Zinssorgen und Goldman-Zahlen drücken Wall Street

Zinserhöhungsängste und enttäuschende Firmenbilanzen setzen der Wall Street zu. Nach dem verlängerten Wochenende fielen die Leitindizes Dow Jones (DJI), Nasdaq (IXIC) und S&P 500 (SPX) zur Eröffnung am Dienstag um jeweils rund 1,5 Prozent.

Wegen der anhaltend hohen Inflation befürchteten Anleger raschere Zinserhöhungen der US-Notenbank, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Selbst eine Anhebung um einen halben Prozentpunkt sei nicht mehr völlig ausgeschlossen. "Liest man die jüngsten Kommentare der US-Notenbanker und ihres Chefs Jerome Powell, ist nach Einschätzung der Fed die größte Gefahr für die Wirtschaft und damit den Arbeitsmarkt die Inflation."

Vor diesem Hintergrund warfen Investoren Staatsanleihen aus den Depots. Dies trieb die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen Treasuries (US10YT=RR) auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 1,855 Prozent. Die ebenfalls beachteten zweijährigen (US2YT=RR) Titel rentierten erstmals seit Anfang 2020 wieder über einem Prozent.

Bei den Aktienwerten gehörte Goldman Sachs (GS) mit einem Kursminus von 6,5 Prozent zu den Verlierern. Der Gewinn des Geldhauses sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, monierte Analyst Daniel Fannon von der Investmentbank Jefferies. Grund hierfür seien unter anderem höhere Kosten und Rückstellungen für faule Kredite.

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