TheOldGuy

Sind Banken eine gute Anlage??

TheOldGuy Aktualisiert   
NYSE:JPM   JP Morgan Chase & Co.
Kurse sind das eine, Dividenden das andere.

Als Anleger oder Investor in Aktien einer Bank geht man davon aus, dass diese Top-Bezahlten Manager wissen was Sie tun und Sorgsam mit den Geldern der Anleger umgehen,
um für die Anleger eine Rendite zu erwirtschaften. Wo sonst sollte man mehr über Kapitalanlagen und Investitionen an Wissen und Erfahrung finden?
Schließlich müssen diese Banken gut wirtschaften denn, die Boni und Sonderzahlungen für Manager und Vorstand hängen ja auch davon ab, wie Erfolgreich eine Bank ist.

Diese Riesigen Glastürme in denen sie ihrer Tätigkeit nachkommen, mit schier unendlichen Glasflächen, hinter denen Billiarden an Geldern hin und her Transferiert werden,
die einem das Gefühl vermitteln sollen, dass man Unantastbar ist und über allem Thront. Doch wie sieht es im Innern dieser Finanztürme aus?
Wie viel Anleger oder Investorenherzblut steckt in diesen Banken, das sich dem Wohl der Aktieninhaber oder Investoren verschrieben hat?

Die Recherche :

Da nun eine der Banken mal wieder die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, dachte ich mir, wirf doch mal einen Blick auf deren Glanz und Glorie.
Was ich fand, war für mich persönlich eher Erschreckend. Angefangen mit einer Bank, wollte ich nicht nur nach Ihr Urteilen sondern, sah mit die "Big-Five"
der amerikanischen und die drei größeren Banken in Deutschland an. Ich gelangte an Zahlen die aufzeigten, das die Anleger oder Investoren um Dividenden
und Kurssteigerungen gebracht wurden, weil sich die Banken immer mehr in Straftaten und Verstöße verstrickten, die Ihnen teuer zu stehen kamen.
Diese Gelder verringern die Bilanz, ergo auch das Ergebnis einer Bank und somit haben sie enormen Einfluss auf den Kursverlauf und die Dividende,
während die Boni und Sonderzahlungen für die Manager und Vorstände stetig in neue Höhen emporstoßen.

Wer kennt sie nicht diese markigen Sprüche ; "Ich will meinen Konkurrenten das Herz aus der Brust reißen und es vor ihren Augen verspeisen!"

Es tobt eine Schlacht unter den Banken, um Profit, Anerkennung und den ersten Platz bei den Topverdienern oder Rendite-Jägern.
Im Angesicht dieses Krieges untereinander und dem Aspekt das die Behörden die Zügel immer schön locker lassen, es sei denn es Kriselt mal wieder,
geht Moral, Anstand, Ethik und vor allem Verantwortung den Bach hinunter. Wo niemand genau hinsieht, da kann das Unkraut gut und unbeaufsichtigt Wachsen.

Zu den Zahlen :

Ich fand eine Seite im Internet, die die Verstöße und Strafzahlungen der einzelnen Banken recherchiert und Dokumentiert.
Quelle : www.goodjobsfirst.org/violation-tracker

Nach deren Informationen, die im Jahr 2000 beginnen und der bis 2021 gelieferten Fälle, gab es in den letzten 21 Jahren insgesamt rund 109 Milliarden US$ an
Strafen und Bußgelder für die "Big-Five" des amerikanischen Bankensektor. Bei insgesamt 828 Verstößen in allen Bereichen des Finanzwesens.
Diese Verstöße reichen von Zinssatzmanipulationen, Korruption, Schmiergeldern, Anlegerbetrug, Steuerhinterziehung, Handel mit toxischen Papieren bis hin zu Diskriminierung von Angestellten.
Keine der "Big-Five" ist davon verschont geblieben, so wie auch kaum ein Feld der Verstöße.
Angesichts der Größe deutscher Banken sieht es auch nicht besser aus.
Auf die drei angeführten Banken aus Deutschland entfallen 92 Vorfälle die das gleiche Spektrum abbilden, wie die "Big-Five" in Amerika.
Nur das die Summen etwas niedriger liegen. So entfallen auf diese drei Banken knapp 21.4 Milliarden Dollar ( Der Löwenanteil davon auf die Deutsche Bank 18.3 Milliarden US$).

Für die USA ergibt sich damit pro Jahr ein Wert von 5.2 Milliarden Dollar an Zahlungen für Verstöße, Vergleiche oder Strafen und für die drei Deutschen Banken
im Jahr ein Betrag von 1 Milliarde Dollar über einen Zeitraum von 21 Jahren.

Diese Gelder fehlen in der Bilanz, fehlen im Gewinn und somit auch bei Kurs und gezahlter Dividende.

Mein Fazit :

Als Anleger würde ich mich fragen; "Woher kommen diese Gelder für Strafen und Verstöße? ;
"Zahle ich diese mit meiner nicht erhaltenen Dividende oder dem sinkenden Kurs?" ; "Finanziere ich Projekte oder eine kriminelle Organisation?"

Kurzum, bin ich Teil dieses Systems oder fördere ich dieses? Wie viel Vertrauen sollte ich in Investitionen in Banken haben?

Hier müssen alle regulatorischen Organisationen eingreifen denn, ich glaube das sonst dieses System, angesichts des Wettbewerbes unter den Banken,
immer weiter Ausufern wird.



Kommentar:
Nachtrag :
Auf einigen anderen basierenden Informationen sollen sich die Banken, nicht nur die hier aufgeführten, in den Jahren 2009-2018 mit insgesamt 372 Milliarden Dollar Strafen und Bußgeldern belastet haben.
Kommentar:
Absurd ist in diesem Fall auch, was mit den Strafen oder Bußgeldern passiert.
In den USA gilt im Falle eines Vergleiches, welchen viele Investoren einem Verfahren vor Gericht vorziehen, dass das verurteilte Institut diesen Vergleich steuerlich geltend machen kann und so einen großen Teil des Geldes via Steuererstattung zurück bekommt. Ansonsten bleiben diese Gelder beim Gerichtshof.
In Deutschland fließen diese Strafen oder Bußgelder in den Staatshaushalt.
Kommentar:
Kann man dann von Steuern aus Verbrechen sprechen? In wie weit hat dann der Staat ein Interesse daran dies zu verhindern, wenn sie für den Staat eine Steuereinnahme darstellen?
Kommentar:
Der Schweizer Bankkonzern UBS (UBSG) schafft mit der Zahlung von 25 Millionen Dollar US-Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit einem riskanten Optionsprodukt aus der Welt. die US-Börsenaufsicht SEC teilte mit, UBS habe das Produkt "Yield Enhancement Strategy (YES)" von Februar 2016 bis Februar 2017 an rund 600 Investoren verkauft, dabei aber ihre Finanzberater nicht angemessen geschult. Obwohl die Bank die Risiken dieser Anlagen erkannt und dokumentiert habe, seien diese Informationen nicht an Berater oder Kunden weitergegeben worden. Die Bank erklärte, sie freue sich, diese Angelegenheit einvernehmlich gelöst zu haben.
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