Wann beendet die FED ihren restriktiven Kurs? Die folgende Grafik zeigt den US-Interest-Rate (USINTR)
Der nächste Zinsentscheid ist bereits in 11 Tagen am 21. September. Nach der letzten Rede von J. Powell ist die Wahrscheinlichkeit für eine 0,75%-Erhöhung auf 88% angestiegen. Unter Investoren sollte dies eher eine negative Nachricht sein, da ein zu straffer Kurs seitens der FED die Wirtschaft in eine Rezession schicken könnte. Die Märkte sind jedoch nicht gefallen, was man hätte erwarten können, sondern sind gestiegen! Der SPX kletterte hoch bis zu einem starken Widerstand bei 4075 Punkten und beendete die Woche mit einem Plus von 3,65%.
Wie es aussieht nimmt der Markt die Aussagen von J. Powell nicht mehr ernst und erwartet eine überraschende 0,5% Zinsanhebung. Hierfür werden die Verbraucherpreisdaten für die nächste Woche entscheidend sein. Betrachtet man die Preise im verarbeitenden Gewerbe, so haben diese im August sogar die Breakeven Line von 52,6% durchbrochen und gehen in die Schrumpfung über.
Ebenso kann man einen Blick auf die Rohstoffpreise werfen, betrachten wir hierzu den Thomson Reuters/Corecommodity CRB Index (TRJEFFCRB). Dieser formt bereits die 2. Rote Quartalskerze hintereinander und ist vom letzten Hoch gute 15% entfernt.
Man kann also erwarten, dass die Inflation zurückgehen wird. Sollte sie sogar unter der Prognose liegen wovon ich ausgehe, ist das ein gutes Zeichen für die überraschende 0,5% Zinsanhebung. Des weiteren stellt sich auch die Frage ob wir beim nächsten Zinsentscheid vorerst eine letzte Zinserhöhung sehen werden? Die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt sind extrem gravierend, die Nachfrage nach Häusern ist aufgrund der hohen Bauzinsen stark gesunden.
Auch Baugenehmigungen werden langsam weniger, was in der Vergangenheit oft als Vorlaufbote für eine Rezession galt.
Betrachten wir auch Anleihen mit einer Laufzeit von 20+ Jahren (den TLT-ETF), so ist dieser extremst überverkauft und bildet bereits bullishe Divergenzen (siehe ROC). Zu erwarten ist eine baldige Ralley nach oben. Die Zinsen dieser Anleihen sollten somit fallen.
In der nächsten Grafik seht ihr die 3 monatigen Staatsanleihen (blau) gegenüber dem Leitzins (weiß)
Aufällig ist die immer weiter sinkende jährliche Änderungsrate der 3-monatigen Staatsanleihen was historisch gesehen ein baldiges Ende des Zinserhöhungszyklus bedeutete.
Beispiel Zinserhöhungszyklus 2015-2019:
Abschließend bin ich der Meinung, dass beim nächsten Zinsentscheid die zwölfprozentige Wahrscheinlichkeit eintritt und die Zinsen um lediglich 0,5% angehoben werden. Dies wird für eine Überraschung am Markt sorgen, da der Markt immer noch zu viele Zinserhöhungen einpreist was in der nächsten Grafik zu erkennen ist:
Wichtig für die 0,5% Zinserhöhung sind die Verbraucherpreisdaten der nächsten Woche. Des weiteren könnte die nächste Zinserhöhung vorerst die letzte sein, da sich der Immobilienmarkt immer mehr abkühlt und der starke Dollar viele Probleme mit sich bringt. Einerseits werden für die USA Importe billiger, da die Inflation ins Ausland exportiert wird. Andererseits sinkt der Export, da Waren aus der USA zu teuer werden. Gleichzeitig müssen andere Zentralbanken ihre Zinssätze ebenfalls anheben, damit die Währung gegenüber dem Dollar nicht zu stark abwertet, wodurch auch hier wieder ein Teil der Inflation zurück in die USA exportiert wird. Dies führt zu einer gravierenden Zinsspirale, die großen Schaden am Welt-BIP anrichten kann. Ergänzend haben wir meiner Meinung nach auch keine so starke Wirtschaft mehr wie viele behaupten. Betrachten wir hierzu abschließend einen gewichteten Durchschnitt des verarbeitenden Gewerbes sowie Dienstleistungssektors, welcher ein Vorlaufindikator für das BIP darstellt.
Ökonomie
SP500 - Korrektur beendetDer SP500 hat seit dem Hoch in 2021 ca. 25% verloren.
Die Inflationsrate in den USA steigt auf über 9%. Die FED wird demnächst die Zinsen erhöhen.
Die Zinskurve (2-10 Jahre) ist invers, was auf eine Rezession hindeutet.
Evtl. ist die Rezession bereits da, zeigt sich aber erst in den kommenden Wochen in den konkreten Zahlen.
Alles in allem keine guten Voraussetzungen für steigende Kurse.
Aber an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Sind die schlechten Nachrichten bzw. Aussichten schon in den Kursen verarbeitet?
Dann könnte aktuell ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg sein.
Allerdings ist mit Blick auf die Saisonalität der Sommer kein guter Zeitpunkt um längerfristig zu investieren.
Es könnte noch ein stürmischer Herbst auf uns warten.
Das Dilemma der Notenbank: Bank of Japan Part3Es sollte im Chart unten links natürlich "Leitzins" und nicht "Zeitzins" heißen.
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Hier der letzte Teil meiner kleinen Serie.
Am Markt tut sich einiges und es ist hochspannend.
Die ganze Welt hat ein Inflationsproblem. Bis auf Japan.
Die ganze Welt hebt die Zinsen an oder denkt zumindest darüber nach. Bis auf Japan.
Die ganze Welt erlebt steigende Anleiherenditen. Bis auf Japan.
Inflation ist im letzten Winkel der Erde angekommen und jeder merkt es.
Die 2,5% Inflation in Japan sehen fast zu schön aus um wahr zu sein.
Die Preise für Grundnahrungsmittel wie z.B. Reis, Soja, Kartoffeln usw. werden staatlich subventioniert.
Es gibt weitreichende Subventionszahlungen für Energie und für Konsumgüter wie z.B. die Automobilindustrie.
Die Inflation bleibt niedrig, wird aber sehr teuer erkauft.
Im Rest der Welt steigt die Inflation und mit ihr die Anleiherenditen.
Da auf der ganzen Welt die Anleiherenditen steigen, außer eben in Japan, sind japanische Anleihen für Investoren zunehmend uninteressant.
Dadurch werden deutllich weniger YEN nachgefragt und japanische Anleihen müssen im großen Stil von der Bank of Japan aufgekauft werden.
Es heißt, dass die BoJ bereits die Hälfte aller ausstehenden Staatanleihen selbst hält. Ein unfassbar hoher Wert.
Als Folge davon sinkt der YEN gegenüber allen relevanten Währungen.
Um den Verfall der eigenen Währung einigermaßen zu stoppen, wären Zinsanhebungen ein konsequenter Schritt.
Die Antwort kennen die meisten wahrscheinlich schon. Die japanische Notenbank ist ein Gefangener ihrer eigenen Politik.
Zinserhöhungen sind wegen des extremen Verschuldungsgrads des Landes von 260% des BIP grundsätzlich sehr schwierig.
Praktische Erkenntnis bzw. praktischer Nutzen für Trader oder Investoren aus diesem Dilemma:
Der YEN hat ein nachhaltiges Problem und bleibt sehr fragil, solange die Anleiherenditen im Rest der Welt hoch bleiben oder sogar weiter steigen.
Tendeinziell also eher YEN Short. YEN Long will gut überlegt sein.
(Für einzelne exportlastige Unternehmen kann der schwache YEN aber auch ein Vorteil sein, denn ihre Waren werden dann im Ausland günstiger.
Stock Picking Japan ist aber nicht mein Fokus.)
Die alte Weisheit aus der SteinzeitZuerst kommt das Fressen, dann das Wohnen und...dann erst alles andere.
Mortgage-Rate hat sich verdoppelt.
Lebensmittelpreise haussieren.
Benzinpreise sind hoch.
Die Umsätze vieler Firmen werden schrumpfen, so siehts aus!
Geht gar nicht anders.
Oder gleichen die Lohnerhöhungen alles aus?
Die Lebenserfahrungen von Milliarden Menschen sehen anders aus.
1973 Vergleich:
FremdwährungsreservenPrinzipiell:
- Sie sind sind tendenziell gut für das Land bzw. für die Währung des Landes das sie hat.
- Länder mit einer positiven Handelsbilanz (zb Japan) haben tendenziell mehr.
- Länder mit einer negativen Handelsbilanz (zb USA) haben eher weniger.
- Hängt indirekt über die Handelsbilanz mit Auslandsschulden zusammen (invers).
Dies ist keine Anlageempfehlung.
Buffett-IndikatorDer Buffett-Indikator gibt an, ob ein Aktienmarkt überbewertet ist.
Er wird berechnet, indem die Marktkapitalisierung aller öffentlich gehandelten Aktien eines Landes durch dessen Bruttoinlandsprodukt (=Wirtschaftsleistung) geteilt wird.
Liegt der Wert deutlich über 1, ist von einer Überbewertung auszugehen. Denn warum sollten die Aktien eines Landes auch substantiell mehr wert sein als dessen Wirtschaftsleistung, die sie ja gewissermaßen repräsentieren?
Im Chart seht ihr den Aktienmarkt der USA gegen deren BIP (englisch: GDP) geplottet. Aktuell liegt der Wert deutlich über 1. Die roten senkrechten Linien markieren die letzten Crashs. Beachtet, wie der Buffett-Indikator sich dort jeweils verändert hat. Was ist für den aktuellen Markt laut Buffett-Indikator zu erwarten?
Dies ist keine Anlageempfehlung.
Handelsgewichteter USD-Index | Limit?Der handelsgewichtete US-Dollar Index scheint mir sehr interessant zu sein und den kürzlich betrachteten US-Dollar Index schön zu ergänzen. Leider sehen wir in diesem Fall nicht genauso weit zurück. Wer mehr erfahren will, siehe z.B. hier:
en.wikipedia.org
Hier ein paar wichtige Punkte:
"Der Trade Weighted US Dollar Index der US-Notenbank, auch bekannt als „The Broad Index“, gewichtet die einzelnen Länder oder Währungsräume mit einer Kombination aus drei verschiedenen bilateralen Gewichten. Dazu gehören die Einfuhren, die Ausfuhren und die Drittmarktgeschäfte. Die Verknüpfung dieser drei Teilgebiete bildet die Gewichtung des Trade Weighted US Dollar Index.
Der Index der FED misst im Vergleich zum U.S. Dollar Index viel akkurater den Wert des US-Dollars, da die Gewichtung der FED die Wettbewerbsfähigkeit US-amerikanischer Güter im Vergleich zu anderen Ländern und Handelspartnern stellt."
Ich gehe davon aus, das hier bereits eine Trendwende im Frühjahr 2020 erfolgte. Derzeit sehe ich einen Rücklauf innerhalb der Korrektur als B-Welle, die vollständig bzw. fast vollständig abgeschlossen scheint. Somit stehen wir am Beginn einer weiteren Abwärtsbewegung als C-Welle.
Im Chart sind mögliche mittelfristige Anlaufzonen dargestellt.
Hated assets 5: RusslandDas GDP-Wachstum zuletzt sieht nicht gut aus, ebensowenig der Anstieg der Inflation. Der Krieg wird beides nicht besser machen.
Die restlichen Kennzahlen hingegen sehen gut aus, insbesondere die gute Staatsverschuldungsquote, die Russland viel Handlungsspielraum lässt.
Russland wirtschaftete in den letzten Jahren finanziell nachhaltig (positives Haushaltssaldo). Basis hierfür waren vor allem die Rohstoff-Exporte (positive Handelsbilanz).
Das aktuelle Marktumfeld könnte Chancen bieten, z.b. durch in primär in London notierte Rohstofferzeuger.
Wem dieser Artikel gefällt s. meine anderen Artikel zu hated assets.
Dies ist keine Anlageempfehlung.
Handelsbilanz im internat. Vgl.Handelsbilanz/GDP der größten Volkswirtschaften im Vergleich.
Nur die der USA ist beständig negativ. Noch ist dies durch den Status des USD als Leitwährung nur implizit als Problem (Verschuldung USA) spürbar.
Zur Bedeutung der Handelsbilanz für Währungen s. unten verlinkter Artikel
Dies ist keine Anlageempfehlung.
Staatsschuldenquote im int. Vgl.Staatsschulden gemessen am jeweiligen GDP im intern. Vergleich.
Die Extreme sind Japan am oberen Ende und Russland am unteren.
Interessant auch: Die etablierten Mächte sind stärker verschuldet als die Herausforderer.
Wer ist besser auf steigende Zinsen vorbereitet im Bezug auf die Staatsverschuldungsquote?
Dies ist keine Anlageempfehlung.
Wilshire 5000 | Falling down....Schöne Analyse des Dilemmas der USA von paufel, siehe Link zu verwandten Ideen...
Ich beobachte parallel bereits den bei paufel aufgeführten Index, der sehr schön strukturierte Wellen hat - aufgrund seiner hohen Marktkapitalisierung und der enormen Bandbreite von über 5000 Aktien, die in den USA ihre Heimatbörse haben. Dieser reicht zurück bis in die 70er Jahre. Wer die Elliott-Wellen schätzt, weiß, dass dies eine gute Voraussetzung für besser lesbare Wellen ist.
Goldreserven im internationalen Vgl.Im Chart zu sehen ist die prozentuale Entwicklung der Goldreserven von Russland, China, Indien, Deutschland, Japan und den USA seit 2001.
Auffallend ist, dass vor allem die den Westen herausfordernden Länder Russland und China in den letzten Jahren ihre Goldreserven deutlich aufgestockt haben.
Möglicherweise zeichnet sich hier indirekt ein nahender Konflikt um die vorherrschende Leitwährung ab. Länder wie China und Russland (s. auch Folgen des Ukraine-Kriegs, Link unten) könnten die Vorherrschaft des Petrodollars herausfordern.
Dies ist keine Anlageempfehlung.
Den zukünftigen Konjunkturverlauf frühzeitig erkennen? So geht'sAuf euren Wunsch hin habe ich mir heute vorgenommen einen kleinen Ausbildungsartikel zu den ISM-Indexen zu veröffentlichen. Ich möchte hier jedoch nicht zu stark in die Tiefe gehen, da eine intensive Analyse verschiedenster ISM-Reports einen zu großen Zeitaufwand benötigt, welchen die meisten Leser womöglich gar nicht haben. Sollte ich mich hier täuschen und jemand möchte diese Zeit investieren um eine komplette Sicht über die (Welt)-Wirtschaft zu bekommen, kann mich diese Person gerne anschreiben. Aber selbst wenn man sich nicht intensiv in die Reports einliest oder sich auf die zwei unteren fokussiert, bekommt man eine sehr gute Sicht über den Markt und den weiteren Verlauf der Konjunktur.
Im folgenden Chart sieht man die zwei wichtigsten ISM-Indexe. Den Manufacturing PMI (MAN_PMI) in Rot und den Services PMI (USNMPMI) in Blau. Diese Indexe haben Werte von 0-100. Werte über 50 gelten als positiv und Werte unter 50 als negativ. Die Werte setzen sich aus monatlichen Umfragen von mehreren Unternehmen zu den Geschäftsfelder Auftragseingang, Produktion, Beschäftung, Lieferzeiten,etc. zusammen. Nähere Informationen findet ihr in den Reports oder auf der Website (Link dazu steht weiter unten).
Die Reports der ISM-Indexe finedet ihr auf der folgenden Website:
www.ismworld.org
Was vielleicht auch sehr spannend ist, ist der US Composite PMI. Dieser besteht zu 60% aus dem Verarbeitenden Gewerbe (MAN_PMI) und zu 40% aus dem Dienstleistungssektor (USNMPMI).
Die Daten dazu findet ihr bei Trading Economics: tradingeconomics.com
Von diesem Index gibt es ebenfalls wieder einen Report, aber wie ich es schon oben angesprochen habe reicht es völlig aus, sich auf die oberen 2 Reports zu fokussieren. Was euch das bringt seht ihr in dem folgendem Chart:
Nur SPX und MAN_PMI:
Mit USNMPMI
Hoch- oder Tiefpunkte im SPX wurden durch die PMI's oft schon Monate vorher angekündigt und sorgen somit für einen gewissen Marktvorteil. Wie ihr sie nutzt oder wie tief ihr in die Analyse einsteigt ist euch überlassen, für mich spielen die ISM-Indexe eine sehr große Rolle. Wichtig ist auch, dass man versteht wieso der Index steigt/fällt oder welche Komponenten gerade den Index runterziehen. Die Daten dazu findet ihr in den Reports. Der nächste Manufacturing PMI kommt übrigens am 02.05.2022
Kalender: www.ismworld.org
Abschließend hoffe ich, dass euch diese kurze Erklärung etwas gebracht hat. Schreibt eure Fragen gerne wieder in die Kommentare. Was haltet ihr von solchen Ausbildungsartikeln? Wollt ihr zukünftig mehr davon?
UAusbildung
Geldmenge M2 vs Sp500Langfristig wächst die Geldmenge M2 kontinuierlich an.
Das sieht schon ziemlich nach exponentiellem Wachstum aus. (Corona lässt grüssen)
Und mit dem Auftreten der Corona-Pandemie hat sich dieses Wachstum noch beschleunigt.
Der SP500 läuft mit dem Wachstum der M2-Geldmenge langfristig mit.
Es gibt zwar phasenweise, das können auch mal 5-10 Jahre sein, gibt es größere Abweichungen nach oben und nach unten.
Der Sp500 ist die letzten Jahre stärker gewachsen als die Geldmenge.
Die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur nach unten bzw. einer Seitwärtsbewegung wächst daher.
Es wird hier ein langer Zeitraum betrachtet, kurz- oder mittelfristig kann das anders aussehen.
Den Rücksetzer nutzen und in Schwellenländer/China einsteigen? Der iShares MSCI China ETF (MCHI) ist jetzt seit dem Hoch im Februar 2021 um über 50% gefallen, somit scheint es für Anleger doch ziemlich attraktiv einzusteigen. Der Abverkauf kam zustande, da China wieder von einer neuen Corona-Welle betroffen ist und starke Lockdowns durchsetzte. Die chinesische Zentralbank weigerte sich jedoch die Zinsen zu senken um die Wirtschaft zu untersützen. Der momentane Zinssatz für einjährige Kredite liegt bei 3,7%. Trotzdem gibt es positive Nachrichten: Zumindest wurde die Mindestreserve, die die Banken halten müssen, verringert. Somit können Banken mehr Kredite vergeben. Der 1.Chart zeigt im unteren Abschnitt die chinesische Geldmengenveränderung (M1, YoY), welche wieder auf ein Niveau von 4,7% im März ansteigen konnte. Der Chart wird oft als Vorlaufindikator für die Chinesische Wirtschaft benutzt und könnte daher für eine Trendumkehr beim MCHI-ETF und der Baidu Aktie führen. Die Korrelation sollte im 1.Chart gut zu sehen sein. Diese ist auch nur logisch, da die Geldmenge M1 für den Bargeldumlauf plus Sichtguthaben von Nichtbanken bei Kreditinstituten steht. Wenn also der Bargeldumlauf steigt, wird auch mehr konsumiert/investiert und somit die Wirtschaft gestärkt.
1. Chart:
Der 2. und 3.Chart zeigt meine Chartanalyse der Baidu-Aktie und des MCHI-ETFs.
2.Chart: Langfristig:
Mittelfristig:
Erklärung: Bullishe Divergenzen im MacD und RSI, und am Tiefpunkt war das Volumen erhöht und der Stochastik stark überverkauft. Somit kann man auf einen möglichen langfrsitigen Boden schließen.
3.Chart:
Erklärung: Am Tiefpunkt hatten wir erhöhtes Volumen, der MacD zeigt starke bullishe Divergenzen und der RSI/Stochastic waren beide extrem Überverkauft. Somit kann man von einem möglichen langfristigen Boden ausgehen.
Im 4. Chart möchte ich euch meine Analyse zum allgemeinen Schwellenländer-ETF EEM zeigen:
4.Chart: Langfristig:
Kurzfristig:
Erklärung: Im langfristigen Chart konnten wir viele 1,2-Setups bilden, welche extrem bullish sind. Auf kurzfristiger Sicht haben wir am letzten Tiefpunkt erhöhtes Volumen, einen überverkauften RSI/Stochastic und auch bullishe Divergenzen im MacD. Somit kann man auch hier von einem langfristigen Boden ausgehen.
Ob die Böden in der Baidu-Aktie, dem MCHI-ETF und dem EEM-ETF halten wird der DXY entscheiden. Hierzu habe ich euch in meinem 5.Chart die Korrelation und im 6.Chart eine Chart-Analyse vom DXY erstellt.
5.Chart:
6. Chart: Mittelfristig:
Langfristig:
Erklärung: Mittelfristig sowie langfristig haben wir bärishe Divergenzen im RSI und MacD, ebenso sind RSI und Stochastik im stark überkauften Bereich! Somit könnten wir kurz vor einem Hoch sein. Das alte Hoch bei 103$ darf nicht gebrochen werden!
Abschließend möchte ich euch noch auf die 2-jährigen US-Staatsanleihen aufmerksam machen, welche dabei sind einen 22-jährigen Abwärtstrend zu brechen (siehe Chart 7).
7.Chart:
Und nicht nur die 2-jährigen Staatsanleihen geraden außer Kontrolle, ebenso die 10j. und 30j. Staatsanleihen. Somit erscheint es mir nur logisch, dass die FED bald handeln muss! Sehen wir ähnliches wie in Japan? Kommt es womöglich zu massiven Anleihenaufkäufen und somit zur Zinsfestsetzung? Ich weiß es ist weit hergeholt und man redet noch nicht darüber, aber irgendwas muss die FED machen. Sollte eine Zinsfestsetzung oder etwas ähnliches kommen wäre dies extrem bärish für den DXY.
Alles in allem muss man die nächsten Wochen abwarten was passieren wird. Meiner Meinung nach wird es in der nächsten Woche sehr spannend und uns werden viele Headlines erwarten. Viele Kurse werden sich entscheiden ob es nun hoch oder runter geht. Sollte das momentane Tief des EEM-ETF, des MCHI-ETFs oder der Baidu-Aktie gebrochen werden, muss man sich auf tiefere Kurse einstellen, trotzdem kommt man zur Zeit sehr billig in den Markt und ich persönlich bin in den nächsten Jahren sehr bullish auf Schwellenländer gestimmt und sehe dort viel Potenzial. Ich hoffe euch hat meine Idee gefallen, Fragen bitte in die Kommentare.
Rückzieher der FED! Werden die Zinsen (schneller) erhöht?Die FED möchte dieses Jahr noch einige Zinserhöhungen durchführen, welche der Markt auch schon größtenteils eingebriesen hat. Es stellt sich nun eine wichtige Frage: kann die FED in einer schwachen Wirtschaft Zinsen erhöhen?
1. Chart:
Im 1. Chart sieht man in blau die US-Wirtschaft und in Orange die Zinsen. Normalerweise werden Zinsen gesenkt, wenn die US-Wirtschaft in einen Abschwung übergeht um die Wirtschaft zu unterstützen und erhöht, wenn die Wirtschaft boomt. Daher gibt es auch eine gut erkennbare Korrelation. Zur Zeit sehen wir jedoch das genaue Gegenteil: die US-Wirtschaft (blaue Linie) sinkt, während die Zinsen weiter steigen. Diese aktuelle Situation zeigt starke parallelen zum Juni 2004 bis zur Finanzkrise 2008/2009: Dort ging die US-Wirtschaft ebenfalls immer weiter runter, während die Zinsen erhöht wurden. Das Ergebnis war, dass die US-Wirtschaft eingebrochen ist und die Zinsen gesenkt werden mussten. Das die US-Wirtschaft durch restriktive Zentralbankenpolitik einbricht ist diesmal ebenfalls gut möglich. Möchte die FED solch eine Rezession wirklich riskieren? Einerseits ja, weil die FED unter enormen Druck durch Politik und Medien steht und weil die Angst vor einer zu hohen Inflation weiter ansteigt. Zusätzlich ist es nahezu unmöglich einen Rückzieher zu machen. Im Gegenteil, J.Powell hat sogar angekündigt: "Falls es nötig ist, wird man die Zinsen in einer Sitzung gleich um 0,5 - 0,75 Punkte anheben". Somit kann man abschließend sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in naher Zukunft stark erhöht ist. Ebenso möchte ich hier anmerken, dass es immer noch erhebliche Lieferkettenprobleme gibt und die Konsumlaune in der USA niedriger wie beim Covid-Tief ist (siehe Chart 2).
2. Chart: s3.tradingview.com
Eine Verschlechterung der pandemischen Lage, eine Verschärfung des Russland/Ukraine Krieges, Lieferkettenzusammenbrüche oder andere unerwartete Ereignisse, welche der FED eine Erklärung geben nichtmehr restriktiv gegen die Inflation vorgehen zu müssen, könnten eine stärkere Zinswende verhindern. In diesem Fall würden die Zinsen fallen, was auch zu meinem 3. Chart gut passen würde.
3.Chart: s3.tradingview.com
Fallende Zinsen korrelieren wiederum positiv mit Silber, was im nächsten Chart deutlich wird.
4.Chart: s3.tradingview.com
Hierbei möchte ich auch folgendes anmerken: Wenn die FED bekannt geben würde, dass spezielle Entwicklungen von Ereignissen (siehe oben) eine restriktive Zentralbankenpolitik zur Bekämpfung der Inflation unmöglich machen. Würde das eine enorme Nachfrage nach Edelmetallen auslösen, weil klar wird, dass man das langfristige Inflationsziel von 2% nicht einhalten kann und Bargeld auf dem Konto schnell an Kaufkraft verliert.
Passend hierzu habe ich einen bullishen EW-Count für Silber und Gold gefunden. Fragen dazu beantworte ich gerne in den Kommentaren.
Silber: s3.tradingview.com
Gold: s3.tradingview.com
Ob nun dieser bullishe Count zutrifft ist schwer zu sagen, meine bärishe Silber-Idee ist ebenfalls verlinkt. Ausschlaggebend werden vor allem die oben genannten Ereignisse sein sowie das weitere Vorgehen der FED.
M
Euro shortDer Chart veranschaulicht, dass EU-Geldmenge und -Schulden ansteigen, während die Wirtschaftsleistung (GDP) dies nicht entsprechend tut. Gleichzeitig bleiben die Zinsen weiter niedrig, so dass der Geldmengenausweitung (im Vgl zum GDP) kein Einhalt geboten wird.
Meine These ist, dass dies den Euro weiter abwerteten lässt und Inflation begünstigt.
Hintergrund ist, dass Geldmenge und Schulden eigentlich im Einklang mit dem GDP wachsen sollten. Dies sollte über den Leitzins reguliert werden. Die EZB hält jedoch leider still, kein Wunder, können sich doch viele hochverschuldeten EU Mitgliedsstaaten keine Zinserhöhungen leisten.
Dies ist keine Anlageempfehlung.
Frage: Kennt sich jemand mit Schweizer Anleihen aus, am besten Inflation-linked? Gerne ggfs dazu einen Kommentar oder eine Nachricht an mich schreiben.
Der LKW-Indikator: Sicherheitsgurt anschnallen!Danke an meinen Freund Jay, dass er mich auf diesen Indikator aufmerksam gemacht hat. Der Heavy Truck Index ist eine Datenreihe, die die Anzahl der neu zugelassenen schweren Lkw in den Vereinigten Staaten erfasst. Er wird durch die blaue Linie auf dem oberen Chart dargestellt, während der S&P 500 ( SP:SPX ) durch die orangene Linie symbolisiert wird. In rot: der 18-monatige exponentielle Durchschnitt des Heavy Truck Index . In den letzten 25 Jahren war dieser Index ein zuverlässiger konjunktureller Indikator und eine klare Kreuzung unter den 18-monatigen exponentiellen Durchschnitt war von einem Einbruch der Märkte gefolgt. Bereits im Oktober 2019, also gute 3,5 Monate vor dem Crash von Anfang 2020, lieferte der Indikator ein Signal. Der Index wird zweifelsohne Ende April unter seinem Durchschnitt schließen. Mit anderen Worten: Sicherheitsgurt anschnallen!
Wie dauerhaft ist die Inflation?Fragestellung: In einigen Posts auf Tradingview wird die Frage aufgeworfen, ob die erhöhte Inflation ein vorübergehendes Phänomen ist, das mit dem Ende des Ukraine-Krieges dauerhaft zurückgeht, oder ob sie aufgrund fundamentaler Faktoren permanent zu werden droht.
Chart: Zur Klärung dieser Frage kann obiger Chart herangezogen werden. Ihr seht gelb die Zinskurve der USA, rot die Schulden der USA, orange das GDP (Bruttosozialprodukt) der USA und blau die Geldmenge der USA. Ich habe die USA exemplarisch gewählt, für Europa würde sich aber ein ähnliches Chartbild ergeben. Die drei grauen senkrechten Linien markieren die drei letzten Krisen (Dot.com-Krise 2001 , Finanzkrise 2008 und die Coronakrise zuletzt).
Interpretation: Als Reaktion auf die letzten Krisen wurde jeweils der Leitzins gesenkt, um Geldmittel bereit zu stellen und so das Finanzsystem zu stützen. Dies führte jedoch dazu, dass die Geldmenge in den letzten Jahren immer schneller als die Wirtschaftsleistung (GDP) anzuwachsen begann. Dies ist in meinen Augen ein fundamentaler Treiber der Inflation, denn mehr Geld ohne realen Gegenwert führt zu Geldentwertung.
Kann die Inflation durch Zinserhöhungen, welche bei positivem Realzins eine Verringerung der Geldmenge bewirken, eingefangen werden? Nun, hier kommt die Schuldenlast ins Spiel. Diese ist mittlerweile so exorbitant hoch, dass eine deutliche Zinserhöhung für den Schuldner, die USA, aufgrund der steigen Zinszahlungen sehr sehr teuer würde. Pleiten und echte wirtschaftliche Verwerfungen würden drohen. Die FED befindet sich also in einem Dilemma.
Bottom Line: Ich halte die Inflation für durch die Geldmengenausweitung fundamental getrieben. Um gegenzuwirken müssten die Zinsen stark erhöht werden, dies ist aber aufgrund der hohen Schuldenlast nur zu enormen Kosten möglich. Dies bedeutet persistierende Inflation oder größer als erwartete Zinsschritte mit möglicherweise heftigen Folgen.
Der Zusammenhang von Gold und GeldmengeDer Chart zeigt die Geldmenge M2 der USA, das amerikanische GDP und den Goldpreis bzw dessen prozentuale Veränderung seit den 80ern. Markiert sind Momente in denen sich das Wachstum der Geldmenge vom GDP entkoppelt hat, obwohl das Wachstum tendenziell im Einklang mit dem GDP erfolgen sollte. Man beachte, dass besagte Momente mit der Finanzkrise und der Coronakrise korrespondieren. Grund ist, dass die FED jeweils durch Bilanzausweitung versuchte die Krise zu dämpfen. Interessanterweise ging damit jeweils ein deutlicher Anstieg des Goldpreises einher.
In Momenten der Krise ist Gold natürlich als sicherer Hafen gefragt. Aber ebenfalls ist zu beachten: Eine Geldmengenausweitung ohne reale Basis führt zu Geldentwertung. Wenn man so will, ist der Goldpreis nicht im eigentlichen Sinne gestiegen, sondern der Dollar hat im Vergleich zu Gold (und Assets aller Art) an Kaufkraft verloren.
Wie wird sich Gold in Zukunft entwickeln? Dies hängt m.E. davon ab, wie sich die Geldmenge im Vergleich zum GDP entwickelt. Hierfür entscheidend sind vor allem Wirtschaftswachstum und besonders der Realzins. Wenn es der FED aufgrund der enormen US Schuldenlast nicht gelingt das Zinsniveau über die Inflation zu heben, wäre dies ein Long Gold Szenario.
Dies stellt keine Anlageempfehlung dar.






















