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RWE will sich Flüssiggas von US-Firma Sempra sichern

Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

RWE (RWE) - Düsseldorf: Die Handelstochter des Energiekonzerns RWE, RWE Supply & Trading, will vom US-Anlagenbetreiber Sempra Infrastructure Flüssiggas (LNG) beziehen. Hierzu sei eine Absichtserklärung unterzeichnet worden, teilte RWE mit. Die Vereinbarung sieht neben finalen Verhandlungen den Abschluss eines Liefer- und Abnahmevertrags mit einer Laufzeit von 15 Jahren über ein Volumen von rund 2,25 Millionen Tonnen LNG pro Jahr vor. "Diese Partnerschaft wird dazu beitragen, die Bezugsquellen für Gas von RWE und Deutschland zu diversifizieren und damit die Versorgungssicherheit in Europa langfristig zu verbessern", erklärte Andree Stracke, Geschäftsführer von RWE Supply & Trading.

MFE (MFEA) - Mailand: Der italienische Medienriese hält trotz eines 77-prozentigen Rückgangs beim Betriebsergebniss im ersten Quartal an seinen Zielen für das Gesamtjahr 2022 fest. Die Werbeeinnahmen des Fernsehkonzerns in seinem Hauptmarkt Italien würden in diesem Jahr um ein Prozent steigen, sagte MFE-Finanzvorstand Marco Giordani. Die Kosten, auch für Inhaltsrechte, dürften bei 1,8 Milliarden Euro liegen. Zwischen Januar und März fiel der operative Vorsteuergewinn auf 15,3 Millionen Euro, nach 67,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die MFE-Aktie lag gegen Mittag rund zwei Prozent im Minus. Das von der Familie des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi kontrollierte Unternehmen ist mit rund 25 Prozent größter Aktionär des deutschen Rivalen ProSiebenSat.1 (PSM).

NIKE (NKE) - Nach der vorläufigen Schließung der eigenen Filialen beendet der US-Sportartikelhersteller einem Medienbericht zufolge den Vertrag mit dem Franchise-Partner Inventive Retail Group (IRG). Die Ladenkette "Up And Run" müsse geschlossen werden, da Nike keine Ware mehr liefere, zitierte die Zeitung Vedomosti aus einem Schreiben von IRG an die Beschäftigten. Der Franchise-Vertrag laufe am 26. Mai aus. Von den 37 Geschäften in Russland waren zuletzt noch 28 geöffnet. Reuters konnte die Angaben nicht unmittelbar überprüfen. IRG wollte sich nicht zur Geschäftsbeziehung mit Nike äußern. Das US-Unternehmen reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage dazu. Nike hatte bereits Anfang März die eigenen Läden bis auf weiteres geschlossen.

MARKS & SPENCER (MKS) - Die britische Kaufhauskette warnt wie auch andere Einzelhändler wegen steigender Lebenshaltungskosten vor den Aussichten für das laufende Jahr. Angesichts des zunehmenden Kostendrucks und der Verunsicherung der Verbraucher rechne Marks & Spencer mit einer niedrigeren Gewinnbasis für das Geschäftsjahr 2022/23. Zudem sei keine Wiederholung der pandemiebedingten staatlichen Unternehmenssteuererleichterungen zu erwarten. Auch die Aussetzung der Geschäfte in Russland und die Investition in den Kapazitätsausbau des Joint Ventures Ocado Retail (OCDO) dürften die Gewinnmargen belasten. Der 138 Jahre alte Bekleidungs- und Lebensmittelkonzern erzielte im Jahr bis zum 2. April einen bereinigten Vorsteuergewinn von 523 Millionen Pfund - im Corona-Jahr 2020/21 waren es noch 41,6 Millionen.

APPLE (AAPL) - Bangalore: Die chinesischen Corona-Lockdowns belasten einem Medienbericht zufolge die Entwicklung neuer iPhone-Modelle. Der Zeitplan für mindestens ein Modell habe sich nach hinten verschoben, meldete Nikkei unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im schlimmsten Fall könnten sich die Produktionspläne verzögern und weniger Geräte hergestellt werden. iPhone-Fertiger Pegatron (4938) musste wegen der Lockdowns seine Aktivitäten in den Werken Shanghai wie auch Kunshan vorübergehend einstellen. Apple hat bereits selbst erklärt, die chinesischen Lockdowns verkomplizierten die Produktion und belasteten die Nachfrage in der Volksrepublik.

ABB (ABBN) - Zürich: Der Schweizer Elektrotechnikkonzern verstärkt sein Geschäft mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. ABB stockt seinen Anteil am indischen Unternehmen Numocity auf 72 Prozent auf, wie der Konzern mitteilte. Numocity sei eine digitale Plattform für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen. ABB habe zudem das Recht, bis 2026 Alleininhaber zu werden. ABB hatte vor drei Jahren im Rahmen einer Frühphasenfinanzierung bereits einen Anteil von sieben Prozent an der 2018 in Bangalore gegründete Firma erworben. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Mit dem Kauf baue das Geschäft seine Stellung in Indien, in anderen Teilen Südostasiens sowie dem Nahen Osten aus. Früheren Angaben zufolge will ABB den Bereich E-Mobility im zweiten Quartal an die Schweizer Börse bringen.

AROUNDTOWN (AT1) - Düsseldorf: Das Immobilienunternehmen hat im ersten Quartal zugelegt. Der in der Branche entscheidende Kernwert FFO I kletterte um drei Prozent auf 89,3 Millionen Euro. Dank der Einbeziehung der Wohnimmobilientochter Grand City Properties (GCP) schnellten die Mieteinnahmen um 32 Prozent auf 309 Millionen Euro. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele.

TOSHIBA (6502) - Tokio: Der Staatsfonds Japan Investment Corp (JIC) prüft einem Agenturbericht zufolge die Übernahme des japanischen Mischkonzerns. Das meldete Bloomberg ohne Angabe von Quellen. Auch die US-Finanzinvestoren Bain Capital und CVC Partner sollen eine Akquisition erwägen. Das Konglomerat, das von Speicherchips über Drucker bis hin zu Klimaanlagen zahlreiche Produkte anbietet, hangelt sich von Krise zu Krise, seit es 2015 in einen Bilanzierungsskandal geriet. Aktivistische Investoren streben einen Verkauf oder eine Minderheitsbeteiligung von Finanzinvestoren an.

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