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Dell übertrifft Erwartungen neuntes Quartal in Folge

Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

DELL (12DA) - Bangalore: Der ungebrochene Trend zu hybriden Arbeitsmodellen hat dem PC-Hersteller einen Gewinn und Umsatz über Experten-Erwartungen beschert. Der Umsatz im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal stieg um 16 Prozent auf 26,1 Milliarden Dollar, während Analysten Refinitiv-Daten zufolge 25,0 Milliarden erwartet hatten. Damit hat Dell das neunte Quartal in Folge die Umsatzerwartungen übertroffen. Der Quartalsgewinn stieg um 62 Prozent und lag ohne Sonderposten bei 1,84 Dollar je Aktie, ebenfalls über den Prognosen. Die Dell-Aktie legte nachbörslich um 7,2 Prozent zu.

EY - Bangalore: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) will einer Zeitung zufolge ihr Prüfungs- und Beratungsgeschäft weltweit aufspalten. Die Senior Partner diskutierten Alternativen für eine Restrukturierung der globalen Aktivitäten, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Eine Stellungnahme von EY lag nicht vor. Der Konzern gehört zusammen mit Deloitte, KPMG and PwC zu den sogenannten "Big Four" der Wirtschaftsprüfer.

TWITTER (TWR) - New York: Aktionäre des Kurznachrichtendienstes haben Tesla (TSLA)-Chef Elon Musk verklagt. Sie werfen dem Milliardär vor, unberechtigterweise 156 Millionen Dollar gespart zu haben, weil er nicht rechtzeitig den Kauf von mehr als fünf Prozent von Twitter bis zum 14. März bekanntgegeben habe. Vielmehr habe Musk erst Anfang April mitgeteilt, dass er 9,2 Prozent des Unternehmens halte, heißt es in der Klageschrift, die bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht wurde. Da Musk zunächst von einem vergleichsweise niedrigen Preis profitiert habe, handele es sich um eine Form der Marktmanipulation. Eine Stellungnahme von Musk lag zunächst nicht vor.

ALIBABA (2RR) - Bangalore: Der chinesische Amazon (AMZ)-Rivale hat im vierten Quartal (per Ende März) besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz legte um neun Prozent auf 204,05 Milliarden Yuan (28,4 Milliarden Euro) zu während Analysten 199,25 Milliarden Yuan erwartet hatten. Dabei stiegen die Erlöse der Cloud-Computing-Sparte um zwölf Prozent und das Handelsgeschäft um acht Prozent. Wegen der Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie wagte der Vorstand keine Prognose aber für das laufende Jahr. Alibaba-Aktien legten vorbörslich rund fünf Prozent zu.

BROADCOM (1YD) - Bangalore: Der US-Chipkonzern will den Cloudspezialisten VMware (V2MW34) für 61 Milliarden Dollar schlucken. Jeder VMware-Aktionär soll 142,50 Dollar pro Aktie erhalten, was ein 48-prozentiger Aufschlag wäre verglichen mit dem Kurs vom 22. Mai bevor erstmals über einen möglichen Deal berichtet wurde. Wer nicht gegen Bargeld verkaufen möchten, kann auch 0,252 Broadcom-Papiere je VMware-Aktie erhalten. Durch den Deal könnte Broadcom sein vor allem auf Halbleiter fokussiertes Geschäft weiter diversifizieren.

APPLE (APC) - Bangalore: Der US-Konzern will einem Zeitungsbericht zufolge angesichts der zunehmenden Inflation den Stundenlohn für seine Mitarbeiter in den USA erhöhen. Das Einstiegsgehalt für stundenweise Beschäftigte in den Vereinigten Staaten werde auf mindestens 22 Dollar steigen, was einer Erhöhung um 45 Prozent gegenüber 2018 entspreche, berichtete das "Wall Street Journal" aus einer internen E-Mail des Unternehmens. Die neue Gehaltsstruktur soll demnach Anfang Juli in Kraft treten. Mitarbeiter hatten die Arbeitsbedingungen des Unternehmens kritisiert. Beschäftigte in Atlanta hatten eine Petition zur Gründung einer Gewerkschaft eingereicht, um sich als erste Apple-Niederlassung in den USA gewerkschaftlich zu organisieren.

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