Chartanalyse Natgas Capital Chart - Update mit ED

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Ergänzung zur vorherigen Zählung: Expanding Ending Diagonal als Hauptszenario

In meiner vorherigen Analyse hatte ich die Aufwärtsbewegung zunächst als normale 1-2-3-4-5-Struktur dargestellt, mit dem Hinweis, dass sich diese Bewegung auch als Ending Diagonal interpretieren lässt. Nach genauerer Betrachtung der Unterwellen, der Form und der Fibo-Projektionen spricht jetzt deutlich mehr für die Ending-Variante – und die passt wesentlich besser zu den aktuellen Kursdaten.

Die komplette Struktur seit dem letzten Tief läuft sauber in ein Expanding Ending Diagonal hinein. Die Unterwellen überschneiden sich, die Trendlinien weiten sich nach oben auf und die internen Bewegungen wirken eher korrektiv als impulsiv. Das ist typisch für ein finales Ausschwingen und passt ideal zum Gesamtbild.

Wichtig ist dabei der Fibo-Aspekt:
Die potenzielle Welle 5 kann in den Bereich um 5,05–5,07 USD projizieren, was dem 2.618-Fibo der Welle 3 entspricht. Ein starkes Extension-Ziel, das in klassischen Impulsen eher ungewöhnlich wäre, in einem expanding Ending Diagonal aber perfekt ins Muster fällt, was sich noch zeigen muss und Abschluss bestätigen würde.

Normalerweise darf in der Elliott-Theorie eine übergeordnete Welle 3 nicht kürzer sein als die nachfolgende Welle 5. Das gilt für reguläre Impulsstrukturen. In diesem Fall greift jedoch die seltene, aber klare Ausnahme.

Warum darf die übergeordnete Welle 5 hier länger sein als Welle 3?

Die übergeordnete Welle 5 enthält ein Expanding Ending Diagonal, das sich in die Länge zieht.
  • Ending Diagonals können die Wellenstrecke massiv ausweiten, weil jede Unterwelle größer wird.
  • Dadurch kann die gesamte Welle 5 länger werden, obwohl die vorangehende Welle 3 völlig korrekt gezählt ist.
  • Das Ending Diagonal „überdehnt“ die finale Bewegung – ein typisches Erschöpfungsmuster vor der Trendwende.
  • Diese Ausnahme ist regelkonform, weil sich die Längenrestriktionen nur auf Impulswellen beziehen – nicht auf Wellen, die als Diagonal enden.


Damit ergibt sich ein rundes Bild:
Die Ending-Diagonal-Variante erklärt sowohl die interne Struktur als auch die Fibo-Ziele deutlich besser als die normale Impulszählung. Der letzte Schub in die Zielzone bleibt wahrscheinlich, bevor der Markt in die übergeordnete Trendwende kippt.

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