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WTI/Brent-Spread: der beste Indikator für geopolitische Angst

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Die globalen Finanzmärkte stehen seit Beginn der militärischen Operationen der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran am Samstag, dem 28. Februar, unter starkem Druck. Der Ausverkauf betraf die globalen Aktienmärkte, den globalen Anleihemarkt (aufgrund steigender Marktzinsen), und auch die Preise für Edelmetalle sind infolge des stärkeren US-Dollars am Devisenmarkt sowie steigender Zinsen stark gefallen.

-16 % für den Silberpreis, -11 % für den Goldpreis, -10 % für europäische Aktienindizes, -5 % für den S&P 500 Index und -5 % für die Preise westlicher Anleihen im Zusammenhang mit dem starken Anstieg der Marktzinsen. Dies ist das Gesamtbild, das sich an den Finanzmärkten seit Beginn der militärischen Operationen am 28. Februar herausgebildet hat.

In diesem Zeitraum gab es zwei unbestreitbare Gewinner an den Märkten: den Ölpreis, der um 50 % gestiegen ist, und den Erdgaspreis, der um 80 % gestiegen ist (der TTF-Kontrakt dient als Referenz für den europäischen Gaspreis, der am stärksten von den aktuellen geopolitischen Ereignissen betroffen ist). Diese Explosion der Energiepreise treibt die Inflationserwartungen deutlich nach oben, und in diesem Kontext erwartet der Markt nun keine Zinssenkung der Fed vor dem Jahr 2028 mehr.

Die folgende Grafik zeigt die Performance einer Auswahl von Vermögenswerten aus allen Anlageklassen zwischen dem 27. Februar und dem 23. März:
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Wie kann man an den Finanzmärkten die Entwicklung des geopolitischen Stresses messen? Die Entwicklung der Edelmetalle ist eindeutig nicht die richtige Wahl. Der Energiepreis ist der beste Börsenindikator für eine konkrete und unmittelbare Messung des geopolitischen Risikos. Die Schließung der Straße von Hormus blockiert die Versorgung der wichtigsten asiatischen Wirtschaftsmächte mit Öl und Gas, daher ist der Ölpreis bei weitem der effektivste Indikator für geopolitisches Risiko.
Strait of Hormuz, a systemic maritime “chokepoint”?


Es gibt jedoch einen noch besseren Indikator für geopolitischen Stress im Zusammenhang mit dem Ölpreis: den Spread, also die Preisdifferenz zwischen Brent-Öl und US-Rohöl (WTI). Je größer dieser Abstand wird, desto stärker ist der geopolitische Stress – und umgekehrt.
Daher empfehle ich, den Spread zwischen Brent-Öl und WTI sehr genau zu beobachten. Jeder erste Hinweis auf eine Umkehr dieses Spreads nach unten wäre ein Frühindikator dafür, dass es an der Zeit sein könnte, wieder auf den globalen Aktienmarkt zu setzen.
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