Wochenreport: Bitcoin taumelt & Märkte bleiben bärisch

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Willkommen zur Wochenvorbereitung!
Da ich aktuell auf Reisen bin, gibt es heute anstelle eines Videos eine schriftliche Vorbereitung. Ich würde mich sehr über eine Rakete und einen Kommentar mit eurer Meinung zur kommenden Woche freuen!

Nach einem dramatischen Wochenausklang mit dem Bruch des wichtigsten Bitcoin-Supports, rückt nun die Frage in den Fokus, ob eine größere Erholung bevorsteht – oder ob der Eintritt in den Bärenmarkt schon Realität ist. Während Bitcoin schwächelt, zeigen einige Altcoins relative Stärke, und auch die traditionellen Märkte senden klare Warnsignale. In dieser Ausgabe analysieren wir die entscheidenden Support- und Widerstandszonen, werfen einen Blick auf die wichtigsten Wirtschaftstermine der Woche und bereiten euch wie immer optimal auf die kommenden Tage vor.

Externe Bedingungen: FOMC, Japan & Trump im Fokus
Die kommende Woche bringt eine ganze Reihe externer Impulse, die den Kryptomarkt maßgeblich beeinflussen könnten. Neben wichtigen Wirtschaftsdaten rücken geopolitische Spannungen und geldpolitische Entscheidungen erneut in den Vordergrund – und mit ihnen die Volatilität.
Montag Nacht – Bruttoinlandsprodukt aus Japan:
Die Woche beginnt mit dem BIP-Bericht aus Japan. Ein positives Wirtschaftswachstum wäre ein dringend benötigter Lichtblick für die aktuell geschwächte Wirtschaft des Landes – insbesondere vor dem Hintergrund einer möglichen Zinswende der Bank of Japan.
Mittwoch – FOMC Sitzungsprotokoll (20:00 Uhr):
Die Protokolle der letzten Fed-Sitzung sind ein fester Bestandteil jeder professionellen Wochenplanung. Sie geben einen tiefen Einblick in die geldpolitische Denkweise der Fed-Mitglieder – insbesondere zu zukünftigen Zinsschritten und dem weiteren Umgang mit der quantitativen Straffung. Auch wenn keine neue Entscheidung getroffen wird, reagiert der Markt oft sensibel auf Formulierungen und Nuancen im Tonfall.
Freitag – EMI Daten (15:45 Uhr):
Die Einkaufsmanagerindizes (EMI) aus den USA gehören zu den wichtigsten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Lage. Besonders im aktuellen Umfeld, in dem Inflationsdaten ausbleiben und die Arbeitsmarktdaten nur verzögert eintreffen, bekommen die EMI-Zahlen zusätzliche Bedeutung. Ein starker Industriesektor könnte für kurzfristigen Optimismus sorgen – oder umgekehrt die Ängste vor einer Rezession neu entfachen.
Laufend – Trumps Zolldrohungen:
Abseits der planbaren Ereignisse bleibt Donald Trump eine stetige Quelle für Marktunsicherheit. Seine zuletzt stark schwankende Rhetorik zur Einführung von bis zu 155 % Strafzöllen auf chinesische Produkte sorgt weltweit für Unruhe. Neue Statements oder politische Wendungen könnten jederzeit für plötzliche Ausschläge an den Märkten sorgen – besonders bei Risiko-Assets wie Bitcoin und Altcoins.

Bitcoin unter 96.000 $ – Bullrun offiziell beendet?
Snapshot
Bitcoin hält sich seit dem massiven Einbruch Ende letzter Woche stabil im Bereich um 96.000 $, doch die Erholung fällt bisher äußerst schwach aus. Besonders kritisch: Der Tageskerzenschluss liegt deutlich unter dem zentralen Bullrun-Support bei 96.600 $ – eine klare technische Schwäche, die ein Ende der langfristigen Aufwärtsphase bestätigt.
Das bisherige Tief bei 94.000 $ wurde zwar kurzfristig verteidigt, jedoch fehlt es an Kaufdynamik. Sobald erneut Verkaufsliquidität in den Markt kommt, ist ein weiteres Tief sehr wahrscheinlich. Der nächste relevante Unterstützungsbereich liegt erst bei 87.500 $ bis 83.700 $ – hier könnte eine echte Gegenbewegung entstehen.
Langfristig zeigt sich der Markt aus meiner Sicht weiterhin bärisch – ich sehe mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 80 % das Top des aktuellen Zyklus bereits erreicht.
Snapshot
Dennoch spricht vieles für eine bevorstehende kurzfristige Erholung:
Die 4h- und Tagesstruktur sind bullisch, ebenso wie der bald aktiv werdende 3-Tages-Chart.
Es deutet sich ein technischer Rebound in Richtung der Widerstandszone zwischen 105.000 $ und 115.000 $ an.
Ich rechne persönlich mit einem Top dieser Erholung bei rund 110.000 $, bevor der Markt wieder dreht.
Diese erwartete Bewegung könnte sich als klassische Bulltrap herausstellen – eine scheinbare Rettung, die viele Anleger zu spät erkennen. Daher gilt es, in der kommenden Woche besonders wachsam zu bleiben.

Altcoins stabiler als gedacht – Vorzeichen für eine Mini-Rally?
Trotz eines spürbaren Rückgangs des Gesamtmarkts halten sich viele Altcoins derzeit überraschend stabil. Während Bitcoin am Freitag um über 6 % gefallen ist, lag der Rückgang bei den meisten großen Altcoins lediglich bei rund 3 %. Diese relative Stärke deutet auf eine zunehmende Altcoin-Dominanz sowie auf gezielte Gewinnmitnahmen aus Bitcoin hin.
Kurzfristig könnte dies ein wichtiges Signal sein: In der erwarteten Erholungsphase könnte Kapital gezielt in ausgewählte Altcoins fließen, wodurch diese im Verhältnis zu Bitcoin eine überdurchschnittliche Performance zeigen. Trader sollten daher ein wachsames Auge auf starke Altcoin-Setups werfen, vor allem bei Projekten mit frischer Dynamik oder überverkauften Zuständen.
Langfristig bleibt das Bild jedoch trübe: Trotz kurzfristiger Stabilität ist keine klassische Altcoin Season in Sicht. Vielmehr dürften viele Coins im Zuge eines tieferen Bitcoin-Abverkaufs noch einmal massiv unter Druck geraten. Gerade Altcoins ohne fundamentales Rückgrat oder mit überzogener Vorerholung laufen Gefahr, ihre bisherigen Gewinne komplett abzugeben.
Fazit: Eine selektive Altcoin-Rally ist in einer kurzfristigen Markterholung möglich – doch langfristig überwiegen weiterhin die Risiken.

Traditionsmärkte bleiben dominant – Korrektur noch nicht vorbei?
Snapshot
Die traditionellen Märkte geben weiterhin den Takt vor – und Bitcoin orientiert sich zunehmend klar am Verhalten des Nasdaq und S&P500. Beide Leitindizes haben in der letzten Woche deutlich an Schwäche gezeigt und befinden sich klar unterhalb wichtiger technischer Unterstützungen. Die nächste größere Supportzone liegt in beiden Fällen spürbar tiefer, was auf eine Fortsetzung der Korrektur hindeutet.
Selbst positive externe Impulse, wie das offiziell verkündete Ende des US-Government Shutdowns, konnten kaum für nachhaltigen Optimismus sorgen. Die erwartete Erleichterungsrallye blieb aus – ein klares Zeichen für die aktuell negative Marktstimmung.
Charttechnisch zeigen sowohl der S&P500 als auch der Nasdaq stark bärische Strukturen. Die Marktteilnehmer preisen zunehmend ein, dass das Hoch dieses Zyklus möglicherweise bereits erreicht wurde – was auch auf den Kryptomarkt deutliche Auswirkungen hat.
Fazit: Solange sich die traditionellen Märkte in ihrer Korrektur befinden, ist eine bullische Trendumkehr bei Bitcoin oder Altcoins äußerst unwahrscheinlich. Trader sollten die Aktienmärkte daher diese Woche ganz besonders im Auge behalten.

Die Märkte bleiben nervös – und genau das ist eure Chance.
Bitcoin hat zwar charttechnisch Luft für eine kurzfristige Erholung, doch der Bruch der 96.600 $-Marke hinterlässt tiefe Spuren im Vertrauen. Altcoins könnten diese Woche kurzzeitig outperformen, bevor sie langfristig weiter in den Abwärtstrend geraten. Die traditionellen Märkte zeigen keine Anzeichen nachhaltiger Stärke, was die Risiken zusätzlich verstärkt. Euer Fokus sollte jetzt auf: Liquidität sichern, realistische Pläne umsetzen, Reaktionen nutzen.
Bleibt wachsam – denn in genau solchen Phasen wird Kapital vermehrt, nicht verloren.

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