Endfälligkeit

Was ist die Endfälligkeit?

 

Die Endfälligkeit einer Anleihe bezieht sich auf das Datum, zu dem der Emittent verpflichtet ist, den Kapitalbetrag (auch Nennwert oder Pariwert) an den Gläubiger oder Anleger zurückzuzahlen. Dies stellt das Ende der Anleihelaufzeit dar.

Wenn eine Anleihe herausgegeben wird, dann wird auch die Endfälligkeit angeführt, üblicherweise als ein Kalenderdatum. Zum Beispiel: Eine Anleihe kann als Endfälligkeitsdatum den 1. Januar 2030 haben. An diesem Tag ist der Emittent verpflichtet, die letzte Zahlung an den Gläubiger zu tätigen, um hierbei den Nennwert zurückzuzahlen.

Wieso ist die Endfälligkeit wichtig?

Die Endfälligkeit bestimmt den Zeitraum, welchen der Gläubiger die Anleihe halten wird, bevor er den Nennwert zurückerhält. Sie zeigt auch den Zeitraum an, über welchen der Emittent eine periodische Zinszahlung an den Gläubiger tätigen wird, auch bekannt als Kuponzahlung.

Unterschiedliche Anleihen haben auch unterschiedliche Fälligkeitszeiträume. Kurzfristige Anleihen, wie Schatzanweisungen oder „Commercial Papers“ haben einen relativ kurzen Fälligkeitszeitraum von wenigen Tagen bis zu 1 Jahr. Mittelfristige Anleihen wie Unternehmens- oder Staatsanleihen haben üblicherweise eine Fälligkeit von 1 bis 10 Jahren. Langzeitanleihen wie Staatsanleihen oder bestimmte Unternehmensanleihen haben eine Fälligkeit von 10 oder mehr Jahren.

Es ist hierbei wichtig, dass sich die Anleger der Endfälligkeit bewusst sind, wenn sie eine Investition in Anleihen berücksichtigen, da ihnen dies dabei helfen kann, den Zeithorizont für ihre potenziellen Renditen und die Dauer ihres Anlageengagements zu bestimmen. Nachdem die Anleihe ihre Endfälligkeit erreicht hat, ist der Emittent nicht mehr verpflichtet, Kuponzahlungen zu tätigen, und der Gläubiger wird den gesamten Nennwert zurückerhalten.

Investoren können sich für Anleihen mit unterschiedlichen Endfälligkeiten basierend auf ihren Anlagezielen, ihrer Risikotoleranz und den gewünschten Zeitrahmen entscheiden. Anleihen mit längeren Endfälligkeiten enthalten üblicherweise auch höhere Zinssätze, als Kompensation für die längere zeitliche Bindung, während kurzfristige Anleihen niedrigere Erträge bieten, aber eine höhere Flexibilität und Liquidität enthalten.