Gold Spot / U.S. Dollar
Aktualisiert

Goldanalyse für den nächsten Montag

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Der übergeordnete Trend beim Gold ist derzeit schwach, kurzfristig lassen sich jedoch keine weiteren starken Kursverluste verzeichnen. Der grundlegende Grund dafür ist die wieder auflebende Erwartung an Zinserhöhungen der Federal Reserve. Die jüngsten Äußerungen der Fed-Vertreter waren insgesamt hawkish, die Märkte kalkulieren inzwischen eine deutlich gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ein, wodurch die Renditen der US-Staatsanleihen auf hohem Niveau verharren. Gold ist ein zinsloses Anlagegut – das ist der zentrale Grund dafür, dass alle jüngsten Aufwärtsbewegungen stets schwach blieben und bei jedem Anstieg Verkäufe einsetzten. Hinzu kommt der feste Ölpreis, der am Markt Sorgen vor einer wieder ansteigenden Inflation auslöst. Dadurch kann die Fed keine Zinssenkungen vornehmen, teilweise werden sogar weitere Zinserhöhungen erwartet. Die traditionelle Safe-Haven-Logik des Goldes funktioniert damit nicht mehr: Konflikte und steigende Rohstoffpreise wirken sich stattdessen negativ auf den Goldpreis aus – das ist die größte Auffälligkeit bei Gold in diesem Jahr.

Trotzdem gehe ich von einer kleinen Gegenbewegung nach oben aus, keine anhaltenden starken Abschläge. Die Kurse sind in den vergangenen Tagen zu schnell gefallen, kurzfristig herrscht ein starker Überverkauf. Die Spekulanten mit Short-Positionen realisieren ihre Gewinne, die großen Marktteilnehmer werden nicht endlos verkaufen. Gleichzeitig kaufen die Zentralbanken weltweit kontinuierlich Gold bei Kursrückgängen, wodurch eine stabile Nachfrage am unteren Preisbereich entsteht. Der Bereich von 3940 bis 3960 stellt eine solide starke Unterstützung dar, ein einmaliger Durchbruch nach unten ist unwahrscheinlich.

Für Montag sind keine wichtigen Wirtschaftsdaten geplant. Der Markt folgt lediglich der stabilisierenden Stimmung vom Freitag und vollzieht eine Korrektur nach oben, extreme starke Kursschwankungen sind nicht zu erwarten. Technisch gesehen findet eine seitliche Konsolidierung mit Aussiebungen statt. Während der asiatischen Handelsstunden dürfte der Kurs leicht ansteigen, die Obergrenze der Gegenbewegung sollte jedoch nicht zu hoch angesetzt werden: Bei 4040 bis 4060 liegt der Widerstand der kurzfristigen gleitenden Durchschnitte, zudem befinden sich hier zahlreiche festgefahrene Long-Positionen aus früheren Handelsabschnitten. Ein Anstieg bis in diesen Bereich wird höchstwahrscheinlich mit Druck nach unten beantwortet.

Auf der Unterseite stellt 4000 eine wichtige psychologische Marke dar, der Bereich von 3990 bis 4000 ist die kurzfristige Unterstützungslinie für Long-Positionen. Solange dieser Bereich nicht durchbrochen wird, verläuft der gesamte Tag als leicht aufwärts gerichtete Korrektur in einer Seitwärtsbewegung. Sollte der Kurs unerwartet weiter fallen, bildet 3960 die endgültige Untergrenze. Solange dieser Wert nicht unterschritten wird, bleibt das kurzfristige Seitwärtsmuster erhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Am nächsten Montag ist Gold vor allem in einer seitlichen Korrektur mit leichter Aufwärtsneigung zu sehen, der übergeordnete Trend bleibt aber schwach. Es kommt zu wechselnden Kursschwankungen innerhalb einer Preisspanne. Die zentralen Marken sind der Widerstand bei 4060 und die Unterstützung bei 3960. Eine klare Richtungsentscheidung und ein Durchbruch aus der aktuellen Spanne lassen sich erst nach Veröffentlichung der Wirtschaftsdaten am Dienstag und Mittwoch erwarten. Trading ist letztlich eine Frage der mentalen Stabilität; kurzfristige Kursschwankungen sind normale Aussiebungen am Markt – lassen Sie sich nicht durch vorläufige Kursbewegungen aus Ihrem Handelsrhythmus bringen. Der übergeordnete kurzfristige Abwärtstrend ist unverändert, daher ist die Strategie, bei stabilen Aufwärtsbewegungen Short zu gehen, die empfehlenswerte Vorgehensweise. Vorsichtiges, überlegtes Handeln ist besser als übereilte Transaktionen. Lassen Sie sich nicht ständig von den Kurscharts in Anspruch nehmen, da dauernde Beobachtung Ihren Schlaf beeinträchtigt.
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