Sollte man den EUR/CHF-Kurs kaufen?

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Seit mehreren Monaten haben große Zentralbanken weltweit begonnen, im freien Devisenmarkt (Forex) zu intervenieren. Der Hauptgrund ist die Stärke des US-Dollars seit Jahresbeginn im Zusammenhang mit dem geldpolitischen Status quo der US-Notenbank (Fed).

Zunächst waren es die asiatischen Zentralbanken, die aktiv wurden, da wichtige asiatische Schwellenländerwährungen im Zuge geopolitischer Ereignisse im Nahen Osten gefallen sind. Dieser Rückgang von Währungen wie der indischen Rupie, der indonesischen Rupiah und dem südkoreanischen Won zwang die jeweiligen Zentralbanken, am Devisenmarkt zu intervenieren, um die Abwertung gegenüber dem US-Dollar zu bremsen.

Auch Japan ist ein Beispiel, mit direkten Interventionen der Bank of Japan in Höhe von mehreren zehn Milliarden US-Dollar, um Yen zu kaufen und US-Dollar zu verkaufen und so den Anstieg des USD/JPY zu stoppen.

Allen diesen Zentralbanken ist gemeinsam, dass sie den Anstieg des US-Dollars gegenüber ihren heimischen Währungen bremsen oder neutralisieren wollen. Damit kehren direkte oder indirekte Eingriffe der Zentralbanken in den Devisenmarkt zurück.

Beim Schweizer Franken (CHF) ist die Situation jedoch anders. Die Schweizer Nationalbank interveniert direkt am Devisenmarkt, um die Aufwertung des Frankens zu bremsen, der als sicherer Hafen Kapital anzieht.

Nachfolgend der erste Teil der Pressemitteilung der jüngsten geldpolitischen Entscheidung der Schweizer Nationalbank vom 18. Juni, in der ausdrücklich auf Interventionen am Devisenmarkt hingewiesen wird.
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Die jüngste geldpolitische Entscheidung der Schweizer Nationalbank hat ausdrücklich bestätigt, dass die Notenbank jederzeit intervenieren kann, um die Aufwertung des Frankens und damit den Rückgang des EUR/CHF-Kurses zu stoppen.

Der EUR/CHF befindet sich weiterhin in einem klaren Abwärtstrend, dieser zeigt jedoch Erschöpfungszeichen, wie eine fallende Keilformation zeigt.

Es gibt derzeit kein Kaufsignal für EUR/CHF, allerdings wird es zunehmend riskant, short zu bleiben, da man nun gegen eine Zentralbank positioniert ist.

Ein erstes bullisches Signal wäre der Ausbruch über die Ichimoku-Wolke im Wochenchart.
Der folgende Chart zeigt japanische Kerzen im Wochenchart des EUR/CHF.
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