20:57Nov 26, 2021Reuters

Apple-Batterieentwickler arbeitet nun bei Volkswagen

Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

VOLKSWAGEN () - San Francisco: Der bisher oberste Batterieentwickler von Apple () ist nach eigenen Angaben zu Volkswagen gewechselt. Wie der Manager Ahn Soonho auf seinem Linkedin-Profil mitteilt, leitet er bei dem deutschen Autokonzern nun die Entwicklung von Fahrzeugbatterien. Ahn war 2018 von dem Batteriehersteller Samsung SDI zu Apple gekommen. Von dem iPhone-Hersteller war zuletzt bereits ein anderer wichtiger Manager in die Autobranche gewechselt: Der Chef des Auto-Projekts von Apple, Doug Field, war im September von Ford () abgeworben worden.

MAN () - München: Der Lkw-Hersteller, der zur Volkswagen ()-Nutzfahrzeugtochter Traton gehört, baut seinen Vorstand weiter um. Der neue Vorstandschef Alexander Vlaskamp übernimmt zusätzlich das Beschaffungsressort von Holger Mandel, der MAN verlässt, wie das Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Unterstützt wird er dabei von Stefan Gramse. Zudem werde mit Arne Puls ein neuer Personalchef ab Januar ernannt. Er löst Bernd Osterloh ab, der das Ressort vorübergehend zusätzlich zu seinem Personalvorstandsposten bei Traton übernommen hatte, nachdem der vorherige Personalchef Martin Rabe im September für ein halbes Jahr in Elternzeit gegangen war.

BOSCH (ROBG.UL) - Frankfurt: Der weltweit größte Autozulieferer kämpft kurz vor Jahresende um schwarze Zahlen im Hauptgeschäftsfeld. Bosch strebe die Rückkehr zu einer positiven Rendite in der Sparte Mobility Solutions an. "Es ist aber schwierig", sagte Finanzchef Stefan Asenkerschbaumer, der im kommenden Jahr an die Spitze des Aufsichtsrats wechselt, der "Börsen-Zeitung". Es hänge sehr stark davon ab, wie sich die Versorgung mit Chips bis zum Ende des Jahres entwickele. "Die Lage hat sich in den vergangenen Wochen weiter verschärft."

EVERGRANDE () - Hongkong/Peking: Die chinesische Regierung hat einem Insider zufolge das Fußball-Stadion Guangzhou Evergrande des hochverschuldeten Immobilienkonzerns übernommen. Ziel sei es, das noch unfertige Stadion zu verkaufen, sagte die mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Evergrande erwäge auch, den verlustreichen Fußball-Club Guangzhou loszuschlagen, um den Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden Dollar abzubauen. Der Bau des gigantischen Fußball-Stadions war im April vergangenen Jahres gestartet und sollte Ende 2022 abgeschlossen werden. Wegen fehlender Gelder sind die Bauarbeiten inzwischen unterbrochen.

TESLA () - Shanghai: Der US-Elektroautobauer will bis zu 1,2 Milliarden Yuan (187,91 Millionen US-Dollar) in die Erweiterung der Produktionskapazität seines Werks in Shanghai investieren. Dies berichtet die staatliche Zeitung "Beijing Daily". Zukünftig sollen dann 4000 weitere Mitarbeiter in der Tesla-Fabrik beschäftigt werden, so dass die Zahl der Beschäftigten auf 19.000 steigt. Die Zeitung beruft sich darauf, die Information auf einer Plattform der Regierung von Shanghai für die Offenlegung von Umweltinformationen von Unternehmen gefunden zu haben. Tesla reagierte bisher nicht auf eine Anfrage von Reuters nach einer Stellungnahme.

BOEING () - Ottawa: Die kanadische Regierung hält den US-Flugzeugbauer Boeing als Bewerber um einen milliardenschweren Kampfjet-Auftrag offenbar für ungeeignet. Laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person aus dem kanadischen Verteidigungsministerium würde Boeing die Standards für die Bewerbung nicht erfüllen. Der amerikanische Flugzeugbauer hatte sich zuvor mit seinem Modell F-18 Hornet für den Auftrag beworben. Boeing-Sprecher Paul Lewis teilt auf Anfrage per E-Mail mit, dass sich das Unternehmen eine Stellungnahme vorbehalte, bis es eine offizielle Mitteilung aus Ottawa gebe. Neben Boeing hatten sich auch Lockheed Martin () und die schwedische Saab AB () um die Lieferung von 88 Jets im Wert von etwa 15 Milliarden Dollar beworben.