Guten Morgen von Reuters am Dienstag, den 18. Januar

TOP NEWS:

* UKRAINE/RUSSLAND - Vor dem Hintergrund eines befürchteten russischen Angriffs auf die Ukraine liefert Großbritannien nach eigenen Angaben defensive Panzerabwehr-Waffen an das Land. Erste Einheiten seien schon in der Ukraine angekommen, sagte der Verteidigungsminister Ben Wallace. Bundeskanzler Olaf Scholz forderte in Madrid "eindeutige Schritte" Russlands, um die Situation zu deeskalieren. Außenministerin Annalena Baerbock vereinbarte in Kiew mit ihrem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba einen Vorstoß zur Wiederbelebung von Verhandlungen im sogenannten Normandie-Format. Am Dienstag will Baerbock in Moskau mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zusammentreffen. In deutschen Regierungskreisen wurde ein Medienbericht dementiert, die Idee sei vom Tisch, russische Banken vom Zahlungssystem Swift und damit von den globalen Finanzströmen abzuklemmen.

* VIRUS/DEUTSCHLAND - Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Rekordwert gestiegen. Sie lag bei 553,2 nach 528,2 am Vortag, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte.

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FIRMEN UND BRANCHEN:

DAX:

* SIEMENS (SIE) - Das Unternehmen verkauft seine Straßenverkehrstechnik-Tochter Yunex Traffic für 950 Millionen Euro an die italienische Atlantia (ATL). Vorstand und Aufsichtsrat gaben dem von der Milliardärsfamilie Benetton beherrschten Unternehmen den Zuschlag.

* VOLKSWAGEN (VOW) - Der Autobauer gibt eine Wiederaufnahme der Arbeit in dem chinesischen Werk in Tianjin bekannt. Seit Donnerstag würden wieder einige Schichten absolviert, teilte die Volkswagen Group China mit.

* VW - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wirbt für Emden als Standort für eine weitere Batteriefabrik des Konzerns. "Manche Staaten in Osteuropa und Südeuropa locken mit unsittlich hohen Subventionen, die übrigens teilweise durch europäische Programme ermöglicht werden. Da geht es um hohe dreistellige Millionenbeträge", sagte er der "FAZ". "Mein dringender Rat an die Bundespolitik ist, dass Deutschland mithalten sollte."

* "Handelsblatt Energiegipfel" (bis 19.1.), u.a. mit: E.ON (EOAN)-Chef Leonhard Birnbaum, BDEW-Chefin Andreae, Amprion-Chef Brick, EWE (LANDWE.UL)-Chef Dohler

* Bundeswirtschaftsminister Habeck besucht AIRBUS (AIR) in Hamburg (14:15)

MDAX:

* AUTO1 (AG1) hat Ankäufe und Verkäufe im vierten Quartal um jeweils 42 Prozent gesteigert und sieht sich "sehr gut für weiteres Wachstum in Q1 2022 positioniert".

FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN UND TERMINE:

* LINDT & SPRÜNGLI (CHBLS.UL) hat 2021 erzielte den Gruppenumsatz auf 4,59 Milliarden Franken gesteigert, was in Franken einem Plus von 14,2 Prozent entspreche.

* META (FB) - Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat Bedenken gegen die Nutzung der sozialen Netzwerke Instagram, Tiktok und Clubhouse in Bundesbehörden. "In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) führen wir eine technische Prüfung der jeweiligen Apps durch", sagte Kelber dem "Handelsblatt". Erste Erkenntnisse wiesen auf "datenschutzrechtliche Probleme" hin.

* NEXENIO - Der Anbieterder Luca-App will sein Geschäftsmodell ausweiten. "Wir haben gerade in Deutschland eine einzigartige Möglichkeit, zukünftige digitale Tools nicht Google oder Facebook zu überlassen. Wir wollen uns hier an die Spitze der digitalen Bewegung setzen", sagte NeXenio-Chef Patrick Hennig der "FAZ". Auch nach der Pandemie wolle man den Gastronomen Angebote zur Digitalisierung ihrer Betriebe machen.

* AT&T (T) und VERIZON (VZ) - US-Fluggesellschaften haben erneut vor der Einführung des 5G-Mobilfunkstandards durch die Firmen in den USA in dieser Woche gewarnt. Das könne eine "katastrophale" Luftfahrtkrise hervorrufen, erklärten die Chefs von American Airlines (AAL), Delta (DAL), United Airlines (UAL), Southwest (LUV) und anderne in einem Reuters vorliegenden Brief. Eine erhebliche Zahl von Jets müsse eventuell am Boden bleiben

* EDF (EDF) - Beim vom Staat dominierten französischen Energieversorger ist die Empörung nach der Anordnung der Regierung groß, Strom deutlich unter Marktpreis an Konkurrenten verkaufen zu müssen. "Nachdem ich hart dagegen gekämpft habe, ist diese Entscheidung ein echter Schock", schrieb EdF-Chef Jean-Bernard Levy in einem internen Memo. "Diese Nachricht erschüttert das Unternehmen." Nun suche er nach Wegen, die Interessen von EDF zu verteidigen.

* BANKEN - In den Tarifverhandlungen für die rund 140.000 Beschäftigten der privaten Banken ist auch nach einer weiteren Runde keine Einigung in Sicht. Beide Seiten warfen sich mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Nun sollen Streiks fortgesetzt und verschärft werden.

* TELEFONICA DEUTSCHLAND (O2D) (TEF) - Konzern-Chef Markus Haas schlägt ein Verfahren für Genehmigungen beim Mobilfunk vor, wie es bei Teslas (TSLA) Werk in Grünheide angewandt worden sei: Anlagen sollten erst gebaut und dann genehmigt werden, sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

* ACEA veröffentlicht Pkw-Neuzulassungen in Europa, Dezember

* BIO Deutschland e.V., PK des Verbands der Biotechnologie-Industrie zum Thema "Die Deutsche Biotechnologie-Branche – Finanzierung und Trends in der Pandemie" (10:00)

* Bundeswirtschaftsminister Habeck besucht TRIMET ALUMINIUM (16:45)

* Aus dem Ausland legen u.a. folgende Unternehmen Quartalszahlen vor: GOLDMAN SACHS (GS), LINDT & SPRÜNGLI (LISN), FLUGHAFEN WIEN (FLW1), SCHOELLER-BLECKMANN (SLL)

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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:

* JAPAN/NOTENBANK - Japans Notenbank hat ihren Inflationsausblick hochgesetzt. In ihrem am Dienstag veröffentlichten Quartalsbericht sagen die Tokioter Währungshüter nun eine Teuerung von 1,1 Prozent im neuen Fiskaljahr ab April voraus nach zuvor 0,9 Prozent. Wie erwartet ließ die Notenbank ihr kurzfristiges Zinsziel bei minus 0,1 Prozent und die Zielrendite für zehnjährige Staatsanleihen bei null Prozent.

* Konferenz "Data, Digitalization, Decentralized Finance and Central Bank Digital Currencies: The Future of Banking and Money", organisiert vom Institute for Law and Finance der Goethe-Universität Frankfurt (09:15), u.a. mit dem schwedischen Notenbank-Chef Ingves, DEUTSCHE-BANK (DBK)-CTO Leukert, Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Kukies

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INDIKATOREN:

Dienstag, 18. Januar

Prognose

Vorper. ggf. Schätzung

0800

GB

Veränd. Arbeitslosenzahl

Dez

--

T

-49,8

0800

GB

Arbeitslosenquote ILO

Nov

4,2

vH

4,2

0800

GB

Durch. Einkommen 3M J/J

Nov

4,2

vH

4,9

1100

DE

ZEW-Konjunkturindex

Jan

32,0

Ind

29,9

1430

US

Empire State Index

Jan

25,70

Ind

31,90

2200

US

Netto-Kapitalfluss

Nov

--

Mrd$

143,0

Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.

Zusatzinfo unter: (ECON)

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BLICKPUNKT POLITIK:

* EU/ENERGIE - Berater der EU zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Energieformen zeigen sich besorgt über einen Entwurf, nach dem auch Gas und Atomkraft als umweltfreundlich gelten können. Der Vorsitzende der Expertengruppe, Nathan Fabian, sagte einige Berater warnten, der Entwurf laufe Gefahr, keine Klarheit über die Umweltauswirkungen von Investitionen zu bieten. *

* UMWELT - Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) plant einem Medienbericht zufolge im Gegenzug für großflächigen Windenergie-Ausbau milliardenschwere Natur- und Artenschutzprogramme.

* Bundesaußenministerin Baerbock in Moskau, PK mit ihrem russischen Kollegen Lawrow

* Treffen der EU-Finanz- und Wirtschaftsminister (Ecofin), mit Bundesfinanzminister Lindner

* Plenarsitzung des Europäischen Parlaments (bis 20.01.)

* Wöchentliche Sitzung der EU-Kommission

* Virtueller Davos-Dialog des World Economic Forum (bis 21. Januar), u.a. Reden des israelischen Ministerpräsidenten Bennett (11:00), des japanischen Ministerpräsidenten Kishida (12:00), von WHO-Chef Tedros (14:30)

* Rede von Bundeswirtschaftsminister Habeck beim Handelsblatt Energie-Gipfel (09:30)

* Pressekonferenz von Habeck und Hamburgs Ersten Bürgermeister Tschentscher (10:00)

* Rundgang von Bundespräsident Steinmeier durch die Dauerausstellung "Die Besprechung am Wannsee und der Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden" (11:00), Ansprache Steinmeiers bei der Premiere des Films "Die Wannseekonferenz" (18:00)

* PK von Bundeskanzler Scholz und NATO-Generalsekretär Stoltenberg nach einem gemeinsamen Gespräch (13:45), Treffen von Bundesverteidigungsministerin Lambrecht mit Stoltenberg (18:00)

* SPD-Landtagsfraktion, Klausurtagung, Auftakt-PK mit Bundesarbeitsminister Heil (14:00)

* Bundeswirtschaftsminister Habeck besucht Airbus (14:15) und Trimet Aluminium (16:45)

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SNAPSHOT MÄRKTE:

DEVISEN

Devisen

aktuell

Veränderung

in Prozent

Euro/Dollar (EURUSD)

1,1394

-0,1

Pfund/Dollar (GBPUSD)

1,3634

-0,1

Dollar/Yen (USDJPY)

114,84

+0,2

Bitcoin/Dollar (BTC=)

42.207,07

+1,1

aktuell

EZB-

Fixing

Euro/Pfund (EURGBP)

0,8356

0,8357

Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter:

US-AKTIEN

Indizes

Stand

Veränderung

Dow Jones (DJI)

Kein Handel

Nasdaq (IXIC)

Kein Handel

S&P 500 (SPX)

Kein Handel

Zusatzinfo zum US-Aktienmarkt unter:

ASIATISCHE AKTIEN

Indizes

Stand

Veränderung

Nikkei (NI225)

28.256,51

minus 0,3 Prozent

Topix (TOPIX)

1.978,38

minus 0,4 Prozent

Shanghai (000001)

3.563,41

plus 0,6 Prozent

Hang Seng (HSI)

24.090,56

minus 0,5 Prozent

Zusatzinfo zu den asiatischen Aktienmärkten unter:

EUROPÄISCHE AKTIEN

Indizes

Schluss-Stand

Dax (DB1)

15.933,72

Dax-Future (FDXc1)

15.887,00

EuroStoxx50 (.STOXX50E)

4.302,14

EuroStoxx50-Future (STXEc1)

4.274,00

Dax-Indikationen

Stand

Lang & Schwarz (DAX=LUSG)

15.905,00

Dt. Bank (DEDB2KE7=DBBL)

15.862,00

Late/Early-Dax (DB1)

15.954,28

EuroStoxx50-Indikationen

Stand

Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter:

ANLEIHEN

Kurse

Stand

Bund-Future (FGBLc1)

169,52

T-Bond-Future (USc1)

154-6/32

Gilt-Future (FLGc1)

123,03

Renditen

Stand

Vorangegangener

Handelstag

10-jährige Bundesanleihe (DE10YT=RR)

-0,022

-0,024

30-jährige Bundesanleihe (DE30YT=RR)

0,266

0,265

10-jährige US-Anleihe (US10YT=RR)

1,847

1,772

30-jährige US-Anleihe (US30YT=RR)

2,169

2,115

10-jährige brit. Anleihe (GB10YT=RR)

1,182

1,189

30-jährige brit. Anleihe (GB30YT=RR)

1,298

1,298

10-j. Frankreich-Anleihe (FR10YT=RR)

0,358

0,357

10-j. Italien-Anleihe (IT10Y)

1,327

1,366

10-j. Spanien-Anleihe (ES10Y)

0,684

0,665

10-j. Irland-Anleihe (IE10YT=RR)

0,354

0,354

10-j. Portugal-Anleihe (PT10Y)

0,611

0,586

10-j. Griechenland-Anleihe (GR10YT=RR)

1,611

1,606

Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]

ROHSTOFFE

Öl und Metalle

Stand

Veränderung

Brent-Öl (BRN1!)

87,45

plus 1,1 Prozent

WTI-Öl (CL1!)

85,06

plus 1,5 Prozent

Gold (XAU=)

1.815,88

minus -0,2 Prozent

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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)

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