Die verborgene Hand der Politik in der Wirtschaft Moin zusammen, willkommen zu Tag 24.
Ihr seid jetzt über drei Wochen im Bond-Universum. Drei Wochen. Und ehrlich gesagt – ihr seid schon weiter als 99 % aller Retail-Trader, die seit Jahren vor ihren Bildschirmen sitzen und trotzdem nicht wissen, was eine Duration von einer Convexity unterscheidet. Warum? Weil ihr Fundament gebaut habt, während andere Candlesticks geraten haben.
Wir haben die Instrumente. Wir haben die Maschinerie. Wir haben die Mathematik. Wir haben die Trades. Wir haben die Makro-Logik. Wir haben die Grammatik der Kurve
Und trotzdem – wenn ihr heute Morgen ehrlich zu euch selbst seid – schleppen wir eine Annahme mit uns, die so tief in unseren Modellen steckt, dass wir sie nicht mal mehr sehen. Eine Annahme, die so selbstverständlich klingt, dass niemand sie hinterfragt
Die Annahme lautet: Die Zentralbank handelt rational, technokratisch und im Interesse der Gesamtwirtschaft. Und heute gucken wir uns mal an ob das wirklich so ist.
Die Fed senkt oder erhöht, weil die Daten es sagen. Die EZB bekämpft Inflation, weil ihr Mandat es vorschreibt. Die Bank of England reagiert auf Output-Gaps, weil das Lehrbuch es so verlangt. Geldpolitik als saubere, objektive Mathematik – durchgeführt von unbestechlichen Technokraten in grauen Anzügen in grauen Büros.
Lasst mich euch heute etwas sagen, das euer gesamtes Bild von der Fed auf den Kopf stellen wird: Das ist eine Illusion. Eine sehr hartnäckige, sehr bequeme, sehr nützliche Illusion – aber eine Illusion.
In Wahrheit ist Geldpolitik ein politischer Prozess, verpackt in ökonomische Sprache. Jede Fed-Entscheidung, jede EZB-Sitzung, jede BoJ-Ankündigung ist das Produkt eines Spannungsfelds aus Wahlzyklen, Haushaltsdefiziten, Präsidenten, die ihre Wiederwahl sichern wollen, Zentralbankern, die ihren Job behalten wollen, und Institutionen, die um ihre eigene Autonomie kämpfen. Lest das nochmal. Denn das ist der Satz, auf dem dieser ganze Tag aufbaut.
Wer das internalisiert hat, liest FOMC-Statements ganz anders. Wer das sieht, bewertet Central Bank Independence nicht als gegeben, sondern als Variable. Wer das begreift, antizipiert Zinsbewegungen Monate bevor sie passieren – nicht durch ökonomische Modelle, sondern durch das Studium politischer Kalender
Das hier ist ein Kapitel, das kein YouTube-Guru euch beibringt. Kein TikTok-Trader. Weil es unbequem ist. Weil es die saubere, ordentliche Welt der Ökonomie mit der dreckigen, chaotischen Welt der Politik verschmilzt. Aber genau diese Verschmelzung ist die Realität – und wer sie versteht, hat einen Edge, der über Jahrzehnte hält.
Heute lernen wir: Warum Politiker systematisch Anreize haben, die Wirtschaft zu destabilisieren, um wiedergewählt zu werden. Warum Nixon 1972 persönlich 24.760.000 Briefe unterschrieben hat, zwei Wochen vor der Wahl. Warum Haushaltsdefizite am Ende immer Druck auf die Notenpresse erzeugen. Warum die deutsche Hyperinflation von 1923 das ultimative Lehrstück für jede moderne Fiskal-Entgleisung ist – von der Türkei bis Argentinien. Warum selbst ein knallharter konservativer Zentralbanker einen eingebauten Inflations-Bias hat, den er selbst nicht auflösen kann. Und wie all das zusammen in einer einzigen Formel kulminiert, die uns sagt, wo die Zinsen wirklich herkommen.
Schnallt euch an. Tag 24 ist der Moment, an dem ihr aufhört, die Fed als Maschine zu sehen – und anfangt, sie als Schauspieler in einem politischen Theater zu verstehen. Und wenn ihr das Drehbuch lesen könnt, wisst ihr, was als Nächstes auf der Bühne passiert. Wilkommen in Tag 24
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Was Political Economy eigentlich ist – und warum dieser Begriff euch für immer die Augen öffnet
Lasst uns mit dem Begriff selbst anfangen. Political Economy. Politische Ökonomie. Das klingt heute nach trockenem Uni-Seminar, nach zwei Disziplinen, die jemand mutwillig zusammengeklebt hat. Aber die Wahrheit ist: Political Economy ist die ursprüngliche Bezeichnung dessen, was wir heute schlicht „Ökonomie" nennen.
Adam Smith schrieb keine Ökonomie. Er schrieb politische Ökonomie. David Ricardo, John Stuart Mill – alles politische Ökonomen. Erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert begann die Disziplin, sich zu spalten. Ökonomie wurde technischer, mathematischer, modellorientierter. Politik wurde eine separate Wissenschaft.
Der Preis dieser Trennung war hoch. Wir bekamen saubere Modelle – aber wir verloren die Verbindung zur Realität. Die Modelle gingen davon aus, dass Wirtschaftspolitik rational, optimal und im Gemeininteresse gemacht wird. Die Realität zeigte immer wieder: Das ist sie nicht. Also musste die Disziplin das Politische wieder einbauen. Und das Ergebnis heißt heute wieder Political Economy. Aber mit einer etwas anderen Bedeutung als bei Smith.
Die moderne Definition, die ihr euch einrahmen solltet: Political Economy befasst sich mit der Bandbreite politischer Überlegungen, die tatsächliche wirtschaftspolitische Ergebnisse beeinflussen oder einschränken. Der Fokus liegt nicht auf dem Effekt der Politik (das ist klassische Ökonomie), sondern auf der Auswahl der Politik. Warum wird eine bestimmte Maßnahme gewählt, während eine andere – ökonomisch vielleicht bessere – verworfen wird? Wer setzt sich mit welchen Interessen durch? Welche politischen Zwänge engen den Handlungsspielraum der Entscheider ein?
Die Grundprämisse ist brutal ehrlich und für euch als Trader extrem wertvoll
Wirtschaftspolitik ist das Ergebnis eines Entscheidungsprozesses, der widerstreitende Interessen ausbalanciert.
Entweder geht der Konflikt um die Maßnahme selbst – soll die Zentralbank erhöhen oder senken? – oder um die Verteilung der Folgen: Wer profitiert, wer zahlt? Nur dort, wo ein Interessenkonflikt besteht, werden politische Überlegungen überhaupt relevant. Wo alle dasselbe wollen, ist Politik unsichtbar. Wo die Interessen auseinandergehen – und das ist fast immer der Fall – ist Politik der eigentliche Treiber.
Jede Regierung hat zwei Seelen gleichzeitig in ihrer Brust, und diese Seelen streiten permanent miteinander.
Die erste Seele ist die ökonomische. Sie will den Kuchen vergrößern. Ihre Ziele: Wachstum, Beschäftigung, Preisstabilität, Produktivität. Ihre Werkzeuge: Zinsen, Steuern, Staatsausgaben, Regulierung.
Die zweite Seele ist die politische. Sie will den Kuchen verteilen. Ihre Ziele: Umverteilung, Interessenbedienung, ideologische Ausrichtung, Machterhalt. Ihre Zwänge: Wahlen, Umfragen, Koalitionen, Lobbygruppen, Medien.
In stabilen Zeiten stehen diese beiden Seelen im Gleichgewicht. Ein bisschen Wachstum, ein bisschen Umverteilung, alles balanciert. Aber in Stresszeiten – und das ist der Punkt, den ihr als Trader hören müsst – werden politische Ziele mit ökonomischen Werkzeugen verfolgt. Und dann ist die gewählte Wirtschaftspolitik nicht mehr die ökonomisch optimale. Sie ist die politisch notwendige.
Für Fixed-Income-Praktiker ist das der Schlüssel zur gesamten Debt-Market-Dynamik. Politische Faktoren sind nicht irgendein Beiwerk zum ökonomischen Modell. Sie sind entscheidend. Wer nur die Ökonomie liest, liest das halbe Buch.
Hier kommt der Cheatcode, den ihr euch einrahmen solltet. Jede wirtschaftspolitische Entscheidung ist zerlegbar in drei Ebenen.
1. Ebene 1: Was ist ökonomisch optimal? Das ist die Lehrbuch-Antwort, die euch ein Makro-Professor geben würde.
2. Ebene 2: Was ist politisch machbar? Das ist die Antwort eines erfahrenen Washington-Insiders
3. Ebene 3: Was wird tatsächlich gemacht? Das ist der Kompromiss aus Ebene 1 und 2, durchgeknetet durch Wahlkalender, Parteilogik und persönliche Egos
Der Markt preist in normalen Zeiten Ebene 1 und Ebene 2 zusammen ein – die Profis dort wissen um beide Dimensionen. Aber in Ausnahmefällen – wenn die Politik plötzlich eskaliert, eine Wahl näher rückt, ein Zentralbanker gewechselt wird – wird der Markt überrascht. Genau diese Überraschungen sind eure Trades. Wer Ebene 2 früher und präziser liest als der Marktdurchschnitt, verdient systematisch.
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Political Business Cycles – Warum Politiker die Wirtschaft bewusst destabilisieren
Einen Begriff habt ihr auf Tag 22 mal gestreift, und wir müssen ihn heute aufgreifen, weil er das Fundament für alles Folgende ist: der Trade-off zwischen Inflation und Output
Die meisten Ökonomen sind sich einig: Langfristig gibt es diesen Trade-off nicht. Versuche, die Wirtschaft dauerhaft unter die natürliche Arbeitslosenquote zu drücken, erzeugen am Ende nur höhere Inflation – kein zusätzliches Wachstum, keine dauerhaft niedrigere Arbeitslosigkeit. Langfristig ist die Phillips-Kurve vertikal. Langfristig bekommt ihr für mehr Inflation nichts außer Inflation.
Kurzfristig aber – und das ist der Punkt, der alles politisch relevant macht – sieht die Welt anders aus. Expansive Geldpolitik kann vorübergehend die Arbeitslosigkeit senken und das Wachstum ankurbeln. Die Inflation kommt erst mit Verzögerung.
Das heißt konkret: Die Vorteile einer expansiven Politik kommen schnell. Die Kosten kommen später. Es ist wie Klarna buy now pay later.
Stellt euch das aus der Sicht eines amtierenden Politikers vor, der in 12 Monaten zur Wiederwahl steht. Er hat einen Hebel in der Hand. Wenn er ihn zieht, bekommt er in den nächsten 6-12 Monaten steigende Beschäftigung, steigende Löhne, steigende Unternehmensgewinne – also genau das, was die Wähler am Wahltag fühlen werden. Die Inflation, die als Konsequenz kommt? Trifft erst nach der Wahl. Ist dann das Problem des nächsten Quartals. Oder besser: das Problem des politischen Gegners, falls der gewinnen sollte.
Es gibt einen zweiten Anreiz, der das Ganze verstärkt. Expansive Maßnahmen liefern zuerst die schönen Dinge und erst danach den Schmerz der Inflation. Kontraktive Maßnahmen liefern zuerst den Schmerz – steigende Arbeitslosigkeit – und erst später die Inflations-Reduktion. Das erzeugt einen strukturellen Inflations-Bias im politischen System. Politiker geben immer leichter Geld aus, als dass sie Steuern erhöhen. Zentralbanken senken immer leichter, als dass sie erhöhen.
In Demokratien sind Politiker den Wählern über Wahlen rechenschaftspflichtig. Da Wahlzyklen kurz sind – vier Jahre in den USA, maximal fünf im Großteil Europas – muss auch der Zeithorizont der Politiker kurz sein. Wer länger plant als bis zur nächsten Wahl, ist politisch tot, bevor seine Pläne Früchte tragen.
Und – das ist kritisch – die Evidenz, dass Wähler vom Zustand der Wirtschaft beeinflusst werden, ist überwältigend. Fair zeigte 1978 in einer klassischen Studie über die Periode 1916-1976, dass makroökonomische Performance US-Präsidentschafts- und Kongresswahlen stark beeinflusst. Entscheidend dabei: Wähler schauen nicht mehr als ein oder zwei Jahre zurück, wenn sie ökonomische Performance bewerten. Lewis-Beck fand 1988 dieselbe Beziehung in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland. Madsen bestätigte es 1980 für Dänemark, Norwegen und Schweden.
Die Botschaft ist unmissverständlich: Wähler haben ein kurzes Gedächtnis und ein starkes Bauchgefühl. Wie die Wirtschaft 18 Monate vor der Wahl aussah? Interessiert niemanden. Wie sie 6 Monate vor und am Wahltag aussieht? Entscheidet die Wahl. Jeder Politiker kennt diese Regel. Und jeder Politiker, der auch nur annähernd zynisch ist, handelt danach.
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Political Business Cycle Theory
Aus dieser Beobachtung wurde in der Ökonomie die Political Business Cycle Theory (PBC) geboren.
Politiker mit Zugriff auf wirtschaftspolitische Hebel destabilisieren die Wirtschaft bewusst für politischen Gewinn.
Ein gut getimter Stimulus liefert den Politikern den Vorteil einer boomenden Wirtschaft genau vor der Wahl, während die meisten damit verbundenen Inflationskosten erst nach der Wahl kommen. Stimulus timen. Inflation verschleppen. Wiedergewählt werden. Bill.
Ich erzähle euch jetzt eine Geschichte, die so perfide ist, dass ihr die Dynamik nie wieder übersehen werdet.
Die Hauptfigur: US-Präsident Richard Nixon. Der Zeitpunkt: Die Präsidentschaftswahl 1972. 1970 war das US-Staatsbudget ausgeglichen. Null Defizit. Saubere Bilanz.
Dann kam 1971 – ein Jahr vor der Wahl. Nixon trieb das Budget auf 10 Milliarden Dollar Defizit. Social-Security-Zahlungen erhöht. Persönliche Steuerfreibeträge erhöht. Der Investment Tax Credit für Unternehmensinvestitionen wiedereingeführt. Alles bedeutet: Mehr Geld in den Taschen der Wähler, mehr Cashflow bei Firmen, mehr Konsum, mehr Investitionen
1972 ging das Ganze in die nächste Stufe. Das Defizit kletterte auf 12 Milliarden Dollar. Zu Hilfe kam eine 20-prozentige Erhöhung der Social-Security-Zahlungen – ein Renten-Boost, wie es ihn selten gab.
Und jetzt kommt der Teil, bei dem ihr den Atem anhalten werdet. Die Erhöhung wurde nicht mit einer Pressekonferenz angekündigt. Nicht mit einer TV-Ansprache. Sondern in einem persönlichen Brief des Präsidenten an 24.760.000 Empfänger – zwei Wochen vor der Wahl.
Lest das nochmal
24.760.000 Briefe. Vom Präsidenten. Zwei Wochen vor der Wahl
Fast 25 Millionen potenzielle Wähler bekamen, Timing-perfekt, einen Brief mit dem Kopf des Weißen Hauses, in dem stand, dass ihre monatliche Rente massiv steigt. Signiert: Richard Nixon
Das ist Political Business Cycle in seiner reinsten, zynischsten Form. Und Drazen weist in seiner Analyse von 2000 darauf hin, dass die Parallelen zu George W. Bushs Fiskalrekord 30 Jahre später frappierend sind. Wenn ihr 20 Jahre in die Zukunft weiterdenkt, lassen sich solche Muster in fast jeder Demokratie wiederfinden.
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Die empirischen Beweise – härter, als viele Lehrbücher zugeben
Tufte fand 1975 und 1978 starke Evidenz für politische Zyklen in industrialisierten Ländern. Haynes und Stone lieferten 1989 eine besonders rigorose Studie, die einen klaren 4-Jahres-Zyklus im US-Wirtschaftswachstum nachwies
Konkret, und das ist wirklich atemberaubend
1. Das Wirtschaftswachstum erreicht seinen Höhepunkt im Quartal der US-Präsidentschaftswahl.
2. Die Arbeitslosigkeit erreicht ihren Tiefpunkt im Quartal NACH der Wahl.
3. Die Inflation erreicht ihren Höhepunkt fünf Jahre nach dem Wahlquartal.
Lest diese drei Punkte nochmal. Das ist kein Zufall. Das ist ein mathematisch nachweisbarer Zyklus, der sich über Dekaden wiederholt.
Alesina und Kollegen untersuchten 1992 18 OECD-Demokratien über 1960-1993. Der PBC-Effekt auf das Wachstum war nur in einigen Ländern signifikant (Deutschland, Japan, Neuseeland, Großbritannien). Aber der PBC-Effekt auf die Inflation war in ALLEN Ländern weit verbreitet. Besonders stark in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Neuseeland.
Willett argumentierte 1988, dass PBCs ein wichtiger Einfluss – mindestens so bedeutsam wie Angebotsschocks – bei der Inflations-Eskalation in den USA während der 1970er waren
Und hier kommt der Befund, der für Fixed-Income-Trader unmittelbar operativ ist:
Williams fand 1990, dass der 3-Monats-US-Treasury-Bill-Satz teilweise durch einen politischen Zyklus erklärt wird.
Lest das nochmal. Der wichtigste kurzfristige Geldmarktzins der Welt – der Benchmark für Milliarden an Finanzierungen – ist teilweise politisch getrieben, nicht nur ökonomisch
Das ist kein Verschwörungstheorie-Gerede. Das ist akademisch peer-reviewte Realität.
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Die Grenzen der Theorie – und warum sie trotzdem gilt
Ehrlichkeit verlangt, auch die Grenzen zu nennen. Selbst oberflächliche Beobachtung zeigt: Regierungen versuchen nicht bei jeder Wahl, PBCs zu erzeugen. Manche Studien finden negative Ergebnisse.
Frey und Schneider erklärten 1978, dass wir oft „ideologisches" Verhalten sehen, wenn eine Wahl als sicher gilt, und PBC-Verhalten, wenn sie als knapp erwartet wird. Das heißt: Stimulus-Timing ist konditional.
1. Klare Führung in den Umfragen → weniger Anreiz für PBC.
2. Enges Rennen → maximaler PBC-Anreiz.
Wenn Wähler jede Wahl denselben Trick erleben, durchschauen sie ihn irgendwann. Die politischen Gewinne werden neutralisiert. Trotzdem: Die Anreize sind immer da. Nur die Umsetzung variiert. Und das allein ist schon Edge genug.
Ein zusätzlicher Twist: In vielen Ländern haben Wahlen keine festen Daten. Die Regierung kann sie vorziehen. Großbritannien. Japan. Australien.
Wenn das Wahltiming unsicher ist, kippt die Kausalität: Die Regierung manipuliert nicht mehr die Wirtschaft vor der Wahl – sie ruft die Wahl aus, wenn die Wirtschaft gerade gut läuft.
Drazen stellt 2000 fest, dass die empirische Evidenz insgesamt eine solche Kausalität nicht klar stützt. Außer in Japan. Dort ist dieses Verhalten besonders stark dokumentiert wenn ihr also JGBs handelt, habt diese Dimension immer im Kopf.
Und jetzt kommt ein Befund, der euch überraschen wird: Politisch-ökonomische Zyklen treten auch in autoritären Regimen auf. Frey und Schneider dokumentierten das 1978. Selbst ohne Wahlen muss das diktatorische Regime das Risiko, gestürzt zu werden, gegen die wirtschaftliche Lage abwägen.
Keine Regierung ist komplett unabhängig von der Unterstützung der Bevölkerung
Die Lektion für euch: PBC-Dynamiken sind universell. In Demokratien expliziter, in Autokratien subtiler. Aber existent. Wer chinesische, saudische oder türkische Bonds handelt, sollte genauso politische Kalender lesen wie bei US-Treasuries. Nur dass die Kalender anders aussehen – Parteikongresse, Thronwechsel, Regimewechsel.
Was bedeutet das alles operativ für euch?
Was bedeutet das alles operativ für euch? Erstens: Politische Kalender gehören auf euer Dashboard. Nicht nur der FOMC-Kalender, sondern auch Wahlen, Parteikongresse, Misstrauensabstimmungen, Haushaltsdebatten. Zweitens: Erwartet Inflations-Überraschungen nach engen Wahlen. Wenn ein Amtsinhaber vor einer knappen Wahl expansive Politik gefahren hat und gewinnt, kommt die Inflation im Jahr danach. Short lange Bonds in solchen Phasen hat oft funktioniert. Drittens: Achtet auf Regime-Wechsel. Jeder Wechsel von einer fiskalisch konservativen zu einer expansiven Regierung (oder umgekehrt) ist ein struktureller Regime-Shift, der die Yield Curve über Jahre prägt. Viertens: In Japan gilt besondere Vorsicht wegen des endogenen Wahltimings – wenn plötzlich Neuwahlen ausgerufen werden, ist das oft ein Signal, dass die Regierung glaubt, jetzt sei der beste Zeitpunkt. Fünftens: Messt PBC-Anreize – enge Umfragen + Wahl in 12 Monaten + fiskalischer Spielraum = hohes PBC-Risiko. Breite Umfragen + keine baldigen Wahlen + angespannte Fiskallage = niedriges PBC-Risiko.
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Warum Fiskal- und Geldpolitik sich permanent im Tauziehen befinden
Bisher haben wir die Regierung als eine einzige Einheit behandelt. Das müssen wir jetzt aufgeben
In modernen Volkswirtschaften werden Fiskal- und Geldpolitik von zwei getrennten Autoritäten gemacht. Das Finanzministerium (Treasury) macht Fiskalpolitik: Steuern, Ausgaben, Schuldenausgabe. Die Zentralbank macht Geldpolitik: Zinsen, Geldmenge, Bilanz.
Aber – und hier beginnt der Ärger – getrennt heißt nicht unabhängig
Das Finanzministerium will tendenziell niedrige Zinsen – weil sie die Staatsverschuldung verbilligen und politisch populär sind. Die Zentralbank will tendenziell das machen, was ökonomisch angemessen ist. Wenn beide übereinstimmen, ist Frieden. Wenn sie kollidieren, entstehen Konflikte – oft hinter verschlossenen Türen, manchmal öffentlich sichtbar.
Erinnert euch an die Trump-Jahre, als der damalige Präsident öffentlich Fed-Chairman Powell attackierte. Erinnert euch an Erdogans jahrelange Einflussnahme auf die türkische Zentralbank. Erinnert euch an das historische Tauziehen zwischen Treasury und Fed in den 1940er/50er Jahren, das erst mit dem Treasury-Fed-Accord von 1951 endete – dem Moment, in dem die Fed formal ihre Unabhängigkeit zurückbekam.
Das sind keine Randphänomene. Das ist die strukturelle Realität hinter jeder Zinsentscheidung der Welt.
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Die zentrale Gleichung
Jetzt kommt eine der tiefsten Gleichungen der gesamten Makro-Ökonomie. Ich will, dass ihr sie nicht nur versteht, sondern sie innerlich fühlt.
Thomas Sargent und Neil Wallace – beide spätere Nobelpreisträger – veröffentlichten 1981 eine Analyse, die bis heute die Grundlage jeder seriösen Diskussion über Defizite und Geldpolitik bildet
Die Logik seht ihr auf dem screen das ist die Matheformel
Regierungsausgaben G in einer Periode sind begrenzt auf das, was durch drei Kanäle finanzierbar ist:
1. Steuern T
2. Neue Schulden D
3. Geld Drucken M
Wenn die Regierung früher Schulden aufgenommen hat, kommen Bedienungskosten dazu D Umgestellt ergibt das die zentrale Gleichung die ihr sehen könnt Gleichung der politischen Ökonomie der Fiskalpolitik
In Worte übersetzt, damit auch jeder das versteht. Das Haushaltsdefizit heute plus die Kosten der alten Schulden müssen irgendwie bezahlt werden entweder durch neue Staatsanleihen (Markt) oder durch frisch gedrucktes Geld (Zentralbank).
Es gibt nur diese zwei Möglichkeiten. Oder eine Mischung. Aber irgendwo muss das Geld herkommen.
Daraus folgt eine tiefe einsicht. Haushaltsdefizite erfordern die Kooperation von Investoren UND/ODER der Zentralbank. Die Menge Schulden, die ausgegeben werden kann, ist letztlich eine Funktion dessen, wieviel Schulden Investoren freiwillig halten wollen. Wenn die Investoren „Nein" sagen – wenn niemand mehr die neuen Bonds kaufen will zu den angebotenen Renditen – dann hat die Regierung zwei Optionen:
1. Höhere Zinsen bieten (was sie sich bei hoher Verschuldung nicht leisten kann).
2. Die Zentralbank kauft die Bonds selbst. Gelddruck. Notenpresse
In Abwesenheit monetärer Akkommodation verursacht schwere Verschuldung, dass die realen Zinsen steigen. Das hat drei sich verstärkende Konsequenzen:
1. Steigende Zinsen neutralisieren den Stimulus – Firmen und Haushalte borgen weniger.
2. Steigende Zinsen reduzieren die Attraktivität des Haltens – Bond-Preise fallen weiter.
3. Mit wachsenden Schulden wird es unmöglich, allein durch Schuldenausgabe zu finanzieren.
Sargent und Wallace zeigen, wann monetäre Akkommodation unvermeidlich wird: wenn der reale Zinssatz auf Staatsanleihen die Wachstumsrate der Wirtschaft übersteigt.
Lest das dreimal. Das ist eine der wichtigsten Schwellenbedingungen im gesamten Makro-Universum.
Solange die Wirtschaft schneller wächst als die Zinsen auf die Schulden, kann eine Regierung sich „aus dem Defizit herauswachsen" – das BIP wächst schneller als die Schulden, die Schuldenquote sinkt sogar bei laufenden Defiziten. Sobald aber die Zinsen das Wachstum überholen, tritt eine explosive Dynamik ein. Die Schulden wachsen schneller als die Wirtschaft. Nur zwei Auswege: radikale Budgetkonsolidierung (politisch fast immer unmöglich) oder Monetisierung (die die Inflation hochtreibt).
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Die deutsche Hyperinflation – das Lehrstück aller Lehrstücke
Lasst mich euch diese Geschichte erzählen, weil sie so brutal instruktiv ist
Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Deutschland gigantische Reparationen zu zahlen. Plus die Kosten des Krieges. Plus den Wiederaufbau. Die Weimarer Republik war politisch instabil, Steuereinnahmen limitiert, Ausgaben explodiert. Die Regierung konnte keine echten Bonds mehr verkaufen, weil niemand mehr an die Rückzahlung glaubte. Also tat die Reichsbank das Einzige, was ihr übrig blieb: Sie kaufte die Staatsschulden selbst – mit frisch gedrucktem Geld. Und dann noch mehr. Und dann noch mehr.
Das Ergebnis war Hyperinflation in einem Ausmaß, das schwer in Worte zu fassen ist. 1914 kostete ein Ei in Deutschland einen Bruchteil einer Mark. 1923 kostete ein Ei 80 MILLIARDEN Mark. Das war ein Problem weil damals gab es noch kein Klarna buy now pay Later.
Die Preise verdoppelten sich manchmal im Stundentakt. Arbeiter bekamen zweimal täglich ihren Lohn ausgezahlt, weil die Kaufkraft am Mittag schon verfallen war. Banknoten wurden als Tapete verwendet, weil sie billiger waren als echte Tapete. Das Sparvermögen einer ganzen Generation wurde vernichtet. Die sozialen Verwerfungen bereiteten den Boden für alles, was später kam
Das ist die ultimative Warnung davor, was passiert, wenn die Zentralbank die Fiskalpolitik monetisiert. Und deshalb ist die Erkenntnis von Sargent-Wallace so wichtig:
Niedrigere Defizite = weniger Druck auf Monetisierung = gedämpftere Inflation
Der ultimative Effekt ist aber eine Funktion des institutionellen Umfelds. Der Inflationsdruck variiert massiv, je nachdem, ob die Geldpolitik direkt von gewählten Beamten kontrolliert wird oder von solchen, die politische Unabhängigkeit genießen.
Aus dieser einen Gleichung folgen sofort konkrete Setups
Erstens: Wenn die Staatsverschuldung nachhaltig das Wirtschaftswachstum überholt, ist strukturelle Monetisierung fast unvermeidlich – und damit mittel- bis langfristig höhere Inflation. Das ist bullish für TIPS, bearish für nominale Langläufer, bullish für Gold, bullish für harte Währungen gegen weiche.
Zweitens: Achtet auf den Spread zwischen realer Zinsrate und Wachstumsrate. Wenn die 10Y-TIPS-Yield höher ist als das erwartete reale BIP-Wachstum, seid ihr in der Gefahrenzone.
Drittens: In Ländern mit schwacher Zentralbank (Emerging Markets, populistische Regierungen) ist das Monetisierungs-Risiko strukturell höher. Lokalwährungs-Bonds dieser Länder sollten immer einen ordentlichen Inflations-Risiko-Aufschlag tragen.
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Central Bank Independence Die unsichtbare Variable, die alle Zinsen der Welt prägt
Wenn ihr heute aufwacht, lebt ihr in einer Welt, in der es selbstverständlich scheint, dass die Fed, die EZB, die Bank of Japan eine Distanz zur Tagespolitik haben. Powell wird nicht täglich vom Präsidenten angerufen. Lagarde bekommt keine Wahlanweisungen aus Paris. Das erscheint normal
Es ist aber historisch betrachtet ein extrem junges Experiment
Für den Großteil der Geschichte waren Zentralbanken entweder Teil des Staatsapparats oder private Institutionen, die eng mit der Regierung verflochten waren. Die moderne Idee, dass Geldpolitik in die Hände ungewählter Technokraten mit langen Amtszeiten gegeben wird, ist erst seit den 1970er und 80er Jahren zur Norm geworden. Und sie ist eine der wichtigsten institutionellen Innovationen der letzten 50 Jahre.
Die Ausgangslage ist paradox. Optimale Geldpolitik erfordert einen langen Zeithorizont. Erinnert euch an Tag 22: Zinsentscheidungen wirken erst in 12-18 Monaten auf Arbeitslosigkeit und in 18-24 Monaten auf Inflation.
Politiker aber – und die Öffentlichkeit auch – haben weder einen langen Zeithorizont noch ein Verständnis für die langen Lags der Geldpolitik. Politiker denken in Wahlzyklen von 4 Jahren. Öffentlichkeit denkt in Nachrichtenzyklen von 4 Tagen.
Die Lösung: Die Geldpolitik in die Hände ungewählter Technokraten mit langen Amtszeiten legen. Das ist die Kernidee der Central Bank Independence, abgekürzt CBI.
Ein Fed-Chairman hat 4 Jahre, aber Fed-Gouverneure haben 14-Jahre-Terms. Die EZB-Präsidentin hat 8 Jahre, nicht erneuerbar. Das alte Bundesbank-Präsidium hatte ähnlich lange Terms. Diese langen Amtszeiten geben den Zentralbankern die Freiheit, ökonomisch richtig zu handeln, auch wenn es politisch kurzfristig schmerzhaft ist.
Der Satz, den ihr euch einrahmen solltet
Der Zeithorizont des Entscheidungsträgers bestimmt, ob Politik anhand von Langzeit-Nutzen oder Kurzzeit-Kosten bewertet wird.
Kurzer Horizont = kurzfristige Optimierung = Inflations-Bias. Langer Horizont = langfristige Optimierung = Preisstabilität.
Unabhängigere Zentralbanken → niedrigere Inflation. Bestätigt in mehreren empirischen Studien, einschließlich Grilli et al. 1991 und Cukierman 1992. Länder mit hoher CBI (Deutschland, Schweiz, später die EZB) hatten über Dekaden systematisch niedrigere Inflation als Länder mit niedriger CBI.
Aber – und das ist der Killer-Befund – CBI bringt diese niedrige Inflation OHNE die Kosten höherer Variabilität in Wachstum oder Arbeitslosigkeit. Alesina und Summers 1993 und Alesina und Gatti 1995 zeigen das glasklar.
Das ist einer der wichtigsten empirischen Befunde der gesamten Makro-Ökonomie. CBI ist ein Free Lunch: weniger Inflation, gleiche Beschäftigungs- und Wachstumsstabilität. Das gibt es selten in der Ökonomie. Aber genau das zeigt die Evidenz.
Es geht noch weiter. Regierungen haben kleinere Haushaltsdefizite in Ländern mit unabhängigen Zentralbanken.
Parkin fand 1986, dass die Wahl der Zentralbank-Institutionen nicht nur Inflation beeinflusst, sondern auch Fiskaldisziplin. Burdekin und Laney zeigten 1992 in einer länderübergreifenden Studie über 1960-1983: Die Fiskalautorität wird davon abgehalten, ein Defizit zu fahren, wenn die Erwartung ist, dass Defizite in der Zukunft nicht akkommodiert werden.
Lest diesen Mechanismus nochmal langsam. Er ist subtil und mächtig.
Wenn die Regierung weiß, dass die Zentralbank ihre Schulden nicht monetisieren wird, dann weiß sie auch: Jedes zusätzliche Defizit führt zu höheren realen Zinsen. Höhere Zinsen sind politisch teuer (höhere Hypotheken, höhere Unternehmenskredite, unpopulär). Also übt die bloße Existenz einer unabhängigen Zentralbank einen disziplinierenden Druck auf die Fiskalpolitik aus – ohne je explizit intervenieren zu müssen.
CBI ist eine Form der institutionellen Selbstbindung, die politische Akteure vor sich selbst schützt.
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Die fünf Dimensionen von CBI
Wenn ihr euch eine Zentralbank anschaut guckt auf die 5 Dinge. dann wisst ihr, wie ernst ihr ihre Inflationsversprechen nehmen könnt
Amtszeit und Wechselhäufigkeit. Türkische Zentralbanker unter Erdogan wurden alle paar Monate ausgetauscht – das ist extrem niedrige CBI. Amerikanische Fed-Chairmen halten im Schnitt fast ein Jahrzehnt durch – hohe CBI.
Wer ernennt? Direkte Ernennung durch den Präsidenten mit kurzer Kündigungsfrist = niedrige CBI. Komplexe Nominierungs- und Bestätigungsprozesse mit langen Amtszeiten = hohe CBI.
Gibt es formale Zielvorgaben von der Regierung? Wenn die Regierung der Zentralbank Inflations-, Wachstums- oder Zinsziele vorschreibt, ist CBI faktisch niedrig – egal wie das Papier aussieht.
Finanzielle Unabhängigkeit. Eigenes Budget, eigene Bilanzgewinne-Verwaltung = unabhängiger. Abhängig vom Staatshaushalt = erpressbar
Rechtliche Verbote der Regierungsfinanzierung. Die EZB darf per Gesetz keine Staatsanleihen direkt bei der Primärauktion kaufen – das ist ein harter CBI-Schutz gegen Monetisierung.
Macht euch eine Tabelle. Für jede Zentralbank die ihr im FX bereich handelt. Score von 0-2 pro Dimension. Summe = CBI-Score. Das ist in zwei Stunden Arbeit gemacht und euer Edge hält Jahre.
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Warum selbst konservative Zentralbanker einen Inflations-Bias haben
Wenn ihr Politik antizipieren wollt, müsst ihr die Glaubwürdigkeit der Ziele relativ zu den verfügbaren Instrumenten bestimmen. Klingt abstrakt. Ist aber tief.
Eine Zentralbank, die ein Ziel verkündet, ohne die Mittel zu haben, es zu erreichen, wird den Markt nicht bewegen. Eine Zentralbank, die Ziel und Mittel hat, aber keinen politischen Willen, scheitert ebenfalls. Nur wenn Ziel + Mittel + Wille zusammenkommen, hat eine Policy-Ankündigung echte Wirkung.
Im Fall der Geldpolitik hat die Zentralbank effektiv ein Instrument: die Kontrolle des Geldpreises. Sie kann die kurzen Zinsen steuern. QE/QT. Reserveanforderungen. Aber im Kern ist ihr Werkzeugkasten monetär. Fiskalische Hebel hat sie nicht.
In manchen Fällen ist diese Zentralbank aber mit doppelten Zielen beauftragt: Preisstabilität UND Vollbeschäftigung. Die US-Fed hat genau dieses Dual Mandate.
Das präsentiert ein Dilemma, das sich nicht auflösen lässt.
Die Verfolgung von Preisstabilität kann Arbeitslosigkeit verschärfen – und umgekehrt. Hohe Inflation? Zinsen rauf. Zinsen rauf kühlen die Wirtschaft ab, erhöhen die Arbeitslosigkeit. Hohe Arbeitslosigkeit? Zinsen runter. Zinsen runter heizen an, erhöhen die Inflation.
Mit einem einzigen Instrument zwei gegensätzliche Ziele verfolgen – das ist wie mit einem Hammer gleichzeitig einen Nagel einschlagen und einen rausziehen zu wollen Entweder-Oder-Entscheidungen sind unvermeidlich. Und diese Entscheidungen sind immer politisch geladen. Inflationsbekämpfung trifft primär Schuldner (Hausbesitzer, Unternehmer, Staat). Arbeitslosigkeitsbekämpfung trifft primär Sparer (Rentner, Bondholder, Exporteure). Welches Ziel die Zentralbank priorisiert, hat massive Verteilungswirkung.
Die Ernennung eines konservativen Zentralbankers eliminiert nicht vollständig den Inflations-Bias, solange die Zentralbank irgendein Gewicht auf Arbeitslosigkeit (unter der natürlichen Rate) legt. Lest diesen Satz dreimal. Er ist einer der subtilsten und mächtigsten Einsichten der gesamten Makro-Ökonomie.
Was meine ich damit ?
Stellt euch einen idealen, super-konservativen Zentralbanker vor. Er ist ein Inflations-Hawk. Er hasst Inflation. Er würde jeden Schmerz in Kauf nehmen, um sie bei 2 % zu halten. Die Intuition sagt: So jemand wird niemals zu lockere Geldpolitik fahren, also kein Inflations-Bias. Solange der Zentralbanker irgendein positives Gewicht auf die Arbeitslosigkeit legt – selbst wenn es winzig ist, selbst wenn Inflationsbekämpfung hundertmal wichtiger ist – hat er den Anreiz, die Arbeitslosigkeit unter die natürliche Rate zu drücken. Die natürliche Arbeitslosenquote ist das Niveau, das mit stabiler Inflation vereinbar ist (typischerweise 4-5 %). Darunter erzeugt man zusätzlich Inflation.
Wenn der Zentralbanker die Arbeitslosigkeit auch nur leicht unter die natürliche Rate drücken will, versucht er ständig, mit minimalen expansiven Überraschungen kleine Beschäftigungsgewinne zu erzielen. Der Markt antizipiert das. Arbeiter fordern höhere Löhne, um die erwartete Inflation zu kompensieren. Die Inflation steigt. Die Arbeitslosigkeit bleibt aber bei der natürlichen Rate
Das Ergebnis: höhere Inflation ohne Beschäftigungsgewinn. Der Zentralbanker wollte nicht, dass das passiert. Aber die Spieltheorie zwingt ihn in dieses Ergebnis.
Was heißt das: Selbst unabhängige Zentralbanken behalten einen gewissen Inflations-Bias.
Nicht weil die Zentralbanker schlechte Menschen sind. Nicht weil sie Inflation wollen. Sondern weil die strukturelle Situation – ein Ziel-Konflikt bei nur einem Instrument – sie systematisch in diese Richtung drückt.
Das ist der Grund, warum keine reale Zentralbank konsistent ihr Inflationsziel trifft. Auch nicht die Bundesbank in ihren besten Jahren. Auch nicht die SNB. Alle haben einen Mittelwert, der leicht über dem Zielwert liegt. Nicht viel. Aber messbar. Und über Dekaden kompoundiert sich selbst eine kleine Abweichung zu relevanten realen Verlusten für Bondholder.
Für euch heißt das: Plant NIE mit Inflation exakt am Ziel. Plant immer mit einem kleinen Aufschlag. Die Breakeven-Inflation (TIPS-Spread aus Tag 22) liegt historisch tendenziell leicht über dem Ziel der Notenbank. Das ist kein Marktfehler –
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Die Glaubwürdigkeits-Architektur
Wie bekämpfen moderne Zentralbanken dagegen ? Durch Glaubwürdigkeits-Architektur. Sie kommunizieren extrem klar. Sie setzen explizite Inflationsziele (2 % als Goldstandard). Sie beschäftigen Chef-Ökonomen mit hawkischem Ruf. Sie bauen Forward Guidance auf. Sie sind extrem vorsichtig mit jeder expansiven Maßnahme, weil jede einzelne das Inflations-Commitment untergräbt. Aber die Architektur ist zerbrechlich. Ein politisch motivierter Fed-Chairman-Wechsel, eine schwere Rezession mit politischem Druck, eine Krise wie COVID – und plötzlich bricht sie zusammen.
2021-2022 war das exemplarisch. Die Fed wollte die Post-COVID-Wirtschaft unterstützen und unterschätzte dabei die Inflation. Das berühmte Wort: transitory. drückte die Fed in die dovishe Richtung, auch als die Daten längst andere Sprache sprachen. Die Folge: 9 % CPI-Spitze. Milliarden-Verluste bei Bondhaltern. Ein massiver Schaden für das Fed-Credibility-Gebäude, der noch Jahre dauern wird, zu reparieren. Und genau das war auch einer der historischen Jahrhundert-Trades: Wer Ende 2021 verstanden hat, dass die Fed in der Falle sitzt und die Inflation unterschätzt, und entsprechend short 10Y Treasury gegangen ist, hat über die folgenden 18 Monate absurd verdient.
Die Geldpolitik ist eine Funktion von drei Inputs: Haushaltsdefizit, Unabhängigkeit der Zentralbank, Politikziele. :) Jeder ist ein Regler, der gedreht werden kann. Und die Position aller drei Regler zusammen bestimmt, wie locker oder straff die Geldpolitik wirklich ist.
Regler 1 – Haushaltsdefizit. Während Haushaltsdefizite und Vollbeschäftigungsziele die monetäre Akkommodation erhöhen (= lockerer Geldpolitik), dämpfen CBI und Preisstabilitätsziele diese expansive Tendenz. Ein großes Defizit übt Druck auf die Zentralbank aus, es zu monetisieren (Sargent-Wallace). Selbst wenn die Zentralbank nominal unabhängig ist – der Druck ist real. Der Markt preist ihn ein, auch wenn niemand es laut sagt. Achtet auf: Debt-to-GDP-Verhältnis, Primärsalden, Demografie (alternde Gesellschaften → höhere strukturelle Defizite), Zinslastquote. Je angespannter die Fiskallage, desto höher die strukturelle Wahrscheinlichkeit für dovishen Bias.
Regler 2 – Central Bank Independence. Je höher die CBI, desto mehr Widerstand kann die Zentralbank gegen politischen Druck leisten. Je glaubwürdiger bleibt ihr Preisstabilitätsversprechen. Praktisch: Achtet nicht nur darauf, was die Zentralbank sagt – sondern wie sie strukturell organisiert ist. Wie viele Mandatsträger? Wie lange Amtszeiten? Wie klar die Inflationsziele? Ein CBI-Score (wie der Cukierman-Index) hilft, verschiedene Länder systematisch zu vergleichen.
Regler 3 – Politikziele. Ein einziges klares Preisstabilitätsziel (wie bei der EZB in ihrer Ursprungsform) produziert im Durchschnitt weniger Inflation als ein Dual Mandate (wie bei der Fed) – auch wenn das Dual Mandate operativ Flexibilität in Rezessionen bietet. Selbst mit einem klaren Single Mandate bleibt ein kleiner Rest-Bias. Mit Dual Mandate ist er größer. Wer also amerikanische vs. deutsche Bonds vergleicht, muss dieses strukturelle Bias-Differential mitbedenken.
Es ist wichtig zu notieren: Zentralbanken reagieren nicht immer auf denselben Stimulus auf dieselbe Weise
Monetäre Beamte wechseln. Entscheidungsverfahren ändern sich. Lernen findet statt. Wenn Jerome Powell die Fed führt, ist das nicht dasselbe, wie wenn Janet Yellen sie geführt hat. Wenn das FOMC nach einer großen Fehlentscheidung (wie der „transitory"-Panne 2021) neu kalibriert, ändert sich die gesamte Reaktionsfunktion.
Willett et al. fanden 1988 in einer länderübergreifenden Studie, dass kein einzelner Faktor über alle Länder oder alle Zeiträume hinweg dominiert – obwohl fast alle untersuchten Faktoren für bestimmte Zeiten und Orte einen gewissen Erklärungswert haben. Während vergangene Beobachtungen nützliche Einsichten für zukünftige Politik liefern, ist es wichtig, wachsam für mögliche Regime-Shifts zu sein. Das ist die ehrliche Demut, die die Literatur vermittelt – und die ich euch mitgeben will. Niemand hat eine perfekte Formel. Niemand kann die Fed-Reaktion in jedem Szenario vorhersagen. Aber wer die drei Treiber (Defizit, Unabhängigkeit, Ziele) verstanden hat und auf Regime-Shifts achtet, hat einen Edge, den der durchschnittliche Retail-Trader nie haben wird
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Ihr habt heute den politisch-ökonomischen Unterbau der gesamten Fixed-Income-Welt freigelegt. Das war keine akademische Übung. Das war der Moment, in dem die Zentralbanken von neutralen Maschinen zu politischen Schauspielern wurden. Der Moment, in dem Haushaltsdefizite von abstrakten Zahlen zu existenziellen Monetisierungs-Drohungen wurden. Der Moment, in dem selbst die beste Zentralbank einen eingebauten Rest-Bias bekam, den kein Zentralbanker selbst auflösen kann.
Wir haben heute gelernt, dass Political Economy die ursprüngliche Disziplin ist und heute wieder die unersetzliche Linse auf Wirtschaftspolitik liefert. Wir haben PBCs zerlegt und Nixon 1972 als Paradebeispiel durchgespielt – mit der verblüffenden Beobachtung, dass der US-T-Bill-Satz empirisch einen politischen Zyklus enthält. Wir haben Sargent-Wallace gesehen und verstanden, warum Haushaltsdefizite am Ende immer monetisiert werden müssen, wenn sie nicht anders finanziert werden können – mit der Weimarer Hyperinflation als der ultimativen Warnung. Wir haben CBI als messbare, handelbare Variable verstanden und die Evidenz gesehen, dass CBI ein echter Free Lunch ist. Wir haben Rogoff 1985 gelesen und begriffen, warum selbst die besten Zentralbanker einen strukturellen Rest-Inflationsbias haben.
Während 99 % der Retail-Trader die nächste Fed-Entscheidung als reinen ökonomischen Akt lesen, lesen wir sie als politisch-ökonomisches Ereignis mit Wahlkalender, Debt-Dynamik, CBI-Score und Mandats-Analyse. Während 99 % glauben, die Zentralbank sei unabhängig, wissen wir, dass Unabhängigkeit ein Kontinuum ist, das sich mit jedem Personalwechsel verschieben kann. Während 99 % Inflationsziele für ehern halten, kennt ihr die Wahrheit. Während 99 % die Weimarer Republik für ein historisches Kuriosum halten, sehen wir sie als Lehrstück für jede moderne Fiskal-Dominanz-Falle – von der Türkei bis Argentinien, und irgendwann vielleicht auch weiter.
Der Bond-Markt ist der Boss (Tag 18). Die Maschinerie ist ein System (Tag 19). Die unsichtbaren Kräfte sind eure Waffen (Tag 20). Die Yield Curve ist euer Schlachtfeld (Tag 21). Die Fundamentals sind eure Munition (Tag 22). Die Grammatik der Kurve ist eure Sprache (Tag 23). Und Political Economy – die verborgene Hand der Politik – ist ab heute eure Meta-Linse. Die Linse, die alle anderen Werkzeuge in ihren richtigen Kontext setzt Ohne diese Linse ist alle ökonomische Analyse nur halb wahr. Mit ihr wird sie tief.
Wir sehen uns bei Tag 25.
Zyklen
Die zyklische Natur des BitcoinBitcoin läuft sehr präzise, seit Initialisierung hat der Vermögenswert mehrere Zyklen absolviert die mehr oder weniger gleich abgelaufen sind. In diesem Beitrag werden sowohl technische, als auch fundamentale Daten aufgegriffen. Ich möchte hierbei nicht zu sehr ins Detail gehen, etwaige Recherchen, Ergänzungen oder Erweiterungen/Korrekturen dürfen gerne selbstständig vorgenommen und in die Kommentarsektion für alle ersichtlich geteilt werden.
Im Durchschnitt habe ich folgendes Festgestellt:
Halving alle 4 Jahre (Präsidentschaftswahljahr USA)
Oszilliert zwischen 3 Jahre langen Bullenmärkten und 1 Jahr langen Bärenmärkten
Zyklustop zirka 1,5 Jahre nach Halving
Zyklusboden zirka 1 Jahr danach
1,5 Jahre bis zum nächsten Halving
1064 Tage von Bottom-to-Top, also zirka 3 Jahre
Halving zu Top: Parabolische Phase
Top zu Bottom: Crash
Bottom zu Halving: Bodenbildung / Erste Rallye / Keine Signifikanten Events entdeckt
(NET-WHALE ACCUMULATION / DISTRIBUTION in etwa 50/50 -> Statistik ab 2018)
Erwähnte Marktextreme wurden am Wochenschlusskurs gemessen. Ich habe hier eine logarithmische Wachstumskurve eingefügt, da ich die Korrelation zu den Tops und Bottoms sehr passend fand. Man beachte auch, dass die Signale nahe der beschriebenen Zeiten stattfanden.
Natürlich gibt es sehr viel mehr nennenswerte Korrelationen zwischen BTC und anderen Märkten oder Zyklen, wie dem S&P oder Gold (BTW sprechen wir ja über "digitales Gold") oder auch WTI oder dem DXY. (auch hier wichtig: Unterschied von Korrelation und Kausalität beachten ! ) Ich möchte hier jedoch nicht auf das warum eingehen, lediglich auf das WIE !
BITCOIN RETURNS (d-w-m-q)
www.coinglass.com
Folgendes erschließt sich daraus:
Historisch gesehen sind wir ausgetoppt im: November, Dezember, November - der Oktober ist also nicht sehr weit her geholt. Q4 sind im allgemeinen auch die profitabelsten Monate. (Vorstellung: November 2008, Initialisierung Jänner 2009)
Darauf könnte ein 1 Jahres-Bärenmarkt beginnen, der Boden wäre wieder im Oktober projiziert
Historisch gesehen sahen wir Bottoms im: Jänner, Dezember, November (kleines Gedankenspiel: Gegenteil des gewohnten, polyadischen Systems)
Entgegen meiner vor kurzem veröffentlichen Analyse auf Basis der Elliott-Wellen Methode, haben wir bis zum zu erwartendem Top noch Luft nach oben. Der $165K-Bereich (logarithmisch berechnet) zählt hierbei als ein großer Widerstand.
Wird nun BTC seinen Verlauf festigen, die Vergangenheit bestätigen und wie ein schweizer Uhrwerk präzise diese Prognose abarbeiten oder fällt er durch den Test der Zeit?
Es ist noch erwähnenswert, dass BTC nun nicht mehr zu den höchstspekulativsten Assets gehört aufgrund der globalen Adaption. Der "Bruch" seines bisherigen Schemas ist also durchaus berechtigt.
Die Diskussion ist hiermit eröffnet:
Bitcoins Herzschlag in 4 Jahres RhythmusBitcoin unterliegt einem Rythmus der sich aus der Technologie seiner Existenz heraus ergibt.
Alle vier Jahre findet das Halving statt und bisher konnte man verfolgen, das auch die darauf folgenden Hypes fast auf den Tag genau diesem Rhythmus folgten.
Die bisherigen vorhersagen von mir passten immer fast auf den Tag genau.
Wenn es auch diesmal so bleibt, wird die nächste Blase ihren Höhepunkt in der zweiten Hälfte 2025 erreichen! Dies ist im Chart wieder mit einem Blitz gekennzeichnet.
Auch der richtige Zeitpunkt für einen wieder Einstig konnte so sehr gut festgelegt werden.
In dem Chart sind Zeitspannen verschiedener Phasen eingezeichnet. Bullrunns grün und die bärischen Phasen rot.
Es wird sehr interessant werden, ob der während Corona zu früh abgebrochene Bullrunn, welcher aber in dem versuch eines zweiten Anlauf nur wenig Erfolg hatte diesmal ausgeglichen wird oder mit übernommen wir. Bei einem Ausgleich dürfte der Preis zwischen 200k - 300k hochtreiben. Ansonsten wird er deutlich unter 200k bleiben. Auf die Zeitpunkte Spitzenzeiten sollte dies aber keinen Einfluss haben.
Jetzt bleibt uns nur noch abwarten und Tee trinken. dann werden wir sehen ob meine Glaskugel wieder richtig lag, oder ob diesmal alles anders wird. :)
Platin vor KursfeuerwerkAktuell sehr interessante Situation bei Platin.
In Bezug auf unsere Zählung der Kurzfristzyklen dürfte um den 21. Dezember (morgen +/-) der Startschuss für eine mehrtägige Aufwärtsbewegung fallen.
Zwingende Voraussetzung: Die signifikante Unterstützung im Bereich 980 USD muss halten.
Bei entsprechender Nachfragedominanz wird ein Erstimpuls auf der Long-Seite bis (zunächst) um den 05. Januar erwartet.
(Unsere berechneten Hoch– und Tiefpunkte haben eine durchschnittliche Toleranz von 3 Tagen. In 80 % der Fälle sind es 2 Tage. Die exakten Kursziele werden in dieser Analyse nicht genannt.)
Viel Erfolg!
Global Investa
USDCAD: Hochs und Tiefs der kommenden TageDie zyklischen Berechnungen der Wendetermine (Hoch- und Tiefpunkte) sind beim Major-FX-Pair USDCAD klar umrissen:
Temporäres Hoch wurde um den 16. August (heute) erwartet. Danach ist eine kurze Konsolidierung von 1-2 Tagen denkbar (die Short-Seite raten wir jedoch nicht zu handeln!). Dann sollte die Aufwärtsbewegung wieder an Fahrt aufnehmen und sich bis um den 23. August (+/-) fortsetzen.
Der zuletzt starke Anstieg ist mitunter durch die enttäuschenden chinesischen Wirtschaftsdaten zu erklären, wo der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt und rohstoffbezogene Währungen verkauft werden.
Einen erfolgreichen Handelstag!
Global Investa
USDCAD: Die Zeichen stehen auf GrünNach der vorangegangenen Abwärtskorrektur kämpft das Major-Forex-Pair USD/CAD derzeit um die wichtige Marke bei 1,2820. Unsere Berechnungen der Kurzfristzyklen stehen bereits auf grün, sodass auch die überverkaufte (technische) Lage sich bald entspannen und für ein starkes Momentum auf der Long-Seite sorgen dürfte.
Unsere Meinung
Sofern sich über der Aktivitätszone 1,2820-1,2800 Nachfrage (Long-Seite) zeigt, bzw. sich darüber hinaus eine Umkehrformation bildet, sind LONGS die erste Wahl mit Kursziel in Richtung oberes Begrenzungsniveau 1,2940-1,2960. Löst sich der Kurs hiervon und überschreitet die 1,2960 entsteht weiteres Kurspotenzial bis 1,3080.
Alternatives Szenario (SHORT)
Bricht der Bereich 1,2820-1,2800 entsteht deutliches Abschlagspotenzial bis 1,2700-1,2680 und 1,2630-1,2600.
Supports und Widerstandsmarken
1,3230
1,3080
1,2940-1,2960
1,2820-1,2800
1,269
1,2630-1,2600
NATGAS: Aufwärtsimpuls im Gange?Bei NATGAS hatten wir zuletzt ein sehr gutes Marktgespür. Das anvisierte Kursziel (Oberseite) wurde sogar übertroffen (s. Analyse vom 01. Juni).
Eine weitere Long-Chance kann sich in Kürze ergeben!
Sofern die Berechnungen eintreffen, sollte es ab dem 06./07. - 15. Juni (+/- Toleranz) weiter aufwärts gehen.
Da wir vor einem Wochenende stehen, ist es gut möglich, dass das Reaktionstief bei 8,20 USD nicht mehr unterschritten wird und die Aufwärtsbewegung bereits im Gange ist.
Primäres Kursziel auf der Oberseite liegt derzeit in Richtung 9,20 USD.
Auf der Unterseite sollte die 8,00 USD nicht mehr nachhaltig verletzt werden (reiner Durchstich ausgenommen).
Hat Ihnen die Analyse gefallen?
Unterstützen Sie uns bitte mit einem Like oder Kommentar. Vielen Dank!!!
Ein schönes Wochenende!
Global Investa
(Unsere Wendetermine haben eine durchschnittliche Toleranz von 3 Tagen. In 80 % der Fälle sind es 2 Tage.)
PLATIN: Ausblick und WendetermineTrotz der hohen Inflationsdaten haben Anleger die Edelmetalle derzeit wenig im Fokus und sich vermehrt auf andere Anlageklassen ausgerichtet. Dies wird sich in absehbarer Zeit jedoch auch wieder ändern.
Unsere Berechnungen in Bezug auf die zyklische Tendenz (bei Platin) zeigen bereits einen unmittelbar bevorstehenden Wendetermin!
Rückblick
Seit dem Jahreshoch bei 1.339 USD vollzog der Platinpreis eine mehrmonatige Korrektur von rund 32,5 Prozent. Nach einem Tief an der Marke von 904 USD folgte ein stetiger Aufwärtstrend bis Mitte November bei 1.111 USD. Ein Bruch der Low Connection (1.052 USD) zwang Platin jedoch erneut in die Knie. Erst bei 885 USD setzten vermehrt Short-Eindeckungen ein, was den Kurseinbruch stabilisiert und ein neues Bewegungstief ausbildete.
Ausblick:
Nach dem Zwischentief vom 15. Dezember sollte es um den 22. Dezember (heute) zu einem Wendetermin und einer Aufwärtsbewegung kommen. Folgt der Platinpreis unseren Berechnungen, ist ein Anstieg bis vorerst, um den 26. Januar zu erwarten.
Charttechnisch zeigt sich auf der Oberseite Spielraum bis zunächst 948 USD mit Ausdehnung in Richtung des signifikanten Resistance Levels bei rund 960 USD. Ein nachhaltiges Überschreiten führt zu einem Kursziel an das Begrenzungsniveau zwischen 990-1.014 USD sowie 1.028-1.043 USD.
Fällt Platin unter 885 USD (Bruch der markante Support Zone – grüne Zone), könnte dies eine Konsolidierungsausdehnung bis 840-829 USD nach sich ziehen.
Allzeit gute Trades und viel Erfolg!
Global Investa
Silber unter Druck! Letzter Abverkauf?Die Rahmenbedingungen in Bezug auf den zeitlichen Kursverlauf haben sich nicht wesentlich geändert (siehe hierzu unsere Analyse vom 03. Dezember).
Wendetermin und nächstes Tief wird um den 15. Dezember erwartet. Eine Ausweitung von einigen Handelstagen ist möglich. Somit muss aktuell noch mit weiter fallenden Kursen gerechnet werden.
Nach der Abwärtsbewegung von Mitte November kam es innerhalb der Unterstützungszone (22,15-22,30 USD) zu einer mehrtägigen Konsolidierung. Nachfragedominanz auf der Long-Seite blieb fast vollständig aus, sodass es weder zu einem Reaktionsimpuls mit zumindest minimalem Reaktionsausmaß noch zu einer sich abzeichnenden Trendwende kam. Die Gefahr für einen weiter fallenden Silberpreis stieg förmlich an.
Der Silberpreis befindet sich aktuell an der abwärts gerichteten Trendlinie und Schnittpunkt einer Aktivitätszone, was den Kurs zunächst nochmals abfederte. Wir gehen davon aus, dass es in Kürze zu einem Bruch auf der Unterseite mit Minimum Kursziel auf das Bewegungstief von Ende September bei 21,39 USD kommt. Ein nachhaltiger Bruch öffnet sodann die Falltür für einen letzten Ausverkauf. Signifikantes Support-Level auf der Unterseite liegt sodann erst wieder bei rund 19 USD!
Allzeit gute Trades und viel Erfolg!
Global Investa
(Unsere Wendetermine haben eine durchschnittliche Toleranz von 3 Tagen. In 80 % der Fälle sind es 2 Tage.)
DOW JONES: Ausblick und WendetermineMit einem Bruch der Unterstützung bei 35.433 Punkten wurde der Dow Jones sichtlich angeschlagen. Der Wendetermin 28. Oktober wie auch der 22. November wurden hierbei unterschritten, was in Bezug auf die Zyklik generell für tiefere Kurse sprach. Bei dem Bewegungstief von 33.963 Punkten startete sodann eine Erholungsreaktion bis an das obere Begrenzungsniveau (rote Zone), was aus statistischer Sicht einem maximalen Reaktionsausmaß entspricht.
In unserer Analyse vom 24. November sind wir von einem Hoch um den 06. Dezember ausgegangen. Wird das aktuelle Verlaufshoch (35.960) nicht mehr überschritten, gehen wir von einem Rückgang bis um den 14. Dezember aus. Somit sind Long-Positionen für uns kurzfristig passé, bzw. sollten durch marktgerechte Stopps zumindest abgesichert werden.
Die exakten Kursziele nebst den signifikanten Aktivitätszonen erhalten unsere Leser wie gehabt über unseren Verteiler.
(Unsere Wendetermine haben eine durchschnittliche Toleranz von 3 Tagen. In 80 % der Fälle sind es 2 Tage.)
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SILBER: Kurzfristige Erholungsreaktion und dann ...Seit Mitte November verzeichnet der Silberpreis einen Rückgang von knapp 13 Prozent. Mit einem Tief bei 22,15 USD markiert das Edelmetall das bestätigte Unterstützungsniveau vom 09. August sowie die Low Connection, was die Abwärtsbewegung zunächst bremste.
Zyklische Wendetermine
Folgt Silber unseren Berechnungen, wird es aktuell zu einer kurzfristigen Erholung bis etwa 23 USD kommen. Viel Freude wird man an einer Long-Position jedoch nicht lange haben, denn bereits ab kommender Woche trübt sich die Lage erneut ein und Preise in Richtung dem Bewegungstief vom 29. September stehen sodann im Fokus. Dieses Level ist dann höchst entscheidend! Bei einem bestätigten Bruch auf der Unterseite liegt das Reaktionsausmaß (bitte festhalten!) bei bis zu 19,00 USD! Wir wollen es zwar nicht hoffen, aber ein letzter Abverkauf auf dieses Niveau ist durchaus im Bereich des möglichen.
Viel Erfolg und ein angenehmes Wochenende!
Global Investa
DOW JONES: Ausblick und WendetermineMit einem pünktlichen Bewegungshoch am 08. November (36.570 USD) startete der Dow Jones in den Korrektur-Modus. Im weiteren Verlauf kam es zu einer stetigen Abwärtsbewegung. Das Unterstützungsniveau zwischen 35.522-35.433 USD wurde hierbei erfolgreich verteidigt.
Ausblick:
Die Wendetermine beim Dow-Jones-Index hatten zuletzt eine sehr geringe Toleranz, wonach diese Analysemethode durchaus ihre Daseinsberechtigung hat und bei uns einen sehr hohen Stellenwert findet.
Solange das Niveau zwischen 35.522-35.433 USD eine Unterstützung bildet, ist eine baldige Trendumkehr denkbar. Aus zyklischer Sicht ist dann ein Anstieg bis um den 01., respektive 06. Dezember zu erwarten.
Erstes Kursziel auf der Oberseite bildet zunächst die High Connection sowie das darüberliegende Begrenzungshoch 36.160-36.193 USD. Löst sich der Index davon, entsteht weiteres Potenzial bis an das Reaktionshoch vom 16. November (36.329 USD), sowie das Widerstandsniveau bei 36.440-36.570 USD.
Kommt es hingegen zu einem bestätigten Bruch der 35.433 USD, entstehen deutliche Verkaufssignale. Auf der Unterseite wirkt der Bereich zwischen 35.170-35.028 Punkte als erster signifikanter Support.
(Unsere Wendetermine haben eine durchschnittliche Toleranz von 3 Tagen. In 80 % der Fälle sind es 2 Tage.)
Allzeit gute Trades und viel Erfolg!
Global Investa
Hinweis:
Trotz sorgfältiger Analyse übernimmt Global Investa keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Anlagevermittlung dar.
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Biontech (22UA) longHallo zusammen.
Ich versuche mich im ersten Teilen einer Trading Idee, analysiert am Chart mit Tageskerzen, Heikin Ashi.
Biontech vollzieht seit dem Einstieg an der Börse einen Aufwärtstrend als übergeordneten Trend, in dem sich der Kurs zyklisch nach oben arbeitet.
Nun ist der letzte untergeordnete Abwärtstrend beendet und in einen beginnenden untergeordneten Aufwärtstrend übergegangen (die HA Kerzen haben den SMA 9 (gelb) gekreutzt). Damit bleibt der Kurs im Trendkanal (braune Linien). Ebenso erfolgte der Trendwechsel knapp oberhalb dem 200-Tage EMA (weiß). Gute Zeichen um Long zu gehen. Ein Stop-Loss sollte knapp unter dem 200-Tage EMA gesetzt werden. Den Take Profit würde ich auf Höhe des letzten Hochs, also 110€ setzen.
Dies ist keine professionelle Analyse und keine Handelsempfehlung.
DAX – die Wendetermine stehen fest!Trotz der weiteren Einschränkungen in Bezug auf die Corona-Pandemie zeigt sich der deutsche Leitindex weiterhin stabil und befindet sich nach dem kurzen Rücksetzer bereits fast wieder auf All-Time High.
Sollte es zu keinen größeren Marktstörungen kommen, ist die zyklische Analyse wieder unsere erste Wahl, was uns einen adäquaten Richtungsfilter für die Wendetermine der kommenden Hoch- und Tiefpunkte bietet.
Unseren Berechnungen zufolge wird der DAX bis um den 26.01. weiter steigen, bzw. seitwärts laufen. Spätestens dann sollte sich die positive Stimmung deutlich eintrüben, da es um den 26.01. mit einer 75 prozentigen Wahrscheinlichkeit zu einem Rückgang bis um den 09.02. kommen wird.
(Unsere Wendetermine haben eine durchschnittliche Toleranz von 3 Tagen. In 80 % der Fälle sind es 2 Tage.)
Hinweis:
Innerhalb unserer Handelsstrategie kommen drei spezielle Analysemethoden zum Einsatz. In diesem Artikel wurden lediglich Teilaspekte publiziert und stellen weder ein vollständiges Handelssystem noch eine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar.
Gold – Eine letzte Korrektur?Planbar durch Börsenzyklen – so lautete die Überschrift unserer Analyse vom 02.12. Der Goldkurs hält sich bislang minutiös an die bereits im Vorfeld bekannt gegebenen Wendetermine und bildete pünktlich am 04.12. sein entsprechendes Hoch aus.
Das Setup hat sich somit bestätigt, der Goldkurs (XAU/USD) signalisierte noch am selbigen Tage erste Ermüdungserscheinungen.
Sollte das temporäre Hoch von 1.848 USD nicht mehr signifikant überschritten werden, ist mit weiteren Abschlägen und einem Rückgang bis Mitte des Monats zu rechnen.
Ein Auszug vergangener Wendetermine:
- Gold Hoch 04.12., Toleranz 0 Tage
- Gold Tief 27.11., Toleranz 1 Tag
- Gold Hoch 16.11., Toleranz 0 Tage
- Gold Tief 12.11., Toleranz 3 Tage
- Gold Hoch 05.11., Toleranz 2 Tage
- Gold Tief 28.09., Toleranz 0 Tage
(Unsere Wendetermine haben eine durchschnittliche Toleranz von 3 Tagen. In 80 % der Fälle sind es sogar nur 2 Tage.)
Hinweis:
Innerhalb unserer Swing Trading Strategie kommen drei spezielle Analysemethoden zum Einsatz. In diesem Artikel wurden lediglich Teilaspekte publiziert und stellen weder ein vollständiges Handelssystem noch eine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar.















