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Schweizer Börse schwächelt - Credit Suisse mit Kurssprung

An der Schweizer Börse ist die Aufwärtsbewegung der Vortage am Freitag gestoppt worden. Händler erklärten, die starken US-Arbeitsmarktdaten hätten den Anlegern die Kauf-Stimmung verdorben. Starke Job-Zahlen können Experten zufolge an den Zinserwartungen der Börsianer rütteln, die fest von einer Verlangsamung des Tempos der US-Notenbank Fed ausgehen. Der SMI SMI gab bis kurz vor Handelsschluss um 0,3 Prozent auf 11.204 Punkte nach. Im Wochenvergleich steuerte das Börsenbarometer damit dennoch auf ein Plus von 0,3 Prozent zu.

Wachstumswerte, die üblicherweise von tiefen Zinsen profitieren, standen auf den Verkaufszetteln. Die Aktien des Finanzinvestors Partners Group PGHN verloren 4,2 Prozent, der Bauchemiehersteller Sika SIKA 1,7 Prozent. Polypeptide PPGN brachen 37 Prozent ein. Der Pharmazulieferer kappt angesichts der Verschiebung von Umsätzen in das Jahr 2023, höherer Kosten und des anhaltenden Inflationsdrucks die Prognose.

Nach einer seit Mitte November anhaltenden Talfahrt setzten Credit Suisse CSGN zu einer Gegenbewegung an. Die Aktien der Grossbank stiegen acht Prozent, nachdem Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann bekräftigt hatte, dass die Abflüsse von Kundengeldern praktisch zum Erliegen gekommen seien. Die Aktien seien zu schnell gesunken und einzelne Marktteilnehmer hätten nun darauf gesetzt, dass der Tiefpunkt erreicht sei, erklärte Stephan Sola, Manager des Plutos Schweiz Fonds. "Also gut möglich, dass der Rebound noch etwas anhält."

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