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DAX Tagesausblick 08. Juni – 24.500er Zone heute entscheidend!

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Kurz vorab

Ich habe zusätzlich ein ausführliches Video zum Wochenausblick veröffentlicht, in dem ich detailliert auf die wichtigsten fundamentalen Entwicklungen, geopolitischen Risiken, Wirtschaftsdaten sowie die wichtigsten Setups bei DAX, Nasdaq, S&P 500, Bitcoin, Nvidia, Öl, US-Dollar und weiteren Märkten eingehe.

Den Link zum Video findet ihr wie gewohnt auf meinem Profil.

Der heutige Tagesausblick konzentriert sich auf die wichtigsten Entwicklungen zum Wochenstart sowie die relevanten charttechnischen Szenarien für die großen Märkte.

Fundamentale und geopolitische Lage

Die geopolitische Lage bleibt auch zum Start der neuen Handelswoche einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Finanzmärkte. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Situation rund um Iran, Israel und die USA.

Während die Märkte in den vergangenen Wochen zeitweise verstärkt auf eine diplomatische Lösung gesetzt hatten, blieb eine endgültige Einigung bislang aus. Gleichzeitig kam es zuletzt erneut zu militärischen Aktivitäten, gegenseitigen Drohungen und neuen Spannungen in der Region.

Über das Wochenende sorgten insbesondere Meldungen über Angriffe auf US-Stützpunkte im Nahen Osten, Luftalarm in Bahrain sowie abgefangene Raketen- und Drohnenangriffe in Kuwait für erhöhte Aufmerksamkeit. Gleichzeitig zeigen die bisherigen Marktreaktionen, dass Investoren aktuell zwar eine erhöhte Unsicherheit einpreisen, bislang jedoch noch nicht von einer unkontrollierten Eskalation ausgehen.

Bemerkenswert bleibt dabei insbesondere die Entwicklung am Ölmarkt. Trotz der zuletzt vergleichsweise ruhigen Entwicklung an den Rohstoffmärkten führte die aktuelle Nachrichtenlage bereits zum Wochenstart zu deutlichen Aufschlägen beim Ölpreis. Damit zeigt sich erneut, wie sensibel die Märkte derzeit auf neue Schlagzeilen aus dem Nahen Osten reagieren.

Für die Finanzmärkte bleibt entscheidend, ob es in den kommenden Tagen zu weiteren Eskalationen kommt oder ob diplomatische Bemühungen wieder stärker in den Vordergrund rücken. Neue Spannungen hätten unmittelbare Auswirkungen auf Ölpreise, Inflationserwartungen, Volatilität und damit letztendlich auch auf die Entwicklung der globalen Aktienmärkte.

Abseits der geopolitischen Entwicklungen bleibt Nvidia weiterhin einer der wichtigsten Einzelwerte für die Stimmung im gesamten Technologiesektor. Zuletzt sorgten weitere positive Unternehmensmeldungen und neue Partnerschaften für konstruktive Schlagzeilen. Gleichzeitig achten Marktteilnehmer jedoch zunehmend darauf, ob die zuletzt sehr hohen Bewertungen weiterhin durch Fundamentaldaten gerechtfertigt werden können.

Fundamentale Wirtschaftsdaten heute

Der heutige Handelstag verläuft aus fundamentaler Sicht vergleichsweise ruhig.

Der Fokus der gesamten Handelswoche liegt weiterhin auf Mittwoch und Donnerstag.

Am Mittwoch werden die US-Verbraucherpreisdaten (CPI) veröffentlicht. Nach den überraschend starken Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche gelten diese Zahlen als wichtigstes Event der gesamten Handelswoche. Die Märkte werden genau beobachten, ob sich der Inflationsdruck erneut beschleunigt und mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve weiter nach hinten verschoben werden müssen.

Am Donnerstag folgt die Zinsentscheidung der EZB. Zusätzlich stehen weitere Inflationsdaten auf Produzentenebene (PPI) sowie neue Arbeitsmarktdaten auf dem Programm.

Insgesamt dürfte die Kombination aus Inflation, Geldpolitik und geopolitischen Entwicklungen im weiteren Wochenverlauf für erhöhte Volatilität sorgen.

Märkte und Korrelationen im Überblick


US Oil

Der Ölmarkt startet mit einem deutlichen Gap-Up in die neue Handelswoche. Aktuell notiert US Oil bei rund 94,30 US-Dollar und damit mehr als 4 % über dem Wochenschlusskurs vom Freitag.

Verantwortlich hierfür dürften vor allem die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten sein.
Für mich bleibt nun entscheidend, ob sich der Markt oberhalb der 95-Dollar-Marke etablieren kann. Diese Zone entspricht gleichzeitig dem Weekly High der KW22 und stellt eine wichtige technische Hürde dar.

Sollte ein Daily Close oberhalb dieser Marke gelingen, würde anschließend das Wochenhoch der vergangenen Woche bei rund 97 Dollar in den Fokus rücken.

Um kurzfristig bearish zu bleiben, sollte der Markt dagegen weiterhin unterhalb der 95-Dollar-Marke schließen.

US-Staatsanleihen

Auch die US-Staatsanleihen zeigen zum Wochenstart deutliche Stärke.

Besonders auffällig sind die Bewegungen bei den kürzeren Laufzeiten. Die dreijährigen Anleihen notieren rund 1,07 % im Plus, die fünfjährigen Anleihen rund 1,08 %, die zehnjährigen Anleihen knapp 0,97 % und die dreißigjährigen Anleihen etwa 0,60 % höher.

Zusätzlich wurden die Hochs der Vorwoche bereits überschritten.

Damit bleibt das Thema steigender Renditen und eine mögliche Verschiebung zukünftiger Zinssenkungen weiterhin ein wichtiger Belastungsfaktor für Risk Assets.

DXY

Der US-Dollar-Index startet ebenfalls mit einem leichten Gap-Up in die neue Woche.

Die Hochs der Vorwoche wurden bereits überschritten und die psychologisch wichtige 100-Punkte-Marke konnte erneut erfolgreich verteidigt werden. Solange sich der DXY oberhalb von 100 Punkten halten kann, bleibt für mich ein Anstieg in Richtung 100,50 Punkte das wahrscheinlichste Szenario. Ein starker US-Dollar bleibt dabei insbesondere für EUR/USD, Gold und zahlreiche Risk Assets ein wichtiger Gegenwind.

VIX

Der Volatilitätsindex notiert nach einem kleinen Gap-Up aktuell wieder knapp unterhalb der Marke von 20 Punkten.
Trotz der erhöhten geopolitischen Unsicherheit konnte der VIX bislang keine nachhaltige Dynamik nach oben entwickeln. Für die kommenden Handelstage bleibt der VIX dennoch einer der wichtigsten Frühindikatoren für die allgemeine Risikobereitschaft institutioneller Marktteilnehmer.

Risk Assets im Überblick

Nvidia

Nvidia zeigt vorbörslich bereits erste Stabilisierungstendenzen und notiert aktuell leicht im Plus bei rund 208,50 US-Dollar.

Trotz der positiven Unternehmensmeldungen bleibt die charttechnische Situation zunächst unverändert. Für die Bullen wäre eine nachhaltige Stabilisierung oberhalb von 212 Dollar entscheidend. Sollte diese Rückeroberung nicht gelingen und das aktuelle Wochentief unterschritten werden, bleibt eine Ausweitung der Korrektur in den Bereich zwischen 200 und 198 Dollar weiterhin möglich.

Bitcoin

Bitcoin konnte zuletzt den ersten positiven Daily Close seit mehreren Handelstagen ausbilden.

Für eine nachhaltigere Erholung wäre nun ein Bruch des gestrigen Tageshochs erforderlich. In diesem Fall könnte sich weiteres Potenzial in Richtung 66.000 US-Dollar eröffnen. Gelingt dies nicht, bleibt ein erneuter Test der wichtigen Unterstützung bei 60.000 Dollar das wahrscheinlichste Szenario.

S&P 500

Beim S&P 500 bleibt die Zone um 7.500 Punkte weiterhin die wichtigste kurzfristige Entscheidungsmarke.

Zwar konnte das Wochenhoch zunächst nahezu erreicht werden, allerdings kam es dort erneut zu Verkäufen. Sollte die Zone um 7.500 Punkte als Widerstand bestätigt werden, bleibt eine Fortsetzung der laufenden Korrektur möglich. Fällt der Markt erneut unter 7.350 Punkte, bleibt das nächste größere Ziel unverändert im Bereich von 7.250 Punkten.

Nasdaq

Der Nasdaq zeigt zum Wochenstart erste Stabilisierungstendenzen und konnte sich zunächst oberhalb der 29.000-Punkte-Marke halten.

Für das bullische Szenario wäre nun eine Fortsetzung der Erholung in Richtung 29.500 Punkte sowie anschließend 30.000 Punkte denkbar. Auf der Unterseite bleibt die Marke von 28.500 Punkten entscheidend. Ein nachhaltiger Bruch könnte die Korrektur bis in den Bereich von 27.500 Punkten ausweiten. Besonders die CPI-Daten am Mittwoch dürften maßgeblich über die weitere kurzfristige Richtung entscheiden.

US30

Beim Dow Jones wurde das Wochentief bereits unterschritten, wodurch sich das Chartbild aktuell etwas schwächer präsentiert als bei Nasdaq und S&P 500.

Für mich bleibt nun besonders interessant, ob wir einen erneuten Retest der Zone um 51.000 Punkte sehen.

Dort könnten sich interessante Short-Setups ergeben, mit möglichen Zielen im Bereich von 50.500 beziehungsweise 50.000 Punkten. Sollte sich der Markt dagegen wieder nachhaltig oberhalb von 51.000 Punkten etablieren, würde dies das bullische Szenario stärken und weiteres Potenzial in Richtung 51.500 Punkte eröffnen.

DAX – Charttechnischer Ausblick

Der DAX startet mit erhöhter Unsicherheit in die neue Handelswoche und hat bereits das Wochentief der Vorwoche unterschritten.

Im Bereich von 24.300 Punkten konnte zunächst erste bullische Gegenwehr beobachtet werden. Gleichzeitig bleibt die Zone um 24.500 Punkte für mich die mit Abstand wichtigste Entscheidungsmarke des heutigen Handelstages.

Für ein nachhaltiges bullisches Momentum wäre entscheidend, dass sich der Markt oberhalb dieser Zone stabilisieren kann. Gelingt zusätzlich ein Ausbruch sowie ein Schlusskurs oberhalb der H4-Hochs bei rund 24.620 Punkten, würde sich weiteres Potenzial in Richtung Monatshoch April sowie Jahreshoch 2025 bei rund 24.800 Punkten eröffnen.

Bei anhaltender Dynamik wäre anschließend sogar ein Anlauf der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke denkbar.

Bullisches Szenario


Die Zone um 24.500 Punkte wird erfolgreich verteidigt.

Anschließend gelingt die Rückeroberung der H4-Hochs bei 24.620 Punkten.

In diesem Fall rücken zunächst 24.800 Punkte und anschließend die Marke von 25.000 Punkten in den Fokus.

Bearishes Szenario

Der DAX unterschreitet das aktuelle Tagestief und verliert damit die kurzfristige Stabilisierung.

In diesem Fall rückt zunächst die Unterstützung im Bereich von 24.200 Punkten in den Fokus.
Sollte auch diese Zone keinen Halt bieten, wäre eine Ausweitung der Korrektur bis an die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke denkbar.

Fazit

Fundamental dürfte der heutige Handelstag zunächst vergleichsweise ruhig verlaufen. Die größten Impulse der Woche werden voraussichtlich erst durch die CPI-Daten am Mittwoch sowie die geldpolitischen Entscheidungen und Pressekonferenzen am Donnerstag ausgelöst.

Bis dahin bleiben insbesondere die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, die Bewegungen am Ölmarkt, die Entwicklung des US-Dollars sowie die Renditen der US-Staatsanleihen die wichtigsten Einflussfaktoren für die Märkte.

Trotz der jüngsten Korrekturen befinden sich die großen Risk Assets weiterhin in übergeordnet bullischen Marktstrukturen. Ob die aktuellen Rücksetzer bereits attraktive Kaufgelegenheiten darstellen oder ob die Korrektur zunächst weiterläuft, dürfte sich maßgeblich in den kommenden Tagen entscheiden.

Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.

Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Setzt sich die Korrektur bei den Risk Assets fort oder sehen wir bereits wieder erste attraktive Buy-the-Dip-Chancen?

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