Preis-Momentum-Oszillator (PMO)

Der Preis-Momentum-Oszillator (PMO) wurde von Carl Swenlin entwickelt und es handelt sich hierbei um einen Momentum-Indikator, welcher die geglättete Balken-für-Balken Rate of Change (ROC) in dem Preis eines Instruments misst. Der Indikator wendet hierbei zwei Glättungsphasen auf die ROC an und verwendet ein EMA des erhaltenen Ergebnisses als Signallinie.

 

Der PMO funktioniert ähnlich wie der MACD und weitere Indikatoren. Sie können ihn verwenden, um das kurzfristige Momentum zu beurteilen, sich entwickelnde Trends zu erkennen oder eine Gelegenheit für eine Rückkehr zum Mittelwert zu identifizieren, sowie auch um Divergenzen oder andere Muster zu finden. Dieser Indikator glättet jedoch die ROC für einen Balken, anstelle einer Differenzberechnung der Preisdurchschnitte auszuführen, und ist aus diesem Grund weniger empfindlich auf die absolute Magnitude der Preisbewegungen, was häufig zu einer mehr konsistenten Skala für den Chartverlauf führt. 

 

Berechnung

Der PMO-Indikator wendet zwei Phasen einer benutzerdefinierten exponentiellen Glättung (mit unterschiedlichen Längenwerten) auf die ROC eines Balkens an. Der Indikator berechnet dann eine Signallinie mithilfe eines Standard-EMA. Dieser Vorgang sieht wie folgt aus:

  1. Die prozentuale Preisveränderung wird berechnet, dies ist die ROC eines Balkens.
  2. Ein EMA mit einem benutzerdefinierten Glättungsfaktor wird auf die ROC-Serie angewandt. Anstelle des Standardfaktors für die Glättung von 2 / (Länge + 1), verwendet dieser EMA 2 / Länge.
  3. Die geglättete Serie wird mit 10 multipliziert, dann wird ein zweiter EMA mit derselben benutzerdefinierten Formel für den Glättungsfaktor angewandt, um den PMO zu berechnen.
  4. Nun wird auf den PMO ein Standard-EMA angewandt, um die Signallinie zu berechnen. 

 

Der Indikator zeichnet den geglätteten PMO und die Signallinie in einem separaten Fenster ein, zusammen mit einer horizontalen Linie am Nullwert, damit die positiven und negativen Momentum-Werte leichter zu unterscheiden sind. Der Interpretationsansatz für diesen Indikator ist ähnlich zu dem für den MACD:

  • PMO-Werte über 0 indizieren ein durchschnittliches Aufwärtsmomentum. Werte unter 0 indizieren ein durchschnittliches Abwärtsmomentum.
  • Wenn sich der PMO und die Signallinie überkreuzen, dann indiziert dies einen kurzfristigen Momentumwechsel. Wenn der PMO über die Signallinie steigt, dann indiziert dies, dass sich das Momentum entweder aufwärts verlagert oder weiter steigt. Wenn der PMO unter die Signallinie fällt, dann indiziert dies das Gegenteil.
  • Divergenzen zwischen den relativen Bewegungen des PMO und des Preises können uns dabei helfen, Wendepunkte oder Trendveränderungen zu erkennen. Zum Beispiel: Wenn der PMO fallende Spitzen aufweist, während der Marktpreis steigt, dann kann uns dies eine Erschöpfung des Aufwärtstrends suggerieren. Und wenn die Abhänge steigen, während der Marktpreis sinkt, dann kann uns dies die Erschöpfung eines Abwärtstrends nahelegen.

 

Eingaben

Quelle

Die Werteserie, für die der PMO berechnet werden soll. 

 

Länge 1

Die Länge der 1. Phase für die exponentielle Glättung.

 

Länge 2

Die Länge der 2. Phase für die exponentielle Glättung.

 

Signallänge

Die Länge des Standard-EMA für den PMO (die Signallinie).

 

Zeitrahmen

 

Hier können Sie den Zeitrahmen einstellen, welchen der Indikator für seine Berechnungen verwenden soll. Das Kästchen „Auf die Zeitrahmenschließung warten“ bestimmt, ob der Indikator seine Ergebnisse nur anzeigen wird, wenn ein Balken in dem Zeitrahmen geschlossen wird. Sehen Sie sich diesen Artikel an, wenn Sie mehr hierzu erfahren möchten.