ReutersReuters

Platow Brief - Jost Werke sind auf dem Sprung

Mit Spannung warten wir auch auf die Q2-Zahlen der Jost Werke (11.8.). Denn die Q1-Zahlen Mitte Mai haben uns hoffnungsvoll gestimmt, dass der Zulieferer von Sicherheitstechnologie für Lkws und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge auch in wirtschaftlich etwas schwierigeren Zeiten durchstarten kann.

Der Umsatz wuchs um 21% auf 311,8 Mio. Euro, wobei das ber. EBIT trotz höherer Rohstoffpreise um 15,6% das neue Rekordniveau von 34,4 Mio. Euro (Marge: 11,0 nach 11,6%) kletterte. Insbesondere das wichtige Geschäft in Europa (57% der Gesamterlöse), aber v. a. auch das Geschäft mit der Landwirtschaft florierten im Auftaktquartal.

CEO Joachim Dürr geht daher für 2022 weiter von einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich bei Umsatz und EBIT aus, sodass die Marge stabil auf dem im Vj. gezeigten Niveau von 10% liegen dürfte. Diese beständige Entwicklung schätzen wir ebenso wie die zwar zyklische, zuletzt aber verlässliche Free Cashflow-Rendite von etwa 7% sowie die solide erwirtschaftete Kapitalrendite von rd. 17% (ROIC). Die SDAX-Aktie (34,80 Euro; DE000JST4000) handelt aktuell aber nahe ihres 52-Wochen-Tiefs sowie deutlich unter den 38- und 200-Tage-Linien (die Aktie befindet sich dabei in der abschließenden Phase des Abwärtstrends). Angesichts der im historischen Vergleich (5 Jahre: 11) aber günstigen Bewertung mit einem 2023er-KGV von 8 bei intakten Wachstumsaussichten (Gewinn je Aktie: +14% p. a. bis 2024) trauen wir dem Papier im 2. Hj. jedoch einiges zu.

Wir warten daher die Q2-Zahlen ab, um bei Jost Werke die weitere Entwicklung einschätzen zu können.

Weiterlesen
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich für ein kostenloses TradingView-Konto, und genießen Sie uneingeschränkten Zugang zu globalen Finanznachrichten in Echtzeit.