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Hyundai ruft 281.000 Autos in USA und Kanada zurück

Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

HYUNDAI (005380) - Washington: Der südkoreanische Autobauer kündigt den Rückruf von 281.000 Fahrzeugen in Nordamerika an. Als Grund nennt der Konzern potenzielle Probleme mit Sicherheitsgurtstraffern. Bei einem Unfall könnten sie beim Auslösen explodieren und es könnten Metallfragmente umherfliegen. Es liegen Berichte über drei Fälle vor, bei denen es zu Verletzungen kam: zwei in den USA und einer in Singapur.

NORDEX (NDX1) - Berlin: Der Windturbinenhersteller senkt seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Als Grund nennt der Konzern "direkte und indirekte Effekte, mit denen aus heutiger Sicht aufgrund des Kriegs in der Ukraine gerechnet wird, sowie Einmalaufwendungen für die Umstrukturierung der Produktion". Hinzu kämen die erwarteten Effekte der Lieferkettenstörungen in China sowie zusätzliche Kosten und Auswirkungen auf das Geschäft im Zusammenhang mit einem Cyberangriff Ende März. Nordex erwartet nunmehr nach eigenen Angaben einen Konzernumsatz von 5,2 bis 5,7 Milliarden Euro nach ursprünglich 5,4 bis 6,0 Milliarden Euro. Bei der operativen Marge (EBITDA-Marge) würden nun minus 4 bis 0 Prozent angepeilt nach bislang plus 1,0 bis 3,5 Prozent.

CITI (C) - Bangalore: Der US-Finanzkonzern erwägt einem Agenturbericht zufolge den Kauf der mexikanischen Banktochter der Deutschen Bank (DBK). "Bloomberg Law" berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, Citi wolle damit ein langwieriges Lizenzierungsverfahren in dem Land umgehen. Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium und könnten auch noch scheitern, so der Bericht. Die Deutsche Bank würde in jedem Fall ihre Anfang des Jahres etablierte Broker-Tochter in Mexiko behalten. Von Citi und Deutsche Bank war kein Kommentar zu erhalten.

CA IMMO (BZY) - Wien: Der Immobilienkonzern hat seinen Nettogewinn zum Jahresauftakt dank Bewertungseffekten mehr als verdreifacht. Unter dem Strich stieg der Gewinn auf 136,9 Millionen Euro nach 41,4 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Grund dafür sei ein höheres Neubewertungsergebnis von 98,3 Millionen Euro nach 63,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Zurückzuführen sei dies auf die Aufwertungen von fortschreitenden Bauprojekten in Deutschland sowie Landreserven in Berlin und Frankfurt in Höhe von rund 76 Millionen Euro. Das operative Ergebnis aus dem Vermietungsgeschäft (FFO I) sei hingegen um 6,9 Prozent auf 29,2 Millionen Euro gesunken. Die Mieterlöse schrumpften wegen Immobilienverkäufen und einer geringeren Auslastung um 2,1 Prozent auf 62,2 Millionen Euro. Einen Ausblick will der Konzern angesichts der aktuellen Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges erst im Rahmen der Halbjahresergebnisse vorlegen.

IMMOFINANZ (IMO1) - Wien: Der Immobilienkonzern hat im ersten Quartal bei niedrigeren Mieterlösen seinen operativen Gewinn stabil gehalten. Das für die Branche wichtige operative Ergebnis aus dem Vermietungsgeschäft (FFO 1) blieb mit 34,4 (34,5) Millionen Euro auf Vorjahresniveau, wie das Unternehmen mitteilte. Die Mieterlöse sanken um 6,1 Prozent auf 70,2 Millionen Euro. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn hingegen um 41,2 Prozent auf 72,4 Millionen Euro. Grund dafür sei, dass das Vorjahresergebnis durch eine Aufwertung des Anteils an der S Immo (T1L) deutlich positiv beeinflusst war. Einen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr will der Konzern im weiteren Jahresverlauf veröffentlichen.

ORACLE (ORCL) - Brüssel: Der US-Software-Riese kann für seine bisher größte Übernahme auf die bedingungslose Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde hoffen. Das sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Dienstag. Oracle hatte im Dezember angekündigt, für 28,3 Milliarden Dollar die auf IT im Gesundheitsweisen spezialisierte Cerner (CERN) Corp zu übernehmen. Die EU-Kommission, die bis zum 1. Juni über den Deal entscheiden wollte, kommentierte die Angaben der Insider ebenso wenig wie Oracle.

MTS (MTSS) - Moskau: Russlands größter Mobilfunker setzt angesichts der steigenden Inflation und ausbleibender Lieferungen von Anbietern wie Apple (AAPL) auf gebrauchte Ware. Es würden nun rabattierte Handys sowie Smartphones aus zweiter Hand verkauft, gab MTS bekannt. Die Inflation in Russland liegt derzeit bei 17 Prozent. Apple hat bereits Anfang März wegen des Ukraine-Kriegs jegliche Verkäufe nach Russland eingestellt. Inzwischen greifen immer mehr Russen auf chinesische Anbieter wie Huawei (HWT.UL), Honor und Xiaomi (1810) zurück.

FRAPORT (FRA) - Frankfurt: Der Flughafenbetreiber könnte den Wert seiner 25-prozentigen, wegen des Ukraine-Krieges auf Eis liegenden Beteiligung am Flughafen Pulkovo in St. Petersburg weiter abschreiben. Das sei nicht auszuschließen, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte auf der Hauptversammlung. Nach einer ersten Abschreibung von 48 Millionen stehe die Beteiligung noch mit 111 Millionen Euro bei Fraport zu Buche. Schulte bekräftigte, ein Verkauf sei vertraglich bis 2025 nicht möglich. Ob es zu einer Enteignung kommen könne, sei unklar.

EPIC SUISSE - Zürich: Die Aktien der Schweizer Gewerbeimmobilienfirma dürften beim geplanten Börsengang zu je 68 Franken und damit am unteren Ende der ursprünglich angestrebten Preisspanne ausgegeben werden. Aufträge unter 68 Franken liefen Gefahr, nicht berücksichtigt zu werden, erklärte eine der die Transaktion begleitenden Banken. Epic will am Mittwoch an der Schweizer Börse SIX debütieren. Die anfänglich angepeilte Preisspanne von 67 und 77 Franken wurde jüngst reduziert.

AIRBNB (ABNB) - Hongkong: Der Zimmer-Vermittler wird sein Geschäft mit Wohnmöglichkeiten in China im Sommer aufgeben. "Wir haben die schwierige Entscheidung getroffen, unsere Bemühungen in China wieder auf Auslandsreisen zu konzentrieren und unsere Unterkünfte und Veranstaltungen von Gastgebern in China ab dem 30. Juli 2022 auszusetzen", teilte Nathan Blecharczyk, Mitbegründer von Airbnb, mit. Airbnb reiht sich damit in eine lange Reihe westlicher Internetfirmen wie Linkedin und Yahoo ein, die sich in den vergangenen Monaten aus China zurückgezogen haben, nachdem Peking die Geschäfte von Tech-Unternehmen einschränkte.

FREENET (FNTN) - Berlin: Der Mobilfunkanbieter aus dem norddeutschen Büdelsdorf arbeitet weiter exklusiv mit Media-Saturn zusammen. Die Partnerschaft sei vorzeitig bis 2027 verlängert worden, teilte der größte Mobilfunkanbieter in Deutschland ohne eigenes Netz mit. Dabei würden nun die Online-Kanäle der zu Ceconomy (CEC) gehörenden Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn besonders berücksichtigt.

MÜNCHENER RÜCK (MUV2) - Düsseldorf: Der weltgrößte Rückversicherer hat erstmals in den USA eine grüne Anleihe mit einer Laufzeit von 20 Jahren bei institutionellen Anlegern platziert. Das Emissionsvolumen beträgt 1,25 Milliarden Dollar, die Verzinsung liegt bei 5,875 Prozent. "Mit der erfolgreichen, erstmaligen Platzierung einer Nachranganleihe auf dem US-Markt hat Munich Re eindrucksvoll ihre Attraktivität für neue Investorenkreise demonstriert", erklärte Finanzvorstand Christoph Jurecka. "Mit der Ausgestaltung der Anleihe als Green Bond haben wir als erster europäischer Versicherer in diesem Marktsegment Neuland beschritten."

SAMSUNG (005930) - Seoul: Der südkoreanische Elektronikkonzern will in den kommenden fünf Jahren 450 Billionen Won (334 Milliarden Euro) investieren, um das Wachstum seiner Geschäfte mit Halbleitern und Biopharmazeutika voranzutreiben. Die Investitionen liegen 30 Prozent über denen in den fünf Jahren bis 2021, wie Samsung mitteilte. Voraussichtlich würden rund eine Million neuer Arbeitsplätze geschaffen. Die Sicherung der heimischen Chip- und Bio-Lieferketten habe strategische Bedeutung und sei wichtig für die wirtschaftliche Sicherheit Südkoreas, teilte Samsung mit.

CTS EVENTIM (EVD) - Düsseldorf: Dank des Endes der Corona-Beschränkungen hat der Konzertveranstalter und Ticketverkäufer im ersten Quartal kräftig zugelegt. Der Umsatz schnellte auf rund 140 Millionen Euro nach knapp 20 Millionen vor Jahresfrist und das normalisierte operative Ergebnis (Ebitda) erreichte 23,7 Euro nach einem Minus von knapp 20 Millionen. "Endlich beleben sich Konzertsäle und Festival-Gelände wieder. Der starke Jahresauftakt gibt uns allen Grund zur Zuversicht, dass wir in diesem Jahr einen kraftvollen Neustart des Live-Geschäfts erleben", sagte Firmenchef Klaus-Peter Schulenberg. Im April und Mai hätten die Ticketverkäufe deutlich über den Rekordwerten des Vorkrisenjahres 2019 gelegen. "Das unterstreicht die Hoffnung auf einen echten Aufbruch der Live-Branche nach zwei Jahren Corona-Zwangspause", so Schulenberg.

SULZER (SUN) - Zürich: Der Schweizer Maschinenbauer steigt aus dem russischen Markt aus. Sulzer beginne mit sofortiger Wirkung mit dem Verkaufsprozess, teilte das Unternehmen mit. Von dem Rückzug aus Russland seien 300 Mitarbeiter betroffen. Der Konzern, der seit Jahrzehnten in dem Land tätig sei, habe die Geschäftsaktivitäten in Russland bereits im ersten Quartal deutlich zurückgefahren. 2021 entfielen knapp drei Prozent der konzernweiten Bestellungen auf Russland. Vergangene Woche hatte Sulzer bereits seine beiden Niederlassungen in Polen geschlossen, weil die Firma auf die Sanktionsliste der polnischen Behörden geraten war. Hintergrund war die Beteiligung des als Kreml-Nahe eingestuften Großaktionärs Viktor Vekselberg.

TAG IMMOBILIEN (TEG) - Düsseldorf: Das Immobilienunternehmen hat um Jahresauftakt mehr verdient. Während die Mieteinnahmen im ersten Quartal auf 84,3 (Vorjahr: 83,1) Millionen Euro zulegten, klettere das für die Branche entscheidende operative Ergebnis (FFO I) auf 47,8 (45,6) Millionen Euro, wie TAG Immobilien mitteilte. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele, die ein FFO I von 188 bis 192 Millionen Euro vorsehen.

NESTLE (NESN) - San Paolo: Der Schweizer Nahrungsmittelriese baut sein Brasiliengeschäft aus. Nestle übernimmt eigenen Angaben zufolge den brasilianischen Hersteller von pflanzlichen Lebensmitteln, Puravida. Die Tochter Nestle Health Science, die in dem südamerikanischen Land bereits Nahrungsergänzungsmittel und Proteinpulver verkaufe, könne ihr Angebot mit dem Zukauf ergänzen, teilten die Schweizer mit. Puravida sei 2015 in Sao Paulo gegründet worden und habe 2020 vom Finanzinvestor Aqua Capital eine Kapitalspritze erhalten. Die Transaktion müsse noch von der brasilianischen Kartellbehörde genehmigt und dürfte in der zweiten Jahreshälfte 2022 abgeschlossen werden. Details zum Kaufpreis gab Nestle nicht bekannt.

TOYOTA (7203) - Tokio: Der weltgrößte Autobauer muss eigenen Angaben zufolge aufgrund des Halbleitermangels seine weltweite Produktion um rund 100.000 Fahrzeuge zurückschrauben. Von Juni bis August sollen durchschnittlich nun mit 850.000 Autos pro Monat 100.000 weniger vom Band rollen, teilte der japanische Konzern mit. Zusätzlich werde die Produktion in den heimischen Werken wegen Lieferengpässen, die durch die Lockdowns in Shanghai entstanden sind, ausgesetzt. Der anhaltende Chipmangel, Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und andere Faktoren würden einen Ausblick erschweren. Toyota hielt dennoch an seinem Ziel fest, bis März 2023 weltweit etwa 9,7 Millionen Fahrzeuge zu produzieren.

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