Leitzins und Inflation: Die Haltung der Fed und ihre Auswirkungen auf Investitionen
Der Leitzins der US-Notenbank (Fed) und die offizielle Inflationsrate sind zwei entscheidende Kennzahlen für die Finanzmärkte. Ihr Zusammenspiel bestimmt, ob die Geldpolitik expansiv oder restriktiv ist und gibt Aufschluss über ihre zukünftige Ausrichtung.
Um die tatsächlichen Finanzbedingungen zu beurteilen, konzentrieren sich Analysten nicht auf die Nominalwerte, sondern auf die Differenz: den Realzins.
Aktuelle Kennzahlen:
Nominaler Leitzins: Nach der Senkung im Dezember 2025 liegt die Zielspanne bei 3,50–3,75 %.
Offizielle Inflation (PCE): Der wichtigste Indikator der Fed, der Index der privaten Konsumausgaben, steigt jährlich um etwa 2,8 %. Der häufiger zitierte Verbraucherpreisindex (VPI) liegt mit rund 3,0 % etwas höher.
Berechnung des Realzinses:
Die Formel lautet: Realzins = Nominaler Leitzins – Inflation.
Unter Verwendung der Obergrenze des Leitzinses der Fed und des PCE-Index:
3,75 % – 2,8 % = 0,95 %.
Ein positiver Realzins bedeutet, dass die Kreditkosten höher sind als die Inflationsrate. Dies wirkt bremsend auf die Wirtschaft, um die Nachfrage zu dämpfen und die Inflation wieder in Richtung des 2%-Ziels der Fed zu lenken.
Wo liegt der „neutrale“ Zinssatz?
Der neutrale Zinssatz (oft als r* oder „r-Stern“ bezeichnet) ist der theoretische Realzins, bei dem die Geldpolitik die Wirtschaft weder stimuliert noch bremst und somit ein stabiles Wachstum bei voller Kapazität ermöglicht.
Der Konsens der Fed schätzt den langfristigen neutralen Realzins auf etwa 1 %. Dies bedeutet, dass der nominale Leitzins etwa 1 % über dem Inflationsziel (2 %) liegen sollte, also ungefähr 3 %, um eine neutrale Position zu erreichen.
Analyse der aktuellen Lage:
Der aktuelle Realzins von ca. 0,95 % liegt sehr nahe am geschätzten neutralen Zinssatz von ca. 1 %. Diese Nähe erklärt, warum die Fed kürzlich mitteilte, dass sich ihre Geldpolitik einem neutralen Kurs annähert. Diese Einschätzung spiegelt sich in den Prognosen der Aufsichtsbehörde wider, die für Anfang 2026 einen vorsichtigeren Ansatz mit möglicherweise nur einer einzigen Zinssenkung im gesamten Jahr vorhersagen.
Der Realzins beeinflusst direkt die Kreditkosten für Unternehmen und Haushalte und prägt somit das Wirtschaftswachstum und die Bewertung von Vermögenswerten.
Investitionsüberlegungen:
Politikwechsel: Obwohl die aktuelle Fed-Führung eine Pause signalisiert hat, könnte ein zukünftiger Führungswechsel oder eine Verschlechterung der Wirtschaftsdaten einen erneuten Zinssenkungszyklus auslösen. Dies wäre ein positiver Faktor für zinssensitive Branchen wie Immobilien und Energieversorger.
Globale Divergenz:
Während die USA in den letzten Jahren relativ hohe Zinsen beibehielten, waren andere große Zentralbanken bei Zinssenkungen deutlich aggressiver. Da die meisten der sieben größten US-Unternehmen (ohne Amazon und Microsoft) mehr als die Hälfte ihres Umsatzes auf internationalen Märkten erzielen, hat diese globale Liquidität ihre Gewinne deutlich gesteigert und zu ihrer historischen Outperformance beigetragen.
Inländisches vs. internationales Engagement:
Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (z. B. Russell 2000 Index) konzentrieren sich typischerweise auf den US-amerikanischen Markt. Ihre Wertentwicklung ist daher direkter an die US-Finanzlage gekoppelt. Wenn sich der Realzins von restriktiven Niveaus in Richtung neutralen oder akkommodierenden Bereich bewegt, verringert dies den Druck auf diese kleineren, oft höher verschuldeten Unternehmen und erleichtert ihnen die Bedienung ihrer Schulden und Investitionen.
Fazit:
Die Beobachtung der Differenz zwischen dem realen Leitzins der US-Notenbank (Fed Funds Rate) und dem geschätzten neutralen Zinssatz bietet einen aussagekräftigen Rahmen zur Beurteilung der Geldpolitik. Für Anleger deutet eine Annäherung an die „neutrale Zone“ auf ein günstigeres Umfeld für inlandsorientierte Unternehmen und Aktien mit geringer Marktkapitalisierung hin, da niedrigere Realzinsen die Nettoverschuldung reduzieren und das Wirtschaftswachstum im Inland fördern.
Der Leitzins der US-Notenbank (Fed) und die offizielle Inflationsrate sind zwei entscheidende Kennzahlen für die Finanzmärkte. Ihr Zusammenspiel bestimmt, ob die Geldpolitik expansiv oder restriktiv ist und gibt Aufschluss über ihre zukünftige Ausrichtung.
Um die tatsächlichen Finanzbedingungen zu beurteilen, konzentrieren sich Analysten nicht auf die Nominalwerte, sondern auf die Differenz: den Realzins.
Aktuelle Kennzahlen:
Nominaler Leitzins: Nach der Senkung im Dezember 2025 liegt die Zielspanne bei 3,50–3,75 %.
Offizielle Inflation (PCE): Der wichtigste Indikator der Fed, der Index der privaten Konsumausgaben, steigt jährlich um etwa 2,8 %. Der häufiger zitierte Verbraucherpreisindex (VPI) liegt mit rund 3,0 % etwas höher.
Berechnung des Realzinses:
Die Formel lautet: Realzins = Nominaler Leitzins – Inflation.
Unter Verwendung der Obergrenze des Leitzinses der Fed und des PCE-Index:
3,75 % – 2,8 % = 0,95 %.
Ein positiver Realzins bedeutet, dass die Kreditkosten höher sind als die Inflationsrate. Dies wirkt bremsend auf die Wirtschaft, um die Nachfrage zu dämpfen und die Inflation wieder in Richtung des 2%-Ziels der Fed zu lenken.
Wo liegt der „neutrale“ Zinssatz?
Der neutrale Zinssatz (oft als r* oder „r-Stern“ bezeichnet) ist der theoretische Realzins, bei dem die Geldpolitik die Wirtschaft weder stimuliert noch bremst und somit ein stabiles Wachstum bei voller Kapazität ermöglicht.
Der Konsens der Fed schätzt den langfristigen neutralen Realzins auf etwa 1 %. Dies bedeutet, dass der nominale Leitzins etwa 1 % über dem Inflationsziel (2 %) liegen sollte, also ungefähr 3 %, um eine neutrale Position zu erreichen.
Analyse der aktuellen Lage:
Der aktuelle Realzins von ca. 0,95 % liegt sehr nahe am geschätzten neutralen Zinssatz von ca. 1 %. Diese Nähe erklärt, warum die Fed kürzlich mitteilte, dass sich ihre Geldpolitik einem neutralen Kurs annähert. Diese Einschätzung spiegelt sich in den Prognosen der Aufsichtsbehörde wider, die für Anfang 2026 einen vorsichtigeren Ansatz mit möglicherweise nur einer einzigen Zinssenkung im gesamten Jahr vorhersagen.
Der Realzins beeinflusst direkt die Kreditkosten für Unternehmen und Haushalte und prägt somit das Wirtschaftswachstum und die Bewertung von Vermögenswerten.
Investitionsüberlegungen:
Politikwechsel: Obwohl die aktuelle Fed-Führung eine Pause signalisiert hat, könnte ein zukünftiger Führungswechsel oder eine Verschlechterung der Wirtschaftsdaten einen erneuten Zinssenkungszyklus auslösen. Dies wäre ein positiver Faktor für zinssensitive Branchen wie Immobilien und Energieversorger.
Globale Divergenz:
Während die USA in den letzten Jahren relativ hohe Zinsen beibehielten, waren andere große Zentralbanken bei Zinssenkungen deutlich aggressiver. Da die meisten der sieben größten US-Unternehmen (ohne Amazon und Microsoft) mehr als die Hälfte ihres Umsatzes auf internationalen Märkten erzielen, hat diese globale Liquidität ihre Gewinne deutlich gesteigert und zu ihrer historischen Outperformance beigetragen.
Inländisches vs. internationales Engagement:
Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (z. B. Russell 2000 Index) konzentrieren sich typischerweise auf den US-amerikanischen Markt. Ihre Wertentwicklung ist daher direkter an die US-Finanzlage gekoppelt. Wenn sich der Realzins von restriktiven Niveaus in Richtung neutralen oder akkommodierenden Bereich bewegt, verringert dies den Druck auf diese kleineren, oft höher verschuldeten Unternehmen und erleichtert ihnen die Bedienung ihrer Schulden und Investitionen.
Fazit:
Die Beobachtung der Differenz zwischen dem realen Leitzins der US-Notenbank (Fed Funds Rate) und dem geschätzten neutralen Zinssatz bietet einen aussagekräftigen Rahmen zur Beurteilung der Geldpolitik. Für Anleger deutet eine Annäherung an die „neutrale Zone“ auf ein günstigeres Umfeld für inlandsorientierte Unternehmen und Aktien mit geringer Marktkapitalisierung hin, da niedrigere Realzinsen die Nettoverschuldung reduzieren und das Wirtschaftswachstum im Inland fördern.
🔎 Full Research :
🌐 t.me/A3MInvestments
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Haftungsausschluss
Die Informationen und Veröffentlichungen sind nicht als Finanz-, Anlage-, Handels- oder andere Arten von Ratschlägen oder Empfehlungen gedacht, die von TradingView bereitgestellt oder gebilligt werden, und stellen diese nicht dar. Lesen Sie mehr in den Nutzungsbedingungen.
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