägung gezogen hätten
Der Markt erkannte diese Verzweiflung sofort. Und er tat das, was der Markt immer tut, wenn eine Masse von Menschen verzweifelt nach Rendite sucht: Er lieferte ihnen Rendite. In rauen Mengen. Verpackt in den absurdesten, verlogensten und gefährlichsten Produkten, die sich menschliche Kreativität ausdenken kann.
Das krasseste Beispiel ist so wahnsinnig, dass ihr es euch nicht ausdenken könntet. In den 1820er Jahren, als die Zinsen für sichere britische Anleihen am Boden lagen, tauchten plötzlich exotische Staatsanleihen aus Südamerika an der Londoner Börse auf. Die ehemaligen spanischen Kolonien waren gerade unabhängig geworden, und Investmentbanken boten britischen Anlegern Anleihen dieser neuen Nationen an – mit saftig hohen Zinssätzen von 6 %, 7 % oder mehr.
Die Briten stürzten sich drauf wie Verdurstende auf eine Oase. Sie kauften Anleihen von Ländern, deren Namen sie kaum aussprechen konnten, von Regierungen, die sie noch nie gesehen hatten, auf der Basis von Prospekten, die sie nicht gelesen hatten. Hauptsache, die versprochene Rendite war höher als die erbärmlichen 2 % der Consols.
Und dann kam Poyais. Die vielleicht dreisteste Betrugsgeschichte der gesamten Finanzhistorie
Ein schottischer Abenteurer und Hochstapler namens Gregor MacGregor kehrte aus Südamerika nach London zurück und behauptete, er sei der "Cazique" (Häuptling) eines Landes namens Poyais – angeblich an der Mosquito-Küste von Honduras gelegen. MacGregor beschrieb Poyais als ein tropisches Paradies: fruchtbares Land, reiche Goldvorkommen, eine florierende Hauptstadt mit gepflasterten Straßen und einer Kathedrale, ein funktionierendes Bankensystem und eine wohlhabende Bevölkerung, die nur darauf wartete, mit britischen Investoren zusammenzuarbeiten
Er druckte Prospekte. Er zeichnete Landkarten. Er gab sogar eigene Poyais-Währung aus. Und dann bot er britischen Investoren Staatsanleihen des Landes Poyais an – mit einer saftigen Rendite, die die 2 % der Consols in den Schatten stellte.
Und die Briten? Sie kauften. Sie kauften Anleihen eines Landes, das es nicht gab. Hunderte von Familien investierten ihre gesamten Ersparnisse. Manche verkauften ihre Häuser. Etwa 250 Siedler setzten sich tatsächlich auf Schiffe, um nach Poyais auszuwandern – in ihr gelobtes Land aus Milch und Honig.
Als sie an der Mosquito-Küste ankamen, fanden sie nichts. Keinen Hafen. Keine Stadt. Keine Straßen. Keinen verdammten Stein. Nur Dschungel, Moskitos und Malaria. Dutzende starben an tropischen Krankheiten, bevor die Überlebenden von einem vorbeifahrenden Schiff gerettet werden konnten.
oyais existierte nicht. Es war eine komplette Erfindung. MacGregor hatte buchstäblich ein fiktives Land verkauft. Und der einzige Grund, warum ihm Hunderte von ansonsten vernünftigen, gebildeten britischen Bürgern ihr Geld hinterhergeworfen hatten, war: Die Consols brachten nur 2 %, und Poyais versprach mehr.
Das ist kein Witz. Das ist kein Randphänomen. Das ist die nackte, brutale Wahrheit über die menschliche Psychologie in einem Niedrigzinsumfeld. Wenn die sichere Rendite zu niedrig ist, schaltet das Gehirn die Due Diligence aus. Die Gier nach Einkommen überschreibt jeden Sicherheitsinstinkt. Die Menschen wollen glauben, dass es einen Weg gibt, risikolos mehr Rendite zu bekommen. Und genau dieses Wollen macht sie zu perfekten Opfern für jeden Betrüger, jeden Scharlatan und jede Luftblase, die der Markt ihnen vor die Nase hält.
Aber Poyais war nur das Appetithäppchen. Die wirklich monumentale Katastrophe des viktorianischen "Reach for Yield" war die Railway Mania – die Eisenbahn-Hysterie der 1840er Jahre. Und diese Episode ist so erschreckend ähnlich zu dem, was wir in den letzten 15 Jahren in der Tech-Branche gesehen haben, dass es euch die Haare aufstellen wird.
Die Ausgangslage war dieselbe wie bei Poyais, nur in einer komplett anderen Größenordnung. Die Consol-Renditen waren niedrig. Die Anleger suchten verzweifelt nach Alternativen. Und dann kam die Eisenbahn – die aufregendste, revolutionärste Technologie des 19. Jahrhunderts.
Die ersten Eisenbahnlinien waren tatsächlich goldene Investments. Die Strecke zwischen Liverpool und Manchester, eröffnet 1830, war ein Gelddruckmaschine. Sie transportierte Waren und Passagiere schneller und billiger als jede Kutsche oder jeder Kanal. Die Renditen der ersten Eisenbahngesellschaften waren spektakulär
Und dann? Dann setzte der "Reach for Yield" ein. John Bull sah die fetten Renditen der ersten Eisenbahnlinien, verglich sie mit seinen erbärmlichen 2 % auf Consols, und verlor komplett den Verstand.
Zwischen 1844 und 1846 wurden in Großbritannien **über 8.000 Meilen** neuer Eisenbahnstrecken genehmigt – durch Parlamentsakte, die praktisch jedem Antrag stattgaben. Das investierte Kapital erreichte astronomische Summen, die zeitweise bis zu einem **Drittel des gesamten britischen Bruttosozialprodukts** ausmachten. Stellt euch das mal vor: Ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung der damaligen Supermacht der Welt floss in ein einziges Konzept – Eisenbahnen.
Jeder, der ein paar Pfund übrig hatte, kaufte Eisenbahnaktien. Handwerker, Geistliche, Witwen, Lehrer, Dienstmädchen. Die Zeitungen waren voll mit Anzeigen für neue Eisenbahngesellschaften, die immer exotischere Strecken versprachen – quer durch Wales, hinauf in die schottischen Highlands, zu jedem noch so kleinen Dorf, das auf der Landkarte zu finden war. Es entstanden Hunderte von Eisenbahngesellschaften, viele davon mit identischen Strecken, die sich gegenseitig die Kunden streitig machten.
Das Problem war offensichtlich – aber niemand wollte es sehen. Es gab nicht genug Passagiere und nicht genug Fracht für all diese Strecken. Die meisten der neuen Linien konnten niemals profitabel werden. Es war eine massive Überkapazität – zu viel Angebot für zu wenig Nachfrage. Aber weil das Geld nichts kostete (niedrige Zinsen!), fragte niemand nach dem tatsächlichen Cashflow. Es reichte, dass die Idee aufregend klang und die Aktien stiegen.
Und dann kam der unvermeidliche Crash. 1847/48 brach die Railway Mania zusammen. Die Aktienkurse kollabierten. Hunderte von Eisenbahngesellschaften gingen bankrott. Tausende von Familien verloren ihre gesamten Ersparnisse. Die britische Wirtschaft rutschte in eine schwere Rezession. Und die Strecken, die mit so viel Euphorie gebaut worden waren? Viele davon verfielen, wurden niemals fertiggestellt oder transportierten jahrelang Züge durch leere Landschaften, in denen kein Mensch ein- oder ausstieg.
**Erkennt ihr das Muster?** Es ist *exakt* dasselbe Muster, das wir bei jeder modernen Blase sehen:
1. Niedrige Zinsen erzeugen Renditehunger.
2. Eine revolutionäre Technologie verspricht die Lösung.
3. Billiges Geld fließt unkontrolliert in diese Technologie.
4. Es entstehen massive Überkapazitäten, weil niemand nach Profitabilität fragt.
5. Der Crash enthüllt, dass 90 % der Investitionen Müll waren.
Dotcom 2000? Exakt dasselbe. Niedrige Zinsen → Internet-Euphorie → Hunderte von Internet-Klitschen ohne Geschäftsmodell → Crash. Krypto 2021? Exakt dasselbe. Nullzinsen → DeFi/NFT-Hype → Tausende von Tokens ohne Use Case → Crash. SPACs 2020/2021? Exakt. Dasselbe. Verdammte. Muster. Seit 200 Jahren.
Und hier kommt der Mann ins Spiel, der dieses gesamte Phänomen als Erster brillant auf den Punkt gebracht hat: Walter Bagehot.
Bagehot war kein trockener Akademiker, der aus dem Elfenbeinturm herab theoretisierte. Er war Journalist. Er war Praktiker. Er beobachtete die Finanzmärkte Londons aus nächster Nähe, interviewte Banker, sprach mit Spekulanten und analysierte Krisen in Echtzeit. Er war der erste echte Finanzjournalist der Geschichte – und gleichzeitig einer der schärfsten analytischen Köpfe, die je über Geld geschrieben haben.
Sein Meisterwerk "Lombard Street" (1873) ist bis heute die Bibel der Zentralbanker. Und seine Analyse der psychologischen Wirkung niedriger Zinsen ist so messerscharf, dass sie sich liest, als wäre sie gestern für die Post-2008-Ära geschrieben worden.
Bagehots zentrale Erkenntnis war diese: Niedrige Zinsen erzeugen nicht Stabilität – sie erzeugen Instabilität.
Das klingt paradox, oder? Die meisten Menschen – und die meisten Zentralbanker – glauben, niedrige Zinsen seien beruhigend. Sie sollen die Wirtschaft stabilisieren, das Risiko senken, die Nerven der Anleger beruhigen. Aber Bagehot beobachtete das exakte Gegenteil
Sein Argument war genial in seiner Einfachheit: Wenn die sichere Rendite (Consols, heute: Staatsanleihen/Treasuries) auf ein Niveau fällt, das für Sparer und Investoren unerträglich ist, dann werden diese Menschen gezwungen, höhere Risiken einzugehen, um ihr Einkommen aufrechtzuerhalten. Sie tun das nicht aus Gier. Sie tun es nicht, weil sie plötzlich mutige Abenteurer geworden sind. Sie tun es aus purer, nackter Verzweiflung. Und verzweifelte Anleger sind die dümmsten Anleger.
Bagehot schrieb: Wenn die Zinsen niedrig sind, werden Menschen, die an Sicherheit gewöhnt waren, in hochriskante Abenteuer getrieben. Sie kaufen Dinge, die sie nicht verstehen. Sie ignorieren Risiken, die sie normalerweise sofort erkennen würden. Sie werden mental instabil – nicht im klinischen Sinne, sondern im ökonomischen. Ihre Risikowahrnehmung ist komplett verzerrt. Die Benchmark, gegen die sie alle ihre Investitionsentscheidungen messen, ist zusammengebrochen.
Denkt mal eine Sekunde darüber nach. Wenn Consols 5 % Rendite bringen, dann muss ein alternatives Investment mindestens 7 % oder 8 % bieten, um attraktiv zu sein – und ihr wisst automatisch, dass das mit einem höheren Risiko einhergeht. Die 5 % sind euer Anker. Euer Kompass. Euer Bullshit-Detektor.
Aber wenn Consols nur noch 2 % bringen? Dann wird plötzlich alles attraktiv. Eine Anleihe von einem wackeligen südamerikanischen Staat, die 5 % bietet? "Hey, das ist doch harmlos – Consols bringen ja auch 2 %, und 5 % ist doch gar nicht so viel mehr!" Ein brandneues Eisenbahn-Startup, das 8 % Dividende verspricht? "Klingt vernünftig – schließlich haben die ersten Eisenbahnen auch so viel gezahlt!"
Seht ihr, was passiert? Wenn der Anker fällt, verschieben sich *alle* Risikogrenzen. Das, was vorher als "spekulativer Wahnsinn" galt, sieht plötzlich aus wie eine "moderate Chance". Das, was vorher als "offensichtlicher Betrug" erkennbar gewesen wäre, kommt als "interessante Opportunität" daher. Die gesamte Risikokalibrierung der Gesellschaft ist kaputt. Der Kompass dreht sich im Kreis.
Bagehot nannte das die Phase der "lethargischen Sorglosigkeit". Eine seltsame, tranceähnliche Stimmung, in der alle Warnsignale ignoriert werden, weil die Verzweiflung nach Rendite jede Vorsicht betäubt. Es ist wie ein kollektiver Rausch, nur dass die Droge nicht Alkohol oder Opium ist, sondern das Versprechen von ein paar Prozentpunkten mehr Rendite pro Jahr.
Chancellor zeigt in Kapitel 5, wie sich dieser Zyklus im 19. Jahrhundert immer und immer wieder wiederholte – mit einer fast schon beängstigenden Regelmäßigkeit. Und dieser Zyklus ist die **exakte Blaupause** für alles, was wir in den letzten 200 Jahren an den Märkten gesehen haben.
Die Mechanik war jedes Mal identisch:
Phase 1: Der Fall der Zinsen
Nach einer Krise oder einem Krieg stabilisiert sich die Wirtschaft. Die Bank of England senkt die Zinsen (oder lässt sie fallen). Die Consol-Renditen sinken. Kapital wird billig. Sparer und Investoren bekommen weniger für ihr Geld.
Phase 2: Der Drang nach Rendite
John Bull kann 2 % nicht ertragen. Die Masse beginnt, in immer riskantere Assets zu fließen. Exotische Anleihen, Aktien von Unternehmen in fernen Ländern, neue Technologien, Rohstoffprojekte, Immobilien. Die Nachfrage nach diesen Assets treibt deren Preise hoch. Steigende Preise ziehen noch mehr Käufer an. Die Euphorie beginnt
Phase 3: Die Kreditexpansion
Weil Geld billig ist, leihen sich die Menschen Geld, um noch mehr zu investieren. Der Hebel steigt. Die Banken vergeben immer großzügiger Kredite, weil auch sie unter dem Druck stehen, in einem Niedrigzinsumfeld Erträge zu generieren. Es entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf aus billigem Geld, steigenden Preisen und wachsender Verschuldung.
Phase 4: Die Sättigung
Irgendwann sind die Preise der spekulativen Assets so hoch gestiegen, dass selbst die verzweifeltsten Renditesucher nervös werden. Die Goldminen in Peru liefern kein Gold. Die Eisenbahnlinien in Wales transportieren keine Passagiere. Die Anleihen von Poyais zahlen keine Kupons. Die ersten Investoren beginnen zu verkaufen
Phase 5: Die Panik
Und dann reicht ein einziger Auslöser – ein Bankrott, eine Erntekatastrophe, eine geopolitische Krise, eine Zinserhöhung der Bank of England. Der Verkaufsdruck wird zur Lawine. Alle wollen gleichzeitig raus. Die Preise kollabieren. Die Kredite werden fällig. Die Banken rufen ihre Darlehen zurück. Firmen gehen pleite. Menschen verlieren alles.
Phase 6: Der Reset.
Die Bank of England greift ein (das, was Bagehot später als "Lender of Last Resort" beschrieb – die Zentralbank als Notfallkreditgeber). Die Zinsen steigen kurzfristig, um die Goldreserven zu schützen und die Panik einzudämmen. Die Spekulation wird aus dem System gespült. Die Verluste werden realisiert. Die Überlebenden lecken ihre Wunden.
Und dann? Fällt der Zins wieder. Und der ganze Zyklus beginnt von vorne.
Chancellor dokumentiert diesen Zyklus im 19. Jahrhundert mit erschreckender Präzision: 1825, 1847, 1857, 1866 – alle paar Jahrzehnte dasselbe Muster. Niedrige Zinsen → Reach for Yield → Spekulation → Kreditexpansion → Crash → Reset. Wieder und wieder und wieder.
Und wisst ihr, was das absolut Verrückteste ist? Dass wir exakt denselben Zyklus in unserer modernen Welt sehen. 2000 (Dotcom), 2008 (Subprime), 2020/2021 (Everything Bubble) – die Zeitabstände werden kürzer, die Amplituden werden größer, aber das Muster ist verdammt noch mal identisch. Weil die menschliche Psychologie sich in 200 Jahren nicht ein einziges Bit verändert hat. John Bull konnte 1825 keine 2 % ertragen. Und er kann 2025 keine 0 % ertragen. Die Verzweiflung ist dieselbe. Die Dummheit ist dieselbe. Nur die Währung auf den Geldscheinen hat sich geändert.
Wir machen zwar kein Mathe aber ziehen wir eine Parallele die für euer Verständnis der heutigen Märkte absolut entscheidend ist. Denn die Railway Mania war nicht einfach nur eine Aktienblase, die platzte und dann vergessen wurde. Sie hatte massive strukturelle Konsequenzen für die echte Wirtschaft – Konsequenzen, die wir in der Tech-Welt von heute eins zu eins wiederfinden.
Das Problem der Railway Mania war nicht, dass Eisenbahnen eine schlechte Idee waren. Eisenbahnen waren eine fantastische Idee. Sie revolutionierten den Transport, senkten Kosten und schufen enormen wirtschaftlichen Wert. Das Problem war, dass billiges Geld dazu führte, dass zu viele Eisenbahnen gebaut wurden.
Wenn der Zins bei 2 % liegt, bekommt jedes halbwegs plausible Projekt Finanzierung. Es gibt keinen Filter mehr (erinnert euch an die Hurdle Rate aus Tag 11!). Also werden nicht nur die profitablen Strecken gebaut, sondern auch die unprofitablen, die marginalen, die komplett sinnlosen. Es entstehen drei, vier, fünf Eisenbahnlinien zwischen denselben Städten, die sich gegenseitig die Kunden wegnehmen. Keine einzige von ihnen kann profitabel operieren, weil der Markt einfach nicht groß genug ist für alle.
Das Ergebnis? Massiver Preisdruck nach unten, weil zu viele Anbieter um zu wenige Kunden kämpfen. Margenzerstörung, weil die Überkapazität die Preissetzungsmacht eliminiert. Und am Ende eine brutale Konsolidierungswelle, in der die schwachen Firmen sterben und die starken die Überreste für Centbeträge aufkaufen.
Und jetzt übersetzt das in die Gegenwart:
- Cloud-Computing: Billiges Geld finanzierte Hunderte von Cloud-Startups, die alle dasselbe anboten. Überkapazitäten in Rechenzentren, Preiskrieg, Margendruck – bis am Ende nur noch drei, vier Giganten (AWS, Azure, Google Cloud) übrig blieben, die den Rest geschluckt haben.
- E-Commerce: Billiges VC-Geld finanzierte Hunderte von Online-Shops und Lieferdiensten. Die meisten davon subventionierten ihre Kunden mit dem Geld der Investoren ("Wachstum über Profit"), bis die Zinsen stiegen und das Geld ausging. Dann starben sie wie die Fliegen.
- AI-Startups: Und genau dasselbe passiert gerade in der KI-Branche. Billiges Geld pumpt Milliarden in jedes Startup, das irgendwo "AI" im Namen hat. Die meisten werden niemals profitabel sein. Sie bauen Überkapazitäten auf, die die Welt nicht braucht. Und wenn die Zinsen hoch bleiben oder weiter steigen, wird der evolutionäre Filter wieder scharf gestellt – und 90 % dieser "AI-Revolutionäre" werden im selben Massengrab landen wie die walisischen Eisenbahngesellschaften von 1847.
Die Lektion ist glasklar: Niedrige Zinsen verwandeln revolutionäre Technologien in Überkapazitäts-Monster. Nicht die Technologie ist das Problem – die Technologie ist meistens real und wertvoll. Das Problem ist, dass billiges Geld zu viel Kapital in die Technologie schüttet, zu viele Konkurrenten finanziert und zu viele Projekte am Leben hält, die eigentlich längst hätten sterben müssen. Am Ende gewinnen nur die Stärksten – und alle anderen werden vom Markt gefressen.
Was das alles für euer 1%-Elite-Mindset bedeutet
Ein Top-Trader bei Goldman Sachs oder Bridgewater liest dieses Kapitel nicht als Geschichtsstunde über viktorianische Eisenbahnen und schottische Betrüger. Er liest es als **exakte Karte des menschlichen Verhaltens in jeder Niedrigzinsphase**. Er erkennt die psychologischen Muster. Er sieht die Mechanik. Und er nutzt beides eiskalt aus.
Hier sind eure 1%-Edges aus dem "Reach for Yield":
Die Elite weiß: Das gefährlichste Marktumfeld ist nicht Panik. Panik ist laut, sichtbar, offensichtlich – und damit handelbar. Das wirklich gefährliche Umfeld ist die Langeweile. Die schleichende, leise Verzweiflung, wenn die sichere Rendite unter ein psychologisches Mindestniveau fällt Wenn die "risikofreie" Rendite (Staatsanleihen, Tagesgeld) unter ein gewisses psychologisches Niveau fällt – historisch betrachtet irgendwo um die 3 % –, dann beginnt die Masse, Risiken systematisch zu ignorieren. Nicht weil sie plötzlich mutiger geworden ist. Sondern weil sie es physisch nicht aushält, nichts zu verdienen. Der Drang nach Rendite überschreibt die Risikowahrnehmung.
Beobachtet die Zuflüsse in Junk-Bonds in Emerging-Market-Schulden, in hochspekulative Altcoins, in unprofitable Growth-Stocks. Wenn die Rendite-Spreads in diesen Segmenten sinken – wenn also die Rendite-Differenz zwischen sicherem und riskantem Schrott schrumpft –, dann wisst ihr: John Bull verliert gerade seinen Verstand. Die Masse ist so verzweifelt nach Rendite, dass sie bereit ist, für Schrott fast denselben Preis zu zahlen wie für Qualität. Das Risiko wird nicht mehr fair bepreist. Und das ist die Zeit, um antizyklisch Short-Positionen in den schwächsten Gliedern der Kette aufzubauen – in den "Poyais-Assets" unserer Zeit, den Unternehmen und Projekten, die nur existieren, weil billiges Geld sie am Leben hält
Gregor MacGregor konnte ein fiktives Land verkaufen, weil die Anleger vor lauter Renditehunger aufgehört hatten, Fragen zu stellen. In Phasen niedriger Zinsen sinkt die Due-Diligence-Bereitschaft der Anleger gegen Null
In jeder Niedrigzinsphase entstehen massenhaft Assets, die "zu schön klingen, um wahr zu sein" – und die trotzdem gigantisches Kapital anziehen. Im 19. Jahrhundert waren es fiktive Länder und sinnlose Eisenbahnlinien. In unserer Zeit sind es: intransparente DeFi-Protokolle, die "risikolose" 20 % APY versprechen; SPACs, die Milliarden-Bewertungen an Firmen ohne Umsatz vergeben; Krypto-Lending-Plattformen wie FTX, die mit dem Geld ihrer Kunden spekulieren; oder jedes neue "Revolutionäre" Produkt, dessen Erklärung länger dauert als die Aufmerksamkeitsspanne eines TikTok-Videos.
Wenn euch jemand ein Asset zeigt, das in einem Niedrigzinsumfeld deutlich mehr Rendite verspricht als der Markt, ohne dass das Risiko transparent erklärt wird – dann habt ihr euer Poyais gefunden. Die Frage ist nicht, ob es ein Betrug oder ein Luftschloss ist. Die Frage ist wann es auffliegt. Und das "Wann" ist immer dasselbe: Sobald die Zinsen der Zentralbanken auch nur leicht steigen, kollabieren diese Luftschlösser als Erstes. Denn das Kapital, das in ihnen steckt, ist kein "investiertes" Kapital – es ist "verzweifeltes" Kapital, das nur dort gelandet ist, weil es nirgendwo sonst eine Rendite fand. Und verzweifeltes Kapital ist das Erste, das flieht, sobald es eine sichere Alternative gibt.
Niedrige Zinsen führen zur Duplikation von Infrastruktur und Geschäftsmodellen, die die Welt nicht braucht. Das ist nicht Zufall – das ist Physik. Wenn die Hurdle Rate auf dem Boden liegt, schafft es jedes noch so beschissene Projekt über die Hürde.
Die Top 1 % unterscheiden zwischen "produktivem Kapital" und "konsumptivem Kapital". Produktives Kapital fließt in Unternehmen und Projekte, die einen echten Mehrwert schaffen und langfristig profitabel sind. Konsumptives Kapital fließt in Überkapazitäten, die nur durch billige Kredite existieren und die Margen der gesamten Branche zerstören.
Short-Kandidaten sind Unternehmen in Sektoren mit massiven Überkapazitäten, die nur durch billige Kredite überleben. Sobald die Zinsen steigen, passiert der "Waldbrand" – die schwachen Bäume verbrennen. Aber danach? Danach schießt neues, starkes Wachstum hoch. Die überlebenden "Quality"-Firmen – die mit echtem Cashflow, echter Preismacht und Festungs-Bilanzen – übernehmen den Markt der toten Konkurrenten. Das ist euer Long-Trade: Kauft die Gewinner der Konsolidierung, die am Ende alleine auf dem Schlachtfeld stehen
Bagehot formulierte die berühmte Regel, die bis heute jede Zentralbank-Krisenpolitik bestimmt: In einer Krise muss die Zentralbank großzügig leihen – aber zu einem hohen Zinssatz. Der hohe Zinssatz ist der Filter. Er stellt sicher, dass nur solide, kreditwürdige Institutionen Zugang zur Notfall-Liquidität bekommen, während die Zombies und Betrüger rausgefiltert werden.
Die Elite wartet auf den Moment der absoluten Kapitulation. Den Moment, in dem die Zinsen am Interbankenmarkt plötzlich in die Höhe schießen. Den Moment, in dem selbst solide Banken sich weigern, einander Geld zu leihen, weil das Misstrauen so groß ist. Den Moment, in dem der Markt aufhört zu funktionieren
Wenn die Panik maximal ist wenn der VIX durch die Decke schießt, wenn die Schlagzeilen von "Systemkrise" und "Bankrott" schreien –, dann ist das euer Kaufsignal für Qualitäts-Assets. Warum? Weil die Panik bereits die Schwachen aus dem Markt liquidiert haben. Die Zombies sind tot. Die Betrüger sind aufgeflogen. Was noch übrig ist, ist Substanz. Und diese Substanz bekommt ihr in der Panik mit 30 %, 40 %, 50 % Rabatt auf den fairen Wert. Weil die Masse nicht zwischen "bankrott" und "vorübergehend unter Druck" unterscheiden kann. Aber ihr könnt es. Weil ihr Bagehot gelesen habt
John Bull konnte 2 % nicht ertragen, weil er die Zeit nicht richtig bewertete. Er wollte den Ertrag von 10 Jahren in einem Jahr. Er wollte den Reichtum jetzt sofort. Und genau diese Ungeduld – diese extrem hohe Zeitpräferenz, die wir an Tag 12 besprochen haben – machte ihn zum perfekten Opfer Die Elite nutzt die Zeit-Inkonsistenz der Masse gnadenlos aus. Während der Markt in der Euphorie von 2 % Zinsen in 100x-Hebel flüchtet und jeden Schrott kauft, der mehr verspricht, bleibt die Elite in Cash oder Cash-Äquivalenten. Sie sitzt da, sie wartet, sie tut nichts. Und genau dieses Nichtstun ist ihr mächtigster Trade.
Euer Edge ist die Kaufkraft-Optionalität. Cash in einem Bullenmarkt fühlt sich an wie Zeitverschwendung. Jeder Idiot verdient Geld, und ihr sitzt auf der Bank. Aber Cash in einem Crash? Cash ist das ultimative Luxusgut. Cash ist Munition. Cash ist die Fähigkeit, in dem Moment, in dem alle bluten und alles mit 50 % Rabatt im Schaufenster liegt, eiskalt zuschlagen zu können. Die Spekulationsblase platzt (weil John Bull sich übernommen hat), und ihr kauft die Trümmer für Cent-Beträge. Ihr kauft die überlebenden Quality-Unternehmen am absoluten Tiefpunkt. Ihr sammelt die Assets ein, die die verzweifelten Margin-Call-Opfer euch zum Schnäppchenpreis in den Schoß werfen.
Das ist kein passives "Nichtstun". Das ist aktives, strategisches Warten. Es erfordert eine Disziplin, die 99 % der Trader nicht aufbringen können, weil ihr Ego es nicht erträgt, der einzige Mensch im Raum zu sein, der kein Geld verdient. Aber die Elite weiß: Der größte Gewinn entsteht nicht im Trade – er entsteht im Warten auf den richtigen Trade.
Das Trading-Playbook für Tag 15
Hier ist eure ultimative Zusammenfassung. Ab heute habt ihr die psychologische Karte des "Reach for Yield" im Kopf. Ihr wisst, was mit der Masse passiert, wenn die Zinsen fallen. Und ihr wisst, wie ihr das ausnutzt.
Hört auf, Zinssenkungen als "gut für den Markt" zu feiern. Ja, kurzfristig pumpen die Kurse. Aber was wirklich passiert, ist, dass die Masse in immer riskantere Assets getrieben wird, weil die sichere Rendite nicht mehr ausreicht. Der "Reach for Yield" ist keine rationale Investmententscheidung – er ist ein psychologischer Notzustand. Und Notzustände enden in Katastrophen.
Der klarste Indikator für "John Bull verliert den Verstand" ist die Kompression der Credit Spreads – die Rendite-Differenz zwischen sicheren und riskanten Anleihen schrumpft. Wenn Investoren für Junk-Bonds fast dieselbe Rendite akzeptieren wie für Staatsanleihen, dann ist das Risiko-Pricing komplett kaputt. Das ist euer Frühwarnsystem.
In jeder Niedrigzinsphase gibt es Betrug, Luftschlösser und "Too good to be true"-Produkte. Findet sie. Analysiert sie. Versteht, warum verzweifelte Anleger trotzdem reinspringen. Und positioniert euch für den Moment, in dem die Wahrheit ans Licht kommt.
Die Technologie selbst ist meistens real. Das Problem ist die Überfinanzierung durch billiges Geld. Wenn ein Sektor von Hunderten identischer Startups überflutet wird, die sich gegenseitig die Kunden wegsubventionieren – dann ist das Railway Mania 2.0. Geht Short auf die Schwächsten. Geht Long auf die Überlebenden.
Haltet Cash. Haltet Pulver trocken. Lasst euch von der Euphorie nicht anstecken. Wenn die Blase platzt – und sie platzt immer –, seid ihr die Einzigen im Raum, die noch zuschlagen können. Das ist der Cantillon-Move aus Tag 14, angewendet auf den Bagehot-Zyklus aus Tag 15. Die Elite kauft nicht im Rausch. Die Elite kauft in der Panik.
Hausaufgabe Tag 15
Zettel und Stift raus, Notion-Page aufmachen – ihr wisst wie es läuft:
Reach-for-Yield-Scan: Recherchiert die aktuelle Rendite auf 10-jährige US-Treasuries und deutsche Bundesanleihen. Liegt sie über oder unter 3 % ? Seid ihr aktuell in einer "John-Bull-Phase" oder nicht? Begründet in 3 Sätzen.
Recherchiert den aktuellen High-Yield-Credit-Spread (z. B. ICE BofA US High Yield Index OAS). Ist er historisch eng oder weit? Was sagt euch das über den aktuellen Risikoappetit der Masse?
Identifiziert ein aktuelles Asset, Produkt oder Projekt, das verdächtig nach "Poyais" riecht – also deutlich mehr Rendite verspricht, als das Risiko rechtfertigt, und das hauptsächlich von der Niedrigzins-Verzweiflung lebt. (Maximal 3 Sätze.)
Nennt einen aktuellen Sektor, in dem ihr Überkapazitäten durch billiges Geld vermutet. Welche Unternehmen in diesem Sektor sind die "Zombies" (die nur durch billige Kredite überleben), und welche sind die "Survivors" (die den Konsolidierungsprozess überleben werden)?
Stellt euch vor, die Zinsen steigen in den nächsten 12 Monaten um 200 Basispunkte. Wie viel Cash haltet ihr aktuell? Reicht es, um in einem Crash die Trümmer aufzusammeln? Wenn nicht – was müsst ihr heute noch ändern?
Ihr habt heute die mächtigste psychologische Waffe im Arsenal der Elite kennengelernt: das Verständnis des **"Reach for Yield"**. Ihr wisst jetzt, dass niedrige Zinsen keine Stabilität bringen – sie bringen Wahnsinn. Ihr wisst, dass John Bull seit 200 Jahren denselben Fehler macht: Er ertrinkt in der Verzweiflung nach Rendite und greift nach jedem Strohhalm, den ihm der Markt hinhält – egal ob es eine echte Rettungsleine ist oder ein vergifteter Köder.
Die Masse wird in der nächsten Niedrigzinsphase wieder denselben Fehler machen. Sie wird wieder in Poyais investieren. Sie wird wieder Railway-Mania-Aktien kaufen. Sie wird wieder ihr Kapital in Luftschlösser stecken, die beim ersten Windhauch in sich zusammenfallen.
Aber ihr nicht. Ihr seid ab heute die Trader, die Bagehot lesen. Die Trader, die den Zyklus kennen. Die Trader, die nicht aus Verzweiflung handeln, sondern aus Verständnis. Ihr seid die Cantillons der modernen Ära – die wenigen, die die Chimäre durchschauen, die Blase reiten, solange sie hält, und rechtzeitig in echte Werte tauschen, bevor der Vorhang fällt.
Niedrige Zinsen sind ein psychologisches Gift. Sie zwingen die Masse zu Fehlern. Euer Job als Elite-Trader ist es, nicht Teil dieser Masse zu sein, sondern die Rendite-Gier der Verzweifelten zu beobachten und systematisch gegen die unvermeidliche Übertreibung zu wetten. Wenn John Bull anfängt, 2 % zu hassen, bereitet euch auf den großen Short vor.
Willkommen in Tag 15. Willkommen in der Psychologie des Zinses. Lasst uns weiterarbeiten.
Wir sehen uns bei Tag 16.
Risiko
Warum dein bester Trade oft der gefährlichste istTag 3 wir beschäftigen uns mit Psychologie heutiges Thema
Ein psychologisches Konzept aus der echten Verhaltensökonomie, das weit über die üblichen „Du musst diszipliniert sein“-Plattitüden hinausgeht es gibt ein Phänomen, das im quantitativen und diskretionären Trading extrem mächtig ist, aber von Retail-Tradern absolut gar nicht verstanden wird.
Risikowahrnehmung ist nicht rein objektiv, sondern hochgradig subjektiv und oft stärker von affektiven Reaktionen als von nackten Fakten geprägt
Jeder Trader lernt am Anfang eine scheinbar einfache Grundregel: Hohe Rendite gibt es nicht ohne hohes Risiko. Je größer die Chance, desto größer in der Regel auch die Unsicherheit, die Volatilität und das potenzielle Verlustausmaß. Diese Sicht entspricht der klassischen rationalen Marktlogik, in der Risiko und Ertrag positiv miteinander verknüpft sind.
Psychologisch erlebt der Mensch diese Beziehung jedoch oft nicht so, wie sie mathematisch eigentlich ist. Die psychologische Risikoforschung zeigt, dass Menschen Risiken nicht neutral und objektiv verarbeiten, sondern subjektiv bewerten, und dass diese Bewertung häufig stärker von Gefühlen als von statistischen Informationen beeinflusst wird. Genau hier setzt die sogenannte Affektheuristik an: Sie beschreibt einen heuristischen Urteilsprozess, bei dem Menschen Nutzen und Risiko nicht unabhängig voneinander einschätzen, sondern emotional gekoppelt wahrnehmen
Das bedeutet: Wenn sich etwas gut anfühlt, sinnvoll wirkt oder perfekt zum eigenen Narrativ passt, steigt in unserer Wahrnehmung automatisch der erwartete Nutzen. Gleichzeitig sinkt das subjektiv empfundene Risiko. Die Relation wird also im Kopf beinahe umgedreht: Nicht mehr „hoher potenzieller Gewinn bedeutet meist auch hohes Risiko“, sondern „weil es sich so gut anfühlt, kann es gar nicht so riskant sein“. Genau diese inverse Beziehung von Nutzen und Risiko zerstört dein konto
Im Trading ist dieser Mechanismus brutal gefährlich, weil Märkte voller Situationen sind, die emotionale Überzeugung produzieren. Ein Setup passt plötzlich perfekt zum Makro-Bias, zur Chartstruktur, zu den News, zur Positionierung und vielleicht sogar zu der Story, die man sich schon seit Tagen erzählt. In diesem Moment fühlt sich der Trade nicht nur gut an, sondern „klar“, „logisch“ und fast schon zwingend.
Und genau da beginnt die Verzerrung. Denn was tatsächlich passiert, ist nicht unbedingt, dass das Setup objektiv viel sicherer geworden ist, sondern dass das Gehirn es subjektiv als sicherer erlebt. Das ist ein sehr wichtiger Unterschied (Der dich dein Konto kosten kann) Menschen bilden Risiken nicht einfach analog zu ihrer realen Häufigkeit oder Gefährlichkeit ab, sondern filtern sie durch subjektive Bedeutungen, Affekte und vereinfachende Urteilsprozesse
Der Trader sieht dann nicht mehr sauber zwischen Wahrscheinlichkeit, Auszahlungsprofil und Unsicherheit. Er sieht vor allem Bestätigung. Der erwartete Gewinn fühlt sich größer an, die Gefahr kleiner, die eigene Analyse tiefer, der Einstieg gerechtfertigter und der Einsatz angemessener, obwohl objektiv oft genau das Gegenteil der Fall sein kann
Das Spannende ist: Die Affektheuristik ist nicht einfach nur ein kleiner Denkfehler. Sie sitzt tiefer, weil sie an der Schnittstelle von Wahrnehmung, Bewertung und Entscheidung arbeitet. Das psychometrische Paradigma der Risikoforschung zeigt, dass Risikowahrnehmung wesentlich davon abhängt, wie eine Gefahr dargestellt, gefühlt und mental eingeordnet wird, und nicht nur davon, welche objektiven Daten vorliegen.
Für Trader heißt das: Du bewertest nicht bloß den Markt, sondern immer auch dein inneres Erleben des Marktes. Zwei Setups mit identischem statistischem Profil können sich vollkommen unterschiedlich anfühlen, je nachdem, ob sie Angst, Euphorie, Kontrolle oder Bestätigung auslösen. Und weil heuristische Prozesse gerade in komplexen, unsicheren Situationen besonders wirksam sind, ist Trading ein perfektes Spielfeld für genau diese Form der Verzerrung
Deshalb ist der gefährlichste Moment oft nicht der, in dem du panisch bist. Panik ist sichtbar, unangenehm und lässt sich relativ leicht als emotionale Reaktion erkennen. Viel gefährlicher ist der Moment maximaler innerer Stimmigkeit: wenn der Trade sich „offensichtlich richtig“ anfühlt, wenn jede Information scheinbar zusammenpasst und wenn die emotionale Sicherheit im Kopf bereits höher ist als die echte statistische Sicherheit im Markt. Das ist der Punkt, an dem der rationale Risikomanager im Kopf leiser wird und die affektive Gewissheit die Führung übernimmt
Praktisch zeigt sich das oft in mehreren Mustern:
Der Stop wird weiter gemacht, weil „der Markt nur kurz ausschüttelt“.
Die Positionsgröße wird erhöht, weil „diesmal die Konfluenz zu stark ist“.
Gegenargumente werden ausgeblendet, weil sie nicht mehr als Informationen, sondern als Störung des Narrativs erlebt werden.
Risiko wird nicht mehr gemessen, sondern emotional verhandelt.
Das passt zu der psychologischen Grundidee, dass Menschen Risiken nicht nur anhand verfügbarer Informationen einschätzen, sondern auch anhand vereinfachender Entscheidungsregeln und individueller Merkmale des Wahrnehmenden. Die Gefahr liegt also nicht nur im Markt selbst, sondern auch in der Art, wie der Trader die Gefahr innerlich konstruiert.
Damit wird auch verständlich, warum intelligente Trader trotzdem dumme Risiken eingehen. Es fehlt ihnen oft nicht an Wissen, sondern an sauberer Trennung zwischen Analyse und affektiver Bindung. Das Problem ist nicht, dass sie nichts über Risiko wissen, sondern dass sie in bestimmten Momenten das Risiko psychologisch nicht mehr als Risiko erleben
Der eigentliche Kern des Rendite-Risiko-Paradoxons lautet also: Je attraktiver ein Trade emotional erscheint, desto größer ist die Gefahr, dass sein Risiko subjektiv unterschätzt wird. Was sich im Kopf wie „High Reward bei kontrollierbarem Risiko“ anfühlt, ist in Wahrheit oft nur ein Trade, dessen Gefahrenseite vom positiven Affekt überblendet wurde
Deshalb ist im Trading nicht nur Angst ein Problem, sondern auch Zuversicht. Nicht nur Unsicherheit macht blind, sondern auch Überzeugung. Und manchmal ist der Moment, in dem du dich am sichersten fühlst, genau der Moment, in dem du deinem größten psychologischen Denkfehler bereits vollständig erlegen bist
Warum 90% der Trader ihr Geld verlieren.Aus mehreren Jahren im Mentoring weiß ich - die meisten Trader verlieren ihr Geld, weil sie unvorbereitet und emotional handeln.
Hier sind die Hauptgründe, einfach erklärt:
1. Kein Plan, keine Strategie
Viele Anfänger starten ohne eine klare Handelsstrategie. Sie kaufen und verkaufen impulsiv, oft basierend auf Bauchgefühl oder Tipps von anderen. Ohne Plan ist es fast unmöglich, langfristig erfolgreich zu sein.
2. Emotionale Entscheidungen
Angst und Gier sind die größten Feinde eines Traders. Anfänger neigen dazu, in Panik zu verkaufen, wenn der Markt fällt, oder sie halten an Verlusten fest, in der Hoffnung, dass sich der Kurs erholt. Das führt oft zu noch größeren Verlusten!
3. Fehlendes Risikomanagement
Viele setzen zu viel Geld auf einen einzigen Trade oder verzichten auf Stop-Loss-Orders, die Verluste begrenzen könnten. Ein einziger schlechter Trade kann so das gesamte Konto ruinieren!
4. Unrealistische Erwartungen
Trading wird oft als schneller Weg zu Reichtum dargestellt. Anfänger erwarten riesige Gewinne in kurzer Zeit und gehen unnötige Risiken ein, was fast immer zu Verlusten führt!
5. Overtrading ( Übermäßiges Trading )
Anfänger machen oft zu viele Trades, weil sie glauben, jede Bewegung im Markt nutzen zu müssen. Das führt zu hohen Gebühren und schlechten Entscheidungen.
Anfängerfehler sind ganz normal - wichtig ist, so schnell wie möglich aus ihnen zu lernen!
Typische Anfängerfehler sind..
1. An Verlusten festhalten
Viele denken: "Der Kurs wird schon wieder steigen." Das führt dazu, dass sie Verluste aussitzen, anstatt frühzeitig auszusteigen. Das ist einer der größten Fehler überhaupt
2. Strategien zu schnell ändern
Nach ein paar Verlusten werfen Anfänger ihre Strategie über Bord, anstatt ihr Vertrauen in den Plan zu behalten. Das ständige Wechseln von Strategien führt zu Chaos und zu mangelnder Disziplin.
3. Gier nach schnellen Gewinnen
Anfänger versuchen oft, Verluste schnell wieder reinzuholen, indem sie riskante Trades eingehen. Das endet meistens in noch größeren Verlusten.
4. Fehlendes Wissen
Ohne die Grundlagen des Marktes zu verstehen, ist es schwer, fundierte Entscheidungen zu treffen. Viele Anfänger springen direkt ins Trading, ohne sich vorher ausreichend zu informieren.
Wie kannst du also all diese Fehler vermeiden - und deine Lernkurve und deinen Erfolg positiv beeinflussen?
1. Lerne die Grundlagen
Bevor du echtes Geld einsetzt, solltest du die Märkte, Handelsstrategien und wichtige Begriffe wie "Stop-Loss" oder "Risikomanagement" verstehen. Nutze Bücher, Kurse und unbedingt ein Demo-Konto, um zu üben.
2. Erstelle einen Trading-Plan
Definiere klare Regeln für Ein- und Ausstiege, sowie für das Risiko, das du pro Trade eingehen möchtest. Halte dich strikt an diesen Plan, egal was passiert!
3. Setze Stop-Loss-Orders
Ein Stop-Loss schützt dich vor großen Verlusten. Setze ihn immer, um dein Risiko zu begrenzen.
Kontrolliere deine Emotionen
Lass dich nicht von Angst oder Gier leiten. Bleibe ruhig und rational, auch wenn der Markt schwankt. Disziplin ist der Schlüssel zum Erfolg.
Riskiere nur, was du dir leisten kannst zu verlieren
Setze niemals Geld ein, das du für wichtige Ausgaben benötigst. Trading ist riskant, und Verluste gehören dazu.
4. Analysiere deine Trades
Führe ein Trading-Tagebuch, in dem du jeden Trade dokumentierst. So kannst du aus deinen Fehlern lernen und dich kontinuierlich verbessern. ( Wer schreibt der bleibt :D )
Hierfür kann ich Notion.com empfehlen.
Ich hoffe du konntest wieder etwas für dich und deinen Lernerfolg mitnehmen.
Ich weiß.. Manchmal fühlt sich der Einstieg ins Trading an wie ein Dschungel aus Informationen, ich kenne das nur zu gut!
Wenn du Fragen hast oder einfach jemanden suchst, der dir ein paar Tipps aus eigener Erfahrung geben kann, schreib mir gerne. Ich tausche mich immer gerne aus und helfe, wo ich kann! :D
Ansonsten kannst du mir auch gerne ein Follow da lassen um immer auf dem neusten stand zu bleiben - ich poste regelmäßig neue spannende Inhalte und versuche damit zu unterstützen wo ich kann!
Gerne kannst du mir auch Themen Vorschläge in die Kommentare schreiben die ich behandeln soll !
Bitcoins Time to Shine again, Teilprofite sind nun Pflicht!!! Liebe Tradingview - Community! ✌️
Der Bitcoin hat nochmals eine grüne Daily hinter sich gebracht und erreichte fast $68000.
Wir befinden uns also schon in der starken Widerstandszone, die wir Ende Juni mit dem Doppeltop auf dem Tageschart gebildet haben.
Zwischen $66000 und $68000 befindet sich ausserdem nochmals eine High Volume Node im Seitenprofil, die $67000 waren lange Zeit der Point of Control in der Range, die wir seit Anfang des Jahres bilden.
Das sich das Momentum nun langsam verringert ist also schon daher nur logisch, ganz davon abgesehen, dass wir 15% Aufwärtsbewegung in nur einer Woche hinter uns gebracht haben!
Auf dem Weekly nähern wir uns nun der dynamischen Resistenz, von der wir durchaus einen Rücksetzer, wenn nicht sogar einen mittelfristigen Trendwechsel sehen könnten. Teilprofite sind für euch also nun absolut angebracht, vergesst nicht, dass ihr euer gesichertes Kapital bei einer Korrektur zum Nachkaufen nutzen könnt! 😊
Auch bei einem Breakout wird es zu 99% einen Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau geben, hier könnte im Zweifel wieder rein skaliert werden, um keine Gains zu verpassen.
Also TP mitnehmen! ✌️
Krypto-News:
📰 Die Bitcoin Dominanz macht weiter neue Hochs und ist kaum mehr 2% Scheu, von der 60% Marke. Während die Dominanz auf strukturelle Resistenz stößt, ist man sich in der Community kaum einig, wie die nächsten Wochen verlaufen werden.
Der Bitcoin Preis an sich ist noch fast 10% von seinem All Time High entfernt, da sieht ein gewisser Teil schon wieder einen Drop in der Dominanz, was wiederum die Altcoin-Rallye anstoßen würde...
Auf der anderen Seite haben wir kaum Bullmarket Territorien erreicht, in dem 70% und mehr in der Bitcoin Dominanz erreicht wurden. Vor 4 Jahren hat der Altcoin Markt auch noch bedeutend anders ausgesehen, es bleibt also äußerst spannend, ob es nun wirklich zu einer Pause beim Bitcoin kommen sollte, oder es tatsächlich zu einem Full-Blown Bullenmarkt kommt.
Wie ihr wisst haben wir bereits vor Wochen erwähnt, dass wir den Bitcoin schon viel früher im Rangetop zwischen $65000-$70000 gesehen haben. Deshalb stecken wir eben auch in unseren LONG-Positionen!
So kurz vor der US-Wahl und dem nächsten FOMC Meeting würden wir uns über die mittelfristige Zukunft jedoch nicht zu arg aus dem Fenster lehnen! Deswegen nehmen wir eben Profite und passen unser Vorgehen je nach Lage dynamisch an! 🫡
FUD:
📰 Tesla hat fast seine gesamten Bitcoin Holdings auf neue Wallets transferiert.
~11.500 BTC befinden sich seit 2Jahren auf anderen Adressen, die laut OnChain Analysen nicht mit Kryptobörsen verknüpft sein sollen. Trotzdem dreht in den sozialen Netzwerken nun die FUD ihre Runden, dass Tesla seine Bitcoin Bestände liquidieren könnte. 🙃
Tik-Tok next Block. 😅
ETF-Flows:
💸 Auch gestern gab es mit 371 Millionen USD nochmals fette Zuflüsse in die Bitcoin SPOT ETFs. BlackRock´s IBIT hat zwar 75% davon gestemmt, bei den restlichen Marktteilnehmern hat es aber keinen Outflow gegeben.
Wirtschaftskalender:
📅 Heute gibt es keine relevanten Veröffentlichungen.
Lass uns gerne ein Abo da, wenn dir unsere Updates gefallen. 😊
NIO (NIO): Hohes Risiko, hohes Potenzial NIO, eine Aktie, die wir zuvor analysiert und von der wir profitiert haben, bleibt hoch volatil und befindet sich derzeit im Abwärtstrend. Vom Allzeithoch von etwa $67 ist sie auf $5,21 gefallen. Dieser drastische Rückgang erfolgte in etwas mehr als drei Jahren, was für den Aktienmarkt relativ kurz ist.
Mehrere Faktoren tragen zu dieser Volatilität bei. Erstens ist der Automobilsektor von Natur aus volatil. Darüber hinaus hatte das Segment der Elektrofahrzeuge (EV) in den letzten Jahren mit politischen Herausforderungen zu kämpfen. NIO, als chinesisches Unternehmen, wurde auch von EU-Subventionen für Elektrofahrzeuge betroffen, was die Schwierigkeiten der Aktie verstärkte.
Trotz dieser Herausforderungen halten wir NIO sowohl aus fundamentaler als auch aus technischer Sicht für eine interessante Investition. Derzeit hält NIO das High-Volume-Node Point-of-Control an der New Yorker Börse, was darauf hindeutet, dass sich ein Boden bilden könnte. Dieses Niveau ist kritisch zu beobachten, da es eine mögliche Stabilisierung und einen Wendepunkt für die Aktie anzeigen könnte.
Kurzfristige Analyse
Beim Betrachten des 4-Stunden-Charts von NIO beobachten wir einen Low-Volume-Knoten zwischen $6,32 und $7. Wann immer der Preis in diese Zone eintrat, bewegte er sich schnell hindurch, was auf die nächstgelegenen möglichen Widerstandsniveaus hinweist. Daher sind die Niveaus von $6,32 und $7,04 besonders interessant.
Um $4,12 hält das Point-of-Control auf dem 3-Tages-Chart, aber wir könnten einen weiteren Rückgang in Richtung der $3-Marke sehen. Wir erwägen mehrere Einstiegspunkte und wenden eine Dollar-Cost-Averaging-Strategie an, die bis zum Allzeittief von $1,19 reicht.
Strategie
Für NIO scheint dies eine Alles-oder-Nichts-Situation zu sein. Das Aufwärtspotenzial ist erheblich, mit Gewinnen von fast 400%, wenn der Preis von $3 auf Welle 4 steigt. Wir planen mehrere Einstiege und eine Dollar-Cost-Averaging-Strategie nach unten.
Wenn der Preis jedoch unter $1,20 fällt, würde dies für NIO untragbar werden. Obwohl das Aufwärtspotenzial enorm ist, ist es wichtig, das Risiko eines weiteren Rückgangs der Aktie auf null zu erkennen.
Angesichts der aktuellen Volatilität finden wir einen Einstieg vor $3 zu riskant und volatil, daher halten wir uns mit einer Investition zurück, bis sich der Preis auf attraktiveren Niveaus stabilisiert hat.
Zscaler (ZS): Potenzielle Fallstricke & Kaufrisiken erklärtBei Zscaler glauben wir, dass die untergeordnete Welle 3 definitiv bei 259,61$ abgeschlossen wurde. Derzeit suchen wir nach Welle 4, die sich als ungewöhnlich lang herausstellt und bereits unter das kritische Niveau gefallen ist, das wir als letzten Umkehrpunkt angesehen hatten. Dies verringert erheblich die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Einstiegs, was uns dazu veranlasst, vorerst keine neuen Engagements einzugehen.
Darüber hinaus zeigt der RSI an, dass die Aktie überverkauft ist, was eine Kaufgelegenheit suggerieren könnte. Angesichts der allgemeinen Marktdynamik und der spezifischen Situation von Zscaler bleiben wir jedoch vorsichtig. Sollte der Preis unter das Niveau von 163$ fallen, könnte dies unser aktuelles Szenario potenziell ungültig machen und darauf hindeuten, dass unsere Analyse falsch sein könnte, was keine gute Aussicht für Zscaler bedeutet.
In Anbetracht der aktuellen Marktunsicherheiten und spezifischen Risiken, die mit Zscaler verbunden sind, haben wir beschlossen, derzeit keine neuen Einträge zu platzieren.
AUD/USD - Wichtige Risiko-Events im FokusDie kommenden Risiko-Events könnten die weitere Kursentwicklung des Währungspaares maßgeblich mitbestimmen.
Am heutigen Abend um 20:00 Uhr steht der Zinsentscheid der Fed an. Um 20:30 Uhr folgt die Pressekonferenz mit dem Fed-Vorsitzenden Jerome Powell.
In der Nacht auf Donnerstag um 03:30 Uhr stehen dann noch die Arbeitsmarktdaten aus Australien an.
Eine Halbe Stunde später um 04:00 Uhr folgen chinesische Wirtschaftsdaten. Da China ein wichtiger Handelspartner von Australien ist, könnten diese Daten auch für Bewegung im AUD sorgen.
via IG:
"Auf ihrer Vorstandssitzung in der vergangenen Woche überraschte die Reserve Bank of Australia (RBA) den Markt mit einer Anhebung ihres offiziellen Leitzinses um 25 Basispunkte (BP) auf 4,10%.
Die RBA entschied sich, über die schwächeren Daten im Mai hinwegzusehen und sich auf die hohe Inflation zu konzentrieren.
"Die Inflation in Australien hat ihren Höhepunkt überschritten, ist aber mit 7 Prozent immer noch zu hoch und es wird noch einige Zeit dauern, bis sie wieder im Zielbereich liegt.
Die Besorgnis über die Löhne und die Produktivität wurde in der Erklärung zur Entscheidung der RBA erwähnt und in einer Rede von RBA-Gouverneur Lowe am folgenden Tag erneut hervorgehoben.
"Es besteht eine enge Beziehung zwischen der Inflation und der Wachstumsrate der Lohnstückkosten. Während des gesamten Inflationszielzeitraums entsprach der kumulative Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) in etwa dem der Lohnstückkosten...".
Hinter der steigenden Inflation der Arbeitskosten stehen höhere Löhne und eine geringe Produktivität des Arbeitsmarktes. Ein Grund für die niedrige Produktivität ist (neben anderen Faktoren) die extrem niedrige Arbeitslosenquote in Australien.
Eine niedrige Arbeitslosenquote bedeutet, dass weniger qualifizierte Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt drängen. Das bedeutet auch, dass einige Arbeitnehmer angesichts des angespannten Arbeitsmarktes und des Mangels an Alternativen, die sie ersetzen könnten, nicht mehr so hart arbeiten wie früher.
Da sich die RBA auf Inflation, Löhne und Produktivität konzentriert, wird der morgige Arbeitsmarkt genau beobachtet werden.
Für diesen Monat (Mai) erwartet der Markt einen Anstieg der Beschäftigung um 17,5k und eine stabile Arbeitslosenquote von 3,7%. Die Erwerbsquote wird voraussichtlich unverändert bei 66,7 % und damit knapp unter dem Rekordniveau bleiben."
Aus charttechnischer Sicht hat sich ein untergeordneter steigender Trendkanal gebildet, dessen Trendlinien jeweils als Unterstützung bzw. Widerstand dienen könnten.
Nach unten hin könnten die Unterstützungszonen bei 0.6820 und bei 0.6770, sowie der EMA 200 D1 bei aktuell 0.6754 den Kurs vor weiteren Verlusten schützen.
Nach oben hin könnten die Widerstandsbereiche bei 0.6850 und bei 0.6900 anvisiert werden. Danach folgt die fallende Trendlinie, wo auch ein möglicher Abpraller gehandelt werden könnte.
BTC LongNachdem die letzte Analyse leider keinen Treffer erzielt hat, habe ich hier eine neue Long-Idee für Bitcoin. Zum Wochenstart könnte man einen Long-Versuch starten, da es auf dem “großen” Bild in den letzten Tagen gute Kursgewinne gab. Natürlich ist es wichtig, immer das Risiko im Auge zu behalten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Bitcoin ist eine volatile Währung und es ist wichtig, sorgfältig zu überlegen, bevor man investiert. Es gibt viele Faktoren, die den Kurs von Bitcoin beeinflussen können, wie zum Beispiel Nachrichten und Entwicklungen in der Weltwirtschaft. Es ist wichtig, immer auf dem Laufenden zu bleiben und informierte Entscheidungen zu treffen.
Richtung: Long
Setup: A
Momentum: aufwärts
Trend: abwärts
RR: 2
Versuche: 2
Marktstimmung DAX - Risikomodell Unser Risikomodell für den deutschen Aktienmarkt hat sich nach einer langen Periode im Lauf der letzten Woche von ROT auf ORANGE verbessert.
Die wichtigste Entwicklung im Markt ist die Tatsache, dass die größeren Marktindizes einen sog. 'Follow-Through-Day' verbuchen konnten. Nach der Definition von Investors Business Daily (William o Neill)befindet sich der deutsche Aktienmarkt damit wieder ein einem stabilen Aufwärtstrend. Dies wir durch die Tatsache unterstützt, dass die Anzahl der Aktien mit neuen 52w Hochs diejenigen mit neuen 52w Tiefs deutlich überschreitet.
Andere wichtige Indikatoren in unserem Risikomodell haben sich zwar verbessert, sind aber teilweise nach wie vor im roten Bereich. Es ist weiterhin Vorsicht geboten.
Am besten testet ihr vorsichtig den Markt mit einigen Pilot-Positionen. Sollte sich diese und euer Portfolio insgesamt positiv entwickeln, ist dies ein guter Zeitpunkt um das Risiko hochzufahren.
Auch die gute Stimmung an der US-Börse deutet evtl. darauf hin, dass der Tiefpunkt der aktuellen Marktkorrektur bereits hinter uns liegt.
EURUSD-SHORT-MONATSCHARTHallo Traders,
ich bin nebenberuflicher Trader. Ich kann mittlerweile auf 5 Jahre Erfahrung bauen. In dieser Zeit habe ich wirklich alles probiert. Einiges davon hat gut funktioniert anderes wieder gar nicht. Es hat mich alles nicht zum profitablen Trader gemacht. Durch meine Langzeitbeobachtungen der Märkte und verschiedene Backtests sind mir immer widerkehrende Kursverläufe aufgefallen ,die nichts mit DOWHOW,ELIOTT,MARKTTECHNIK und CO. zu tun haben, sondern mit anderen widerkehrenden Gesetzmäßigkeiten.
Fibonacci z.B.: das 61.8 %/ 50.0% wird von vielen Tradern als Reaktionsmarke in die Gegenrichtung benutzt. Auch ich habe das lange Zeit so genutzt.
Für mich sind es Marken die in bestimmten Marktsituationen angelaufen werden müssen.
Nach meinen Backtests habe ich für mich ein Regelwerk (Fibonacci-Magic) erstellt, das ich hier Anwende. Zu meinem Regelwerk gehört auch ein umgekehrtes CRV. Mein MM = pro Trade riskiere ich 2% in Ausnahme(3%). Mein CRV = Chance 1 Risiko 2 besser noch(3).Mein Vorteil am Markt liegt auf der Hand. Mein CRV bringt mich so aus dem Nahkampf am Markt. Selbst wenn der Markt kurzeitig gegen mich läuft kann ich mich beobachtend zurück lehnen und verfalle nicht gleich in Hektik . (übliches CRV ist umgekehrt). .Ideal für nebenberufliche Trader. Mit dem EURUSD-Short auf Monatschart möchte ich das hier mal verdeutlichen. Meine berechneten Zonen sind eingezeichnet. Mein sellstop ,SL und das zu erreichende Mussziel sind platziert. ( 5Einh. Sellstop 1.10481 SL 1.61338 Mussziel 0.9032) Chance( +0.88€ ) ( Risiko -2.22€ (weniger als 2%) .Jetzt warte ich was passiert. Zu 100% kann ich sicher sein das ich 2.22€ verliere und zu 95% das mein Mussziel erreicht wird.
KOMMENTARE sind ausdrücklich erwünscht!! Updates folgen.
SIEMENS ENERGY - Situationen Traden!Hallo zusammen,
Es gibt unterschiedliche Mentalitäten beim Trading.
Ich bin z.B. immer auf "Situationen" aus. Mir ist beinah egal was ich da Trade, wichtig ist nur, das ich die Situation einschätzen kann.
Am Siemens Energy Chart lässt sich das Ganze gute darstellen!
Ich finde, das Unternehmen ist spannend und unterbewertet! Der Markt sagt mir aber aktuell unmissverständlich, es sehen immer weniger Leute so, die Preise fallen
Die Verkäufer haben in der letzten Zeit immer wieder dynamisch Bewegungen erzeugt und damit auch ein gewisses Momentum hinterlassen! Außerdem wurde der für mich wichtigste Supportbereiche um das GP durchbrochen.
Ich habe hier unterm Strich eine deutliche Mehrzahl negativer Faktoren, die unter Umständen noch nicht ihr volles bärisches Potenzial entfalten konnten.
Nicht umsonst gibt es den Spruch: The Trend is your Freind" . Die Wahrscheinlichkeit das sich eine Bewegung umkehrt ist IMMER geringen, wohingegen ein "weiter so" immer deutlich wahrscheinlicher ist, besonders wenn wichtige Marken wie das GP durchbrochen werden.
A lso was nun?
Natürlich will ich Siemens Energy Traden! Es geht also darum einen Plan zu machen. Jetzt einsteigen? Keine gute Idee, zu viel Unsicherheit! Ich will nicht Wochen/ Monate oder Jahre in dem Trade hängen! Außerdem sehe ich in dem aktuellen Gebiet auch keinen einzigen markanten Support! Das bedeutet für mich, ein Einstieg KANN es nach meinem System so nicht geben! Ich würde in einen massiven Widerstand "Reintraden" und hätte obendrauf ein recht reales Abseitsrisiko von 19 %.
Was müsste passieren damit der Chart wieder spannend wird?
Ganz klar, Siemens Energy muss das Widerstandsniveau um 24.5 Punkte dynamisch durchbrechen! Ab diesem Moment ändert sich alles! Der stärkste Widerstand liegt als starker Support unter dem Kurs! Eine enge Absicherung ist so auch möglich und ein gutes CRV ist die Belohnung für Geduld! Besonders wichtig ist dabei die Umkehr des Momentums, die dann schon zu einem Großteil abgeschlossen ist.
Sollte Der Kurs nun noch weiter fallen, sehe ich das letzte Tief als valides Kursziel an.
Mein Fazit
- Ich bin risikoscheu, aber ich sage mir immer: Lieber kein Trade als einen schlechten Trade!
- Daher werde ich bei Siemens Energy solange zurückhalten sein, bis sich erste nachhaltige positive bullsihe Signale etabliert haben.
- Außerdem ist es so auch viel entspannter :)
Bitte beachtet unseren Risikohinweis! Ich bin kein Anlageberater und diese Analyse spiegelt nur meine persönliche Meinung und stellt keinen Aufruf zum individuellen Handeln dar!
Wenn du meine Arbeit unterstützen willst freue ich mich über ein Like & Follow 🙏
Viele Grüße & Erfolg!
Max von ChartDigger
Risikomanagement für professionelle TraderRisikomanagement ist Teil des Fundaments für erfolgreiches Trading.
In diesem Video zeige ich dir, wie sich die verschiedenen Parameter auf dein Konto auswirken.
Die folgenden Parameter sind einbezogen:
✔ Startkapital (Capital)
✔ Trefferquote (Win Rate)
✔ Risiko/Gewinn Verhältnis (RRR)
✔ Tradeanzahl (Iterations)
✔ Risiko Typ - Fixer Betrag oder in Prozent (Risk Type - Risk or Risk Percentage)
✔ Risiko in Cash oder % (Risk)
✔ Anzahl der Simulationen (Lines)
Wenn man die Parameter festgelegt hat, dann wird ein Zufallsgenerator die Daten generieren und ein Performance Diagramm erstellen.
Danach erhält man folgenden Output:
✔ Minimum Kapital (Min. Equity)
✔ Maximale Kapital (Max Equity)
✔ Maximale Gewinner am Stück (Max consecutive Winners)
✔ Maximale Verluste am Stück (Max consecutive Losers)
✔ Max Verlust (Max Drawdown)
✔ Durchschnittlicher Verlust (Avg Drawdown)
✔ Durchschnittlicher max. Verlust (Avg max Drawdown)
Anhand dieser Kennzahlen kannst du dein Trading planen, um zum Beispiel Fremdkapital zu traden.
Zugang zu diesem Kalkulator erhältst du kostenlos nach Registrierung hier: tinyurl.com
Risiko Trade bei MedigeneDies ist ausdrücklich keine Handelsempfehlung, da extrem spekulativ!
Wir sehen das diese Aktie relativ nah am Alltime-Low ist. Dieser Umstand für sich alleine genommen, macht die Aktie sehr interessant für Käufer.
Käufer = Person die günstig einkaufen und teuer verkaufen will.
Allitme-Low = beste Kaufmöglichkeit mit gleichzeitig maximalem Risiko!
Die Aktie kommt bei mir auf die Hotlist, und wird täglich beobachtet. Wenn überhaupt, steige ich hier mit einer Minimalen Position ein, deren Totalverlust ohne weiteres zu verkraften ist.
Trade Safe!
MLong
Royal Dutch Shell, mehr als nur eine Dividendenperle? Guten Abend,
während ich meine Watchlist für die anstehende Woche vorbereite, bin ich auf die Shell Aktie gestoßen.
Selten war ich mir so unsicher wie hier, ein Trendkanal ist zwar vorhanden. Trotzdem zeigen mir nahezu alle Indikatoren nichts erfreuliches an,
zusätzlich schaffte der Kurs keinen Durchbruch der 200 Tageslinie.
Was sagt ihr? Lohnt es sich hier eine Long Möglichkeit einzugehen, mit Blick auf die Dividende?
R















