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Wochenausblick KW25–Fundamental, Makro und technischer Ausblick!

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Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die kommende Woche KW25

Vorab wie jede Woche der Hinweis:

Der ausführliche Wochenausblick inklusive meiner vollständigen Chartanalysen, Szenarien, Marktstruktur sowie konkreten Trade-Ideen für DAX, Nasdaq, SPX, US30, Bitcoin, Öl, Dollar und weitere Märkte ist bereits auf meinem YouTube-Kanal verfügbar.

In diesem Beitrag erhaltet ihr wie gewohnt die Zusammenfassung der wichtigsten fundamentalen, makroökonomischen und charttechnischen Themen für die kommende Handelswoche.

Fundamentale und geopolitische Lage

Die vergangene Woche wurde erneut von zwei großen Themen dominiert:

1. Der Entwicklung der Inflation in den USA
2. Der geopolitischen Situation im Nahen Osten

Besonders die geopolitische Komponente dürfte auch in der kommenden Woche weiterhin den größten Einfluss auf die Märkte haben.

Nachdem zu Beginn der Vorwoche noch erhebliche Sorgen über eine weitere Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran bestanden, änderte sich die Stimmung im Wochenverlauf deutlich. Immer mehr Marktteilnehmer begannen damit, eine diplomatische Lösung beziehungsweise einen möglichen Deal einzupreisen.

Vor allem am Donnerstag war deutlich zu erkennen, wie stark die Märkte auf entsprechende Meldungen reagieren. Risk Assets konnten sich kräftig erholen, während Öl massiv unter Druck geriet und die Volatilität deutlich zurückkam.

Der Grund dafür ist relativ einfach:

Ein möglicher Deal würde das Risiko einer Eskalation rund um die Straße von Hormus deutlich reduzieren. Genau diese Wasserstraße ist einer der wichtigsten Transportwege für den weltweiten Ölhandel.

Sollte es tatsächlich zu einer nachhaltigen Entspannung kommen, würde ein erheblicher Teil der geopolitischen Risikoprämie aus dem Ölpreis verschwinden.

Sinkende Ölpreise bedeuten wiederum:

- Weniger Inflationsdruck
- Weniger Belastung für Verbraucher
- Weniger Druck auf die Zentralbanken
- Höhere Wahrscheinlichkeit zukünftiger Zinssenkungen

Genau deshalb reagieren Aktienmärkte aktuell extrem sensibel auf jede neue Meldung aus dem Nahen Osten.

Für die kommende Woche bleibt deshalb die entscheidende Frage:

Kommt tatsächlich ein belastbarer Deal zustande oder handelt es sich lediglich um kurzfristige Hoffnung, die aktuell eingepreist wird?


Sollte ein Deal zustande kommen, dürfte dies insbesondere für Technologieaktien, den Nasdaq, Bitcoin und andere Risk Assets ein sehr konstruktives Umfeld schaffen.

Sollte die Situation hingegen erneut eskalieren, wäre eine Rückkehr steigender Ölpreise, höherer Volatilität und stärkerer Safe-Haven-Nachfrage wahrscheinlich.

Zusätzlich zeigt das aktuelle Marktumfeld weiterhin eine bemerkenswert hohe Risikobereitschaft institutioneller Investoren.

Ein gutes Beispiel dafür war das historische SpaceX-IPO. Trotz bereits enorm hoher Bewertung konnte die Aktie deutlich stärker performen als viele Marktteilnehmer erwartet hatten und legte direkt nach dem Börsengang kräftig zu. Solche Entwicklungen zeigen, dass Kapital weiterhin bereit ist, in Wachstumswerte und Zukunftstechnologien zu fließen.

Auch die positiven Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, insbesondere bei Unternehmen wie Anthropic, unterstreichen weiterhin die starke Risikobereitschaft der Märkte.

Insgesamt bleibt die Kombination aus:

- Nachlassendem Inflationsdruck
- Hoffnungen auf geopolitische Entspannung
- Hoher Risikobereitschaft der Investoren

aktuell einer der wichtigsten Treiber für die Entwicklung der globalen Finanzmärkte.

Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW25 im Überblick

Montag

Zum Wochenstart richtet sich der Fokus vor allem auf die Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Marktteilnehmer werden sehr genau darauf achten, ob sich Hinweise auf den zukünftigen geldpolitischen Pfad der EZB ergeben.

Zusätzlich stehen sowohl in Europa als auch in den USA Daten zur Industrieproduktion auf dem Kalender.

Gerade die US-Daten liefern wichtige Hinweise darauf, wie robust die amerikanische Wirtschaft aktuell tatsächlich bleibt.

Die Volatilität dürfte zum Wochenstart jedoch zunächst begrenzt bleiben, da die Märkte bereits auf die deutlich wichtigeren Ereignisse der Wochenmitte warten.

Mittwoch – Der wichtigste Tag der Woche

Der Mittwoch wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der entscheidende Handelstag der gesamten Woche.

Bereits am Vormittag stehen die europäischen Inflationsdaten im Fokus.

Veröffentlicht werden:

- CPI Year-over-Year
- Core CPI Year-over-Year
- CPI Month-over-Month

Diese Daten liefern wichtige Hinweise darauf, ob sich der Inflationsdruck in Europa weiter abschwächt oder ob die EZB künftig erneut restriktiver agieren muss.

Noch wichtiger wird jedoch der Nachmittag in den USA.

Hier stehen die Retail Sales sowie die Core Retail Sales im Mittelpunkt.

Die Core Retail Sales messen die Veränderung der Einzelhandelsumsätze ohne Automobile und gelten als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Konsumstärke der US-Wirtschaft.

Da der private Konsum einen erheblichen Anteil der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, reagieren die Märkte häufig sehr sensibel auf diese Zahlen.

Starke Retail Sales sprechen für eine robuste Wirtschaft, können jedoch gleichzeitig die Erwartung sinkender Zinsen reduzieren.

Schwächere Retail Sales würden hingegen Zinssenkungshoffnungen unterstützen, könnten aber gleichzeitig Sorgen über die Wirtschaftsentwicklung auslösen.

Ebenfalls relevant werden die Crude Oil Inventories.

Diese zeigen, wie sich die US-Rohöllagerbestände entwickeln und liefern wichtige Hinweise auf Angebot und Nachfrage am Ölmarkt. Besonders in Kombination mit den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten könnten die Lagerbestände in dieser Woche zusätzliche Bedeutung gewinnen.

Der absolute Höhepunkt folgt jedoch am Abend:

FOMC, Zinsentscheid und Pressekonferenz der Federal Reserve

Der Markt erwartet aktuell keine Veränderung des Leitzinses.

Forecast: 3,75 %
Previous: 3,75 %

Die eigentliche Aufmerksamkeit richtet sich daher nicht auf den Zinsentscheid selbst, sondern auf alles, was danach folgt.

Besonders wichtig werden:

- FOMC Statement
- Economic Projections
- Dot Plot
- Pressekonferenz der Fed


Genau hier entscheidet sich, ob die Marktteilnehmer die Sitzung als dovish, neutral oder hawkish interpretieren.

Eine dovishe Kommunikation würde bedeuten:

- Höhere Wahrscheinlichkeit zukünftiger Zinssenkungen
- Fallende Staatsanleiherenditen
- Schwächerer US-Dollar
- Positiv für Aktien, Bitcoin und andere Risk Assets

Eine hawkishe Kommunikation würde bedeuten:


- Weniger Zinssenkungserwartungen
- Höhere Renditen
- Stärkerer Dollar
- Belastung für Risk Assets


Märkte und Korrelationen im Überblick

US Oil

Der Ölmarkt bleibt auch in der KW25 einer der wichtigsten Märkte überhaupt, da er aktuell die direkte Verbindung zwischen Geopolitik, Inflation und Geldpolitik darstellt.

US Oil schloss die vergangene Woche bei 84,28 Dollar und damit deutlich unter den Hochs der Vorwoche. Insgesamt sahen wir einen Rückgang von rund 7 %, was vor allem auf die zunehmenden Hoffnungen einer diplomatischen Lösung im Nahen Osten zurückzuführen war.

Charttechnisch befindet sich Öl aktuell an einem sehr interessanten Punkt.

Sollte es tatsächlich zu einem Deal zwischen den USA und dem Iran kommen und die Straße von Hormus wieder vollständig in den Normalbetrieb übergehen, könnte die geopolitische Risikoprämie weiter aus dem Markt verschwinden. In diesem Fall sehe ich gute Chancen, dass das aktuelle Wochentief bei 83,20 Dollar gebrochen wird und wir relativ schnell die Zone um 81 bis 80 Dollar anlaufen.

Besonders interessant wird anschließend die Reaktion in diesem Bereich. Bereits Mitte April wurde die 80-Dollar-Zone kurz unterschritten, bevor eine starke Gegenbewegung einsetzte.

Für die kommenden Wochen bleibt daher entscheidend, ob die aktuelle Bewegung lediglich eine kurzfristige Reaktion auf politische Hoffnungen darstellt oder ob wir tatsächlich eine nachhaltige Neubewertung des Ölmarktes erleben.

Sollte das bearishe Szenario Bestand haben, sehe ich nach einem Bruch der 80-Dollar-Zone sogar weiteres Potenzial bis in den Bereich um 77 Dollar.

Solange sich der Markt nicht nachhaltig über die Zone um 88 Dollar zurückarbeiten kann, bleibt mein übergeordnetes Bias kurzfristig bearish.

US-Staatsanleihen

Auch am Anleihemarkt setzte sich die Entspannung fort.

Die Renditen gingen über nahezu alle Laufzeiten zurück.

Bereits im Wochenrückblick KW24 konnte man erkennen, dass die Märkte wieder etwas mehr Zinssenkungen einpreisen und gleichzeitig die Angst vor weiteren restriktiven Maßnahmen der Fed zurückgeht.

Genau deshalb bleiben Staatsanleihen weiterhin einer der wichtigsten Indikatoren für die allgemeine Marktstimmung.

Steigende Renditen sprechen meist für einen restriktiveren geldpolitischen Ausblick.

Fallende Renditen sprechen hingegen für eine dovishere Interpretation der zukünftigen Geldpolitik.

Aktuell befinden wir uns weiterhin auf historisch hohen Renditeniveaus, allerdings zeigt sich zunehmend eine Range-Bildung.

Die kommende Fed-Sitzung dürfte hier den nächsten entscheidenden Impuls liefern.

DXY – US-Dollar Index

Der Dollar zeigte sich in der vergangenen Woche deutlich schwächer als noch in der Vorwoche.
Die Kombination aus fallenden Inflationssorgen, Hoffnungen auf geopolitische Entspannung und sinkenden Renditen sorgte dafür, dass der DXY erneut unter Druck geriet. Für die kommende Woche bleibt insbesondere die Zone um 99,50 Punkte entscheidend. Kann der Dollar dort Unterstützung finden und sich wieder über die psychologisch wichtige 100-Punkte-Marke zurückarbeiten?

Oder sehen wir im Zuge einer dovishen Fed und weiter fallender Renditen eine Fortsetzung der Dollar-Schwäche?

Sollte die Fed am Mittwoch dovisher auftreten als aktuell erwartet wird, könnten weitere Zinssenkungsfantasien eingepreist werden.

In diesem Szenario wären fallende Renditen und ein schwächerer Dollar wahrscheinlich. Dann könnte auch die Zone unterhalb von 99,50 Punkten wieder in den Fokus rücken. Sollte die Fed hingegen hawkish überraschen oder die geopolitische Lage erneut eskalieren, dürfte der Dollar als Safe Haven profitieren. Dann wären Kursziele oberhalb der 100-Punkte-Marke deutlich realistischer.

VIX – Volatilitätsindex

Der VIX verlor in der vergangenen Woche rund 18 % und schloss bei 17,67 Punkten.

Damit wurde ein großer Teil des Anstiegs aus der Vorwoche wieder vollständig abgebaut. Die Entwicklung zeigt sehr deutlich, wie stark die Märkte zuletzt geopolitische Risiken ausgepreist haben. Gleichzeitig bleibt der VIX einer der wichtigsten Frühindikatoren für Risk Assets. Die vergangene Woche hat erneut gezeigt, wie schnell sich die Volatilität verändern kann. Bereits rund um die NFP-Daten konnten wir innerhalb kurzer Zeit Anstiege von über 38 % beobachten.

Für die kommende Woche bleibt daher entscheidend, ob die aktuelle Entspannung Bestand hat oder ob Fed und Nahost-Thematik erneut für größere Ausschläge sorgen.

Risk Assets im Überblick

Für die konkreten Trading Ideen schau dir zu mein Youtube Video an.

Nvidia

Charttechnisch bleibt Nvidia weiterhin in einer entscheidenden Phase.

Die wichtige Unterstützungszone zwischen 198 und 200 Dollar konnte bislang erfolgreich verteidigt werden. Die Käufer reagierten in diesem Bereich erneut sehr aggressiv. Für die kommende Woche bleibt genau diese Zone der wichtigste Support. Solange Nvidia oberhalb dieser Marke notiert, bleibt das übergeordnete bullishe Bild intakt. Die entscheidende Widerstandszone befindet sich aktuell im Bereich um 212 Dollar. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde aus meiner Sicht den Weg in Richtung neuer Allzeithochs öffnen. Dafür benötigen die Märkte jedoch ein konstruktives Umfeld mit weiter sinkenden Inflationssorgen, einer eher dovishen Fed und idealerweise zusätzlicher Entspannung im Nahen Osten.

Sollte die Zone um 200 Dollar hingegen verloren gehen, sehe ich eine tiefere Korrektur in Richtung 190 Dollar als realistisches Szenario.

Bitcoin

Bitcoin zeigte sich zuletzt deutlich schwächer als viele Aktienmärkte. Während Nasdaq und S&P 500 bereits wieder Stärke demonstrierten, bewegte sich Bitcoin überwiegend seitwärts. In den vergangenen zehn Tagen entstand rund um die 60.000-Dollar-Marke eine größere Range. Der Markt scheint aktuell auf neue Impulse zu warten. Für die kommende Woche bleibt daher entscheidend, ob wir erneut Momentum in Richtung 69.000 bis 70.000 Dollar sehen oder ob Bitcoin nochmals die Unterstützung bei 60.000 Dollar testet.

Die Fed-Sitzung dürfte dabei auch für den Kryptomarkt der wichtigste Auslöser werden. Ein dovishes Umfeld würde Bitcoin deutlich unterstützen. Eine hawkishe Überraschung könnte dagegen kurzfristig Druck erzeugen.

SPX

Der S&P 500 bleibt aus charttechnischer Sicht weiterhin sehr konstruktiv. Die wichtige Unterstützungszone bei 7.250 Punkten konnte erfolgreich verteidigt werden. Besonders interessant bleibt dabei die Monatsstruktur. Das Tief des Monats wurde respektiert, während gleichzeitig bereits neue Hochs attackiert wurden. Für die kommende Woche sehe ich zwei Hauptszenarien.

Entweder kommt es zunächst zu einem Retest im Bereich um 7.360 Punkte, bevor die Käufer erneut aktiv werden.

Oder wir sehen direkt einen Ausbruch über die 7.500-Punkte-Marke und damit die Fortsetzung der Bewegung in Richtung neuer Allzeithochs.

Solange die aktuelle Struktur erhalten bleibt, bleibt mein Bias klar bullish.

Nasdaq

Der Nasdaq bleibt aktuell der stärkste große Aktienindex. Die Käufer griffen bereits deutlich früher zu als im S&P 500 und verhinderten einen tieferen Rücksetzer. Besonders positiv ist der Schlusskurs oberhalb von 29.500 Punkten. Für mich bleibt die Zone um 30.000 Punkte die entscheidende Marke.

Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg für eine weitere Bewegung in Richtung neuer Allzeithochs freimachen.

Solange die aktuelle Marktstruktur intakt bleibt, bleibt der Nasdaq der stärkste Vertreter unter den großen US-Indizes.

US30

Auch der Dow Jones präsentierte sich zuletzt äußerst robust.

Der Index konnte oberhalb der wichtigen 51.000-Punkte-Marke schließen und damit die Verluste der Vorwochen vollständig aufholen. Charttechnisch bleibt die Struktur klar bullish. Für die kommende Woche stehen zwei Szenarien im Vordergrund:

Entweder sehen wir einen Retest der Zone um 51.000 Punkte mit anschließender Käuferreaktion. Oder der Markt setzt die Bewegung direkt fort und attackiert neue Hochs oberhalb von 51.500 Punkten.

Solange die aktuelle Struktur intakt bleibt, bleibt der Vorteil auf Seiten der Käufer.

DAX – Charttechnischer Ausblick für die KW25


Auch beim DAX bleibt das Gesamtbild nach dem Wochenschluss weiterhin konstruktiv.

Wie bereits im Wochenrückblick KW24 angesprochen, wurde die extrem wichtige Unterstützungszone bei 24.000 Punkten erneut erfolgreich verteidigt. Die Käufer haben dort aggressiv reagiert und den Markt innerhalb weniger Handelstage wieder zurück über die entscheidende Schlüsselzone bei 24.500 Punkten gebracht.

Besonders wichtig ist dabei, dass die 24.500er Zone nicht irgendein Level darstellt. Hier treffen mehrere bedeutende Jahres-, Quartals- und Monatskurse aufeinander. Gleichzeitig markiert dieser Bereich den Jahresschlusskurs 2025 sowie den Eröffnungskurs 2026 und besitzt damit eine hohe institutionelle Relevanz.

Der Wochenclose oberhalb dieser Marke ist daher zunächst als bullisches Signal zu werten.

Auch die übergeordnete Marktstruktur bleibt weiterhin intakt. Auf Tagesbasis sehen wir nach wie vor eine Folge aus höheren Tiefs und höheren Hochs. Rücksetzer werden aktuell konsequent aufgekauft und größere Gewinnmitnahmen konnten bislang keine nachhaltigen Strukturbrüche erzeugen.

Für die kommende Woche ergeben sich aus meiner Sicht zwei zentrale Szenarien:

Bullisches Szenario

Im bullischen Szenario hält die Zone um 24.500 Punkte weiterhin als Unterstützung.

Entweder sehen wir direkt zu Wochenbeginn weitere Käufe oberhalb von 24.600 Punkten oder einen kurzen Retest der 24.500er Zone mit anschließender Käuferreaktion.

In diesem Fall rückt zunächst die Zone um 24.800 Punkte in den Fokus. Dort befinden sich das Wochenhoch der KW24, wichtige Monatsmarken sowie der Jahreshöchstkurs 2025.

Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über diese Zone, sehe ich die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten als nächstes realistisches Kursziel.

Darüber hinaus würde sich das Bild weiter aufhellen und auch die Zone um 25.500 Punkte und neue ATHs wieder stärker in den Fokus rücken.

Voraussetzung hierfür wären:

- Fortschritte bei den Verhandlungen im Nahen Osten
- Weiter fallende Ölpreise
- Eine neutrale bis dovishe Fed
- Keine negativen Überraschungen bei den US-Wirtschaftsdaten


Bearishes Szenario

Das bearishe Szenario würde erst wieder an Bedeutung gewinnen, wenn die 24.500er Zone nachhaltig verloren geht.

Sollte die Fed am Mittwoch hawkisher auftreten als aktuell erwartet wird oder die geopolitische Lage erneut eskalieren, könnte dies für neue Unsicherheit sorgen. In diesem Fall wäre die Zone um 24.000 Punkte erneut die entscheidende Unterstützung. Wird auch diese Marke aufgegeben, könnte sich die Korrektur in Richtung 23.700 Punkte ausweiten.

Aktuell besitzt dieses Szenario für mich jedoch eine geringere Wahrscheinlichkeit, solange die Marktstruktur und die Käuferreaktionen an den Unterstützungen intakt bleiben.

Fazit

Die KW25 dürfte eine der wichtigsten Handelswochen des laufenden Monats werden.

Die Märkte müssen gleich mehrere zentrale Themen gleichzeitig verarbeiten:

- Die weitere Entwicklung im Nahen Osten
- Die Zukunft der Ölpreise
- Die US-Retail-Sales
- Die Fed-Zinsentscheidung
- Die Economic Projections
- Das FOMC Statement
- Die Pressekonferenz der Federal Reserve

Besonders die Kombination aus geopolitischer Entspannung und einer möglicherweise neutralen bis dovishen Fed könnte für weiteres bullisches Momentum bei Risk Assets sorgen.

Gleichzeitig befinden sich viele Märkte inzwischen wieder an wichtigen Widerständen oder sogar in unmittelbarer Nähe ihrer Allzeithochs.

Die Wahrscheinlichkeit größerer Bewegungen bleibt daher erhöht.

Wichtigste Erkenntnisse für die KW25

- Die Nahost-Thematik bleibt aktuell der wichtigste geopolitische Markttreiber.
- Öl könnte bei weiterer Entspannung Richtung 81 bis 77 Dollar korrigieren.
- Die Fed-Sitzung am Mittwoch wird das wichtigste Makro-Event der Woche.
- Die Märkte erwarten aktuell keine Zinserhöhung, sondern fokussieren sich vollständig auf Guidance und Ausblick.
- Fallende Renditen und ein schwächerer Dollar würden Risk Assets weiter unterstützen.
- Nasdaq, SPX, US30 und DAX bleiben charttechnisch konstruktiv.
- Die wichtigsten Widerstände liegen aktuell bei 25.000 Punkten im DAX, 30.000 Punkten im Nasdaq und 7.500 Punkten im SPX.
- Die aktuelle Marktstruktur spricht weiterhin dafür, dass Rücksetzer bislang gekauft werden.

Wie seht ihr die kommende Handelswoche?

Setzt sich das bullische Momentum fort oder sehen wir rund um FOMC und die geopolitischen Entwicklungen erneut größere Gewinnmitnahmen?

Ausführlichere Trade-Ideen, Chartanalysen und Szenarien findet ihr wie immer in meinem aktuellen YouTube-Video.

Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.

Ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche und stabile Trades!

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