Guten Morgen von Reuters am Mittwoch, den 19. Januar

TOP NEWS:

* VIRUS - Erstmals sind in Deutschland mehr als 100.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem Tag verzeichnet worden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab in der Nacht einen Anstieg der Fälle um 112.323 auf knapp 8,19 Millionen bekannt. Die Zahl der Todesfälle legte um 239 auf 116.081 zu, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 584,4 und markierte damit ebenfalls einen Rekord. Am Mittwoch vergangener Woche waren 80.430 neue Fälle verzeichnet worden, die Sieben-Tage-Inzidenz lag leicht über 400.

* VIRUS - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet damit, dass die Omikron-Welle erst in einigen Wochen ihren Höhepunkt erreicht. In RTL Direkt am Abend sagte er: "Ich glaube, dass wir den Höhepunkt der Welle Mitte Februar erreichen werden, und dann könnten die Fallzahlen auch wieder sinken, aber wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt angekommen."

* UKRAINE - Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat sich offen für eine Diskussion über Waffenlieferungen an die Ukraine gezeigt. "Wir sollten über die Lieferung von Defensivwaffen an die Ukraine nachdenken", sagte die FDP-Politikerin "Bild". Diese müssten jedoch genau definiert sein.

=========================================

FIRMEN UND BRANCHEN:

DAX:

* RWE (RWE)-Chef Markus Krebber mahnt bei den Plänen der Bundesregierung für neue Gaskraftwerke zur Eile. "Wir brauchen in diesem Jahr Klarheit, wie der Ausbau der Gaskraft geregelt werden soll", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. "Für den Neubau von Anlagen für Versorgungssicherheit haben wir Vorlaufzeiten von sechs Jahren oder mehr."

* DEUTSCHE TELEKOM (DTE) - EuGH-Urteil zu der Frage, ob der Konzern nach der Reduzierung einer EU-Strafe Anrecht auf Verzugszinsen hat

SDAX:

* Fachkongress Batterieforum Deutschland 2022 – u.a. mit VARTA (VAR1)-CTO, MANZ (M5Z)-CEO, S-VOLT-Präsident

FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN UND TERMINE:

* FORD (F) - Der US-Autokonzern hat vom Börsengang des Elektroautobauers Rivian (RIVN) profitiert. Die Beteiligung an Rivian bescherte Ford nach eigenen Angaben im vierten Quartal einen Gewinn von 8,2 Milliarden Dollar. Rivian war im November 2021 an die Börse gegangen und hatte ein Emissionsvolumen von zwölf Milliarden Euro erzielt. Die Firma hat zwei mächtige Geldgeber: Ford ist mit zwölf Prozent an dem kalifornischen Unternehmen beteiligt, der Online-Händler Amazon (AMZN) hält etwa 20 Prozent an Rivian.

* KABELHERSTELLER - Das Bundeskartellamt geht dem Verdacht von Preisabsprachen bei Kabelherstellern nach. Darunter ist auch LEONI (LEO). Das Nürnberger Unternehmen bestätigte, dass es am Dienstag eine Durchsuchungsaktion gegeben habe. Ein Sprecher des Kartellamts sagte, die Behörde habe mehrere Hersteller von Kabeln und Leitungen und durchsucht. Namen der betroffenen Firmen nannte er nicht. Es gebe Verdachtsmomente, dass Unternehmen und Verbände unzulässigerweise Preise abgesprochen hätten. Dabei gelte aber die Unschuldsvermutung.

* STELLANTIS (STLA) - Der Chef der Opel-Mutter Stellantis, Carlos Tavares, will den Opel-Standorten ungeachtet der jüngsten Proteste aus Politik und Wirtschaft mehr Eigenständigkeit einräumen. "Unser Ziel ist es, unsere deutschen Standorte autonomer zu machen", sagte er dem "Handelsblatt". Ihm gehe es darum, dass "die Verantwortlichen vor Ort Lösungen finden können, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Arbeitsplätze zu sichern". Nach heftigen Protesten von Politikern und Gewerkschaften im Herbst musste Tavares seine Pläne zurücknehmen, die Werke in Rüsselsheim und Eisenach aus Opel auszugliedern.

* Der Netzbetreiber AMPRION hält nach den Worten seines Vorstandschefs Hans-Jürgen Brick den Bedarf an zusätzlichen Gaskraftwerken in der Energiewende für überschaubar. In der Rahmenplanung bis 2037 gehe Amprion von zusätzlichen Gaskraftwerken mit einer Leistung von zwölf Gigawatt insgesamt.

* Fortsetzung im Diesel-Betrugsprozess gegen vier Angeklagte vor dem Landgericht (9.30), weitere Zeugen

* Aus dem Ausland legen u.a. folgende Unternehmen Quartalszahlen vor: ASML HOLDING (ASML), UNITED AIRLINES (UAL), ALCOA (AA), MORGAN STANLEY (MS), RICHEMONT (CFR), PROCTER & GAMBLE (PG), BURBERRY (BRBY), BANK OF AMERICA (BAC)

Zusatzinfo unter Doppelklick auf

Weitere Nachrichten finden Sie hier:

www.reuters.com

www.twitter.com/REUTERS_DE

Facebook: http://on.fb.me/zThKio

=========================================

BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:

* UNGARNS Oppositionskandidat Peter Marki-Zay hat für den Fall eines Sieges bei der bevorstehenden Parlamentswahl eine Einführung des Euro innerhalb von fünf Jahren als Ziel genannt.

* DAVOS - Zum Anlass des virtuellen Weltwirtschaftsforums hat eine Gruppe von mehr als 100 Milliardären und Millionären eine stärkere Besteuerung von Vermögen gefordert.

* EZB-Bankenaufseherin McCaul spricht in einer Podiumsdiskussion auf dem Kolloquium "10 Jahre Aufsicht bei der BNB", das von der Belgischen Nationalbank in Brüssel organisiert wird (13:30)

* OeNB-Veranstaltung zu "20 Jahre Euro-Bargeld" mit Gouverneur Holzmann und Finanzminister Brunner (18:00)

=========================================

INDIKATOREN:

Mittwoch, 19. Januar

Prognose

Vorper. ggf. Schätzung

0800

DE

Verbraucherpreise, endg.

Dez

0,5

vH

0,5

0800

DE

-----J/J

Dez

5,3

vH

5,3

0800

GB

Verbraucherpreise

Dez

0,3

vH

0,7

0800

GB

-----J/J

Dez

5,2

vH

5,1

1000

EZ

Leistungsbilanz, SA

Nov

--

Mrd€

18,10

1430

US

Wohnbaubeginne

Dez

1,650

Mio

1,679

Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.

Zusatzinfo unter: (ECON)

=========================================

BLICKPUNKT POLITIK:

* In GROßBRITANNIEN wollen einer Zeitung zufolge bis zu 20 konservative Abgeordnete Premierminister Boris Johnson per Brief ihr Misstrauen aussprechen. Die Schreiben würden am Mittwoch eingereicht, schrieb ein Redakteur des "Daily Telegraph" auf Twitter. Die für eine Vertrauensabstimmung notwendige Zahl von 54 solcher Briefe könne überschritten werden. Johnson steht wegen Partys in seinem Amtssitz mitten im Corona-Lockdown auch in den eigenen Reihen erheblich unter Druck.

* USA - US-Außenminister Antony Blinken wird bei seiner Europa-Reise wegen der Ukraine-Krise auch seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow treffen. Bei dem am Freitag in Genf geplanten Gespräch werde Blinken darauf dringen, dass die russische Regierung umgehend Schritte zur Entspannung der Lage an der russisch-ukrainischen Grenze unternimmt, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der US-Regierung. Vor Journalisten sagte er, Russland habe bislang trotz aller diplomatischen Bemühungen um eine Entspannung das Gegenteil einer Deeskalation verfolgt. Russland könne jederzeit an jedem Ort gegen die Ukraine losschlagen, möglicherweise zwischen Januar und Februar.

* Die USA haben sich besorgt geäußert, dass die seit Montag in Belarus anlässlich eines Manövers stationierten russischen Soldaten möglicherweise für einen Angriff auf die Ukraine eingesetzt werden könnten. Die Militärübungen böten Russland mehr Möglichkeiten, Gelegenheiten und Wege, um einen solchen Angriff zu beginnen, sagte ein ranghoher Vertreter des US-Außenministeriums gegenüber Journalisten. Belarus und Russland haben für Februar eine gemeinsame Militärübung geplant, beide Länder grenzen an die Ukraine.

* Die USA und GROßBRITANNIEN dürften Insidern zufolge heute (Mittwoch) formelle Gespräche über ein Ende der jahrelangen US-Stahl- und Aluminium-Zölle bekanntgeben.

* Plenarsitzung des Europäischen Parlaments (bis 20.01.), Rede des französischen Präsidenten Macron zum Programm der französischen Ratspräsidentschaft (11:30)

* Virtueller Davos-Dialog des World Economic Forum „The Davos Agenda 2022“ (bis 21. Januar), Rede von Bundeskanzler Scholz (13:00)

* Regierungs-PK (11:30)

* PK der Deutschen Bahn um Thema: "Digitale Automatische Kupplung: Rollout für den Praxistest", Teilnahme von Bundesverkehrsminister Wissing und und den Bahn-Vorständen Nikutta und Gerd tom Markotten (13:00)

* Gespräch von Bundespräsident Steinmeier mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Støre (14:00)

* Bundeskanzler Scholz empfängt den norwegischen Ministerpräsidenten Støre (18:00)

* Pressekonferenz von US-Präsident Biden (22:00)

=========================================

SNAPSHOT MÄRKTE:

* Der Ölpreis ist in Fernost auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert.

* Zinserhöhungsängste und enttäuschende Firmenbilanzen setzen der WALL STREET zu.

DEVISEN

Devisen

aktuell

Veränderung

in Prozent

Euro/Dollar (EURUSD)

1,1330

+0,0

Pfund/Dollar (GBPUSD)

1,3604

+0,1

Dollar/Yen (USDJPY)

114,23

-0,3

Bitcoin/Dollar (BTC=)

41.764,19

-1,5

aktuell

EZB-

Fixing

Euro/Pfund (EURGBP)

0,8326

0,8367

Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter:

US-AKTIEN

Indizes

Stand

Veränderung

Dow Jones (DJI)

35.368,47

minus 1,5 Prozent

Nasdaq (IXIC)

14.506,90

minus 2,6 Prozent

S&P 500 (SPX)

4.577,11

minus 1,8 Prozent

Zusatzinfo zum US-Aktienmarkt unter:

ASIATISCHE AKTIEN

Indizes

Stand

Veränderung

Nikkei (NI225)

27.445,93

minus 2,9 Prozent

Topix (TOPIX)

1.919,95

minus 3 Prozent

Shanghai (000001)

3.546,87

minus 0,7 Prozent

Hang Seng (HSI)

23.985,65

minus 0,5 Prozent

Zusatzinfo zu den asiatischen Aktienmärkten unter:

EUROPÄISCHE AKTIEN

Indizes

Schluss-Stand

Dax (DB1)

15.772,56

Dax-Future (FDXc1)

15.665,00

EuroStoxx50 (.STOXX50E)

4.257,82

EuroStoxx50-Future (STXEc1)

4.218,00

Dax-Indikationen

Stand

Lang & Schwarz (DAX=LUSG)

15.791,00

Dt. Bank (DEDB2KE7=DBBL)

15.689,00

Late/Early-Dax (DB1)

15.770,37

EuroStoxx50-Indikationen

Stand

Dt. Bank (DEDB2KE8=DBBL)

!RIC {DEDB2KE8=DBBL} is invalid

Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter:

ANLEIHEN

Kurse

Stand

Bund-Future (FGBLc1)

169,40

T-Bond-Future (USc1)

153-22/32

Gilt-Future (FLGc1)

122,77

Renditen

Stand

Vorangegangener

Handelstag

10-jährige Bundesanleihe (DE10YT=RR)

-0,003

-0,017

30-jährige Bundesanleihe (DE30YT=RR)

0,286

0,281

10-jährige US-Anleihe (US10YT=RR)

1,879

1,868

30-jährige US-Anleihe (US30YT=RR)

2,191

2,186

10-jährige brit. Anleihe (GB10YT=RR)

1,212

1,219

30-jährige brit. Anleihe (GB30YT=RR)

1,331

1,331

10-j. Frankreich-Anleihe (FR10YT=RR)

0,382

0,368

10-j. Italien-Anleihe (IT10Y)

1,327

1,390

10-j. Spanien-Anleihe (ES10Y)

0,710

0,675

10-j. Irland-Anleihe (IE10YT=RR)

0,361

0,367

10-j. Portugal-Anleihe (PT10Y)

0,639

0,603

10-j. Griechenland-Anleihe (GR10YT=RR)

1,628

1,622

Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]

ROHSTOFFE

Öl und Metalle

Stand

Veränderung

Brent-Öl (BRN1!)

88,37

plus 1,0 Prozent

WTI-Öl (CL1!)

86,40

plus 1,1 Prozent

Gold (XAU=)

1.813,07

unverändert

Wenn Sie unsere täglichen, kostenlosen "Guten Morgen von Reuters" News Briefings auch auf Ihrem Mobilfunkgerät erhalten möchten, können Sie sich gerne jederzeit online dafür registrieren:

http://solutions.refinitiv.com/MNCGutenMorgensubscriptionpage

Falls Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Refinitiv Client Trainer oder kontaktieren Sie wiebke.singer@thomsonreuters.com. Vielen Dank!

(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)

Weiterlesen
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich für ein kostenloses TradingView-Konto, und genießen Sie uneingeschränkten Zugang zu globalen Finanznachrichten in Echtzeit.