Das Forex-Trading erklärt

Der Devisenmarkt (Forex oder FX) ist der weltweit größte und liquideste Markt, auf dem tagtäglich mit Billionen gehandelt wird. Das Forex-Trading umfasst eine Spekulation mit dem Wert einer Währung in einem Vergleich zu einer anderen. Da dieser Markt beinahe rund um die Uhr geöffnet ist, ist er für Trader weltweit fast jederzeit zugänglich. 

 

INHALT:

Was ist Forex

Der Forexmarkt bietet einen außerbörslichen Handel (OTC) mit Währungen. Er bestimmt die Wechselkurse für die globalen Währungen und die enthaltenen Preisfluktuationen unterliegen verschiedenen wirtschaftlichen und geopolitischen Faktoren. 

 

Der Forexmarkt ist 24 Stunden täglich und 5 Tage die Woche geöffnet. Der Handel beginnt am Sonntag 17:00 Eastern Time (ET) und endet am Freitag 17:00 ET. Dieser ununterbrochene Handel wird dadurch ermöglicht, dass der Forexmarkt dezentralisiert ist. Die Aktivität verschiebt sich hierbei fortwährend zwischen den 4 Finanzzentren in Sydney, Tokio, London und New York.

 

Forexmarkttypen

Mit Forex kann unter Verwendung verschiedener Markttypen gehandelt werden.  

 

Der geläufigste ist der Spot-Markt. Hier werden die Währungen unverzüglich und zu dem aktuellen Wechselkurs umgetauscht. 

 

Der Forward-Markt ermöglicht den Teilnehmern eine Vereinbarung für den Umtausch einer Währung zu schließen (zu einem vorbestimmten Preis, Menge und an einem zukünftigen Datum). Diese Vereinbarungen enthalten jedoch auch ein Gegenparteirisiko. 

 

Wenn Sie Ihr Risiko reduzieren und mehr Transparenz erhalten möchten, dann ist der Handel mit Forex-Futures Ihre beste Option. Es handelt sich hierbei um standardisierte Kontrakte, mit denen auf zentralisierten Börsen gehandelt wird.  

 

Was ist ein Forex-Paar?

 

Ein Forex-Paar stellt die Kombination von 2 Währungen dar, die gegeneinander gehandelt werden. Jedes Paar besteht aus einer Basiswährung (zuerst angeführt) und einer Notierungswährung (als zweite angeführt). Der Wechselkurs zeigt hierbei an, wie viel von der Notierungswährung Sie benötigen, um eine Einheit der Basiswährung zu kaufen. 

 

Die Forex-Paare werden allgemein in 3 Kategorien klassifiziert: die großen, kleinen und exotischen Paarungen. 

 

Mit den großen Paaren wird am aktivsten gehandelt und sie enthalten die höchste Liquidität. Alle großen Paare enthalten USD zusammen mit einer anderen großen Währung. Die 7 großen Paare sind: EUR/USD, USD/JPY, GBP/USD, USD/CHF, USD/CAD, AUD/USD und NZD/USD.

 

Was ist ein Pip (Price Interest Point)?

Bei einem Pip handelt es sich um eine Standardeinheit für die Preisbewegung auf dem Forexmarkt. Bei den meisten Währungspaaren entspricht 1 Pip 0,0001, oder die vierte Dezimalstelle im Wechselkurs. Selbst kleine Preisbewegungen in Pips können zu bedeutenden Gewinnen oder Verlusten führen, insbesondere wenn auch ein Leverage verwendet wird. 

 

Das Spread

Das Bid-Ask-Spread ist die Differenz zwischen dem Preis, zu dem ein Broker eine Währung kauft und verkauft. Es wird üblicherweise in Pips gemessen und reicht von 1 bis 5 Pips. Sie können jedoch auch enger oder weiter liegen, abhängig von den Währungen, Handelszeiten oder wirtschaftlichen und geopolitischen Ereignissen. 

 

Wie man Forex handelt

 

Dieser Handel umfasst den gleichzeitigen Kauf und Verkauf einer Währung gegen eine andere. 

 

Wenn Sie ein Währungspaar kaufen, dann erwarten Sie, dass der Wechselkurs steigen wird, d. h., dass die Basiswährung im Vergleich zu der Notierungswährung an Wert gewinnen wird. Wenn Sie ein Währungspaar verkaufen, dann erwarten Sie, dass der Wechselkurs sinken wird – die Basiswährung wird im Vergleich zur Notierungswährung an Wert verlieren. 

 

Zum Beispiel: Sie würden das Paar GBP/USD kaufen, wenn Sie erwarten, dass das Pfund im Vergleich zu dem Dollar an Wert gewinnen wird. Hierbei würde man dann mehr Dollar benötigen, um 1 Pfund zu kaufen. Sie würden das Paar verkaufen, wenn Sie glauben, dass das Pfund im Vergleich zu dem US-Dollar an Wert verlieren wird. Hierbei würde man dann weniger Dollar brauchen, um 1 Pfund zu kaufen. 

 

Die Handelsstrategien für Forex

 

Bei dem Trendhandel geht es darum, die vorherrschende Marktrichtung zu erkennen und Handelsgeschäfte zu platzieren, welche dieser Bewegung folgen. 

 

Bei dem Spannenhandel wird angenommen, dass sich die Preise weiterhin zwischen den Support- und Widerstandsniveaus bewegen werden. Hierbei kauft man zu dem Supportniveau (dem niedrigsten Preis) und verkauft wieder zu dem Widerstandsniveau (dem höchsten Preis). Diese Strategie funktioniert am besten, wenn die Märkte stabil und ohne erhebliche Preisbewegungen sind. 

 

Das Scalping stellt eine kurzfristige Strategie dar, bei der Trader einen Gewinn aus kleinen Preisbewegungen in einem geringen Zeitraum ziehen möchten. Sie führen hierfür Hunderte von Handelsgeschäften im Verlauf eines Tages aus und halten ihre Positionen für wenige Minuten oder nur Sekunden. Sie verwenden hierbei auch oft ein Leverage, um ihre Positionsgrößen zu erhöhen. Dies kann ihre Gewinne und Verluste maßgeblich amplifizieren.

 

Bei dem Swing-Trading stehen die kurz- bis mittelfristigen Preisbewegungen im Fokus, welche von ein paar Tagen bis zu mehreren Wochen andauern können. Es geht hierbei darum, einen Gewinn mit den mittelfristigen Marktumschwüngen zu erzielen, welche den Teil eines weiteren Trends darstellen. 

 

Die Risiken und Vorteile des Forexhandels

 

Zu den größten Vorteilen gehören die fortwährenden Öffnungszeiten, die hohe Liquidität und Zugänglichkeit. Sie können hierbei mit einem relativ geringen Anlagekapital in den Handel starten und die Transaktionskosten sind allgemein ebenfalls klein. Sie können des Weiteren ein Leverage verwenden, um Ihre Positionsgrößen zu steigern. 

 

Der Forexhandel enthält jedoch auch erhebliche Risiken. Die Marktpreise können sich schnell verändern. Dies kann in einem kurzen Zeitraum zu beeindruckenden Gewinnen, aber auch Verlusten führen. Der Forexmarkt ist des Weiteren auch dezentralisiert und es gibt dementsprechend keine zentrale Börse, welche alle Transaktionen garantiert. Das Gegenparteirisiko kann sich hier als größer als auf anderen Märkten erweisen. 

 

Im Fazit

 

Der Forexhandel ist der weltweit größte und liquideste Finanzmarkt, auf dem die Teilnehmer 24 Stunden täglich und 5 Tage die Woche mit den fluktuierenden Werten der globalen Währungen spekulieren. Dieser Markt ist leicht zugänglich, lange geöffnet und ist für verschiedene Handelsstrategien geeignet, mit denen signifikante Gewinne erzielt werden können. Es ist hierbei jedoch auch wichtig, die enthaltenen Risiken zu verwalten, welche aufgrund der rapiden Marktvolatilität, des Leverage und Gegenparteirisikos auftreten können. 

 

Der Erfolg im Forexhandel ist abhängig von einem guten Verständnis der Marktmechaniken, einer klaren Handelsstrategie und einem strengen Risikomanagement. 

 

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