Andre_Stagge
Short

Jahresendrally - JA - NEIN - Vielleicht - Die FED ändert alles

SP:SPX   Der S&P 500 Index
Die US-Zinsen befinden sich nach Aussage von Fed-Chairman Jerome Powell nur noch knapp unter ihrem neutralen Niveau. Powell sagte im Economic Club of New York: "Die Zinsen sind, gemessen an historischen Maßstäben, noch niedrig, und sie liegen nur knapp unterhalb einer breiten Spanne von Schätzungen des Zinses, der aus Sicht der Wirtschaft neutral wäre - das heißt, wo sie das Wachstum weder antreiben noch bremsen." Anfang Oktober hatte der Fed-Chairman noch gesagt, dass die Geldpolitik der Fed von diesem neutralen Punkt noch weit entfernt sei.

Der Fed-Chairman verwies auf Prognosen der Mitglieder des Offenmarktausschusses FOMC, denen zufolge weiterhin ein solides Wirtschaftswachstum, niedrige Arbeitslosigkeit und eine Inflationsrate von nahe 2 Prozent zu erwarten seien. Er schränkte aber ein: "Wir wissen, dass sich die Dinge oft anders als die noch so sorgfältigste Prognose entwickeln. Deshalb hat gute Geldpolitik mit Risikomanagement ebenso viel zu tun wie mit einer Reaktion auf Basisszenarien."

Powell wies auch darauf hin, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der bisherigen Zinserhöhungen unsicher seien und dass sich diese mit Verzögerungen von einem Jahr oder mehr einstellen könnten. Deshalb werde die Fed weiterhin sehr genau die finanziellen und ökonomischen Daten analysieren und ihre Geldpolitik an dem sich ändernden Ausblick für Beschäftigung und Inflation ausrichten.

Einen großen Teil seiner Rede widmete Powell der Finanzstabilität. Er sagte, die zunehmende Verschuldung bereits hoch verschuldeter Unternehmen bedrohe die Sicherheit und Gesundheit des Kernfinanzsystems noch nicht. Allerdings beobachte die Fed die Entwicklungen in diesem Sektor genau.

Zum Aktienmarkt sagt er, die Bewertungen hier stimmten insgesamt mit historischen Orientierungswerten und den Kurs-Gewinn-Verhältnissen überein. Er sehe keine Exzesse, die die Finanzstabilität bedrohten.

Der Fed-Chairman wies außerdem auf diverse Risiken hin, die aus Sicht der von der Fed konsultierten Finanzmarktteilnehmer Stress auslösen könnten. Zu den aufgeführten Faktoren gehört laut Powell neben dem Brexit, dem Handelsstreit und den Budgetdiskussionen auch die Normalisierung der Geldpolitik.

Das hat den US-Dollar unter Druck gebracht und stellt vor der FED Sitzung am 19.12. eine Wende im Wording dar .

Die Zinserhöhungswerwartungen werden damit deutlich ausgepreist. Laut Bloomberg wird für 2018 eine weitere Zinserhöhung im Dezember mit 80% Wahrscheinlichkeit eingepreist. Das FedWatch-Tool der CME sieht am 19. Dezember 2018 mit 83% Wahrscheinlichkeit eine weitere Zinserhöhung eingepreist. Hier hat sich also nichts geändert. Bis zum 11. Dezember 2019 werden insgesamt laut CME mit 29%-iger Wahrscheinlichkeit (gestern waren es noch 40%) mindestens drei, mit 68% (gestern 75%) mindestens zwei weitere Zinserhöhungen erwartet. Das stellt eine deutliche Veränderung dar .

Tendenz also weiter für einen schwachen USD, steigender GOLD Preis und Aktien nicht so positiv wie die letzten Jahre :D
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Senior Portfolio Manager
Hochschuldozent
Performance Coach
Chartered Financial Analyst (CFA)
Certified Financial Technician (CFTe)
geprüfter Eurex Händler
Speaker

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SPX ist jetzt YTD im Minus
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super Zusammenfassung und interessanter Gedanke.Danke.Gruß
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Andre_Stagge StefanKassing
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und ich dachte das ich mit meiner Meinung alleine bin.



Bin schon seit einigen Monaten auf den Dax short gewesen, letzte Woche alles glatt gestellt. Nun hatte ich mir überlegt evtl. long zu gehen. was ist jetzt bestimmt nicht mehr machen werde.

Ich Trade schon seit über 20 Jahren, habe mit der Zeit ein Gespür für die FED Äußerungen entwickelt. Die FED sieht sehr dunkle Wolken aufziehen,
was nat. nicht direkt angesprochen wird.
Es ist nicht die Angst vor Trump, sondern die Panik das man etwas falsch gemacht hat. Das Timing der Äußerung hat halt nicht ganz gepasst.
Das Konstrukt ist wahrscheinlich so schwach das man Angst hat, das es zusammenbricht.
Anders kann ich mir diese Kehrtwende nicht erklären. Spätestens nächste Woche werden die Amis aus der Party mit einem Kater erwachen.
Meiner Einschätzung nach, haben wir schon mit der 3- 4 Tages Rally die " Jahresendrally " gesehen.... obwohl es keiner glauben wird.



Bin im Dax und Nikkei seit gestern wieder Short, Nasdaq und Dow seit heute abend Short. Ich wollte die Amis gestern austoben lassen ….

€/$ long seit ca. 2 Wochen.
Gold long auch seit ca. 2 Wochen.



Ich finde, das Du den aktuellen Zustand im Markt sehr gut analysiert hast. weiter so.....





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@DerSHAKAL, sehr süannend und ich würde den Short auch lieber im DAX halten und im NKY. SPX ist immer noch besser Unterstützt, weil die Amis eine bessere Aktienkultur haben aber meiner Meinung nach werden wir selbst in den USA im nächsten JAhr in den Bärenmarkt gehen und gerade wird dafür geklingelt. Gefühl fühl die FED und deren MEinung zum Markt ist dabei unbezahlbar!
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DerSHAKAL Andre_Stagge
@Andre_Stagge,
Hallo, kurzfristig ist der Markt zu schnell gefallen.
Ich werde nun alle meine Short Pos. bei Erreichen meiner Ziele verkaufen und dann auf Call umsteigen.
Klingt zwar in dieser Phase für viele verrückt aber schauen wir mal...…

Bin immer noch der Meinung das wir in den Indices tiefer gehen werden, aber vorerst eine Erholung kommen wird, die mehrere Wochen dauern könnte, danach wieder Short.
Der Dax könnte nach meiner Einschätzung sogar bis 11700 Punkte laufen um dann erst tiefer zu gehen (unter 10.000 ).


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Powell kuscht vor Trump. Nicht mehr und nicht weniger.
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Andre_Stagge AlterFalter
@AlterFalter, wenn die Zentralbank nicht mehr unabhängig verliert der Markt schnell sein Vertrauen und das nimmt kein gutes Ende!!!
+1 Antworten
@AlterFalter, Das befürchte ich auch. Powell kann dem Druck durch Trump langsam nicht mehr standhalten. Allerdings sind die Folgen die selben, wie hier beschrieben. Eher noch düsterer.
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Sehr schöne Zusammenfassung, und Danke für deinen (sehr weit reichenden) Ausblick!

Wie immer, TOP Inhalt!
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