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Corona-Proteste in China treiben US-Anleger um

Die jüngsten Proteste in chinesischen Großstädten gegen die strikten Corona-Auflagen haben die Anleger an der Wall Street verunsichert. Der Dow-Jones-Index DJI der Standardwerte eröffnete am Montag 0,4 Prozent schwächer bei 34.199 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 SPX und der technologielastige Nasdaq-Index IXIC gaben knapp ein Prozent auf 3998 und 11.154 Zähler nach. Auch wenn es nach dem Wochenende keine Anzeichen für erneute Proteste in Peking oder Shanghai gab, sorgten sich Investoren über das chinesische Wirtschaftswachstum und die Auswirkungen der Unruhen sowie der strikten Null-Covid-Politik auf globale Lieferketten.

Die Straßenproteste gegen die Null-Covid-Politik untergraben zur Zeit die Marktstimmung, wie die Analysten der Rabobank konstatierten. Dies bekam auch die Apple AAPL-Aktie zu spüren, die in der Spitze mehr als zwei Prozent abrutschte. Investoren fürchteten eine stärkere Einschränkung von höherwertigen iPhone-14-Modellen. Einem Bericht der Agentur Bloomberg zufolge droht Apple in diesem Jahr aufgrund von Produktionsproblemen ein Ausfall von dechs Millionen iPhone-Pro-Modellen. Dem Konzern machen vor allem die Unruhen im größten iPhone-Werk des Zulieferers Foxconn 2317 zu schaffen.

Dagegen zogen die Aktien vom Online-Händler Amazon AMZN um bis zu 3,2 Prozent an. Einem Bericht zufolge werden die Ausgaben am sogenannten "Cyber-Monday", dem wichtigsten Einkaufstag in den USA für Online-Händler, einen Rekordwert von 11,2 Milliarden Dollar erreichen. Die Titel der chinesischen E-Commerce-Plattform Pinduoduo PDD sprangen nach überraschend starken Quartalsumsätzen sogar um rund 15 Prozent nach oben. Die Corona-Abriegelungen in der Volksrepublik schürte die Internet-Einkäufe im Land weiter an.

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