Chip-Krise lässt EU-Automarkt im Dezember einbrechen

Der Halbleitermangel hat den Automarkt in Europa stark schrumpfen lassen. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sei im Dezember um 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf rund 795.300 Fahrzeuge gesunken, teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag in Brüssel mit. Im Gesamtjahr zählte ACEA einen Rückgang um 2,4 Prozent auf 9,7 Millionen Fahrzeuge. Damit kamen im vergangenen Jahr 3,3 Millionen Neuwagen weniger auf die Straßen als 2019 vor der Corona-Pandemie. Während Italien, Spanien und Frankreich Zuwächse verbuchten, schrumpften die Neuzulassungen in Deutschland um zehn Prozent.

Die Lieferengpässe bei Computerchips belasteten die Hersteller vor allem in der zweiten Jahreshälfte und zwangen einige von ihnen zu Produktionsstopps. Zu den größten Verlierern gehörten 2021 der französische Hersteller Renault (RNO) mit einem Absatzminus von 10,2 Prozent und Ford (F) mit minus 19 Prozent. Marktführer Volkswagen (VOW) setzte 4,8 Prozent weniger ab als im Vorjahr. Nur etwa halb so hoch fielen die Einbußen beim Rivalen Stellantis (STLA) (minus 2,1 Prozent) aus. Die zu dem italienisch-französischen Konzern gehörende deutsche Marke Opel legte sogar etwas zu. Während Daimler (DAIGn.DE) 12,4 Prozent weniger von seinen Fahrzeugen absetzte, kam der Münchner Konkurrent BMW besser mit dem Chipmangel zurecht. Dessen Verkäufe legten um 1,5 Prozent zu.

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