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Aktuelle DAX Umfrage: Anleger sind absolut verunsichert

TVC:DEU30   DAX Index
Am Freitag vor einer Woche erreichten die US Aktienmärkte All Time Highs. Für Stephan Heibel, der die Aktienmärkte aufgrund von Sentiment Daten analysiert, war dies kein Grund zur Freude. Im Gegenteil - er warnte vor einem deutlichen Kursrückgang:

"Die technische Überhitzung in den USA macht mir nun langsam Sorgen. Und auch der feste Euro             könnte einen Dämpfer gut gebrauchen. Meiner Ansicht nach könnte es in den kommenden ein bis zwei Wochen eine Erholung des US-Dollar geben, gefolgt von einem Rücksetzer im US-Aktienmarkt und im Öl. Der DAX             dürfte meiner Erwartung nach ebenfalls ein wenig konsolidieren, doch nur deutlich schwächer als sein US-Kollege.


Stephan Heibel ist Chefredakteur und Inhaber des Analysehauses AnimusX.de und befragt in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt wöchentlich 2.400 private und institutionelle Anleger zur ihrem DAX-Sentiment. Wie sieht Heibel die aktuelle Stimmungslage, nachdem der DJIA             den 8. höchsten Absturz in seiner Geschichte erlitten hatte?

"Vor einer Woche habe ich die Sentimentverfassung der Anleger noch mit der Situation im vergangenen November verglichen, als eine Korrektur von 4% folgte. Heute steht der DAX             4% tiefer als vor einer Woche. Schuldige gibt es nicht, lediglich ein Auslaufen der Rallye. Da wird nun der hohe Euro             oder auch das steigende Zinsniveau in Europa als Belastung für die Aktienmärkte zitiert, doch das ist nichts Neues, das gerade diese Woche der Ausverkauf aus diesem Grund erfolgen sollte. Vielmehr gab es deutlichere Anzeichen in der Stimmung der Anleger, die eine Rückschlagsanfälligkeit insbesondere in den USA - und in deren Kielwasser dann auch in Deutschland - zeigten."


Wie ist nun die aktuelle Stimmungslage, nachdem DAX             und Dow deutlich nachgegeben haben?


Dazu Heibel: "Die Stimmung ist binnen kurzer Zeit heftig eingebrochen: Nur noch 9% der Umfrageteilnehmer (-26%) sehen den DAX             aktuell noch immer in einer Aufwärtsbewegung, 47% hingegen (+35%) attestieren ihm einen Abwärtsimpuls. Immerhin 27% (-7%) gehen noch von einer Seitwärtsbewegung aus. Damit ist die Stimmung unter den Anlegern praktisch über Nacht von sehr guter Laune in Panik umgeschlagen. Der aktuelle Wert von -3,8 wurde zuletzt im August vergangenen Jahres erreicht.
Unsere Umfrageteilnehmer sind aktuell absolut verunsichert: 33% (+2%) sehen ihre Erwartungen kaum erfüllt, 36% (+26%!) geben an, vollkommen auf dem falschen Fuß erwischt worden zu sein. Nur noch 22% (-27%) geben an, dass ihre Erwartungen an die Börsenentwicklung mit diesem Ausverkauf zum großen Teil erfüllt wurden und nur 9% (-1%) haben sogar darauf spekuliert.
Während die Stimmung einbricht, nimmt der Zukunftsoptimismus zu: 35% (+8%) erwarten für den DAX             in drei Monaten steigende Kurse. Hingegen bleiben weiterhin 19% bei Ihrer Erwartung fallender Kurse und 27% (-2%) bei einer Seitwärtsbewegung. Eine Topbildung, die zuvor von jedem Vierten noch erwartet wurde, wird nun kaum noch als Möglichkeit in Betracht gezogen. Nachkaufen wollen 27% (-2%) und 19% (+6%) wollen verkaufen. Mit 54% (-4%) bleiben so wenige Anleger unentschlossen, wie schon lange nicht mehr. Quelle: http://www.heibel-ticker.de/heibel_tickers/1446?start

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt wieder ein ansteigendes Interesse an Long-Positionen an. Offensichtlich nutzen Privatanleger den heutigen Ausverkauf, um Aktien zuzukaufen. Institutionelle Anleger, die sich über die Eurex absichern, setzen vollständig auf steigende Kurse. Das Put-Call-Verhältnis war im vergangenen Jahr niemals so niedrig, zeigte also niemals eine so bullische Haltung der Profis an wie heute.

Was erwartet Heibel für die kommende Woche?

"Tja, wir befinden uns mitten im Ausverkauf. Den vorläufigen Stimmungsdaten entnehme ich bereits eine extrem große Verunsicherung unter den Anlegern sowie auch schon erste Anzeichen von Panik. Das sollte für ein kurzzeitiges Tief ausreichen, zum Beginn der kommenden Woche dürften die Aktienmärkte sich tendenziell erstmal erholen."
Kommentar: Anleger können an der wöchentlichen Umfrage teilnehmen und erhalten vorab kostenlos die Auswertungen per email. Die Ergebnisse werden jeweils Montags Nachmittags im Handelsblatt publiziert. Mit freundlicher Erlaubnis von Stephan Heibel dürfen Auszüge seiner Anaylse auf Tradingview.com veröffentlicht werden. (Link zur Teilnahme an der Umfrage am Montag an dieser Stelle)
Kommentar: Anmerkung: Alle wirtschaftlichen Indikatoren für Europa sind aktuell so positiv wie seit mehr als 17 Jahren nicht mehr. DAX Unternehmen fahren Rekordgewinne ein und zahlen Rekorddividenen. Dennoch häufen sich seit November die Kurseinbrüche. Anders als in den USA hält kein Kursanstieg länger als 24 Stunden die jeweiligen Hochs - einschliesslich des All Time Highs bei 13.600 Punkten:

Kommentar: In verschiedenen Börsenmeldungen wurde regelmässig wiederholt, dass am frühen Nachmittag "grosse Adressen aus den USA" massiv den DAX verkaufen würden. Festgemacht wurde dies jeweils an der Uhrzeit (14.00 Uhr - oder später, d.h. US Handelszeiten).

Im Bundesanzeiger werden täglich aktuelle Shortpositionen auf den DAX veröffentlicht. Dort gab es bis November keine grösseren Shortpositionen auf den DAX. Seit kurzem sieht dies anders aus:

BRIDGEWATER hat den DAX massiv geshortet. Das Volumen beträgt bei den wichtigsten DAX-Werten im Durchschnitt dem gesamten Umsatz von 2 Handelstagen. Grundsätzlich sind hohe Shortpositionen in Bearmärkten üblich. Allerdings ist es bemerkenswert, dass diese Positionen so knapp unter All Time Highs aufgebaut wurden. BRIDGEWATER hat in einem Interview auf Bloomberg.com erklärt, dass diese Wetten auf die Wahl in Italien ausgerichtet sind, die am 4. März stattfinden. Bridgewater wettet auf ein politisches Chaos nach der Wahl in Italien.

Die aktuellen Umfragen und die Abkehr der 5 Sternebewegung von politisch extremen Positionen deuten allerdings daraufhin, dass sich BRIGDEWATER möglicherweise verspekuliert. Die 5MS (https://de.wikipedia.org/wiki/MoVimento_5_Stelle) wird kein Euroreferendum durchführen und ist bereit, mit anderen Parteien eine Koalition einzugehen, vorzugsweise mit der Partei des akuellen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni, der in Italien sehr populär ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Paolo_Gentiloni

BRIDEWATER wettet zusätzlich mit weiteren Shortpositionen in Höhe von mindestens 3 Mrd. Euro gegen Italienische Banken. Auch hier hat letzte Woche der Spitzenkandidat der 5 Sternebewegung, Luigi die Maio, erklärt, dass die 5MS angeschlagenen Banken retten und sanieren will.

Die einzelnen Positionsgrössen, und Links zu den Bridgewater Positionierungen und Interviews finden sich hier: (Chart bitte anklicken um facts & figures aufzurufen)

Trade ist aktiv: Weitere Infos hier: Chart bitte anklicken um Facts & Figures zu laden.

Trade ist aktiv: update Bridgewater:

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