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Bei Kreuzfahrten von TUI entdecken Passagiere neue, alte Sehenswürdigkeiten

Die Kreuzfahrtbranche treibt immer mal wieder ihre ganz eigenen Blüten, was ein Beispiel von TUI dieser Tage mal wieder belegt. Passagiere der „Mein Schiff 5“ haben eine Sehenswürdigkeit für sich entdeckt, die noch vor nicht allzu langer Zeit wohl kaum jemanden hinter dem Ofen hervorgelockt hätte.

Wie das Boulevardblatt „tz“ berichtet, sind wohl Passagiere in Mengen auf Deck geströmt, als das Schiff von TUI (DE000TUAG000) den Suezkanal passierte, welcher schon seit 1869 das Rote Meer und das Mittelmeer verbindet. Wahrscheinlich ist das an sich schon ein spektakulärer Anblick, das vermag ich aufgrund mangelnder eigener Erfahrung nicht zu beurteilen. Doch interessant dürfte das Ganze vor allem aus historischen Gründen sein.

Bekanntlich stellte sich hier im vergangenen Jahr das Containerschiff „Ever Given“ quer und blockierte die Durchfahrt durch den Kanal für fast eine ganze Woche, mit massiven Auswirkungen auf die weltweiten Lieferketten, welche durch Corona ohnehin schon schwer angeschlagen waren. Für TUI ergibt sich daraus eine neue Sehenswürdigkeit. Ob das in Zukunft auch aktiv vermarktet wird, darf aber wohl eher bezweifelt werden.

Weitaus weniger begeistert als die Reisegäste zeigten sich zuletzt auch die Anleger, welche die TUI-Aktie gestern um 2,2 Prozent in die Tiefe schickten. Einen konkreten Grund für solche Abwertungen gab es nicht, doch das Verlieren der Marke von 1,70 Euro ist ein kleiner Rückschlag in der jüngsten Erholungswelle.

Munteres Spekulieren um die TUI-Aktie

Wie gehabt steht und fällt die TUI-Aktie damit, wie es mit den Reisegeschäften im kommenden Jahr weitergehen wird. Vorhersehen lässt sich das aktuell leider kaum, da sowohl Inflation als auch Konsumlaune eine entscheidende Rolle spielen. Das Unternehmen selbst gibt sich schon seit Monaten optimistisch, doch es gelingt nicht immer, dieses Sentiment auch auf die Anleger zu übertragen. Gleichwohl sei an dieser Stelle erwähnt, dass die TUI-Aktie sich in den letzten zwei Monaten um fast 40 Prozent verbessern konnte, was immerhin ein guter Anfang auf dem Weg zu einer nachhaltigen Erholung ist.

30.11.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Der original Artikel wurde auf NTG24 veröffentlicht