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Der Kurs der Commerzbank hat sich bereits deutlich aufgehübscht, nun wird auch an anderer Stelle ein Comeback angestrebt

Eigentlich wurden frische Zahlen der Commerzbank erst für den 16. Februar erwartet. Das Geldhaus hat jetzt aber schon einmal vorgelegt und die Ergebnisse für 2022 vorab angekündigt. Das dürfte sehr wahrscheinlich nicht ohne Grund geschehen sein. Medienberichten wird wohl eine Rückkehr in den DAX angestrebt.

Eine Entscheidung darüber, wer den Platz von Linde im DAX einnehmen wird, steht bereits am 17. Februar an. Im Vorfeld positioniert sich die Commerzbank CBK schon einmal und ließ nun verlauten, dass im vergangenen Jahr ein Ebitda von stattlichen 3,37 Milliarden Euro erzielt werden konnte. Das ist wichtig für den angepeilten Indexwechsel, da es für den DAX-Aufstieg einige Anforderungen gibt.

Unter anderem muss ein Unternehmen zwei Jahre in folge Gewinne erwirtschaftet haben, was die Commerzbank mit den nun etwas früher bekanntgegebenen Zahlen erfüllt hat. Garantiert ist der Aufstieg in die erste Börsenliga damit zwar noch nicht. Nachdem der Aktienkurs sich in den letzten Monaten deutlich verbessert hat, dürfte das Frankfurter Geldhaus aber ein ernsthaftet Kandidat sein.

Die Commerzbank zeigt sich fester

Die Commerzbank zählt zu den wenigen Profiteuren der steigenden Zinsen. Da das Institut sich in den letzten Jahren auf das Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden schwer fokussiert hat, schlagen sich jene noch mehr nieder als bei vielen Konkurrenten. Für 2023 ist der Konzern auf dem besten Wege, die besten Zahlen seit Langem zu schreiben.

In die Hände spielt der Commerzbank dabei auch, dass die Angst vor der Rezession zuletzt wieder nachgelassen hat. Das Bundeswirtschaftsministerium stellte kürzlich sogar ein kleines Wachstum für das Gesamtjahr in Aussicht. Sollten diese Prognosen zutreffend sein, würde sich die Wahrscheinlichkeit von Kreditausfällen und dergleichen mehr verringern und die Aussichten für die Commerzbank fallen umso besser aus.

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01.02.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler