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Platow Brief - Hannover Rück – Defensive Stärke

Direkt nach Beginn des Ukraine-Kriegs ist die Aktie der Hannover Rück mit dem Gesamtmarkt in die Knie gegangen (YTD: Verlust von 16,6%). Naturkatastrophen und Rückstellungen für Kriegsschäden (niedriger dreistelliger Mio.-Euro-Betrag) sorgten denn auch dafür, dass die Q1-Zahlen gemischt ausfielen.

Einem Prämienwachstum von 19,5% (Jahresziel: „mind. 5%“) und einer Kapitalanlagerendite von 3,1% (Ziel: „mind. 2,3%“) standen Großschäden von 336 Mio. Euro und ein Rückgang des Konzerngewinns um 13,9% auf 263,4 Mio. Euro gegenüber. Konzernchef Jean-Jacques Henchoz gab sich einen guten Monat vor den Q2-Zahlen (4.8.) zuletzt in einem Interview aber optimistisch, dass die Kalkulationen seiner Finanzabteilung eher zu konservativ sind.

Fundamental spricht aus unserer Sicht also nichts dafür, dass die Schätzungen der Analysten (Umsatzwachstum: 6% p. a.; Gewinnwachstum: 15% p. a.) gefährdet wären. Uns gefallen bei der eher defensiven DAX-Aktie (131,70 Euro; DE0008402215) zudem die gute Kapitalrendite (ROIC) von 13% und das historisch (14) günstige 2023er-KGV von 10.

Doch angesichts der Nähe zum Stopp bei 129,50 Euro müssen wir Hannover Rück auf Halten abstufen.

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