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Swiss Re - "Ian" macht 2022 für Versicherer sehr teuer

Hurrikan "Ian" macht das Jahr 2022 nach Einschätzung von Swiss Re SREN zu einem der teuersten Katastrophenjahre für die Versicherungsbranche. Insgesamt verursachten katastrophale Naturereignisse und von Menschen verursachte Unglücke im zu Ende gehenden Jahr weltweit bislang einen wirtschaftlichen Schaden von 268 Milliarden Dollar, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Schweizer Rückversicherungskonzerns hervorgeht. Die Versicherungsbranche muss dabei für 122 Milliarden Dollar Schäden geradestehen. Seit Jahresanfang verloren mehr als 11.000 Menschen ihr Leben bei Katastrophen, wobei die Übersterblichkeit durch die Hitzewellen in Europa in dieser Zahl noch nicht berücksichtigt sei.

Mit 115 Milliarden Dollar entfallen die versicherten Schäden überwiegend auf Naturkatastrophen. Der Betrag liegt Swiss Re zufolge weit über dem zehnjährigen Durchschnittswert von 81 Milliarden Dollar. Am teuersten war "Ian", der alleine mit 50 bis 65 Milliarden Dollar zu Buche schlägt. Der Wirbelsturm, der Ende September an der US-Ostküste verheerende Schäden anrichtete, ist Swiss Re zufolge für die Branche die bislang zweitteuerste Naturkatastrophe nach Hurrikan "Katrina" im Jahr 2005. "2022 ist das zweite Jahr in Folge mit geschätzten Versicherungsschäden von insgesamt mehr als 100 Milliarden Dollar und schreibt damit den Trend der letzten zehn Jahre fort, wonach die Summe pro Jahr um durchschnittlich fünf bis sieben Prozent steigt", erklärte der zweitgrößte Rückversicherer der Welt.

Bestätigt hat sich die zunehmende Belastung durch sogenannte sekundäre Naturgefahren. Diese im Branchenjargon Secondary Perils genannten Katastrophen wie Überschwemmungen oder Hagelstürme zeichneten 2022 für mehr als 50 Milliarden Dollar Versicherungsschäden verantwortlich.

Die Katastrophenbilanz von Branchenprimus Münchener Rück MUV2 wird Anfang Januar erwartet.

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