Norwegen stellt für März nächste Zinserhöhung in Aussicht

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen hält die norwegische Zentralbank an ihren Plänen für eine baldige Zinserhöhung fest. "Auf Basis der aktuellen Einschätzung zu den Aussichten und Risiken wird der Leitzins höchstwahrscheinlich im März angehoben", sagte der Chef der Zentralbank, Oeystein Olsen, am Donnerstag. Die Inflation sei stärker gestiegen als erwartet und die Wirtschaft werde voraussichtlich weiter anhaltend wachsen. Wie erwartet beließen die Notenbanker den Leitzins bei 0,50 Prozent. Sie hatten ihn zuletzt im Dezember um einen Viertelpunkt angehoben.

Die Wirtschaft in dem skandinavischen Land hat sich weitgehend von der Corona-Krise erholt. Schon im September hatte die Norges Bank die Nullzinspolitik hinter sich gelassen. Wie in anderen Ländern steigen derzeit aber auch in Norwegen die Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus massiv an. Die Regierung in Oslo hat im Dezember neue Kontaktbeschränkungen erlassen, die aber zum Teil schon wieder aufgehoben wurden. "Diese Lockerungen werden voraussichtlich zu einem anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung führen", erklärte die Zentralbank.

Chefvolkswirt Andrew Kenningham von Capital Economics geht davon aus, dass die Norges Bank den Leitzins in diesem Jahr vier Mal erhöht auf 1,5 Prozent. Auch die US-Notenbank Fed fasst vor allem wegen der steigenden Inflation mittlerweile mehrere Zinserhöhungen für 2022 ins Auge.

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